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Xinjiang. Uighurische Muslime im weltweiten Glaubenskampf

Aus gegebenem Anlaß der Reisewarnungen des chinesischen Außenministeriums empfehle ich meinen Lesern zwei Artikel, vom 15. Dezember 2001, aktualisiert am 1. Juli 2006, sowie vom 22. Dezember 2008, in denen die Situation der Taliban-Kämpfer aus der chinesischen Provinz Xinjiang, der sogenannten Freiheitskämpfer, und ihrer Freunde in aller Welt geschildert wird. Die Berichte beginnen mit dem Jahr 1992. (1)

Die Uighuren werden von islamischen Terrorgruppen, der Xinjiang Befreiungsfront, der Uighurischen Befreiungsorganisation, von al-Qaida Ortsgruppen sowie vom Islamic Movement of Uzbekistan (IMU) und anderen radikalislamischen Verb√§nden eingesetzt zur Destabilisierung und Islamisierung Chinas, die USA versichern sich dieser K√§mpfer f√ľr den Tag, da sie sich stark genug f√ľhlen, versch√§rft gegen den Konkurrenten China vorzugehen. Diese Politik bereiten die USA schon im Dezember 2001 vor, als sie die auf dem Schlachtfeld in Afghanistan aufgelesenen Uighuren nicht an China ausliefern. Wer Terrorist ist, das bestimmen das strategische und wirtschaftliche Interesse der USA.

Es n√ľtzt den Chinesen nichts, auf zahlreiche Bombenattentate der Uighuren, in den Jahren 1992, 1993 und 1997, in Xinjiang zu verweisen. 1998 zerbomben die Uighuren das chinesische Konsulat in Istanbul, im Mai 2000 ermorden sie einen chinesischen Beamten in Kirgistan, und im September 2000 zwei Polizisten in Kasachstan. Im Dezember 2000 berichtet Jane¬īs, da√ü die chinesische Regierung bei der Talibanregierung vorstellig geworden sei, um sie zu ersuchen, die Unterst√ľtzung f√ľr die separatistischen Uighuren einzustellen. Der wichtigste Grund daf√ľr sei, da√ü sie die wirtschaftlichen Entwicklungspl√§ne der chinesischen Regierung f√ľr Xinjiang gef√§hrde. China wolle Xinjiang zum Tor seiner Zusammenarbeit mit Zentralasien machen. Solange aber von dort die Destabilisierungsaktivit√§ten der islamischen Terroristen k√§men, sei eine solche Entwicklung nicht m√∂glich.

In meinem Artikel, vom 15. Dezember 2001, dokumentiere ich, daß alle uighurischen Häftlinge auf dem Kampffeld aufgesammelt worden sind, die Belege findet man dort, daß aber die USA auf Grund ihrer Interessen diese Männer als Kämpfer gegen die VR China aufbauen wollen. Darum sind sie "Freiheitskämpfer Ost-Turkestans" und werden nicht nach China ausgeliefert.

Im November 2001 teilt der Stellvertretende Ministerpr√§sident Qian Qichen der Hohen Kommissarin der UN-Menschenrechtskommission Mary Robinson mit, da√ü ungef√§hr 1000 von Chinas 10 Millionen Muslimen mit der Qaida in Afghanistan und in anderen L√§ndern trainiert h√§tten. Beijing vermute, da√ü noch um die 100 uighurische Talibank√§mpfer in Afghanistan seien. Mary Robinson wei√ü darauf keine andere Antwort zu geben, als die chinesische Regierung davor zu warnen, die Attentate vom 11. September als Entschuldigung f√ľr die Unterdr√ľckung ethnischer Minderheiten zu gebrauchen.

Noch kein Jahr ist es her, da zeigen die Uighuren in Xinjiang, was jetzt und demn√§chst von ihnen zu erwarten ist; vier Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Peking (8. bis 24. August 2008) ermorden zwei muslimische Uighuren bei einem Angriff auf die Polizeistation in der Provinz Xinjiang 16 Polizeibeamte. Sie sind als "Freiheitsk√§mpfer" unterwegs, f√ľr die Abspaltung Xinjiangs von China, das von US-Politikern und Milit√§rs im Einverst√§ndnis mit der Separatistenbewegung als Ost-Turkestan bezeichnet wird. Ausgebildet sind die "Freiheitsk√§mpfer" in Pakistan, im Iran, in Afghanistan und in Tschetschenien. (2)

Jihad Watch berichtet √ľber die mit zweierlei Ma√ü messende Menschenrechtspolitik der USA gegen√ľber der VR China. Von der chinesischen Regierung verfolgte, f√ľr den Glaubenskrieg trainierende Uighuren haben ihr ganzes Mitgef√ľhl. Demokraten und Republikaner sind sich darin einig; schlie√ülich werden diese Terroristen eines Tages gegen China ben√∂tigt. √Ąhnlich verfahren die USA mit den iranischen Volksmudschaheddin. (3)

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zahlreiche dieser Glaubensk√§mpfer im Wartestand ins Land geholt und sie sogar zu deutschen Staatb√ľrgern gemacht. Jetzt berichtet Politically Incorrect √ľber das Unvermeidliche, die Uighuren beginnen mit dem Glaubenskampf in M√ľnchen, sie randalieren, ihre H√§nde im Zeichen der t√ľrkisch-faschistischen Grauen W√∂lfe in die Kameras haltend, und greifen chinesische Touristen an. (4)

Ihre Sympathie f√ľr die Terroristen demonstriert die Frankfurter Allgemeine Zeitung, in dem sie im Einvernehmen mit dem t√ľrkischen Ministerpr√§sidenten und den USA in einem Bericht √ľber den Weltkongre√ü der Uighuren, in M√ľnchen, die chinesische Provinz Xinjiang als Ost-Turkestan bezeichnet und den Faschistengru√ü der Muslime kommentarlos im Foto abbildet. (5)

In M√ľnchen gibt es bereits eine Gemeinde von mehr als 600 muslimischen Uighuren. Deutsche Politiker und MSM haben volles Verst√§ndnis daf√ľr, da√ü sie f√ľr sich bleiben, um in Deutschland und von Deutschland aus f√ľr ihre Unabh√§ngigkeit zu k√§mpfen, die deutsche Regierung handelt nicht wie die Chinesen, deren Regierung eine systematische Assimilationspolitik am uigurischen Volk betreibt. Chinesisch ist Amtssprache. Bei uns sprechen die Uighuren ihre Sprache und gehen ihren Bestrebungen zur Unabh√§ngigkeit Xinjiangs als Ost-Turkestan nach. (6)

Die Arbeitsgruppe M√ľnchen der Internationalen Gesellschaft f√ľr Menschenrechte (IGFM) unterst√ľtzt die Uighuren darin. Ihre Site ist ein Sprachrohr des World Uighur Congress und seiner Pr√§sidentin Rebia Kadeer. Die Aktivit√§ten der IGFM reichen von der nordwestlichsten Grenzspitze Nordkoreas √ľber das Gebiet entlang der Westgrenze Chinas bis zur Nordspitze Burmas. Im Osten der VR China k√ľmmert sich die Gesellschaft um Taiwan. Was in der Gegend los ist, liest man auf phayul.com, der Site des Dalai Lama; das ist der Mann mit dem nackigen Arm. (7)

Am 19. September 2006 wurde in einem Konferenzraum des US Kongresses im Kapitol-Geb√§ude in Washington die Unabh√§ngigkeitserkl√§rung der drei Nationen Hochasiens Tibet, Ost-Turkestan und Innere Mongolei verlesen, berichtet die IGFM. Wir werden neben dem r√ľhrigen, bei Spitzenpolitikern aller Parteien gern gesehenen Dalai Lama und seinen friedliebenden Buddhisten demn√§chst vielleicht zus√§tzlich zu den mehr als 600 muslimischen Uighuren noch zehn bis siebzehn sich f√ľr die Unabh√§ngigkeit Ost-Turkestans von China aktiv einsetzende M√§nner aus dem Gefangenenlager Guant√°namo ins Land bekommen, gern nach Bayern. (8)

Derweil boxen sich die uighurischen Muslime in M√ľnchen schon einmal warm.

12. Juli 2009

Quellen

(1) Die US-Politik liebt die uigurischen Glaubenskämpfer gegen China.
15. Dezember 2001/ 1. Juli 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-07-01_16-47-53.html

Uighurische Glaubenskämpfer demnächst in Deutschland. 22. Dezember 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-12-22_19-56-35.html

(2) 16 Beamte bei Angriff auf Polizeistation in China getötet. AFP, 4. August 2008
http://afp.google.com/article/ALeqM5jHEk5Awk3u6bNY0KSyGXLQn0 w-sA

(3) US government turns blind eye to China´s humanitarian abuses‚ÄĒexcept when Muslims are involved. Posted by Raymond, Jihad Watch, July 12, 2008
http://www.jihadwatch.org/archives/021736.php

Volksmudschaheddin des Iran in meinem Archiv
http://tinyurl.com/na5sd2

(4) Auch China warnt Deutschlandreisende. Politically Incorrect, 12. Juli 2009
http://www.pi-news.net/2009/07/auch-china-warnt-deutschlandr eisende/

(5) Exil-Uiguren in M√ľnchen. Aufgestaute Wut. Von Martin Wittmann,
Faz.net, 11. Juli 2009
http://tinyurl.com/ll7uw2

(6) Ost-Turkestan und die Menschenrechte
http://www.igfm-muenchen.de/china/Uighur/Uyghurs.html

(7) East Turkestan, phayul.com
http://tinyurl.com/aayvy3

(8) Die Länder Hochasiens erklären ihre Unabhängigkeit im US Kongress,
22. September 2006
http://www.igfm-muenchen.de/china/Uighur/Independence.html


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