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Gudrun Eussner
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Fundsachen

03.11.2005, 06:57 Uhr

Der Deichgraf am Kanthaken

Was spr√§che eigentlich gegen folgende Version dieser Posse? M√ľnte und Schr√∂der erkennen im Vorfeld der NRW-Wahl, dass die rot-gr√ľne Bundesregierung am Ende ist. Schr√∂der hat schon vor Jahren angek√ľndigt, nur sieben Jahre den Job als Bundeskanzler machen zu wollen. Die sieben Jahre sind nun vorbei - er hat keine Lust mehr. √úberleben kann die zerrissene SPD nur, wenn sie an der Macht bleibt: also ist das Ziel eine grosse Koalition! Und so kommt es! F√ľhren soll diese "neue" SPD der Brandenburger Platzeck, den sich Schr√∂der schon vor langer Zeit als Kronprinzen auserkoren hat. M√ľnte bleibt noch eine kurze Zeit SPD-Chef, bis Platzeck als Au√üenminister und Vizekanzler aufgebaut ist. Es gibt nur ein Problem: Platzeck will nicht. Der m√∂chte weiterhin seinen Kiez in Babelsberg pflegen und und als F√ľrst durch die Mark Brandenburg wandern. Was tun? Man inszeniert eine Tragikkom√∂die, damit Platzeck in die Puschen kommt. Die unwissentliche Hauptrolle schiebt man dabei einer dummen Kuh namens Nahles zu. Und man benutzt eine bew√§hrte Strippenzieherin: die rote Heidi. Vorhang auf - erster Akt. M√ľnte pr√§sentiert einen unschuldig aussehenden jungen Spund als seinen General, von dem jeder wei√ü, dass der zwar t√ľchtig, politisch aber nicht durchzusetzen ist. Das pa√üt so ganz zum bew√§hrten Stil von Schr√∂der und M√ľnte, mit "Basta!"-Attacken auf die lieben Genossen loszugehen. Die reagieren wie gewollt. Nahles steigt in die B√ľtt - alle √ľblichen Verd√§chtigen werkeln wie gew√ľnscht. N√§chster Akt: M√ľnte erscheint als meuchelgemordeter Held, versunken in einem Meer sozialdemokratischer Tr√§nen. Vorletzter Akt: die Sozi-Feuerwehr pr√§sentiert sich in bester Manier und l√∂scht h√∂chst medienwirksam den irrealen "Brandt"herd. Letzter Akt: der Retter erscheint, umgeben von drei h√ľbschen Maiden, seinen T√∂chtern. Die Erl√∂sung: Der Deichgraf √† la Theodor Storm. In der Loge schauen zufrieden und schenkelklatschend die Regisseure zu: M√ľnte und Schr√∂di.

Kurt Brumme


25.10.2005, 13:15 Uhr

Frankfurter Buchmesse informiert Staatsanwaltschaft √ľber Antisemitismus-Vorw√ľrfe

Die Frankfurter Buchmesse hat der Staatsanwaltschaft Frankfurt Mitteilung gemacht √ľber Vorw√ľrfe gegen iranische Aussteller der Buchmesse.

Nach Angaben von Besuchern der Buchmesse, die am Sonntag zu Ende gegangen ist, waren am Gemeinschaftsstand iranischer Verleger einzelne B√ľcher und Brosch√ľren ausgestellt, deren Inhalt antisemitisch und Gewalt verherrlichend gewesen sei.

"Wir konnten die Vorw√ľrfe nicht verifizieren und haben deshalb die Frankfurter Staatsanwaltschaft eingeschaltet," sagte Buchmesse-Chef Juergen Boos.

Nach Information der Staatsanwaltschaft wurde am Dienstag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Frankfurter Buchmesse informiert Staatsanwaltschaft √ľber Antisemitismus-Vorw√ľrfe. Frankfurter Buchmesse Unternehmen 24. Oktober 2005
http://www.buchmesse.de/de/index.php?content=/de/presse_pr/p ressemitteilungen/details/12417/content.html

Nachrichten des Tages. Antisemitismus-Vorw√ľrfe. Gemeinschaftsstand iranischer Verleger. B√∂rsenblatt. OnlineMagazin f√ľr den deutschen Buchhandel, 25. Oktober 2005
http://www.boersenblatt.net/

Working definition: "Antisemitism is a certain perception of Jews, which may be expressed as hatred toward Jews. Rhetorical and physical manifestations of antisemitism are directed toward Jewish or non-Jewish individuals and/or their property, toward Jewish community institutions and religious facilities." In addition, such manifestations could also target the state of Israel, conceived as a Jewish collectivity.

Working Definition of Antisemitism. European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC)
http://eumc.eu.int/eumc/material/pub/AS/AS-WorkingDefinition -draft.pdf

Zur Buchmesse 2004 lesen Sie bitte auch:

Islamisten und deren Freunde auf der Frankfurter Buchmesse 2004 - eine Nachlese, von Gudrun Eussner, 14./28. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-14_14-45-41.html

Geschichten aus 1001 Nacht, von Samuel Laster, Die J√ľdische, 17. Oktober 2004
http://www.juedische.at/TCgi/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat= 3&Param_RB=46&Param_Red=2491

Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2004, von Gudrun Eussner, 5./11.Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-05_21-26-57.html


15.10.2005, 13:56 Uhr

Komplement! Erst das Abkommen und dann die Klage

L´Ind√©pendant, Samstag, 15. Oktober 2005, Seite 12. Das Kopfende zieren links und rechts je ein Kasten, 9,5 cm breit und 6 cm hoch. In der Mitte zwischen beiden die Headline "L´Actu de L´Ind√©pendant en France et dans le monde", Aktualit√§t des Ind√©pendant in Frankreich und der Welt.

Kasten, links, mit Foto des Tête-à-tête von Gerhard Schröder und Jacques Chirac.

Das Abkommen

Frankreich und Deutschland "werden kämpfen" gegen diejenigen, die das europäische Modell "opfern wollen", hat Gerhard Schröder gestern vor einem Arbeitsessen mit Jacques Chirac im Elysée-Palast bekräftigt.

Chirac und Schröder. "Europa muss sozial bleiben". n-tv.de, 15. Oktober 2005
http://www.n-tv.de/590781.html

Kasten, rechts, mit Foto von Fidel Castro.

Die Klage

Eine Gruppe von Anti-Castristen, La Fondation pour les Droits de l´Homme √† Cuba, La Fundaci√≥n para los Derechos Humanos en Cuba (FDHC), Die Stiftung f√ľr Menschenrechte in Kuba, hat gestern in Madrid eine Klage gegen Fidel Castro wegen V√∂lkermord, Verbrechen gegen die Menschheit, Folter und Terrorismus eingereicht.

REINSTAURA LA FNCA QUERELLA CONTRA FIDEL CASTRO EN ESPA√ĎA, PARA DIVULGACION INMEDIATA, NetforCuba.org, 13 de octubre, 2005
http://www.netforcubaenespanol.org/News-SP/2005/Oct/Noticia9 26.htm


23.09.2005, 04:32 Uhr

Ludwig von Mises

Jan Westholt berichtet: Wiedermal ein echter Volltreffer vom alten Mises. Hat jemand gestern (20. September 2005) Johannes B. Kerner gesehen? (1)

Vertreter aller Parteien waren eingeladen und stritten 50 Minuten lang. Erst in den letzten zehn Minuten der Talksendung vers√∂hnten sich CDU, CSU, die Gr√ľnen und die SPD. Sie hatten ihr Thema gefunden: Schuld an allem ist der Kapitalismus, die Globalisierung und der Liberalismus. Da hatten sie pl√∂tzlich einen gemeinsamen Nenner! (2)

Ludwig von Mises meint dagegen in seinem Werk "Liberalismus" (1927): Nur weil unsere Gesellschaftsordnung die Ungleichheit des Eigentums kennt, nur weil sie jeden anspornt, soviel als m√∂glich und mit dem geringsten Aufwand an Kosten zu erzeugen, verf√ľgt die Menschheit heute √ľber die Summe von j√§hrlichem Reichtum, den sie nun verzehren kann. W√ľrde man diesen Antrieb beseitigen, so w√ľrde man die Ergiebigkeit der Produktion so sehr herabdr√ľcken, da√ü die Kopfquote des Einkommens bei gleichm√§√üiger Verteilung tief unter das fallen w√ľrde, was selbst der √Ąrmste heute erh√§lt. (3)

Der Academia Verlag stellt das Buch "Liberalismus" vor: In einer Zeit, in der Europa den Glauben an Freiheit und Demokratie verloren hatte, geh√∂rte der √∂sterreichische √Ėkonom Ludwig von Mises (1881-1973) zu den wenigen Intellektuellen, die das Ideal des Liberalismus entschieden verteidigten. Sein Buch "Liberalismus" aus dem Jahre 1927 ist ein Pl√§doyer f√ľr eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der Mises, der vor den Nazis ins amerikanische Exil fliehen mu√üte, vor allem die kaum wahrnehmbaren Bedrohungen aufzeigt, die sich aus der allm√§hlichen Ausweitung jedweder Staatst√§tigkeit ergeben. (4)

Ludwig von Mises Institute History: In December 1981, Ludwig von Mises´s widow Margit gave her approval to found the Mises Institute. It was formally established in October 1982 and located in Auburn, Alabama, with founder Llewellyn H. Rockwell, Jr. serving as president. With the support of Margit von Mises, who chaired the board until her death in 1993, and such giants as F.A. Hayek, Lawrence Fertig, Henry Hazlitt, and Murray N. Rothbard, who headed its academic programs until his death in 1995, the Mises Institute has grown into the leading scholarly center for research and teaching in the Austrian School of economics, as well as an important research center for classical liberalism and libertarianism. (5)

Michael Kreutz, vom Transatlantic Forum, schreibt bei Statler&Waldorf, am 22. September 2005: noch mehr von mises & co gibt¬īs hier zum freien download: Ludwig von Mises auf e-rooster. Liberal electronic journal. (6)

Das kleine Ludwig von Mises Revival hier:

(1) Politik&Zeitgeschehen. Das undeutsche Wahlergebnis, von Bernhard Vetter, Sendung vom 20. September 2005
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,2377428,00.html

(2) Lies nach bei Mises, Folge 1 bis 7 mit Kommentaren und heftigen Kritiken (Stand: 22. September 2005) Eiche/Rustikal, Blog von Jan Westholt
http://westholt.blogspot.com/

(3) Mises, Ludwig von
http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.m/m684076.htm

(4) Mises, Ludwig von. Liberalismus. 3. Auflage. Mit einer Einf√ľhrung von Hans-Hermann Hoppe. Hrsg. von der Friedrich-Naumann-Stiftung
http://www.academia-verlag.de/titel/68428.htm

(5) Ludwig von Mises Institute
http://www.mises.org/

(6) Die ideologischen Antikörper regen sich. Statler&Waldorf. Posted by Statler on Thursday, September 22nd, 2005
http://www.statler-and-waldorf.de/?p=798

Ludwig von Mises auf e-rooster. Liberal electronic journal
http://www.e-rooster.gr/free-e-books/


07.09.2005, 10:51 Uhr

Hurrikan Katrina: Einige Informationen an die europäischen Journalisten

Der US-B√ľrger Gonzales Jose Melchor schreibt an Menahem Macina:

Das juckt mich schon seit einigen Stunden, also antworte ich auf das, was ich hier und da lesen konnte.

Die Kritiker in ihrem Mangel an gesundem Menschenverstand sind zahlreich. Ich sehe nicht, wie man selbst beim besten Willen der Welt in einigen Stunden mit einer Katastrophe von einem derartigen Ausmaß fertig werden kann, wie mit der, die von den USA gerade durchlebt wird.

Stellen Sie sich auch nur eine Sekunde allein die geographische Ausdehnung der verw√ľsteten Zone vor? Es sind 335 000 qkm, das sind 95 Prozent der gesamten Oberfl√§che Gro√übritanniens und die H√§lfte Frankreichs √ľberflutet, Hunderte von St√§dten, Tausende von D√∂rfern von der Landkarte ausradiert!

Oh, ja, es ist so einfach, "die Barke" zu laden - ohne b√∂ses Wortspiel - um die Gelegenheit wahrzunehmen und im Vor√ľbergleiten George W. Bush ein wenig Dreck ins Gesicht zu werfen. Weil genau das der gute alte franz√∂sische Komplex ist, der hervorkommt angesichts der in Schwierigkeiten geratenen angels√§chsischen Hypermacht.

Lassen Sie´s gut sein, Sie wissen es in Wirklichkeit, aber man mu√ü es Ihnen dennoch sagen:

Ihnen,
die aus einem Land kommen, das 15 Tage benötigt hat,
um auf eine kleine drei Wochen dauernde Hitzewelle zu reagieren,
bei der 15 000 Menschen starben,
lasse ich Ihren Balken im Auge;
lassen Sie uns den Splitter.
Danke!

L´ignoble coup de pied de l´√Ęne fran√ßais au lion am√©ricain bless√©, M. Macina. Der niedertr√§chtige Fu√ütritt des franz√∂sischen Esels f√ľr den verwundeten amerikanischen L√∂wen. Union des Patrons et des Professionnels Juifs de France, 4 septembre 2005
http://www.upjf.org/actualitees-upjf/article-10268-145-7-lig noble-coup-pied-lane-francais-au-lion-americain-blesse-macin a.html

Die Fl√§che von ganz Deutschland zum Vergleich: 352 022 qkm. Bei uns w√§ren also 17 000 qkm trocken geblieben, ein Areal, 1000 qkm gr√∂√üer als Th√ľringen. 95 Prozent von Deutschland h√§tten unter Wasser gestanden. Ja, da kann sich Alice Schwarzer aber wirklich freuen, da√ü solches in Deutschland nicht m√∂glich w√§re!

Deutschland auf einen Blick
http://www.daeb.de/statistik/index.php

Sommerhitze in Frankreich: Erste Tote und Alarmstufe Orange. AFP. Deutsches √Ąrzteblatt, 28. Juni 2005
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=20569

Liste von Wetterereignissen im 20. Jahrhundert, von 1900 bis 1999. Zusammengestellt nach Presseartikeln und Artikeln der Chronik-Jahresbände des Chronik-Verlages
http://toonorama.com/encyclopedia/L/Liste_von_Wetterereignis sen_im_20._Jahrhundert/

Liste gefunden in: Trittin und das Wetter. Von Henryk M. Broder. Tagebuch der Achse des Guten, 4. September 2005
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1052&ref=0

The primary responsibility for dealing with emergencies does not belong to the federal government. It belongs to local and state officials who are charged by law with the management of the crucial first response to disasters. First response should be carried out by local and state emergency personnel under the supervision of the state governor and his/her emergency operations center.

Blame Amid the Tragedy. By Bob Williams. The Wall Street Journal Online, September 6, 2005
http://online.wsj.com/article_email/0,,SB112596602138332256- IVjf4NilaJ4nZupaoGGa6uBm4,00.html

Gefunden in: Warum Ray Nagin keine Zeit hat. Von Henryk M. Broder. Tagebuch der Achse des Guten, 7. September 2005
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1058&ref=0

The displacement of population is the crisis that New Orleans faces. It is also a national crisis, because the largest port in the United States cannot function without a city around it. The physical and business processes of a port cannot occur in a ghost town, and right now, that is what New Orleans is. It is not about the facilities, and it is not about the oil. It is about the loss of a city´s population and the paralysis of the largest port in the United States.

New Orleans: A Geopolitical Prize. By George Friedman. STRATFOR, September 1, 2005
http://www.stratfor.com/news/archive/050903-geopolitics_katr ina.php


23.08.2005, 07:09 Uhr

Interviews des Außenministers und des Botschafters Israels in Berlin zur Räumung von Gaza

"Der Gazastreifen ist ein Modellfall": Interview mit Außenminister Silvan Shalom im FOCUS, 22. August 2005

"Auf Abbas kommt´s an": In einem Interview f√ľr FOCUS (34/2005) forderte Au√üenminister Silvan Shalom ein energisches Vorgehen des Pal√§stinenserpr√§sidenten gegen die Hamas:

"Der Gazastreifen ist ein Modellfall. Wenn die pal√§stinensische F√ľhrung diese Gelegenheit dazu nutzt, ihre Machtzentrale in Gaza zu etablieren und schnell damit beginnt, die Infrastruktur der Terroristen zu zerst√∂ren und Reformen einzuleiten, dann werden beide Seiten wieder zur road map, dem Friedensplan, zur√ľckkehren. Aber sollten bald Raketen in israelischen Grenzst√§dten niedergehen, dann wird es Jahrzente dauern, ehe eine israelische Regierung einen neuen R√ľckzugsplan initiieren kann. Ich hoffe und bete, das das Modell Gaza funktioniert."

"Israel beendet seine Milit√§rherrschaft in Gaza und √ľbertr√§gt der pal√§stinensischen Autonomiebeh√∂rde die volle Autorit√§t und Kontrolle. Der Gazastreifen wird eine eigene Grenze zu √Ągypten erhalten, ohne jede israelische Pr√§senz. Reisen zwischen Gaza und dem Westjordanland werden erleichtert, au√üerdem haben wir vereinbart, dass das Gebiet einen Seehafen und Airport bekommen soll."

"Das Erste, was die pal√§stinensische F√ľhrung jetzt tun sollte, ist die Entmachtung von Hamas. Kein Land der Welt darf zulassen, dass sich eine Gruppe bewaffnet, und Nachbarstaaten angreift. Wir werden tun, was wir k√∂nnen, um den Pal√§stinenserpr√§sidenten Mahmud Abbas zu st√§rken, aber er muss sich auch selbst helfen. Hamas ist f√ľr Abbas gef√§hrlicher als f√ľr Israel."

Auf die Frage, dass Mahmud Abbas die Hamas doch aufrief, an den Parlamentswahlen (25.1.06) teilzunehmen, verwies Shalom auf das Osloer Abkommen: "Dort steht ganz deutlich geschrieben, dass keine Gruppe an Wahlen teilnehmen darf, die Israels Existenzrecht abstreitet." (1)

"Gaza darf nicht Hamastan werden". Interview mit dem Botschafter Israels in Berlin Shimon Stein in der Berliner Zeitung, 19. August 2005

Was erwarten Sie konkret?

Auch das ist genau festgelegt: Sie m√ľssen die Terrorstrukturen aufl√∂sen. Hamas und Islamischer Dschihad m√ľssen ihre Waffen abgeben. Aus dem Gazastreifen darf nach unserem Abzug nicht "Hamastan" werden. Illegale Waffen m√ľssen beschlagnahmt werden. Die gro√üen Reformen im Sicherheitsbereich und im Rechtswesen m√ľssen endlich in Angriff genommen werden. (2)

An Interview with Hamas Leader Dr. Mahmoud Al-Zahar, August 19, 2005

Q: "You talk about attacks on the Palestinian territories as if you recognize the existence of Israel."

A: "I strongly disagree with your statement. We do not and will not recognize a state called Israel. Israel has no right to any inch of Palestinian land. This is an important issue. Our position stems from our religious convictions. This is a holy land. It is not the property of the Palestinians or the Arabs. This land is the property of all Muslims in all parts of the world. We regard the Gaza Strip, Jerusalem, and the West Bank as a geographical unit, as mentioned by resolutions 242 and 338, which have not been implemented. We are currently talking about this area." (3)

What is Fatah? Israel 1991 to Present

Fatah´s original Covenant called for the destruction of pre-1967 Israel and disavowed interest in the West Bank and Gaza Strip -- then held by Jordan and Egypt respectively. Only in 1968, in the aftermath of the Six Day War, the PLO altered the Covenant to demand the establishment of a Palestinian State on the entire territory of the Land of Israel. Thus, Fatah and the PLO was built around the refugees of 1948-49, and, more than a generation later, these refugees still constitute the core of the organizations´ leadership and support cadres. (4)

The Palestinian National Charter. Adopted in 1964 by the 1st Palestinian Conference

Article 1. Palestine is an Arab homeland bound by strong Arab national ties to the rest of the Arab Countries and which together form the great Arab homeland.

Article 2: Palestine, with its boundaries at the time of the British Mandate, is a indivisible territorial unit.

Article 17: The partitioning of Palestine, which took place in 1947, and the establishment of Israel are illegal and null and void, regardless of the loss of time, because they were contrary to the will of the Palestinian people and its natural right to its homeland, and were in violation of the basic principles embodied in the Charter of the United Nations, foremost among which is the right to self-determination.

Article 23: In realizing the goals and principles of this Convent, the Palestine Liberation Organization carries out its full role to liberate Palestine in accordance with the basic law of this Organization.

Article 24: This Organization does not exercise any territorial sovereignty over the West Bank in the Hashemite Kingdom of Jordan, on the Gaza Strip or in the Himmah Area. Its activities will be on the national popular level in the liberational, organizational, political and financial fields. (5)

The Palestinian National Charter: Resolutions of the Palestine National Council July 1-17, 1968

Article 1: Palestine is the homeland of the Arab Palestinian people; it is an indivisible part of the Arab homeland, and the Palestinian people are an integral part of the Arab nation.

Article 2: Palestine, with the boundaries it had during the British Mandate, is an indivisible territorial unit.

Article 18: The partition of Palestine in 1947 and the establishment of the state of Israel are entirely illegal, regardless of the passage of time, because they were contrary to the will of the Palestinian people and to their natural right in their homeland, and inconsistent with the principles embodied in the Charter of the United Nations; particularly the right to self-determination.

Article 25: For the realization of the goals of this Charter and its principles, the Palestine Liberation Organization will perform its role in the liberation of Palestine in accordance with the Constitution of this Organization. (6)

The PLO¬īs "Phased Plan", June 9, 1974

The Plan in Brief:

  • Through the "armed struggle" (i.e., terrorism), to establish an "independent combatant national authority" over any territory that is "liberated" from Israeli rule. (Article 2)
  • To continue the struggle against Israel, using the territory of the national authority as a base of operations. (Article 4)
  • To provoke an all-out war in which Israel´s Arab neighbors destroy it entirely ("liberate all Palestinian territory"). (Article 8). (7)

Hamas Covenant, August 18, 1988

Israel will exist and will continue to exist until Islam will obliterate it, just as it obliterated others before it" (The Martyr, Imam Hassan al-Banna, of blessed memory).

Article Eleven: The Islamic Resistance Movement believes that the land of Palestine is an Islamic Waqf consecrated for future Moslem generations until Judgement Day. It, or any part of it, should not be squandered: it, or any part of it, should not be given up. Neither a single Arab country nor all Arab countries, neither any king or president, nor all the kings and presidents, neither any organization nor all of them, be they Palestinian or Arab, possess the right to do that. Palestine is an Islamic Waqf land consecrated for Moslem generations until Judgement Day. This being so, who could claim to have the right to represent Moslem generations till Judgement Day?

This is the law governing the land of Palestine in the Islamic Sharia (law) and the same goes for any land the Moslems have conquered by force, because during the times of (Islamic) conquests, the Moslems consecrated these lands to Moslem generations till the Day of Judgement. (8)

Faruq al-Qaddumi alias "Abu Lotf"

Inzwischen hat der in Tunis residierende Faruq al-Qaddumi ("Ich komme nicht mit Erlaubnis der israelischen Besatzer in mein Heimatland") in Khan Yunis ein B√ľro er√∂ffnet und setzt seine Machtanspr√ľche durch. Er beabsichtigt, im Gaza Streifen eine ihm ergebene Miliz aufzubauen. Sie soll sich aus nicht in die pal√§stinensischen Sicherheitskr√§fte integrierbaren Mitgliedern der von Yasser Arafat gegr√ľndeten Al-Aqsa-M√§rtyrerbrigaden und Terroristen anderer Gruppen zusammensetzen. (9)

Quellen

(1) Das Interview mit dem Au√üenminister f√ľhrte Pinhas Inbari. FOCUS 34/2005, Seite 154 (Das Interview ist beim FOCUS nicht online)
http://focus.msn.de/
Newsletter der Botschaft des Staates Israel, 22. August 2005

(2) "Gaza darf nicht Hamastan werden". Israels Botschafter fordert Entwaffnung radikaler Pal√§stinenserorganisationen. Das Gespr√§ch f√ľhrte Frank Herold. Berliner Zeitung, 19. August 2005
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/475401.h tml

(3) An Interview with Hamas Leader Dr. Mahmoud Al-Zahar. MEMRI Special Dispatch Series - No. 964, August 19, 2005
http://memri.org/bin/latestnews.cgi?ID=SD96405

Asharq Al Awsat Interviews Hamas´s Mahmoud al Zahar, August 18, 2005
http://aawsat.com/english/news.asp?section=3&id=1294

(4) What is Fatah? Israel 1991 to Present. Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_1991to_now_plo_fatah.php

(5) The Palestinian National Charter (Al-Mithaq Al-Kawmee Al-Philisteeni). Adopted in 1964 by the 1st Palestinian Conference
http://www.palestine-un.org/plo/pna_two.html

Founding the Palestine Liberation Organization. Israel 1948 - 1967. Palestine Facts
http://www.palestinefacts.org/pf_1948to1967_plo_backgd.php

(6) The Palestinian National Charter: Resolutions of the Palestine National Council July 1-17, 1968. The Avalon Project at Yale Law School
http://www.yale.edu/lawweb/avalon/mideast/plocov.htm

(7) The PLO¬īs "Phased Plan". Adopted at the 12th Session of the Palestinian National Council, Cairo, June 9,1974. Ariel Center for Policy Research
http://www.acpr.org.il/resources/plophased.html

(8) The Covenant of the Islamic Resistance Movement (HAMAS), August 18, 1988. The Jewish Virtual Library
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Terrorism/Hamas_ covenant_complete.html

(9) Faruq al-Qaddumi alias "Abu Lotf", 12. August 2005
http://www.eussner.net/artikel_2004-11-12_20-22-57.html


13.08.2005, 15:28 Uhr

Jean Anthelme Brillat-Savarin zum 250. Geburtstag

Der Namensgeber des Berliner Oberstufenzentrums Gastgewerbe

Jean Anthelme Brillat-Savarin wurde am 1. April 1755 in Belley, einem kleinen Ort zwischen Genf und Lyon, geboren. (Er) war weder Koch noch Gastronom, sondern Jurist. Zuletzt arbeitete er als Richter am Appellationsgerichtshof in Paris.

Er musizierte gern und gut. Au√üerdem interressierte er sich f√ľr Chemie und Medizin. Er galt als Denker, Genie√üer und geistreicher Verfechter der feinen Lebensart. Vor allem war er ein Feinschmecker. In dieser Eigenschaft ist er ber√ľhmt geworden durch die Ver√∂ffentlichung seines Buches "Physiologie des Geschmacks". Das Buch steht in dem Ruf, die "Grundlage f√ľr die Nahrungsmittelwissenschaft" zu sein. Vor allem wegen der humorvollen Schreibweise und der verbl√ľffenden Kernspr√ľche des Autors lohnt es sich auch heute noch, dieses Buch zu lesen.

Brillat-Savarin war w√§hrend der Revolution Vertreter des Dritten Standes in der konstituierenden Versammlung in Paris. Sp√§ter wurde er B√ľrgermeister in seiner Heimatgemeinde Belley. Nach dem Sturz des K√∂nigtums wollte man ihn als Volksverr√§ter vor das Revolutionstribunal stellen. Dank seiner Beziehungen nicht nur zum guten Essen und zur Musik, sondern auch zu sch√∂nen Frauen wurde er gerettet.

Er verlie√ü Frankreich, reiste in die Schweiz und sp√§ter nach Amerika, wo er drei Jahre lebte. Nach seiner R√ľckkehr nach Frankreich wurde er Staatssekret√§r und schlie√ülich von Napoleon zum Richter am Obersten Gerichtshof berufen. Brillat-Savarin starb am 2. Februar des Jahres 1826.

Noch heute tragen viele klassische Garnituren und Speisen seinen Namen. Am bekanntesten d√ľrfte der Savarin sein, ein ringf√∂rmiges Geb√§ck aus Hefeteig, das mit aromatisiertem L√§uterzucker getr√§nkt und mit verschiedenen anderen Zutaten als Dessert serviert wird.

Eine unabh√§ngige Stiftung mit Sitz in Bonn, die sich um die Aus- und Weiterbildung im Gastgewerbe bem√ľht, ist ebenfalls nach Brillat-Savarin benannt.

Bis 1983 trug die damalige West-Berliner Berufsschule f√ľr das Nahrungsgewerbe den Namen Brillat-Savarin-Oberschule. Nicht zuletzt in Erinnerung an diese Schule tr√§gt das Oberstufenzentrum Gastgewerbe den Namen Brillat-Savarin-Schule.

Einige Sinnspr√ľche aus Brillat-Savarins Buch.

  • Der Mensch mu√ü essen, wie alle anderen Lebewesen; doch ist es der Wille der Natur, da√ü der Mensch gut essen soll!
  • Sage mir, was du i√üt, und ich will dir sagen, was du bist.
  • Das Schicksal der Nationen h√§ngt von der Art ihrer Ern√§hrung ab.
  • P√ľnktlichkeit ist die oberste Tugend des Kochs, es sollte auch die des Gastes sein.
  • Die Tiere fressen, der Mensch i√üt, der Mann von Geist versteht die Kunst zu essen.
  • Wer seine Freunde empf√§ngt und sorgt nicht pers√∂nlich f√ľr das Mahl, verdient keine Freunde.
  • Die Entdeckung eines neuen Gerichtes begl√ľckt die Menschheit mehr als die Entdeckung eines neuen Gestirnes.
  • Die Feinschmeckerei ist eine Wissenschaft, die den Ha√ü entwaffnet, die Gesch√§fte erleichtert, das Vertrauen in der Freundschaft festigt, und die Wonnen der Liebe erh√∂ht. (1)

Jean Anthelme Brillat-Savarin entkommt dem Revolutionstribunal der Jacobiner

Eines Tages erreichte Brillat-Savarin eine Vorladung des Revolutionstribunals der Jakobiner. Dort rollten bekanntlich unter gro√üer Anteilnahme der Bev√∂lkerung die K√∂pfe ber√ľhmter Leute. Zu Pferd machte er sich auf nach Dole, um ein Dokument zu bekommen, das ihm freies Geleit garantierte. Auf dieser Reise geno√ü er in einem Dorfgasthof eine Mahlzeit aus vollem Herzen, die er der Nachwelt √ľberlieferte:

H√ľhnerfrikassee mit Tr√ľffeln, am Spie√ü gebratene Wachteln, Regenpfeifer und Hahn. Als Dessert bekam er Vanillecreme, K√§se und Fr√ľchte. Zu diesem Men√ľ bestellte sich Brillat Savarin zuerst einen leichten granatroten Wein, sp√§ter l´Hermitage, noch sp√§ter Strohwein, der ebenso s√ľ√ü wie feurig war, Kaffee und als Digestif Lik√∂re aus Verdun. (2)

Jean Anthelme Brillat-Savarin entdeckt kulinarische Köstlichkeiten in den USA

Von der Schweiz geht es nach Hollland weiter, wo er sich nach den USA einschifft. Dort bleibt er fast zwei Jahre und lebt als Sprachlehrer f√ľr Franz√∂sisch und als Violonist im Orchester des New Yorker John Street Theater. Er entdeckt den Truthahn das Welsh Rarebit (√ľberbackene K√§seschnitte), lehrt einen franz√∂sischen Chef in Boston die Zubereitung von R√ľhreiern (der ihm im folgenden zum Dank Keulen von kanadischem Wild schickt), sch√§tzt Entenschmorbraten und Korn beef (gesalzenes Rindfleisch) und den Punsch. (3)

Physiologie des Geschmacks oder Meditationen √ľberragender Gastronomie

Zwei Monate vor seinem Tod erschien, am 8. Dezember 1825, in den Buchhandlungen ohne Angabe des Autors das Buch, das ihn ber√ľhmt machen sollte: Physiologie du go√Ľt, ou M√©ditations de gastronomie transcendante, ouvrage th√©orique, historique et √† l´ordre du jour, d√©di√© au gastronomes parisiens par un professeur, membre de plusieurs soci√©t√©s litt√©raires et savantes, Physiologie des Geschmacks oder Meditationen √ľberragender Gastronomie. Theoretisches, historisches Werk zur rechten Zeit, den Pariser Gastronomen gewidmet von einem Professor, Mitglied mehrerer literarischer und wissenschaftlicher Gesellschaften. (4)

Begraben ist Jean Anthelme Brillat-Savarin auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. (5)

Zitate

(1) Oberstufenzentrum Gastgewerbe. Brillat-Savarin-Schule BerlinPhysiologie du go√Ľt, ou M√©ditations de gastronomie transcendante
http://www.osz-gastgewerbe.cidsnet.de/

(2) Jean Anthelme Brillat-Savarin
http://www.multimedia-kueche.de/brillatsavarin/leben.html

(3) Brillat-Savarin (Jean-Anthelme). Larousse Gastronomique sous la direction de Robert J. Courtine, Paris 1984, pages 152-153

Jean Anthelme Brillat-Savarin
http://litterature01.chez.tiscali.fr/Brillat-Savarin/Savarin -brillat.html

L´Acad√©mie de Gastronomie Brillat-Savarin. Confr√©rie de la Cha√ģne des R√ītisseurs, Madison, New Yersey
http://www.chaineus.org/Brillat-Savarin/

(4) Physiologie du go√Ľt, ou M√©ditations de gastronomie transcendante [Document √©lectronique] / par un professeur (J.-A. Savarin). APHORISMES DU PROFESSEUR. Gallica
http://visualiseur.bnf.fr/Visualiseur?Destination=Gallica&O= NUMM-87748

(5) Cimetière Père Lachaise Paris. Visite virtuelle du cimetière
http://www.pere-lachaise.com/


28.09.2005, 15:56 Uhr

Dani Levy hat einen Film gemacht. Das Erste zeigt das letzte!

Ich habe lange nicht einen solch peinlichen Film gesehen.

Me´ir Schnitzer geht in Israel ins Kino

Der Jude, ganz egal wo man ihn hinstellt, denkt zu allererst an Geld. Und f√ľr Geld ist der Jude zu allem bereit. Betr√ľgen, simulieren, weinen, Krankheiten vort√§uschen. F√ľr Geld ist der Jude sogar bereit, seine eigene Mutter zu verkaufen. Nein, dieser Text wurde nicht Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" entnommen, auch nicht irgendeinem antisemitischen Flugblatt. Nein, das ist die Handlung des Films "Alles auf Zucker", f√ľr den Dani Levy verantwortlich zeichnet, ein v√∂llig koscherer, in der Schweiz geborener Jude. (1)

Die "kulturell kompetentere und intellektuell anspruchsvollere Zeitung" Ha´Aretz berichtet positiv

Leider hat auch Yehuda Stav in der Wochenendausgabe von "Yediot Aharonot", der größten Tageszeitung Israels, einen im Tonfall aehnlichen Artikel wie Meir Shnitzer in "Maariv" zu "Alles auf Zucker!" veroeffentlicht.

Immerhin hat Ha´Aretz - und damit die kulturell kompetentere und intellektuell anspruchsvollere Zeitung - positiv ueber den Film berichtet und auch in der zweiten Woche wird er in allen Zeitungen mit grossen Anzeigen angekuendigt. Es besteht also Hoffnung, dass der Film sein Publikum finden wird und dieses sich sein eigenes Urteil bilden kann.

Gruesse aus Israel,
musix (2)

Wie Juden in Europa den Film sehen

Z√§hlen wir doch mal zusammen. Die fette J√ľdin, die immer nur futtert und kein Deutsch kann sondern eben nur j√ľdisch und dann am Ende vor M√§nnern durch die Gegend tanzt und dazu Jassu ruft. Der l√ľsterne und nat√ľrlich auch dicke Jude, der es im Puff mit der Pal√§stinenserin treibt. Die keusche Tochter aus religi√∂sem Hause die sich als schamloses Luder entpuppt. Und nat√ľrlich ist die ganze Mischpoche eigentlich nur hinter dem Geld her und das mit der Religion ist sowieso nur Kasperletheater.

Dani Levy hat einen Film gemacht. Ich sch√§me mich f√ľr ihn. Ich habe mich gesch√§mt im Kino zu sein. Ich w√§re am liebsten im Erdboden versunken. Dani Levy ist Jude und darum darf er das, so einen Film machen. Der Film ist lustig, die Leute im Kino haben gelacht. Dani Levy weiss was er tut. Vielleicht weiss er nicht warum er es tut. Vielleicht weiss er nicht warum er so gerne die Juden durch den Kakao zieht und sich dabei als Jude, der ja gar nicht so ist wie diese bl√∂den Religi√∂sen, feiern l√§sst.

Die Kritiken sagen dass Dani Levy etwas Geniales gelungen ist. Alle durchweg positiv und auch im G√§stebuch am√ľsieren sich alle k√∂stlich. So gut haben die Deutschen auf Kosten der Juden schon lange nicht mehr gelacht. Sind eigentlich schon Vertr√§ge mit dem syrischen und √§gyptischen Fernsehen geschlossen worden? Denn dieses Meisterwerk w√ľrde gut zu der Verfilmung der Protokolle von Zion passen. Nur dass dieser Film eben so wunderbar lustig ist. Und dass ein Jude hier mal das √ľber die Juden sagt, was ja alle schon immer gewusst haben.

Dani Levys Meisterwerk wurde in das Programm der Bundeszentrale f√ľr politische Bildung √ľbernommen. Er wird an Schulen gezeigt werden, damit die Sch√ľler Bescheid wissen √ľber die Juden und wie die so sind. Die Sch√ľler werden lachen. Die j√ľdischen Sch√ľler werden nicht lachen. Sie werden auch nicht lachen, wenn dann in den n√§chsten Pausen Witze auf ihre Kosten gerissen werden. Und auf Kosten ihrer Schwester oder ihrer Mutter. Einige von ihnen werden sich sch√§men Juden zu sein und werden alles, aber auch alles daran setzen ihren Mitsch√ľlern zu zeigen, dass sie doch gar nicht so sind. Genau wie Dani Levy.

Denn darum hat Dani Levy diesen Film gemacht ‚Äď um zu zeigen dass er doch gar nicht so ist. Na klar, er ist j√ľdisch aber daf√ľr kann er doch nix und er ist doch deshalb nicht verklemmt oder isst gef√ľllten Fisch oder so. Dani Levy denkt vielleicht, dass die Deutschen ihn ganz toll finden wenn er so einen Film macht. Und das Tolle ist ‚Äď er hat sogar Recht damit, das ist ja das Geniale. Und keiner kann ihn an den Karren fahren. Man wird doch mal nen Witz machen d√ľrfen, oder? Zum Beispiel Juden mit Bart und Hut Ajatolla nennen. Ich trage Bart und Hut.

Am Ende sind wir, meine Frau und ich durch die immer noch kichernden Zuschauer hindurch nach draussen geschlichen. Wir haben uns bem√ľht niemand dabei anzusehen als ob wir dann auch nicht von den anderen gesehen werden w√ľrden. Als wir endlich draussen waren, sagte meine Frau nur leise "In was f√ľr einem Land leben wir?" "In Deutschland", antwortete ich ihr. (3)

Der Film kommt gut im Mainstream an

Hier die spannende bis exotische Besetzung der Gespr√§chsrunde. Eine nicht-j√ľdische sehr glaubhaft die j√ľdischen Gebr√§uche lernende Darstellerin, der Schweizer g√§nzlich unneurotische Jude und Regisseur, ein uraltes Pop-Idol mit j√ľdischen Wurzeln, ein auschwitz√ľberlebender Musiker, eine typische zum j√ľdischen Glauben konvertierte M√ľnchnerin (andere deutsche J√ľdinnen sind gerade nicht vorr√§tig) und ein junger ukrainischer orthodoxer Jude, der jeden Abend von 20 bis 23 Uhr in Berlin den Talmud studiert. (4)

  • Hannelore Elsner (62). In "Alles auf Zucker!" gl√§nzt Hannelore Elsner als Ehefrau eines ungl√§ubigen Juden. Sie spricht √ľber ihre Beziehung zur Religion, ihre katholischen Erziehung - und √ľber ihre aktuelle Paraderolle.
  • Dani Levy (47). Regisseur Dani Levy spricht √ľber seinen neuen Film "Alles auf Zucker", das "neurotische Verh√§ltnis der Deutschen zu den Juden", seine j√ľdische Erziehung und √ľber die Qualit√§ten des j√ľdischen Humors.
  • Ilja Richter (52). Als Gastgeber der Popmusik-Show "Disco" avancierte Ilja Richter zum Teenie-Idol der 70er Jahre. Er spricht √ľber seine Karriere in der Unterhaltungsbranche, seine j√ľdischen Wurzeln und √ľber das enge Verh√§ltnis zu seiner Mutter, die die Nazi-Zeit in Berlin erlebt hat.
  • Sioma Zubicky (78). Sioma Zubicky, Sohn j√ľdischer Artisten aus Berlin, wurde in den 30er Jahren als Wunderkind des Xylophons gefeiert. Er wurde zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Auschwitz deportiert. Und √ľberlebte als Einziger.
  • Avigail Kadosh (42). Nach dem Abitur wanderte die geb√ľrtige M√ľnchenerin Avigail Kadosh nach Israel aus, legte ihren deutschen Namen Katharina L√∂schke ab und zog in ein christliches Kloster ‚Äď bis sie wenige Jahre sp√§ter zum Judentum konvertierte.
  • Ariel Gorelik (24). Ariel Gorelik lebt nach streng j√ľdisch-orthodoxer Tradition. W√§hrend eines Aufenthalts in Israel entschied sich der Ukrainer 1998 dazu, sein Leben am Talmud auszurichten. Ariel ist davon √ľberzeugt, dass sich die reine Lehre auch im Alltag praktizieren l√§sst.

Quellen

(1) Me´ir Schnitzer im Kino: Der j√ľdische R√§uber. Maariv, 3. August 2005. Medienspiegel der Deutschen Botschaft Tel Aviv, 03.08.2005, S. 9f.
http://www.tel-aviv.diplo.de/de/Medienspiegel/MS__030805,pro perty=Daten.pdf

Alles auf Zucker. Von Dani Levy. ARD. Mittwoch, 28. September 2005 um 20.15 Uhr
http://www.daserste.de/filmmittwoch/sendung_dyn~film,893~cm.asp

(2) Henry H√ľbchen. Alles auf Zucker! G√§stebucheintrag von musix, am 08.08.05 um 08:22 Uhr
http://www.zucker-derfilm.de/gaestebuch.php?offset=20

(3) Dani Levy hat einen Film gemacht. Beigesteuert von Gershon. Sonntag, 23. Januar 2005. papdam.net - Juden in Frankfurt
http://www.papdam.net/index.php?option=content&task=view&id= 126&Itemid=2

(4) Menschen bei Maischberger, ARD, Dienstag, den 25. Januar 2005, 23:02 Uhr
http://www.daserste.de/maischberger/default_1.asp

R√ľckkehr der Juden. LoveTalks.de. Die online Community mit Herz. Posting, vom 21. Juli 2003, 20:25 Uhr
http://www.lovetalks.de/forum/showthread.php?t=55


02.08.2005, 11:30 Uhr

Die arabischen Staaten, Spanien und Europa

Das Internetportal Webislam des ehemaligen kommunistischen Funktion√§rs und Islamkonvertiten Mansur Abdussalam Escudero, Pr√§sident der Junta Isl√°mica, des Islamischen Rates, und Generalsekret√§r der Comisi√≥n Isl√°mica de Espa√Īa, der Islamischen Kommission Spaniens √ľbermittelt eine frohe Botschaft:

C√≥rdoba wird der Sitz des Internationalen Instituts f√ľr arabische und f√ľr Studien der islamischen Welt

C√≥rdoba wird das Internationale Institut f√ľr arabische und f√ľr Studien der islamischen Welt beherbergen, das geschaffen wird mit dem Ziel, die Realisierung von T√§tigkeiten und Projekten zur besseren gegenseitigen Kenntnis der Gesellschaften der arabischen Staaten, Spaniens und Europas zu f√∂rdern. Diese Einrichtung wird begleitet von dem zwischen dem Ministerium des √Ąu√üeren und der Zusammenarbeit, dem Rat von Andalusien, der Gemeinde und dem Stadtrat von Madrid und dem Konsistorium von C√≥rdoba f√ľr die Schaffung des Konsortiums der Casa Arabe, des Arabischen Hauses, und dem erw√§hnten Internationalen Institut unterzeichneten Vertrag zur Zusammenarbeit.

Das Budget der allgemeinen und der f√ľr die Durchf√ľhrung von Programmen in der in Madrid ans√§ssigen Casa Arabe und des Internationalen Instituts schlie√ülich anfallenden Kosten bel√§uft sich auf zehn Millionen Euro, verteilt zu 60 Prozent auf die Regierung und vom Rest zu je 10 Prozent auf die vier w√§hrend der ersten drei Jahre beteiligten Verwaltungen. ...

Córdoba será sede del Instituto Internacional de Estudios Arabes y Mundo Musulmán. Nacional - 02/08/2005 - Diario Córdoba
http://www.webislam.com/?idn=1732#

Zur Islamisierung Andalusiens und ganz Spaniens siehe auch:

Die Zeitung "El País" interviewt den Konvertiten Mansur Abdussalam Escudero, 19. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-19_03-53-35.html

Polygamie oder Monotonie. Was das Schaf am 15. Februar 2005 zu blöken hatte ...
http://www.eussner.net/schaf_2005-02-15_23-08-46.html

Die Polygamie gemäß Mansur Abdussalam Escudero, 14. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-14_00-47-38.html

Meinung. Die Polygamie ist in unserer Gesellschaft weiter verbreitet als in der muslimischen, Fundsachen, 12. Februar 2005
http://www.eussner.net/fundsachen.html

Das Waqf Al-Andalus, 19. Februar 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-30-03.html


22.07.2005, 04:08 Uhr

Europeans are not about to start singing, "We are all Israelis now," any time soon ...

Ladies and Gentlemen, welcome to what Mark Steyn calls the Israelification of European life. By Israeli standards, the scale of Thursday´s simultaneous attacks was hardly unprecedented. With a population about one-tenth of that of Great Britain, Israel has had months in which more than twice as many citizens were killed as the announced death toll from last Thursday´s bombings.

Europeans are not about to start singing, "We are all Israelis now," any time soon. By Jonathan Rosenblum. This article originally appeared in the London Jewish Tribune, July 17, 2005
http://www.aish.com/societyWork/society/London_Calling.asp

When I talk to my British friends, I get no sense of panic on their part, no sense that they feel themselves under imminent threat. Certainly there is nothing remotely comparable to the panic which has gripped French Jewry in recent years in the wake of an outbreak of anti-Semitic incidents.

The question that I ask myself is: Why not? Is it possible that the ominous signs that I find in headlines from England are purely a function of being far away and lacking the experience of every day life carrying on pretty much as before? Or, on the other hand, could it be that my friends live such insular lives that they are out of touch with trends in British society. I certainly hope it is the former, but I remain concerned nevertheless.

Anti- Semitism poisons UK elites, By Jonathan Rosenblum, London Jewish Tribune, May 20, 2005
http://www.jewishmediaresources.com/article/840/

Ken Livingstone´s refusal to acknowledge that he was wrong to welcome the extremist Muslim cleric Dr Yusuf al-Qaradawi in July 2004 is a demonstration of his disregard to the concerns some of London´s diverse communities.

Ken Livingstone´s Fateful Error, by Simon A. Waldman, Betar Tagar UK, Wednesday 16th Feb 2005
http://www.betar.co.uk/articles/betar1107596273.php

(Mit sch√∂nem Foto des Redken, wie er den Verherrlicher der Selbstmordattentate in Israel, am 12. Juli 2004, in London offiziell begr√ľ√üt. Es gibt noch ein Foto, wo er ihn herzlichst umarmt. Leider habe ich es nicht wiedergefunden.)

The BBC proved why it served as Orwell´s model from the Ministry of Information in 1984 when it excised the word "terrorist" from Prime Minister Blair´s statement to Parliament and retroactively scrubbed it out of all stories on the London blasts on its webservice. The head of BBC news programs, Helen Boaden, opined that the word terrorist "can be a barrier rather than an aid to understanding."

In fact, it is the refusal to face the nature of the threat or what drives it which blocks understanding. The threat is a death cult within Islam ...

The terror within, by Jonathan Rosenblum, Hamodia, Jewish Media Resources, July 22, 2005
http://www.jewishmediaresources.com/article/858/


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