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Frankreich. Die Burka auf dem Vormarsch in Vénissieux

Wo der Salafist Tariq Ramadan Hand anlegt, da wird´s etwas mit der Islamisierung fundamentalistischer Art. Er ist seit 1992 systematisch dabei, den Islam in Frankreich zu bilden, zu entwickeln und zu n√§hren. Nach einer T√§tigkeit als Studienrat eines Gymnasiums in Genf, 1988 bis 1992, nimmt er Abschied von diesem weltlichen Beruf, beginnt seine ersten Schulungen junger Muslime und studiert 1992/93 an der Kairoer Al-Azhar-Universit√§t im Einzelunterricht intensiv den Islam. (1)

Nach seiner R√ľckkehr beeindruckt der Enkel des Hassan al-Banna die jungen Musliminnen und Muslime zwischen Marseille und V√©nissieux. 1992 findet in V√©nissieux der erste Kongre√ü der Union des jeunes musulmans (UJM) statt; 1993 erh√§lt der noch radikalere Bruder Hani Ramadan die Gelegenheit, die Jugendlichen von V√©nissieux zu indoktrinieren. (2)

Die Br√ľder sind Nachkommen des F√ľhrers der Muslimbruderschaft. 1993 schafft es Tariq Ramadan mit Hilfe des Israelhassers Jean Ziegler und dessen linksradikaler Ehefrau Erica Deuber-Pauli, in Genf und in Ferney-Voltaire die Auff√ľhrung der Satire "Mahomet" von Voltaire zu verhindern. Das St√ľck richtet sich gegen alle Fanatismen. Tariq Ramadan "hat interveniert bei den Abgeordneten, damit dieses St√ľck niemals das Licht der Welt erblicke. Er hat das Argument vorgebracht, da√ü es deplaziert sei, mitten im Bosnienkrieg den Propheten zu kritisieren. Wir sagten, da√ü man die Muslime von Bosnien unterst√ľtzen k√∂nnte und trotzdem Voltaire nicht verbieten m√ľ√üte. Das ist nicht mehr und nicht weniger als Zensur," kommentiert der Dramaturg und Schriftsteller Yves Laplace. In meinem Archiv findet man zahlreiche Artikel √ľber das Wirken des Salafisten Tariq Ramadan. (3)

Man traut seinen Augen nicht, wenn man im Internet √§ltere Artikel der franz√∂sischen MSM aufruft. Das Komplott ist einer √ľberschrieben. Die Erkenntnisse √ľber den Islam sind zu der Zeit gr√∂√üer bzw. werden deutlicher artikuliert als heute, der Grund mag sein, da√ü die finanziellen Verflechtungen islamischer Regierungen mit den MSM Frankreichs zu der Zeit noch in den Anf√§ngen stecken. Das ist die Zeit, da Innenminister Charles Pasqua dem Tariq Ramadan den Wohnsitz in Frankreich verweigert. Die Autoren des Express berichten von Erziehungsvereinigungen der Muslime, deren Arbeit als Identit√§tsvermittler, durch sie zum Islam konvertierten H√§ftlingen, Drogenh√§ndlern, die an sie 80 Prozent ihrer Gewinne abgeben m√ľssen, von Sch√ľlern, denen sie moralisch und schulisch beistehen, M√§dchen, denen sie den Schleier verordnen - Konflikte dar√ľber gibt es seit 1989, sie berichten von Jugendlichen, die sie auf den rechten Weg des Islams f√ľhren und dazu die Rolle der staatlichen Sozialarbeiter √ľbernehmen. Sie bilden einen islamischen Staat im Staate, sie verkaufen sozialen Frieden. Damit dieser nicht gest√∂rt wird, dulden Schulen, seien sie √∂ffentlich oder privat, katholisch oder laizistisch, da√ü junge M√§dchen verschleiert zur Schule kommen.

Federf√ľhrend in der Islamisierungskampagne ist die den Muslimbr√ľdern nahestehende, 1983 gegr√ľndete Union des organisations islamiques de France (UOIF), die auch heute die einflu√üreichste Muslimvereinigung in Frankreich ist. Ab 1990 macht sie sich zur Aufgabe, Frankreich, das auf Grund der seinerzeit schon mehr als drei Millionen Muslime nicht l√§nger als dar al-harb angesehen wird, zum dar al-islam auszustaffieren, die Muslime, die in Frankreich wohnen, werden aufgefordert, sich nicht in die Gesellschaft zu integrieren, sondern eine Gemeinschaft der Gl√§ubigen zu bilden, die auf ihrer Besonderheit besteht. Darum ist es wichtig, da√ü verschleierte Frauen in der √Ėffentlichkeit gesehen werden, es ist eine Demonstration der Macht, ein Zeichen, wie weit die Islamisierung fortgeschritten ist.

Das ist der Zusammenhang, in dem 1992 die im Jahr 1987 in der Region Rh√īne-Alpes gegr√ľndete, zur UOIF geh√∂rende Union des jeunes musulmans (UJM) ihren ersten Kongre√ü in V√©nissieux abh√§lt, auf dem sie sich f√ľr eine "muslimische Stimme" einsetzt und erw√§gt, eine Muslimpartei zu gr√ľnden. Das alles geschieht w√§hrend der Amtszeit des kommunistischen B√ľrgermeisters von V√©nissieux Andr√© Gerin, der nichts einzuwenden hat; denn er und seine Partei werden mit den Stimmen der Muslime gew√§hlt. (4)

Was Tariq Ramadan angeht, der Prediger der Re-Islamisierung der Jugendlichen w√§hlt in Frankreich Lyon zu seinem St√ľtzpunkt, dort ist auch der Sitz des Salafistenverlages Tawhid, seines Hausverlages in Europa. In den Schulen von V√©nissieux indoktriniert er hin und wieder die Jugendlichen mit Vortr√§gen √ľber den Islam. (5)

Der ca. 10 Kilometer von Lyon entfernte Vorort V√©nissieux degeneriert zu einer Art islamischer Republik. Dort werden 1981 die ersten Schlachten der nordafrikanischen Muslime und Afrikaner des Quartiers gegen die Polizei geschlagen, die ersten Autos angez√ľndet, dort hat "La marche des Beurs", der Marsch der Kinder der maghrebinischen Einwanderer, am 15. Oktober 1983, seinen Ursprung. Er schwillt auf 100 000 in ganz Frankreich an, und die begeisterte Linksregierung des Fran√ßois Mitterand erteilt wie aus dem F√ľllhorn Aufenthaltserlaubnisse √ľber zehn Jahre an die Immigranten. Der in V√©nissieux wirkende Priester Christian Delorme, "le cur√© des Minguettes" und Beaufragte der katholischen Kirche f√ľr den Dialog mit dem Islam, ist Hauptinitiator des Marsches. (6)

Seit Anfang der 90er Jahre macht er die internationale Lage f√ľr die Krawalle und den Aufruhr der Muslime verantwortlich, das hei√üt Israel. Bis heute hat er dem Islam niemals auch nur im geringsten eine aktive Rolle in den Auseinandersetzungen zugestanden, die Immigranten, ihre Kinder und Kindeskinder, sind die armen benachteiligten Menschen dieser Welt, f√ľr immer Opfer des Kolonialismus, des Rassismus und der daraus folgenden sozialen Benachteiligung. (7)

Er wird später einer der engsten Freunde und Anhänger des Tariq Ramadan, des "Idols der jungen Muslime", sein. Christian Delorme protestiert 1995 lautstark dagegen, daß Tariq Ramadan sich nicht in Frankreich niederlassen darf. Man findet diesen Priester auch zusammen mit dem Weißen Vater Michel Lelong, le père blanc, Freund des Holocaustleugners Roger Garaudy, mit dem Antisemiten Abbé Pierre; es ist in Deutschland wie in Frankreich immer dasselbe dreckige Dutzend von Christenfunktionären, denen man bei der Islamisierung Europas begegnet. In meinem Archiv befinden sich Artikel dazu, man gebe bitte die Namen in die Suchfunktion auf meiner Site ein.

Im Jahr 2005 sind drei von sieben in Guant√°namo einsitzende Franzosen aus V√©nissieux. Entlassene H√§ftlinge werden ausgiebig vom Centre Islamique de Gen√®ve der Gebr√ľder Hani, Tariq und Aymen Ramadan interviewt, wo sie ihre Unschuld beteuern und die Zust√§nde im Gefangenenlager anprangern: Die Amerikaner urinierten auf den Koran und mi√übrauchten uns sexuell. (8)

In V√©nissieux gibt es unter 60 000 Einwohnern mehr Muslime als Nichtmuslime, davon ca. 100 Frauen in Burka oder Niqab; ihrem B√ľrgermeister Andr√© Gerin w√§chst die Islamisierung inzwischen √ľber den Kopf. 25 Jahre sind die Union des jeunes musulmans (UJM) und die anderen Muslimvereinigungen seine bevorzugten Ansprechpartner, sein W√§hlerreservoir, so da√ü man ihm den Spitznamen "Imam rouge", der rote Imam, gibt. Die Muslime machen ihm klar, da√ü er nur dank ihrer Stimmen gew√§hlt wird. Die Folgen zeigen sich nie so deutlich wie jetzt: 25 Jahre verfehlter linker Politik gegen√ľber den Muslimen machen die Kommune zu dem, was sie heute ist, zu einer Hochburg des fundamentalistischen Islams mit ca. 100 durch Burka oder Niqab ganzk√∂rperverschleierten Frauen. Die Burka ist die Spitze des Eisbergs. In einigen Stadtteilen sind s√§mtliche Beziehungen zwischen M√§nnern und Frauen unter Kontrolle. Der Islamismus bedroht uns ganz real, sagt Andr√© Gerin in einem Interview mit C√©cilia Gabizon, und er f√ľhrt sich auf, als wenn er gar nichts dazu k√∂nnte. (9)

Er wird aber schon seit Jahren daf√ľr kritisiert, da√ü er den sozialen Frieden erhalten will, in dem er es gestattet, da√ü √ľberall kleine Moscheen entstehen, die nicht zum sozialen Frieden, sondern zur weiteren Islamisierung f√ľhrten. Die Kommunikation mit den muslimischen Familien von V√©nissieux vernachl√§ssige er. Er verspreche den Bau einer gro√üen Moschee und realisiere das Projekt nicht. Der UMP-Stadtrat Jean-Pierre Communal Haour meint, da√ü die Lage sich dadurch verschlimmert h√§tte, da√ü die Muslime sich unkontrolliert organisierten und sich extremistische Vereinigungen bildeten, mit denen der B√ľrgermeister einzeln verhandelt h√§tte. Diese Einsch√§tzung zeigt einmal mehr, da√ü die Unkenntnis der Probleme des Islams nicht nur bei linksradikalen Politikern liegt, sondern da√ü die Politikerklasse wie auch die MSM allesamt nichts davon verstehen oder verstehen wollen. Jede Errichtung weiterer Moscheen, erst recht gro√üer, dient der organisierten Islamisierung. (10)

Andr√© Gerin unterst√ľtzt die Familien der in Guant√°namo einsitzenden Terroristen, er ist sogar nach Washington geflogen, um sich f√ľr sie einzusetzen. Auf Vorhaltungen erwidert er, im Januar 2005: "Wenn die muslimischen Vereinigungen so gef√§hrlich sind, was macht der Pr√§fekt? Und die Polizei? Es mu√ü Schlu√ü sein damit, auf die B√ľrgermeister zu zielen! Niemand ist in zwanzig Jahren gekommen, um mir zu helfen, den Anstieg des Islamismus in V√©nissieux anzuhalten. Ich erhalte keinerlei offizielle Informationen der Geheimdienste. Ich habe die Schnauze voll. Der Staatsmacht war das ganz egal, weil es Muslime sind. Ich sehe die Jugendlichen, denen man die Hand reichen mu√ü. Und wenn es wieder gemacht werden m√ľ√üte, ich w√ľrde es wieder machen." (2)

In V√©nissieux treibt auch der Bigamist und Vater von 16 Kindern Abdelkader Bouziane sein Unwesen, √ľber den sich in meinem Archiv einiges findet, darunter auch vom Schaf, weil ab einem gewissen Niveau der L√§cherlichkeit kaum noch eine ernste Auseinandersetzung m√∂glich ist, auch wenn der Fall noch so verheerende Wirkungen zeigt. Der Imam erkl√§rt das Verpr√ľgeln von Ehefrauen f√ľr rechtens und predigt die Steinigung von Ehebrecherinnen. Abdelkader Bouziane will √ľberhaupt die Scharia einf√ľhren in Frankreich. Musik sei eine S√ľnde, weil sie vom Koran ablenke und zur Prasserei f√ľhre. Die Gl√§ubigen m√ľ√üten zur wahren Religion zur√ľckkehren. Selbstverst√§ndlich h√§lt er das Kopftuch f√ľr eine Pflicht jeder Muslimin. Frauen seien den M√§nnern nicht gleichberechtigt. Andr√© Gerin hat mit dem Imam, seinen zwei Ehefrauen und 16 Kindern, davon zehn minderj√§hrig, jahrelang keine Probleme; erst als die Regierung Frankreichs in Gestalt von Innen- und Justizminister t√§tig werden, wollen auch er und seine Verwaltung gegen den Salafisten klagen. (11)

Solche Ausrutscher tun dem beliebten Kommunisten keinen Abbruch, zwei Moscheebauprojekte werden aufgelegt und die Verbindungen zu den traditionellen muslimischen Gemeinschaften verst√§rkt, welche immer das sein m√∂gen. So wird er in den Kommunalwahlen vom M√§rz 2008 mit gro√üer Mehrheit wiedergew√§hlt: Andr√© Gerin ist wiedergew√§hlt. Die kommunistische Bastion hat nicht gezittert. Er verl√§ngert mit einem f√ľnften Mandat. (12)

Nun aber will er nicht mehr bis zum Ende der Legislaturperiode B√ľrgermeister bleiben, und man darf getrost annehmen, da√ü er diesen Abgang w√§hlt, weil er mit der B√ľrgermeisterei nicht mehr zurechtkommt; die er rief, die Geister, wird er nun nicht los. Er w√§hlt die Strategie der Vorw√§rtsverteidigung und profiliert sich mit einem Resolutionsentwurf f√ľr eine Untersuchungskommission √ľber das Tragen der Burka oder des Niqab, der Ganzk√∂rperverh√ľllung, in Frankreich. Unterschrieben haben den Entwurf 89 Parlamentarier aus allen in der Nationalversammlung vertretenen politischen Richtungen: (13)

  • 3 Kommunisten und Parti de Gauche/Linkspartei,
  • 10 Sozialisten,
  • 69 UMP und ihr Nahestehende,
  • 4 Nouveau Centre (ex-UDF),
  • 3 Unabh√§ngige

Wo sind die Kommunisten und Sozialisten, die den Entwurf unterschrieben haben, alle Jahre gewesen, als es darum gegangen ist, die Islamisierung Frankreichs und Europas zu verhindern? Ich kann die Auftritte gar nicht z√§hlen, die w√ľsten Beschimpfungen an die Adresse der Islamkritiker, die Moscheebaugegner, an diejenigen, die sich gegen die totalit√§re Politideologie des Islams engagieren. Nun, da das Multikulti-Modell gescheitert ist, und ganze Regionen Europas in den Islam versinken, tun sich eben die hervor, denen das Elend geschuldet ist. Au√üerdem ist zu bef√ľrchten, da√ü die Kampagne dazu mi√übraucht wird, das Tragen des Kopftuchs zu legalisieren. Nicolas Sarkozy hat bereits etwas dahingehend angedeutet, nach dem Motto, gemessen an Burka und Niqab ist doch das Kopftuch geradezu harmlos: "Jedes junge M√§dchen, das das Kopftuch tragen m√∂chte, kann das au√üerhalb der √∂ffentlichen Schulen tun." Zu verdanken ist das dem amerikanischen Messias, der in seiner Kairoer Rede die westlichen L√§nder kritisiert, die es sich anma√üen zu entscheiden, "welche Kleidung eine Frau tragen mu√ü." (14)

So gewinnen der Totalitarismus und die Frauenfeindlichkeit des Islams jetzt auch mit Hilfe des Barack Hussein Obama in Europa immer mehr an Terrain.

Die Website der Salafisten Oumma.com nimmt sich den bislang bei den islamischen Fundamentalisten beliebten B√ľrgermeister vor; der nicht mehr so will wie sie. Die Coordination contre le Racisme et l´Islamophobie (CRI) erkl√§rt ihn am selben Tag zum "rot-braunen" islamophoben B√ľrgermeister, als er die Kommission zur Untersuchung der Verbreitung von Burka und Niqab in Frankreich fordert. Oumma.com behauptet, die Frauen w√§hlten diese Tracht selbst, und die Muslime w√ľrden zum S√ľndenbock gemacht. Diese Initiative, die zu dem Gesetzesvorschlag Hostallier √ľber das Verbot des islamischen Kopftuchs in √∂ffentlichen R√§umen hinzukommt, bildet eine Gefahr f√ľr den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Zusammenleben. Nicht die Machtdemonstrationen des Islams, dessen Funktion√§re die muslimischen Frauen unters Kopftuch und nun auch unter Burka und Niqab zwingen, um die westliche Gesellschaft wie die Musliminnen das F√ľrchten zu lehren, sondern die Ma√ünahmen gegen eine solche Macht√ľbernahme f√ľhrten zu Konflikten in der Gesellschaft.

Zur Aktion des kommunistischen Abgeordneten der Nationalversammlung André Gerin bringt Abdelaziz Chaambi, der Vertreter der Koordination gegen den Rassismus und die Islamophobie (CRI), etwas sehr Treffendes vor:

Schlie√ülich k√∂nnen wir uns nur fragen zum Verhalten des Herrn Gerin, der eben diese Muslime w√§hrend mehrerer Jahrzehnte frequentiert und umworben hat, und denen er seine sukzessiven Wiederwahlen verdankt, angefangen von der Union des Jeunes Musulmans, der Union der jungen Muslime, mit ihrem Kongre√ü der muslimischen Jugend 1992, 1993 und 1994, √ľber den Imam Ben Chellali und seine Moschee Boubaker auf den Minguettes und anderen Moscheen, in denen es diesem Abgeordneten und B√ľrgermeister gefiel, seine Schuhe auszuziehen, bis zu den t√ľrkischen Muslimen, die w√§hrend der letzten Kommunalwahlen von seiner Hilfe profitiert haben. Es gibt seit Jahrzehnten in V√©nissieux mehrere zig F√§lle von Frauen in Burka, und das hat niemals jemanden gest√∂rt, und erst recht nicht den B√ľrgermeister.

Die Frustrationen dieses kleinen Mannes der Politik, de ce petit homme politique, der gern gro√ü w√ľrde, treiben ihn dahin, sich mit bekannten Islamophoben zu umgeben und auf dem Gerede und den widerlichen Praktiken der Rechten und der extremen Rechten zu surfen.

Und dann folgt nach bew√§hrter Muslimart die Drohung: Wir appellieren an die verantwortlichen B√ľrger, die Medien, die M√§nner und Frauen der Politik und der Intelligenz, diese Zauberlehrlinge anzuprangern, die in Zeiten der Krise mit dem Feuer spielen und die Lektionen der Vergangenheit nicht ber√ľcksichtigen. (15)

Man mu√ü nicht lange auf die Erf√ľllung solcher Voraussagen warten, der maghrebinische Zweig von al-Qaida droht Frankreich umgehend mit Vergeltung. Wenn die fundamentalistischen Muslime auch weltweit nichts zuwege bringen, Tod, Verw√ľstung, Unterdr√ľckung, Einsch√ľchterung, das k√∂nnen sie allzeit, Geld steht daf√ľr immer bereit, da kann es der Bev√∂lkerung in den arabischen L√§ndern und im Iran noch so dreckig gehen. Wieder geht es angeblich um die Ehre: Wir r√§chen uns an Frankreich und seinen Interessen mit allen uns zur Verf√ľgung stehenden Mitteln, f√ľr die Ehre unserer T√∂chter und Schwestern. (16)

Nein, Ihr Br√ľder in Allah, es geht um Euere Macht, die Ihr dokumentieren und ausweiten wollt, und wieder ist es auf Kosten Euerer Frauen. Sagt eine Gem√ľseverk√§uferin auf dem Markt von Minguettes, da√ü bislang so ca. 30 Frauen mit Burka auf dem Markt eingekauft haben, sind es gegenw√§rtig nur eine Handvoll; denn nun ist erst einmal Deeskalation angesagt und ein Machtwort gesprochen, auf wessen Kosten? Auf Kosten der Frauen; denn die d√ľrfen nun nicht einmal in Ganzk√∂rperverh√ľllung auf die Stra√üe.

Diesen Scherbenhaufen hinterl√§√üt der kommunistische B√ľrgermeister. Jetzt behauptet er, er wolle die Republik alarmieren √ľber den Integrismus der seine Stadt und viele andere Regionen in Frankreich vergiftet. C√©cilia Gabizon bringt Beispiele aus dem Alltag, an Schaltern von V√©nissieux. Wer informiert? Eben der B√ľrgermeister, dem es 25 Jahre recht gewesen ist. Er wei√ü auch, da√ü die Mehrheit der Muslime salafistisch ist, da√ü in den Moscheen t√§glich ein rigoroser Islam gelehrt und gepredigt wird. "Eine Frau kann nicht in der N√§he eines Mannes sein, ohne da√ü Scheitan (Satan) einf√§hrt," sage ein Junge. Sein Bruder begleite seine Frau √ľberallhin.

Pl√∂tzlich zeigt der B√ľrgermeister Verst√§ndnis f√ľr seine Mitarbeiter, die t√§glich mit den Muslimen und ihrer Intoleranz konfrontiert sind, f√ľr die Lehrer, die sich mit den Burka-M√ľttern herumschlagen m√ľssen und diese, wenn sie Gl√ľck haben, an den Augen erkennen, f√ľr die Kinder, vor allem die M√§dchen, die zum Staunen und Entsetzen der Lehrer mehr und mehr den Vorschriften des Islams verfallen, f√ľr das Personal an den Schaltern der st√§dtischen Beh√∂rden. Einige verh√ľllte Musliminnen blieben ohne Personalausweis, weil sie sich weigerten, den Schleier abzunehmen. Arrangierte Ehen, illegale Einwanderer werden thematisiert. Das alles f√§llt dem B√ľrgermeister jetzt schon auf. Auch das Problem der rigiden Konvertiten kommt zur Sprache. Die sollen doch angeblich Br√ľckenbauer zwischen zwei Welten sein? (17)

√úberall wird der religi√∂se Druck gr√∂√üer und f√§ngt die Kinder immer j√ľngeren Alters im Netz ein, schreibt C√©cilia Gabizon. Nahezu die H√§lfte der muslimischen M√ľtter kommt inzwischen mit Kopftuch in die Schule, w√§hrend die Djellabas die Silhouetten uniformieren, berichtet eine Lehrerin. Die Islamfunktion√§re n√∂tigen schon Kinder, nach den Regeln des Ramadan zu leben, obgleich ihre Religion das nicht verlangt. Die Schulspeisung richtet sich nach den Muslimen, wenn es Schwein gibt, wollen Dreiviertel der Kinder etwas anderes essen.

Die Salafisten der UOIF sind auf dem Vormarsch, und was schlagen kooperationswillige Imame vor? Die St√§rkung des Islams: "Man mu√ü eine religi√∂se Antwort auf diese Verirrungen finden," meint einer. Wenn die Salafisten auch keine Glaubensk√§mpfer sind, sie hassen den Westen, sie spucken auf die kuffar, die Ungl√§ubigen, aber sie profitieren von allen sozialen Vorteilen Frankreichs. Ohne sich auf muslimischem Boden anzusiedeln, wie es ihre Doktrin doch will. Ihre Doppelz√ľngigkeit schadet den Franzosen muslimischen Glaubens."

Die Salafisten sind im Begriff, unsere Gesellschaft in eine islamische umzuwandeln, das ist eine Aufgabe, die vom Koran vorgeschrieben ist. Frieden herrscht, wenn alle unterworfen sind, sanft oder mit Gewalt. Und es geht schon los mit der Solidarität der angeblich moderaten Muslime mit den armen Burka- und Niqab-Trägerinnen, die nun so im Zentrum des Interesses und der Kampagnen stehen, par réflexe identitaire, durch identitären Reflex, was nichts anderes heißt, als daß sich Muslime mit solchem Reflex zuerst als Muslime und dann vielleicht als Franzosen definieren.

Zum Schlu√ü gibt´s das Wort einer aufgekl√§rten, fr√∂hlichen Muslimin, die meint, jeder mache das, was ihm gefalle: "Wenn die Frau burken will, burkt sie. Wenn sie es nicht will, burkt sie nicht!" So einfach ist das in Frankreich. (9)

1. Juli 2009

Quellen

(1) Prof. Dr. Tariq Ramadan - 12 Jahre im Dienste des europäischen Islamismus.
19. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-19_05-29-16.html

(2) La longue dérive de Vénissieux... Source : Le Monde, 13 janvier 2005
http://alerte.canalblog.com/archives/2005/01/13/8631664.html

(3) Enquête. Le vrai visage de Tariq Ramadan. Par Serge Raffy,
Nouvel Observateur, 29 janvier 2004
http://tinyurl.com/lkjf3w

Tariq Ramadan in meinem Archiv
http://tinyurl.com/qrkafe

"Tariq Ramadan" Vénissieux in meinem Archiv
http://tinyurl.com/le98o2

(4) Le complot. Par Sylviane Stein, Georges Dupuy, Marie-Laure de Léotard,
Karen Saranga, LExpress.fr, 17 novembre 1994
http://www.lexpress.fr/informations/le-complot_600664.html

(5) √Čditions Tawhid
http://www.ledernierprophete.com/

(6) Minguettes. Quartier résidentiel de Vénissieux. Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Minguettes

(7) Un entretien avec Christian Delorme sur les probl√®mes de l¬īimmigration.
Propos recueillis par Philippe Bernard et Xavier Ternisien.
Le Monde, 4 décembre 2001
http://pagesperso-orange.fr/felina/doc/bfeuil/delorme.htm

(8) Les américains urinaient sur le Coran et abusaient de nous sexuellement.
Propos receuillis par Abdelhak Najib, Centre Islamique de Genève,
14 novembre 2007
http://tinyurl.com/nop2hj

(9) √Ä V√©nissieux, terre d´expansion de la burqa. Par C√©cilia Gabizon, Le Figaro,
1 juillet 2009
http://tinyurl.com/mh9oqc

(10) Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html

(11) Das Schaf bl√∂kt Neuigkeiten √ľber Abdelkader Bouziane. 24. April 2004
http://www.eussner.net/schaf_2004-09-18_23-03-18.html

Abdelkader Bouziane in meinem Archiv
http://tinyurl.com/ngars6

(12) Les résultats dans les autres villes du Grand Lyon. Tribune de Lyon,
10 mars 2008
http://tinyurl.com/lvpuhz

(13) Proposition de r√©solution n¬į 1725 de Andr√© Gerin pour une commission
d´enqu√™te sur le port de la burqa, 17 juin 2009
http://www.andregerin.com/index02.html

(14) Les politiques fran√ßais divis√©s sur l´interdiction de la burqa.
Par J√©r√īme Bouin, Le Figaro, 18 juin 2009
http://tinyurl.com/m8btlf

(15) Au sujet du port de la burqa. Par Abdelaziz Chaambi, Oumma.com,
17 juin 2009
http://oumma.com/Au-sujet-du-port-de-la-burqa

(16) Burqa : al-Qaida menace la France. Par Mathieu Szeradzki, Le Figaro,
30 juin 2009
http://tinyurl.com/la5gz8

(17) Konvertiten als Br√ľckenkopf der weltweiten Islamisierung.
29. November 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-11-29_02-25-26.html


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