Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Artikel

Frankreich. Premierminister François Fillon lehrt die Muslime den Islam

Wer noch nicht genug hat vom islamisierten Frankreich, von Islamkonvertiten in der Fußballnationalmannschaft, von muslimischen Speisevorschriften in Schulen und KindergĂ€rten, von durch Araber und arabischstĂ€mmige Franzosen gelenkte PalĂ€stinasolidaritĂ€t, von polygamen Niqab-TrĂ€gerinnen, der befasse sich nun mit der angeblich laizistischen Politik der französischen Republik. Il n´en est rien, nichts davon, auch sie folgt dem Islam!

Premierminister François Fillon hĂ€lt es fĂŒr angebracht, und man kann davon ausgehen, daß er einen Auftrag des StaatsprĂ€sidenten Nicolas Sarkozy ausfĂŒhrt, in Argenteuil, Val-d´Oise, einer Pariser Vorstadt, an der Einweihung der Al Ihsan, der grĂ¶ĂŸten Moschee Europas, aktiv teilzunehmen; aktiv heißt, er ĂŒberbringt nicht nur GrĂŒĂŸe und WĂŒnsche seiner Regierung, sondern er belehrt die anwesenden Muslime, vom einfachen GlĂ€ubigen bis zum höchsten MuslimfunktionĂ€r, ĂŒber ihre Religion: "L´islam de France, que vous vivez au quotidien n´a rien Ă  voir avec cet extrĂ©misme qui mĂ©prise votre adhĂ©sion pleine et entiĂšre au principe laĂŻc et rĂ©publicain de la France." Der Islam Frankreichs, den Sie tĂ€glich leben, der hat nichts zu tun mit dem Extremismus, der Ihr vollumfĂ€ngliches Bekenntnis zum laizistischen und republikanischen Prinzip Frankreichs mißachtet, sagt er laut Midi Libre den staunenden Muslimen, die aber nicht im geringsten daran denken, laizistische und republikanische Regeln in ihren Gemeinschaften gelten zu lassen, und die auf dem GelĂ€nde neben KonferenzsĂ€len auch eine Schule zum Erlernen von Arabisch und Koran einrichten, wo die Minderwertigkeit von Frauen und Kuffar, NichtglĂ€ubigen, gelehrt wird.

In einem langen Kommuniqué wird die gesamte Rede an die Damen und Herren aller Welt zu lesen gegeben, auf dem Blog des Premierministers rangiert sie an exponierter Stelle. Die Muslime könnten ihrem Allah zur Zeit nicht dankbarer sein, man bringt es ihnen ins Haus, in die Moschee, sie brauchen nur abzuwarten. (1)

Frankreich ist ĂŒber seine Islamisierung und die Arschkriecherei des Premierministers so stolz, daß es auch in englisch die frohe Botschaft in die Welt setzt. (2)

François Fillon hĂ€lt seine Predigt in dem Ort, in dem der damalige Innenminister Nicolas Sarkozy im heißen Herbst 2005 einer Frau recht gibt, die von la racaille spricht und damit die von den französischen MSM als les jeunes, die Jugendlichen, verniedlichten muslimischen Vorstadtterroristen meint: "DĂ©barrassez-nous de cette racaille !" Entledigen Sie uns dieses Abschaums. "Madame, la racaille du quartier, on va vous en dĂ©barrasser". Madam, dieses Abschaums des Quartiers, man wird sie dessen entledigen, verspricht der Minister. (3)

Le Parisien/Aujourd´hui hat nach fast fĂŒnf Jahren noch nicht begriffen, daß nicht Nicolas Sarkozy, sondern eine Frau aus dem Quartier den Begriff la racaille in die Diskussion wirft, und der Innenminister das nur aufnimmt. DafĂŒr aber bekommt man die Zahl der GlĂ€ubigen genannt, die in die neue Moschee passen: 2 500, und wer alles noch dem Rufe des Muezzin folgt, der Rektor der Großen Moschee von Paris sowie Brice Hortefeux als Religionsminister und 800 weitere geladene GĂ€ste. (4)

Einen Tag spĂ€ter gibt´s von Aujourd´hui/Le Parisien neue Zahlen, da pressen sich angeblich 5 000 GlĂ€ubige in die Moschee, in die nur 1 000 Betende passen. Was aber sind schon Zahlen im Rausche der Begeisterung ĂŒber die Islamisierung der Pariser Vororte. Argenteuil hat ca. 105 000 Einwohner, 28 000 davon sind Muslime. (5)

Die von Algerien gelenkten Muslime nennen endlich angemessene FlĂ€chen ihr eigen; denn allein danach werden die Stimmen im Conseil français du culte musulman (CFCM), im Muslimrat, gewichtet, es herrscht das, was im Ostblock als Tonnenideologie bezeichnet worden ist. Im Artikel Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet kann man Einzelheiten darĂŒber lesen, und warum die ebenfalls von Algerien gelenkte Große Moschee von Paris so wenig Stimmen hat. (6)

Das wird nun auf einen Streich anders, und deshalb wird der PrĂ€sident des Moscheevereins Abdelkader Achebouche nicht mĂŒde, immer wieder das große Areal zu erwĂ€hnen: 8000 Quadratmeter. In Argenteuil ist ein GebĂ€udekomplex auf dem ehemaligen Renault-GelĂ€nde fertiggestellt worden, Al Ihsan Renault, an der Avenue de la RĂ©sistance, der Straße des Widerstandes, aber die Bezeichnungen muß man nicht ernst nehmen, in Perpignan gibt´s ein CafĂ© de la paix, das mit Frieden nichts zu tun hat, sondern Kaffee ausschenkt und Banana Split verkauft.

Al Ihsan, die gute Tat, wird 1999 in Angriff genommen, das 8000 Quadratmeter große GelĂ€nde fĂŒr umgerechnet 230 000 Euro gekauft. Die Kosten fĂŒr GelĂ€nde und Bau sind angeblich allein durch die GlĂ€ubigen vor Ort aufgebracht worden, darauf besteht Abdelkader Achebouche, der PrĂ€sident der Association Al Ihsan: "Von der GrĂ¶ĂŸe der FlĂ€che her ist das die grĂ¶ĂŸte Moschee Europas," ergĂ€nzt er voller Stolz. Wenn man die Rede des Premierministers liest, erfĂ€hrt man, daß die Gemeinde Argenteuil das Projekt unterstĂŒtzt hat, das aber wird in den zahlreichen Artikeln der französischen MSM kaum erwĂ€hnt. PCF-, UMP- und PS-BĂŒrgermeister sind nacheinander fĂŒr den Islam im Einsatz, bis 2001, bis 2008, ab 2008.

Es versteht sich, daß die ahnungslosen Regierungsmitglieder meinen, den Muslimen die Hand zu reichen, stattdessen werden sie zu deren Zwecken benutzt. Es wird ihnen ein schlechtes Gewissen eingeredet, wie man weiß, sind Muslime immer Opfer. Die notwendige Debatte ĂŒber die nationale IdentitĂ€t - wo könnte sie deutlicher bewiesen werden als in dem Fiasko der Bleus in SĂŒdafrika? FĂŒr Le Parisien allerdings ist sie nichts als umstritten, und fĂŒr die Muslime ĂŒberflĂŒssig. GlĂ€ubige Muslime werden niemals eine nationale IdentitĂ€t entwickeln, sie sind ihrer Familie, ihrem Clan und der Ummah verpflichtet. Ein ausgeprĂ€gtes Machtbewußtsein der MuslimfunktionĂ€re, gepaart mit realistischer EinschĂ€tzung der BeschrĂ€nktheit der Regierungsmitglieder, fĂŒhrt in ihren Internet-Auftritten zu solchen Überschriften wie der bei SaphirNews: Fillon bei der Wiedereroberung der Muslime. Man darf annehmen, daß der Premierminister sich darauf etwas einbildet, und die Muslime lachen sich schlapp; denn sie sind dabei die Kuffar zu erobern oder besser, ĂŒber den Tisch zu ziehen. (7)

Angeblich geht es darum, die MuslimfunktionĂ€re vom Gesetz gegen die Burqa zu ĂŒberzeugen. Zwei Stunden seiner Zeit wendet der Premierminister nach Ansicht der MSM auf, den Muslimen um jeden Preis das Anit-Burqa-Gesetz zu verkaufen. Es wĂ€re verhĂ€ngnisvoll, sĂ€he die französische Regierung das so. Wenn ja, wer sagt es den Politikern, daß die MuslimfunktionĂ€re selbst weder Burqa noch Niqab im Straßenbild, erst recht nicht im Straßenverkehr wollen, sich aber nicht deutlich gegenĂŒber den radikalen Burqa- und Niqab-BefĂŒrwortern positionieren, um Zwistigkeiten zu vermeiden. Schließlich verfĂŒgen radikale Muslime ĂŒber Kontakte und Geldquellen, die man gern nutzen wĂŒrde. Die SĂ€cke aber sind fĂŒr die Islamisierung der Gesellschaft kontraproduktiv. Sie bringen die Franzosen gegen den Islam auf und stoßen potentielle Konvertiten ab. Das Theater um den Polygamisten LiĂšs Hebbadj, aus dem Vorort von Nantes, kann es nicht deutlicher zeigen. (8)

Die zwei Stunden sind nur die Spitze des Eisbergs; denn die Muslim-Lobby antichambriert seit langem beim Premierminister. Und da habe ich die Google.fr-Maschine angeworfen und Fillon "Gilad Shalit" eingegeben, den Namen des Premierministers und des von der Hamas seit vier Jahren verschleppten Franzosen. Es gibt nicht ein Ergebnis, das François Fillon mit dem Soldaten in Verbindung brĂ€chte, wohl aber ereifert er sich gegen Israel des Mordes von Dubai wegen, den er umgehend den Israelis anlastet, noch bevor die geringsten Indizien vorliegen. Israel wird der Tat verdĂ€chtigt, und der Premierminister verurteilt sie: Der Zorn gegen Israel lĂ€ĂŸt nicht nach in den Regierungssitzen des Westens. Der HebrĂ€erstaat wird verdĂ€chtigt, vor einem Monat den Mord eines PalĂ€stinenserfĂŒhrers der Hamas in Auftrag gegeben zu haben, berichtet RTL. Wo verurteilt er den Mord? In Damaskus, bei Bashir al-Assad, da schlĂ€gt er mit der Faust auf den Tisch. (9)

Von Gilad Shalit ist dort nicht die Rede. FĂŒr ihn schlĂ€gt dieser höchste ausfĂŒhrende Beamte des Nicolas Sarkozy nicht mit der Faust auf den Tisch. FĂŒr ihn ketten sich keine Linken an die Gitter des Pariser Rathauses, wie seinerzeit fĂŒr Christian Chesnot, Georges Malbrunot und Florence Aubenas. Israelis und Juden zĂ€hlen weder bei den Linken noch bei der Regierung, sie zĂ€hlen in Frankreich gar nicht, sie sind lĂ€stig. Sie halten neun Franzosen gefangen, die friedlich mit HilfsgĂŒtern auf der Gaza Flottlille unterwegs sind. Von denen weiß François Fillon, daß sie alle harmlose Zivilisten sind, François Fillon fordert, François Fillon fordert von Israel ... (10)

Wie friedliebend die Franzosen der Flottille sind, beweist Thomas Sommer-Houdeville tĂ€glich neu in ganz Frankreich, der einzige von den Israelis verhaftete Franzose mit nicht-arabischem Namen. Er ist als Forscher des Institut français du Proche-Orient seit Oktober 2008 in Diensten der französischen Regierung. Drei Monate lang hat er in Griechenland das Schiff Sofia der Gaza-Flottille orgsanisiert. Weitere Einzelheiten ĂŒber ihn kann man im Artikel TĂŒrkei. Insani Yardim Vakfi (IHH) und ihre "Friedensflottille" nachlesen. (11)

Vor einigen Tagen verbreitet er seine LĂŒgen in Perpignan, gleich nach der Demo fĂŒr das unverĂ€nderte Festhalten am Rentenalter von 60 Jahren, im Vorraum des Kinos Castillet, in dem zu Jom Kippur auch hohe jĂŒdische Feiern stattfinden, Kol Nidre etc. L´IndĂ©pendant bringt einen begeisterten Artikel und ein Foto dieses Friedensfreundes, eines verschlagen blickenden Apparatschiks. (12)

Das sind die Franzosen, fĂŒr die sich der Premierminister stark macht, und die Muslime lehrt er Islam.

29. Juni 2010

Quellen

(1) CommuniquĂ©. François Fillon inaugure la MosquĂ©e Al Ihsan d´Argenteuil.
Blog de François Fillon, 29 juin 2010
http://www.newspress.fr/Communique_FR_230285_3046.aspx

(2) Prime Minister Fillon attends mosque opening. By France24, 28 juin 2010
http://tinyurl.com/2825u8l

(3) Vorstadt-Intifada - "Allah Houakbar !" 5. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-05_21-10-50.html

(4) François Fillon inaugure la mosquĂ©e d´Argenteuil. Par GrĂ©gory Plesse,
Le Parisien, 28 juin 2010
http://tinyurl.com/24zpbqm

(5) Le geste fort de Fillon vers les musulmans. Par Olivier Beaumont,
Aujourd´hui, 29 juin 2010, p. 6 (nicht online)

(6) Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html

(7) Argenteuil : Fillon Ă  la reconquĂȘte des Musulmans.
Par Hanan Ben Rhouma, SaphirNews.com, 29 juin 2010
http://tinyurl.com/3anjqp2

(8) Frankreich. EinbĂŒrgerung und legale Polygamie. Mode dÂŽemploi. 11. Juni 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-06-11_09-33-10.html

(9) Meurtre Ă  DubaĂŻ - François Fillon : "La France condamne l´assassinat".
Audios. La rédaction de RTL & Isabelle Dath, 20 février 2010
http://tinyurl.com/3agj4z6

(10) Raid: Fillon veut la libération des civils. Par AFP, Le Figaro, 1 juin 2010
http://tinyurl.com/37xflrf

(11) TĂŒrkei. Insani Yardim Vakfi (IHH) und ihre "Friedensflottille". 4. Juni 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-06-04_14-30-38.html

(12) FRANCE. De retour de la flottille de Gaza le Toulousain lance un appel.
Photo. Par Fanny Dupuis, L´IndĂ©pendant, 28 juin 2010, p. 15
http://tinyurl.com/3562dkr


Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken
Zurück zur vorigen Seite Zum Archivdieses Abschnitts Weiter zur nächsten Seite