
Die Räumung von Gaza. Jubiläum!
Demnächst jährt sich zum fünften Mal die Räumung von Gaza, und ich beeile mich, meinen Lesern wie in den Weisheiten Spezial: USA 2009 bis 2013. I told you so! dieses einmal mehr entgegenzurufen: I told you so! Wer sich überzeugen möchte davon, der schaue in den Artikel Die Räumung von Gaza, vom 17. August 2005. (1)
Ich weiß allerdings, daß es nicht schwer gewesen ist, solches vorauszusagen. Gaza bürgt immer schon, und verschärft seit August 2005, für spannende Nachrichten, und solange man den israelischen Außenminister und seine Vorschläge zur Konfliktminimierung flächendeckend weltweit verlacht, mit Avigdor Lieberman möchte praktisch im Ausland niemand reden, wird sich nichts ändern. Das ist beabsichtigt. Jetzt wieder tut sich damit Adrien Jaulmes hervor, der Korrespondent des Figaro, für ihn ist Avigdor Lieberman anscheinend eine Art Lukas, auf dem man herumkloppt, um sich so an den Lesern zu rächen dafür, daß einen der Arbeitgeber statt nach London oder Rom ins gräßliche Jerusalem verbannt hat, unter lauter Araber unterdrückende Juden! (2)
Und so schwingt er den Hammer, der Außenminister habe erneut einen seiner radikalen Pläne vorbereitet, diesmal wolle er ein für allemal die letzten Bindungen Israels an Gaza kappen. Denn Gaza sei bis heute für einen Teil seiner Importe abhängig von Israel, wenn die Blockade sie auch bemerkenswert reduziert hätte. Israel liefere Elektrizität nach Gaza, und die Rechnung werde in unregelmäßigen Abständen von der Palästinensischen Autonomiebehörde bezahlt. Es gebe auch noch zwei Verbindungen Gazas zur Außenwelt, Erez, für Personen-, und Kerem Shalom für Warendurchgang.
Es versteht sich, daß der Plan des Avigdor Lieberman dem Adrien Jaulmes nichts weiter für Israel bedeutet, als sich aus der Verantwortung zu stehlen. Man kann es den europäischen MSM niemals rechtmachen, es ist eingebaut. Gaza werde dann eine Art Halbinsel sein, nur noch zugänglich vom Meer oder von Ägypten aus, und wirtschaftlich abhängig von internationaler Hilfe. Die EU solle, dem Plan entsprechend, ein E-Werk, eine Wasserentsalzungsanlage und eine Kläranlage finanzieren und Israel somit seiner letzten Verpflichtungen gegenüber dem Territorium entledigen. In Israel herrsche zunehmend die Tendenz vor, die Probleme der Palästinenser zu ignorieren, sie hinter Mauern und Blockaden zu verstecken, anstatt sie zu lösen. An den Grenzübergängen möchte Avigdor Lieberman internationales Militär stationiert sehen, das den Waffenschmuggel verhindert, sein Plan hat sogar die französische Fremdenlegion genannt. (3)
Adrien Jaulmes flippt nachgerade aus bei der Vorstellung, daß diejenigen politischen Kreise, die sich nach jedem Vorfall im Nahostkonflikt sofort auf der Seite der Araber positionieren, ihrem Terror ausgesetzt werden könnten. In Erez und Kerem Shalom herrschen andere Zustände als im Süden Libanons, wo sich die UNIFIL mit der Hezbollah verbrüdert, die Fremdenlegion wäre da gerade die richtige Besatzung.
Und was das Lösen der Probleme angeht: Vom Status quo leben Hunderttausende, von den Führern der PA, der PLO, Fatah, Hamas, PIJ, Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, bis hin zu den Familien der Suizidbomber, den Flüchtlingen in den Lagern, den Mitarbeitern der Wohlfahrtsorganisationen und der Arab Bank, der UNRWA und anderer UN-Abteilungen "zur Durchsetzung des Rechtes der Palästinenser" - und in aller Welt, vor allem aber in Europa, viele, viele Journalisten, die ihre antisemitischen und anti-israelischen Neigungen in ihren scheinbar sachlichen Berichten über den "israelisch-palästinensischen Konflikt und die palästinensischen Freiheitskämpfer" ausleben können. Sollen die etwa alle arbeitslos werden?
Diese Einschätzung von vor fünf Jahren hat nichts an Aktualität eingebüßt, im Gegenteil, Judenhasser und andere Israelfeinde entwickeln ein schöpferisches Potential, das alle Erwartungen übertrifft. No Rush for a Palestinian State! Kein eigener Palästinenserstaat, sondern bewaffneter Kampf, heißt weiterhin die Devise, es hat sich nichts geändert. (4)
Was aber auch alles sich in und um Gaza getan hat, ich bin selbst verblüfft, daß in meinem Archiv mehr als 100 Ergebnisse für "Gaza" angezeigt werden. Chronologisch absteigend hier einige Artikel. Bei Interesse die Überschriften in die Suchfunktion auf meiner Site eingeben, bitte: (5)
Gaza-Flottille und kein Ende. Kommissionen und ein libysches Schiff
Die Judenfrage ist und bleibt das überparteiliche Band
Gaza. Die "Friedensflottille" schippert durch die französischen MSM
Gaza. Die "Friedensflottille". Update, Blütenlese, Fragen
Türkei. Außenminister Ahmet Davutoglu protegiert die Mavi Marmara
Gaza. Machtkampf der Türkei gegen Ägypten und den Iran
Türkei. Insani Yardim Vakfi (IHH) und ihre "Friedensflottille"
The Gaza flotilla and the maritime blockade of Gaza. Documentation
Palästina-Israel: Ein einziger Staat mit Freiheit und Gerechtigkeit für alle
Gaza. Mads Gilbert als Propagandist und Schauspieler in Pallywood
Wo ist die UNICEF? Where is UNICEF, Mr. Ban Ki Moon?
Esther Schapira. Eine nützliche Schelmin. Von Stéphane Juffa, Mena
Die Terrororganisation Hamas. Artikel, von 2001 bis 2009
Mohammed al-Dura. Jetzt wird´s eng für Charles Enderlin
Mohammed al-Dura. Lügen haben kurze Beine. Dokumentation
Der Heuchler Hans-Gert Pöttering, von der CDU
Yusuf Islam, Star in Oslo 2006
Die terroristische Organisation Hamas - Update, vom 26. Januar 2006
Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada
Bei Google.de gibt´s ebenfalls einige Ergebnisse, auch von anderen Sites, die auf meine Artikel verweisen. (6)
So kann ich das Jubiläum der Räumung von Gaza ganz allein mit meinen eigenen Texten angemessen würdigen. In, um, vor, neben, hinter, bei, mit, ohne, trotz, wegen, über, durch, unter Gaza ist immer etwas los gewesen. Kein Wunder, daß Adrien Jaulmes seinen Stoff nicht missen möchte. Aber er möge getrost in die Zukunft schauen. Sollte der radikale Plan des Avigdor Lieberman von der EU aufgegriffen werden, gäbe es neue Probleme in, um, vor, neben, hinter, bei, mit, ohne, trotz, wegen, über, durch, unter Gaza. Vielleicht ist er dann aber schon Korrespondent in einem schöneren, besseren, größeren Land. Vielleicht berichtet er aus den USA? Da bräuchte er seine anti-israelische Einstellung nur mit seiner anti-amerikanischen zu verbinden, und er bliebe sich und seiner Ideologie treu. (7)
Serge Dassault und die Führung des Figaro lassen ihn sicherlich nicht mehr lange in Israel verkommen, mit Patrick Saint-Paul haben sie auch ein Einsehen gehabt. (8)
Affaire à suivre ...
18. Juli 2010
Quellen
(1) Die Räumung von Gaza. 17. August 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-08-17_23-09-51.html
(2) Ricci. Haut den Lukas. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=fIOlQh4bRDM&feature=related
Lukas (Jahrmarktattraktion). Wikipedia
http://tinyurl.com/323ztya
(3) Israël. Le chef de la diplomatie israélienne veut en finir avec Gaza.
Par Adrien Jaulmes, Le Figaro, 17/18 juillet 2010
http://tinyurl.com/248fglw
(4) No Rush for a Palestinian State. By Ehud Ya´ari. The Jerusalem Report,
Daily Alert, August 11, 2005
http://www.dailyalert.org/archive/2005-08/2005-08-11.html
(5) Gaza in meinem Archiv
http://tinyurl.com/3yzfmgn
(6) "Gudrun Eussner" Gaza Google.de
http://tinyurl.com/33oytas
(7) Adrien Jaulmes (né 1970). Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Adrien_Jaulmes
(8) Der Novak läßt mich nicht verkommen. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=zA8xERVHXh8
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