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Frédéric Mitterrand. Das schlechte Leben der französischen Regierung

In einer als reprÀsentativ bezeichneten Telefonumfrage unter 1000 Personen sind 67 Prozent der Franzosen auf der Seite des Kulturministers Frédéric Mitterrand, der in seinem Buch La Mauvaise Vie, Das schlechte Leben, in aller Deutlichkeit seine Erfahrungen als Sextourist in Thailand schildert. (1)

Auf der Pat Pong kauft er seine Objekte, les garçons, die Knaben. Eine Preisliste liefert er mit. Ich habe im Artikel Zeitung gelesen [8]: Lose BlĂ€tter, nicht von Dauer ... darĂŒber berichtet. Wie geschickt von wem welche Fragen an wen gestellt sind, um zu einem solchen Umfrageergebnis zu gelangen, kann man erahnen. Inzwischen ist es soweit gekommen, daß sich der Sprecher des Parti Socialiste (PS) BenoĂźt Hamon rechtfertigen muß fĂŒr seine Stellungnahme gegen FrĂ©dĂ©ric Mitterrand, und man handelt ihn schon als Opfer der AffĂ€re. Wer will BenoĂźt Hamon lynchen? titelt die linke Zeitschrift Marianne ihren sehr lesenswerten Artikel. Es wird vermutet, daß der pĂ€dophile Kulturminister im Amt bleibt, der Sprecher des PS aber vielleicht schon morgen aus dem seinen gejagt wird. Der Grund? Sein Einsatz fĂŒr moralische Werte. (2)

Man wird es nicht fĂŒr möglich halten, aber seine Parteigenossen urteilen und richten ĂŒber ihn, die Stunde der internen ErklĂ€rungen hat gelĂ€utet. Wie kaputt muß eine Partei sein, deren FunktionĂ€re sich so aufspielen? Sein Erbe Harlem DĂ©sir, nomen est omen, boxt sich schon warm, den Posten zu ĂŒbernehmen. (3)

Derweil sieht´s fĂŒr FrĂ©dĂ©ric Mitterrand ganz anders aus. "Ich habe nichts zu befĂŒrchten", freut sich der Kulturminister in einem entretien-vĂ©ritĂ©, einem WahrheitsfindungsgesprĂ€ch (!), mit dem Nouvel Observateur. Er erklĂ€rt und schĂ€gt zurĂŒck. Die gesammelte Schamlosigkeit und den Ausbund an Selbstgerechtigkeit mögen sich diejenigen meiner Leser antun, die französisch lesen. (4)

Den Grad der Verkommenheit der Politiker, der Intellektuellen und der MSM Frankreichs kann man daran ablesen, daß die Duldung, wenn nicht gar die Billigung des Privatlebens des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand mehrheitlich aus dem Lager der Konservativen kommt, 78 Prozent von ihnen wollen, daß er im Amt bleibt, gegen 63 Prozent der Linken. Es sind diejenigen, die sich heutzutage dadurch als fortschrittlich profilieren, daß sie sich an die Spitze des Siegeszuges der Libertinage stellen, der FrivolitĂ€t und ZĂŒgellosigkeit, die sie mit libertĂ©, Freiheit, verwechseln. Als Fortschritt wird nicht nur die Libertinage angepriesen, sondern auch, daß Werte nicht mehr unabhĂ€ngig von demjenigen gelten, der sie hochhĂ€lt oder verletzt. Alle Werte sind verhandelbar. Wenn Marine Le Pen, die Stellvertretende Vorsitzende des Front National (FN), den RĂŒcktritt des FrĂ©dĂ©ric Mitterand fordert, dann kann dieser nur ehrenwert gehandelt haben. Bernard-Henri LĂ©vy, genannt BHL, bezeichnet das Eintreten fĂŒr das moralement correct, das moralisch Korrekte, die Gegnerschaft zum Sextourismus und zur Verherrlichung der PĂ€dophilie, als nouveau ordre moral, als neue moralische Ordnung. So argumentieren Menschen, die sich losgesagt haben von Ethik und Moral, die vergessen haben, daß diese Kategorien bis in die Heilige Schrift zurĂŒckreichen, sie sind dort als Richtschnur fĂŒr die Menschheit nierdergelegt. Von einer neuen moralischen Ordnung kann keine Rede sein. (5)

Es geht wohlgemerkt nicht darum, einen Monsieur Dupont oder einen Schriftsteller Foulan Agha an die Öffentlichkeit zu zerren, der irgendwo schriftlich hinterlassen hat, daß er in Bangkok war und dort kleine Jungen getroffen und vielleicht, huch! angegrabbelt hat, sondern es geht um die Institution des Kulturministeriums und seines Vertreters - und es geht darum, daß Schöngeister und sich im Besitz der Deutungshoheit wĂ€hnende Persönlichkeiten wie BHL sich erheben ĂŒber das gemeine Volk, ĂŒber diejenigen, die den Telefonhörer aufgelegt haben, die sich nicht haben zu intimen Fragen Ă€ußern wollen, fĂŒr die es noch Grenzen gibt. Von denjenigen, die antworten, weiß GaĂ«l Sliman, der Stellvertretende Generaldirektor des Umfrage-Instituts BVA, daß in einigen Gruppen diejenigen ein wenig hĂ€ufiger vertreten seien, die einen RĂŒcktritt forderten, die niedrigen Einkommen (sic!), die 50+-JĂ€hrigen (ich!) und die unteren Gesellschaftsschichten (sic!). Sie seien aber dennoch archi-minoritaire (weniger als 25%). Das sind diejenigen, die in andere, frĂŒhere Schulen gegangen sind, die nicht wissen, wer Jean Genet ist (war er auch einmal Kulturminister?), und die meinen, alle sollten gleich behandelt werden, ob arm, ob reich. Sie tun auf den Blogs ihre Meinung kund. Von ihnen werden sich einige ĂŒberlegen, ob sie beim Front National nicht besser aufgehoben sind als bei der UMP oder dem PS. Nicolas Sarkozy wird sie noch bemerken, spĂ€testens bei den nĂ€chsten Wahlen. (6)

Die Auswirkungen der Demoralisierung und der Zerstörung zeigen sich in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, in den MSM werden sie tĂ€glich produziert und/oder dokumentiert. WĂ€hrend dort alles tabuisiert, heroisiert und vergöttert wird, was außerhalb des traditionellen Wertesystems der westlichen Gesellschaften an Verfall und Barbarei blĂŒht und gedeiht, vom Islam bis zur PĂ€dophilie, verfolgen sie unerbittlich jeden Kritiker, der es wagt, dagegen vorzugehen - BenoĂźt Hamon, beispielsweise. Ihm gilt die ganze Verachtung des ehemaligen Sozialisten und jetzigen Stellvertretenden GeneralsekretĂ€rs der UMP Eric Besson, des seit dem 15. Januar 2009 Ministers der Integration, nationalen IdentitĂ€t und der solidarischen Entwicklung (heißt wirklich so!), der Regierung Fillon II. "BenoĂźt Hamon zu sehen, wie er in einer Woche vom Sprecher des Parti Socialiste zum Sprecher der Marine Le Pen wird, das ist ein erschreckender RĂŒckschritt."

Auch der BĂŒrgermeister von Paris Bertrand DelanoĂ« klagt diejenigen an, "die sich vom FN manipulieren lassen", womit er ĂŒber sein moralisches Wertesytem beredt Auskunft erteilt.

Wundert sich derjenige, der nicht mit den Dessous der französischen Politik vertraut ist, bevor Marine Le Pen die Verstrickungen des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand im Fernsehen ausbreitet, warum der Kulturminister Frankreichs umgehend den SexualstraftĂ€ter Roman Polanski in Schutz nimmt, so wundert man sich dann weiter, daß sich Eric Besson so vehement ĂŒber BenoĂźt Hamon hermacht und ihn in die NĂ€he des Front National rĂŒckt. Über Bertrand DelanoĂ« wundert man sich weniger. Zuletzt durfte man sich darĂŒber wundern, daß Eric Besson nichts einzuwenden hat gegen die Burka und den Niqab in Frankreichs Straßen. (7)

Dieses Wundern hat fĂŒr die Pariser schon lĂ€nger und heute auch fĂŒr die Provinzler des SĂŒdens ein Ende; denn im Midi Libre und im IndĂ©pendant werden die Leser darĂŒber informiert, daß die seit Juni dieses Jahres von Eric Besson geschiedene ehemalige Geographin aus Montpellier Sylvie Brunel im Verlag Grasset ein Buch veröffentlicht ĂŒber ihre Erfahrungen: "Manuel de guerilla Ă  l´usage des femmes", Guerrilla-Handbuch zum Gebrauch fĂŒr Frauen. (8)

ZoĂ© Cadiot fĂŒhrt fĂŒr beide Zeitungen ein Interview mit der Autorin. So eingestimmt, kann man weitere Informationen finden ĂŒber das Regierungsmitglied Eric Besson, und das VerstĂ€ndnis wĂ€chst, warum er sich fĂŒr den Verbleib des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand in der Regierung und gegen dessen Gegner ausspricht. (9)

Die 49-jĂ€hrige Autorin Sylvie Brunel, Mutter von drei Kindern, hat ihren heute 51-jĂ€hrigen Ehemann mit 18 Jahren kennengelernt und heiratet ihn am 15. Oktober 1983, obgleich er vorm BĂŒrgermeister, der die standesamtliche Trauung vollzieht, den Satz des Zivilrechts "Die Eheleute schulden sich gegenseitige Treue, UnterstĂŒtzung, Hilfe ..." unterbricht und erklĂ€rt: "UnterstĂŒtzung, Hilfe, ja. Treue, nein." Peinliche Situation, einiges GelĂ€chter - unter anderem von der zukĂŒnftigen Schwiegermutter, die schon das Hochzeitsessen vorbereitet hat. Dieser BrĂ€utigam beleidigt seine zukĂŒnftige Ehefrau bereits auf dem Standesamt, die Ehe ist vom BĂŒrgermeister trotzdem geschlossen worden, und diejenigen, sie nun meinen, da hĂ€tte die Braut ja die Zeremonie verlassen können, sind neunmalklug oder extrem unerfahren. Schlau argumentieren diejenigen, die wissen, daß es heutzutage viele, die meisten? Eheleute nicht genau nehmen, die an den berĂŒhmten Spruch von Kurt Tucholsky erinnern: Und darum wird beim Happy End im Film jewöhnlich abjeblendt ... Beim genauen Hinsehen stellt man aber fest, daß Kurt Tucholsky sehr konservativ und gleichzeitig realistisch an das Thema Ehe herangeht. (10)

Denn quĂ€l´n se sich noch manche Jahre.
Er will noch wat mit blonde Haare:
vorn doof und hinten minorenn....
Na, und denn-?

"Denn" wird der Seitensprung außerhalb gelassen, es wird keine Partnerschaft eines 51-jĂ€hrigen Ministers mit einer 28 Jahre jĂŒngeren LebensgefĂ€hrtin daraus. Es fehlt noch die SelbstverstĂ€ndlichkeit, mit der heutzutage die Grundwerte der Gesellschaft verleugnet werden. Es ist nicht der Ehebruch am verwerflichsten - daß er vorkommt, und zwar nicht zu knapp, wird schon dadurch deutlich, daß er als Verbot in den Zehn Geboten aufgelistet ist, sondern die offen bekundete Ablehnung der Treue, dieses Fundamentes des menschlichen Zusammenlebens. Treue nicht anzusehen als konstituierend fĂŒr eine Gemeinschaft, ist der prinzipielle Verstoß gegen das Sechste Gebot. Wenn man davon ausgeht, wie Raschi erklĂ€rt, daß die Zehn Gebote dem Moses nicht nacheinander, sondern gleichzeitig bzw. zeitlos, ohne PrioritĂ€t offenbart worden sind, in "einem Worte", daß sie alle gleichermaßen wichtig sind, dann sieht man, wie die Ablehnung der ehelichen Treue das ganze Wertesystem zusammenbrechen lĂ€ĂŸt. (11)

Eric Besson, der seine Ehefrau nach fast 30 Jahren des Zusammenlebens zugunsten einer 23-jĂ€hrigen Frau verlassen hat, will nun jeden, der ein Foto seiner neuen LebensgefĂ€hrtin veröffentlicht, mit Prozessen ĂŒberziehen. Hier zeigt sich das gleiche Verhaltensschema wie in seiner UnterstĂŒtzung des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand: Es soll nicht an die Öffentlichkeit kommen. Regierungsmitglieder wie alle Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben wie jeder ein Recht auf PrivatsphĂ€re, private Handlungen aber, die auf die gesamte Gesellschaft Auswirkungen haben, sind nicht mehr privat. Warum haben beide nicht geschwiegen, warum mußten sie vornweg sein mit ihrer UnterstĂŒtzung?

Das EinverstĂ€ndnis des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand mit Roman Polanski, er Ă€ußert es öffentlich, das EinverstĂ€ndnis des Eric Besson mit FrĂ©dĂ©ric Mitterrand, er Ă€ußert es öffentlich. Beide tun diese Äußerungen aus persönlichen GrĂŒnden, sie mißbrauchen ihr Amt, ihr eigenes Verhalten zu rechtfertigen. Wer aber meint, der Skandal sei mit dem Satz des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand "Ich habe nichts zu befĂŒrchten" ausgestanden, der irrt.

Dessen ist der Express gewĂ€rtig, der darĂŒber informiert, was sich hinter der AffĂ€re Mitterrand verbirgt. Bislang hat sich der StaatsprĂ€sident enthalten, aber das wird er nicht mehr lange können; denn weder FrĂ©dĂ©ric Mitterrand noch Eric Besson verkörpern und vertreten das Frankreich, dem Nicolas Sarkozy seinen Sieg in den PrĂ€sidentschaftswahlen verdankt. Die geschickte Fragestellung des Instituts BVA zur Erreichung von 78 Prozent Zustimmung des konservativen Lagers hilft nicht weiter. "Ich will der Kandidat desjenigen Frankreichs sein, das leidet und nicht der Apparate, der Honoratioren, der Eliten. Ich will der Kandidat des Volkes sein," sagt er am Wahlabend, als er bereits weiß, daß er nicht mehr Kandidat, sondern PrĂ€sident ist.

Dazu paßt weder FrĂ©dĂ©ric Mitterrand noch das Verhalten aller derer in der Regierung, die meinen, ihn verteidigen zu mĂŒssen. Der Kulturminister hat mit seinem Eintreten fĂŒr Roman Polanski gezeigt, daß er diesem Credo des PrĂ€sidenten nicht folgt. Wer sich ĂŒber den Fall des SexualstraftĂ€ters Roman Polanski sachkundig machen möchte, der lese von Calamitas, was man vom Kulturskandal lernen kann: Die Verhaftung des Regisseurs Polanskis hat uns zwei Dinge gelehrt. Erstens, dass es so etwas wie fahrlĂ€ssige Vergewaltigung gibt, und zweitens, dass es ein Kulturskandal ist, wenn ein Kinderficker endlich der verdienten Strafe ĂŒberantwortet wird und nicht, wenn ein Sack in den Vierzigern ein Kind vögelt. Wir werden mit der Sharia sehr glĂŒcklich werden! (12)

L´Express rekapituliert noch einmal die Fakten des Falles Roman Polanski und der Vergewaltigung eines 13-jĂ€hrigen MĂ€dchens. Vom Kulturminister werden sie bezeichnet als "eine alte Geschichte, die nicht wirklich einen Sinn hat." Nicolas Sarkozy sei mit der Reaktion des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand einverstanden gewesen, er habe ihn angerufen und seiner Wortwahl wegen beglĂŒckwĂŒnscht (!). Das Außenministerium habe er gebeten, die Angelegenheit intensiv zu verfolgen. Entgegengekommen sei dem FrĂ©dĂ©ric Mitterrand, daß der Skandal von Marine Le Pen aufgerollt worden sei. Dort und im Internet allgemein werden weitere einschlĂ€gige Äußerungen des FrĂ©dĂ©ric Mitterand ausgegraben und verbreitet. Die Regierung weiß lĂ€ngst ĂŒber jedes Detail Bescheid, als Marine Le Pen am 5. Oktober in France 2 auftritt. Ich habe ĂŒber das Versagen der anderen dort anwesenden Politiker, darunter des Sprechers der UMP FrĂ©dĂ©ric Lefebvre, berichtet: FrĂ©dĂ©ric Mitterand und die Knaben, im Artikel Zeitung gelesen [8]. (13)

Im Express steht, daß die Politiker sich zurĂŒckzögen dahinter, daß sie das Buch La Mauvaise Vie nicht gelesen hĂ€tten und daß sie sich ĂŒber das Privatleben nicht Ă€ußern wollten - so der Regierungssprecher Luc Chatel. Die Politikerclique ist vollkommen hilflos, weil ihr die Werte abhanden gekommen sind. Regierungsmitglieder, Abgeordnete und andere ParteifunktionĂ€re sowie die MSM können erst Stellung beziehen, wenn sie wissen, wie der PrĂ€sident, die Kollegen des eigenen Lagers und die der Gegenseite reagieren. BenoĂźt Hamon ist weit&breit die einzige Ausnahme, er ist eine Art Thilo Sarrazin auf französisch. Nun soll er geschlachtet werden wie der. Derweil bekommt FrĂ©dĂ©ric Mitterrand Gelegenheit, in mehreren FernsehkanĂ€len mit seiner Version des Falles aufzutreten, sie zitieren nichts als Beifall fĂŒr den Kulturminister. Der Sender TF1 gibt ihm ein Forum, vor 8,2 Millionen Zuschauern seine Emotionen auszubreiten ĂŒber die Ungerechtigkeit, die ihm widerfĂ€hrt. Es ist ein System von Politikern und MSM dabei, alles zu vertuschen und zu verfĂ€lschen, was an Fakten vorhanden ist. Nicolas Sarkozy ĂŒberrascht am 12. Oktober 2009 mit der Mitteilung, daß er das Buch zweimal gelesen habe, einmal bei seinem Erscheinen und einmal, vor der Regierungsumbildung, also, bevor er FrĂ©dĂ©ric Mitterrand in die Regierung geholt habe. Der FN macht damit Werbung wie Pro-Köln mit der Islamisierung Deutschlands. Eine gute Gelegenheit lĂ€ĂŸt man nicht verstreichen. (14)

FrĂ©dĂ©ric Mitterand wird nicht mehr lange Minister sein; widrigenfalls man sicher sein kann, daß außer der 23-jĂ€hrigen GefĂ€hrtin des Eric Besson noch viele andere Gediegenheiten der Regierungsmitglieder ans Licht gebracht und kommentiert werden. Die Zeiten, da François Mitterand im Einvernehmen mit Regierung und Opposition sowie den willigen MSM seine uneheliche Tochter ĂŒber viele Jahre geheimhalten kann, sind seit dem Amtsantritt von Nicolas Sarkozy vorbei. Er hat es so gewollt, und er wird daran gemessen, wie der Skandal des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand beseitigt wird.

Wo sind sie hin, die Temps de cerises? (15)

13./14. Oktober 2009

Update

Heute habe ich mit meiner Freundin Annie um einen Euro wetten wollen, daß FrĂ©dĂ©ric Mitterrand es nicht mehr lange im Amte des Kulturministers macht, aber Annie ist anscheinend nicht risikofreudig. Was? Du willst nicht wetten, daß er bleibt, und zwar in allen Ehren? Auch du meinst, Nicolas Sarkozy könnte sich nicht hinwegsetzen ĂŒber die Provinzler in Frankreich, ĂŒber diejenigen, denen er im Wahlkampf und noch am Abend seiner Wahl versprochen hat, daß sie es sein werden, fĂŒr die er Politik machen werde?

Dann wette ich jetzt gegen mich selbst: Ich wette gegen mich, die ich meine, FrĂ©dĂ©ric Mitterrand wird im Amt bleiben, daß er nicht im Amt bleibt. Verstanden? So sieht´s in Frankreich aus, ich als Immigrantin habe mich angepaßt.

15. Oktober 2009

Update

Der Skandal FrĂ©dĂ©ric Mitterrand ist in den französischen MSM erledigt. Die letzte aktuelle Meldung ist vom 14. Oktober 2009. PrĂ€sident Nicolas Sarkozy und die französische Regierung werden daran ersticken. Wenn sie es merken, wird es zu spĂ€t sein. Außerdem wartet bereits der nĂ€chste Skandal, er heißt Jean Sarkozy. (16)

Quellen

(1) Deux tiers des Français veulent que Frédéric Mitterrand reste.
Par Jean-Baptiste Vey, Ar-Reuters, L´Express.fr, 12 ctobre 2009
http://tinyurl.com/yln9f3w

(2) Qui veut lyncher Benoßt Hamon? Par Bénédicte Charles et Philippe Cohen, Marianne, 13 octobre 2009
http://www.marianne2.fr/Qui-veut-lyncher-Benoit-Hamon_a18241 7.html?com

(3) BenoĂźt Hamon jugĂ© par ses pairs. Par Marcelo Wesfreid, L´Express,
13 octobre 2009
http://tinyurl.com/ykfzlhc

(4) ENTRETIEN. FrĂ©dĂ©ric Mitterrand "Je n´ai rien Ă  craindre". Propos recueillis
par Marie Guichoux et François Bazin, NouvelObs, 14 octobre 2009
http://tinyurl.com/ylop92m

(5) Affaire Mitterrand : et si on inculpait Léon Blum ? Par Bernard-Henri Lévy, Libération, 12 octobre 2009
http://tinyurl.com/yg9zxza

(6) Deux tiers des Français veulent que Frédéric Mitterrand reste
Ar-Reuters, 12 octobre 2009
http://fr.reuters.com/article/topNews/idFRPAE59B05720091012

(7) Frankreich. Legalisierung des Kopftuchs durch die HintertĂŒr. 10. Juli 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-07-10_00-05-28.html

(8) Sylvie Brunel : Manuel de guerilla Ă  l´usage des femmes, Grasset 2009
http://tinyurl.com/ylag969

(9) Livres. Sylvie Brunel : "Eric Besson, l´homme des ruptures assumĂ©es".
Recueilli par Zoé Cadiot, Midi Libre, 14 octobre 2009, p. TEO 5
http://tinyurl.com/yloydzq

Sylvie Brunel. Portrait. Femme blessée. Midi Libre, 14 octobre 2009
http://tinyurl.com/ykn453g

SOCIETE. L´ex-madame Besson assume dans un livre son statut de femme
"larguĂ©e". Recueilli par ZoĂ© Cadiot, L´indĂ©pendant, 14 octobre 2009, p. 13
http://tinyurl.com/yzd6jzt

Mon ex-mari, cet inconnu ... Par Karlin Elise, E´Express, 7 octobre 2009
http://tinyurl.com/yc3btj5

(10) Kurt Tucholsky: Danach II. Gelesen von Charles Brauer. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=TaIUKGhtmZc

Kurt Tucholsky: Danach. Text. Zwischen gestern und morgen
http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/Danach.html

(11) Exodus 20. Raschis Pentateuchkommentar. Selig Bamberger (Übersetzer).
Victor Goldschmidt Verlag, 2. Auflage 1928, 4. Auflage 2002, S. 223
http://tinyurl.com/lhxdzg

(12) Kulturskandal-Nachlese. Von Calamitas, Die Flache Erde 30. September 2009
http://calamitas-bystander.blogspot.com/2009/09/kulturskanda l-nachlese.html

Man lernt immer noch dazu. Von Calamitas, Die Flache Erde, 29. September 2009
http://tinyurl.com/ygrutna

(13) Zeitung gelesen [8]: Lose BlÀtter, nicht von Dauer ... 12. Oktober 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-10-12_02-18-41.html

(14) Ce que cache l´affaire Mitterrand. Par Romain Rosso, Eric Mandonnet,
L´Express, 14 octobre 2009
http://tinyurl.com/ygl7rp7

(15) Le Temps de cerises - Jean LumiĂšre. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=alq9e64gyXs

(16) "Frédéric Mitterrand in den Google.fr Actualités
http://tinyurl.com/ygdgkeo

Dans la tourmente, Nicolas Sarkozy défend et justifie son action.
Par Ar-Reuters, L´Express, 15 octobre 2009
http://tinyurl.com/yhfc78c

Sarkozy aux lecteurs du Figaro: Je ne vous comprends pas!
Par Philippe Cohen, Marianne, 15 octobre 2009
http://tinyurl.com/yh4soyt


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