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Faktoren f√ľr den Niedergang Roms - und Deutschlands

F√ľr den Niedergang des R√∂merreiches sind bisher die folgenden 210 im Register nachgewiesenen Faktoren herangezogen worden / A list of 210 reasons, from A to Z, that have been suggested, at one time or another, to explain the decline and fall of the Roman empire, zitiert Bryan Ward-Perkins in seinem Buch The Fall of Rome den Historiker Alexander Demandt. (1)

F√ľr den Niedergang Deutschlands kann man, wie ich meine, davon mindestens
60 Faktoren heranziehen. (2)

Aberglaube, Absolutismus, Ackersklaverei, Agrarfrage, Akedia, Anarchie, Antigermanismus, Apathie, Arbeitskr√§ftemangel, Arbeitsteilung, Aristokratie, Askese, Ausbeutung, negative Auslese, Ausrottung der Besten, Autorit√§tsverlust, Badewesen, Bankrott, Barbarisierung, Vernichtung des Bauernstandes, Berufsarmee, Berufsbindung, Besitzunterschiede, Bev√∂lkerungsdruck, Bleivergiftung, Blutvergiftung, Blutzersetzung, Bodenerosion, Bodenersch√∂pfung, Versiegen der Bodensch√§tze, Bodensperre, Bolschewisation, B√ľrgerkrieg, B√ľrgerrechtsverleihung, B√ľrokratie, Byzantinismus, capillarit√© sociale, Charakterlosigkeit, Christentum, Convenienzheiraten, Degeneration des lntellekts, Demoralisierung, Despotismus, Dezentralisation, Disziplinlosigkeit des Heeres, Duckm√§userei, soziale Egalisierung, Egoismus, Energieschwund, Entartung, Entg√∂tterung, Entnervung, Entnordung, Entpolitisierung, Entrechtung, Entromanisierung, Entv√∂lkerung, Entvolkung, Entwaldung, Erdbeben, Erstarrung, unzureichendes Erziehungswesen, Etatismus, Expansion, Faulheit, Feinschmeckerei, Feudalisierung, Fiskalismus, Frauenemanzipation, Freiheit im √úberma√ü, Freilassungen von Sklaven, Friedensromantik, Fr√ľhreife, F√ľhrungsschw√§che, Geldgier, Geldknappheit, Geldwirtschaft, Genu√üsucht, Germanenangriffe, Gicht, Gladiatorenwesen, Glaubensk√§mpfe, Gleichberechtigung, Goldabflu√ü, Gr√§zisierung, Gro√ügrundbesitz, Halbbildung, Verlagerung der Handelswege, Haupstadtwechsel, Hedonismus, Homosexualit√§t, Hunnensturm, Hybris, Hyperthermia, moralischer ldealismus, lmperialismus, Impotenz, Individualismus, Indoktrination, Inflation, Instinktverlust, Integrationsschw√§che, Intellektualismus, Irrationalismus, Irreligiosit√§t, Kapitalismus, Kastenwesen, Ketzerei, Kinderlosigkeit, Klimaverschlechterung, Kommunismus, Konservatismus, Korruption, Kosmopolitismus, Kulturneurose, Lebensangst, Lebens√ľberdru√ü, Legitimit√§tskrise, Lethargie, Luxus, fehlende M√§nnerw√ľrde, Malaria, moralischer Materialismus, Militarismus, Ruin des Mittelstandes, Mysterienreligionen, Nationalismus der Unterworfenen, Nichternst, kulturelle Nivellierung, Orientalisierung, panem et circenses, Parasitismus, Partikularismus, Patrozinienbewegung, Pauperismus, Pazifismus, Plutokratie, Polytheismus, Proletarisierung, Prostitution, Psychosen, Quecksilbersch√§den, Rassendiskriminierung, Rassenentartung, Rassenselbstmord, Rationalismus, Regenmangel, Reichsteilung, Angriffe der Reiternomaden, Rekrutenmangel, Rentnergesinnung, Resignation, Rhetorik, naturwissenschaftliche R√ľckst√§ndigkeit, Ruhmsucht, Seelenbarbarei, Selbstgef√§lligkeit, Semitisierung, Seuchen, Sexualit√§t, Sinnlichkeit, Sittenverfall, Sklaverei, Slawenangriffe, S√∂ldnerwesen, Schamlosigkeit, Schlemmerei, Schollenbindung, Staatsegoismus, Staatssozialismus, Staatsverdrossenheit, Niedergang der St√§dte, Stagnation, Steuerdruck, Stoizismus, Stre√ü, Strukturschw√§che, Terrorismus, fehlende Thronfolgeordnung, Totalitarismus, Traurigkeit, Treibhauskultur, √úberalterung, √úberfeinerung, √úberfremdung, √úbergr√∂√üe, √úberkultur, √úberzivilisation, Umweltzerst√∂rung, Ungl√ľckskette, unn√ľtze Esser, Unterentwicklung, Verarmung, Verbastardung, Verkrankung, Vermassung, Ver√∂dung, Verp√∂belung, Verrat, Verst√§dterung, unkluge Vorfeldpolitik, Wehrdienstverweigerung, Wehrlosmachung, Weltflucht, Weltherrschaft, Willensl√§hmung, Wohlstand, Zentralismus, Z√∂libat, Zweifrontenkrieg. (3)

Nicolas Krocker schreibt in seiner Rezension zur deutschen √úbersetzung des Buches von Bryan Ward-Perkins:

Als entscheidendes Faktum f√ľr den Niedergang des Westr√∂mischen Reiches werden die Barbareninvasionen angef√ľhrt. ... Angriffe der Alanen, Goten, Sueben und Vandalen auf das Reich h√§tten die Steuerbasis Westroms langfristig zu einem Zeitpunkt zerst√∂rt, an dem finanzielle Mittel f√ľr milit√§rische Aktionen √§u√üerst wichtig gewesen w√§ren. ... Infolge der V√∂lkerwanderungen des 5. Jahrhunderts verschwand der r√∂mische Staat in seiner Funktion als wirtschaftlicher Impulsgeber und Garant der √∂ffentlichen Sicherheit. Weitere Gr√ľnde, wie Pest oder Naturkatastrophen, spielen aus Sicht des Autors eine untergeordnete Rolle beim wirtschaftlichen Niedergang. ... Bei Ber√ľcksichtigung dieser Entwicklungslinien, kann vom Ende einer Zivilisation gesprochen werden. Dabei wird der Begriff Zivilisation jenseits von weltanschaulichen Konnotationen pragmatisch als Synonym f√ľr "komplexe Gesellschaften und was sie hervorbringen" (S. 175) verwendet. ... Hunderte von Erkl√§rungsmustern zum Fall Roms im 5. Jahrhundert zeigen die Komplexit√§t und das Multifaktorelle des Geschehens auf. Ward-Perkins sieht hingegen etwas zu linear den entscheidenden Grund f√ľr das Ende des R√∂mischen Reiches in den Barbareninvasionen. Unter starker Betonung der Diskontinuit√§ten schildert er auf √ľberzeugende Weise den Niedergang der materiellen Kultur im r√∂mischen Westen des 5. und 6. Jahrhunderts. (4)

Der Untergang Deutschlands und das Ende der Zivilisation

Von mir gibt´s diese Einsch√§tzung in den leicht modifizierten Worten der Rezension von Nicolas Krocker:

Als entscheidendes Faktum f√ľr den Niedergang Deutschlands werden die Invasionen unausgebildeter, integrationsunwilliger Muslime angef√ľhrt. Anspr√ľche der Afghanen, Marokkaner, Kosovaren und T√ľrken an Deutschland h√§tten die Steuerbasis Berlins langfristig zu einem Zeitpunkt zerst√∂rt, an dem finanzielle Mittel f√ľr Verteidigungsma√ünahmen √§u√üerst wichtig gewesen w√§ren. Infolge der V√∂lkerwanderungen des 20. Jahrhunderts verschwand der deutsche Staat in seiner Funktion als wirtschaftlicher Impulsgeber und Garant der √∂ffentlichen Sicherheit. Weitere Gr√ľnde, wie Schweinegrippe, AIDS oder Naturkatastrophen, spielen meiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle beim wirtschaftlichen Niedergang. Bei Ber√ľcksichtigung dieser Entwicklungslinien, kann vom Ende einer Zivilisation gesprochen werden. Dabei wird der Begriff Zivilisation jenseits von weltanschaulichen Konnotationen pragmatisch als Synonym f√ľr "komplexe Gesellschaften und was sie hervorbringen" verwendet. Hunderte von Erkl√§rungsmustern zum Fall Deutschlands im 21. Jahrhundert zeigen die Komplexit√§t und das Multifaktorelle des Geschehens auf. Die Islamkritiker sehen hingegen etwas zu linear den entscheidenden Grund f√ľr das Ende Deutschlands in den Invasionen der Muslime. Unter starker Betonung der Diskontinuit√§ten schildern sie auf ihren Blogs auf √ľberzeugende Weise den Niedergang der materiellen Kultur im Deutschland des 20. und 21. Jahrhunderts.

Am Ende der Entwicklungslinien wird man angeblich in einem freundlichen neuen Zustand leben, wie ihn der Historiker der Yale University Walter Goffart f√ľr die Entmachtung der R√∂mer schildert. Bryan Ward-Perkins w√ľrdigt seinen Kollegen auf Seite 9 der englischen Ausgabe, die ich ebenfalls leicht abwandle:

Anstatt, da√ü die Deutschen sich in endlosen Scharm√ľtzeln oder gar K√§mpfen verlieren, um so den Zugriff des Islam auf unser Land zu verhindern, entscheiden sie sich, die Islamisierung der Gesellschaft herzlich willkommen zu hei√üen und diese totalit√§re Ideologie bei uns mittels geschickter und erfolgreicher √úbereink√ľnfte aufzunehmen. Die muslimischen Immigranten bekommen auf mannigfaltige Art einen Teil der Steuereinnahmen, als Sozialhilfe f√ľr die Gro√üfamilien, durch Finanzierung ihrer Moscheen und ihrer Imame, durch auf sie zugeschnittene Kulturprogramme, sie erhalten das Recht, sich innerhalb der deutschen Grenzen anzusiedeln, im Austausch unterlassen sie es, uns mit Gewalt zu vertreiben, sondern sie nutzen unser Know-How, beteiligen sich an unseren Unternehmen, ja, werden unsere besten Verteidiger. "Deutschland ... hatte bessere Dinge zu tun, als sich auf endlose, unfruchtbare Anstrengungen zum Ausschlu√ü der Fremden einzulassen, f√ľr die es eine n√ľtzliche Besch√§ftigung finden konnte," wird in der Nachfolge von Walter Goffart eines nicht zu fernen Tages ein "Neuer Historiker" lehren. (5)

Die Kulturbereicherung wird Deutschland meiner Meinung nach jedoch eher so hinterlassen, wie in den Bildern zu sehen: Reichstag, Olympiastadion, deutsche Br√ľcken, die Deutschen, deutsche Frauen und Kinder, deutsche Lehrer und Theologen, gottesf√ľrchtige deutsche M√§nner, der letzte Bundeskanzler, deutscher Vollzugsbeamter, der Bundesstaat Bayern, der K√∂lner Dom und viele andere einst stolze Landstriche, Pers√∂nlichkeiten und beeindruckende Bau- und Kunstwerke werden nicht mehr wiederzuerkennen sein. Das werden zuk√ľnftige Historiker dann bezeichnen als den Fall Deutschlands und das Ende seiner Zivilisation. (6)

5. Oktober 2009

Quellen

(1) Bryan Ward-Perkins: The Fall of Rome and the End of Civilization.
Oxford University Press 2005, S. 32
http://tinyurl.com/ycy4b3g

210 Reasons for the decline of the Roman Empire.
Source: A. Demandt, Der Fall Roms (1984) 695
http://www.utexas.edu/courses/rome/210reasons.html

Alexander Demandt, Der Fall Roms: Die Aufl√∂sung des r√∂mischen Reiches im Urteil der Nachwelt. C. H. Beck, M√ľnchen 1984
http://www.amazon.de/Fall-Roms-Alexander-Demandt/dp/34060959 84

(2) Barbarisierung -> Islamisierung
Entromanisierung -> Zerstörung der westlichen Kultur
Germanenangriffe -> Einwanderung nicht integrationswilliger Muslime

(3) Why did the Roman Empire fall? talk rational! History. Reply # 56,
Posted by Ipetrich, September 4, 2008, 8:12 AM
http://tinyurl.com/ycyk5er

(4) Ward-Perkins, Bryan, Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende
der Zivilisation. Rezensent Nicolas Krocker, Aventinus. Historische Zeitschrift,
Wintersemester 07/08
http://tinyurl.com/ydvk5gq

Winner of the Hessell-Tiltman History Prize 2005
Bryan Ward-Perkins: The Fall of Rome and the End of Civilization.
Oxford University Press 2005
http://tinyurl.com/y8uj43f

Ward-Perkins, Bryan, Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende
der Zivilisation, Aus dem Englischen von Nina Valenzuela Montenegro,
Konrad Theiss Verlag Stuttgart 2007
http://www.theiss.de/detail_search.php?n=1033&term=Ward-Perk ins&pn=1

(5) Walter Goffart. Senior Research Scholar and Lecturer. History, Yale University
http://www.yale.edu/history/faculty/goffart.html

Walter Goffart: Rome´s Fall and After. Zitiert und leicht modifiziert nach
Bryan Ward-Perkins: The Fall of Rome, a.a.O., S. 9, Note # 17
http://tinyurl.com/y9ogr6t

(6) Berlin. Reichstag
http://www.wissen-digital.de/lexikon/images/c/c8/149000.jpg

Berlin. Olympiastadion
http://tinyurl.com/y8ud8so

Eine deutsche Br√ľcke
http://tinyurl.com/ydez4ty

Die Deutschen (eine Auswahl)
http://www.dickens.de/weihnachtslied/images/ignorance_want.j pg

Deutsche Frauen beim Vortrag
http://tinyurl.com/ybxloe9

Tanzende deutsche Frauen. Video
http://tinyurl.com/ybndd6d

Deutsche Kinder. Video
http://www.youtube.com/watch?v=xEB0SvMzKzg

Ein deutscher Lehrer. Video
http://www.youtube.com/user/afgsunshine#play/all

Ein deutscher Theologe bei der Predigt. Video
http://www.youtube.com/watch?v=O8hVZPFJzZA

Gottesf√ľrchtige deutsche M√§nner. Video
http://www.youtube.com/watch?v=XYe-CXxgTRk&feature=related

Der letzte Bundeskanzler
http://imperiumromanum.com/personen/kaiser/romulusaugustulus _01.jpg

Deutscher Justizvollzugsbeamter. Video
http://www.youtube.com/watch?v=UxmBp23W6nc

Bundesstaat Bayern
http://wowsource.4players.de/bilder/weltkarte/verwuestete_la nde.jpg

Kölner Dom
http://img.timeinc.net/time/daily/2009/0909/911_commission_0 910.jpg


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