Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Fundsachen

18.07.2005, 04:48 Uhr

Mir lebn ejbik

Mir lebn ejbik, ess brent a welt,
mir lebn ejbik on a groschn gelt,
un ojf zepukenisch di ale ssonim
was wiln unds forschwarzn undser ponim:
Mit lebn ejbik, mir sajnen do,
mit lebn ejbik in jeder scho,
mir weln lebn un derlebn,
schlechte zajtn ariberlebn.
Mir lebn ejbik, mir sajnen do!

Wir leben ewig, es brennt eine Welt.
Wir leben ewig ohne einen Groschen Geld.
Und sollen alle Feinde zerspringen,
die uns das Leben sauer machen wollen:
Wir leben ewig, wir sind da!
Wir leben ewig zu jeder Stunde.
Wir wollen leben und weiterleben
und schlechte Zeiten √ľberleben.
Wir leben ewig, wir sind da!

Text: Lejb Rosental. Melodie: unbekannt

"Mir lebn ejbik" ist das der Nachwelt bekannteste Final-Lied des Ghettotheaters. Es entstand 1943. Als Melodie wurde ein Can-can aus einer Operette verwendet.

Es firt kejn weg zurik ...

Bis zu dem Zeitpunkt, als Wilna (Vilnius) im Juni 1941 von deutschen Truppen eingenommen wurde, galt diese Stadt als kuturelles und geistiges Zentrum des aufgeklärten Ostjudentums. Sie wurde auch das "Jerusalem Litauens" genannt.

Nach der Errichtung des Ghettos 1941 entstand eine Widerstandsbewegung, welche - einzigartig in Osteuropa - alle j√ľdischen politischen Spektren in sich vereinigen konnte: die "Farejnikte Partisaner Organisazje" (F.P.O.). Eine Anzahl von jiddischen Liedern, die vor 1943 geschrieben wurden, erz√§hlen von den Frauen und M√§nnern dieser Widerstandsbewegung.

Trotz Hunger, Not und Angst gab es im Ghetto auch ein jiddisches Theater. Schmerke Katscherginski, ein √úberlebender des Ghettos, hat in seiner Anthologie "Lider fun di Getos un Lagern" (New York 1948) u.a. auch die Lieder aus "Revuen", die zwischen 1941 und 1943 in Wilna zur Auff√ľhrung gekommen waren, herausgegeben. Diese Lieder erz√§hlen von den allt√§glichen Schwierigkeiten des Ghettolebens, denen die Bewohnerinnen und Bewohner ausgeliefert waren, und zeugen von deren Wissen um die Lage im und um das Ghetto. Im September 1943 wurde das Ghetto von den deutschen Besatzern "aufgel√∂st" ... (1)

Schtiler, schtiler... Das Ponar - Wig-Lied

Am 5. April 1943 wurden 4000 Juden - Männer, Frauen und Kinder - in Ponar, der Vorstadt von Wilna (Litauen), von der SS erschossen. Dieses Ponar-Wiegenlied erinnert an das unglaubliche Ereignis. Die Melodie schrieb ein elfjähriger Junge anläßlich eines Wettbewerbs im Ghetto 1943 zu dem Gedicht von Sholem Katscherginsky. (2)

Eine j√ľdische Mutter singt ein Wiegenlied f√ľr ihren Sohn, dessen Vater ermordet wurde. "Weine nicht, mein Sohn," sagt die Mutter, "Tr√§nen r√ľhren unsere Feinde nicht," und sie tr√∂stet ihren Sohn mit Worten der Hoffnung, da√ü der Tag der Befreiung endlich kommen wird: (3)

´Ss wert der Ch√≥jschech wu zerunen,
Fun der Finsster lojchtn Sunen,
Rajter kum geschwint,
Dich ruft dajn Kind.

Die Dunkelheit wird dann verschwinden.
Aus der Finsternis leuchtet Sonne.
Reiter, komm geschwind,
Dich ruft dein Kind.

Im Wald von Ponar wurden 100 000 Menschen ermordet, davon waren 70 000 Juden aus Wilna. (4)

(1) Es firt kejn weg zurik ... EX 139 CD. √Ėsterreichische Hochsch√ľlerschaft, Wien 1992

gojim. Es firt kejn weg zurik ... Geschichte und Lieder des Ghettos von Wilna (1941-1943)
http://digital.library.upenn.edu/webbin/freedman/searchwords ?MyData=mir+lebn+ejbik

Gojim Homepage
http://www.gojim.at/content.php?gruppe=2&menue_id=26

Freund, Florian: Es firt kejn weg zurik ... Geschichte und Lieder des Ghettos von Wilna 1941 - 1943 - - Wien: Picus, 1992. 199 S. : Ill., Notenbeisp.. - ISBN 3-85452-222-3. - Florian Freund...(Hg.). Mit einem Vorwort von Simon Wiesenthal.
http://kirke.hbz-nrw.de/dcb/Kn38/Alle_000/Buecher_12/in_NRW_ 11/000043907.html

(2) Das Ponar - Wig lied. Musik: Alexander Wolkowycki. Text: Schmerke Katscherginski
http://www.stifterhof.de/41ponarlied/texte.pdf

(3) Sidor Belarsky sings Songs of the Holocaust. Hatikvah. Music International
http://www.hatikvahmusic.com/cgi-bin/details.pl?key=34

(4) Ponar Forest. Noar Family
http://www.noarfamily.com/PONARYFOREST.html


13.07.2005, 13:06 Uhr

Schwache Briten, starke Franzosen

"Dank des Krieges im Irak betrachtet ein Gro√üteil der Welt die britische Regierung als resolut und hart und die Franzosen als beschwichtigend und weich. Aber in einem anderen Krieg, dem gegen den Terror und den radikalen Islam, ist das Umgekehrte richtig: Frankreich ist der unersch√ľtterlichste Staat des Westens, noch mehr als Amerika, w√§hrend Gro√übritannien der gl√ľckloseste ist", schreibt Daniel Pipes ...

Weak Brits, Tough French, by Daniel Pipes, New York Sun, July 12, 2005
http://www.danielpipes.org/article/2764

Schwache Briten, starke Franzosen. Von Daniel Pipes, New York Sun, 12. Juli 2005
http://de.danielpipes.org/article/2767

Die in Paris im Jahre 2002 eingerichtete und größtenteils durch das Counterterrorist Center der CIA finanzierte "Alliance Base" analysiert die transnationalen Bewegungen von des Terrorismus verdächtigten Personen und plant Einsätze, sie zu verhaften oder auszuspionieren.

Help From France Key In Covert Operations. Paris´s ´Alliance Base Targets Terrorists. By Dana Priest, Washington Post, July 3, 2005
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/07 /02/AR2005070201361.html

Hier eine Information zu dem im Artikel der Washington Post genannten Christian Ganczarski:

The German press has recently investigated the Zentralrat president, Nadeem Elyas, a German-educated Saudi physician and an official of the Islamic Center of Aachen. Die Welt linked Elyas to Christian Ganczarski, an Al-Qaeda operative currently jailed as one of the masterminds of the 2002 attack on a synagogue in Tunisia. (61) Ganczarski, a German of Polish descent who converted to Islam, told authorities that Al-Qaeda recruited him at the Islamic University of Medina where Elyas sent him to study. (62) Elyas said he could not remember meeting him but did not deny the possibility that Ganczarski, who never completed high school, might have been one of the many individuals he had sent over the years to radical schools in Saudi Arabia. (63) ... Elyas admitted to having sent hundreds of German Muslims to study at one of the most radical universities in Saudi Arabia. (65)

The Muslim Brotherhood´s Conquest of Europe, by Lorenzo Vidino, The Middle East Quarterly, Volume XII, Number 1, Winter 2005
http://www.meforum.org/article/687/

Außer aus den USA und Frankreich seien Agenten aus vier weiteren Ländern an der Zusammenarbeit in der Alliance Base beteiligt: Großbritannien, Kanada, Australien und Deutschland.

Die Agenten-Allianz. Von Dorothea Hahn, taz, 5. Juli 2005
http://www.taz.de/pt/2005/07/05/a0064.nf/text

Das BMI hat die Beteiligung deutscher Beamter dementiert und damit auch dem Vorwurf, deutsche Nachrichtendienste könnten auf diese Weise verbotenerweise Daten der Polizei einsehen, widersprochen.

Alliance Base
http://de.wikipedia.org/wiki/Alliance_Base


06.07.2005, 14:29 Uhr

JO Paris 2012 - Der Jude Alex ist an allem schuld ... oder sind´s vielleicht die Londoner Buchmacher?

Midi Libre: Olympische Spiele. Paris und London gegenwärtig Favoriten in der Stunde der Wahl. Präsentation

Eine schlechte Pr√§sentation vor den Mitgliedern des IOC kann eine Kandidatenstadt die Spiele kosten, meint Alex Gilady, Mitglied des Internationalen olympischen Komitees (IOC). "Eine gute Pr√§sentation f√ľhrt nicht dazu, Stimmen zu gewinnen, aber eine schlechte kann sie verlieren lassen", versichert der Israeli Gilady, Mitglied des IOC und Vizepr√§sident der Sportabteilung des US-Fernsehsenders NBC. (1)

Le Monde: Ich war 13 Jahre Angestellter von NBC, bevor ich ins IOC eintrat. Es ist nicht meiner Anwesenheit im IOC geschuldet, daß NBC die Übertragungsrechte davongetragen hat: eines Tages sagte mir Antonio Samaranch - der ehemalige IOC-Präsident - daß er einen Fernseh-Fachmann im IOC bräuchte, und da Israel noch kein Mitglied dort hatte, habe ich die Sache gemacht. Aber seien Sie versichert, daß ich nicht die "Stimme des NBC" im IOC bin. (2)

Berliner Zeitung: Ein "ungew√∂hnliches Arrangement", entdeckte die "Washington Post" nun am Sonntag, die "New York Times" charakterisierte Gilady am Sonnabend als "IOC-Mitglied, das einen zweiten Hut tr√§gt", den von NBC n√§mlich, und fragte, ob ihm diese Doppelfunktion etwa unangebrachten Einflu√ü erm√∂glicht. Denn was IOC und NBC seit Jahren als "Br√ľckenfunktion" beschreiben, st√∂√üt Konkurrenten und Au√üenstehenden als klarer Interessenskonflikt auf.

Der Chef-Lobbyist von NBC

Der 56j√§hrige Israeli sitzt seit 1981 im Management von NBC und fungiert als Lobbyist der Sportabteilung. Man habe ihn eingestellt, sagt NBC-Sportchef Kenneth Schanzer, damit er dem Sender internationale Kontakte verschaffe. Anfang der 80er Jahre n√§mlich verf√ľgte der Konkurrent ABC √ľber die besten Verbindungen zum IOC. "Gilady hat das in 15 Jahren ge√§ndert. Er hat seine Arbeit verdammt gut gemacht", lobt Schanzer. So gut immerhin, da√ü das IOC Gilady 1994 als ersten Vertreter Israels in die eigenen Reihen aufgenommen hat. Nun sitzt Gilady im TV-Ausschu√ü des IOC, und Schanzer betont: "Alex ist eines der Fundamente, auf denen unsere Beziehungen zum IOC stehen." (3)

Official Website of the Chinese Olympic Committee: Liu Peng extended a warm welcome to the Israeli IOC member who has given his help and support to Beijing for its Olympic bid in 2001. As an IOC member and NBC vice president, Liu noted, Mr Gilady has been working hard in various Olympic-related fields and has contributed to Beijing´s preparations for media service during the 2008 Games. (4)

Wikipedia: Die Spiele wurden von den USA und anderen Staaten (insgesamt 64, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland) boykottiert. Grund war der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan. Die Anzahl der Teilnehmenden war so niedrig wie seit 1956 nicht mehr. In der folge wurden dann die Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles von den meisten Ostblockstaaten boykottiert. (5)

Nach dem Desaster von Moskau nimmt der Israeli Alex Gilady das Heft fest in die Hand und wählt ab sofort ihm genehme Städte aus:

Olympische Spiele: Moskau (1980), Los Angeles (1984), Seoul (1988), Barcelona (1992), Atlanta (1996), Sydney (2000), Athen (2004), Beijing (2008) und London (2012)

Media-Ratings, la Premi√®re Agence de Notation des M√©dias, die erste Benotungsagentur der Medien, stellt schon am 5. Juli ganz andere Zusammenh√§nge vor. Die Agentur geht zun√§chst ins Gericht mit den selbstverliebten √Ąu√üerungen von Reuters, der Lib√©ration, der Le Monde und anderer franz√∂sischer Medien.

Media-Ratings: Nun gibt es ein einfaches Mittel, um zu versuchen, die objektiven Möglichkeiten kennenzulernen, daß ein Ereignis stattfindet: das sind die Londoner Buchmacher.

Wenn diese Wettaktivität auch in London angesiedelt ist, so bilden doch die Spieler, die dem nachgehen, eine kosmopolitische Versammlung, deren Ziel es ist, Geld zu gewinnen und nicht, eine Wahl auf nationalen Präferenzen zu betonen. Sie können also mit ihren rationalen Vorhersagen nicht im Verdacht des Chauvinismus stehen.

Die Wetter weltweit, die die Angewohnheit haben, auf sportliche, politische oder internationale Ereignisse zu setzen, interessieren sich also auch f√ľr die Wahl des Austragungsortes der Olympischen Spiele des Jahres 2012.

Nun hat aber gemäß ihrer letzten Bewertungen (datiert von Montag, den 4. Juli 2005, 20 Uhr) London größere Chancen als die anderen Kandidatenstädte, durch das Internationale olympische Komitee ausgewählt zu werden: beim Buchmacher Ladbrokes setzten auf die britische Hauptstadt 40 Prozent der Wetter, während auf Paris 36 Prozent setzten.

Eine Frage stellt sich also: wer sind die verl√§√ülicheren Orakel, die franz√∂sischen Medien, die inst√§ndig w√ľnschen, die Olympischen Spiele in Paris zu sehen, die aber nichts zu verlieren haben, wenn sie das ank√ľndigen, oder die Wetter, die ihr Geld einsetzen?

Dann weist Media-Ratings darauf hin, da√ü bei den franz√∂sischen Medien schon des √∂fteren der Wunsch der Vater des Gedankens war, im Falle der Vorhersage des Sieges des iranischen Pr√§sidentschaftskandidaten, Juni 2005, setzten sie statt auf Mahmoud Ahmadi-Nedjad auf seinen Konkurrenten Akbar Hashemi Rafsandjani, und im November 2004 bezogen sie Position f√ľr John Kerry und sagten seinen Wahlsieg voraus, zu einer Zeit, als die amerikanischen Medien bereits einen gro√üen Vorsprung des George W. Bush ausmachten. Dazu standen sie noch bis sp√§t in die Nacht, als klar war, da√ü John Kerry verloren hatte.

Man beobachtet also eine Tendenz der franz√∂sischen Medien, sich selbst durch Vorhersagen zu manipulieren, von denen sie w√ľnschen, da√ü sie sich verwirklichen m√∂gen. Erinnern wir zus√§tzlich daran, da√ü es das Ziel der Informationsmedien sein sollte, die Wirklichkeit widerzuspiegeln, und nicht, die Zukunft vorherzusehen oder zu versuchen, sie zu beeinflussen. (6)

Das sag mal einer diesen mit französischen Regierungskreisen eng verquickten Medien! Sie dienen nicht als Vierte Gewalt, sondern sie machen sich genauso viel vor wie die französische Regierung auch. Derweil gehört der Erfolg anderen - London beispielsweise ...

Quellen

(1) Jeux olympiques. Paris et Londres favoris √† l´heure du choix. Pr√©sentation, Midi Libre, 6 juillet 2005, p. TE01

(2) Alex Gilady, membre du Comit√© international olympique, vice-pr√©sident de NBC Sports. "Une bonne pr√©sentation ne fait pas gagner, une mauvaise peut faire perdre." Propos recueillis par Sylvain Cypel et Fr√©d√©ric Potet, Le Monde, 5 juillet 2005. Article paru dans l´√©dition du 6 juillet 2005
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3242,36-669585@51- 627742,0.html

(3) Der Mann mit den zwei H√ľten. Alex Gilady sitzt im TV-Ausschu√ü des IOC und arbeitet als Lobbyist f√ľr den Olympiasender NBC. Von Thomas Schuler, Berliner Zeitung, 26. Januar 1999
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump .fcgi/1999/0126/medien/0006/

(4) Liu Peng meets with IOC member Alex Gilady. Official Website of the Chinese Olympic Committee, June 3, 2005
http://en.olympic.cn/coc/exchange/2005-06-03/580124.html

(5) Olympische Sommerspiele 1980. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1980

(6) JO 2012 : Paris 2012 devance-t-il vraiment Londres 2012 ?, Media-Ratings, Mis en ligne le 5 juillet 2005
http://www.m-r.fr/actualite.php?id=1126

6. Juli 2005 - Erg√§nzung nach der Entscheidung f√ľr London als Austragungsort


22.06.2005, 04:38 Uhr

Florence hat Bagdad klammheimlich verlassen ...

Reaktion der betroffenen Geheimagenten und Diplomaten: nach f√ľnf Monaten der Bem√ľhungen zur Freilassung von Florence und Hussein w√§re ein Nichtgelingen einer perfekten R√ľckf√ľhrung ins Heimatland untragbar gewesen. Hier die Einzelheiten der bemerkenswerten technischen und personellen Mittel, die aufgewendet wurden: Die "Bougainville", Spionageschiff der DGSE, drehte w√§hrend mehr als vier Monaten ihre Runden in den Gew√§ssern um den Libanon und um Syrien, um alle m√∂glichen Gespr√§che aus dem Irak aufzunehmen. Nicht gerechnet der Satellit Helios, der das Land √ľberfliegt, um von dort wertvolle Fotos aufzunehmen ...

(Auszug aus einem Artikel von Claude Angeli, Le canard enchainé, Mittwoch, den 22. Juni 2005, Seite 3)

Florence a quitté Bagdad en catimi ...

R√©action des barbouzes et des diplomates concern√©s: apr√®s cinq mois d´efforts pour obtenir la lib√©ration de Florence et de Hussein, il aurait √©t√© inadmissible de ne pas r√©ussir un rapatriement parfait. Et de d√©tailler les consid√©rables moyens techniques et humains mis en Ňďuvre: le "Bougainville", navire-espion de la DGSE, a fait des ronds dans l´eau, pendant plus de quatre mois, au large du Liban et de la Syrie pour capter toutes les conversations possible depuis Irak. Sans compter l´utilisation du sat√©llite H√©lios, survolant le pays pour en saisir des images pr√©cieuses ...

(extrait de l´article de Claude Angeli, Le canard enchain√©, mercredi 22 juin 2005, page 3)

B√Ętiment d´Exp√©rimentations Bougainville. Menu B√Ętiment d´Exp√©rimentations Bougainville. Marine nationale
http://www.alabordache.com/marine/espacemarine/marine/autres batiments/bougainville/index.php

Moyen interarmées naval de renseignement électromagnétique (MINREM). Commandement, Communication, Conduite et Renseignement (C3R), Programmes et Environnement de Gestion. Fiche no 04, page 63
Le Bougainville, actuel navire d´√©coute, sera remplac√© en 2006 ...
http://www.defense.gouv.fr/portal_repository/1452784625__000 1/fichier/getData

HELIOS II, une nouvelle génération de satellites militaires, 8 octobre 2004
http://www.cnes.fr/html/_96_197_2669_.php

Entr√©e de l´Italie dans le programme Helios II. D√©l√©gation g√©n√©rale pour l´armement. Minist√®re de la Defense
http://www.defense.gouv.fr/dga/


13.06.2005, 21:34 Uhr

Mischket Liebermann: Ruben Rosenfeld aus der Grenadierstraße

Die Geschichte unseres Widerstandskampfes gegen die faschistische Barbarei ist reich an Helden. Auch Ruben Rosenfeld, dieser stille, bescheidene Junge aus dem Berliner Ghetto, war einer von ihnen. Er lebte in ärmlichen Verhältnissen. Zerrissen und zerschlissen lief er umher, immer neugierig, immer wißbegierig. Schon als Vierzehnjähriger kam er atemlos heran, wenn er mich in einem Demonstrationszug entdeckte. Ich war immerhin schon siebzehn. Er marschierte neben mir in Reih und Glied, wollte nicht wie ein Kind nebenherlaufen, sondern dazugehören. Schon damals. Selten vergaß er mich zu fragen, wo es eine Veranstaltung gäbe. Ich sagte es ihm. Ruben war zur Stelle. Und wenn es noch so weit entfernt vom Ghetto war. Er ging zu Fuß, Fahrgeld hatte er nicht.

Ein Halbw√ľchsiger noch, verlie√ü Ruben das Elternhaus.

Es zog ihn unwiderstehlich zur Arbeiterbewegung. Mit siebzehn war er schon im Jugendverband und neunzehnjährig in der Kommunistischen Partei Deutschlands.

1933 geh√∂rte er zu den Illegalen, zu den Gehetzten, Gejagten, die mit doppelter Kraft f√ľr die Sache des Volkes arbeiteten. Doch schon im September dieses Jahres sa√ü er im Gestapokeller und durchlebte die H√∂lle. Bei seiner Festnahme fand die SA einen Zettel im Hause, auf dem Zeit und Ort eines Treffs mit einem Genossen von der Bezirksleitung notiert waren. Die Nazis brachten ihn dorthin. Es war am Luther-Denkmal in der Kaiser-Wihelm-Stra√üe. Sie mu√üten die Fahrbahn √ľberqueren. In dem Moment warf sich Ruben unter ein fahrendes Auto. Er wollte sein Leben hergeben, um das des Genossen zu retten.

Die Grenadierstraße

In dem von Ostjuden besetzten Gebiet Berlins mu√üte sich der Deutsche wie in Feindesland f√ľhlen. Er wurde beobachtet, umlungert, verfolgt. Hier erschienen ein halbes Dutzend hebr√§isch gedruckter jiddischer Zeitungen. Hier entdeckte die Polizei Brutst√§tten des kriminellen und politischen Ungeziefers.

Photo und Bildunterschrift sind der NS-Brosch√ľre "Der ewige Jude", hrsg. 1938 von Hans Diebow, entnommen und belegen, zusammen gesehen, einen Grundzug nationalsozialistischer Propaganda, den Adorno folgenderma√üen beschrieben hat: "Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine L√ľge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben."

Quellen

Eike Geisel: Im Scheunenviertel. Bilder, Texte und Dokumente. Mit einem Vorwort "Ein Unort" von G√ľnter Kunert. Severin und Siedler, Berlin 1981, S. 136 und S. 140
http://www.silverenberg.nl/images/a1063.jpg

Textnachweis: Mischket Liebermann. Im Berliner Ghetto. Einer aus dem Ghetto. Aus: Vom Ghetto in die Welt, Verlag der Nation, Berlin (DDR) 1977

Straße der Verlorenen. Von Karsten Krampitz. Berliner Morgenpost, Sonntag, 6. April 2003
http://morgenpost.berlin1.de/content/2003/04/06/biz/595775.h tml

Books by Eike Geisel. All Bookstores.com
http://www.allbookstores.com/browse/Author/Geisel%2C%20Eike

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin bezeichnete er als Monument der Vernichtungsgewinnler und nationale Kuschelecke.

In Erinnerung an Eike Geisel: Wahrheit gegen den Versöhnungskitsch. Von Stefan Berkholz. HaGalil Archiv Juni 1998. haGalil onLine: Friday, 12 November 2004
http://www.hagalil.com/archiv/98/06/geisel.htm

Eike Geisel, geboren 1945, lebte als freier Autor und √úbersetzer in Berlin. Er verstarb am 6. August 1997.


09.03.2010, 05:23 Uhr

Wart auf mich

Zhdi menia (Wart auf mich). Gesang: Georgii Vinogradov. Audio
http://retro.samnet.ru/music/phono/war/vinogradov_-_zhdi_men ja.mp3

Zhdi menia (Wart auf mich). Mit deutschem Text. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=Uq_SOPH8Zys

Zhdi menia (Wart auf mich). An unknown singer. Audio
http://download.sovmusic.ru/m/zhdi.mp3

Den aktualisierten Text finden Sie in der Dokumentation, vom 8. März 2010:

Wart auf mich. Konstantin Simonow / Matwey Isaakowitsch Blanter
http://www.eussner.net/artikel_2010-03-08_22-39-13.html


08.05.2005, 10:01 Uhr

Simcha Bunem Unsdorfer - Tragödie, Mut und Widerstand

"There were no happy hopes of reunion for us. Only tears, tears that were stored away from the moment of our arrival in Auschwitz now poured down our sunken cheeks. Only now did we have time to think of our dear ones who had perished, who were no longer here to see our hour of liberation and join with us in what could have been the happiest days of our lives." - story of Holocaust survivor Simcha Bunem Unsdorfer as read by Sir Ben Kingsley in Liberation

Simon Wiesenthal Center Re-Releases "Liberation" in Conjunction with the 60th Anniversary of the Liberation of The Concentration Camps. Liberation is unique among the many documentaries on World War II because it addresses two themes in a single film: the dramatic story of the battle waged on two fronts during the War - the Allied campaign to liberate Europe and Adolf Hitler´s genocidal war against the Jews.

Interweaving personal narratives of unforgettable stories of tragedy, courage, resistance, and survival of the Jews of Europe with the story of the Allied campaign to liberate Europe and Adolf Hitler´s genocidal war against the Jews, Liberation reveals the inescapable and sobering reality that while Hitler was losing the war on the Allied Front, the Nazis were winning their war on the Jews and other innocent victims. The film reaches its climax with the dramatic liberation of Paris, the Benelux countries, and the death camps, through to VE Day.

Screened at the 1995 Berlin International Film Festival and the Deauville Festival of American Cinema in France among others, it was selected by the State of Israel as its official film commemorating the 50th anniversary of VE Day.

Liberation. Narrated by Sir Ben Kingsley, Miriam Margolyes, Patrick Stewart, Jean Boht and Whoopi Goldberg.
http://www.kintera.org/TR.asp?ID=M68659926957327514317565

Liberation. Arnold Schwartzman. USA 1994, 100 Min. Berlinale 1995, Sektion Panorama
http://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/1995/02_prog ramm_1995/02_Filmdatenblatt_1995_19951024.php

The Simon Wiesenthal Center - the team responsible for the Academy Award-winning film Genocide - LIBERATION begins in 1942, when the struggling allies began envisioning an invasion of Europe. The film reveals the strategies and deceptions on all sides, while vividly depicting the struggle on the battlefield, exploring those fateful years in panoramic detail. But most of all, this remarkable film documents the compelling stories that emerged from the tragedy inflicted upon European Jews ‚ÄĒ their courage, resistance and survival ‚ÄĒ stories you will never forget. LIBERATION is the very best in documentary filmmaking and its powerful insights will resonate with you for years to come.

Liberation on DVD. Koch Lorber Films, June 15, 2004
http://www.kochlorberfilms.com/news.asp?ID=17

Far away in Slovakia the Passover Seder was celebrated in a most humble fashion. Simcha Bunem Unsdorfer had been brought to the Auschwitz death camp. There the SS officers killed thousands of men, women and children daily. Simcha knew that there were only two ways to leave the death camp. One was through the chimney of the ovens after being gassed and burned. A better way was to find work for the German war effort...

Passover, Freedom of The Spirit. Shmais News Service
http://www.shmais.com/pages.cfm?page=hechtdetail&ID=27

Simcha survived the death camp and shared his experience in a personal memoir called The Yellow Star:

Yellow Star, von Simcha B. Unsdorfer. Feldheim Publishers Jerusalem/New York 1961. Erscheinungsdatum des Reprint: 1. Juni 1983. ISBN: 0873063376
http://www.amazon.com


08.05.2005, 10:55 Uhr

HaGalil und die "Junge Welt"

Unterst√ľtzen Sie haGalil mit Ihrer Spende. Schon zwanzig Euro im Jahr helfen, haGalil zu erhalten. Nicht Reden! Handeln! meint HaGalil ...

HaGalil in Existenznot. Von Thomas Klatt, Junge Welt, 2. April 2005
http://www.jungewelt.de/2005/04-02/018.php

Das stand schon im Februar bei HaGalil (man kann´s dort auch h√∂ren!)

HaGalil vor dem Aus? Von Thomas Klatt, HaGalil, 28. Februar 2005
http://www.hagalil.com/archiv/2005/03/hagalil.htm

Am selben Tag, am 2. April 2005, sch√ľttet die "Junge Welt" Mistk√ľbel aus √ľber Josef Joffe und DIE ZEIT:

Feuer frei! Der schwarze Kanal. Von Werner Pirker, Junge Welt, 2. April 2005
http://www.jungewelt.de/2005/04-02/031.php

Die "Junge Welt" ist in der 10 Euro-Kampagne der AIK und in der 20 Euro-Kampagne von HaGalil aktiv:

Die AIK hat die Spendenkampagne "10 Euro f√ľr den irakischen Widerstand" initiiert. Und ihr Sprecher Wilhelm Langthaler ist zusammen mit "Junge Welt"-Mann Werner Pirker Autor eines Buches mit dem bezeichnenden Titel "Ami go home. Zw√∂lf gute Gr√ľnde f√ľr einen Antiamerikanismus". W√§hrend dessen im Irak: Auch hier sind wie im letzten Jahr, die Terroristen vor dem Jahrestag besonders aktiv ...

Soli f√ľr den Heiligen Krieg. Von Ivo Bozic. Henryk M. Broders Homepage. Fremde Federn, 28. M√§rz 2005
http://www.henryk-broder.de/html/fr_bozic.html

Die "Junge Welt" setzt sich am 22. M√§rz 2005 f√ľr HaGalil ein:

"Wir kriegen haufenweise unappetitliche E-mails". J√ľdisches Internetportal haGalil ist in Schwierigkeiten. Bund zahlt keinen Zuschu√ü mehr. Ein Gespr√§ch mit Andrea Livnat. Andreas Siegmund-Schultze, Junge Welt, 22. M√§rz 2005
http://www.jungewelt.de/2005/03-22/025.php

Und hier das rotbraune Querfrontorgan rbi-aktuell.de mit massiver Kritik an der "Jungen Welt". Die sind wenigstens konsequent:

Ist die "Junge Welt" jetzt zionistisch? Ein Interview als Hofberichterstattung. Von Elmar Getto. rbi-aktuell.de, 26. März 2005
http://www.rbi-aktuell.de/cms/front_content.php?client=1&lan g=1&idcat=30&idart=249

Die "Junge Welt" ist unerm√ľdlich im politischen Kampf gegen die USA und Israel t√§tig. Von der Ralph Nader nahestehenden Web Site TomDispatch.com, √ľbersetzt vom Anti-Imperialisten Klaus von Raussendorff und ver√∂ffentlicht in seiner AIKor:

Bush pokert um Nadschaf. Von Michael Schwartz. Junge Welt. Beilage Trikont und Irak-Krieg, Anti-Imperialistische Korrespondenz (AIKor), 18. August 2004
http://www.aikor.de/info/04082801.pdf

Gambling in Najaf: Iraq as the Twenty-first Battleground State. By Michael Schwartz, Professor of Sociology at the State University of New York at Stony Brook. TomDispatch.com - a regular antidote to the mainstream media, August 11, 2004
http://www.tomdispatch.com/index.mhtml?pid=1677

Kommunisten-online. Kommunistische Internetzeitung. Mit vielen Beiträgen zur Internationalen Irak Konferenz am 12. März 2005
http://www.kommunisten-online.de/aik-2005-4.htm

Max Brym wendet sich auf HaGalil gegen den Anti-Amerikanismus des Werner Pirker und der "Jungen Welt":

Nordirak: Ein "linksdeutsches" Hurra oder "Kurden gegen Kurden". Von Von Max Brym. HaGalil, 5. Februar 2004
http://www.nahost-politik.de/deutschland/nordirak.htm

Wenn es um "Pal√§stina" geht: "Junge Welt" und HaGalil gemeinsam mit den deutschen Mainstream-Bl√§ttern gegen Israels Politik, von Avnery √ľber FR und FAZ bis zur ZEIT, gern verlinkt bei der Deutsch-arabischen Gesellschaft!

Koexistenz oder Konfrontation? Der geplante Verlauf des Sicherheitszauns. HaGalil, 14. September 2003
http://www.nahost-politik.de/westbank/sicherheitszaun.htm
http://www.d-a-g.de/infopalaestina.htm

Und das meint der Rechtsausleger "Junge Freiheit" zu HaGalil:

Einseitige Ausrichtung. Internet: Wie sich die j√ľdische Informationsplattform "haGalil" zum antirechten Kampfinstrument mauserte. Von Ekkehard Schultz. Junge Freiheit, Nr. 29, 11. Juli 2003, Seite 4
http://www.jf-archiv.de/archiv03/293yy13.htm

Die "Junge Welt" setzt sich f√ľr Michel Friedman ein. HaGalil bringt´s am selben Tag auf der Startseite!

Cui bono? Michel Friedman im Visier. Von kf, "Junge Welt", 16. Juni 2003
http://www.jungewelt.de/2003/06-16/003.php
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2003/06/friedma n-2.htm

Ein Artikel aus der "Jungen Welt", vom 29. Oktober 2002, auf HaGalil am 31. Oktober 2002

Zeugenschaft. Von Andreas Hahn. Junge Welt, 29. Oktober 2002 - HaGalil, 31. Oktober 2002
http://www.jungewelt.de/2002/10-29/020.php
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2002/10/pianist .htm

Max Brym schreibt auf HaGalil gegen Werner Pirker und die "Junge Welt":

Gibt es eine Querfront zwischen Links und Rechts? Von Max Brym, HaGalil, 1. Juli 2002
http://www.antisemitismus.net/antisemitismus/antizionismus/t exte/brym-05.htm

Es ist alte Tradition von HaGalil, sich auf die "Junge Welt" zu beziehen! Mit der "Jungen Welt" gegen Rechts und gegen Neo-Nazis!

Th√ľringen. Ein normaler Tod in der "national befreiten" Zone? 30. Mai 2001
http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/02/herrent ag.htm


27.03.2005, 07:42 Uhr

Gad Granach zum 90. Geburtstag, am 29. M√§rz 2005. Gl√ľckwunsch!

"1938 wurde in Jerusalem das ber√ľhmte Caf√© ´Atara´ er√∂ffnet, und jedesmal, wenn ich vom Toten Meer kam, ging ich dorthin, das war unser Treffpunkt. Das ´Atara´ war eine Kopie von "Zuntz sel. Witwe" in Berlin, alles in braun gehalten, mit einer Kaffeebohne als Motiv. Die Kellnerinnen trugen wei√üe Sch√ľrzchen mit einer Tasche vorn dran, und sie hatten Kuchen zur Auswahl. ´Atara´ gab es auch in Haifa und in Tel Aviv. Das Caf√© geh√∂rte der Familie Perlmutter, und die alte Frau Perlmutter hat immer die Servietten gez√§hlt - solche typisch israelischen Standardservietten von der Gr√∂√üe einer Briefmarke, mit denen man sich nicht einmal die Nase putzen kann, und tut man es doch, ist man gleich mit der Nase durch. Ins ´Atara´ gingen die Jeckes auf ein Glas Tee und zankten sich um die Zeitschriften, denn immer sa√ü so ein alter Knacker auf der ganzen Mappe. Das ´Atara´ war Europa."

Gad Granach: Heimat los! Aus dem Leben eines j√ľdischen Emigranten. Aufgezeichnet von Hilde Recher. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2000. Zwei Zitate von den Seiten 30 und 111
http://www.fischerverlage.de/

Ach so! - Gad Granach und Henryk M. Broder auf Tour. Gad Granach liest aus seinem Buch "Heimatlos!". Henryk M. Broder moderiert. Aufzeichnung der Matinee am 2.11.1997 im Centrum Judaicum. 1 CD, 57 Minuten H√∂rzeit. √Ėlbaum-Verlag, Augsburg 2000
http://www.perlentaucher.de/buch/684.html

Gad Granach, major domo of the Jerusalem school oversaw a camp staff of seven as General Foreman. Gezer IV, The 1969-1971 Seasons in Field VI, "The Acropolis". Volume IV of the series of publications of the Harvard Semitic Museum-Hebrew Union College Excavations at Gezer. Seger, Joe D. Publisher: Keter Press, Jerusalem 1986
http://library.msstate.edu/msuauthors/jds1/

Hebrew Union College - Jewish Institute of Religion
http://www.huc.edu/

Die Reise nach Jerusalem 3, von Henryk M. Broder. Online-Tagebuch der Mitglieder des publizistischen Netzwerks Die Achse des Guten, 26. März 2005
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=466&ref=0

Gad Granach und seine Witze. Von Hannes Stein, Die Welt, 22. März 2005
http://www.welt.de/data/2005/03/22/614630.html

Gad Granach zu Gast bei Alfred Biolek: "Ich mache √ľberall Petersilie rein - au√üer in mein Bett ..."
http://www.alfredissimo.de/gaeste/?action=gast&id=357&sn=

"Es h√§tte ihm gefallen". Gad Granach stellte die Autobiographie seines Vaters vor. Von Tobias Kaufmann. J√ľdische Literatur. Leo-Baeck Book Shop, 2003
http://www.juedische-allgemeine.de/leobaeck/biographien/buch -08019.html

Da geht ein Mensch. Der Tagesspiegel √ľber Alexander und Gad Granach
http://www.henryk-broder.de/php/druck.php?datei=fr_tagesspie gel.html

Alexander Granach: Da geht ein Mensch. Autobiographischer Roman. Mit einem Vorwort von Rachel Salamander. √Ėlbaum Verlag, Augsburg 2003
http://www.oelbaum-verlag.de


25.03.2005, 12:12 Uhr

Lisa Fittko: Mein Weg √ľber die Pyren√§en. Erinnerungen 1940/41

Wenn man mich heute fragt, wie Frankreich damals die j√ľdischen und politischen Emigranten behandelt hat, wie die Franzosen sich uns gegen√ľber benommen haben, wei√ü ich keine Antwort. Frankreich - welches Frankreich? Die Franzosen - wer ist das?

Ich wei√ü, da√ü wir in den Augen der franz√∂sischen Beh√∂rden l√§stige Fremde waren, die man sich vom Leibe halten mu√üte; da√ü sie uns f√ľr sch√§dlich hielten, weil wir Frankreichs Beziehungen mit Nazi-Deutschland gef√§hrden konnten. Tausende von Emigranten waren gezwungen, sich illegal durchzuschlagen. F√ľr uns gab es keine Arbeitserlaubnis, wir hatten keine Rechte, nicht einmal heiraten durften wir.

Als der Krieg ausbrach, erkl√§rte uns die franz√∂sische Regierung zu feindlichen Ausl√§ndern und sperrte uns in Konzentrationslager - zusammen mit den wirklichen Feinden, den Nazis. Viele Emigranten meldeten sich als Freiwillige zur franz√∂sischen Armee, um gegen den deutschen Faschismus zu k√§mpfen, doch sie wurden zur√ľckgewiesen und statt dessen in die Fremdenlegion gepre√üt, um eine Trans-Sahara-Eisenbahn zu bauen.

Die Franzosen - P√©tain, Weygand, Laval - unterzeichneten den Artikel des Waffenstillstands, der uns Emigranten den Deutschen auslieferte, und die neue Regierung bem√ľhte sich eifrig, die Nazis noch zu √ľbertreffen.

Doch h√§tte keiner von uns √ľberleben k√∂nnen ohne die Hilfe von Franzosen in jedem Winkel des Landes - Franzosen, deren Menschlichkeit ihnen den Mut gab, diese vertriebenen Fremden aufzunehmen, zu verstecken, zu ern√§hren. Menschen wie der Kommandant des Bahnhofs von Lourdes, die in der finstersten Stunde ihrer eigenen Niederlage die Last des Schandartikels auf sich nahmen, der ihr Land des stolzen Namens la France g√©n√©reuse beraubt hatte.

Quellen

Lisa Fittko, Who Helped Rescue Many Who Fled the Nazis, Dies at 95. By Douglas Martin. The New York Times, March 21, 2005
http://www.nytimes.com/2005/03/21/obituaries/21fittko.html?

Lisa Fittko (1909 - 2005). Von Christoph Neidhart. Weltwoche.ch, 11/05
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=10402&CategoryID=66

Lisa Fittko: Mein Weg √ľber die Pyren√§en. Erinnerungen 1940/41, 1. Auflage Hanser Verlag M√ľnchen, Wien 1985, S. 99f. Reihe Hanser, Oktober 2004
http://www.dtvjunior.de/dtvjunior.cfm?wohin=dtvnr62189&berei ch=J

Ein Film √ľber Lisa Fittko, von Constanze Zahn, Deutschland 1998, 42 min:
Lisa Fittko: "Doch wir, sagten wir, wir ergeben uns nicht..."
http://www.medienwerkstatt-wien.at/videos/lisa-fittko_main.h tm

Dialogliste in deutsch des dokumentarischen Videoessays
http://www.medienwerkstatt-wien.at/videos/bandtexte-dt-eng/f ittko_textliste-dt.htm

Film en fran√ßais: Lisa Fittko, portrait d´une r√©sistante. Auteur-realisateur: Constanze Zahn. √Čtats g√©n√©raux du film documentaire
http://www.lussasdoc.com/etatsgeneraux/2000/fiche_film.php4? id=44

Lisa Fittko geb. Ekstein, geboren 1909 in Uzhorod, Ukraine. Sie ist j√ľdischer Herkunft. Ihr antifaschistisches Engagement zwingt sie, Berlin 1933 zu verlassen. Sie engagiert sich weiterhin an jedem Ort ihres Exils, in Prag, Z√ľrich, Amsterdam und Paris gegen Nazideutschland. Sie entkommt nach Marseille und st√∂√üt dort auf Varian Fry und das Emergency Rescue Committee., das - meist illegal - organisierte Fluchthilfe betreibt. 1940/1941 ist sie in der Fluchthilfe in S√ľdfrankreich aktiv. Sie ist u. a. die Fluchthelferin von Walter Benjamin.

Lisa Fittko ist am Samstag, den 12. März 2005, in Chicago gestorben.

25. März 2005


Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken
Zurück zur vorigen Seite Zum Archivdieses Abschnitts Weiter zur nächsten Seite