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Frankreich. Clotilde Reiss als Merhameh im Morgenland

Sie war jung und schön, und zwar von einer so edlen, reinen, keuschen, ich möchte sagen heiligen Schönheit, daß sie gar kein Wort zu sagen, sondern nur das Auge aufzuschlagen brauchte, um alles, was nicht lauter, klar und sauber war, von sich zu weisen ... (1)

Als die ersten Nachrichten √ľber die verhaftete und ins ber√ľchtigte Evin-Gef√§ngnis verbrachte Wissenschaftlerin Clotilde Reiss in den franz√∂sischen MSM erscheinen, bin ich sofort ganz Ohr&Auge; denn im Alter von 23 Jahren bin auch ich im Iran gewesen, als Studentin der Iranistik, meine Persisch- und Landeskenntnisse haben allerdings niemals an ihre herangereicht. Eines aber habe ich mit ihr gemein, die Liebe zum Iran, sie h√∂rt nimmer auf, auch wenn ich es ablehne, hinzufahren und als Pinguin in die √Ėffentlichkeit zu treten. Die Aussichten, nach einem Wahlsieg von Mir Hussein Moussavi als Tr√§gerin eines Bl√ľmchentschadors das Land zu bereisen und endlich meine alten Freunde zu besuchen, haben mich nicht umgestimmt, so da√ü mein Kopf hat k√ľhler bleiben k√∂nnen als der manches Kerzenhalters und Lichterkettenbilders auf Sites, die lauthals die Aufforderung zur Befreiung des Iran herausschreien. Wer, bitte, soll diese Arbeit leisten? Vielleicht Israel, wie durch die USA 1996 im Clean Break f√ľr die Befreiung des Irak von Saddam Hussein gefordert? (2)

Clotilde Reiss wird am 1. Juli 2009 verhaftet, und die franz√∂sischen MSM, meine Provinzpresse und der Figaro, berichten √ľber sie in aller Freim√ľtigkeit, die Gefahr, in die sie die junge Frau dadurch zus√§tzlich bringen, ist ihnen v√∂llig gleichg√ľltig. Ihr Onkel, sp√§ter ist´s der Vater, arbeite im Commissariat √† l´√©nergie atomique (CEA), im Kommissariat f√ľr Atomenergie (CEA) Frankreichs. Ein Blick auf die Website mit den Rubriken Verteidigung, Energie, Technologien, Grundlagenforschung gibt einen Eindruck, worum es bei der Beh√∂rde geht. (3)

Die Journalisten, die heute nicht einmal die Liste der Mitglieder des neuen Zentralkomitees der Fatah zusammenkriegen, obgleich sie in Bethlehem anwesend sind, wissen schon gleich nach der Verhaftung, da√ü Clotilde Reiss auch Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstige Verlautbarungen zum Nuklearprogramm des Iran gelesen, zusammengestellt und an den Leiter des Institut fran√ßais de recherche en Iran (IFRI), das franz√∂sische Forschungsinstitut im Iran, geliefert habe, dessen Stipendiatin sie vor ihrem Einsatz als Franz√∂sischdozentin in Isphahan ist. Der Name des Direktors wird im Figaro nicht genannt. Das Institut h√§ngt ab von der Botschaft Frankreichs, das ist alles, was man von Delphine Minoui erf√§hrt. Es ist eine nachgeordnete Beh√∂rde des Au√üenministeriums, sein Personal befa√üt sich mit der geistes- und sozialwissenschaftlichen sowie der arch√§ologischen Erforschung nicht nur des Gebietes des heutigen Iran, sondern des persischen Herrschaftsbereichs, von der Antike bis zur Gegenwart. IFRI-Direktor ist Philippe Rochard. √Ąhnliche Institute gibt es in Istanbul und Taschkent. Das alles mu√ü man sich zusammensuchen. Der Direktor des IFRI ist Anfang Juli, also nach der Verhaftung von Clotilde Reiss, nach Frankreich zur√ľckgekehrt, die letzten Studenten Anfang August. (4)

Die Nahost-Experten Frankreichs rotieren, Le Monde bem√ľht Bernard Hourcade, Forschungsdirektor am CNRS und Iran-Spezialist, Clotilde Reiss ist keine Spionin, weichen wir nicht der Paranoia, Delphine Minoui befragt den Forscher im Institut des relations internationales et strat√©giques (IRIS), im Institut f√ľr internationale und strategische Beziehungen, Barah Mika√Įl (Fremdsprachen Englisch, Arabisch), der etwas vom Gesichtwahren Teherans erz√§hlt, das zeigen wolle, da√ü es viel flexibler sei als die Franzosen. Na, wunderbar! (5)

Das IRIS und sein Direktor, der Feind Israels Pascal Boniface, Autor des Buches Peut-on critiquer Isra√ęl ? Darf man Israel kritisieren? sind meinen Lesern bekannt. Was aus dieser K√ľche kommt, sollte man mit Vorsicht genie√üen, es ist grunds√§tzlich gegen die USA und Israel gerichtete Interessenpolitik Frankreichs. Man werfe einen Blick auf die Pr√§sentation des Forschers Barah Mika√Įl, der vor seiner Anstellung am IRIS Forscher im Generalsekretariat f√ľr die Verwaltung des Verteidigungsministeriums und Seminardirektor im Kolleg aller Waffengattungen der Verteidigung ist. Barah Mika√Įl bereitet eine Dissertation vor √ľber die amerikanische Politik im Nahen Osten von den Anf√§ngen bis heute. An der Universit√§t Paris VIII leitet er zwei Seminare, eines √ľber die amerikanische Au√üenpolitik und eines √ľber den Nahen und Mittleren Osten. (6)

Worum es sich bei der Universit√§t Paris VIII handelt, wissen meine Leser ebenfalls, um eine Hochburg der Globalisierungsgegner, um ein Nest der linken Antisemiten und Pal√§stinenserfreunde. Dort ist Maria Poumier, die Freundin und Sekret√§rin des Islamkonvertiten und Holocaustleugners Roger Garaudy, bis zu ihrer Pensionierung als Dozentin f√ľr Spanisch angestellt, heute ist sie eine gern gesehene Gespr√§chspartnerin des vom Iran finanzierten Parti anti sioniste. (7)

Man st√∂√üt immer wieder auf dieselben Verd√§chtigen, allm√§hlich wird´s fast langweilig mit Ren√© Barbier, Bernard Cassen (Mitbegr√ľnder der Universit√§t, 1969), Sami Na√Įr, Philippe Tancelin, Stephanette Vendeville und vielen anderen bekannten Antisemiten und Israelhassern. (8)

Damit Langeweile nicht aufkommt, liefert Radio RTL angeblich ganz neue Erkenntnisse, jedenfalls f√ľr diesen Sender; denn man hat die Nachricht, wie geschildert, schon am Anfang der Aff√§re lesen k√∂nnen. Clotilde Reiss verschickt noch eine andere Email an den Direktor des IFRI, der nirgendwo namentlich genannt wird. Einen der Artikel, in denen davon berichtet wird, w√ľrde man gewi√ü hier finden: Clotilde Reiss, eine der Spionage angeklagte Studentin (sic!). Der Artikel ist als einziger aus der Reihe vom Netz, auch cach√© ist er nicht mehr aufzurufen. (9)

Clotilde Reiss h√§lt sich 2008 f√ľnf Monate als Stipendiatin des IFRI im Iran auf, sie legt in Lille, im Herbst 2008, ihr Examen mittelguter Qualit√§t ab, "assez bien", nach deutscher Einstufung etwa "cum laude"; von √ľberragender Wissenschaftlerin kann keine Rede sein, zur Zeit ihrer Verhaftung lehrt sie im Auftrag der franz√∂sischen Regierung Franz√∂sisch an der Universit√§t von Isphahan. (10)

Der Nouvel Observateur versteht es, von zwei Emails zu schreiben, ohne den Inhalt der zweiten auch nur andeutungweise zu erwähnen. Dazu muß man einmal mehr Blogs konsultieren. (11)

Wer denkt, da√ü Clotilde Reiss ´ne dumme Nu√ü ist? Fragt jemand auf Yahoo. Das trifft´s schon eher. Die Antwort von pipertxo lautet dort:

Tats√§chlich, das Verhalten von Clotilde Reiss wirft Probleme auf. Versehen mit einem Diplom in Politikwissenschaft, ist es ihr nicht unbekannt, da√ü der Iran ein totalit√§res Regime ist. Au√üerdem kam sie f√ľr ihr Studium in den Genu√ü eines Stipendiums vom IFRI, Institut fran√ßais de recherche en Iran, das der Botschaft Frankreichs angegliedert ist. In dieser Eigenschaft ist sie wie alle Auslandsfranzosen zur Zur√ľckhaltung verpflichtet (Zirkular Nr. 10/CM, vom 14. Februar 1985, erschienen im offiziellen Bulletin des Au√üenministeriums). Das hei√üt, sie wird als eine Vertreterin Frankreichs in einem fremden Land angesehen, und sie mu√ü die Folgen ihres Handelns einsch√§tzen. Was aber hat sie getan? Sie nimmt an Demonstrationen teil, sie nimmt Fotos auf und verfa√üt sogar einen Bericht von einer Seite √ľber die Politik im Iran in Bezug auf die Atomenergie, sie schickt ihn an den Leiter des Institut fran√ßais de recherche en Iran! "Ich habe Artikel und Informationen benutzt, die man im Internet findet, und das hatte nichts von Geheimnis an sich," hat sie zu ihrer Verteidigung angegeben. Und da frage ich mich nun wirklich, ob sie nicht alle Welt verh√∂hnt: einen Bericht anfertigen, in dem Informationen aus dem Internet kopiert/angeh√§ngt werden, das riecht nach Schwindel. Das wird sie aber nicht daran hindern, wenn sie befreit ist, mit gro√üem Pomp im Elys√©e-Palast empfangen zu werden.

Darauf antwortet Foughali S, der "Ali aus der Menge", etwa einer von vielen:

Ich denke nicht, da√ü sie ´ne dumme Nu√ü ist, weil die Geheimdienste, wie jedermann wei√ü, nicht jede x-beliebige Person rekrutieren, und da√ü sie gew√∂hnlich die besten ihrer Agenten in Risikol√§nder wie das der Mollahs schicken. √úbrigens, wenn Sie das bemerkt haben sollten, ist es das, was den Doktor Bernard Kouchner w√§hrend seines Auftritts im Fernsehen au√üer sich gebracht hat, als er sich beeilte, die √∂ffentlichen Gest√§ndnisse von Reiss zur√ľckzuweisen. Man sp√ľrt, da√ü er in Wut und au√üer sich war, nicht gegen den Iran, sondern vielmehr gegen die Enth√ľllung von Reiss √ľber ihre Beziehungen zur Botschaft Frankreichs und √ľber ihren ber√ľhmten, an diese geschickten Bericht √ľber die Ereignisse. Kommentator Foughali S weist darauf hin, da√ü zum Erhalt von derartigen gew√ľnschten Gest√§ndnisse die Folterknechte zu allem f√§hig sind. Er glaubt aber nicht, da√ü Clotilde Reiss derartigen Foltern unterzogen worden ist, damit sie aussagt, was immer gew√ľnscht wird. Als Argument bringt er, da√ü man sich von solchen Foltern nicht so schnell wieder erholen und so auftreten k√∂nnte wie sie im iranischen Fernsehen. (12)

Es hat sich im Zeitalter des Internet sicherlich herumgesprochen, daß die Sammlung von öffentlich zugänglichen Informationen eine wichtige Komponente aller Nachrichtendienste ist, sie ist legal, niemand kann etwas gegen Zeitungs- und Zeitschriftenleser haben, die Neuigkeiten an interessierte Personen und Institutionen schicken, oder die von Fernsehsendungen berichten. Das machen alle PC-Besitzer per Email jeden Tag. Wenn man aber systematisch darangeht, einen Bereich zu beackern, dann kann man, ohne ein einziges geheimes Papier zu lesen oder gar zu entwenden, wie in einem Puzzle Bilder zusammenstellen. Nichts kann vollständig verheimlicht werden, hier wirft einer dies aufs Papier, da plaudert einer jenes im kleinen Kreis aus, ein Reporter erwähnt etwas im Nebensatz. Der Vater und die entsprechenden Regierungsbeamten haben diese junge Frau und ihren Enthusiasmus ausgenutzt und sie wissentlich in Gefahr gebracht.

Auch die Informationen √ľber den Vater stehen offen in den franz√∂sischen MSM, sie quatschen √ľber ihn alles aus und bringen die junge Frau und die iranische Opposition weiter in Gefahr - oder bilden sie sich wohl ein, interessierte iranische Stellen w√ľrden das nicht mit Quellenangabe als Beweis f√ľr die Richtigkeit ihrer Anschuldigungen auf die offiziellen Internetseiten stellen? Klick, jeder franz√∂sischsprachige Perser kann´s nachpr√ľfen, und die Opposition um Mir Hussein Moussavi und Mehdi Karroubi bekommt wieder eine rein betreffend einer angeblich vom Ausland gelenkten Kampagne gegen den Iran. Der Vater R√©mi Reiss wehrt sich nun, er spreche nicht persisch, er sei im CEA Ingenieur in einem Industrieprojekt, das wenig zu tun habe mit dem Nuklearsektor, er sei einer von Tausenden von Ingenieuren in Frankreich. Daraus sollte man also keine abwegigen Absichten konstruieren, des intentions rocambolesques. (13)

Jetzt konzentriert sich alles auf die √úbersetzung der iranischen Nachrichtenagenturen IRNA und Fars, die aus einer von Clotilde Reiss in ihrem Schauproze√ü erw√§hnten, am 18. Juni 2009, einen Tag vor der Freitagspredigt des Ayatollahs Hashemi Rafsanjani, an die Familie mit Kopie an die Botschaft Frankreichs gesendeten Email einen "rapport" gemacht habe, aus einer harmlosen Nachricht zur Beruhigung der Eltern zu Hause einen Bericht. Die Botschaft sei eine von vielen Adressaten gewesen. Die Email ist auf der Solidarit√§tsseite f√ľr Clotilde Reiss ver√∂ffentlicht. Es handelt sich dabei eindeutig um einen Bericht, angereichert mit Links, auf denen viele Fotos dokumentieren, wie das Regime unter den Oppositionellen w√ľtet. (14)

Beh√∂rden wie das franz√∂sische Au√üenministerium und die Geheimdienste Frankreichs wissen, da√ü der gesamte Email-Verkehr von den iranischen Geheimdiensten kontrolliert wird, zahlreiche MSM berichten dar√ľber - stammt das System nicht gar von einer deutschen Firma? Nokia Siemens Networks macht´s m√∂glich. Die Firma bestreitet das zun√§chst. Dann revidierte Nokia Siemens diese Aussage in einer Pressemitteilung vom Montag, gestand aber ein, "in der zweiten Jahresh√§lfte 2008" den iranischen Telefonanbieter TCI mit Abh√∂rtechnik f√ľr Gespr√§che im Fest- und Mobilfunknetz ausgestattet zu haben. Es handelt sich nach Angaben eines Firmensprechers um ein Aufzeichnungsger√§t mit entsprechender Software. Die gelieferte Technik k√∂nne jedoch weder zum Abh√∂ren internationaler Telefonate noch zur Kontrolle des Internets eingesetzt werden und verf√ľge auch nicht √ľber eine automatische Spracherkennung. Beruhigend! Das erkl√§rt, warum ich von meinen Freunden aus dem Iran nichts als Shows mit sch√∂nen Landschaften bekomme, niemals dazu ein pers√∂nliches Wort. (15)

Es sage niemand, die franz√∂sischen Beh√∂rden h√§tten von den Abh√∂raktionen des Mollah-Regimes keine Kenntnis. Es hindert sie nicht, die Informationen der Clotilde Reiss aus Isphahan weiterhin zu empfangen. Hat man dort sonst keinen zuverl√§ssigen Informanten? Armselig! Wo bleibt die umgehende Warnung an die Landsleute, erst recht an die j√ľngeren, keine auch nur irgendwie kompromittierenden Nachrichten mehr zu senden? Sie lassen Clotilde Reiss ins offene Messer rennen, und heute bem√ľhen sich alle, die zun√§chst voller Stolz √ľber Clotilde Reiss und ihre Dienste f√ľr Frankreich berichten, sie als unschuldig hinzustellen. Der Teheraner Schauproze√ü, initiiert vom heimlichen Herrscher des Iran Modjtaba Khamenei und seinen Freunden, erleichtert das, w√§re es doch in einem zivilisierten Land tats√§chlich kein Vergehen oder gar Verbrechen, mit Belegfotos angereicherte Kommentare zu ver√∂ffentlichen. Solchem Frevel gehe ich im Paris vom Dezember 1986 nach, als Polizisten den asthmatischen 22-j√§hrigen Studenten Malik Oussekine in der Eingangshalle eines Geb√§udes der Rue Monsieur-le-Prince nach einer Demonstration, an der er gar nicht teilgenommen hat, zu Tode kn√ľppeln. Leider sind die Fotos vom Ort des Verbrechens und von den anschlie√üenden Demonstrationen nicht so schnell zu transportieren wie heute. Belangt f√ľr meinen Bericht hat mich keine franz√∂sische Beh√∂rde, obgleich sich ihre ausf√ľhrenden Organe in dem Fall √§hnlich verhalten haben wie die iranischen heute. Die beiden Polizisten bekommen √ľbrigens f√ľr die Tat zwei bzw. f√ľnf Jahre Gef√§ngnis auf Bew√§hrung. (16)

Dieselben Personen, die den Iran seit Jahren nicht f√ľr ein zivilisiertes Land halten, regen sich auf, und die MSM, die nun auch begriffen haben, bem√ľhen sich nach besten Kr√§ften, die Unschuld der Clotilde Reiss herauszustellen. Sie sei die Geisel eines iranischen Regimes auf Widerruf, kommentiert Yves Thr√©ard auf der Meinungsseite des Figaro, am 9. August 2009. Keine Spionin, sondern sie werde zu politischen Zwecken von der iranischen Regierung mi√übraucht. Ja, sehr richtig, nachdem sie in ihrem Eifer und ihrer Naivit√§t zu ebensolchen Zwecken von franz√∂sischen Beh√∂rden mi√übraucht worden ist. Frankreich ist gegenw√§rtig f√ľr den Iran ein feindliches Land, im Gegensatz zu Deutschland, das sich auf Grund von strategischen und Gesch√§ftsinteressen immer sch√∂n bedeckt h√§lt. Ein Seitenhieb auf die USA darf im Kommentar nicht fehlen, nun sei dank der ge√§nderten amerikanischen Iran-Politik Frankreich der Gro√üe Satan. Die franz√∂sische Regierung will die Aff√§re Clotilde Reiss auf die EU-Ebene bringen, also die Folgen der eigenen Verantwortungslosigkeit alle Europ√§er tragen lassen. Die Vollmundigkeit franz√∂sischer Regierungsvertreter, angefangen bei Nicolas Sarkozy, der sofort nach Schlie√üung der Wahllokale die Ausma√üe der Wahlf√§lschungen anprangert, bis zu Bernard Kouchner, der im Herbst 2007 auffordert, sich aufs Schlimmste gefa√üt zu machen, n√§mlich auf den Krieg mit dem Iran, gibt´s gratis drein. (17)

Das arme M√§dchen, schreibt mir Calamitas zu meinen Ausf√ľhrungen, wenn es nach mir ginge, sollte man die ganze Orientalistik ihrer √§sthetischen Elemente berauben und nur noch das lehren, was man braucht, um diese Unmenschen zu durchschauen. Auch sollte man diese L√§nder nur noch aus diesen Gr√ľnden aufsuchen und als Frau gar nicht mehr. (18)

Einverstanden, aber das wäre wieder ein anderes Thema ...

13. August 2009

Update

Au√üenpolitik Frankreichs: Bashar al-Assad, der im Jahr 2008 Nicolas Sarkozy seine R√ľckkehr auf die internationale Szene verdankt, setzt sich im Iran f√ľr Clotilde Reiss ein. (19)

Das ist die Politik, die Frankreich im Schatten der EU und bei gequ√§lter Duldung der EU-Mitgliedsstaaten des Nordens und des Ostens treibt. Gro√üer Auftritt desjenigen, aus dessen Land die Hezbollah die iranischen Waffen zum Krieg gegen Israel bezieht; er wird, am 13. Juli 2008, mit allen Ehren als einer von 43 Staats- und Regierungschefs zu den Er√∂ffnungsfeierlichkeiten der von Frankreich initiierten Mittelmeer-Union willkommen gehei√üen, und am n√§chsten Tag erh√§lt er einen Ehrenplatz auf der Trib√ľne des Milit√§rd√©fil√©s zum Nationalfeiertag. Jetzt darf er sich daf√ľr erkenntlich zeigen. (20)

15. August 2009

Quellen

(1) Wolfgang Jacobsen, Heike Klapdor: Merhameh. Karl Mays schöne Spionin.
Ein Dialog √ľber die Autorin Marie Luise Droop. In: J√∂rg Sch√∂ning (Hg.): Triviale
Tropen. Exotische Reise- und Abenteuerfilme aus Deutschland 1919 - 1939
http://www.cinegraph.de/cgbuch/b9/droop_re5.html

(2) A Clean Break: Eine Neue Strategie zur Sicherung des Reiches,
vom 8. Juli 1996
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-01_19-21-39.html

(3) Commissariat √† l´√©nergie atomique (CEA)
http://www.cea.fr/

(4) Institut français de recherche en Iran - IFRI
http://www.ifriran.org/

(5) "Clotilde Reiss n´est pas une espionne, ne c√©dons pas √† la parano√Įa".
Propos recueillis par Elise Barthet, Le Monde, 10 ao√Ľt 2009
http://tinyurl.com/ljklhr

Affaire Clotilde Reiss : à quoi joue le régime iranien ? Par Delphine Minoui,
Le Figaro, 13 ao√Ľt 2009
http://tinyurl.com/op5x34

(6) Nos experts. Institut des relations internationales et stratégiques (IRIS)
http://www.iris-france.org/iris/nos-experts.php

"Pascal Boniface" IRIS in meinem Archiv
http://tinyurl.com/ooogcp

(7) Mme Maria POUMIER (association ¬ę Entre la plume et l´enclume).
Parti anti sioniste, 19 mars 2009
http://tinyurl.com/plejrj

(8) Woher der Wind weht ... √úber Auschwitzleugner, Judenhasser und
Israelfeinde beim Verlag L¬īHarmattan und an der Universit√§t Paris 8, St Denis.
6. November 2002
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-25_19-33-56.html

Universität Paris 8 in meinem Archiv
http://tinyurl.com/qfkloj

(9) √Ä lire aussi. IRAN : Clotilde Reiss, une √©tudiante accus√©e d´espionnage
(vom Netz genommen)
http://tinyurl.com/pqflw6

(10) Mention assez bien. Wordreference.com. Languageforum
http://forum.wordreference.com/showthread.php?t=276441

Clotilde Reiss, détenue en Iran, a étudié à Sciences Po Lille, Nord éclair,
7 juillet 2009
http://tinyurl.com/m6gzr8

(11) Un second e-mail à charge dans le procès de Clotilde Reiss.
NouvelObs.com, 11 ao√Ľt 2009
http://tinyurl.com/obgesw

(12) Qui pense que Clotilde Reiss est conne? Yahoo! France, 10 ao√Ľt 2009
http://fr.answers.yahoo.com/question/index?qid=2009081009280 1AAWRwbm

(13) Le père de Clotilde Reiss critique les traducteurs. NouvelObs avec AP,
11 ao√Ľt 2009
http://tinyurl.com/mhkf9a

(14) Exigeons la libération de Clotilde Reiss. Comité de soutien à Clotilde Reiss
http://clotildereiss.org/2009/07/20/comite-de-soutien-a-clot ilde-reiss/

(15) Iran. Deutsch-finnische √úberwachungshilfe. Von Stefan Tomik, Faz.net,
23. Juni 2003
http://tinyurl.com/lq2ng2

(16) 9 440 Angebote bei Google.fr f√ľr Malik Oussekine
http://tinyurl.com/n8j9nb

(17) Clotilde Reiss, l´otage d´un r√©gime iranien en sursis, Yves Thr√©ard,
9 ao√Ľt 2009
http://blog.lefigaro.fr/threard/2009/08/clotilde-reiss-lotag e-dun-regi.html

(18) Calamitas. Die Flache Erde
http://calamitas-bystander.blogspot.com/

(19) En Iran, la France compte sur le soutien de la Syrie. Par H√©l√®ne Favier, Europe1.fr, 15 ao√Ľt 2009
http://tinyurl.com/mhwx7l

(20) Union pour la Méditerranée. France-Diplomatie
http://tinyurl.com/n6b9rn


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