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Die Intoleranz mitten in der Schule. √úberall ist "Thilo-Land"

Während sich in Deutschland Politiker und MSM abarbeiten an Thilo Sarrazin, sie nicht mehr verbergen, als was sie sich verstehen, nämlich als Propagandaorgane auf dem Niveau von Joseph Goebbels und Karl Eduard von Schnitzler, die Angriffe zur Vernichtung des Gegners eingeschlossen, vergeht in Frankreich kein Tag, an dem Fakten, wie sie Thilo Sarrazin in seinem Buch Deutschland schafft sich ab präsentiert, nicht Gegenstand von längeren Artikeln wären. Ganz Frankreich ist "Thilo-Land". (1)

Wahrscheinlich h√§tten sich die Politiker und MSM Frankreichs √ľber eine vergleichbare Provokation eines Buches "Frankreich schafft sich ab", ebenfalls hergemacht, die Auseinandersetzung √ľber die angeblich rassistischen und antisemitischen Entgleisungen des Georges Fr√™che sprechen daf√ľr. Es ist im Artikel Frankreich. Georges Fr√™che: "Der Le Pen der Linken" nachzulesen. (2)

Auch die von Wissenschaftlichkeit befreite Hatz auf Sylvain Gouguenheim seines Buches Aristote au Saint Michel. Les racines grecques de l¬īEurope chr√©tienne, wegen, Aristoteles auf dem Berg Saint Michel. Die griechischen Wurzeln des christlichen Europas, legen solche Reaktionen nahe. Der Historiker erfrecht sich, dem Anspruch arabischer, von linken Freunden unterst√ľtzten Muslimfunktion√§ren zu widersprechen, Europa habe Rettung und Bl√ľte seiner Kultur dem Islam und seiner Vertreter im Westen zu verdanken. (3)

Der Figaro, vom 31. August 2010, ver√∂ffentlicht auf Seite 2 einen ganzseitigen Artikel von Natacha Polony √ľber die Zust√§nde an den Schulen Frankreichs: "Ein vergewaltigtes M√§dchen ist zwangsl√§ufig eine Franz√∂sin. Bei uns geschieht solches nicht." Mit dieser als durchschnittlich bezeichneten Bemerkung eines muslimischen Sch√ľlers aus Seine-Saint-Denis, eines Vorortes im Norden von Paris, gegen√ľber seinem Geschichtslehrer beginnt der Artikel. Der Sch√ľler, Pa√üfranzose oder nicht, in Frankreich geboren oder nicht, identifiziert sich nicht mit Frankreich, ein muslimisches M√§dchen mit franz√∂sischem Pa√ü ist nicht gemeint, sondern die Franz√∂sin stammt selbstverst√§ndlich origin√§r aus Frankreich. (4)

Jeannot schreibt dazu einleitend auf seinem Blog: Wenn der Artikel sich auch nicht direkt auf den Islam bezieht, ist der Text von Natacha Polony der klare Ausdruck der Islamisierung Frankreichs. Über die religiösen Praktiken und Kleidungsbräuche hinaus sind es die Denkweise, die Art der Beziehungen und der Sitten der islamischen Länder insgesamt, die in die französischen Schulen eingefallen sind.

Behandelt der Lehrer die Schlacht bei Poitiers, in der Karl Martell (688 - 741) die arabische Invasion zum Stehen bringt, so wirft man ihm entgegen: "Wir sind zur√ľck, und diesmal werden wir siegen." Au√üer den Gro√üm√§ulern selbst hat daran mancher seine Zweifel: (5)

Gegen die Angriffe von Arabern und Avaren stellte er ein Panzerreiterheer auf. Zu dessen Unterhaltung belehnte er seine Vasallen mit Kircheng√ľtern, die von der Kirche zwangsweise eingezogen wurden. Beim Angriff der Araber auf Aquitanien f√ľhrte K. M.s Hilfe 732 zum Sieg in der Schlacht bei Poitiers und zur Lehensabh√§ngigkeit Aquitaniens von den Franken.

Die Sch√ľler wissen nicht, und sie wollen es auch nicht wissen, und sie w√ľrden es eh nicht glauben, da√ü die Araber ab dem 7. Jahrhundert die halbe Welt kolonisiert und unterjocht haben. Es sind immer die Muslime die armen Opfer, siehe die gebetsm√ľhlenartige Argumentation mit den Kreuzz√ľgen.

Mit der Inbesitznahme Westeuropas beginnen die Muslime Anfang des 8. Jahrhunderts. Am 10. Juli 711 landen die muslimischen Berber unter der F√ľhrung von Tariq ben Zyad am Felsen von Gibraltar, bringen sukzessive 25 000 Soldaten von Afrika her√ľber und machen das 40 000 Mann starke in sich zerstrittene Heer des katholischen Westgotenk√∂nigs Roderich (Rodriguez) unter seinem Heerf√ľhrer Theudemir nieder, die christlichen Goten verjagen sie in alle Winde und erobern Spanien. Die seit Anfang des 5. Jahrhunderts in Spanien siedelnden Goten sind, missioniert durch den Gotenbischof Ulfilas, der auch die Bibel ins Gotische √ľbersetzt, ab der Mitte des 4. Jahrhunderts arianisch-christlich. Spanien ist zur Zeit des √úberfalls durch die muslimischen Berber seit 300 Jahren christlich, r√∂misch-katholisch seit 589, seit dem Westgotenk√∂nig Recared I. (Recaredo, 586-601). Wer von den Europ√§ern wei√ü das? Wer von den franz√∂sischen und deutschen Lehrern und Studienr√§ten, die nicht die Geschichte des fr√ľhen Mittelalters studiert haben, kann sich den Unversch√§mtheiten aufgehetzter muslimischer Sch√ľler entgegenstellen? (6)

Befragte Lehrer schildern ihre Erfahrungen mit muslimischen nordafrikanischen und schwarzafrikanischen Jugendlichen. Gute Sch√ľler nennen sie "Bounty", Schokoladenriegel, innen wei√üe Kokosnu√ü, au√üen schwarze Schokolade, sie gelten als Verr√§ter, die ge√§chtet werden, sie werden auch "P√§dos" genannt; manchmal reiche es aus, da√ü ein Sch√ľler eine Brille trage, um als "schmutziger Intelligenzler" beschimpft zu werden.

Solches kennt man aus der √Ąra Pol Pot, in Kambodscha, und wen wundert´s, da√ü ehemalige Maoisten und Verteidiger des kambodschanischen Terrorregimes, heute in Amt und W√ľrden als Lehrer und Studienr√§te, sich auf die Seite dieser Muslime schlagen. Die Autorin erkl√§rt, da√ü die Erscheinungen nicht neu seien, und verweist auf das Buch Les Territoires perdus de la R√©publique, aus dem Jahr 2002, die verlorenen Gebiete der Republik. In einem Artikel, vom 3. Februar 2004, habe ich dar√ľber berichtet, als Antisemitismus und Israelfeindschaft in Frankreich H√∂chstwerte erreichen: (7)

Schulen und Universit√§ten entwickeln sich zu Brutst√§tten des Antisemitismus, wie Emmanuel Brenner, Mich√®le Tribalat and Jeanne-H√©l√®ne Kaltenbach berichten. In manchen Schulen bestehen Sch√ľler und Eltern darauf, die Geschichte in mehr antij√ľdischer und anti-isralischer Weise umzuschreiben, Lektionen √ľber Judentum und Holocaust zu streichen, die Teil des von der Regierung vorgegebenen Lehrprogramms sind. J√ľdische Sch√ľler, Studenten und Lehrer werden von Gruppen verbal und t√§tlich angegriffen, ohne da√ü ihnen ihre Kollegen zu Hilfe kommen. Die T√§ter kommen in fast allen F√§llen aus arabisch-islamischen Kreisen, die das Attentat vom 11. September 2001 und den Nahostkonflikt ausnutzen, um die muslimischen Jugendlichen gegen Frankreich, Israel und die USA auszurichten. Es wird vers√§umt diese Jugendlichen in die Gesellschaft zu integrieren. Stattdessen wird, besonders auch von Linksradikalen, der Ethno-Differenzialismus gepflegt. Statt Assimilation, die nach und nach die Unterschiede einebnet, wird ein neuer Kampf f√ľr die kulturelle Verschiedenheit gef√ľhrt.

Was die Leistungsbereitschaft angeht, gegen die stellen sich die vereinigten Linksradikalen in Deutschland wie in Frankreich gleichermaßen, es lebe die Leistungsverweigerung, ein Hoch auf die Leistungsempfänger!

Natacha Polony holt den Obin-Bericht, aus dem Jahr 2004, wieder hervor. Ich habe √ľber ihn in mehreren Artikeln berichtet. Er fa√üt Untersuchungsergebnisse √ľber die Marginalisierung origin√§r franz√∂sischer Sch√ľler an den Schulen Frankreichs zusammen: (8)

Es str√§uben sich einem die Haare: getrennte Toiletten und Tische in der Schulkantine gefordert und erhalten f√ľr die muslimischen Kinder und Erwachsenen, die sich weigern, sich mit "Unreinen" zu mischen, Weigerung, den Klassiker der Geschichte Le temps des cath√©drales, die Zeit der Kathedralen, im Geschichtsunterricht zu studieren, Kirchen zu besichtigen, Weigerung zu singen, zu musizieren, Weigerung, Wissenschaft zu studieren sowie die ungl√§ubigen Autoren Voltaire, Flaubert ... Und alles, was man schon zu wissen glaubt √ľber die Stellung der M√§dchen ...

Der Bericht wird von der Regierung des Jacques Chirac unterdr√ľckt, der Pr√§sident wird im selben Jahr als einziger westlicher Staatsmann erster unter den Lieblingspolitikern in den arabischen Staaten. (9)

Erziehungsminister Gilles de Robien, derselbe, der Robert Redeker, als er Todesdrohungen erh√§lt, im Stich l√§√üt, sich gar abf√§llig √ľber ihn √§u√üert, kann mit dem Obin-Bericht nichts mehr anfangen; seit das Gesetz vom 15. M√§rz 2004, das religi√∂se Insignien an Schulen verbietet, in Kraft getreten ist, sei der Bericht caduc, veraltet, √ľberholt. Robert Redeker ist ebenfalls ein Fall aus "Thilo-Land". (10)

Der Anla√ü f√ľr Natacha Polonys Blick auf die letzten Jahre ist ein neuer Bericht, diesmal von der Direction g√©n√©rale de l´enseignement scolaire, der Generaldiektion f√ľr das Schulwesen, vorzulegen dem Erziehungsminister Luc Chatel im Laufe des Monats September. "Discriminations √† l´√©cole", ist sein Titel, Diskriminierung in der Schule. Er wird grunds√§tzlich nichts anderes aussagen als viele Berichte vorher, die Autoren rechtfertigen es damit, da√ü sie das Feuer nicht wieder anfachen wollten.

In Frankreich ist es wie in Deutschland, Regierungsmitglieder w√ľnschen die Wahrheit nicht zu vernehmen, Wissenschaft und MSM verhalten sich entsprechend. Jeannette Bougrab, Pr√§sidentin der HALDE, der Beh√∂rde zum Kampf gegen die Diskriminierung, h√§tte es begr√ľ√üt, wenn im Bericht nicht nur Diskriminierungen gegen Behinderte oder gegen M√§dchen, deren Lehrer sie unbewu√üt in Richtung Literatur statt Naturwissenschaften f√ľhren, benannt w√ľrden, und nebenbei (!), incidemment, das junge M√§dchen erw√§hnt wird, das beleidigt und bel√§stigt wurde, weil es sich den derzeit geltenden machistischen Regeln nicht unterwirft.

Dieser Ansatz lasse au√üer acht, da√ü die Sch√ľler nicht nur Opfer sind, sondern da√ü sie sehr wohl ihre Lehrer und Mitsch√ľler diskriminieren k√∂nnen. "Die Schule ist der Ort und das Ferment des communautarisme geworden. Das ist die schwerste Niederlage der V. Republik." Was communautarisme hei√üt, ist aus W√∂rterb√ľchern nicht zu erfahren, etwa die "Beschr√§nkung auf die eigene Gruppe", im Falle Frankreichs der Muslime auf den Islam und ihre Glaubensbr√ľder und -schwestern. (11)

Der neue Bericht klammert die Tatsachen einmal mehr aus, ein Lehrer kommentiert, da√ü schon in den 90er Jahren in seinen Klassen Gruppen schwarzer Jungen gewesen seien, die auf dem Schulhof wei√üe M√§dchen angriffen. Aber gewisse Lehrer h√§tten das nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Bis heute meinten die meisten Lehrer, mit dem Islam habe das alles nichts zu tun, sagt Iannis Roder, einer der Autoren eines Buches √ľber die Niederlage der Schule. "Die bleierne Last ist leichter geworden, ... Aber die Antwort ist automatisch: das ist allein ein soziales Problem". (12)

Auch Frankreich hat einen "Thilo Sarrazin", er hei√üt √Čric Zemmour, auch in Frankreich st√ľrzt sich eine Meute von Linken auf ihn, als er es wagt, die Tatsachen zu benennen, die Frankreich zerst√∂ren, √Čric Zemmour allein gegen alle. (13)

Auch gegen √Čric Zemmour geifert Daniel Cohn-Bendit, der Thilo Sarrazin in BILD beleidigen darf: Dieser Mann ist einfach nur dumm und ein Irrer. Der Unterschied ist, da√ü Frankreich eine Debatten- und Streitkultur kennt, so da√ü die Fehde im Fernsehen ausgetragen wird, Zemmour im Streitgespr√§ch mit Daniel Cohn-Bendit, und nicht durch ein paar dreckige Worte irgendwo in einer Boulevardzeitung. Das Video allerdings zeigt sogar f√ľr jemanden, der nicht franz√∂sisch versteht, was ein Daniel Cohn-Bendit aus der Debatten- und Streitkultur macht: eine drittklassige Propagandashow, in der er einiges daransetzt, die Argumente des √Čric Zemmour zu diskreditieren und l√§cherlich zu machen, was er mit wilden Gesten untermalt. (14)

√úberall ist "Thilo-Land"
√úberall ist Beben
Von den Alpen bis zur Waterkant
wie irgendwo daneben.
√úberall ist Dunkelheit
Kinder werden Täter.
F√ľnf Minuten sp√§ter
stirbt sich was f√ľr lange Zeit.
√úberall ist Ewigkeit ... (15)

6. September 2010

Quellen

(1) "Thilo Sarrazin" in meinem Archiv
http://tinyurl.com/2fnujl8

(2) Frankreich. Georges Frêche: "Der Le Pen der Linken". 27. Februar 2010
http://eussner.net/artikel_2010-02-27_23-58-23.html

(3) Sylvain Gouguenheim: Der Historiker zum Abschießen. 21. Juli 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_21-37-20.html

(4) L´intol√©rance au coeur de l´√©cole. Par Natacha Polony, Le Figaro,
31 ao√Ľt 2010, p. 2 / Biouvac-ID, 2 septembre 2010
http://tinyurl.com/2fo9j63

(5) Karl Martell. Band III (1992) Spalten 1157-1160 Autor: Frank Reiniger, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
http://www.bautz.de/bbkl/k/Karl_mart.shtml

(6) Terwingen/Goten. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Goten

Bistum Trier - Oratorium: "Atta unsar". 27. Februar 2010
http://tinyurl.com/337dnsy

(7) Les Territoires Perdus de la Republique. Antis√©mitisme, racisme et sexisme en milieu scolaire. Sous la direction de Emmanuel Brenner. Collectif de professeurs de coll√®ge et de lyc√©e, √Čditions Mille et une nuits, septembre 2002
http://tinyurl.com/2e496ro

La Republique et L¬īIslam, par Mich√®le Tribalat et Jeanne-H√©l√®ne Kaltenbach,
Gallimard 2002
http://tinyurl.com/23clutl

Antisemitismus und Israelfeindschaft in Frankreich. Beispiele der letzten Zeit aus der Welt der Printmedien. 3. Februar/25. April 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-04-25_00-27-51.html

(8) Obin-Bericht in meinem Archiv
http://tinyurl.com/23jhwa3

Georges Duby: Le temps des cathédrales.
L¬īart et la soci√©t√©, 980-1420. Gallimard, 2√®me √©dition 1976
http://tinyurl.com/296mk9z

Frankreich ist schon heute Teil von Eurabia. 22./24. Mai 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-05-22_19-29-26.html

(9) Arabische Terroristen: ja! - Ariel Sharon: nein! 7. August 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-08-07_18-54-40.html

(10) Robert Redeker lebt! 10. Februar 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-02-10_22-28-44.html

Robert Redeker in meinem Archiv
http://tinyurl.com/mkssa8

(11) Thilo Sarrazin. BILD und die Meinungsfreiheit. 4. September 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-09-04_15-52-15.html

(12) Recension de Tableau noir. La d√©faite de l´√©cole de Iannis Roder.
Par Julie Roberge, Correspondance, Volume 14, numéro 4, avril 2009
http://www.ccdmd.qc.ca/correspo/Corr14-4/Tableaunoir.html

(13) √Čric Zemmour. Le blog de ceux qui l´aiment
http://ericzemmour.blogspot.com/

√Čric Zemmour. Google.fr 654 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/2bjrj7p

(14) Zemmour face √† Daniel Cohn-Bendit. Extraits de l´√©mission
"On n´est pas couch√©" anim√©e par Laurent Ruquier et diffus√©e
le 20 septembre 2008. Video. Dailymotion
http://tinyurl.com/29eex43

(15) Frei nach Joachim Ringelnatz: √úberall ist Wunderland
http://tinyurl.com/34rfwef


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