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Fundsachen

07.06.2006, 10:55 Uhr

Die typisch arabische Frage "Wer hat uns das angetan?"

1. Im Orient wird die eigene Schuld und Unzulänglichkeit verdrängt und anderen zugeschoben. Selbstkritik ist selten zu finden. Die Korrekturfähigkeit ist daher begrenzt.
2. Im Orient wird die Opferrolle bevorzugt. Zur Begr√ľndung dieses Verhaltensmusters werden Verschw√∂rungstheorien geschmiedet.
3. Der Islam kennt keine Erbs√ľnde und daher keine historisch tradierte Kollektivschuld.
4. Der Islam beg√ľnstigt nicht die Gestaltung des freien Willens und der eigenen Verantwortung. Im islamischen Menschenbild steht der freie Wille neben der allumfassenden Vorherbestimmung Allahs, ohne dass die islamischen Theologen bisher beide Grunds√§tze miteinander in Einklang bringen konnten.
5. Im Okzident neigt man zum Schuldbekenntnis, ob zu Recht oder zu Unrecht. Daher wird h√§ufig die T√§terrolle √ľbernommen.
6. Die Schuldkultur im Okzident beg√ľnstigt die Selbstkritik, aber auch die eigene Korrekturf√§higkeit.
7. Im heutigen Okzident ist die religi√∂s begr√ľndete Vorstellung von der Erbs√ľnde teilweise s√§kularisiert und dr√ľckt sich in Schuldbekenntnissen auch gegen√ľber der islamisch-arabischen Welt aus.
8. In dem offenen oder verdeckten Konflikt zwischen beiden Kulturen kann der Okzident nicht frei handeln, und zwar aufgrund selbst auferlegter moralischer Zwänge. Diese Selbstbeschränkung wird von der aggressiven Schuldzuweisungskultur des Orients als Schwäche wahrgenommen. Sie wird in Konfliktsituationen nicht honoriert, sondern ausgenutzt.

Nimm meine Schuld auf dich. Wie tief ist der politische Riss zwischen Orient und Okzident? Die Religionsgeschichte gibt Antworten. Von Mordechay Lewy. Die Zeit - Politik, 04/2003
http://zeus.zeit.de/text/2003/04/Schuld_im_Islam

Hitzköpfe und Radikale sind auf beiden Seiten. Ich meine, in der israelischen Gesellschaft sind sie noch marginaler als in der palästinensischen. In palästinensichen Kreisen wagt keiner heute gegen Gewalttätigkeit einzutreten. Das ist so ein Konsens , ein Mobilisierungsfaktor geworden. Ich habe keine selbstkritischen Stimmen aus dem palästinensischen Lager gehört...

...aber es hat auch Untersuchungskommissionen gegeben, auf palästinensischer Seite...

...nein, die Palästinenser machen meinen, immer alles richtig zu machen. Sie haben nie Fehler begangen und die Verantwortung liegt immer bei den anderen!

Das sagen sie selbst doch gar nicht - die Pal√§stinenser. Sie geben zum Beispiel zu, dass dieser f√ľrchterliche Lynchmord an den beiden israelischen Soldaten verabscheuungsw√ľrdig ist; er wird untersucht.

Ich meine jetzt auch politische Fehler - nicht nur solche Lynchmorde; das er√ľbrigt sich. Ich meine, das w√§re ja noch sch√∂ner, wenn wir da noch um gewisse Beileidstelegramme bitten m√ľssten!

Das Streitgespr√§ch. Ein Gespr√§ch mit mit Mordechay Lewy, Gesch√§ftstr√§ger der israelischen Botschaft in der Bundesrepublik, gef√ľhrt von Christiane Graefe, die ZEIT, und Annette Riedel, DeutschlandRadio Berlin. (20.10.2000 / 18.05 im Deutschlandradio Berlin). Die Zeit - Politik, 43/2000
http://www.zeit.de/archiv/2000/43/200043_tacheles.xml?page=3

"Nicht zuf√§llig nennen die Pal√§stinenser ihren Trauertag ¬īNaqba¬ī, was soviel heisst wie ¬īKatastrophe¬ī. Ein neutraler Begriff, so, als ob man sich √ľber eine Naturkatastrophe unterhalten w√ľrde. Was aber den Pal√§stinensern 1948 widerfuhr, war das Resultat einer politischen Entscheidung ihrerseits, und politische Entscheidungen haben Konsequenzen."

Diesen Ansatz gibt es in kaum einem deutschen Beitrag zum pal√§stinensischen Fl√ľchtlingsproblem. Sie bedauerten, diesen von Anfang an totalen Krieg gegen die Juden verloren zu haben, und nicht nur gegen diese, sondern auch den gegen den UN-Beschlu√ü Nr. 181, vom 29. November 1947, "die internationale Legitimierung dieses Staates", erkl√§rt Shlomo Avineri, und weiter:

"Sogar heute weigern die Pal√§stinenser sich, zu akzeptieren, dass wir von Rechten gegen Rechte sprechen. F√ľr sie geht es, wie schon 1948, um Rechte gegen Unrecht. Darauf basiert auch ihr Beharren auf dem Recht auf R√ľckkehr. Diese Haltung verhindert tragischerweise jeden Kompromiss". (5)

(5) Moralische Verantwortung √ľbernehmen. Shlomo Avineri zur Lage in Israel. Tachles, 23. Mai 2003 (Dieser Artikel ist kostenpflichtig.)
http://www.tachles.ch/print_artikel.php?id_art=716

Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien. Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ... 22. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-15-07.html


31.05.2006, 13:03 Uhr

Marc Wiese und die jugendlichen Steinewerfer in Deheishe

Wie √ľblich, kommen auch in (dem "Dokumentarfilm") "Warkids" keine Israelis vor, bis auf zwei namenlose Soldaten am Checkpoint, die insgesamt sechs Sekunden lang S√§tze wie "Wo wollt ihr hin?" knarzen d√ľrfen. Die restlichen 43 Minuten geh√∂ren den Pal√§stinensern, und die nutzen sie weidlich aus.

So erzählt ein Junge, wie sein Freund Kifar von israelischen Soldaten erschossen wurde, weil er "Steine geworfen" habe. Überhaupt schneidet Wiese ausschließlich Sequenzen dazwischen, die Jugendliche beim Steinewerfen zeigen, eine nach 180 Selbstmordattentaten, fast 20.000 Attacken mit Schusswaffen und mehr als eintausend ermordeten israelischen Zivilisten zumindest erstaunliche Vorgehensweise. Aber Wiese ist keine Manipulation zu plump ...

Alle Menschen des Fl√ľchtlingslagers Deheishe danken Marc Wiese f√ľr 43 Minuten pure Propaganda.

1001 Nacht im "Lager Bethlehem". Von Claudio Casula, Spirit of Entebbe, 29. Mai 2006
http://spiritofentebbe.blogspot.com/2006/05/1001-nacht-im-la ger-bethlehem.html

Das Spiel ist Teil ihres Willens zum √úberleben ...

Warkids. Jugend in Palästina. Regie: Marc Wiese, arte, 6. Juni 2006, 21:45 Uhr
http://www.screenpower.de/news_4959.html

Warkids. Jung sein in Palästina. Ein Film von Marc Wiese. Wirklich Dreist Recherchiert (WDR), 17. Juni 2006, 22:30 Uhr
http://www.wdr.de/tv/diestory/060619.phtml


28.05.2006, 07:16 Uhr

Islam ist Frieden?

Religion ist ideologieanfällig. Aber sie ist nicht dasselbe wie Ideologie. Sie muss nicht fundamentalistisch werden, sie kann es.

Eine Religion mu√ü die Menschen befrieden k√∂nnen, indem sich die Menschenrechte, insbesondere die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Frau und Mann in ihren Werten wiederspiegelt sowie die T√∂tung und Unterdr√ľckung von Menschen religi√∂s nicht gerechtfertigt werden darf, insbesondere nicht von den jeweiligen Theologen, religi√∂sen F√ľhrern oder den religi√∂s Verehrten bzw. Propheten

Eine Weltanschauung ist als Religion im Sinne des Grundgesetzes abzulehnen, wenn diese ...

  • 1. die Unzucht der Vielweiberei verherrlicht, oder/und
  • 2. (einen) Prophet(en) hat/verehrt, der nach heutiger Wertung Kriegsverbrechen begangen haben/hat bzw. die T√∂tung von Volksst√§mmen oder Menschen rechfertigt, daf√ľr verantwortlich war oder/und p√§dophile Neigungen hatte oder Unzucht mit Kind/Kindern trieb ...
  • 3. kriegerische Mittel zur Durchsetzung religi√∂ser Ziele in den Fundamenten der betreffenden Ideologie religi√∂s rechtfertigt oder √ľberhaupt vorsieht
  • 4. die Trennung zwischen Staat und Religion nicht unzweideutig gew√§hrt
  • 5. Folterei als Bestrafungsmittel vorsieht oder verherrlicht
  • 6. Mord, Raub und/oder andere Verbrechen religi√∂s rechtfertigt

und wenn deren ideologische Prinzipien und Vorstellungen im krassen Gegensatz zu den folgenden Menschenrechten stehen:

  • 7. den Mitgliedern ohne institutionelle Funktionen (Bev√∂lkerung) bestimmte Kleidungsvorschriften auch au√üerhalb religi√∂ser Kultst√§tten vorschreibt
  • 8. sie ein imperialistisches Wesen hat
  • 9. die Mitglieder zur Religionsaus√ľbung mit Gewalt oder durch strafrechtlich relevante Drohungen zwingt
  • 10. einen Wechsel zu einer anderen Religion oder Weltanschauung oder zum Nichtglauben mit Gewalt oder durch Androhung der Lebensvernichtung oder durch strafrechtlich relevante Drohungen verhindern will bzw. verhindert oder eine solche Bestrafung vorsieht und so weiter ...

Juristische Vorschl√§ge gegen die menschenverachtende Seite des Koran. europenews/ EU Beitritt T√ľrkei & islamische Moralvorstellungen. 19. Mai 2006
http://europenews.blogg.de/eintrag.php?id=439


20.05.2006, 05:26 Uhr

Die Zusammenarbeit der Euro-Eliten mit dem politischen Islam

Die Herrschaft √ľber Glaube, Geschlecht und Geld erzwingt die Verh√ľllung, weil sie im Islam die elit√§re Massenkontrolle und im Westen die euro-islamische Kollaboration im Ordnungswechsel sichert. Nur so l√§sst sich gew√§hrleisten, dass auch den Frauen, die nach Europa kommen, die freie Wahl des Berufs, Ehepartners und Wohnorts zuverl√§ssig verwehrt wird. Indem die Euro-Eliten den Rechtsstaat f√ľr islamische Forderungen √∂ffnen und die Gesellschaft desinformieren, kann sich die islamische Rechtsordnung einrichten ...

Während die soziokulturellen Strukturen des Islam in der eigenen Region unter dem Druck der Modernisierung stehen, dehnen sie sich nach Europa aus ...

Hans-Peter Raddatz: Allahs Frauen. Djihad zwischen Scharia und Demokratie. Herbig-Verlag, M√ľnchen 2005, S. 112 f.
http://images-eu.amazon.com/images/P/3776624485.03.LZZZZZZZ. jpg

Aus Sicht des Orientalisten Hans Peter Raddatz hat die westliche Politik im Dialog mit dem Islam an Demokratiefähigkeit verloren. "Wir aktivieren nicht die liberalen Kräfte in der muslimischen Gemeinschaft hier, sondern wir sprechen Islamisten an", beklagte Raddatz.

Defizite im Dialog. Orientialist Raddatz beklagt Fehler bei der Ansprache von Muslimen. Moderation: J√ľrgen Liminski. Deutschlandfunk, 6. Februar 2006
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/politischeliteratur/47699 6/

Hier ist der ungek√ľrzte "Gebetsvorschlag" des Dr. Yavuz √Ėzoguz an Herrn Dr. Hans-Peter Raddatz. Leider zitieren die meisten Autoren von Artikeln zum Thema nur den zweiten Teil; deshalb betone ich jetzt den ersten Teil, aus dem eindeutig der Vernichtungswille hervorgeht.

Mubahala oder: der friedliche Islam in Aktion. 26. Oktober 2005
http://www.eussner.net/fundsachen_2005-10-20_18-36-32.html#f undsachen_2005-10-20_18-36-32


11.05.2006, 14:12 Uhr

Alan Dershowitz wider das kratzbuckelnde Großmaul

History may well conclude that America and Britain fought the wrong preventive war against a country that posed no real threat, and that fighting that wrong war stopped them fighting the right preventive war against a country that did pose a danger to world peace.

Die Historiker k√∂nnten einst durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass Amerika und Gro√übritannien den falschen pr√§ventiven Krieg gegen ein Land gef√ľhrt haben, das keine wirkliche Bedrohung darstellte, und dass dieser falsche Krieg sie davon abhielt, den richtigen pr√§ventiven Krieg gegen ein Land zu f√ľhren, das eine Gefahr f√ľr den Weltfrieden darstellte.

We can´t Attack Iran. By Alan Dershowitz. IRIS Blog, April 24, 2006
http://www.iris.org.il/blog/archives/1225-We-Cant-Attack-Ira n.html

Warum Iran die Bombe bekommt. Von Alan Dershowitz, Tagesspiegel, 4. Mai 2006
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/04.05.2006/2507069.asp

I also believe that not enough effort has been made to turn the policy of promoting democracy into a bipartisan effort. The enemies of freedom must know that the commitment of the world´s lone superpower to help expand freedom beyond its borders will not depend on the results of the next election. ...

Now that President Bush is increasingly alone in pushing for freedom, I can only hope that his dissident spirit will continue to persevere. For should that spirit break, evil will indeed triumph, and the consequences for our world would be disastrous.

Dissident President. By Natan Sharansky, Opinion Journal, April 24, 2006
http://www.opinionjournal.com/editorial/feature.html?id=1100 08281


09.05.2006, 08:14 Uhr

"Aufruf der Elf": Einreiseverbot f√ľr Mahmud Ahmadinedjad!

Auf dem Spielfeld der Diplomatie gelten Regeln. Politische wie wirtschaftliche Boykottma√ünahmen bis hin zu Einreiseverboten f√ľr Politiker sind legitime Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen√ľber Staaten und Einzelpersonen, die elementare Prinzipien des internationalen Zusammenlebens fortgesetzt verletzen - so wird aktuell das Einreiseverbot der EU f√ľr den wei√ürussischen Diktator Lukaschenko betrieben. Wir fragen uns, warum die EU nichts gegen den Iran unternimmt ‚Äď nach 27 Jahren der Menschenrechtsverletzungen, des offenen Terrors und der √∂ffentlichen Hinrichtungen, nach 27 Jahren der Pl√ľnderung von Ressourcen und Reserven bei gleichzeitiger Armut der Bev√∂lkerung in diesem Land, nach 27 Jahren fortgesetzter Drohungen gegen Israel.

"Aufruf der Elf". Iranian women´s Network Association (SHABAKEH), 5. Mai 2006
http://www.shabakeh.de/de/archives/individual/000891.html#mo re

Hierzulande ist man bekanntlich der Ansicht, dem iranischen Pr√§sidenten Mahmud Ahmadinedjad im Falle eines Deutschland-Trips w√§hrend der Fu√üball-Weltmeisterschaft ein "guter Gastgeber" (Bundesinnenminister Sch√§uble) sein oder ihn doch wenigstens sch√ľtzen zu sollen, "damit ihm nichts passiert" (Bayerns Innenminister Beckstein) ...

Der Aufruf kann unter Angabe des Namens, des Berufs bzw. der Funktion und der Adresse per E-Mail unterzeichnet werden: aufruf11@yahoo.de

Aufruf der Elf. Lizas Welt, 8. Mai 2006
http://lizaswelt.blogspot.com/2006/05/aufruf-der-elf.html

Dem Eindruck eines Filmdokuments, des Besuches eines KZ oder der Schilderung eines √úberlebenden kann sich kein anst√§ndiger Mensch entziehen, der auch nur ein wenig (von seinen Eltern‚Ķ) sensibilisiert wurde f√ľr dieses entsetzliche Leid, das Deutsche an Juden begangen haben. Auch hier finden wir keine situationsangemessene Haltung in Deutschland. W√§hrend jeder pubert√§re Dummbart sich zu Recht ein Strafverfahren einf√§ngt, wenn er die Vergasung von Juden abstreitet, kommen Prominente relativ ungeschoren davon. Ich gebe mich nicht der Illusion hin, da√ü Mahmoud Ahmadinejad in den Genuss einer deutschen Einzelzelle mit Fernseher und Freigang kommt. Aber ihn mit offenen Armen als gute Gastgeber zu begr√ľ√üen kann unsere Sache nicht sein.

Einreiseverbot f√ľr Mahmud Ahmadinedjad! Robin Renitent, Rebellog, 8. Mai 2006
http://www.rebellog.com/text/blog/969/969-05.htm

PI unterst√ľtzt den "Aufruf der Elf". Verhindern wir gemeinsam die Einreise von Ahmadinedschad. Politically Incorrect, 9. Mai 2006
http://myblog.de/politicallyincorrect/art/3508420


06.05.2006, 06:06 Uhr

Krieg der Muslime gegen die Kuffar im Dar al-Harb

Eine Bank wollte ihre jugendlichen Sparer mit einem zeitgemäßen Geschenk belohnen - einem Fußball, auf dem die Flaggen aller 32 WM-Teilnehmerländer aufgedruckt sind. Doch der Schuss ging nach hinten los ...

Dass an ihnen (den B√§llen) jemand Ansto√ü nimmt, h√§tte Berthold Gehret, der f√ľr Werbung und √Ėffentlichkeitsarbeit zust√§ndig ist, nie gedacht: "Wir haben ihn als Spielball angesehen f√ľr Kinder. Wir w√§ren auch √ľberhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass wir hier den muslimischen Glauben in irgendeiner Weise treffen."

Ein Ball des Ansto√ües - Spielball des Glaubens. Frank M√ľller und Sabine Deuter, Bayern 3, 5. Mai 2006
http://www.br-online.de/bayern3/fussball-wm-2006/wm-vor-ort/ artikel/sparkassen-fussball/index.xml

Und schon wieder religi√∂se Gef√ľhle verletzt. Diesmal durch einen Fu√üball. Michael Miersch, Tagebuch der Achse des Guten, 5. Mai 2006
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=2375&ref=0

Da werden israelische, amerikanische und d√§nische Fahnen von einem brandschatzenden islamischen Mob entflammt ‚Äď aber wenn es jemand wagt, einen harmlosen Fu√üball mit F√§hnchen zu bedrucken, sieht man gleich den Namen des Allm√§chtigen mit F√ľ√üen getreten...

Da werden en passant zwei Begriffe ins Spiel gebracht, die sich ausschließen: Islam und Aufklärung. Und dann wird der reichlich lächerliche Protest gegen den Bankenball auch noch als präventive Maßnahme schön geredet, während die darin enthaltene Drohung noch nicht mal sonderlich verklausuliert daher kommt: "Ich bin einer, der nicht auf Katastrophen wartet und dann reagiert, sondern vorbeugend handelt."

Fränkischer Teamgeist, Lizas Welt, 6. Mai 2006
http://lizaswelt.blogspot.com/2006/05/frnkischer-teamgeist.h tml

Hat noch einer Zweifel, da√ü diese Muslime Krieg gegen uns f√ľhren? Psychokrieg in diesem Fall:

Sie nehmen uns unseren Elan, unsere Kreativit√§t, unseren Optimismus, unsere Freundlichkeit, die drohen uns, hetzen die Muslime auf und machen uns fertig, da√ü wir nicht mehr Atem holen k√∂nnen, und dann besetzen sie triumphierend den Raum, den wir entnervt aufgegeben haben. Sie brauchen nicht einmal einen Selbstmordattent√§ter zu schicken oder ein Flugzeug zu entf√ľhren und und es in ein Hochhaus lenken, wir gehen freiwillig ...


04.05.2006, 11:31 Uhr

Nicht dir liegt es ob, das Werk zu vollenden ...

Toh Shma. Pirkei Av√≥s, die Spr√ľche der V√§ter

Rabbi Tarphon pflegte zu sagen:

Nicht dir liegt es ob, das Werk zu vollenden, du bist aber auch nicht frei, dich ihm zu entziehen. Wenn du viel Thora gelernt hast, wird dir reichlicher Lohn, und zuverl√§√üig ist dein Arbeitgeber, dir den Lohn deines Wirkens zu zahlen. Wisse aber, da√ü der eigentliche Lohn f√ľr die Gerechtigkeit in der Zukunft liegt.

Rabbi Tarphon, Sch√ľler des Rabban Jochanaan, Sohnes des Sakkai, und Lehrer oder Studiengenosse des Rabbi Akiba ben Joseph. 1. Jhd. d. Z.

Pirkei Av√≥s. Spr√ľche der V√§ter, Zweiter Abschnitt, 21. √úbersetzt und erkl√§rt von Dr. S. Bamberger, Victor Goldschmidt Verlag, Basel 1995

Motto des Buches "Die Geschwister Oppermann", von Lion Feuchtwanger

Siehe auch das letzte Kapitel von Marek Halter: Alles beginnt mit Abraham. Das Judentum mit einfachen Worten erzählt. Paul Zsolnay Verlag, Wien 2001


03.05.2006, 17:19 Uhr

J√ľdisches Fiaker Lied - Jewish Coachman´s Song

1. Iach hab´zwa faine Rappen,
Mei Wag´n, der is e soi!
Denn iach bin e Fiaker
Von Baden und Vösloi.
Mein Wagen der ist koscher,
Er d√ľrft´von Rothschild sein,
Iach fahr auch lauter fainer Leut,
Ka Bocher steigt nix ein,
E Trapp gehn meine Rappen
E Trapp ‚Äď soi eins, zwei, drei!
Iach fahr als wie e Dampfmaschin´,
In zwa Täg bin iach schon in Wien.
E Tax thu iach nich kennen,
Steigt ein e Passagier,
La√ü iach bei zwa G√ľlden handeln,
Sag: "Geb n Sie halt e Einserl her!"
Statt Geld nehm´iach auch Werthpapier,
Versatzzetteln, ist Aner stier,
Refrain
Denn iach bin e Fiaker a koscheres Kind,
Gebor´n auf´n Salzgries und leicht wie der Wind.
Mei Mame, mei Tate hab´n mit mir e Freud´.
Denn ich bin e Fiaker von √ľnsere Leut´.

2. Iach, war als klanes J√ľngel
Vor´m dreinundsiebziger Jahr
E Laufbursch an der Börse,
Bevor der Krach noch war.
Dann bin iach wor´n e Kutscher
Beim reichen Silberstein,
Hab´gef√ľhrt e Equipasche
E soi! Nobel, superfein!
Doch wie der Krach gek√ľmmen ist,
P√ľh! haben Sie gesehn!
Kapores war der Fleckeles,
Der Silberstein, der Schmeckeles!
Das war e groi√ü´Gewurre!
Iach muß es frei gestehen,
Man hat uns Alles weg´gepf√§nd´,
´s war nix mehr da am End.
Sechs Jahr hat kriegt der Silberstein,
Iach bin gestanden ganz allein.
Refrain

3. Gebor´n bin iach am Salzgries
Mei Tate war e J√ľd,
Der hat gelebt, gehandelt,
Das liegt soi im Gebl√ľt,
Mit alte Hoisen, Stiefeln,
Zerbroch´ne Paraplui.
Mein Mame war ä Ganslerin
Am Salzgries, vis a vis.
Mich hat nix gefreut das Handeln,
Hab´g´sagt zum Tateleb´n:
"Iach m√∂cht emal Fiaker werd´n."
"Zerbrach den Krag´n, iach werd Dich lehr´n!"
Hat er zu mir geschrieen, doch
Iach hab nix aufgepaßt,
Iach bin gleich auf e Bock gestiegen,
Und auch Fiaker blieb´n.
Beim Wettfahr´n bin iach Erster g´wi√ü,
Weil mei schöne Nas die längste is.
Refrain

Text der Parodie auf das ber√ľhmte Wiener Fiakerlied, mit englischer √úbersetzung/English Translation: J√ľdisches Fiaker Lied - Jewish Coachman´s Song. Song by Gustav Pick; Text by Carl Lorens. Sung by Stewart Figa, Baritone. Bohlman: Sounding the Spaces. Seiten/pages 11-13
http://csumc.wisc.edu/mki/Resources/Online_Papers/MusicConfP apers/BohlmanPaper.pdf

DANCING ON THE EDGE OF A VOLCANO. Jewish Cabaret, Popular, and Political Songs 1900-1945. New Budapest Orpheum Society. CDR 90000 065 (2 CD set)
https://www.cedillerecords.org/065.html

J√ľdisches Fiaker Lied - Jewish Coachman´s Song, Lied # 6. Dancing on the Edge of a Volcano. New Budapest Orpheum Society, Artistic Director Philip V. Bohlman, Music Director&Arranger Ilya Levinson. Cedille Records CDR 90000 065. Im Beiheft findet man den Text in jiddisch und englisch. In the booklet you find the text in Yiddish and English.
http://www.mmguide.musicmatch.com/album/album.cgi?ALBUMID=13 86122&type=cl

Gustav Pick (1832 - 1921), Bankbeamter und sp√§ter Privatier, Sch√∂pfer des ber√ľhmten Wiener Fiakerliedes
http://vhs.a-business.co.at/judgem/12rechnitz.pdf

Gustav Pick, der j√ľdische Burgenl√§nder
http://web.utanet.at/csererfr/00060501.html

Der Fiakerwirt Cserer. Das Schloßberg-Gasthaus, Geburtshaus von Gustav Pick, Rechnitz
http://web.utanet.at/csererfr/000402.html

Carl Lorens (1851 - 1909) "Jetzt trink´n ma noch a Flascherl Wein", "Der j√ľdische Landsturm" (The Jewish Country Regiment). Bezirksmuseum Meidling. Die Wiener Bezirksmuseen. Hierin wird mit keinem Wort erw√§hnt, da√ü Carl Lorens, der Texter und Journalist, Jude war.
http://www.bezirksmuseum.at/meidling/page.asp/657.htm

Philip V. Bohlman. People of the Department. Faculty - Philip Bohlman. The University of Chicago. Department of Music
http://music.uchicago.edu/index.phtml?page_id=5

Ilya Levinson. People of the Department. Faculty - Ilya Levinson. The University of Chicago. Department of Music
http://music.uchicago.edu/index.phtml?page_id=125

Kehrt Europa jetzt zur√ľck? √Ėsterreich √ľbernimmt die EU-Pr√§sidentschaft, will die Verfassung wieder diskutieren und √ľber den Balkan reden. Merkel unterst√ľtzt den neuen Kurs
http://www.zeit.de/online/2006/01/oesterreich_merkel


15.03.2004, 13:16 Uhr

Jakob Wassermann

Aus dem Buch "Mein Weg als Deutscher und Jude" (1921 erschienen)

Gefunden bei Henryk M. Broder

Es ist vergeblich, das Volk der Dichter und Denker im Namen seiner Dichter und Denker zu beschw√∂ren. Jedes Vorurteil, das man abgetan glaubt, bringt, wie Aas die W√ľrmer, tausend neue zutage.

Es ist vergeblich, die rechte Wange hinzuhalten, wenn die linke geschlagen worden ist. Es macht sie nicht im mindesten bedenklich, es r√ľhrt sie nicht, es entwaffnet sie nicht.: Sie schlagen auch die rechte.

Es ist vergeblich, in das tobs√ľchtige Geschrei Worte der Vernunft zu werfen. Sie sagen: was, er wagt es aufzumucken? Stopft ihm das Maul.

Es ist vergeblich, beispielschaffend zu wirken. Sie sagen: wir wissen nichts, wir haben nichts gesehen, wir haben nichts gehört.

Es ist vergeblich, die Verborgenheit zu suchen. Sie sagen: der Feigling, er verkriecht sich, sein schlechtes Gewissen treibt ihn dazu.

Es ist vergeblich, unter sie zu gehen und ihnen die Hand zu bieten. Sie sagen: was nimmt er sich heraus mit seiner j√ľdischen Aufdringlichkeit?

Es ist vergeblich, ihnen Treue zu halten, sei es als Mitk√§mpfer, sei es als Mitb√ľrger. Sie sagen: er ist der Proteus, er kann eben alles.

Es ist vergeblich, ihnen zu helfen, Sklavenketten von den Gliedern zu streifen. Sie sagen: er wird seinen Profit schon dabei gemacht haben.

Es ist vergeblich, das Gift zu entgiften. Sie brauen frisches.

Es ist vergeblich, f√ľr sie zu leben und zu sterben. Sie sagen: er ist ein Jude.

Quellen:

Jakob Wassermann. Projekt Gutenberg.DE
Geboren am 10.03.1873 in F√ľrth, gestorben am 01.01.1934 in Altaussee/Steiermark
http://gutenberg.spiegel.de/autoren/wasserma.htm

Henryk M. Broder: "Es ist vergeblich ..." ("Schmock der Woche" Hans Berggruen)
http://www.henryk-broder.de/html/schm_berggruen.html

26. Juni 2003


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