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Gaza Freedom March. 30. / 31. Dezember 2009 und 1. / 2. Januar 2010

Es ist einfach zuviel los, kein Wunder, denn Aktivisten heißen so, weil sie aktiv sind. Darum werden die weiteren Entwicklungen gesondert dokumentiert. Sie gehören zu den Artikeln Gaza. Europas Aktivisten immer im Dienst und Gaza Freedom March in Kairo gestrandet. (1)

Mittwoch, den 30. Dezember 2009

Gaza Freedom March Schweiz ver√∂ffentlicht einen Situationsbericht der armen Irren, die meinen, eben einmal die √§gyptischen Beh√∂rden aufmischen zu k√∂nnen. Sie sind nicht lernf√§hig in ihrer ideologischen Verblendung. Ihre Illusionen √ľber islamische L√§nder, √ľber "Islam ist Frieden", √ľber die Schuld Israels an allem&jedem, √ľber ihre gerechte Sache, f√ľr die √ľberall Verst√§ndnis herrschen mu√ü, √ľberstehen weiterhin unbeschadet Tatsachen und Ereignisse.

Selbst in mi√ülichster Lage werden sie frech, beschimpfen das Personal der US-Botschaft und r√ľgen die √Ągypter, die nicht so wollen, wie sie das anordnen: Alle Delegationen fordern zusammen mit der franz√∂sischen Delegation die sofortige Beendigung der Arrestierung und einen Freien Weg nach Gaza. In Gaza warten die Menschen auf uns!!! Das zeigt die gleiche Arroganz, wie sie von den selbsternannten Freiheitsk√§mpfern gegen√ľber den pal√§stinensischen Arabern gepflegt wird, die als arme, bemitleidenswerte Opfer israelischer Willk√ľr dargestellt werden, frei von jeder Eigenverantwortung f√ľr ihre Lage. (2)

Diese Haltung ist sogar der Obama-Kampfmaschine Huffington Post zuviel, wie in einem Artikel des Doktoranden Eric Trager zu lesen ist. Die meisten der Marschierer seien √ľberhaupt gegen die Existenz Israels. Sie bek√§mpfen die amerikanische Au√üenpolitik und jetzt in Kairo auch offen die √§gyptische Regierung, gegen die man sie noch nie habe protestieren sehen, wenn Oppositionsf√ľhrer inhaftiert und Blogger verpr√ľgelt werden, oder im Fernsehen die 41-teilige antisemitische Serie Horseman Without A Horse gesendet wird, eine Art Neuauflage der Protokolle der Weisen von Zion. Der sich auf seiner Site als Realist in einem ideologischen Zeitalter vermarktende Harvard-Professor Stephen M. Walt bekomme durch Code Pink wieder neuen Stoff f√ľr ´ne Verschw√∂rungstheorie. Eric Trager verlinkt darauf, und es ist entsetzlich anzusehen, wie dieser angebliche Intellektuelle, getrieben von niedersten Instinkten, reagiert auf die Ereignisse in Kairo. Antisemitismus macht dumm, und so ist ihm auch das R√ľhrst√ľckchen von der holocaust√ľberlebenden Hedy Epstein nicht billig genug, er mu√ü es ausschlachten. (3)

Die Teilnehmer des Gaza Freedom March h√§tten ein knappes Jahr Zeit gehabt daraus zu lernen, wie es den beiden Norwegern Mads Gilbert und Erik Fosse vom 10. bis 12. Januar 2009 an der Grenze ergangen ist, mit ihrem Botschafter gemeinsam in einem Zimmerchen eingesperrt und auf dem Fu√üboden N√§chtigen, war dort angesagt, emp√∂rte Journalisten europ√§ischer MSM haben es im Internet und auf Papier in jede Studierstube gebracht. Aber nicht einmal Erik Fosse selbst hat daraus gelernt, wird in Gaza bei einer Propagandaveranstaltung von einem Araber mit dem Messer angegriffen und macht Israel und den Westen daf√ľr verantwortlich. (4)

100 Marschierern bieten die √Ągypter Einla√ü in Gaza, von 1 300. Jetzt geht´s darum, ob´s ein Sieg ist, wie die Vertreterin von Code Pink meint und will, da√ü die Hundert gehen sollen, oder ob es kein Sieg ist, wie die franz√∂sischen Aktivisten meinen. Die Linke ist uneins wie zu allen franz√∂sischen Wahlen und zwischen den Wahlen. Jetzt ist es wichtig, welche Hundert reisen, aus welchen der 42/43 L√§nder? Hei, das gibt ein Hauen&Stechen, derweil ziehen George Galloway und seine Gruppe Viva Palestina nach Syrien. Dort freut man sich sicherlich schon, und Thierry Meyssan und andere Agenten werden sie angemessen willkomen hei√üen. (5)

In all dem Durcheinander stellt sich auch noch heraus, da√ü die √Ągypter eine zu Hoffnungen berechtigende 25-j√§hrige Z√ľrcherin hindern, Material f√ľr ihre Lizenziatsarbeit zu sammeln; sie nimmt n√§mlich nicht nur aus √úberzeugung, sondern auch studienhalber an dem Happening teil. Anne-Kathrin Th√ľrer ist "w√ľtend und entt√§uscht". Nebenbei erf√§hrt man, da√ü unter den 100 autorisierten Marschierern vor allem die Leute von Code Pink sind, die Freundinnen des Barack Obama. (6)

Vielleicht bringen sie wieder Briefe der Hamas mit nach Hause? (7)

Wer zum Jahresausklang herzhaft lachen m√∂chte, der surfe auf der Site des Gaza Freedom March und in den Google-Aktualit√§ten. Sch√∂nen Gru√ü auch an die angebliche Holocaust√ľberlebende Hedy Epstein, die laut Information aus dem Internet von 1939 bis 1945 in England lebt, im Alter von 15 bis 21 Jahren, und sich dort kommunistischen Gruppen anschlie√üt. Es ist eine Beleidigung aller den Lagern entkommener Juden, mit dem Label "Holocaust√ľberlebende" hausieren zu gehen.

Donnerstag, den 31. Dezember 2009

Der Tages Anzeiger, auf der Seite der Gaza-Marschierer, vor allem der verhinderten, hat den letzten Stand und verk√ľndet ihn unter der √úberschrift Sicherheitskr√§fte greifen Aktivisten an: 86 Freiheitsk√§mpfer d√ľrfen √ľber Rafah nach Gaza, US-Amerikaner, Briten, Franzosen und Japaner. (8)

Wie schon berichtet, sind das Code Pink und einige ihrer internationalen Freunde, Olivia Z√©mor beispielsweise. Die Namensliste ist von den Code Pink Damen zusammengestellt worden, wie´s funktioniert, liest man auf dem Blog von Starhawk, die mitreisen soll, aber zugunsten anderer zur√ľcktritt. Die Amerikanerinnen bestimmen, und ich warte nun darauf, was in den franz√∂sischen MSM, vor allem in meinen Provinzbl√§ttern, dar√ľber in den n√§chsten Tagen berichtet wird. Hunderte von franz√∂sischen Aktivisten bleiben au√üen vor, s√§mtliche deutsche ebenso, auch die Herforderinnen, nehme ich an, es reisen nur wichtige Funktion√§rinnen des Freiheitskampfes, keine Mitl√§uferinnen. (9)

Faszinierend ist die Selbstverst√§ndlichkeit, mit der Samuel Reber meint, die √Ągypter h√§tten sich so zu verhalten, wie 1 400 in ihr Land zu einem Happening einreisende Menschen aus 43 L√§ndern das wollen. R√ľcksichtnahme auf politische Interessen √Ągyptens bez√ľglich Gaza, auf diplomatische Beziehungen des Landes, beispielsweise zu Israel, sind nicht gestattet? Die Regierung hat zu tun, was hergelaufene "Aktivisten" wollen?

Wenn etwas √Ąhnliches in der Schweiz geschehen w√ľrde, fiele es Samuel Reber dann ebenfalls ein, sich zu emp√∂ren? Aktivisten schalten und walten nach gusto? Oder macht man solches nur mit Entwicklungsl√§ndern, die Kolonisierung eh gew√∂hnt sind? Werden auch die Regierungen der islamischen L√§nder behandelt wie die Pal√§stinenser, von oben herab, wie unm√ľndige Kinder, die man und frau jetzt zu r√ľgen hat?

W√§hrend der Tages Anzeiger am Donnerstag, den 31. Dezember, berichtet, da√ü 86 Aktivisten an diesem Tag die Einreise √ľber Rafah gestattet worden sei, und die √ľbrigen seit mehreren Tagen in Kairo fests√§√üen, wei√ü Common Dreams von Al Jazeera, da√ü die Freiheitsmarschierer das Angebot am Mittwoch abgelehnt h√§tten. Da der Artikel bei Code Pink verlinkt ist, den Organisatorinnen des Marsches, scheinen die Aktivisten das Angebot nicht angenommen zu haben: "we refuse to whitewash the siege of Gaza", wir weigern uns, die Abriegelung Gazas reinzuwaschen. (10)

Steckt Ali Abunimah, Mitbegr√ľnder der Website Electronic Intifada und Teilnehmer des Marsches, hinter der Ablehnung? Er meint auf seinem Gaza Freedom March Blog, "es ist nicht genug, und der Druck und die Proteste sollten aufrecht erhalten werden." Sein Blog ist lesenswert. Ali Abunimah ist ein 1971 in Washington geborener pal√§stinensisch-st√§mmiger US-B√ľrger, der die Einstaatenl√∂sung propagiert. Jetzt setzt er einen Beitrag nach dem anderen auf sein Blog, so da√ü frau kaum nachkommt mit Lesen. Hier eine unvollst√§ndige Auflistung, nur vom 31. Dezember, mit Seitenhieben nach der Arabischen Liga, gro√üarabischen Tr√§umen, mit Bill Ayers&Bernardine Dohm, den Freunden des Barack Obama, und mit der "Holocaust√ľberlebenden" Hedy Epstein: (11)

  • Headquarters of the League of Arab States, Cairo. Shame on all of them
  • Audio: Les francais disent ... Nous sommes tous de Palestiniens, nous sommes tous de Palestiniens
  • Slogans such as "the Egyptian people are with us" and "one Arab people"
  • Gaza Freedom Marchers still in Tahrir Sq. corralled by riot police
  • Ryan from San Francisco was punched with police walkie talkie earlier
  • Himself with Savera (whoever she is)
  • Gaza Freedom Marchers are discussing spending new years eve on streets of Cairo. Message: end the siege, free Gaza
  • Audio: Shaabun arabiya wahad "One Arab people"
  • Chicago´s Bill Ayers & Bernardine Dohm at #GFM Cairo
  • pic: #GFM marchers hang Palestine flag from pyramid (Brits and French)
  • Hedy Epstein is on the streets of Cairo calling for free Gaza #GFM
  • Pic In Cairo, Rabbi Lynn Gottlieb says Free Gaza #GFM
  • Police pushing back removing Gaza Freedom Marchers #GFM
  • etc. etc.

Was ist aus den Listen der Auserwählten geworden, sie sollten doch unter dem Label Code Pink reisen? Wohin sind die beiden Busse gestern gerollt? Ist das aufregend!

Gespannt, wie´s weitergeht, sowohl bei den verhinderten als auch bei den erfolgreichen Gaza-Maschierern. Ich werde die Dokumentation laufend erg√§nzen ...

So sieht´s aus: W√§hrend einerseits laut get√∂nt wird, da√ü die Marschierer das Angebot der √Ągypter, 100 Teilnehmer des Gaza Freedom March nach Gaza einreisen zu lassen, als v√∂llig unzureichend weit von sich weisen, sind die vom Tages Anzeiger schon erw√§hnten 86 Freiheitsfunktion√§re bereits auf der anderen Seite angekommen und demonstrieren nun am Erez-√úbergang gegen Israel. (12)

Neese sind alle Marschierer, die sich die Reise vom Munde abgespart haben, und die nur die Staffage bilden f√ľr Code Pink und ihre Freunde. Diese k√∂nnen solche Massen zur √úbermittlung ihrer Botschaft eh nicht gebrauchen, au√üerdem w√§re das Risiko viel zu gro√ü, da√ü in Gaza fanatische Araber nicht umgehen k√∂nnen mit soviel Blondhaar, und es zu Attentaten kommt. Mit Erik Fosse hat es ja schon bei einem anwesenden Blondschopf gereicht. Eine Verschaukelei gro√üen Stiles, aber das soll die Gl√§ubigen nicht wanken lassen, solche Pr√ľfungen bestehen sie spielend. (13)

Mehr im nächsten Jahr! Prost!

Freitag, den 1. Januar 2010

  • 0.00 Uhr, Gaza Freedom Square, Kairo: Herzliche Neujahrsgr√ľ√üe an alle die f√ľr uns gebetet und Daumen gedr√ľckt haben! Danke f√ľr alles! Unser Kampf geht weiter!

Die Teilnehmer des GFM versammeln sich kurz vor Mitternacht am Tahir Square, den wir seit heute Nachmittag den Gaza Freedom Square nennen. Jeder h√§lt ein Licht in der Hand, womit wir noch einmal an die Opfer des Gazakrieges erinnern m√∂chten. Damit die Teelichter vom Wind nicht gleich ausgeblasen werden, legen wir sie in kleine Pappbecher. Einige sto√üen mit diesen leuchtenden Becherchen symbolisch an. Auch Hedy Epstein ist mit einem Licht da. Auf Deutsch w√ľnsche ich der 85-j√§hrigen alles Liebe f√ľr das neue Jahr. Spontan dr√ľckt sie mich. Es wird gesungen. Alte und neue Friedenslieder, sowie umgedichtete Texte dazu werden gesungen. Dann steht die Telefonverbindung mit Gaza. Solidarische Gr√ľ√üe werden ausgetauscht, und sich gegenseitig gro√üartig f√ľr die tollen Aktionen gratuliert. So konnten wir wenigstens h√∂rbar unser Solidarit√§t √ľben.

Die Leute machen Musik, singen und tanzen. Die Polizei h√§lt sich zwar in Bereitschaft aber zur√ľck. Es geht ruhig, solidarisch und friedvoll zu. Es gibt ergreifende Momente.

Wir haben einmal mehr erlebt, wie √ľberw√§ltigend Solidarit√§t ist! Menschen die sich zum Teil noch nie gesehen haben kamen zusammen und haben wirklich unglaubliches geleistet. Aber unser Kampf ist nicht zu Ende! Gleich nach dem Aufstehen geht es weiter! Mindestens erst einmal so lange, bis Gaza frei ist!!! (14)

Derweilen hat der harte Kern der Gaza-Freiheitsk√§mpfer um Code Pink, diejenigen, f√ľr die alle M√ľhen, die √Ėffentlichkeitsarbeit und die Kosten aufgewendet werden, diejenigen f√ľr die M√§dels wie die Herforderinnen oder die freiheitsbewegten Franzosen aus dem D√©partement 66 Roussillon nur Komparsen oder auch n√ľtzliche Idioten sind, den 38 Kilometer entfernten Grenz√ľbergang Erez von Gaza nach Israel erreicht, angeblich zu Fu√ü! About eighty people from the march did get on the busses and were in Gaza yesterday. They marched with about 8 000 Gazans to the northern border with Israel. Ungef√§hr achtzig Personen des Marsches bestiegen Busse und waren gestern (31. Dezember) in Gaza. Sie marschierten mit ungef√§hr
8 000 Einwohnern von Gaza zur Nordgrenze mit Israel, behauptet Starhawk auf Facebook. Die Freiheitsfunktionäre hängen bereits seit dem 27. Dezember in Kairo herum, geben Interviews, agitieren, fahren am 30. Dezember 400 Kilometer von Kairo nach Rafah und durchwandern dann Gaza der Länge nach? (15)

F√ľr wie bl√∂d halten die mich?! La Croix schreibt denn auch, sie h√§tten sich von Rafah nach Erez begeben: Ces militants, accompagn√©s par quelques centaines de Palestiniens, se sont rendus au terminal d´Erez, diese Aktivisten haben sich in Begleitung einiger Hundert Pal√§stinenser zum √úbergang Erez begeben. (16)

Nebenbei kann frau sehen, da√ü es gar nicht um die Aufhebung von Grenzschlie√üungen geht, da h√§tte zumindest ein Teil der Marschierer am √úbergang Rafah bleiben k√∂nnen und dort ihre Forderungen stellen, sondern es geht um die Denunzierung Israels, besser und genauer, um die Vernichtung des Staates. Ali Abunimah verk√ľndet im Namen aller die Einstaatenl√∂sung als Ziel der Aktivit√§ten.

Ali Yenidunya, der Ali, der sich Neue Welt nennt, berichtet: Ungefähr 1 000 israelische Araber, Mitglieder des israelischen Parlaments, der Knesset, einbezogen, versammelten sich Donnerstag auf der israelischen Seite der Gaza-Grenze, um gegen Israels andauernde Blockade des Gebietes zu protestieren. Sie wurden auf der Gaza-Seite "empfangen" von etwa 500 Personen, einschließlich 100 internationalen Aktivisten. (17)

Ein Blick auf die Site von Enduring America, und man sieht, wer zu den Protestlern im Iran gegen Mahmud Ahmadinejad auch geh√∂rt, Gruppen, die mit der Demokratie nichts am Hute haben, die nur eine andere Diktatur w√ľnschen, sonst w√ľrden sie nicht in Gaza antreten, wo nirgends Demokratie herrscht, wo die Frauen unterdr√ľckt und maltr√§tiert werden: "Code Green". (18)

Die Frauen f√ľr Frieden von Code Pink und die Freunde der Hamas weltweit erleben im Neuen Jahr allerlei Erw√§hnenswertes, inzwischen gibt´s etwa ein Dutzend Eintr√§ge, die keinen Friedensfreund unber√ľhrt lassen. Was ist seit dem 28. Dezember passiert?

Hedy Epstein f√ľhrt die drei√üig Hungerstreikenden an. Sie geben ein Statement heraus, nachzulesen auf der offiziellen Marsch-Seite von Code Pink: (19)

  • Wir sind drei√üig von Hedy Epstein, der 85-j√§hrigen Holocaust√ľberlebenden inspirierten Aktivisten aus aller Welt; sie initiierte in Kairo einen Hungerstreik f√ľr die √Ėffnung der Grenzen in Gaza zur Au√üenwelt.
  • Wir erkennen an, da√ü die Pal√§stinenser aus Gaza weiter nach Nahrung, Schutz und am meisten nach Freiheit hungern.
  • Wir fahren fort, f√ľr Gerechtigkeit f√ľr Gaza und ganz Pal√§stina zu hungern. Jetzt verk√ľnden wir, da√ü wir fasten, wenn Gaza fastet.
  • Bis dahin wird jeder von uns die Zeit w√§hlen, sein/ihr Fasten zu beenden und wieder Essen aufzunehmen.
  • Unsere Freude an dem Essen wird immer gemischt sein mit dem Schmerz der Pal√§stinenser.
  • Wir rufen alle Menschen mit Gewissen weltweit auf, ihre Entschlossenheit zu Frieden und Gerechtigkeit in Pal√§stina zu erneuern.

Es versteht sich nach allem von selbst, da√ü Code Pink wei√ü, nach was die Pal√§stinenser hungern, an welchem Schmerz sie leiden, was Gerechtigkeit ist. Code Pink wei√ü, wie Menschen, die ein Gewissen haben, sich entscheiden m√ľssen, und wie Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen sind. Leider teilen sie ihr Wissen niemandem und nirgends mit, was schon Eric Trager moniert. (3)

Unter News On The March k√ľnden neun Beitr√§ge von den Aufregungen des Neujahrstages.

  • Starhawk bloggt angeblich aus Gaza, obgleich sie mehrfach mitteilt, da√ü sie sich dort nicht aufh√§lt,
  • der Bericht des International Solidarity Movement spricht von einem Erfolg in den internationalen Medien,
  • das offizielle iranische PressTV meldet von der British Muslim Initiative gemeinsam mit der Palestinian Solidarity Campaign organisierte Proteste vor der Botschaft √Ągyptens in London,
  • das International Middle East Media Center beklagt die Brutalit√§t der Polizei in Kairo,
  • truthout hat antiquierte Nachrichten vom 30. und 31. Dezember,
  • Bernardine Dohrn z√§hlt au√üer ihrem weitere Namen von Marschierern auf, die unter den 100 Auserw√§hlten sind,
  • Indypendent berichtet von einer neunj√§hrigen Sch√ľlerin in Gaza, die eine Frage an die Welt stellt, warum die Pal√§stinenser die einzigen auf der Welt sind die leiden m√ľssen,
  • Washington Post berichtet √ľber vier aus den USA und Kanada eingereisten Juden der Neturei Karta, die in einem Gaza-City Hotel den Sabbat vorbereiten,
  • ein Video zeigt einen der Neturei Karta K√§mpfer im Einsatz f√ľr die Pal√§stinenser.

Bernardine Dohrn bringt ihre ganz eigene Sichtweise des Geschehens, Ali Abunimah sei auf der Liste und reise mit, auf seinem eigenen Blog schreibt er, da√ü er nicht reist, sondern nach Hause fliegt, Amira Hess darf auf der Reise nicht fehlen, Bill Ayers und Bernardine Dohrn bem√ľhen sich in die US-Botschaft, wo sie den Botschafter sprechen wollen (das ist wohl selbstverst√§ndlich f√ľr pers√∂nliche und politische Freunde des Barack Obama), dort seien US-B√ľrger festgesetzt, Ali Abunimah ist pl√∂tzlich doch wieder da, in der Botschaft, wird von US-Milit√§r unsanft angefa√üt, Code Pink Mitbegr√ľnderin Medea Benjamin wirft sich heldenhaft und solidarisch dazwischen. Wie die Liste im Handstreich und nach Willk√ľr von Code Pink zusammengestellt wird, schildert Bernardine Dohrn beeindruckend, angeblich k√∂nnen die Gruppen nicht befragt werden, obgleich sie doch alle gemeinsam versammelt sind, alle mit allen freund, was andernorts so ger√ľhmt wird. Wer tr√§gt die Schuld am Zerw√ľrfnis √ľber die Liste? Die √§gyptischen, israelischen und US-Regierungen.

Ali Abunimah, der´s anscheinend nicht bis Gaza geschafft hat, vielleicht auch nicht schaffen will? berichtet aus Kairo: Bin soeben beim Journalistenverband vorbeigefahren. Ungef√§hr ein Dutzend Gaza-Freiheitsmarschierer stehen dort auf den Treppenstufen und halten Poster, auf denen Freiheit f√ľr Gaza gefordert wird. Eine Reihe von Bereitschaftspolizisten stehen entlang der gesamten Front des Geb√§udes. (11)

Ein Blick in meine Provinzbl√§tter Midi Libre und L´Ind√©pendant, und da tut sich noch gar nix im Neuen Jahr. Die franz√∂sische Delegation mu√ü, sch√§tze ich, sich erst einmal von dem Schrecken erholen, bevor sie eine halbwegs einvernehmliche Darstellung des Debakels an die MSM liefert. Es ist hier wie in der internationalen Politik: Europa mit seinen Sentimentalit√§ten, Kerzenaufz√ľgen und Daumendr√ľcken z√§hlt nicht. Von Olivia Z√©mor, EuroPalestine, der Koordinatorin des Marsches seitens der Franzosen, sowie Monseigneur Jacques Gaillot und dem ehemaligen Abgeordneten des PCF Jean-Claude Lefort, dem Pr√§sidenten der Association France Palestine Solidarit√© (AFPS), den Aush√§ngeschildern des Marche Pour Gaza, gibt´s ebenfalls keine Actualit√©s, die armen K√§mpfer werden doch nicht in Kairo zur√ľckgelassen worden sein?

Nebenbei eine Frage an Konstantin NevenDumont und seinen völlig verarmten Verlag: Könnten von Ihnen bezahlte Korrespondenten bessere Lageberichte abliefern als die Gaza-Marschierer und ihre Heimatfront? Die Blogger selbst sind die Reporter aus Afghanistan, und in diesem Fall aus Kairo und Gaza.

F√ľr die in Kairo zur√ľckgebliebenen Marschierer ist der offizielle Teil des Gaza Freedom March um 19 Uhr Kairo-Zeit beendet. Die Aktivisten von Viva Pal√§stina aber geben nicht auf: Dieser Abschied vom GFM 09/10 ist freilich nicht das Ende. Schon morgen streiten wir weiter. Free Gaza! Free Palestine! Sie rufen offen zur Beseitigung des Staates Israel auf, oder was hei√üt Free Palestine! anderes? (14)

Derweil ist Marie Ren√©e Le Grand, eine franz√∂sische Aktivistin, am 31. Dezember in Kairo eines nat√ľrlichen Todes gestorben, an einer Herzattacke. Starhawk scheint gen√∂tigt, auf Facebook Ger√ľchten Einhalt zu gebieten, sie sei von √§gyptischen Einsatzkr√§ften get√∂tet worden. (15) (16)

Nun bleiben noch die Abenteuer der 86 internationalen Aktivisten unter dem Label Pink Code, unter ihnen Rabbi Dovid Feldman aus New York, von der Neturei Karta. Von den 8 000 Arabern ist nicht viel geblieben, Ron Friedman berichtet am 1. Januar 2010 in der Jerusalem Post von 500, die am Vortag mit den internationalen Aktivisten ihre Demonstration auf der Gaza-Seite des Erez-√úbergangs veranstalten. Derweil dr√ľcken, gelenkt von arabischen Abgeordneten der Knesset, Hunderte von arabischen Israelis gemeinsam mit linken Aktivisten auf der israelischen Seite ihren Protest gegen Israels Gaza-Politik aus und erkl√§ren ihre Solidarit√§t mit den Bewohnern des Gazastreifens. Die Protestierenden auf beiden Seiten schwenken Pal√§stinenserfahnen, klagen in Sprechch√∂ren Israel der Kriegsverbrechen an und fordern die Aufhebung der Grenzschlie√üung. Aus Gaza heraus richtet Ismail Haniyeh per Mobiltelefon eine Rede an die Demonstranten auf der israelischen Seite, dankt ihnen f√ľr ihre Unterst√ľtzung, und erz√§hlt, da√ü die Pal√§stinenser in Gaza trotz des Krieges stark geblieben seien.

Aus ganz Israel, von Haifa und Acre, seien Demonstranten an den Grenz√ľbergang gekommen, erkl√§rt eine Aktivistin.

Israelische Kinder unter der Leitung des B√ľrgermeisters von Sderot David Buskila und des Ministers f√ľr √Ėffentliche Diplomatie und Diaspora-Angelegenheiten Yuli Edelstein beantworten die Ha√ükampagne, in dem sie vom Kibbutz Nir Am, gegen√ľber Gaza, Luftballons mit Friedensnachrichten der Kinder von Sderot an die Kinder von Gaza aufsteigen lassen. Es versteht sich, da√ü die ha√üerf√ľllten Demonstranten auf der israelischen Seite des √úbergangs nichts mit den friedlichen Aktionen zu tun haben wollen. Lana Khaskia, die Koordinatorin von Women´s Coalition for Peace erkl√§rt: "Sie trugen israelische Fahnen, und f√ľr uns war es klar, ben√∂tigt wurde ein Protest gegen Israels Politik. Wir schwenkten pal√§stinensische Fahnen, die Kinder von Sderot schwenkten die Fahne des Landes, das vor einem Jahr Kriegsverbrechen begangen hat." (20)

Man stelle es sich vor, in Israel schwenken Kinder die Fahne ihres Landes, w√§hrend Demonstranten in √∂ffentlichen Positionen in aller Selbstverst√§ndlichkeit mit derjenigen der Feinde ihres Landes wedeln, von Feinden, die den Staat Israel lieber heute als morgen vernichten w√ľrden und daraus kein Hehl machen. Zu diesen Demonstranten geh√∂ren Knesset-Abgeordnete, unter deren Leitung dieser Verrat stattfindet.

Da wundert sich jemand, daß Polizisten in NRW israelische Fahnen aus den Fenstern holen? Die werden doch anscheinend selbst in Israel abgelehnt. Warum schafft man nicht gleich alle Fahnen ab, wenn man sie einsetzen oder verachten kann, wo man will?

Was beispielsweise die israelischen Fahnen in Deutschland bei Demonstrationen der kleinen Gruppen der Israelsympathisanten angeht, so habe ich nie verstanden, wieso man mit israelischen Fahnen aufziehen mu√ü, welches Recht man dazu hat. Fahnen sind Hoheitssymbole und keine St√ľcke Stoff mit bunten Farben. Die USA haben sehr strenge Gesetze, ihr Star Spangled Banner betreffend, einschlie√ülich Hinwendung zu ihr beim Ert√∂nen der Nationalhymne und Hand aufs Herz.

Samstag, den 2. Januar 2010

Haidar Eid, Gaza, und Omar Barghouti, Jerusalem, die Koordinatoren des Gaza Freedom March in Gaza und Jerusalem, bitten in einem Offenen Brief die Teilnehmer, nicht auf das Angebot der √§gyptischen Regierung einzugehen, 100 Marschierer nach Gaza einreisen zu lassen, da es sich nicht, wie zun√§chst angenommen worden sei, um eine repr√§sentative Auswahl aus den teilnehmenden L√§ndern handele, sondern Au√üenminister Abu Al-Gheit habe erkl√§rt, bei den autorisierten Personen handle es sich um Vertreter von Organisationen, die √Ągypten einsch√§tze als "gut und ernsthaft in ihrer Position der Solidarit√§t mit Gaza nach derselben Art wie wir [das Regime] es tun." Die anderen k√§men von Organisationen, die nur interessiert seien an Subversion und Aktionen gegen die Interessen √Ągyptens, an Unruhe in den Stra√üen und nicht an der Solidarit√§t mit den Pal√§stinensern. Er bezeichnet sie als Hooligans und Provokateure.

Mit der Annahme des Angebots stimme man √ľberein damit, da√ü die Art der Solidarit√§t √Ągyptens mit Gaza immer gut und richtig gewesen sei. Der arabische und internationale Druck auf die √§gyptische Regierung steige enorm an durch die von den Gruppen unternommenen Aktivit√§ten und die exzellenten Nachrichten, die von ihnen an die Medien gegeben worden seien. Die Annahme des Angebots werde den Druck verringern und den Eindruck erwecken, der Regierung l√§ge etwas an den Pal√§stinensern in Gaza. Das alles, um vom Bau der Stahlmauer und von den vor kurzem an sie ergangenen Mahnungen betreffend ihrer Komplizenschaft mit der kriminellen israelischen Blockade abzulenken. (21)

Wie man auf dem Blog von Starhawk hat lesen k√∂nnen, ist die Liste der zur Einreise autorisierten Personen bereits am Dienstagabend, den 29. Dezember 2009, fertig, 84 oder 86 von Code Pink handverlesene Teilnehmer am Gaza Freedom March fahren am folgenden Morgen die 400 Kilometer nach Rafah und werden von dort, begleitet von 500 Pal√§stinensern, zum Protestieren an den n√∂rdlichen Grenz√ľbergang Erez transportiert. (9)

Was soll dieser Offene Brief bezwecken, der jetzt herausgegeben wird, mehr als drei Tage, nachdem die Busse abgefahren sind? D√ľrfen diejenigen Marschierer, die nur bis Kairo gekommen sind, ihn denjenigen, die f√ľr ihre Reisen gespendet haben, als Rechtfertigung zu Hause vorlegen? Oder wollen die beiden pal√§stinensischen Koordinatoren den Eindruck erwecken, sie h√§tten in irgend einer Form Einflu√ü auf die Entwicklung des Marsches gehabt? Sie sind behandelt worden, wie sie es verdienen: als n√ľtzliche Idioten und Hilfstruppen der Amerikaner um Code Pink. Die Marschierer sind - man verzeihe mir den krassen Ausdruck - verschei√üert worden.

Ein Blick auf die Site von Code Pink, und man sieht, es ist am 1. Januar 2010 Schlu√ü mit dem Projekt. Was jetzt geschieht in Gaza, Treffen mit politischen Kreisen der Hamas, Brieftr√§gerspiel f√ľr Barack Obama, Agentent√§tigkeit, dazu kann niemand die friedensbewegten Idealisten gebrauchen, die "Sandalistas", wie solche Freunde seinerzeit in Nicaragua abf√§llig genannt werden. (22)

Ali Abunimah hat zum Thema auch nicht mehr zu bloggen als eine Erkl√§rung von Haidar Eid, aus Gaza. Er tut´s auf arabisch, es sollen die lesen, die´s angeht. (11)

Die wissen aber schon alles, und was die Masse der knapp 1 400 Marschierer angeht, die dazu da war, Druck zu machen und medienwirksam herumzukaspern, die kann wieder nach Hause fliegen, dort die Cairo Declaration to End Israeli Apartheid vorlesen, in Erinnerungen schwelgen und weiter in ihren Idealen leben. Spart schon einmal f√ľr den n√§chsten Friedensmarsch zum "Gaza Freedom Square" in Kairo. (23)

Die Schweizer Marschierer haben die Declaration z√ľgig √ľbersetzt, aber nicht offiziell autorisiert. Wer sollte sie dazu autorisieren, die Vereinten Nationen? Die Holocaust√ľberlebende Hedy Epstein, die im Zweiten Weltkrieg nie ein Lager auch nur von weitem gesehen hat, f√ľhrt die Liste der 131 Unterzeichner an. Die meisten von ihnen sind US-Amerikaner; drei Deutsche (Nr. 21, 64, 84) sind adabei. (24)

Quellen

(1) Gaza. Europas Aktivisten immer im Dienst. 29. Dezember 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-12-29_00-23-42.html

Gaza Freedom March in Kairo gestrandet. 29. Dezember 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-12-29_21-48-59.html

(2) 29.12.2009 FR-Delegation im Kessel, US-Botschaft: "Out of order".
Gaza Freedom March Schweiz
http://tinyurl.com/y8vgzq6

(3) CODEPINK´s "Gaza Freedom" Mockery. By Eric Trager, Huffington Post,
December 30, 2009
http://tinyurl.com/yaqx22y

Have you heard about the ´Gaza Freedom March?´ Probably not.
By Stephen M. Walt, December 29, 2009
http://tinyurl.com/ybw9kgh

(4) Gaza. Der Tagesspiegel steht zu Mads Gilbert in Treue fest.
12. Januar 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-01-12_05-08-50.html

(5) Egypt to allow 100 protesters into Gaza. By Samer al-Atrush, AFP,
December 30, 2009
http://tinyurl.com/y889qk2

(6) "W√ľtend und entt√§uscht". Von Samuel Reber. Tages Anzeiger,
30. Dezember 2009
http://tinyurl.com/yabt9xe

(7) Hamas Delivers Peace Letter to President Obama. By Medea Benjamin, CommonDreams.org, June 4, 2009
http://www.commondreams.org/view/2009/06/04

CODEPINK Founders & Staff
http://www.codepink4peace.org/section.php?id=14

(8) Sicherheitskräfte greifen Aktivisten an. Von sam/sda (Samuel Reber),
Tages Anzeiger, 31. Dezember 2009
http://tinyurl.com/y92dlws

(9) Gaza Freedom March‚ÄďA Hard Choice. Starhawk, December 29, 2009
http://starhawksblog.org/?p=297

(10) Published on Wednesday, December 30, 2009 by Al Jazeera
Freedom March: Activists Reject Egypt´s Gaza Offer
http://www.commondreams.org/headline/2009/12/30

(11) Sights and Sounds. Ali Abunimah´s Gaza Freedom March Blog
http://aliabunimah.posterous.com/

(12) Internationale Proteste gegen Gaza-Blockade. Von DPA, STERN,
31. Dezember 2009
http://tinyurl.com/ydznz4t

(13) Passage d´Erez (au nord de Gaza) : les manifestants d√©noncent le blocus
de Gaza. Video. Par Maan News. The International Solidarity Movement,
31 décembre 2009
http://tinyurl.com/yaos8w3

(14) Herzliche Neujahrsgr√ľ√üe an alle die f√ľr uns gebetet und Daumen gedr√ľckt
haben! Danke f√ľr alles! Unser Kampf geht weiter! Viva Pal√§stina,
1. Januar 2010
http://vivapalaestina.jimdo.com/aktuell/

(15) Starhawk on Facebook, January 1, 2010
http://www.facebook.com/pages/Starhawk/165408987031?ref=mf

(16) Marches internationales contre le blocus israélien de Gaza. La Croix,
1 janvier 2010. Association France Palestine Solidarité
http://www.france-palestine.org/article13642.html

(17) Palestine: Protesters Meet at Gaza´s Border. By Ali Yenidunya,
Enduring America, January 1, 2010
http://tinyurl.com/y9robhy

(18) Report: 77% of Gaza women face violence. By Rachelle Kliger,
Jerusalem Post, December 29, 2009
http://tinyurl.com/yzeced2

(19) CODEPINK: Gaza Freedom March Hunger Strikers Vow to Continue and Call for Mass Participation. Gaza Freedom March, January 1, 2010
http://www.gazafreedommarch.org/article.php?id=5266

(20) Hundreds protest Israel´s Gaza policies as Sderot rally releases peace balloons. By Ron Friedman, jerusalem Post, January 1, 2010
http://tinyurl.com/ybgnk4f

(21) Lettre ouverte aux marcheurs de la Gaza Freedom March.
Par Haidar Eid, Gaza, Omar Barghouti, Jerusalem,
les coordonateurs palestiniens, 2 janvier 2010,
Association France Palestine Solidarité
http://www.france-palestine.org/article13649.html

(22) CODEPINK: Gaza Freedom March!
http://www.gazafreedommarch.org/article.php?list=type&type=4 16

(23) The Cairo Declaration to End Israeli Apartheid. Pulse, January 1, 2009
http://pulsemedia.org/2010/01/02/the-cairo-declaration-to-en d-israeli-apartheid/

(24) Ende der israelischen Apartheid. Erklärung von Kairo (dt.).
Nicht offiziell autorisierte √úbersetzung. 1. Januar 2010
http://tinyurl.com/yah4x3n


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