Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Artikel

Uri Davis. Porträt des Fatah-Funktionärs im Figaro

Die Berichterstattung des Adrien Jaulmes √ľber den Fatah-Konre√ü, vom August 2009, zeichnet sich aus durch Unkenntnis oder bewu√üte L√ľgen √ľber die Terrororganisation und ihr Wirken im Nahen Osten. Man kann es nachlesen in den Artikeln Al Fatah. Schwesterpartei der europ√§ischen Sozialisten und Al Fatah. Desolate Berichterstattung √ľber einen desolaten Kongre√ü. (1)

W√§hrend der Nahost-Experte, als der ihn die Google-Suchmaschine ausweist, wie viele seiner Kollegen nicht willens oder in der Lage ist, eine komplette Liste der am 15. August 2009 in den Revolutionsrat gew√§hlten Fatah-Mitglieder vorzulegen, befa√üt er sich ausf√ľhrlich mit Uri Davis, dem einzigen "Juden" und Israeli im Rat: Er ist an 31. Stelle von 80 der in den Revolutionsrat gew√§hlten Ratsmitglieder angelangt. Die anderen enth√§lt er den Lesern vor. 70 von ihnen seien erstmals gew√§hlt worden, elf Frauen geh√∂rten dem Rat an. Auch das Zentralkomitee ist ernannt, es sei verj√ľngt, Marwan Barghouti, Mohammed Dahlan und Jibril Rajoub geh√∂rten ihm an, ersterer inhaftiert in Israel. Warum, m√ľssen die Leser nicht wissen. Er verb√ľ√üt eine f√ľnffache Freiheitsstrafe wegen Mordes und Terrorismus, informiert Wikipedia. (2)

Er enth√§lt wie zahlreiche andere MSM und Agenturen den Lesern vor, da√ü Uri Davis zur Zeit seiner Wahl kein Jude mehr ist; denn er ist vor der im Jahr 2008 erfolgten Schlie√üung seiner vierten Ehe, mit Miyassar Abu Ali, zum Islam konvertiert. Der Titel Un juif au sein de la direction du Fatah, une premi√®re, Ein Jude in der Leitung der Fatah, und Uris Davis, Juif et dirigeant palestinien, Jude und Pal√§stinenser, sind unzutreffend und irref√ľhrend. Journalisten wie Adrien Jaulmes und Agenturen wie Pressenza orientieren sich an der Zuordnung der Nazis zum Judentum, einmal Jude, immer Jude, w√§hrend Muslime das nicht so sehen. Ein zum Islam Konvertierter wird nicht mehr als Jude oder Christ betrachtet, sondern er ist Muslim, Rechtgl√§ubiger. Auch Juden betrachten einen solchen nicht mehr als einen der Ihren. (3)

Uri Davis schreibt Dana Barnett, der Gr√ľnderin und Herausgeberin von Israel-Academia-Monitor.com, im August 2008: On 6.11.2007 I officially assumed the religion of Islam by citing the two required SHAHADAs (La Illah Illa Allah wa-Muhammad Rasul Allah) before the SHARI´A Court in the city of Baqa al-Gharbiyya, as a measure of defense of my relationship with the FATAH activist who was to become my wife. Sincerely, Uri Davis (Dr), P O Box 99, Sakhnin 20173, Israel. Ich bin am 6.11.2007 offiziell Muslim geworden, in dem ich vor dem Schari´a-Gericht der Stadt Baqa al-Gharbiyya die zwei geforderten Shahadas (La Illah Illa Allah wa-Muhammad Rasul Allah) gesprochen habe als Ma√ünahme zur Verteidigung meiner Beziehung zu der Fatah-Aktivistin, die meine Frau werden sollte. (4)

"So hat jemand, der Religion nicht ausstehen konnte, besonders die j√ľdische, Allah als seinem Gott und Mohammed als seinem Propheten die Gefolgschaft geschworen," kommentiert Sarah Honig, in der Jerusalem Post, einen der linksradikalen Israelhasser in den eigenen Reihen. Man findet sie unter K√ľnstlern, Literaten, Akademikern, Staranw√§lten und Journalisten. (5)

Uri Davis, der j√ľdischen Eltern in Jerusalem geboren wurde, ist seit langem einer der aktivsten Streiter unter den linksradikalen israelischen Akademikern gegen die Existenz Israels. Er ist eine regul√§re Informationsquelle f√ľr eine Anzahl von anti-israelischen Nichtregierungsorganisationen in Europa, schreibt Tom Gross anl√§√ülich des Fatah-Kongresses - und einer nicht zu knappen Anzahl von europ√§ischen MSM, w√§re zu erg√§nzen. (6)

Nun schl√§gt Adrien Jaulmes erneut zu, und zwar auf einer halben Seite des Figaro, unter dem Titel trait&Portrait. Dort lautet die √úberschrift Uri Davis, Juif et dirigeant palestinien, Jude (sic!) und Pal√§stinenserf√ľhrer. Im Internet lautet die √úberschrift: Uri Davis, n√© juif et dirigeant palestinien, geborener Jude und Pal√§stinenserf√ľhrer. Der AFP-Fotograf Musa al-Shaer steuert ein Foto des Uri Davis bei, garniert mit einem Zitat des Fatah-Aktivisten in fetten Lettern, Ma loyaut√© va aux valeurs de la D√©claration universelle des droits de l´homme, Meine Loyalit√§t gilt den Werten der Allgemeinen Erkl√§rung der Menschenrechte. (7)

Exkurs: Musa al-Shaer

Der Fotograf Musa al-Shaer, in der Internet-Ausgabe des Artikels wird sein Name verschwiegen, ist wie Talal Abu Rahma (Mohammed al-Dura) oder Adnan Hajj (Libanonkrieg) in der Pallywood- Szenerie kein Unbekannter. Solche Propagandisten sind die Kooperationspartner des Figaro und der europäischen MSM. Auch die ZEIT und die Electronic Intifada bedienen sich gern der Fotos des Musa al-Shaer. (8)

Er verf√§lscht zur Weihnachtszeit 2007 ein Foto durch diese Unterschrift: Ein isralischer Soldat attackiert einen als Nikolaus oder Weihnachtsmann verkleideten pal√§stinensischen Demonstranten w√§hrend einer Demonstration gegen Israels Trennungsbarriere, in dem Dorf Umm Salamunah, nahe der biblischen West Bank Stadt Bethlehem. Israelische Wachen schlagen f√ľnf Demonstranten w√§hrend des Protests, am Freitag, sagten Organisatoren.

AP-Fotograf Kevin Frayer titelt dagegen: Ein als Nikolaus oder Weihnachtsmann verkleideter Demonstrant versucht, einen israelischen Soldaten davon abzuhalten, einen anderen Demonstranten auf einer Demonstration gegen Israels Trennungsbarriere im Dorf Umm Salamona, nahe der biblischen West Bank Stadt Bethlehem, festzunehmen, am Freitag, den 21. Dezember 2007. Israel erkl√§rt, die Barriere ist aus Sicherheitsgr√ľnden n√∂tig, w√§hrend Pal√§stinenser das als Landraub bezeichnen. Der Mann wurde bei dem Zwischenfall nicht verletzt. (9)

Musa al-Shaer ist ebenfalls prompt zur Stelle, wenn ein angeblich von einem pal√§stinensischen Richter zum Tode verurteilter Mann, der mit Israel kollaboriert habe, aus dem Gef√§ngnis geholt und von Unbekannten auf offener Stra√üe erschossen wird. So textet er, w√§hrend ar-Reuters, der Israelfreundschaft nicht verd√§chtig, schreibt: Bethlehem, 14. M√§rz: ein Pal√§stinenser von bewaffneten Pal√§stinensern auf offener Stra√üe exekutiert und verst√ľmmelt, sie beschuldigten ihn, mit Israel zu "kollaborieren". Von einem Todesurteil und einem Kidnapping aus dem Gef√§ngnis ist nicht die Rede. Das ist die Propaganda des Musa al-Shaer, des AFP-Fotografen des Figaro, zur Besch√∂nigung der Barbarei.

Sefarad.org schreibt zu dem Fall: Weder Urteil, noch Verteidigung, noch demokratischer Prozeß, wie es sich gehörte. Der Körper dieses Mannes wurde von Kugeln durchlöchert, dann in den Straßen von Bethlehem hinter einem Kleinlastwagen hergezogen und an diesem Morgen auf dem öffentlichen Platz in der Nähe des palästinensischen Tourismusministeriums aufgehängt. (10)

Uri Davis, die Fatah und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Der Hohn der Loyalit√§t des Uri Davis zur Allgemeinen Erkl√§rung der Menschenrechte bleibt von Adrien Jaulmes unkommentiert. Schon die Pr√§ambel ist weder mit der Person des Uri Davis noch mit der Fatah vereinbar. Wo ist die Anerkennung der angeborenen W√ľrde und der gleichen und unver√§u√üerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen, wenn die Terrorgruppen der Fatah keine Juden, einschlie√ülich Uri Davis, als mit Arabern gleichberechtigt ansehen, wenn sie das mit UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947 als Staat definierte Israel als ihren Besitz betrachten, wenn sie gegen Juden mit Akten der Barbarei w√ľten, wenn sie keine Glaubensfreiheit gew√§hren, wenn die F√∂rderung der Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen f√ľr Israel nicht gilt, weil Israel von den arabischen Staaten nicht als Nation anerkannt wird, wenn die grundlegenden Menschenrechte, (die) W√ľrde und (der) Wert der menschlichen Person und ... die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Koran und in der Kairoer Erkl√§rung der Menschenrechte verweigert werden, und stattdessen die Schari´a dem menschlichen Zusammenleben zu Grunde gelegt wird, wenn es kein gemeinsames Verst√§ndnis dieser Rechte und Freiheiten unter Juden und Israelis einerseits und den Arabern andererseits gibt? (11)

In den Artikeln pr√§zisiert die Erkl√§rung, was gemeint ist. Relevant f√ľr die Fatah und ihr Mitglied des Revolutionsrats sind s√§mtliche Artikel der Allgemeinen Erkl√§rung der Menschenrechte; die Fatah verst√∂√üt gegen alle. (12)

Das stört den Korrespondenten Adrien Jaulmes nicht, es ist ihm nicht Thema, vielmehr präsentiert er den Fatah-Aktivisten Uri Davis diesmal aus einer anderen Perspektive, als einen derjenigen, mit denen er sich, ohne zu zögern, identifizieren kann, weil er Lösungsvorschläge unterbreitet zur Beseitigung Israels, nämlich, wie vom Phased Plan vorgesehen, durch einen gemeinsamen Staat von Arabern und Juden auf dem Territorium von Israel, Westjordanland und Gaza, zu denen später noch Jordanien hinzukommen soll, so daß das britische Mandatsgebiet Palästina wiedervereint wäre. (13)

Pal√§stinenserf√ľhrer Uri Davis, als Jude geboren ...

Uri Davis, Brite und Israeli, ist von seiner israelischen Staatsb√ľrgerschaft zur√ľckgetreten und zum Islam konvertiert, eine konsequente Entwicklung von Linksradikalen, wie an europ√§ischen ehemaligen kommunistischen Funktion√§ren, dem Holocaustleugner Roger Garaudy, dem Polygamisten Abdussalam Escudero, und an Roberto Hamza Piccardo, dem Pr√§sidentenmacher des Romano Prodi, zu sehen ist. (14)

Er selbst behauptet, er sei "aus pers√∂nlichen Gr√ľnden" konvertiert, weil er eine militante Pal√§stinenserin geheiratet habe. Die Ehe eines Juden mit der muslimischen Fatah-Funktion√§rin Miyassar Abu-Ali gestattet der Islam nicht, da eine Muslimin keinen "Ungl√§ubigen" ehelichen darf.

Der √úbertritt in die Wertegesellschaft der Muslime, die keiner Ethik und Moral verpflichtet sind, wenn nur die Verbreitung des Islams gew√§hrleistet ist, bleibt dem von Adrien Jaulmes als Intellektuellen bezeichneten Uri Davis als einzige M√∂glichkeit. Nur Menschen ohne Orientierung k√∂nnen von der pazifistischen extremen Linken zum pal√§stinensischen Militantismus √ľberwechseln. Adrien Jaulmes widerspricht dieser Version allerdings im selben Artikel, in dem Uri Davis erkl√§rt, seinen Pazifismus bereits w√§hrend des Vietnamkrieges aufgegeben zu haben. Dennoch hoffe er, weiter Anti-Militarist geblieben zu sein. Solcher Schizophrenie kann nur noch ein Figaro-Korrespondent folgen, und so bleibt sie unkommentiert.

Ohne Antwort bleibt, warum Uri Davis von den israelischen Autorit√§ten zu acht Monaten Gef√§ngnis verurteilt wird. Weil sich diese exzentrische Person gegen die Beschlagnahme f√ľr die Errichtung der Stadt Karmiel, des "Weinbergs Gottes", von pal√§stinensischem Land in Galil√§a eingesetzt hat, Land, das "ausschlie√ülich von der j√ľdischen Bev√∂lkerung genutzt werden" durfte.

Warum wird nicht informiert dar√ľber, da√ü Karmiel die erste j√ľdische Stadt inmitten von fast ausschlie√ülich von Arabern bewohnter Gegend ist? Das w√ľrde erkl√§ren, warum die Regierung 1964 auf den Antrag von Arabern, in die Stadt ziehen zu d√ľrfen, antwortet, da√ü "Karmiel nicht daf√ľr gebaut wurde, die Probleme f√ľr die Bev√∂lkerung in der Umgebung zu l√∂sen". Im Februar 1965 marschieren 400 Demonstranten von Tel Aviv nach Karmiel, um gegen die "Diskriminierung einer Gruppe unserer Bev√∂lkerung" zu protestieren. Die Demonstranten lassen sich dort nieder, gehen zur √∂rtlichen Polizeistation und erkl√§ren, auch ohne Genehmigung dort zu bleiben. Die R√§delsf√ľhrer werden festgenommen und vor einem Milit√§rgericht angeklagt. Uri Davis scheint einer von ihnen zu sein, ihm wird verboten, sich in den Norden Galil√§as zu begeben, eben in die Gegend um Karmiel. (15)

... als Jude bevorzugt behandelt

Nun geht es weiter mit der Logik, die schon vom Fall der Tal Nitzan und den nicht vergewaltigenden israelischen Soldaten bekannt ist. Sie schreibt eine Magisterarbeit zum Thema Controlled Occupation: The Rarity of Military Rape in the Israeli-Palestinian Conflict, die Seltenheit militärischer Vergewaltigung im israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Autorin untersucht, warum IDF-Truppen arabische Frauen nicht vergewaltigen. Den Forschungsansatz wählt sie, als sie sieht, daß es mit den Vergewaltigungen von Palästinenserinnen durch israelische Soldaten und Offiziere nicht weit her ist, und das wäre doch ein wunderbares Thema gewesen! Sie dreht den Spieß um. Gilt es gewöhnlich als Brutalität, in Kriegen Frauen zu vergewaltigen, ist die Nicht-Vergewaltigung nunmehr Ausdruck des blanken Rassismus der israelischen Truppen, der Entmenschlichung von Palästinenserinnen durch israelische Soldaten. (16)

Diesen Ansatz w√§hlt auch Uri Davis: "Selbst im Gef√§ngnis bin ich niemals Dem√ľtigungen unterworfen worden: Ich bin auf Grund meiner Herkunft immer in den Genu√ü einer besonderen Behandlung gekommen ... Selbst wenn ich als Renegat angesehen worden bin, hat man mich immer als ein Mitglied der Sippschaft betrachtet. Das ist eine der Konstanten eines Systems der Apartheid."

Man kann gar nicht verquer genug denken, die Phantasie nicht so weit schweifen lassen, um der Ideologie der Linken zu folgen. Adrien Jaulmes jedenfalls ist´s zufrieden, und um der Apartheid in Israel die geb√ľhrende Aufmerksamkeit zu widmen, w√§hlt er f√ľr die einzige Zwischen√ľberschrift des Artikels ein Zitat des Uri Davis: "Eine viel feinere Form der Apartheid".

Darunter wird subsumiert, da√ü der Held 1984 auf Einladung Khalil al-Wazirs alias Abu Jihad, eines der Fatah-Gr√ľnder und F√ľhrungskader im Schwarzen September 1970, ihn zur Fatah-Versammlung nach Tunis einl√§dt. Das ist immerhin 15 Jahre nach einer eben solchen Einladung des f√ľnf Jahre j√ľngeren Revoluzzers Joschka Fischer, nach Alger - aber er ist ja auch kein Jude.

Uri Davis wird Repr√§sentant der Fatah in London und lehrt, seit den 70er Jahren, an der unter dem Einflu√ü der Quaker gegr√ľndeten Universit√§tsabteilung Friedensstudien, in Bradford. Dort gibt es auch Forschungsstipendiaten wie Aamra Darr, die meint, da√ü man anerkennen m√ľsse, da√ü f√ľr britische Pakistanis Heiraten unter Vettern einen signifikanten kulturellen Vorteil b√∂ten. (17)

Im Department for Peace Studies der Universität von Bradford wird bis heute eher Ideologie als Wissen gelehrt. Es sind Kaderschmieden. Ein Blick auf den Werdegang von sechs ehemaligen Studenten des Departments, in den Peace Studies News, Issue Nr. 46, Summer 2009, belegt das: We learned how to talk for hours and then to transcribe those hours into 3 words on a poster, placard, or t shirt. Wir lernten stundenlang zu reden, und dann diese Stunden in drei Worten auf ein Poster, ein Transparent oder T-Shirt zu schreiben, berichtet Kitty Rowe. Yvonne Rivers hat beste Erfahrungen mit Uri Davis gemacht: From the beginning Peace Studies had an international staff team drawn from areas of the world experiencing conflict and injustice. Uri Davis was one of these. He organised my placement in Palestine combining community development and English Language Teaching. ... I actually spent 2 years in Palestine and was involved in the development of Volunteers for Palestine. I have remained actively involved in my subsequent employment and solidarity work in Palestine and Israel. ... I continue to be involved in organisations such as Palestine Solidarity Campaign (PSC) and CND (Campaign for Nuclear Disarmament). (18)

Von Anfang an hatten die Friedensstudien ein internationales Lehrerkollegium aus Weltgegenden, die Konflikt und Ungerechtigkeit kannten. Uri Davis war einer von diesen. Er organisierte meinen Aufenthalt in Pal√§stina in einer Kombination von Gemeindeentwicklungsprojekten und Wirken als Englischlehrerin. ... Ich war zwei Jahre in Pal√§stina und war befa√üt mit der Entwicklung von Freiwilligen f√ľr Pal√§stina. Ich bin in meiner folgenden Anstellung und in der Solidarit√§tsarbeit in Pal√§stina und Israel darin aktiv geblieben. Ich bin weiterhin involviert in Organisationen wie der Pal√§stina Solidarit√§tskampagne und der Kampagne f√ľr atomare Abr√ľstung. (19)

Diese Nattern hat Israel in seiner Nachbarschaft geduldet. Was ist aus Yvonne Rivers geworden? Sie wirkt im Center for Community Engagement, an der University of Sussex, und trägt Ideologie und Israelhaß dort an die Studenten weiter. Selbstverständlich wissen die von Uri Davis ausgebildeten Propagandisten, was Gerechtigkeit ist, und wer sie verletzt. Tatsachen können ihrer Wahrheit nichts anhaben, was die Internetauftritte von PSC und CND belegen.

Das Dauerthema des Uri Davis ist die angeblich in Israel herrschende Apartheid. In den 70er Jahren sind ein Drittel seiner Studenten anti-zionistische Juden. Er lehrt und glaubt selbst daran, da√ü die Apartheid in Israel viel feiner ausge√ľbt wird als die seinerzeit in S√ľdafrika. So ist man wieder beim Ansatz der Tal Nitzan. Die Israelis br√§uchten keine Rassengesetze: "Es gibt nicht diese l√§cherlichen Gesetze zur Rassentrennung. Alles ist viel feiner ..." Ihm bedeutet es auch wenig, da√ü die in Israel lebenden pal√§stinensischen Araber Wahlrecht besitzen und in der Knesset repr√§sentiert sind: "Sie dienen nur zur Verschleierung dessen, da√ü 80% der im Mandatsgebiet lebenden Araber davon ausgeschlossen sind," zitiert ihn Adrien Jaulmes.

Uri Davis ist f√ľr einen binationalen Staat, in dem alle B√ľrger die gleichen Rechte h√§tten, eine alte panische Angst (sic!) der Israelis, die damit auf Zeit riskierten, den im Zentrum des zionistischen Projektes stehenden j√ľdischen Staat zu verlieren. Dr. Uri Davis hat ein Ende gemacht mit seinem ideologischen Spagat, in dem er endg√ľltig diese ultraminorit√§re Randgruppe der israelischen extremen Linken verlie√ü, um sich dem gegnerischen Lager anzuschlie√üen.

Der Figaro aber lebt weiter in seinem Spagat zwischen den Israelfeinden Adrien Jaulmes, Patrick Saint-Paul, Thierry Portes, Thierry Oberl√©, Sibylle Rizk, Alain Barluet et al. einerseits sowie Alexandre Adler und dem Blog-Betreiber Ivan Rioufol, die hin&wieder auf Seite 15 Klartext schreiben d√ľrfen, andererseits, wobei die beiden Spagatbeine von unterschiedlicher St√§rke sind.

Auf jeden Israel nicht abgeneigten Journalisten des Figaro kommen mindestens f√ľnf Israelhasser, auf jeden Israelfreund zehn.

HaTikva, die Hoffnung

Solange tief im Herzen
Die Seele eines Juden sich sehnt,
Und gen Osten, vorwärts,
Ein Auge blickt, nach Zion,
Ist unsere Hoffnung nicht verloren,
Die Hoffnung von zweitausend Jahren,
Frei zu sein als Volk in unserem Land,
Dem Land Zions und Jerusalems. (20)

22./23. November 2009 - Ergänzungen im Bereich der Anmerkungen 7 und 8

Quellen

(1) Al Fatah. Schwesterpartei der europäischen Sozialisten. 9. August 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-08-09_02-06-31.html

Die Sackgasse der Berichterstattung des Figaro. Al Fatah.
Desolate Berichterstattung √ľber einen desolaten Kongre√ü. 10. August 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-08-10_21-36-20.html

(2) Un juif au sein de la direction du Fatah, une première. Par Adrien Jaulmes,
Le Figaro, 15 ao√Ľt 2009
http://tinyurl.com/yzcc9l3

1 980 Angebote f√ľr "Adrien Jaulmes" Fatah bei Google.fr
http://tinyurl.com/ye5q8sq

(3) Jew elected to Fatah Revolutionary Council. Pressenza
International Press Agency, Septembrer 2009
http://tinyurl.com/ykobtup

(4) Israel-Academia-Monitor.com
http://www.israel-academia-monitor.com/

(5) Another Tack: Justifying the feeding frenzy. By Sarah Honig, Jerusalem Post,
February 12, 2009
http://tinyurl.com/yg68xxd

(6) Jewish Fatah member seeks key position. The truth about Fatah ‚Äď
revealed by Fatah itself. By Tom Gross, August 11, 2009
http://tinyurl.com/yfg2fvs

(7) Uri Davis, Juif et dirigeant palestinien. Par Adrien Jaulmes, Le Figaro,
20 novembre 2009, p. 16
http://tinyurl.com/yezyxse

Uri Davis, né juif et dirigeant palestinien. Par Adrien Jaulmes, Le Figaro,
20 novembre 2009
http://tinyurl.com/yezyxse

Uri Davis Website
http://www.uridavis.info/

(8) Musa al-Shaer bei Google.de 2 190 Ergebnisse
http://tinyurl.com/yepkuc6

Talal Abu Rahma bei Google.de 2 910 Ergebnisse
http://tinyurl.com/ycsjkyr

Adnan Hajj bei Google.de 12 400 Ergebnisse
http://tinyurl.com/ydnnrlw

(9) Pallywood X-mas Special. Honest Reporting, 26 December 2007
http://tinyurl.com/2wsq5w

(10) La Justice Palestinienne. sefarad.org
http://janine.sefarad.org/palestinian_justice.php

(11) Palästinensische nationale Befreiungsbewegung
http://www.fatah.de/

What is Fatah? Palestine Facts
http://palestinefacts.org/pf_1991to_now_plo_fatah.php

Kairoer Erklärung der Menschenrechte. Auszug aus
"Gewissen und Freiheit" Nr 36/1991
http://tinyurl.com/nz582u

(12) Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Amnesty International
http://tinyurl.com/yfxgh2p

(13) Die "Drei-Phasen-Strategie" der PLO zur Beseitigung Israels. 28. Juni 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-06-28_17-06-54.html

(14) Roger Garaudy in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yzscqrs

Mansur Abdussalam Escudero in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yf6cvpz

Roberto Hamza Piccardo in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yhdfnqd

(15) Karmiel. Encyclopedia Britannica
http://www.britannica.com/EBchecked/topic/312530/Karmiel

Karmiel. Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Karmiel

(16) SnoopyTheGoon und Ami Isseroff √ľber Tal Nitzan. 31. Dezember 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-12-31_14-45-58.html

Alle Jahre wieder! Neues von Tal Nitzan. 25. Dezember 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-12-25_00-09-18.html

(17) Row over health risk to cousins who marry. By Robin McKie,
The Observer/Al-Guardian, May 11, 2008
http://tinyurl.com/58wlmx

(18) Palestine Solidarity Campaign
http://www.palestinecampaign.org/index2b.asp

Campaign for Nuclear Disarmament
http://www.cnduk.org/

(19) Peace Studies News, Issue Nr. 46, Summer 2009
http://www.brad.ac.uk/acad/peace/newsletters/PSN46.pdf

(20) Israel¬īs Nationalhymne, gesungen von Enrico Macias.
Untertitelt in englisch und hebräisch. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=uBD9j94Chu8


Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken
Zurück zur vorigen Seite Zum Archivdieses Abschnitts Weiter zur nächsten Seite