
15.07.2006, 13:30 Uhr
Scheich Hassan Nasrallah, Gast der Konferenz "The World without Zionism"
Auf der Konferenz in Teheran (26. Oktober 2005), wo Ahmadinejad erklärt hat, "Israel von der Landkarte auszuradieren", hat der Chef der Hezbollah eine Nachricht verlesen lassen, von der niemand so recht hat sprechen wollen. Hassan Nasrallah sagte darin: "Wir vereinen alle Mittel, um das Regime zu vernichten, daß Jerusalem besetzt."
Der Vertreter der palästinensischen Hamas in Teheran, die Botschafter von Syrien und der Palästinensischen Autorität waren anwesend. ...
Aber für die französische Diplomatie, die sich in einem delikaten Versuch befindet, der darin besteht, Syrien aus dem Libanon zu entfernen, und gleichzeitig, so gut es geht, den geopolitischen Gewinn zu beschränken, den die USA aus der Schwächung Syriens ziehen könnten, handelt es sich darum, eine Organisation rücksichtsvoll zu behandeln, die den Interessen der USA in der Region mit aller Kraft schadet.
Das zynische französische Kalkül ist sehr wohl von der Hezbollah bemerkt worden, die sich ebenfalls befleißigt, Frankreich rücksichtsvoll zu behandeln und somit eine auf Gegenseitigkeit beruhende Nachsicht zu bekunden. Am letzten Freitag (28. Oktober 2005) während des jährlichen al-Qods-Tages (eingeführt von Khomeini, um die "zionistischen Verbrechen" anzuprangern, und den die Hezbollah im Libanon fördert), hat Nasrallah gerade eine unter dem Aspekt sehr interessante Rede gehalten.
In dieser Rede hat er den Ton verschärft in seiner Verteidigung Syriens, und er hat Salven losgelassen gegen die UNO und ihre Mehlis- und Roed-Larsen-Berichte, wie auch gegen die USA und Israel, die "instrumentalisierten", "manipulierten", "profitierten" usw. Frankreich, obgleich völlig gegen Syrien, und ohne das in der UNO nichts laufen könnte in der Angelegenheit, wurde ganz einfach von Nasrallah nicht erwähnt!
Man kann sich deshalb fragen, ob es einen Nichtangriffspakt zwischen der Hezbollah und Frankreich gibt, worin jede Seite sich entschieden hat, auf die andere Rücksicht zu nehmen.
Hezbollah : inexcusable indulgence de la France. Politique arabe de la France, October 31, 2005
http://politiquearabedelafrance.blogspot.com/2005/10/hezboll ah-inexcusable-indulgence-de-la.html
Terror
Die politische Rhetorik der Hezbollah hat sich auf den Ruf nach Zerstörung des Staates Israel konzentriert. Ihre Definition israelischer Besatzung hat auch die Idee umfaßt, daß ganz Palästina besetztes muslimisches Land ist, und hat argumentiert, daß Israel kein Existenzrecht hat.
Die Partei wurde lange vom Iran unterstützt, der sie mit Waffen und Geld versorgte. In ihren frühen Tagen stand die Hezbollah einem Kontingent von etwa 2000 iranischen revolutionären Garden nahe, die im Bekaa Tal stationiert waren und 1982 dorthin gesandt worden waren, um den Widerstand gegen Israel zu unterstützen. In dem Maße, wie die Hezbollah ihre Terrorattacken ("guerilla attacks") auf israelische Ziele in Südlibanon ausweitete, stieg die Militärhilfe für sie aus dem Iran an.
Who are Hezbollah? By Kathryn Westcott, BBC News, 4 April 2002
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/1908671.stm
Der Hezbollah schreibt man die Erfindung der modernen Art und Anwendung von "Selbstmordattentaten" zu. Von ihr sagt man, daß sie Terroristengruppen der Hamas und des Palästinensischen islamischen Djihad (PIJ) trainiert hat. Ihr berüchtigster Anschlag ist das Selbstmordattentat auf eine US Marinekaserne in Beirut, wobei 241 US- und 56 französische Soldaten den Tod fanden.
Research Note no. 42 2002-03 Hezbollah in Profile. Nigel Brew, Foreign Affairs, Defence and Trade Group. Parliament of Australia, 2 June 2003
http://www.aph.gov.au/Library/pubs/rn/2002-03/03rn42.htm
14.07.2006, 17:36 Uhr
"Die Wut der Moslems wird die Weltmächte vernichten, die Israel unterstützen ..."
TEHERAN, 13. Juli (RIA Novosti). "Die Wut der Moslems wird die Weltmächte vernichten, die Israel unterstützen", erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Donnerstag in der nordiranischen Provinz Ost-Aserbaidschan.
Die Weltmächte sollten "auf die Unterstützung der Zionisten verzichten", sonst werde es zu spät sein, warnte Ahmadinedschad. "Denn der Hass der Moslems gegen sie verdoppelt sich von Tag zu Tag."
"Wenn die Unterstützung fortgesetzt wird, dann bricht die Wut der Moslems wie Vulkan aus und vernichtet sie", sagte der iranische Präsident.
"Diejenigen, die das zionistische Regime ins Leben gerufen haben und für Freiheit und Demokratie werben, müssen dem palästinensischen Volk die Wahl der Art seiner Staatsmacht überlassen."
EILMELDUNG - Ahmadinedschad droht Unterstützern Israels. RIA Novosti, 13. Juli 2006
http://de.rian.ru/world/20060713/51320267.html
Anstatt also immer wieder über "Israel tut dies oder das" zu berichten, sollten die Medien klar und deutlich die schweren Angriffe auf Israel hervorheben, anstatt sich primär auf die Reaktionen und Verteidigungsmaßnahmen zu konzentrieren. Die Darstellung von Israel als dem mächtigem "Goliath", der seine schwachen Nachbarn unprovoziert angreift, mag sich zwar gut verkaufen lassen, entspricht aber keinesfalls der Realität! Gleichzeitig fordern wir die Verteidigungsmaßnahmen eines souveränen Staates Israel genauso anzuerkennen, wie die Verteidigungsmaßnahmen jedes anderen Landes. Hierbei gilt es den von den jeweiligen Regierungen geduldeten und z.T. unterstützten Terrororganisationen in Gaza und im Libanon Einhalt zu gebieten.
Sonderausgabe. Israel wird angegriffen: Erst die Entführung von 2 Soldaten, nun Raketeneinschläge u.a. in Haifa, Tzfat und Nahariya... Honestly Concerned, 14. Juli 2006
http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR9706&Cat egory=pr&Subcategory=16
09.07.2006, 00:28 Uhr
Das Arabische Haus in Madrid und das Institut für arabische Studien in Córdoba
Die Casa Árabe, das zukünftige Arabische Haus, und das Internationale Institut für arabische und für Studien der islamischen Welt werden eine über mehrere Jahre, von 2006 bis 2008, gewährte regionale finanzielle Zuwendung in Höhe von drei Millionen Euro erhalten.
Der Rat der Regierung hat eine Vereinbarung getroffen, die diese Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklung, der Spanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit, dem Rat von Andalusien und dem Stadtrat von Madrid begründet ...
Die Stadt Madrid wird sich somit an der Schaffung eines öffentlich-rechtlichen Konsortiums beteiligen, dessen Ziel die Durchführung von Veranstaltungen und Projekten ist, die zu einer besseren Verständigung zwischen den arabischen, spanischen und europäischen Gesellschaften beitragen.
Das zukünftige Arabische Haus regt auch die Beziehungen zwischen Spanien und diesen Ländern an, wird Madrid und Córdoba als Städte der Begegnung fördern und die Präsenz der arabischen Kultur in unserem Land befördern. (1)
Was tut die am 3. Juli 2006 eröffnete Fundación para el Análisis y los Estudios Sociales (FAES), die Stiftung des ehemaligen Ministerpräsidenten José María Aznar derweil? Webislam weiß es - und was Daniel Pipes wirklich sagt:
Die FAES, die Stiftung des ehemaligen Ministerpräsidenten José María Aznar fährt fort mit ihren Einladungen an Persönlichkeiten aus dem neokonservativen und ultrazionistischen amerikanischen und israelischen Spektrum. Nach der Einladung an Richard Perle und Nathan Sharansky ist jetzt das "Prinzip der Islamophobie" an der Reihe, der nordamerikanische Kommentator Daniel Pipes, der den Campus der FAES in Navacerrada besichtigte, wo er eine leidenschaftliche Verteidigung der Invasion des Irak und der "Kapitulation einer der beiden Parteien" im palästinensisch-israelischen Konflikt unternahm ... (2)
Eine neokonservative Vorstellung von der Zukunft des Greater Middle East, der geopolitischen Großregion von Marokko bis Pakistan, lautet die Überschrift seines Referates.
... Die Einrichtung eines demokratischen Systems muß der Höhepunkt des globalen Prozesses sein. Das Gegenteil davon allein würde den Weg des radikalen Islams an die Macht ebnen. Pipes hat auch auf die Bedeutung hingewiesen klarzumachen, ob es sich beim Kampf gegen den Terrorismus um einen Krieg handelt oder nicht, denn abhängend von der Schlußfolgerung, die sich aus dieser Debatte ergibt, ändert sich die Art, der jihadistischen Gewalt gegenüberzutreten, wesentlich. Außerdem fügte er an, daß "Spanien das der illegalen Immigration am meisten ausgesetzte westliche Land ist, was es besonders verwundbar macht ... Diese Frage wird in Zukunft vorherrschend sein". (3)
Die aus Ägypten stammende Jüdin Bat Ye´or, die Tochter des Nils, hat diese Hoffnungen nicht mehr. Sie gründet ihre neuesten Forschungen auf das Verhalten von Institutionen in der EU, und hauptsächlich auf die Protokolle des Euro-arabischen Dialoges (EAD), von denen sie sagt, daß sie darauf zielen, durch Verstärkung von politischen, wirtschaftlichen, diplomatischen und kulturellen Bindungen eine strategische Allianz zu schaffen. Das Ergebnis, sagt Bat Ye´or, ist europäischer Selbstmord. (4)
Das Arabische Haus in Madrid und das Institut für arabische Studien in Córdoba sind solche Institutionen, die zum Selbstmord Europas beitragen.
Originalzitate (kursive Einschübe und Ergänzungen von mir)
(1) La Comunidad participará con tres milliones en el consorcio de la Casa Árabe. Comunidad de Madrid, Diario del Henares, 30 de Junio 2006
http://www.diariodelhenares.com/Htm/noticia.php?id=4464&cate goria=Noticias&tematica=Cultura
Se crea en Madrid y Córdoba la Casa Árabe y el Instituto Internacional de Estudios Árabes y del Mundo Musulmán. El Día de Córdoba/Webislam.com, 5 de Julio 2006
http://www.eldiadecordoba.com/eldiadecordoba/articulo.asp?id art=3041433&idcat=1441
http://www.webislam.com/?idn=6360
(2) La FAES de Aznar invita a su Campus de Navacerrada al comentarista islamófobo norteamericano Daniel Pipes. Redacción Webislam, 5 de Julio 2006
http://www.webislam.com/?idn=6362
(3) Fundación para el Análisis y los Estudios Sociales (FAES)
http://www.fundacionfaes.es/index.cfm
Pipes: "España es el país más vulnerable ante la inmigración, con los riesgos que eso conlleva". El Futuro de la Democracia Liberal, Campus FAES 2006, 4 de Julio 2006
http://www.fundacionfaes.es/documentos/NOTAPIPES040706.pdf
(4) ´The protocols of the elders of Brussels´. By Ari Schwartz, Haaretz, June 20, 2006
http://www.haaretz.com/hasen/objects/pages/PrintArticleEn.jh tml?itemNo=728863
07.07.2006, 19:29 Uhr
Vive la France, que vive le Général Charles de Gaulle !
- 1. Juli 1962: Referendum über die Selbstbestimmung Algeriens. 99,7 Prozent für die Unabhängigkeit
- 5. Juli 1962: Unabhängigkeitserklärung Algeriens
- Am 5. (Juli 1962) war durch das Radio Anordnung gegeben worden, die Ladengeschäfte und die Büros zu öffnen und die Arbeit wieder aufzunehmen. Nun zog vom Morgen an über die Place Kargentah zur Place d´Armes eine Menge aus den arabischen Vierteln in Richtung auf die europäischen Viertel, "zu einer friedlichen Parade".
- Wie aber war zu erklären, daß die Männer fast alle bewaffnet waren, und viele Frauen unter ihren Umhängen ein Messer versteckten?
- Um 11 Uhr ertönte ein Gewehrschuß auf der Place d´Armes, ohne Zweifel ein Signal, Schreie erklangen: "Die OAS, das ist die OAS, die auf uns schießt".
- Alle wußten aber, daß die Kommandos der OAS Ende Juni die Stadt verlassen hatten, und wer wäre so verrückt, eine solche bereits aufgebrachte Menge zu provozieren?
- Jedenfalls war das der Anfang einer fürchterlichen Schlächterei: eine Jagd auf Europäer begann wild und systematisch ...
- General Katz hatte den Befehl gegeben, die 18 000 französischen Soldaten, die sich in Oran befanden, in den Kasernen zu lassen, ohne einzugreifen.
- Katz rief de Gaulle an, um ihn über die Ausmaße des Massakers zu informieren. Der Staatschef antwortete: "Rührt euch nicht!" ...
- Man sprach in den folgenden Wochen von 3000 Toten und Verschwundenen.
Vive la France, vive le Général Charles de Gaulle !
Quelques repères de l´histoire de l´Algérie
http://www.el-mouradia.dz/francais/algerie/histoire/histoire .htm
Le 5 juillet 1962 à Oran
http://nice.algerianiste.free.fr/pages/5juillet.html
06.07.2006, 17:27 Uhr
Islam or death
I read Le Roy Barnett´s letter ("Muslims, speak up," June 26) about Muslims´ opinion on Abdul Rahman´s conversion to Christianity.
Islam is not only a religion, it is a complete way of life. Islam guides Muslims from birth to grave. The Quran and prophet Muhammad´s words and practical application of Quran in life cannot be changed.
Islam is a guide for humanity, for all times, until the day of judgment. It is forbidden in Islam to convert to any other religion. The penalty is death. There is no disagreement about it.
Islam is being embraced by people of other faiths all the time. They should know they can embrace Islam, but cannot get out. This rule is not made by Muslims; it is the supreme law of God.
Please do not ask us Muslims to pick some rules and disregard other rules. Muslims are supposed to embrace Islam in its totality.
Nazra Quraishi
Wednesday´s letters to the editor. Lansing State Journal, July 5, 2006
http://lsj.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20060705/OPINION02 /607050335&
Is this a joke or a hoax? It could be, but I doubt it ...
Islam or death. Robert Spencer, Jihad Watch, July 5, 2006
http://www.jihadwatch.org/archives/012109.php
The school teaches Quran, Hadith, Seerah, Islamic ethics and moral values ...
Die Schule lehrt Koran, Hadith, Leben Mohammeds, islamische Ethik und moralische Werte ...
Contact Information. Kindergarten. Nazra Quraishi. The Sunday School. The Islamic Society of Greater Lansing
http://lansingislam.com/sunday.htm
Lansing, Michigan
http://archives.cnn.com/2000/US/05/12/big.game.03/michigan.l ansing.lg.jpg
20.06.2006, 14:29 Uhr
Der Lindenbaum
Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immerfort.
Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh!"
Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich´s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
Johann Ludwig Wilhelm Müller, geboren am 7.10.1794 in Dessau; gestorben am 1.10.1827 in Dessau: Der Lindenbaum. Die Winterreise
http://gutenberg.spiegel.de/muellerw/winterrs/winterrs.htm
Johann Ludwig Wilhelm Müller. MDR.de, 5. Dezember 2005
http://www.mdr.de/geschichte/personen/136389.html
Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen. Franz Schubert: Winterreise. Songs Articles, Recordings, Links
http://www.gopera.com/winterreise/
Der Lindenbaum, Franz Schubert, Opus 89 Nr. 5, Deutsch-Verzeichnis Nr. 911-5, als MP3-Download. Kultur umsonst! (bzw. kostenlos)
http://www.kulturumsonst.com/volkslieder/der_lindenbaum.php
Thomas Quasthoff, Bariton, Charles Spencer, Klavier: Schubert Winterreise. Rca Red S. (Sony BMG), 5. Oktober 1998
http://images-eu.amazon.com/images/P/B00000DFKL.03.LZZZZZZZ. jpg
07.06.2006, 18:55 Uhr
Die typisch arabische Frage "Wer hat uns das angetan?"
1. Im Orient wird die eigene Schuld und Unzulänglichkeit verdrängt und anderen zugeschoben. Selbstkritik ist selten zu finden. Die Korrekturfähigkeit ist daher begrenzt.
2. Im Orient wird die Opferrolle bevorzugt. Zur Begründung dieses Verhaltensmusters werden Verschwörungstheorien geschmiedet.
3. Der Islam kennt keine Erbsünde und daher keine historisch tradierte Kollektivschuld.
4. Der Islam begünstigt nicht die Gestaltung des freien Willens und der eigenen Verantwortung. Im islamischen Menschenbild steht der freie Wille neben der allumfassenden Vorherbestimmung Allahs, ohne dass die islamischen Theologen bisher beide Grundsätze miteinander in Einklang bringen konnten.
5. Im Okzident neigt man zum Schuldbekenntnis, ob zu Recht oder zu Unrecht. Daher wird häufig die Täterrolle übernommen.
6. Die Schuldkultur im Okzident begünstigt die Selbstkritik, aber auch die eigene Korrekturfähigkeit.
7. Im heutigen Okzident ist die religiös begründete Vorstellung von der Erbsünde teilweise säkularisiert und drückt sich in Schuldbekenntnissen auch gegenüber der islamisch-arabischen Welt aus.
8. In dem offenen oder verdeckten Konflikt zwischen beiden Kulturen kann der Okzident nicht frei handeln, und zwar aufgrund selbst auferlegter moralischer Zwänge. Diese Selbstbeschränkung wird von der aggressiven Schuldzuweisungskultur des Orients als Schwäche wahrgenommen. Sie wird in Konfliktsituationen nicht honoriert, sondern ausgenutzt.
Nimm meine Schuld auf dich. Wie tief ist der politische Riss zwischen Orient und Okzident? Die Religionsgeschichte gibt Antworten. Von Mordechay Lewy. Die Zeit - Politik, 04/2003
http://zeus.zeit.de/text/2003/04/Schuld_im_Islam
Hitzköpfe und Radikale sind auf beiden Seiten. Ich meine, in der israelischen Gesellschaft sind sie noch marginaler als in der palästinensischen. In palästinensichen Kreisen wagt keiner heute gegen Gewalttätigkeit einzutreten. Das ist so ein Konsens , ein Mobilisierungsfaktor geworden. Ich habe keine selbstkritischen Stimmen aus dem palästinensischen Lager gehört...
...aber es hat auch Untersuchungskommissionen gegeben, auf palästinensischer Seite...
...nein, die Palästinenser machen meinen, immer alles richtig zu machen. Sie haben nie Fehler begangen und die Verantwortung liegt immer bei den anderen!
Das sagen sie selbst doch gar nicht - die Palästinenser. Sie geben zum Beispiel zu, dass dieser fürchterliche Lynchmord an den beiden israelischen Soldaten verabscheuungswürdig ist; er wird untersucht.
Ich meine jetzt auch politische Fehler - nicht nur solche Lynchmorde; das erübrigt sich. Ich meine, das wäre ja noch schöner, wenn wir da noch um gewisse Beileidstelegramme bitten müssten!
Das Streitgespräch. Ein Gespräch mit mit Mordechay Lewy, Geschäftsträger der israelischen Botschaft in der Bundesrepublik, geführt von Christiane Graefe, die ZEIT, und Annette Riedel, DeutschlandRadio Berlin. (20.10.2000 / 18.05 im Deutschlandradio Berlin). Die Zeit - Politik, 43/2000
http://www.zeit.de/archiv/2000/43/200043_tacheles.xml?page=3
"Nicht zufällig nennen die Palästinenser ihren Trauertag ´Naqba´, was soviel heisst wie ´Katastrophe´. Ein neutraler Begriff, so, als ob man sich über eine Naturkatastrophe unterhalten würde. Was aber den Palästinensern 1948 widerfuhr, war das Resultat einer politischen Entscheidung ihrerseits, und politische Entscheidungen haben Konsequenzen."
Diesen Ansatz gibt es in kaum einem deutschen Beitrag zum palästinensischen Flüchtlingsproblem. Sie bedauerten, diesen von Anfang an totalen Krieg gegen die Juden verloren zu haben, und nicht nur gegen diese, sondern auch den gegen den UN-Beschluß Nr. 181, vom 29. November 1947, "die internationale Legitimierung dieses Staates", erklärt Shlomo Avineri, und weiter:
"Sogar heute weigern die Palästinenser sich, zu akzeptieren, dass wir von Rechten gegen Rechte sprechen. Für sie geht es, wie schon 1948, um Rechte gegen Unrecht. Darauf basiert auch ihr Beharren auf dem Recht auf Rückkehr. Diese Haltung verhindert tragischerweise jeden Kompromiss". (5)
(5) Moralische Verantwortung übernehmen. Shlomo Avineri zur Lage in Israel. Tachles, 23. Mai 2003 (Dieser Artikel ist kostenpflichtig.)
http://www.tachles.ch/print_artikel.php?id_art=716
Flucht und Vertreibung der Palästinenser in deutschen Online-Medien. Der Staat Israel erklärt feierlich sein Bedauern ... 22. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-15-07.html
31.05.2006, 21:03 Uhr
Marc Wiese und die jugendlichen Steinewerfer in Deheishe
Wie üblich, kommen auch in (dem "Dokumentarfilm") "Warkids" keine Israelis vor, bis auf zwei namenlose Soldaten am Checkpoint, die insgesamt sechs Sekunden lang Sätze wie "Wo wollt ihr hin?" knarzen dürfen. Die restlichen 43 Minuten gehören den Palästinensern, und die nutzen sie weidlich aus.
So erzählt ein Junge, wie sein Freund Kifar von israelischen Soldaten erschossen wurde, weil er "Steine geworfen" habe. Überhaupt schneidet Wiese ausschließlich Sequenzen dazwischen, die Jugendliche beim Steinewerfen zeigen, eine nach 180 Selbstmordattentaten, fast 20.000 Attacken mit Schusswaffen und mehr als eintausend ermordeten israelischen Zivilisten zumindest erstaunliche Vorgehensweise. Aber Wiese ist keine Manipulation zu plump ...
Alle Menschen des Flüchtlingslagers Deheishe danken Marc Wiese für 43 Minuten pure Propaganda.
1001 Nacht im "Lager Bethlehem". Von Claudio Casula, Spirit of Entebbe, 29. Mai 2006
http://spiritofentebbe.blogspot.com/2006/05/1001-nacht-im-la ger-bethlehem.html
Das Spiel ist Teil ihres Willens zum Überleben ...
Warkids. Jugend in Palästina. Regie: Marc Wiese, arte, 6. Juni 2006, 21:45 Uhr
http://www.screenpower.de/news_4959.html
Warkids. Jung sein in Palästina. Ein Film von Marc Wiese. Wirklich Dreist Recherchiert (WDR), 17. Juni 2006, 22:30 Uhr
http://www.wdr.de/tv/diestory/060619.phtml
28.05.2006, 15:16 Uhr
Islam ist Frieden?
Religion ist ideologieanfällig. Aber sie ist nicht dasselbe wie Ideologie. Sie muss nicht fundamentalistisch werden, sie kann es.
Eine Religion muß die Menschen befrieden können, indem sich die Menschenrechte, insbesondere die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Frau und Mann in ihren Werten wiederspiegelt sowie die Tötung und Unterdrückung von Menschen religiös nicht gerechtfertigt werden darf, insbesondere nicht von den jeweiligen Theologen, religiösen Führern oder den religiös Verehrten bzw. Propheten
Eine Weltanschauung ist als Religion im Sinne des Grundgesetzes abzulehnen, wenn diese ...
- 1. die Unzucht der Vielweiberei verherrlicht, oder/und
- 2. (einen) Prophet(en) hat/verehrt, der nach heutiger Wertung Kriegsverbrechen begangen haben/hat bzw. die Tötung von Volksstämmen oder Menschen rechfertigt, dafür verantwortlich war oder/und pädophile Neigungen hatte oder Unzucht mit Kind/Kindern trieb ...
- 3. kriegerische Mittel zur Durchsetzung religiöser Ziele in den Fundamenten der betreffenden Ideologie religiös rechtfertigt oder überhaupt vorsieht
- 4. die Trennung zwischen Staat und Religion nicht unzweideutig gewährt
- 5. Folterei als Bestrafungsmittel vorsieht oder verherrlicht
- 6. Mord, Raub und/oder andere Verbrechen religiös rechtfertigt
und wenn deren ideologische Prinzipien und Vorstellungen im krassen Gegensatz zu den folgenden Menschenrechten stehen:
- 7. den Mitgliedern ohne institutionelle Funktionen (Bevölkerung) bestimmte Kleidungsvorschriften auch außerhalb religiöser Kultstätten vorschreibt
- 8. sie ein imperialistisches Wesen hat
- 9. die Mitglieder zur Religionsausübung mit Gewalt oder durch strafrechtlich relevante Drohungen zwingt
- 10. einen Wechsel zu einer anderen Religion oder Weltanschauung oder zum Nichtglauben mit Gewalt oder durch Androhung der Lebensvernichtung oder durch strafrechtlich relevante Drohungen verhindern will bzw. verhindert oder eine solche Bestrafung vorsieht und so weiter ...
Juristische Vorschläge gegen die menschenverachtende Seite des Koran. europenews/ EU Beitritt Türkei & islamische Moralvorstellungen. 19. Mai 2006
http://europenews.blogg.de/eintrag.php?id=439
20.05.2006, 13:26 Uhr
Die Zusammenarbeit der Euro-Eliten mit dem politischen Islam
Die Herrschaft über Glaube, Geschlecht und Geld erzwingt die Verhüllung, weil sie im Islam die elitäre Massenkontrolle und im Westen die euro-islamische Kollaboration im Ordnungswechsel sichert. Nur so lässt sich gewährleisten, dass auch den Frauen, die nach Europa kommen, die freie Wahl des Berufs, Ehepartners und Wohnorts zuverlässig verwehrt wird. Indem die Euro-Eliten den Rechtsstaat für islamische Forderungen öffnen und die Gesellschaft desinformieren, kann sich die islamische Rechtsordnung einrichten ...
Während die soziokulturellen Strukturen des Islam in der eigenen Region unter dem Druck der Modernisierung stehen, dehnen sie sich nach Europa aus ...
Hans-Peter Raddatz: Allahs Frauen. Djihad zwischen Scharia und Demokratie. Herbig-Verlag, München 2005, S. 112 f.
http://images-eu.amazon.com/images/P/3776624485.03.LZZZZZZZ. jpg
Aus Sicht des Orientalisten Hans Peter Raddatz hat die westliche Politik im Dialog mit dem Islam an Demokratiefähigkeit verloren. "Wir aktivieren nicht die liberalen Kräfte in der muslimischen Gemeinschaft hier, sondern wir sprechen Islamisten an", beklagte Raddatz.
Defizite im Dialog. Orientialist Raddatz beklagt Fehler bei der Ansprache von Muslimen. Moderation: Jürgen Liminski. Deutschlandfunk, 6. Februar 2006
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/politischeliteratur/47699 6/
Hier ist der ungekürzte "Gebetsvorschlag" des Dr. Yavuz Özoguz an Herrn Dr. Hans-Peter Raddatz. Leider zitieren die meisten Autoren von Artikeln zum Thema nur den zweiten Teil; deshalb betone ich jetzt den ersten Teil, aus dem eindeutig der Vernichtungswille hervorgeht.
Mubahala oder: der friedliche Islam in Aktion. 26. Oktober 2005
http://www.eussner.net/fundsachen_2005-10-20_18-36-32.html#f undsachen_2005-10-20_18-36-32
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