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Geert Wilders vor den Richtern

Dank Politically Incorrect kommt man mit einem Klick aufs Journaal24, sitzt im Gerichtssaal und verfolgt den Schauprozeß live. (1)

Die Sitzordnung f√§llt auf. Vier Richter und zwei Staatsanw√§lte bilden eine Phalanx, der Angeklagte mit seinem Verteidiger Bram Moszkowicz sitzt ihnen gegen√ľber. Neben Geert Wilders und seinem Verteidiger gibt es einen weiteren Tisch, offensichtlich sind diejenigen, die dort sitzen, Nebenkl√§ger. Sie haben zwei Anw√§lte, eine Frau und einen Mann, der einen muslimkonformen Bart tr√§gt und der gutgekleidete Zivilist neben ihm keine Krawatte. Man erkennt sie von weitem an ihren Kost√ľmierungen, sie k√∂nnen und wollen es nicht verhehlen: Islam und Linke im Schulterschlu√ü. (2)

Am Nachmittag des 6. Oktober verlesen die Richter Papiere aus umf√§nglichen Akten. Sie zitieren Auftritte, m√ľndliche und schriftliche √Ąu√üerungen des Angeklagten aus den Jahren 2007 und 2008. Da darf man fragen, wo das Openbaar Ministerie, die Staatsanwaltschaft, in den letzten Jahren gewesen ist. Nun gibt es anscheinend eine Art Sammelklage. Solche Rechtsprechung ist selbst in Betrieben verboten. Wenn ein Mitarbeiter eines Vergehens beschuldigt wird, darf niemand auskramen, was er schon zwei oder drei Jahre vorher an Missetaten begangen hat, sondern es geht um das letzte Vergehen, dessen er beschuldigt wird.

Der Film Fitna ist am Mittwoch vorgef√ľhrt worden, eine der Kl√§gerinnen bat daraufhin, den Saal zu verlassen, weil sie den Film nicht ertragen k√∂nne.

Nebenbei erfährt man von Presse.com, daß aus einem jetzt bekannt gewordenen
E-Mail-Verkehr hervorgeht, da√ü die Ermittlungen schon vor zwei Jahren vom christ-demokratischen Justizminister Ernst Hirsch Ballin pers√∂nlich angeordnet worden sind. Es handelt sich um einen politischen Proze√ü. Noch bevor √ľberhaupt eine Muslimvereinigung klagt, l√§√üt der Justizminister ein Gutachten erstellen und ans Amsterdamer Gericht leiten, wo es von begeisterten Mitarbeitern so empfangen genommen wird: "Toll, was f√ľr ein Super-Gutachten!!!!" Anwalt Bram Moszkowicz erkl√§rt dazu: "Aus dem E-Mail-Verkehr geht klar hervor, dass auf h√∂chstem ministeriellen Niveau √ľber die m√∂gliche Strafverfolgung meines Mandanten gesprochen wurde." (3)

Nun hat die niederländische Justiz zu tun, die undichte Stelle zu finden, den Whistle Blower, und in den Nachrichten von Journaal24, während der Verhandlungspausen, erfährt man, daß die Christdemokraten von der CDA außer dem Integrations- und dem Erziehungsministerium das Innen-, Verteidigungs- und Finanzministerium erhalten, eine klassische Machtbasis - ohne das Justizministerium, was bedeutet, daß Ernst Hirsch Ballin sein Gesetzbuch untern Arm nehmen und nach Hause gehen kann. (4)

Ist das spannend! Ab sofort gibt´s am Nachmittag nicht mehr Sturm der Liebe, sondern Schauproze√ü gegen Geert Wilders. Da werden M√§rchen, Intrigen und kriminelle Handlungen aus dem wirklich wahren Leben verhandelt. Eine Telenovela kann das nicht √ľberbieten! (5)

Demnächst vielleicht mehr!

6. Oktober 2010

Geert Wilders in meinem Archiv
http://tinyurl.com/2vrzhnr

Quellen

(1) Livestream: Fortsetzung Wilders-Schauprozes. Link zum Video.
Politically Incorrect, 6. Oktober 2010
http://www.pi-news.net/2010/10/livestream-fortsetzung-wilder s-schauprozess/

(2) Bram Moszkowicz. Wikipedia. De vrije encyclpedie
http://nl.wikipedia.org/wiki/Bram_Moszkowicz

(3) Niederlande: Justizminister betrieb Wilders-Prozess. DiePresse.com,
5. Oktober 2010
http://tinyurl.com/2anoqws

(4) Ernst Hirsch Ballin. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Hirsch_Ballin

(5) Sturm der Liebe. Das Erste
http://www.daserste.de/sturmderLiebe/


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