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Al Fatah. Desolate Berichterstattung √ľber einen desolaten Kongre√ü

Die Berichterstattung deutscher und franz√∂sischer Korrespondenten √ľber die Parteitag genannte Kom√∂die in Bethlehem w√§re lustig zu lesen, wenn die Folgen f√ľr die sachliche Information nicht verheerend w√§ren. Aus den MSM erf√§hrt man keine korrekten Fakten, sondern irgend etwas, wie´s gerade beliebt, Ideologie und Romantik. Hier einige Beispiele bei Eingabe von fatah in die Google.de-Aktualit√§ten, wobei die Auslassungen nicht ber√ľcksichtigt werden, sondern nur die Falschaussagen. Die meisten gesichteten Beitr√§ge zeichnen sich dadurch aus, da√ü die eindeutigen Kriegserkl√§rungen der Fatah an Israel nicht erw√§hnt oder wenn, nicht erkl√§rt werden.

WeltOnline: In einer anderen gegen Israel gerichteten Resolution hatten die Delegierten sich am Freitag f√ľr eine Untersuchung der bis heute ungekl√§rten Todesursache des 2005 verstorbenen Pal√§stinenserf√ľhrers Jassir Arafat ausgesprochen. Unkenntnis, der Terrorist stirbt am 11. November 2004. (1)

Al-Reuters: Die mehr als 2300 Delegierten verabschiedeten zudem eine Erkl√§rung, in der die Fatah als Befreiungsorganisation bezeichnet wird, deren Ziel es sei, "die israelische Besatzung zu beenden und einen unabh√§ngigen Pal√§stinenser-Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zu gr√ľnden." Al-Reuters und zahlreiche andere MSM lassen unerw√§hnt, da√ü die Fatah am Tag zuvor auf dem Kongre√ü eine andere Erkl√§rung verabschiedet, in der Anspruch erhoben wird auf ganz Jerusalem, erst nach √úbergabe k√∂nnten √ľberhaupt Verhandlungen mit Israel aufgenommen werden, "Red Line" und "Green Line" sind f√ľr die Fatah dasselbe, beschlie√üt und dokumentiert die Generalversammlung, am 8. August 2009; das bedeutet die Aufforderung zur Vernichtung des Staates Israel. (2)

Deutsche Welle und Tagesschau: Das Programm fordert zudem die "Befreiung" Jerusalems und den Abbau aller j√ľdischen Siedlungen im Westjordanland. Keine Erkl√§rung, was die "Befreiung" Jerusalems hei√üt; L√ľge, das Programm fordert den Abbau der j√ľdischen Siedlungen im Westjordanland und in Israel. Die Tagesschau und andere zitieren Salam Fajad, der sich auf Abkommen der PLO mit Israel bezieht, ohne zu erw√§hnen, da√ü Abkommen der PLO mit Israel ohne Best√§tigung durch die Fatah und den Nationalrat f√ľr die Pal√§stinenser nicht rechtsverbindlich sind. Die PLO besteht aus der Fatah, der Demokratischen Volksfront zur Befreiung Pal√§stinas, Popular Democratic Front for the Liberation of Palestine (DFLP), der Pal√§stinensischen Volksfront zur Befreiung Pal√§stinas, Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP), sowie anderen kleineren Gruppen, liest man in der Jewish Virtual Library. Das Emblem der PLO zeigt ganz Restpal√§stina, d.h. Israel, Westjordanland und Gaza. (3)

ZeitOnline bezeichnet die Fatah routinem√§√üig als gem√§√üigte Pal√§stinenser-Partei von Pr√§sident Abbas, selbst nachdem Widerstand mit allen Mitteln, das angebliche Recht auf R√ľckkehr aller Fl√ľchtlinge und ihrer Nachkommen sowie Anspruch auf ganz Israel auf dem jetzigen Kongre√ü dokumentiert sind. Zudem will die Fatah nicht nur Ost-Jerusalem, sondern pl√∂tzlich Ganz-Jerusalem mit M√§rtyrern "befreien", also auch den j√ľdischen Westen, schreibt Ulrich W. Sahm in seinem Bericht. Diesen Beschlu√ü lassen alle anderen deutschsprachigen MSM weg. (4)

Basler Zeitung: Der sch√∂nste, originellste und un√ľbertroffene Bericht stammt von Inge G√ľnther, die vom 47-j√§hrigen Kadura Fares, Tanzim-Mitk√§mpfer des Marwan Barghouti, berichtet, des Kopfes der zweiten pal√§stinensischen Intifada. Der sympathische K√§mpfer (Foto anbei) mit schmalem Gesicht, Schnurrbart und verschmitzten Augen sei ein Vertreter der "jungen Garde". In Begleitung ehemaliger K√§mpfer der Al-Aqsa M√§rtyrerbrigaden zeigt er sich auf dem Kongre√ü, auf dem Mahmud Abbas die Brigaden als offiziellen bewaffneten Arm der Fatah best√§tigt. Diese K√§mpfer haben sich vor einer Woche damit hervorgetan, Sacha Baron Cohen seines Br√ľno-Filmes wegen mit Vergeltung zu drohen, mit welcher, behalten sie sich vor, dann ist´s spannender.

Kadura Fares will jetzt Friedensverhandlungen mit einer Option in der R√ľckhand (f√ľhren). Sollte in Gespr√§chen mit Israel in absehbarer Zeit nichts zustande kommen, beh√§lt er sich vor, wieder zu den Mitteln des Widerstands zu greifen. Also, spurt Israel, wie befohlen, dann bleibt´s friedlich, wenn nicht, dann geht der bewaffnete Kampf wieder so richtig los. Wenn Kadura Fares nicht in die Leitungsgremien gew√§hlt wird, k√∂nnten er und seine Mannen zur Hamas abwandern, meint Inge G√ľnther. (5)

Die Sackgasse der Berichterstattung des Figaro

Zum Schlu√ü gibt´s noch ein Schmankerl aus dem Figaro, dessen Jerusalem-Korrespondenten Adrien Jaulmes ich schon im Artikel Al Fatah. Schwesterpartei der europ√§ischen Sozialisten vorgestellt habe. (6)

Unter dem Titel L´impasse de la lutte arm√©e palestinienne, Sackgasse des pal√§stinensischen bewaffneten Kampfes, stellt er in einem Analyse (sic!) genannten Beitrag die Fatah vor. Deren Aktivit√§ten beschr√§nkt er auf die letzten vierzig Jahre, sie w√§hren aber nunmehr seit fast 45 Jahren, seit dem 31. Dezember 1964 / 1. Januar 1965. Geschickt lenkt er durch die Verf√§lschung des Datums ab von den Gewalttaten vor dem Sechstagekrieg, seiner Angabe nach haben die Terroraktionen erst zwei Jahre nach der Besetzung Gazas und des Westjordanlandes begonnen.

Die Fatah habe auf ihrem Kongre√ü nicht offiziell auf den bewaffneten Kampf gegen Israel verzichtet, stattdessen berichten die deutschsprachigen MSM, da√ü die Fatah sich diesen Kampf ausdr√ľcklich vorbehalten habe. Dann berichtet er vom Emblem der Fatah, es zeige zwei gekreuzte Kalaschnikow-Gewehre. Ein Blick ins Internet auf das Emblem, und man kann die Fatah als eine rein milit√§rische Vereinigung identifizieren: Vor dem Hintergrund eines Umrisses Restpal√§stinas, also Israels, des Westjordanlandes und Gazas, kreuzen zwei Arme, bekleidet mit den Nationalfarben Pal√§stinas, die Waffen. Darunter ist eine Handgranate abgebildet, unter ihr steht Fatah. Am unteren Rand entlang zieht sich die arabische Langfassung f√ľr Fatah, Harakat al-Tahrir al-Watani al-Filastini, Pal√§stinensische nationale Befreiungsbewegung. Vor dem islamgr√ľn bemalten Restpal√§stina und hinter den gekreuzten bewaffneten Armen steht in roter Schrift al-´Asifah, zu deutsch Sturm. Das Wort spielt an auf die Koransure 21:81 Und dem Salomo (machten wir) den Sturm (dienstbar), dass er dahinbrause und auf seinen Befehl in das Land eile, das wir gesegnet haben. Wir wussten (oder: wissen) √ľber alles Bescheid. Das gesegnete Land ist selbstverst√§ndlich Pal√§stina. Al-´Asifah ist der milit√§rische Arm der Fatah, diese Terrorgruppe f√ľhrt ihre erste milit√§rische Operation am 31. Dezember 1964 / 1. Januar 1965 in Israel auf eine Wasserpumpstation aus. In den n√§chsten 29 Monaten, bis zum Sechstagekrieg, erkl√§rt sich al-´Asifah verantwortlich f√ľr in Israel durchgef√ľhrte 175 milit√§rische Anschl√§ge. (7)

Es folgen in der Analyse des Adrien Jaulmes unbewiesene Behauptungen √ľber die Ablehnung der Gewalt durch Mahmud Abbas, trotz Schaden f√ľr seine Beliebtheit setze er auf Verhandlungen. Aus innenpolitischen Gr√ľnden habe er sich nicht gegen das sakrosankte Prinzip des "Widerstandes" richten k√∂nnen, aber in seiner Er√∂ffnungsrede zum Kongre√ü habe er deutlich h√∂ren lassen, da√ü es andere Formen des Widerstandes g√§be als Waffengewalt.

Zwei Tage vor dieser Analyse berichtet die Jerusalem Post, da√ü Mahmud Abbas auf dem Kongre√ü erkl√§rt habe, die R√ľckgabe sowohl von Ost- als auch von West-Jerusalem unter pal√§stinensische Kontrolle (sei) eine "Rote Linie", die nicht verhandelbar w√§re, vorher k√∂nnten keine Friedensverhandlungen beginnen. Israel Radio habe berichtet, da√ü die Delegierten der Fatah ein Dokument beschlossen h√§tten, in dem erkl√§rt werde, die Pal√§stinenser w√ľrden "fortfahren, geopfert zu werden, bis die Einwohner von Jerusalem frei von Siedlungen und Siedlern w√§ren." Das Dokument ging weiter mit der Feststellung, da√ü ganz Jerusalem, einschlie√ülich die umgebenden D√∂rfer, den Pal√§stinensern geh√∂rten, und Land, das im Zuge des Sechstagekrieges erobert wurde, denselben Status h√§tte wie das innerhalb der Gr√ľnen Linie. Soweit zu den von Mahmud Abbas angestrebten Verhandlungsl√∂sungen. (8)

Dann r√§umt Adrien Jaulmes ein, da√ü es nur sehr selten gewaltlose Widerstandsformen gegeben habe, und er liefert auch gleich die Entschuldigung daf√ľr: La lutte arm√©e, pour le Fatah comme les islamistes du Hamas, reste la seule fa√ßon de faire entendre les revendications palestiniennes. Der bewaffnete Kampf ist sowohl f√ľr die Fatah als auch f√ľr die islamistische Hamas die einzige M√∂glichkeit, den pal√§stinensischen Forderungen Geh√∂r zu verschaffen. Er dreht Ursache und Wirkung in ber√ľchtigter Tradition der Fehleinsch√§tzung der Politiker und der Nahost-Berichterstattung um. Bei friedlichen Verhandlungen h√§tte es l√§ngst einen pal√§stinensischen Staat gegeben, angefangen nach der UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947, aber die Araber wollen keinen Staat neben Israel, sie wollen Israel zerst√∂ren.

"Palestinians never miss an opportunity to miss an opportunity," Palästinenser lassen nie eine Gelegenheit aus, eine Gelegenheit auszulassen, bringt Abba Eban diese irrige Meinung auf den Punkt. Abba Eban ist von 1959 bis 1988, als die Arbeitspartei von dem 73-jährigen endlich genug hat, Knesset-Abgeordneter. Von 1959 bis 1960 ist er Minister ohne Geschäftsbereich, anschließend bis 1963 Kulturminister, bis 1966 Stellvertretender Premierminister und von 1966 bis 1974 Außenminister Israels. Was von den versäumten Gelegenheiten zu halten ist, kann man in meinem Artikel nachlesen. (9)

Die von den arabischen Staaten 1964 gegr√ľndete Palestine Liberation Organization (PLO) steht unter dem Motto "Tod den Juden!", "driving the Jews into the sea", die Juden ins Meer treiben. In der Einleitung zur Pal√§stinensischen Nationalverfassung wird zum Jihad, zum Glaubenskrieg bis zum vollst√§ndigen und endg√ľltigen Sieg √ľber Israel, aufgerufen, und die Vereinten Nationen sind´s zufrieden, wie man der Site der Permanent Observer Mission of Palestine to the United Nations entnehmen kann.

Pal√§stina wird definiert als dasjenige in den Grenzen des britischen Mandates, also Jordanien, Israel, Westjordanland und Gaza (Artikel 2), als Pal√§stinenser gelten alle Araber, die bis 1947 normalerweise in Pal√§stina lebten und deren Nachkommen, ob im In- oder im Ausland geboren. Die seit Ende des 19. Jahhunderts zugezogenen Juden und ihre Familien, die bis 1947 dort leben, gelten nicht als Pal√§stinenser, diejenigen j√ľdischen Familien, die vor den Einwanderungswellen dort leben, d√ľrften wohnen bleiben, wenn sie friedfertig und loyal w√§ren (Artikel 6 und 7). Damit eindeutig klar ist, da√ü die pal√§stinensischen Araber sich ausschlie√ülich auf die Vernichtung Israels konzentrieren wollen, legen sie in der Verfassung fest, da√ü sie keinerlei Souver√§nit√§t √ľber das Westjordanland und den Gazastreifen anstreben (Artikel 24). Sich des Staates Israel und der Juden zu entledigen, ist ihrer Meinung nach, vom internationalen Standpunkt aus betrachtet, ein defensiver Akt, wie er durch die in der Charta der Vereinten Nationen dargelegten Anforderungen der Selbstverteidigung gerechtfertigt ist (Artikel 16). (10)

Adrien Jaulmes wei√ü von alledem nichts, sondern er setzt wie zahlreiche Nahost-Experten und Korrespondenten als selbstverst√§ndlich voraus, da√ü die Aktionen der Widerstandsgruppen der Zielerreichung nicht dienen, sie meinen das Ziel zu kennen, einen Staat neben Israel; der aber ist bis heute nicht das Ziel. Die Propaganda der Pal√§stinenser ist darauf ausgerichtet, der internationalen √Ėffentlichkeit in immer neuen Worten den Eindruck zu vermitteln, einen Staat neben Israel gr√ľnden zu wollen, s√§mtliche anderen Erkl√§rungen aber, von der Politik des Farouq al-Qaddumi, alias Abu Lotf, seit der Gr√ľndung der Fatah, bis zur letzten von Mohammed Dahlan, f√ľnfzig Jahre sp√§ter, √ľber die nie erfolgte Anerkennung Israels durch die Fatah, zeigen, wie v√∂llig daneben die Analyse des Adrien Jaulmes liegt. Die Gr√ľnde, warum die F√ľhrer der Pal√§stinenser gar keinen Staat wollen k√∂nnen, sind in einigen meiner Artikel aufgef√ľhrt; er w√§re das Ende der Macht der korrupten Clique. (11)

Adrien Jaulmes sowie fast alle westlichen Kommentatoren argumentieren wie Abba Eban, sie k√∂nnen die Entwicklungen nicht deuten, obgleich es an Hinweisen nicht fehlt. Hans-Peter Raddatz hat f√ľr sie eine treffende Erkl√§rung: Wenn aber die F√§higkeit zur Feststellung von Ver√§nderungen in Raum und Zeit fehlt oder besch√§digt ist, haben wir es mit ideologischem Denken zu tun. (12)

Deshalb herrscht soviel Staunen und Unverst√§ndnis dar√ľber, da√ü die Pal√§stinenser die schlimmsten Formen der modernen Gewalt anwenden, les pires formes de violence moderne. Seine Ideologie spielt dem Analysten einen Streich, wir im Westen w√ľ√üten, was die Pal√§stinenser zu tun h√§tten, um ihrer unterst√ľtzenswerten Sache zu nutzen. Der Korrespondent hat sie ein f√ľr allemal identifiziert: Die Pal√§stinenser wollen einen Staat und friedlich leben an der Seite Israels. Darauf ist seine Wahrnehmung reduziert, das sind seine Scheuklappen. Der mit dem westlichen Wertesystem aufgewachsene Journalist kann sich trotz der Lehren der Geschichte sowie der gegenw√§rtigen Zust√§nde im Iran anscheinend nicht vorstellen, da√ü F√ľhrer ein Volk bewu√üt leiden lassen, da√ü die Bedingungen, unter denen die Pal√§stinenser leben, sich immer mehr versch√§rfen, weil diese F√ľhrer nicht abgehen von ihrem Ziel der Zerst√∂rung Israels. Es befindet sich im Einklang mit Hunderttausenden von Internauten, die weltweit ebenfalls die Abschaffung des Staates Israel fordern. Bei Facebook ist man aufgerufen, einer Gruppe beizutreten, die dem entgegensteht, was eine andere Gruppe auf Facebook √∂ffentlich fordert, das Ende Israels.

Adrien Jaulmes kann nicht sehen, da√ü alle revolution√§ren Bewegungen, die im 20. Jahrhundert, zumindest einige Zeit lang, zum Ziel gekommen sind, ca. siebzig Jahre Sowjetunion, zw√∂lf Jahre Nazi-Deutschland, das geschafft haben, wie es die Pal√§stinenser bis heute schaffen wollen, nicht mit Verhandlungen, sondern mit Terror. Das bleibt ihm verschlossen, weil er das Ziel der Pal√§stinenser nicht korrekt definiert. Nicht Staatsgr√ľndung, sondern Vernichtung Israels ist das vordringliche Ziel. Alles andere ist cura posterior.

Die pal√§stinensische F√ľhrung, die ihre Menschen in Kampf und Tod schickt, die Terroraktionen gegen die israelische Zivilbev√∂lkerung durchf√ľhrt, wei√ü, da√ü ein Staat so nicht zu erlangen ist, und es ist immer wieder r√ľhrend zu sehen, wie sich Politiker aller Couleur und ihre MSM bem√ľhen, den Pal√§stinensern das zu verdeutlichen. Sie machen sich l√§cherlich. Seit dem verlorenen Jom-Kippur-Krieg, vom Oktober 1973, wagen es die Araber nicht mehr, offen milit√§risch gegen Israel vorzugehen, und so terrorisieren und zerm√ľrben sie die Israelis und ihre eigene arabische Bev√∂lkerung. Frieden bedeutete den totalen Machtverlust, oder kann sich jemand Mahmud Abbas, Mohammed Dahlan oder Marwan Barghouti als Staatschefs vorstellen? Salam Fajad w√§re der einzige, der aber ist von marginaler Bedeutung, eine Art Feigenblatt.

Adrien Jaulmes behauptet, Mahmud Abbas habe verstanden, daß sich der bewaffnete Kampf in einer Sackgasse befindet. Warum ernennt er die Kämpfer der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden dann auf dem Fatah-Kongreß zum offiziellen bewaffneten Arm der Fatah?

Selten liegt jemand so beredt neben den Tatsachen wie der Analyst Adrien Jaulmes. Der Figaro hat bis heute noch niemals einen √ľberzeugenden Korrespondenten nach Jerusalem geschickt. (13)

FocusOnline berichtet, am Montagnachmittag: Am Sonntag hatte sich die Fatah bereits auf ein neues Parteiprogramm geeinigt, in dem sie sich f√ľr eine Fortsetzung des bewaffneten Widerstands gegen die israelische Besatzung ausspricht. Zugleich hie√ü es aber, die Parteimitglieder sollten friedliche Mittel wie Demonstrationen in Betracht ziehen, um Druck auf die Regierung in Jerusalem auszu√ľben. Der israelische Au√üenminister Avigdor Lieberman verurteilte das Programm am Montag als extrem und kompromisslos. Damit werde praktisch jede realistische M√∂glichkeit zunichtegemacht, in den n√§chsten Jahren ein Friedensabkommen zu erreichen. (14)

Das, genau das ist die Absicht der Fatah. Es fragt sich nur, ob die Geldgeber weiter mitmachen, als da sind die USA, die EU, Saudi-Arabien, der Iran und wer sonst noch bislang gro√üz√ľgig den Status quo finanziert. Man kann Khaled Abu Toameh nur zustimmen, wenn er meint, die Fatah lebe in der Vergangenheit, sie sei Teil des Problems und nicht einer wie auch immer gearteten L√∂sung. Wenn diesen Terroristen nicht der Geldhahn abgedreht wird, bleibt sie das noch viele Jahre. (15)

10. August 2009 - Erweiterung im Bereich der Quelle Nr. 7, 12. August 2009

Quellen

(1) Fatah-Delegierte wählen schon wieder nicht. Von Michael Borgstede,
WeltOnline, 9. August 2009
http://tinyurl.com/nnvf9o

(2) Pal√§stinensische Fatah auf Kongress um Einigkeit bem√ľht. Al-Reuters Alemanya
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE57805M2009080 9

Fatah: We´ll sacrifice victims until J´lem is ours. By Haaretz Service and dpa,
Haaretz, August 8, 2009
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1106141.html

Fatah demands return of Jerusalem. UPI, August 8, 2009
http://tinyurl.com/ncofb8

(3) Fatah verabschiedet neues Programm. Deutsche Welle, 9. August 2009
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_4553920,00.h tml

Fatah-Kongress in Bethlehem. Ja zu Widerstand gegen Israel "mit allen Mitteln". Tagesschau.de, 9. August 2009
http://www.tagesschau.de/ausland/fatah136.html

Palestine Liberation Organization (PLO). Jewish Virtual Library
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Terrorism/plo.ht ml

(4) Pal√§stina. Fatah w√§hlt eine neue Parteif√ľhrung, ZeitOnline, 8. August 2009
http://www.zeit.de/online/2009/33/palaestina-fatah-parteitag -wahl

Korruption und Vetternwirtschaft. Von Ulrich W. Sahm, n-tv, 9. August 2009
http://tinyurl.com/m7f3fv

(5) Der Mann, der frischen Wind in die Fatah bringen will. Von Inge G√ľnther,
Basler Zeitung, 9. August 2009
http://tinyurl.com/m2wzzy

Al Aqsa Terrorists Appointed Fatah Security Force, One Jerusalem,
August 8, 2009
http://www.onejerusalem.org/2009/08/al-aqusa-terrorists-appo inted.php

(6) Al Fatah. Schwesterpartei der europäischen Sozialisten. 9. August 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-08-09_02-06-31.html

(7) Palästinensische nationale Befreiungsbewegung
http://www.fatah.de/

Tareq Y. Ismael, Jacqueline S. Ismael, Kamel Abu Jaber: Politics and government in the Middle East and North Africa. University Press of Florida 1991, p. 308
http://tinyurl.com/mxdmy3

(8) Fatah Precondition for Peace Talks: Israel must Cede West Jerusalem.
By Ami Isseroff, Israel News, August 8, 2009
http://tinyurl.com/mlb5ld

(9) Versäumte Gelegenheiten? 3. Oktober 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-10-03_20-49-50.html

(10) The Palestinian National Charta. Al-Mithaq Al-Kawmee Al-Philisteeni.
Permanent Observer Mission of Palestine to the United Nations
http://www.un.int/palestine/PLO/PNA2.html

The Palestinian National Charta of 1964. Al-Mithaq Al-Kawmee Al-Philisteeni.
Emperor´s Clothes
http://emperors-clothes.com/docs/plochart64.htm

(11) Former PA Security Chief in Gaza Muhammad Dahlan: We Never Asked Hamas to Recognize Israel Since Fatah Has Never Recognized Israel Either, Al-Arabiya TV, August 4, 2009. Memri TV Clip No. 2197
http://www.memritv.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/2197.htm

(12) Hans-Peter Raddatz: Der Absturz. Anatomie einer Systemkrise,
wjs verlag, März 2009, S. 65
http://www.wjs-verlag.de/buch/Der_Absturz.html

(13) L´impasse de la lutte arm√©e palestinienne. L´analyse d´Adrien Jaulmes,
Le Figaro, 10 ao√Ľt 2009, p. 19
http://tinyurl.com/l75lmh

(14) Fatah. F√ľhrungsgremien - Wahl verz√∂gert sich. FocusOnline, 10. August 2009
http://tinyurl.com/muchft

(15) Analysis: How Fatah has evolved into the Palestinian Ba¬īath party.
By Khaled Abu Toameh, Jerusalem Post, August 10, 2009
http://tinyurl.com/mrz2vp


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