
Die Machenschaften des Parti Socialiste zu den Regionalwahlen 2010
Meine Leser mögen mir verzeihen, daß ich auf einer Affäre der Regionalpolitik Frankreichs insistiere, aber mir scheint der "Fall" Georges Frêche exemplarisch zu sein für die Lage der europäischen Sozialisten und Sozialdemokraten. (1)
Ungeeignete Parteiführer wie Sigmar Gabriel und Andrea Nahles gibt es auch in Frankreich, sie heißen dort Martine Aubry und Arnaud de Montebourg. Diese Duos sind jeweils umgeben von Parteifunktionären, die an der Macht kleben und Anerkennung und Unterstützung nehmen, wo sie sich ihnen anbietet. Die sind heuer reichlich zu finden bei arabischen und türkischen Muslimfunktionären. Deshalb wird der PS in den Regionen mehrheitlich von Parteikadern geführt, die ihre Listen zur Regionalwahl weniger nach Qualifikation, sondern nach Opportunität zusammenstellen und 15 Prozent von Parteigenossen, die "issus de la diversité" sind, Migrationshintergrund haben, auf sicheren Listenplätzen unterbringen.
Träume der Sozialisierung von Privateigentum, zu Alpträumen geworden und deshalb 1989/90 in den sozialistischen Ländern samt diesen abgeschafft, werden ins Programm aufgenommen, die Bildung von Investitionsfonds auf regionaler Ebene zur Kapitalbeteiligung in bestimmten Klein- und Mittelbetrieben und die Anhebung des Haushalts um 50 Prozent zur Unterstützung von Forschung und Innovation, berichtet Jean-Michel Normand in Le Monde.
Am 12. Dezember 2009 bestätigt der PS in Tours per Handzeichen offiziell das Programm und die Kandidatenlisten zu den Regionalwahlen im März 2010. Die Partei positioniert sich eindeutig links. Beschäftigung, Ausbildung der Jugend und "social-écologie", was immer das heißen mag, werden zu Prioritäten erklärt. (2)
Ein Sozialist, der wenig vom Staatskapitalismus hält, und der sich nicht gemein macht mit Muslimpredigern, mit Verfechtern der Islamisierung Frankreichs, der hat im PS schlechte Karten. Wenn er dann noch im Hafen von Sète mit AGREXCO die größte israelische Exportfirma für landwirtschaftliche Produkte ansiedeln will, und das trotz Ablehnung durch selbsternannte Experten aus den kommunistischen und antikapitalistischen Parteien, die ideologisch und finanziell unterstützt werden von arabischen Gönnern um den Imam Nabil Ennasri und seine Glaubensbrüder und -schwestern von der fundamentalistischen Union des Organisations Islamiques de France (UOIF), der französischen Zweigstelle der Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE), der Organisations Islamiques d´Europe (UOIE), dann kennt der Abscheu keine Grenzen mehr, dann ist ein solcher nicht mehr tragbar. (3)
Zur Strafe für ihre Unbotmäßigkeit, sich dennoch für Georges Frêche als Präsidentschaftskandidaten der Region entschieden zu haben und für ihn in den Wahlkampf zu ziehen, darf der Vertreter der Sozialisten des Languedoc-Roussillon in Tours nicht mit aufs Familienfoto, das 22 Vertreter der PS-Listen für die Regionalwahlen ablichtet. Was von der Solidarität von Sozialisten zu halten ist, sieht man daran, daß die der Ehre würdigen 22 keine Probleme mit dem Ausschluß ihrer Genossen haben. So ziehen Didier Codorniou, der Bürgermeister von Guissan und Listenführer, und die Seinen vorzeitig aus Tours ab, nicht ohne die Tür ordentlich zugeschlagen zu haben.
Derweil soll laut Zoé Cadiot, die über das Treffen berichtet, ein Delegierter aus der Pariser Region erklärt haben: "Einverstanden, 22 Regionen zu gewinnen, aber nicht um jeden Preis. Frêche ist weit davon entfernt, die heutigen Werte des PS zu repräsentieren." Es versteht sich bei dieser Mobbing-Truppe fast von selbst, daß der Name des Delegierten nicht genannt wird, genauso, wie bis heute nirgends steht, daß der schärfste Gegner des Georges Frêche im PS, Arnaud de Montebourg, der als einer der ersten und lautesten dessen Parteiausschluß fordert, der Sohn des Michel de Montebourg, eines französischen Steuerbeamten, und der Professorin und Essayistin Leïla Ould Cadi, aus einer algerisch-muslimischen Familie der Wali des kolonialen Algeriens, und damit parteiisch ist, ohne daß man das sofort an seinem Namen erkennen könnte. (4)
Auch die zweite Ehe der Martine Aubry mit Jean-Louis Brochen wird nirgends erwähnt. Dieser als avocat des islamistes bezeichnete Rechtsanwalt, verteidigt 17 Schülerinnen, die 1993 ihres Kopftuchs wegen von der Schule relegiert werden, er ist auch Verteidiger des überlebenden Mitglieds der Gang de Roubaix, einer islamischen Terrorgruppe, sowie Anwalt der sozialistischen CFDT. (5)
Die Kontakte des Parti Socialiste reichen über diese Funktionäre direkt zu Tariq Ramadan und dem Antisemiten Hassan Iquioussen, dem Prediger der den Muslimbrüdern nahestehenden Union des Organisations Islamiques de France (UOIF). Jean-Louis Brochen verteidigt den Prediger, der die Juden für den "Gipfel der Bösartigkeit und des Verrats" hält, gegen einen laizistischen Marokkaner, der sich in einem Lokalblatt gegen die fortschreitende Islamisierung durch die aus den islamischen Ländern gelenkten Muslimvereinigungen wendet. (6)
Über diese Verbindungen habe ich anläßlich der Übergabe des Eiffelturms, des Wahrzeichens von Paris, an die Türken zu Ehren der Saison der Türkei im Artikel Deutsch-französische Betrachtungen zum türkischen Eiffelturm berichtet. Der PS ist durchsetzt mit Araber- und Türkenfreunden. Ein Freund Israels hat da wenig Chancen, sondern ein solcher muß wech! (7)
Wie ich die Katalanen kennengelernt habe, zuverlässig und - den Ostwestfalen ähnlich - recht störrisch, wie ihr burro català , der katalanische Esel, werden sie auf Grund der üblen Machenschaften des Parti Socialiste der Rue Solférino im März 2010 erst recht für die Liste des Georges Frêche stimmen; ebenfalls die stolzen Einwohner des Pays d´oc, der Heimat der Aliénor d´Aquitaine, der großen mittelalterlichen Königin zweier Reiche, erst Frankreichs, dann Englands. (8)
"On n´apprécie pas du tout cette façon de faire. Il est anormal que la région Languedoc-Roussillon n´ait pas été conviée sur la scène, même si notre tête de liste n´est pas là (Georges Frêche, exclu en 2007 pour ses propos déplacés NDLR). Notre place n´est donc pas là . On s´en va. On rentre chez nous" . Wir schätzen diese Art der Handhabung überhaupt nicht. Es ist ungewöhnlich, daß die Region Languedoc-Roussillon nicht auf die Szene gebeten wurde, auch wenn unser Listenführer nicht anwesend ist (Georges Frêche, 2007 ausgeschlossen seiner anstößigen Worte wegen, Z.C.). Unser Platz ist dort also nicht. Wir gehen. Wir kehren zu uns nach Hause zurück, kommentiert Didier Codorniou das Verhalten der Parteifunktionäre. (4)
13. Dezember 2009
Quellen
(1) Georges Frêche, die französischen MSM und die deutschen Gretchen.
10./11./12. Dezember 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-12-10_22-46-09.html
(2) Pour les élections régionales le Parti socialiste privilégie le "social".
Par Jean-Michel Normand, Le Monde, 12 décembre 2009
http://tinyurl.com/y9d98se
(3) Israel. AGREXCO. Die Erde ist rot wie eine Orange. 28. Juli 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-07-28_23-55-40.html
(4) Régionales : toujours des disputes dans la famille PS. Par Zoé Cadiot,
L´Indépendant, 13 décembre 2009
http://tinyurl.com/y9b4nld
Les 22 régions administratives de France métropolitaine et leur capitale
http://www.hist-geo.com/Carte/France/Regions-Administratives .php
Arnaud de Montebourg. Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Arnaud_Montebourg
(5) Jean-Louis Brochen avocat des islamistes. Google.fr 592 résultats
http://tinyurl.com/ydxdop4
(6) Martine Aubry et Jean-Louis Brochen, l´avocat hallal.
Observatoire de l´islamisation, 3 mars 2009
http://tinyurl.com/yey52l4
(7) Deutsch-französische Betrachtungen zum türkischen Eiffelturm.
9. Oktober 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-10-09_00-35-40.html
(8) Initiativa del burro catalÃ
http://www.burrocatala.com/
Der katalanische Esel. Katalonien-Netz.de
http://tinyurl.com/3o8p3q
Aliénor d´Aquitaine (1120 - 1204). Les causeries de France Gelbert
http://france.gelbert.free.fr/text/alienor.html
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