
Drei Fälle: Nidal Malik Hasan, Naïm El Jaziri und Tony Musulin
Erster Fall: Major Nidal Malik Hasan. Die MSM sind voll von Berichten über den Amokschützen von Fort Hood. (1)
Eine gute Zusammenfassung des Falles liest man auf dem Blog Quadratura Circuli, wo Ernie Souchak einschätzt: Es ergibt sich von Major Nidal Malik Hasan das Bild eines fundamentalistischen Moslem, der in der Armee eigentlich nichts zu suchen gehabt hätte. Doch unsere politisch-korrekte Sicht der Dinge verbietet es, auch nur einen Gedanken an solche ketzerischen Behauptungen zu verschwenden. (2)
Wie Politiker und MSM den Fall stattdessen sehen, liest man dort ebenfalls, sie bagatellisieren die zentrale Rolle des Islams in dieser Kriegshandlung gegen die Kuffar, obgleich der Glaubenskrieger, wie unter vielen anderen die Washington Post und Jihad Watch berichten, sie in den letzten Jahren mehrfach darauf hinweist, sich auf seiner Visitenkarte als "Soldier of Allah (SWT)" bezeichnet und im Walter Reed Army Medical Center vor seinen Vorgesetzten und versammelten 25 Militärärzten in einem Dia-Vortrag "Die koranische Weltsicht in Bezug auf Muslime in der Armee der USA" darlegt, angereichert mit 50 Dias. (3)
Politiker und MSM gehen aber noch darüber hinaus, in dem sie sich als Helfer des Islams und der Islamisierung betätigen, sie unterstützen die Zweckpropaganda der Muslimfunktionäre, die in ihrem Kampf für die Durchsetzung des Islams in der westlichen Welt vor keiner Behauptung, keiner Drohung, keiner Lüge, genannt Taqiyya, zurückschrecken. Es ist immer das gleiche Schema, das von den Muslimen abgespult wird. Wir sind die armen Opfer. Wir sind die neuen Juden. Islam ist Frieden. Wessen Auge könnte da noch trocken bleiben? (2)
Zum Thema der Muslime als den "neuen Juden" gibt Tariq Ramadan die Marschrichtung vor, er sieht sich "verunglimpft wie ein muslimischer Jude", und das Zentrum für Antisemitismusforschung erhebt den Judenvergleich unter dem Titel Feindbild Muslim - Feindbild Jude zur wissenschaftlichen Disziplin. In meinem Archiv befinden sich dazu mehrere Artikel. (4)
Die Unterstützung der Islamisierung ist in Europa besonders weit vorangeschritten. Sie manifestiert sich in Vergünstigungen, Sonderbehandlung, bewußter Fehlinterpretation der Äußerungen von Muslimen. Sabine Leutheusser Schnarrenberger ist nur eine der zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die voll auf diesem Trip ist, wenn sie beim Sonntagsstammtisch des Bayerischen Rundfunks meint, muslimisches Bundeswehrpersonal sollte, wenn es dieses wünsche, nur im Kampf gegen die Ungläubigen eingesetzt werden. Was will der gläubige Muslim mehr, als gegen die Ungläubigen kämpfen?! Das versteht die frischgebackene FDP-Bundesjustizministerin unter Stärkung der Bürgerrechte. (5)
Zweiter Fall: Naïm El Jaziri. Kriegshandlungen wie die des Majors Nidal Malik Hasan hallen weltweit wider, aber auch kleinere muslimische Glaubenskämpfer richten Schäden in der westlichen Gesellschaft an; sie können das ebenfalls nur mit Hilfe oder auf Grund von Arglosigkeit westlicher Ungläubiger, man nennt sie auch Dhimmis. Wie im Falle des Amokschützen fahren Politiker und MSM ein ganzes Repertoire von Erklärungen auf, die beweisen sollen, daß die jeweilige Tat nichts mit dem Islam zu tun hat. Hier am Beispiel eines Artikels aus dem Indépendant, vom 8. November 2009, auf Seite 25, unter "ferner liefen": Un employé de la Poste soupçonné d´avoir détourné un million d´euros. Ein Angestellter der Post wird verdächtigt, eine Million Euro veruntreut zu haben. Wie bekannt, stellen sowohl L´Indépendant als auch Midi Libre die meisten Artikel nur kurzfristig auf ihre Sites, aber Informationen, die in irgendeiner Weise den Islam und die Muslime in schlechtem Licht erscheinen lassen, werden entweder gar nicht erst ins Internet gestellt oder nach kürzester Zeit wieder entfernt. Die von AFP unter der Überschrift verbreitete Nachricht ist inzwischen von 5 580 Artikeln und Kommentaren in francophonen MSM und auf Blogs weitergegeben worden. (6)
Die französische Sprache kann sehr fein unterscheiden zwischen dem Ausdruck einer unverrückbaren Tatsache, im Indikativ, und einer zwar allseits bekannten aber nicht offiziell bestätigten Information, im Konditional, Un employé de la Poste aurait détourné un million d´euros, Ein Angestellter der Post soll eine Million Euro veruntreut haben, hätte das geheißen. AFP aber geht das schon zu weit, so daß sie in der Überschrift mitteilt, er werde "verdächtigt". Es handelt sich um Naïm El Jaziri, einen um die 40 Jahre alten Muslim, der das Geld in einer der wichtigsten Zweigstellen der Post von Marseille veruntreut. Das kann er nur auf Grund von Fahrlässigkeit, mit Duldung oder gar Hilfe von anderen Angestellten der Post.
Der "Verdächtige" ist zuständig für die Auffüllung von drei Geldautomaten. Letzte Woche hat er seinen genau geplanten Coup durchgeführt. Gewöhnlich ordert er von der zentralen Postbank Geldscheine im Werte von 100 000 Euro, aber nun will er 350 000 Euro - und bekommt sie. Er wiederholt die Order zweimal unter dem Vorwand, er habe nur 100 000 Euro erhalten. Die drei Automaten bestückt er mit einem Minimum an Geldscheinen, den größeren Rest steckt er ein. Niemanden stört die Order einer mehr als dreimal so hohen Geldsumme, und niemand kontrolliert die zweimal vorgebrachte Behauptung des Angestellten, er hätte nur 100 000 Euro erhalten.
Man muß für den Fall, daß er keinen Komplizen hat, nicht lange rätseln, warum. Dem Muslim gegenüber mißtrauisch zu werden, ist Rassismus. Der spurlos verschwundene Angestellte steht Unstimmigkeiten mit seinen Vorgesetzten wegen an zur Entlassung. Diese Unstimmigkeiten hätten nichts mit der jetzigen Affäre zu tun, sie werden von AFP nicht spezifiziert. Der Mann, der seit zwanzig Jahren bei der Post arbeite, sei bereits wiederholt mit disziplinarischen Sanktionen belegt worden, weiß AP, und der Nouvel Observateur ist´s zufrieden. (7)
Darf man raten? Die Unstimmigkeiten sind seinem Auftreten und seinen Anmaßungen als Muslim geschuldet, bei gewöhnlichen Vergehen nämlich hätte der Sprecher der Post sie mitgeteilt. Wie es sich für den Zusammenhalt im Familienverband und in der Ummah gehört, wissen seine Angehörigen nicht, wo er sich aufhält, er hat für seine Operation mindestens zwei Mietautos benutzt, sein Konto geräumt und seine Wohnung von Spuren gesäubert. Die Ermittler vermuten ihn im Ausland, insha´Allah.
Bei Sichtung der Google.fr Actualités fällt auf, daß sich nach der ersten Meldung von AFP und AP die französischen und francophonen MSM nicht mehr für den Fall interessieren. Am 7. November 2009 ist Schluß mit Informationen zu Naïm El Jaziri. Spätere Meldungen, nach dem 7. November, sind verspätete Meldungen desselben Inhalts, wie die von Radio Chine Internationale.
Allein France Soir bleibt auf der Spur und bringt eine eigene Recherche mit detaillierteren Zeitangaben und weiteren Einzelheiten zur Version der AFP und AP. Der Angestellte ist bereits seit zehn Tagen verschwunden, nicht nur das Geld hat er vor der Nase seiner Vorgesetzten veruntreut, sondern auch zahlreiche Schecks. Die Untersuchungen laufen ab in größter Diskretion seitens des zuständigen Kommissariats.
Die Auszahlungen an den Angestellten hätten nicht autorisiert werden dürfen, erst recht nicht ohne Bestätigung; der Betrug sei erst Tage später entdeckt worden. Selbstverständlich handelt es sich für die Informanten des France Soir um eine Einzeltat. Die Informanten beschreiben Naïm El Jaziri als eine "impulsive Persönlichkeit", und "gewalttätig", Charaktereigenschaften, die doch das Gegenteil der nötigen Kaltblütigkeit für die ihm zur Last gelegte Veruntreuung sei. Seine eventuelle Entlassung sei einer Schlägerei mit einem Kollegen geschuldet. Ein anderer Informant berichtet, er hätte seine Wohnung und sein Auto verkauft, bevor er sich aus dem Staub gemacht hätte. Die Wohnung sei ergebnislos durchsucht worden. Man hat keine große Hoffnung, seiner habhaft zu werden. (8)
Dritter Fall: Tony Musulin. Derweil wird ein viel gigantischerer Raub bekannt, vom 5. November 2009. Die Beute des 39-jährigen Geldtransportbegleiters Tony Musulin, in Lyon, beträgt 11,6 Millionen Euro, von denen allerdings neun bald in seiner Garage wiedergefunden werden, er hat sie nicht rechtzeitig abtransportieren können. Alles, was ´nen Federkiel halten kann, stürzt sich darauf wie die Fliegen auf den Scheißhaufen. Von Vokabeln wie soupçonné, verdächtigt, oder vom Konditional ist nirgends zu lesen. Tony Musulin, serbischstämmig, genießt in Frankreich in weiten Kreisen Sympathien, wird schon als Robin Hood und neuer Ronald Biggs gehandelt. Ist er vielleicht Mitglied osteuropäischer Mafia-Banden? Wenn ja, wunderbar! Der Einzelheiten zur Heroisierung des Verbrechers können nicht genug beigesteuert werden. Es gibt inzwischen an die zwanzig Fan-Gruppen, sein Fan-Club auf Facebook habe 10 000 Mitglieder, berichtet Brisant/MDR, T-Shirts des Helden werden angeboten. (9)
Es sind inzwischen viel mehr Fan-Gruppen, sie sind kaum zu zählen, die größte, Tony Musulin, il a fui il a tout compris!! hat mehr als 12 500 Mitglieder, Tony Musulin ist abgehauen, er hat alles verstanden!! Ständig kommen weitere Mitglieder hinzu, die kleinste "Gruppe" besteht aus einem Fan: "Mieux que le Loto, Loomis!" Un livre de Tony Musulin. "Besser als Lottospielen, Loomis!" Ein Buch von Tony Musulin, wobei Loomis die beraubte Geldtransportfirma ist. Die Kommentare der Fans überschlagen sich in Begeisterung. Kein Interesse besteht dagegen am angeblichen Einzeltäter Naïm El Jaziri, keinen Fan-Club gibt´s auf Facebook, obgleich er doch die Post vor ihrer geplanten Privatisierung noch eben abgezockt hat. Keiner macht sich Gedanken über Komplizen oder eine etwaige Zugehörigkeit des Betrügers zu einer Gang. (10)
Die Zeitschrift Marianne, letztens im Skandal um Frédéric Mitterrand eines der wenigen Blätter mit gesundem Menschenverstand und intakten Moralvorstellungen, betätigt sich auch jetzt wieder als Rufer in der Wüste: Nein, Tony Musulin ist kein Robin Hood. Das törnt ab! (11)
Auf YouTube darf Tony Musulin nicht fehlen, jetzt gibt es sieben Videos, wer weiß, wieviele noch hinzukommen werden. Raub von 11,6 Millionen Euro ist heute ein Teil der Unterhaltungsindustrie, aber nur dann, wenn der Räuber kein Muslim ist. (12)
10. November 2009
Quellen
(1) Nidal Hasan. Google.de Web 138 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/ygt6ny8
(2) Was lernen wir aus dem islamischen Terroranschlag auf Fort Hood?
Von Ernie Souchak, Quadratura Circuli, 8. November 2009
http://tinyurl.com/ygc37ev
(3) Fort Hood jihadist´s business card: "Soldier of Allah (SWT)". Jihad Watch,
November 9, 2009
http://tinyurl.com/yfafn3h
Fort Hood suspect warned of threats within the ranks. By Dana Priest,
Washington Post, November 9, 2009
http://tinyurl.com/ycgfkc8
Fitzgerald: What we know about Major Nidal Malik Hasan. Jihad Watch,
November 9, 2009
http://tinyurl.com/yfjrrz9
(4) Der Salafist Tariq Ramadan: "verunglimpft wie ein muslimischer Jude".
15. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-15_23-54-57.html
Feindbild Muslim - Feindbild Jude in meinem Archiv
http://tinyurl.com/lpxhmx
(5) Sonntagsstammtisch: Bayerisch - Bissig - Bunt. BR
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/sonntags-stamm tisch/index.xml
Sabine Leutheusser Schnarrenberger. Der Sonntagsstammtisch, BR,
8. November 2009
http://tinyurl.com/yj5g8zh
Krieg gegen den Islam. Von byzanz, Politically Incorrect, 9. November 2009
http://www.pi-news.net/2009/11/krieg-gegen-den-islam/
(6) Un employé de la Poste soupçonné d´avoir détourné un million d´euros.
L´Indépendant, 8 novembre 2009, p. 25 (nicht online)
Un employé de la Poste soupçonné d´avoir détourné un million d´euros.
Par AFP, 8 novembre 2009
http://tinyurl.com/ycq6hd9
Un employé de la Poste soupçonné d´avoir détourné un million d´euros
Google.fr 5 580 résultats
http://tinyurl.com/yddk4cl
(7) Un postier marseillais soupçonné d´avoir détourné près d´un million d´euros des coffres de son agence. Par AP, NouvelObs, 7 novembre 2009
http://tinyurl.com/yenwau6
(8) Marseille : un postier détale avec un million d´euros. Par Sami Mouhoubi,
France Soir, 9 novembre 2009
http://www.francesoir.fr/faits-divers/2009/11/09/marseille-v ol-la-poste.html
(9) Spektakulärer Bankraub in Frankreich. Brisant, MDR,
10. November 2009
http://www.mdr.de/brisant/6846411.html
Tony Musulin Google.fr Actualités 1 362 résultats
http://tinyurl.com/yapa5na
(10) Facebook. Tony Musulin
http://tinyurl.com/yhngjdr
(11) Non, Tony Musulin n´est pas Robin des bois. Par Philippe Bilger,
Marianne, 10 novembre 2009
http://tinyurl.com/ycpdfg2
(12) Tony Musulin. 7 Videos. YouTube
http://tinyurl.com/yjv97hx
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