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Beim Frisör. Der Heilige Paul und Thilo Sarrazin

Thilo Sarrazin wird durch die Tageszeitung Frisör, in Frankreich bekannt als Figaro, eingemeindet in Frankreich, wo er zum Sarazenen gemacht wird, zum muslimischen Orientalen. Der Begriff "Sarrasin" wird schon im Rolandslied verwendet (1080 d.Z.); im Mittelalter ist der Islam "das Gesetz der Sarazenen", eines Nomadenstammes, der an der syrischen Grenze des Oströmischen Reiches lebt, es sind Muslime aus dem Orient, aus Afrika oder Spanien (wĂ€hrend der KreuzzĂŒge), weiß das Wörterbuch Babylon. (1)

Der Sarazene der Bundesbank liebt die Araber nicht, titelt der Heilige Paul, in Frankreich bekannt als Patrick Saint-Paul, der ehemalige Jerusalem-Korrespondent des Frisör, jetzt missionierend unterwegs in Berlin. Endlich - hat er doch bereits Entzugserscheinungen - ist er wieder in seinem Element, dieser Juden- und Israelhasser. Er kann sich auf die Seite der Opfer schlagen, es sind wie immer die Muslime, sie werden von einem Bundesbank-Sarazenen beleidigt. Der Heilige Paul weiß alles ĂŒber den Sarazenen der Bundesbank, der ist ein Mann, der nie verlegen ist um rassistische und provozierende Worte, steht unter dem Foto im Frisör. (2)

Beschimpfungen und SchmĂ€hreden eines ihrer hohen FunktionĂ€re bringe die Bundesbank in Schwierigkeiten, und anstatt daß sich der Heilige Paul nun freut, daß die Zentralbank nach zehn Jahren endlich wieder eine lohnende publikumswirksame Aufgabe hat, ja, ĂŒberhaupt eine Aufgabe, nĂ€mlich das Mobbing eines ihrer Vorstandsmitglieder, hadert er mit dem Sarazenen. (3)

Seit einer Woche suchten die Rechtsexperten der Bundesbank nach Mitteln, um sich des Thilo Sarrazin zu entledigen, des zu einer wirklichen Last gewordenen Mitglieds des Vorstands. Er sei verantwortlich fĂŒr strategisch wichtige Aufgabengebiete der Bank, zustĂ€ndig fĂŒr Bargeld-Umlauf und Risiko-Controlling, und die muß man demjenigen, der einen Skandal verursacht hat durch in einem Kulturmagazin veröffentlichte rassistische Auslassungen gegen die Immigranten umgehend abnehmen, meint der Heilige Paul, der die nostalgischen Worte des BuBa-PrĂ€sidenten Axel Weber kolportiert, seine Institution sei die HĂŒterin der reinen Finanzlehre und das Symbol des Nationalstolzes zur Zeit der Deutschen Mark, seufz! Die Entscheidung des Vorstandes ist gefallen, Thilo Sarrazin muß - wie mancher arglose BĂŒrger an die kulturbereichernden Jugendlichen - das Bargeld abgeben. Noch niemals hat sich die Bundesbank so lĂ€cherlich gemacht wie heute. Vorstandsmitglied Hans Georg Fabritius möge das Bargeld in der Hand verfaulen. (4)

Axel Weber wolle Thilo Sarrazin bei Weiterzahlung seiner vollen BezĂŒge in der Versenkung verschwinden lassen. Damit die Leser des Frisör so recht von Herzen neidisch werden können, nennt der Heilige Paul das Jahresgehalt: 228 000 Euro, das sind einemillionfĂŒnfhunderttausend Francs oder einhundertfĂŒnfzigmillionen Alte Francs. DafĂŒr muß ´n thailĂ€ndischer Knabe lange ficken. (5)

Es folgen verfĂ€lschte und verkĂŒrzte Zitate aus dem Interview Thilo Sarrazins. Allgemeinweisheiten wie die Tasache, daß in Unterschichten der Gesellschaft mehr Kinder geboren werden als in Akademikerkreisen verhökert der Korrespondent als sensationellen SchmĂ€h des Thilo Sarrazin. Was hat er wĂ€hrend seiner Stationierung in Jerusalem gesehen? Hat er dort die Augen auch einmal geöffnet?

Nun verweist der Heilige Paul auf die jĂŒdischen und tĂŒrkischen Vereinigungen, die am Freitag mit einer Stimme gesprochen hĂ€tten, um die Äußerungen zu verurteilen. "Ich finde, daß Sarrazin mit seinen Ideen Göring, Goebbels und Hitler alle Ehre macht. Er befindet sich in der geistigen Linie dieser Herren," reagierte der GeneralsekretĂ€r des Zentralrates der Juden in Deutschland Stephan Kramer. "Was er gesagt hat, ist perfide, das ist infam, das fordert zum Rassenhaß auf, das ist fremdenfeindlich. Das entspricht den Grundlagen des Nazismus." So steht´s im Frisör: "Je trouve qu´avec ses idĂ©es, Sarrazin fait un grand honneur Ă  Göring, Goebbels et Hitler. Il est dans la lignĂ©e spirituelle de ces messieurs , a rĂ©agi le secrĂ©taire gĂ©nĂ©ral du Conseil central des juifs, Stephan Kramer. Ce qu´il a dit, c´est perfide, c´est infĂąme, cela incite Ă  la haine raciale, c´est xĂ©nophobe. Cela correspond aux fondements du nazisme."

Nun weiß auch der letzte Zweifler, wozu der GeneralsekretĂ€r des Zentralrates der Juden in Deutschland Stephan Kramer taugt: Zur Diskreditierung der Juden in Deutschland. Der Bundesvorsitzende der TĂŒrkischen Gemeinde in Deutschland Kenan Kollat (sic! - er heißt Kenan Kolat) habe wĂ€hrend der gemeinsamen Pressekonferenz seine Entlassung verlangt - nein, nicht seine eigene oder die von Stephan Kramer, sondern die vom Sarazenen. (6)

Der Berlin-Korrespondent des Frisör hat bis um 8:53 Uhr des 13. Oktober 2009 noch nicht mitbekommen, was am 12. Oktober in der BILD verkĂŒndet wird, nĂ€mlich daß Thilo Sarrazin laut Stephan Kramer nicht mehr in der geistigen Linie unseres FĂŒhrers steht, sondern nur noch ein schlichter Neo-Nazi ist. Welch ein Abstieg! (7)

Damit hat die deutsche "FĂŒhrungselite" der fortschreitenden Islamisierung der Bundesrepublik einen weiteren BĂ€rendienst erwiesen! Kolat und Konsorten kommen heute vermutlich vor Lachen nicht in den Schlaf 
, kommentiert Politically Incorrect die Entmachtung des Störenfriedes. So ist es! Diese Elite macht sich selbst zum Gespött aller vernunftbegabten Zeitgenossen. (8)

Inzwischen scheint Thilo Sarrazin gelernt und sich neben dem BankgeschĂ€ft eine Rapper Band zugelegt zu haben, die Sarrazin Crew, mit algerischer Nationalfahne, rotem Stern und rotem Halbmond auf grĂŒn-weißem Grund. Sehr vernĂŒnftig, er ist angekommen in der Welt des Mainstreams, acht Rapper, brennende Autos, steinewerfende Kapuzenjungen, staunende Polizisten, vorbeiziehende Feuerwehrleute, KoransprĂŒche, Blut auf Fliesen und Fußboden, und die Sarrazin Crew mittendrin, allzeit bereit! (9)

Da kann Axel Weber nicht meckern, und sicherlich gibt er ihm bald das Bargeld zurĂŒck, und das schneller, als mancher gehofft haben mag. Es regt sich nĂ€mlich Widerstand gegen die von Prof. Dr. Axel Weber initiierte WillkĂŒrentscheidung des BuBa-Vorstandes. Sollte in Deutschland doch wieder Vernunft regieren?

Politiker aus SPD und CDU kritisierten den Beschluss, darunter der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Otto Bernhardt (Foto) und – man höre und staune – NRW-Minister Armin Laschet, der Sarrazin plötzlich bescheinigt, "in der Sache" recht zu haben, meldet Politically Incorrect. (10)

13./14. Oktober 2009

Quellen

(1) Sarrasins (peuple). Dictionnary and Translation by Babylon
http://www.babylon.com/definition/Saracen/French

(2) Bedeutung: Frisör. Woxikon.de
http://synonyme.woxikon.de/synonyme/friseur.php

(3) Die EuropÀische Zentralbank
http://www.ecb.int/ecb/html/index.de.html

(4) Sarrazin nach Migranten-Schelte bei Bundesbank entmachtet.
Von AFP, 13. Oktober 2009
http://tinyurl.com/yg4zh6a

(5) Frédéric Mitterrand. Das schlechte Leben der französischen Regierung.
13. Oktober 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-10-13_20-52-06.html

(6) Le Sarrazin de la Bundesbank n´aime pas les Arabes.
Par Patrick Saint-Paul, Le Figaro, 13 octobre 2009, p. 7
http://tinyurl.com/yhlrmqm

Patrick Saint-Paul in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yz8uhbj

(7) Zentralrat: Hitler-Vergleich bedauert. News-Ticker. BILD.de, 12. Oktober 2009
http://tinyurl.com/yjhuh4g

(8) Bundesbank entmachtet Sarrazin. Politically Incorrect, 13. Oktober 2009
http://www.pi-news.net/2009/10/bundesbank-entmachtet-sarrazi n/

(9) sarrazin crew. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=HqS2HhUqr4A

(10) Entmachtung Sarrazins heftig kritisiert. Politically Incorrect, 14. Oktober 2009
http://www.pi-news.net/2009/10/entmachtung-sarrazins-heftig- kritisiert/


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