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Gudrun Eussner
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Fundsachen

24.03.2005, 16:20 Uhr

Sultan Saladin und seine Toleranz den UnglĂ€ubigen gegenĂŒber

Des kurdischen Sultans Saladin Ayubi SekretĂ€r, der Perser Imad ad-Din al-Katib al-Isfahani, berichtet ĂŒber das "Schwert des Islams", wie Saladin auch genannt wird, und dessen Sieg ĂŒber Jerusalem, aus dem Jahr 1187/578:

"Montagmorgen, den 17. Rabi´II, zwei Tage nach dem Sieg, ließ der Sultan (Saladin) die gefangenen Templer und Hospitaliter suchen und sagte: ´Ich will die Erde von den beiden unreinen Geschlechtern sĂ€ubern.´

Er setzte 50 Dinar aus fĂŒr jeden, der einen Gefangenen bringe, und sofort brachte das Heer sie zu Hunderten. Er befahl, sie zu enthaupten, denn er zog es vor, sie zu töten und sie nicht zu Sklaven zu machen. Eine ganze Schar Gelehrter und Sufis und eine gewisse Anzahl Frommer und Asketen befanden sich bei ihm; jeder bat, ob er nicht einen von ihnen umbringen dĂŒrfe, zog das Schwert und krempelte die Ärmel auf. Der Sultan saß mit frohem Gesicht dabei, wĂ€hrend die UnglĂ€ubigen finster blickten...Es gab solche...die laut lachten und mordeten; wieviel Lob ernteten sie, ewigen Lohn sicherten sie sich mit dem vergossenen Blut, wie viele fromme Werke vollbrachten sie mit den HĂ€lsen, die sie duchhieben!...Wie viele UnglĂ€ubige töteten sie, um dem Islam Leben zu geben...wieviel Vielgötterei rissen sie nieder, um den Eingottglauben zu bauen..."

Hans-Peter Raddatz "Von Gott zu Allah?", 3. ĂŒberab. Aufl. Jan. 2005, Seite 180


04.05.2005, 05:08 Uhr

Der große Kater

Ich bin der große Kater,
ich sterbe keinen Tod.
Ich habe keinen Vater,
ich habe keinen Gott.

Ich habe keine Meinung,
und wenn die Sonne scheint,
dann tritt nicht in Erscheinung,
wer meine TrÀnen weint ...


05.03.2005, 15:54 Uhr

Antonio Machado

y cuando llegue el dĂ­a del ultimo viaje,
y esté al partir la nave que nunca ha de tornar
me encontrareĂ­s a bordo ligero de equipaje,
casi desnudo, como los hijos de la mar

Inschrift auf der Grabplatte von Antonio Machado in Collioure
Sevilla, 26. Juli 1875 - Collioure, 22. Februar 1939

Am 22. Januar 1939 unternimmt Machado mit einigen Familienmitgliedern die letzte Flucht: von Barcelona nach Gerona und von dort nach Frankreich. Schon sehr krank, fand er mit seiner Mutter Zuflucht im Hotel Bougnol-Quintana des kleinen Dorfes Collioure, wo er am 22. Februar starb. Drei Tage spÀter starb seine Mutter. Beide sind begraben in einem Familiengrab auf dem Friedhof von Collioure, wo sie seither ruhen.

Nombre del personaje: Antonio Machado
http://redescolar.ilce.edu.mx/redescolar/publicaciones/publi _quepaso/antonio_machado.htm

Pågina para honrar al gran poeta Español Antonio Machado
http://www.los-poetas.com/a/mach.htm


12.02.2005, 12:27 Uhr

Meinung. Die Polygamie ist in unserer Gesellschaft weiter verbreitet als in der muslimischen, meint Mansur Escudero, PrÀsident der Junta Islåmica, des Islamischen Rates, und GeneralsekretÀr der Comisión Islåmica de España, der Islamischen Kommission Spaniens. Interview: Hashim Cabrera

WĂ€hrend der letzten Tage haben viele Medien reagiert auf eine der Äußerungen des GeneralsekretĂ€rs der Islamischen Kommission Spaniens Mansur Escudero, der es fĂŒr notwendig und zweckmĂ€ĂŸig hĂ€lt, daß die Regierung ĂŒber die Möglichkeit nachdenkt, die Polygamie zu legalisieren. Die Frage ist gleichzeitig aufgetreten mit dem Projekt der Legalisierung der Homo-Ehe. Diese Angelegenheit ist jedoch bereits vor fĂŒnfzehn Jahren aufgetaucht, als die Islamische Kommission Spaniens mit dem Staat den Vertrag zur Zusammenarbeit verhandelte, der 1992 unterschrieben wurde. Seit der Zeit scheint sich in der spanischen Gesellschaft ein vollstĂ€ndiger Paradigmenwandel ĂŒber die Konzeption der Ehe und der öffentlichen Moral vollzogen zu haben. Webislam hat Mansur Escudero interviewt, auf daß er seine Meinung dazu Ă€ußere, was eine interessante Debatte zu werden verspricht.

Der Konvertit Mansur Escudero nimmt zu folgenden Fragen Stellung:

  • Kannst Du uns erklĂ€ren, warum und wie dieses Thema gerade jetzt aufgetaucht ist?
  • Welches war Deine Haltung?
  • Denkst Du, daß das heute aufgehört hat, ein Tabu-Thema zu sein?
  • Macht Dir nicht die Reaktion der Feministenorganisationen Sorge?
  • Könntest Du uns erklĂ€ren, wie sich die Frage stellt?
  • Aber glaubst Du, daß gegenwĂ€rtig die VerhĂ€ltnisse fortdauern, wie sie in Arabien vor vierzehn Jahrhunderten geschaffen wurden?
  • Auf was beziehst Du Dich bei der einverstĂ€ndigen Poligamie?
  • Wie weit ist die Praxis der Poligamie in der islamischen Welt verbreitet?
  • Vorher hast Du erwĂ€hnt, daß in der EU Bewegungen christlicher Orientierung zugunsten der Poligamie bestehen. Vertreten diese eine orthodoxe Lehrmeinung oder sind sie liberal?
  • Glaubst Du, wenn sich die TĂŒr zur Poligamie öffnet, sie sich auch zur VielmĂ€nnerei öffnen wird? Was wĂŒrdest Du diesbezĂŒglich meinen?

So, und die Antworten dĂŒrfen die- und derjenige lesen, die spanisch verstehen. Ich wĂŒnsche viel Spaß dabei zu sehen, wie weit die EinfĂŒhrung der Scharia in Europa schon als selbstverstĂ€ndlich angesehen wird. Man bezieht sich dabei auch auf orthodoxe Katholiken und auf die Torah.

"La poligamia estĂĄ mĂĄs extendida en nuestra sociedad que en la musulmana", segĂșn Mansur Escudero. WebIslam. NĂșmero 277 // 4 de Febrero de 2005 // 24 DhuÂŽ l Hiyya 1425
http://www.webislam.com/


29.01.2005, 11:08 Uhr

Romance de "MaĂźtre Pathelin"

Je pense Ă  vous quand je m´Ă©veille
Et de loin, je vous suis des yeux
Je vous revois quand je sommeille
Dans un songe mystérieux
Le seul bonheur auquel mon cƓur aspire
C´est d´obtenir un aveu des plus doux
VoilĂ , voilĂ  ce que je veux vous dire...
Mais, hĂ©las, j´ai trop peur de vous.

Quand je guette votre passage,
Lorsque j´espĂšre enfin vous voir,
Je me dis par un doux langage
Aujourd´hui je veux l´Ă©mouvoir...
Je veux, je veux, dans mon brûlant délire
Dire je t´aime en tombant Ă  genoux...
VoilĂ , voilĂ  ce que je veux vous dire,
Mais, hĂ©las, j´ai trop peur de vous.

Text von De Leuven und F. Langle, Musik aus der komischen Oper "Maßtre Pathelin", von François Bazin (um 1850)

François Bazin (1816-1878) remporta le Second Prix de Rome en 1840, puis devint professeur de solfĂšge, d´harmonie (1844) et de composition (1871) au Conservatoire de Paris. On lui doit des mĂ©lodies, des choeurs, une messe, un oratorio, et une dizaine d´opĂ©ras-comiques dont "MaĂźtre Pathelin".

François Bazin (1816-1878) gewann 1840 den Zweiten Preis von Rom, dann wurde er Professor fĂŒr Musiklehre, fĂŒr Harmonie (1844) und Komposition (1871) am Konservatorium von Paris. Wir verdanken ihm Melodien, Chöre, eine Messe, ein Oratorium und ungefĂ€hr zehn komische Opern, darunter "MaĂźtre Pathelin".

Chansons de hier et de toujours. La Romance de "MaĂźtre Pathelin"
http://www.adagio.com.fr/telechar/pathelin.doc

Si tu veux durer, Tino, chante l´amour. N´oublie pas que plus la vie sera dure, plus les hommes et les femmes auront besoin, Ă  dĂ©faut de le vivre, qu´on leur chante l´amour. Vincent Scotto

If you want to last, Tino, always sing of love. Don´t forget that as life becomes tougher, more men and women will need songs of love, if they can´t find love themselves. Vincent Scotto

Wenn du unsterblich werden willst, Tino, singe von der Liebe. Vergiß nicht, daß mehr MĂ€nner und Frauen, je schwerer das Leben sein wird, und sie die Liebe nicht leben können, desto mehr der Liebeslieder bedĂŒrfen. Vincent Scotto

Tino Rossi, zum Reinhören: Mega Retro no 14
http://www.mp3.com/albums/206720/summary.html

Constantin "Tino" Rossi (29 avril 1907 - 26 septembre 1983). Fiche artiste. MCM.net.
http://www.mcm.net/folder/index.php/4617/

Romance de "MaĂźtre Pathelin", Columbia BF 29, 1 avril 1936
Tino Rossi 1932 - 1950
Bestellnummer: FA 5066. 2 CDs, Preis: 29,99 Euro
Frémeaux & Associés
20, rue Robert Giraudineau
94300 Vincennes
http://www.fremeaux.com/catalogue.htm


16.01.2005, 08:34 Uhr

An der Eck steiht´n Jung mit´n TĂŒdelband

Eine Ausstellung ĂŒber die GebrĂŒder Wolf, Hamburger Gesangshumoristen und Revuestars (1895 - 1953).

- mit UnterstĂŒtzung der Hamburger Kulturbehörde -

Eröffnung der Ausstellung

Do 20.01.2005, 17 Uhr
Im Goethe-Institut Tel Aviv, Weizmannstr.4/Asia House, Tel: 03-6917266

EinfĂŒhrungsvortrag mit Filmbeispielen

Jens Huckeriede, Kurator der Ausstellung und Regisseur des Dokumentarfilms "The Return of the TĂŒdelband"

1895 grĂŒnden die drei BrĂŒder Ludwig, Leopold und James das Wolf Trio. Das humoristische Gesangstrio tritt sofort in den Theatern um die Reeperbahn auf und wird durch seine provokativen Lieder und atemberaubend schnellen KostĂŒmwechsel zu beliebten Revuestars, die europaweit BĂŒhnenerfolge feiern. 1906 verlĂ€sst James das Trio, das Gesangsduo Ludwig und Leopold tritt unter dem Namen GebrĂŒder Wolf auf. 1911 schreibt Ludwig Wolf Hamburgs ´Nationalhymne´ "An der Ecke steiht´n Jung mit´n TĂŒdelband", die bis heute zu den populĂ€ren Schlagern zĂ€hlt. 1933, nach dem Wahlsieg der Nazis, verlieren die Wolfs ihr Operettenhaus an der Reeperbahn. Die Gestapo verbietet ihnen eines ihrer eigenen Lieder "Snuten und Poten" vorzutragen, da es zum "nationalen, deutschen Eigentum" erklĂ€rt worden ist. 1944 fliehen die Söhne Leopold Wolfs nach Shanghai, 1947 nach New York. Dort haben sie ihre letzten Auftritte.

Der Filmemacher und KĂŒnstler Jens Huckeriede spĂŒrte den vergessenen Revuestars nach und schuf eine Ausstellung, die eindrucksvoll die wechselhaften Stationen im Leben der Familie Wolf darstellt.

Goethe Institut Tel Aviv. Ausstelllungen
http://www.goethe.de/om/tel/depausst.htm

Informationen ĂŒber die GebrĂŒder Wolf

Hier einige Links ĂŒber die GebrĂŒder Wolf und das Schicksal der Familie im Dritten Reich. Umfrangreiche Infos finden sich auf der Web Site http://www.gebruederwolf.de

Musik Antik - Startseite. Dort bitte klicken auf "CDs" und unten, rechts, "Im Himmel ist´s herrlich" der GebrĂŒder Wolf finden, anklicken und "Booklet" anklicken. Schon gefunden! "Snuten und Poten" und die Folgen: "Im Himmel ist´s herrlich!"
http://www.musik-antik-records.de/

Die GebrĂŒder Wolf
http://www.kunstwerk-hamburg.de/seiten/wolf.html

Mahnmale im Gehsteigpflaster, von Susanne Gilges. National Geographic Deutschland. September 2003
http://www.nationalgeographic.de/php/magazin/redaktion/2003/ 09/redaktion_geographica.htm

Embedded Memories, by Alan Mairson. National Geographic Magazine, June 2004
http://magma.nationalgeographic.com/ngm/0406/resources_geo.h tml

Die Jungs mit dem TĂŒdelband. Die GebrĂŒder-Wolf-Story.
St. Pauli Theater, 29. September bis 10. Oktober 2004
http://www.st-pauli-theater.de/news.php

Keramikplatten und Stolpersteine. Verschiedene Arten des Gedenkens. 27. September/1. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-09-25_21-17-15.html


08.12.2004, 08:05 Uhr

Der Fall von Konstantinopel, 29. Mai 1453

Selbst im weiten politischen Bereich Ă€nderte der Fall von Konstantinopel nur sehr wenig. Die TĂŒrken standen bereits am Ufer der Donau und bedrohten Mitteleuropa; jeder hĂ€tte erkennen können, daß Konstantinopel dem Untergang geweiht war, daß ein Kaiserreich, welches aus wenig mehr denn einer in Niedergang und Verfall begriffenen Stadt bestand, sich nicht gegen ein Reich halten konnte, dessen Gebiet den grĂ¶ĂŸeren Teil der Balkan-Halbinsel und Kleinasiens umfaßte, ein Reich, das kraftvoll regiert wurde und die beste MilitĂ€rorganisation seiner Zeit besaß. Gewiß, es trifft zu, daß die Christenheit vom Fall Konstantinopels zutiefst erschĂŒttert war. Die WestmĂ€chte, denen unsere nachtrĂ€gliche Einsicht mangelte, hatten nicht erkannt, wie unausweichlich die tĂŒrkische Eroberung geworden war. Und doch Ă€nderte die Tragödie in keiner Weise etwas an ihrer Politik oder vielmehr daran, daß jede Politik gegenĂŒber der Ostfrage fehlte. Einzig das Papsttum war wirklich besorgt und plante ernsthaft Gegenmaßnahmen; aber es hatte sich schon bald mit dringenderen, nĂ€herliegenden Problemen zu befassen.

Es mag den Anschein haben, als verdiene die Geschichte des Jahres 1453 schwerlich eine erneute Darstellung. TatsĂ€chlich waren jedoch die Ereignisse dieses Jahres fĂŒr zwei Völker von lebensentscheidender Bedeutung. Den TĂŒrken gab die Eroberung der alten Kaiserstadt nicht nur eine neue Reichshauptstadt; sie verbĂŒrgte ĂŒberdies die Dauerhaftigkeit ihres europĂ€ischen Reichs. So lange diese Stadt, die nun einmal im Mittelpunkt ihrer Herrschaftsgebiete, auf der Grenze zwischen Asien und Europa lag, sich nicht in ihren HĂ€nden befand, konnten sie sich nicht sicher fĂŒhlen. Sie hatten keinen Grund, die Griechen allein zu fĂŒrchten; aber eine große christliche Allianz, die von einem solchen StĂŒtzpunkt aus vorging, vermochte sie womöglich noch immer aus dem Sattel zu werfen. War Konstantinopel einmal in ihrer Hand, so waren sie gesichert. ... (Seite X)

Steven Runciman: Die Eroberung von Konstantinopel 1453
Aus dem Englischen ĂŒbertragen von Peter de Mendelssohn. C.H. Beck´sche Verlagsbuchhandlung, MĂŒnchen 1966. Vierte, unverĂ€nderte Auflage. 1990
ISBN 3406025285

The Conquest of Istanbul
From the moment of his accession all Mehmet´s thoughts were directed to the great enterprise of giving the mortal blow to the Byzantine Empire and transferring the seat of his government to Istanbul, as the natural capital of a dominion situated on both sides of the Golden Horn (Halic).

Results of the Conquest
After the Conquest of Istanbul, Mehmet the Conqueror took many campaigns in Europe. He invaded Serbia (1454-1459), Mora (1460), Wallachia (1462), Bogdan (1476), Bosnia, Albania and he marched through Italy and captured Otranto but after his death the city was lost again.

Fatih Sultan Mehmed
Ottoman Web Site, by Forsnet
http://www.osmanli700.gen.tr/english/sultans/07index.html

The obituary from the Daily Telegraph.
During the Holy Fire ceremony in Jerusalem at Easter 1931, he and Princess Alice, who were seated in a gallery, amused themselves by dropping molten wax from their candles on to the bald patch below of the unpopular garrison commander; the irate soldier was the future Field-Marshal Montgomery.

SIR STEVEN RUNCIMAN (1903-2000)
http://www.geocities.com/CollegePark/Square/3602/runciman.ht ml


05.12.2004, 12:09 Uhr

We Three

We Three, we ´re all alone,
living in a memory,
my echo, my shadow, and me ...
We Three, we´re not a crowd,
we ´re not even company,
my echo, my shadow, and me ...
What good is the moonlight,
the silvery moonlight,
that shines above?
I walk with my shadow, I talk with my echo,
but where is the one I love?
We Three, we ´ll wait for you,
even till eternity,
my echo, my shadow, and me ...

Vera Lynn - We Three, rec. 12 February 1941. Jay Wilbur and his Band
The Golden Hits. Compilation an production: Colin Brown and Tony Watts. Past CD 7805. Pavillon Records Ltd., Sparrows Green, Wadhurst, E. Sussex, England

Title: We Three (My Echo, My Shadow and Me): from "The Hubert Follies"
Author: W&M: D Robertson, N Cogane, S Mysels, 20th Century Songs
http://www.sheetmusicwarehouse.co.uk/details.php?ref=2317

Albums by Vera Lynn. MP 3
http://www.sweeting.org/mark/music/mp3/vera_lynn/


23.11.2004, 06:25 Uhr

In memoriam Charlotte Guthmann Opfermann, gestorben am 22. November 2004

The Fiddler on the Roof of the Death Train

Charlotte schreibt, am 25. MĂ€rz 2004, in einer Email: Das war ein Violonist vom Wiesbadener Kurorchester, zwangspensioniert 1934, der 1943 in Theresienstadt ermordet wurde. Am Tag vor dem Abtransport, 1. September 1942, musste er ein Command Concert geben fuer die Gestapo und Mozarts Sarastro Arie "In diesen heil´gen Hallen kennt man die Rache nicht" spielen. Ich habe die Noten und suche den Ton - vielleicht kann Holly das auf meiner Web Site unterkriegen. Ich habe sein Bild vor dem Todeszug und seine Geschichte und die von seiner Frau Eugenie, die ich zuletzt Mitte Juni in Theresienstadt sah (und nicht wiedererkannte) - wenige Wochen spaeter war auch sie tot.
liebe Gruesse
cgo

Charlotte Guthmann Opfermann

The Art of Darkness, by Charlotte Opfermann. University Trace Press. ISBN 097183640X
http://members.tripod.com/~ShibaHill/darkness.html

An interview with a survivor: Charlotte Guthmann Opfermann. In: All about the Porges families ...
http://www.porges.net/Terezin/InterviewSurvivor.html

Sketch from the Terezin Pamatnik Muzeum, by Leo Haas
http://www.zabludow.com/opfermann.html

"Es war keine schöne Heimkehr". ErzĂ€hlcafĂ©: Charlotte Opfermann sprach ĂŒber ihr Leben, den Raub und das Verzeihen. Von Claudia Weiler, Wiesbadener Kurier, 15. November 2004 (mit einem wunderbaren Foto von Charlotte)
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=168 5733

Ein schmerzvoller Besuch. Die Zeitzeugin Charlotte Opfermann zu Gast im "ErzÀhlcafé", von Alexandra Ehrhardt. Wiesbadener Tageblatt, 15. November 2004
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=168 4735

Vom wilden Boykott zur planmĂ€ĂŸigen AusplĂŒnderung. Zwei Ausstellungen in Wiesbaden zeigen den "Legalisierten Raub" jĂŒdischen Eigentums durch NS-Behörden, von Claudia Weiler, Wiesbadener Kurier, vom 09.11.2004
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=167 8483

Holocaust survivor Charlotte Opfermann to give talk at the University of Puget Sound, University of Puget Sound, March 29, 2004
http://www.ups.edu/news/releases/2003-04/opfermann.shtml


02.10.2004, 07:00 Uhr

Der 60. Jahrestag der "zwei Befreiungen". 10. Oktober, ein großer nationaler Erinnerungstag in Luxemburg

Der 60. Jahrtestag der "zwei Befreiungen"

Dem kaum verhĂŒllten Versuch der Annektierung vom 10. Mai 1940 ausgesetzt, erklĂ€rt die Regierung Luxemburgs Deutschland den Krieg und entscheidet umgehend, sich gemeinsam mit der Großherzogin Charlotte und ihrer Familie ins Exil zu begeben, um sich keinesfalls der Gefangennahme durch den Feind auszusetzen.

Nach dem Mißerfolg der "Personenstandsaufnahme", vom 10. Oktober 1941 (*), verschĂ€rft sich die mit Gewalt durchgefĂŒhrte Germanisierung des Großherzogtums: am 30. August 1942 verkĂŒndet der Gauleiter Gustav Simon die Annexion Luxemburgs und erklĂ€rt die Wehrpflicht in der Wehrmacht fĂŒr alle jungen Leute. Angesichts der umgehenden Reaktion der Ablehnung durch die Bevölkerung ... antworten die Nazis mit einer gewalttĂ€tigen UnterdrĂŒckung, mit Exekutionen und Deportationen. Dennoch entwickelt sich eine wichtige Widerstandsorganisation, die auch direkte Kontakte mit dem belgischen und dem französischen Widerstand herstellt.

Die Großherzogin und die Regierung im Exil bleiben ihrerseits nicht untĂ€tig und erreichen, dass Luxemburg als ein Land der Alliierten anerkannt wird, womit sie ihrem Vaterland seine UnabhĂ€ngigkeit nach dem Krieg sichern.

Am vergangenen 10. September hat das Großherzogtum offiziell den 60. Jahrestag seiner Befreiung begangen, in Wirklichkeit "zweier Befreiungen"; denn wenn auch die amerikanischen StreitkrĂ€fte am 10. September 1944 in Luxemburg einmarschieren, wird das Land doch erst im Februar 1945 befreit, nach der sehr blutigen deutschen Gegenoffensive in den Ardennen, gefolgt vom siegreichen Gegenangriff der Alliierten. I.M.

(*) Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941. ZĂ€hlkarte fĂŒr Ortsanwesende
Punkt 6: Jetzige Staatsangehörigkeit
Punkt 7: Muttersprache ... Dialekte (Mundarten) , z.B. luxemburgisch, plattdeutsch, gelten nicht als Muttersprache
Punkt 8: Volkszugehörigkeit
Anzugeben ist das Volk, dem der einzelne sich innerlich verbunden fĂŒhlt, und zu dem er sich bekennt, also deutsch, italienisch, französisch, belgisch, polnisch u. dergl. Die Volkszugehörigkeit ist nicht mit der Staatszugehörigkeit oder der Muttersprache zu verwechseln und kann davon abweichen...

Le 60e anniversaire des "deux Libérations". Le Patriote Résistant no 780/octobre 2004. Journal édité par la Fédération Nationale des Déportés et Internés Résistants et Patriotes (F.N.D.I.R.P.), page 12
http://www.fndirp.asso.fr

Die organisierte Resistenz in Luxemburg

Die ersten AktivitĂ€ten dieser Resistenzgruppen war es, den Deutschen eine eigene luxemburgische Propaganda entgegenzusetzen. Dies wurde erreicht durch FlĂŒsterpropaganda, Herstellung und Verbreitung von FlugblĂ€ttern, Austeilen von Photos und Abzeichen. Naziplakate wurden zerstört, um der Gemanisierungspolitik des Gauleiters entgegenzuwirken. In geheimen Druckereien wurden die patriotischen Propagandamittel hergestellt. Am bekanntesten ist die Geheimdruckerei im Friedhof von RĂŒmelingen. Hier wurden in einer leeren Grabkammer Tausende von FlugblĂ€ttern gedruckt.

Diese FlugblĂ€tter dienten im besonderen dazu, die Bevölkerung ĂŒber die Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1941 aufzuklĂ€ren. Bei dieser VolkszĂ€hlung wollte der Gauleiter die Luxemburger zwingen, sich formal zum Deutschtum zu bekennen, indem sie bei drei Fragen ĂŒber StaatsbĂŒrgerschaft, Muttersprache und Volkszugehörigkeit mit "deutsch" antworten sollten. Die Widerstandsbewegungen enthĂŒllten den Luxemburgern die wahren Absichten der Deutschen und machten auf die Gefahr der EinfĂŒhrung der allgemeinen Wehrpflicht fĂŒr die Luxemburger aufmerksam. Sie forderten die Luxemburger auf, mit "dreimal lĂ«tzebuergesch" zu antworten. Die AuszĂ€hlung der Stimmzettel ließ erkennen, daß die Luxemburger dem Aufruf der Resistenz folgten und sich zu ihrem Luxemburgertum bekannten. Um zu reagieren verhĂ€ngten die Nazis die Todesstrafe fĂŒr die Resistenzler. Großangelegte Razzien wurden in den Widerstandskreisen durchgefĂŒhrt. Mehr als 300 Personen wurden verhaftet und in das Sonderlager Hinzert eingewiesen. Die Personenstandsaufnahme war ohne Zweifel einer der grĂ¶ĂŸten Erfolge der luxemburgischen Resistenz. Der 10. Oktober ist deshalb auch ein großer nationaler Erinnerungstag in Luxemburg.

12. Die organisierte Resistenz in Luxemburg
http://histoprim.cte.lu/lehrer/wk12.html

2. Oktober 2004


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