
16.01.2005, 16:34 Uhr
An der Eck steiht´n Jung mit´n Tüdelband
Eine Ausstellung über die Gebrüder Wolf, Hamburger Gesangshumoristen und Revuestars (1895 - 1953).
- mit Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde -
Eröffnung der Ausstellung
Do 20.01.2005, 17 Uhr
Im Goethe-Institut Tel Aviv, Weizmannstr.4/Asia House, Tel: 03-6917266
Einführungsvortrag mit Filmbeispielen
Jens Huckeriede, Kurator der Ausstellung und Regisseur des Dokumentarfilms "The Return of the Tüdelband"
1895 gründen die drei Brüder Ludwig, Leopold und James das Wolf Trio. Das humoristische Gesangstrio tritt sofort in den Theatern um die Reeperbahn auf und wird durch seine provokativen Lieder und atemberaubend schnellen Kostümwechsel zu beliebten Revuestars, die europaweit Bühnenerfolge feiern. 1906 verlässt James das Trio, das Gesangsduo Ludwig und Leopold tritt unter dem Namen Gebrüder Wolf auf. 1911 schreibt Ludwig Wolf Hamburgs ´Nationalhymne´ "An der Ecke steiht´n Jung mit´n Tüdelband", die bis heute zu den populären Schlagern zählt. 1933, nach dem Wahlsieg der Nazis, verlieren die Wolfs ihr Operettenhaus an der Reeperbahn. Die Gestapo verbietet ihnen eines ihrer eigenen Lieder "Snuten und Poten" vorzutragen, da es zum "nationalen, deutschen Eigentum" erklärt worden ist. 1944 fliehen die Söhne Leopold Wolfs nach Shanghai, 1947 nach New York. Dort haben sie ihre letzten Auftritte.
Der Filmemacher und Künstler Jens Huckeriede spürte den vergessenen Revuestars nach und schuf eine Ausstellung, die eindrucksvoll die wechselhaften Stationen im Leben der Familie Wolf darstellt.
Goethe Institut Tel Aviv. Ausstelllungen
http://www.goethe.de/om/tel/depausst.htm
Informationen über die Gebrüder Wolf
Hier einige Links über die Gebrüder Wolf und das Schicksal der Familie im Dritten Reich. Umfrangreiche Infos finden sich auf der Web Site http://www.gebruederwolf.de
Musik Antik - Startseite. Dort bitte klicken auf "CDs" und unten, rechts, "Im Himmel ist´s herrlich" der Gebrüder Wolf finden, anklicken und "Booklet" anklicken. Schon gefunden! "Snuten und Poten" und die Folgen: "Im Himmel ist´s herrlich!"
http://www.musik-antik-records.de/
Die Gebrüder Wolf
http://www.kunstwerk-hamburg.de/seiten/wolf.html
Mahnmale im Gehsteigpflaster, von Susanne Gilges. National Geographic Deutschland. September 2003
http://www.nationalgeographic.de/php/magazin/redaktion/2003/ 09/redaktion_geographica.htm
Embedded Memories, by Alan Mairson. National Geographic Magazine, June 2004
http://magma.nationalgeographic.com/ngm/0406/resources_geo.h tml
Die Jungs mit dem Tüdelband. Die Gebrüder-Wolf-Story.
St. Pauli Theater, 29. September bis 10. Oktober 2004
http://www.st-pauli-theater.de/news.php
Keramikplatten und Stolpersteine. Verschiedene Arten des Gedenkens. 27. September/1. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-09-25_21-17-15.html
16.12.2004, 03:34 Uhr
Río Rebelde
Tiré tu pañuelo al río para mirarlo, cómo se hundía.
Era el último recuerdo de tu cariño que yo tenía.
Se fue yendo despacito, como tu amor, pero el río un día
a la playa, al fin, me lo volverá;
pero yo sé bien que nunca jamás
podré ser feliz sin tus alegrías.
Te recordaré, en mi soledad,
en el río aquel que quedó sin luz
cuando comprendí que ya no eras mía ....
Julio Iglesias: Río Rebelde. Ch. Aguirre/R. Uballes. Ed. Hispania. Arreglos y dirección:
J. L. Navarro. Editado y distribuido por BMG Ariola, S.A. Madrid, 1972
Julio Iglesias: Río Rebelde. A veces tú, a veces yo (1973)
http://www.moron.nl/lyrics.php?id=43222&artist=Julio%20Igles ias
08.12.2004, 16:05 Uhr
Der Fall von Konstantinopel, 29. Mai 1453
Selbst im weiten politischen Bereich änderte der Fall von Konstantinopel nur sehr wenig. Die Türken standen bereits am Ufer der Donau und bedrohten Mitteleuropa; jeder hätte erkennen können, daß Konstantinopel dem Untergang geweiht war, daß ein Kaiserreich, welches aus wenig mehr denn einer in Niedergang und Verfall begriffenen Stadt bestand, sich nicht gegen ein Reich halten konnte, dessen Gebiet den größeren Teil der Balkan-Halbinsel und Kleinasiens umfaßte, ein Reich, das kraftvoll regiert wurde und die beste Militärorganisation seiner Zeit besaß. Gewiß, es trifft zu, daß die Christenheit vom Fall Konstantinopels zutiefst erschüttert war. Die Westmächte, denen unsere nachträgliche Einsicht mangelte, hatten nicht erkannt, wie unausweichlich die türkische Eroberung geworden war. Und doch änderte die Tragödie in keiner Weise etwas an ihrer Politik oder vielmehr daran, daß jede Politik gegenüber der Ostfrage fehlte. Einzig das Papsttum war wirklich besorgt und plante ernsthaft Gegenmaßnahmen; aber es hatte sich schon bald mit dringenderen, näherliegenden Problemen zu befassen.
Es mag den Anschein haben, als verdiene die Geschichte des Jahres 1453 schwerlich eine erneute Darstellung. Tatsächlich waren jedoch die Ereignisse dieses Jahres für zwei Völker von lebensentscheidender Bedeutung. Den Türken gab die Eroberung der alten Kaiserstadt nicht nur eine neue Reichshauptstadt; sie verbürgte überdies die Dauerhaftigkeit ihres europäischen Reichs. So lange diese Stadt, die nun einmal im Mittelpunkt ihrer Herrschaftsgebiete, auf der Grenze zwischen Asien und Europa lag, sich nicht in ihren Händen befand, konnten sie sich nicht sicher fühlen. Sie hatten keinen Grund, die Griechen allein zu fürchten; aber eine große christliche Allianz, die von einem solchen Stützpunkt aus vorging, vermochte sie womöglich noch immer aus dem Sattel zu werfen. War Konstantinopel einmal in ihrer Hand, so waren sie gesichert. ... (Seite X)
Steven Runciman: Die Eroberung von Konstantinopel 1453
Aus dem Englischen übertragen von Peter de Mendelssohn. C.H. Beck´sche Verlagsbuchhandlung, München 1966. Vierte, unveränderte Auflage. 1990
ISBN 3406025285
The Conquest of Istanbul
From the moment of his accession all Mehmet´s thoughts were directed to the great enterprise of giving the mortal blow to the Byzantine Empire and transferring the seat of his government to Istanbul, as the natural capital of a dominion situated on both sides of the Golden Horn (Halic).
Results of the Conquest
After the Conquest of Istanbul, Mehmet the Conqueror took many campaigns in Europe. He invaded Serbia (1454-1459), Mora (1460), Wallachia (1462), Bogdan (1476), Bosnia, Albania and he marched through Italy and captured Otranto but after his death the city was lost again.
Fatih Sultan Mehmed
Ottoman Web Site, by Forsnet
http://www.osmanli700.gen.tr/english/sultans/07index.html
The obituary from the Daily Telegraph.
During the Holy Fire ceremony in Jerusalem at Easter 1931, he and Princess Alice, who were seated in a gallery, amused themselves by dropping molten wax from their candles on to the bald patch below of the unpopular garrison commander; the irate soldier was the future Field-Marshal Montgomery.
SIR STEVEN RUNCIMAN (1903-2000)
http://www.geocities.com/CollegePark/Square/3602/runciman.ht ml
05.12.2004, 20:09 Uhr
We Three
We Three, we ´re all alone,
living in a memory,
my echo, my shadow, and me ...
We Three, we´re not a crowd,
we ´re not even company,
my echo, my shadow, and me ...
What good is the moonlight,
the silvery moonlight,
that shines above?
I walk with my shadow, I talk with my echo,
but where is the one I love?
We Three, we ´ll wait for you,
even till eternity,
my echo, my shadow, and me ...
Vera Lynn - We Three, rec. 12 February 1941. Jay Wilbur and his Band
The Golden Hits. Compilation an production: Colin Brown and Tony Watts. Past CD 7805. Pavillon Records Ltd., Sparrows Green, Wadhurst, E. Sussex, England
Title: We Three (My Echo, My Shadow and Me): from "The Hubert Follies"
Author: W&M: D Robertson, N Cogane, S Mysels, 20th Century Songs
http://www.sheetmusicwarehouse.co.uk/details.php?ref=2317
Albums by Vera Lynn. MP 3
http://www.sweeting.org/mark/music/mp3/vera_lynn/
23.11.2004, 14:25 Uhr
In memoriam Charlotte Guthmann Opfermann, gestorben am 22. November 2004
The Fiddler on the Roof of the Death Train
Charlotte schreibt, am 25. März 2004, in einer Email: Das war ein Violonist vom Wiesbadener Kurorchester, zwangspensioniert 1934, der 1943 in Theresienstadt ermordet wurde. Am Tag vor dem Abtransport, 1. September 1942, musste er ein Command Concert geben fuer die Gestapo und Mozarts Sarastro Arie "In diesen heil´gen Hallen kennt man die Rache nicht" spielen. Ich habe die Noten und suche den Ton - vielleicht kann Holly das auf meiner Web Site unterkriegen. Ich habe sein Bild vor dem Todeszug und seine Geschichte und die von seiner Frau Eugenie, die ich zuletzt Mitte Juni in Theresienstadt sah (und nicht wiedererkannte) - wenige Wochen spaeter war auch sie tot.
liebe Gruesse
cgo
Charlotte Guthmann Opfermann
The Art of Darkness, by Charlotte Opfermann. University Trace Press. ISBN 097183640X
http://members.tripod.com/~ShibaHill/darkness.html
An interview with a survivor: Charlotte Guthmann Opfermann. In: All about the Porges families ...
http://www.porges.net/Terezin/InterviewSurvivor.html
Sketch from the Terezin Pamatnik Muzeum, by Leo Haas
http://www.zabludow.com/opfermann.html
"Es war keine schöne Heimkehr". Erzählcafé: Charlotte Opfermann sprach über ihr Leben, den Raub und das Verzeihen. Von Claudia Weiler, Wiesbadener Kurier, 15. November 2004 (mit einem wunderbaren Foto von Charlotte)
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=168 5733
Ein schmerzvoller Besuch. Die Zeitzeugin Charlotte Opfermann zu Gast im "Erzählcafé", von Alexandra Ehrhardt. Wiesbadener Tageblatt, 15. November 2004
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=168 4735
Vom wilden Boykott zur planmäßigen Ausplünderung. Zwei Ausstellungen in Wiesbaden zeigen den "Legalisierten Raub" jüdischen Eigentums durch NS-Behörden, von Claudia Weiler, Wiesbadener Kurier, vom 09.11.2004
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=167 8483
Holocaust survivor Charlotte Opfermann to give talk at the University of Puget Sound, University of Puget Sound, March 29, 2004
http://www.ups.edu/news/releases/2003-04/opfermann.shtml
02.10.2004, 15:00 Uhr
Der 60. Jahrestag der "zwei Befreiungen". 10. Oktober, ein großer nationaler Erinnerungstag in Luxemburg
Der 60. Jahrtestag der "zwei Befreiungen"
Dem kaum verhüllten Versuch der Annektierung vom 10. Mai 1940 ausgesetzt, erklärt die Regierung Luxemburgs Deutschland den Krieg und entscheidet umgehend, sich gemeinsam mit der Großherzogin Charlotte und ihrer Familie ins Exil zu begeben, um sich keinesfalls der Gefangennahme durch den Feind auszusetzen.
Nach dem Mißerfolg der "Personenstandsaufnahme", vom 10. Oktober 1941 (*), verschärft sich die mit Gewalt durchgeführte Germanisierung des Großherzogtums: am 30. August 1942 verkündet der Gauleiter Gustav Simon die Annexion Luxemburgs und erklärt die Wehrpflicht in der Wehrmacht für alle jungen Leute. Angesichts der umgehenden Reaktion der Ablehnung durch die Bevölkerung ... antworten die Nazis mit einer gewalttätigen Unterdrückung, mit Exekutionen und Deportationen. Dennoch entwickelt sich eine wichtige Widerstandsorganisation, die auch direkte Kontakte mit dem belgischen und dem französischen Widerstand herstellt.
Die Großherzogin und die Regierung im Exil bleiben ihrerseits nicht untätig und erreichen, dass Luxemburg als ein Land der Alliierten anerkannt wird, womit sie ihrem Vaterland seine Unabhängigkeit nach dem Krieg sichern.
Am vergangenen 10. September hat das Großherzogtum offiziell den 60. Jahrestag seiner Befreiung begangen, in Wirklichkeit "zweier Befreiungen"; denn wenn auch die amerikanischen Streitkräfte am 10. September 1944 in Luxemburg einmarschieren, wird das Land doch erst im Februar 1945 befreit, nach der sehr blutigen deutschen Gegenoffensive in den Ardennen, gefolgt vom siegreichen Gegenangriff der Alliierten. I.M.
(*) Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941. Zählkarte für Ortsanwesende
Punkt 6: Jetzige Staatsangehörigkeit
Punkt 7: Muttersprache ... Dialekte (Mundarten) , z.B. luxemburgisch, plattdeutsch, gelten nicht als Muttersprache
Punkt 8: Volkszugehörigkeit
Anzugeben ist das Volk, dem der einzelne sich innerlich verbunden fühlt, und zu dem er sich bekennt, also deutsch, italienisch, französisch, belgisch, polnisch u. dergl. Die Volkszugehörigkeit ist nicht mit der Staatszugehörigkeit oder der Muttersprache zu verwechseln und kann davon abweichen...
Le 60e anniversaire des "deux Libérations". Le Patriote Résistant no 780/octobre 2004. Journal édité par la Fédération Nationale des Déportés et Internés Résistants et Patriotes (F.N.D.I.R.P.), page 12
http://www.fndirp.asso.fr
Die organisierte Resistenz in Luxemburg
Die ersten Aktivitäten dieser Resistenzgruppen war es, den Deutschen eine eigene luxemburgische Propaganda entgegenzusetzen. Dies wurde erreicht durch Flüsterpropaganda, Herstellung und Verbreitung von Flugblättern, Austeilen von Photos und Abzeichen. Naziplakate wurden zerstört, um der Gemanisierungspolitik des Gauleiters entgegenzuwirken. In geheimen Druckereien wurden die patriotischen Propagandamittel hergestellt. Am bekanntesten ist die Geheimdruckerei im Friedhof von Rümelingen. Hier wurden in einer leeren Grabkammer Tausende von Flugblättern gedruckt.
Diese Flugblätter dienten im besonderen dazu, die Bevölkerung über die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941 aufzuklären. Bei dieser Volkszählung wollte der Gauleiter die Luxemburger zwingen, sich formal zum Deutschtum zu bekennen, indem sie bei drei Fragen über Staatsbürgerschaft, Muttersprache und Volkszugehörigkeit mit "deutsch" antworten sollten. Die Widerstandsbewegungen enthüllten den Luxemburgern die wahren Absichten der Deutschen und machten auf die Gefahr der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für die Luxemburger aufmerksam. Sie forderten die Luxemburger auf, mit "dreimal lëtzebuergesch" zu antworten. Die Auszählung der Stimmzettel ließ erkennen, daß die Luxemburger dem Aufruf der Resistenz folgten und sich zu ihrem Luxemburgertum bekannten. Um zu reagieren verhängten die Nazis die Todesstrafe für die Resistenzler. Großangelegte Razzien wurden in den Widerstandskreisen durchgeführt. Mehr als 300 Personen wurden verhaftet und in das Sonderlager Hinzert eingewiesen. Die Personenstandsaufnahme war ohne Zweifel einer der größten Erfolge der luxemburgischen Resistenz. Der 10. Oktober ist deshalb auch ein großer nationaler Erinnerungstag in Luxemburg.
12. Die organisierte Resistenz in Luxemburg
http://histoprim.cte.lu/lehrer/wk12.html
2. Oktober 2004
27.09.2004, 12:52 Uhr
THE WHITE CLIFFS OF DOVER
Music and Lyrics by:
Nat Burton and Walter Kent
The Song: Though forever associated with war-torn Britain, this song was actually written by two Americans in 1941. It was recorded for the first time by Kay Kyser and his band, with vocals by Harry Babbitt. However, the most famous recording was by the Sweetheart of the British Forces, Vera Lynn.
Homefront: The original recording by Kay Kyser was featured in the episode "Kids" as Caroline, seeing a cake in a shop window with a searchlight pattern on the icing, was reminded of her wartime experiences in England. The song accompanied a montage of film clips and stills of the devastation wreaked upon London during the Blitz.
Lyrics:
Verse:
I´ll never forget the people I met
Braving those angry skies;
I remember well,
as the shadows fell,
The light of hope in their eyes.
And though I´m far away,
I still can hear them say, "Thumbs up!"
For when the dawn comes up,
Chorus:
There´ll be Blue birds over the white cliffs of Dover,
Tomorrow just you wait and see,
There´ll be love and laughter,
And peace ever after,
Tomorrow when the world is free.
The shepherd will tend his sheep,
The valley will bloom again,
And Jimmy will go to sleep in his own little room again.
There´ll be Blue birds over the white cliffs of Dover
Tomorrow, just you wait and see.
THE WHITE CLIFFS OF DOVER
http://www.geocities.com/mrmelonfan/thewhitecliffsofdover.ht ml
Zum Reinhören in den wunderbaren Song:
REMEMBERS (Best of), Vera Lynn, Nr. 8
CD audio, 16 août 2004 - Emi; ASIN : B00000K25A
http://www.amazon.fr
Vera Lynn. Remembers. The Songs That Won World War 2
http://images-eu.amazon.com/images/P/B00000K25A.01.LZZZZZZZ. jpg
40 à Londres. La voix de la liberté. L´espion qui venait du jazz. Par Franck Bauer
Bayard Centurion, 6 mai 2004. ISBN : 2227473118
http://images-eu.amazon.com/images/P/2227473118.08.LZZZZZZZ. jpg
The White Cliffs of Dover, gesungen von Vera Lynn.
Martin Penet im Interview mit Franck Bauer.
Radio France Musique, Samstag, den 21. August 2004, 11-12:30 Uhr
30.07.2004, 11:38 Uhr
Tomorrow - Kanadas größtes gemeinnütziges Gemeindeentwicklungsprojekt
Eine Stadt mit hoher Anziehungskraft: In Toronto leben heute fast zweihunderttausend Juden...
Torontos jüdische Gemeinschaft platzt aus den Nähten. Jetzt beginnt unter dem Motto Tomorrow die Realisierung eines gemeindeeigenen Bauprojektes. Die Ausmaße veranlaßten einen Stadtverordneten bereits zu der Äußerung, hier entstehe eine jüdische Kleinstadt. Mit einem Etat von über hundertachtzig Millionen US-Dollar gilt das Projekt als größtes gemeinnütziges Bauvorhaben der kanadischen Geschichte.
"Wir haben 1999 mit den Planungen angefangen ...", sagt Ted Sokolsky, Vorsitzender der Dachorganisation United Jewish Appeal (UJA), der das Projekt federführend vorantreibt. ...
Die Gemeindevertreter, die bereits jetzt vierzig Prozent der benötigten Gelder gesammelt haben, rechnen mit einer privaten Vollfinanzierung. "Wir können uns nicht einfach an die Regierung wenden, damit sie uns unsere Einrichtungen, Gemeindezentren und Schulen baut. Also müssen wir alles selbst in die Hand nehmen, wie wir das schon seit Generationen tun," sagt Sokolsky. "Viele Spender zücken nicht nur ihr Scheckbuch, sie krempeln auch noch die Ärmel hoch." ...
Schtetl-City. Kanada: Torontos Gemeinde baut sich eine eigene Stadt, von Bill Gladstone. Jüdische Allgemeine Nr. 29/04, 22. Juli 2004, S. 7
Jewish Toronto Tomorrow
http://www.jewishtorontotomorrow.com
21.07.2004, 19:52 Uhr
Paul O´Montis: Ich bin so schüchtern, Madame, das ist meine Natur ...
Ich hab´ bei Frauen keine Chancen,
das ist ein großes Malheur;
es macht mir keine Avancen,
das kränkt mich immer so sehr.
Ich suche schon seit Jahren eine Braut
und bin dabei doch gar nicht schlecht gebaut.
Drum sei mein einziger Fehler
Ihnen diskret anvertraut:
Ich bin so schüchtern, Madame,
das ist meine Natur,
ich bin so schüchtern, Madame,
ach, was mach´ ich da nur?
Wenn Sie mich anseh´n, Madame,
werd´ ich immer verwirrt;
es ist mir peinlich, Madame,
wenn das passiert.
Ich bin so schüchtern, Madame,
seh´n Sie, das ist mein Schmerz,
bei schwülen Lichtern, Madame,
wird mir komisch ums Herz.
Ich weiß nicht, was das ist,
ach, bitte, helfen Sie mir!
Ich bin so schüchtern, Madame,
wer kann dafür?
Zu jeder Frau muß ich weich sein,
wenn sie ins Auge mir blickt;
brutal und zärtlich zugleich sein,
ist mir noch niemals geglückt.
Doch merk ich mal, daß eine Frau mich mag,
daß ich ja einmal ganz ihr Schlag,
es kostet mich Überwindung,
bevor ich zaghaft zu ihr sag:
Ich, ich bin so schüchtern, Madame,
das, das ist meine Natur,
ach, ich bin so schüchtern, Madame,
wa... wa... was mach´ ich da nur?
Ach, wenn Sie mich so anseh´n, Madame,
pfui, werd´ ich immer verwirrt;
das ist mir so schrecklich peinlich, Madame,
daß so gaaar nichts passiert.
Ich, ich bin so schüchtern, Madame,
seh´n Sie, das ist mein Schmerz.
- Ach, ist das ein Zustand! -
Bei schwülen Lichtern, Madame,
wird mir, wird mir anders ums Herz.
Ich weiß nicht, was das ist,
ach, bitte, helfen Sie mir!
Ich bin so dämlich, Madame!
Wer kann dafür?
Quelle
Ich bin so schüchtern, Madame. Text und Musik: Bert Reisfeld
Orchester Carl Woitschach
Unveröffentlichte Testpressung, 31. März 1931
Paul O´Montis: Ich bin verrückt nach Hilde
Bestellnummer: Musant 002
Musik Antik am Weidenstieg 14, 20259 Hamburg
http://www.musik-antik-records.de/cd/02omontis.htm
19.06.2004, 19:47 Uhr
Hans Sahl (1902 - 1993)
Wir sind die Letzten.
Fragt uns aus.
Wir sind zuständig.
Wir tragen den Zettelkasten
Mit den Steckbriefen unserer Freunde
wie einen Bauchladen vor uns her.
Forschungsinstitute bewerben sich
Um Wäscherechnungen Verschollener,
Museen bewahren die Stichworte unserer Agonie
wie Reliquien unter Glas auf.
Wir, die wir unsere Zeit vertrödelten,
aus begreiflichen Gründen,
sind zu Trödlern des Unbegreiflichen geworden.
Unser Schicksal steht unter Denkmalschutz.
Unser bester Kunde ist das
schlechte Gewissen der Nachwelt.
Greift zu, bedient euch.
Wir sind die Letzten.
Fragt uns aus.
Wir sind zuständig
Hans Sahl (eigentlich Hans Salomon; Pseud. Franz Floris, Peter Munk, Salpeter)
Geb. 20. 5. 1902 in Dresden
Gest. 26.4. 1993 in Tübingen
1933 flieht Hans Sahl vor den Nationalsozialisten über Prag und Zürich nach Paris, wo er gefangen genommen und in Südfrankreich im Lager Le Ruchard interniert wird. Es gelingt ihm die Flucht nach Marseille und - dank Varian Frys Rettungskomitee ("Emergency Rescue Committee") - über Lissabon in die Vereinigten Staaten. Hans Sahl verarbeitet diese Erfahrungen später in seinem auto-biografischen Roman "Die Wenigen und die Vielen" (1959) und setzt damit Varian Fry und seinem Hilfskomitee zugleich ein literarisches Denkmal.
Hans Sahl
http://www.exil-archiv.de/html/biografien/sahl.htm
Virtuelles Zentrum der verfolgten Künste
http://www.exil-archiv.de/
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