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Saudi-Arabien: Es gibt keine Erdölwaffe, meint das CATO-Institute, im November 2001

US- und Saudi-Offizielle versuchen, eine lange Freundschaft zu retten, die durch die Ereignisse vom 11. September gelitten hat, und verpflichteten sich am Mittwoch, den 16. Januar 2002, zusammenzuarbeiten gegen, was sie schlechte Medienpublizität in beiden Ländern nannten, wie Reuters berichtet.

Wir im Königreich sind sicher, daß jedes Infragestellen der Tiefe und Stärke unserer Beziehung kurzlebig ist, weil diese Freundschaft auf gemeinsamen Intreressen und gleichen Zielen aufgebaut ist, sagte der saudische Minister für Nationalökonomie Ibrahim al-Assaf. Er sprach auf einem Treffen des U.S.-Saudi Business Council. Es traf zusammen mit einem Besuch des US-Staatssekretärs im Außenministerium für politische und militärische Angelegenheiten Lincoln Bloomfield zur Diskussion der militärischen Präsenz der USA in dem erdölreichen Königreich.

Er ist hier zu Beratungen mit der saudischen Regierung zur Überprüfung unserer Präsenz hier, und zur Diskussion darüber, was wir brauchen, und was wir nicht brauchen, erzählte US-Botschafter Robert Jordan Reportern. In Quit Turning the Other Cheek with Saudi Arabia, schrieben Jerry Taylor und Ted Galen Carpenter:

Die saudische Regierung hat unserem Ersuchen widersprochen, ihre Stützpunkte für militärische Operationen gegen Osama bin Laden und die Taliban zu benutzen. Sie haben sich gewunden, als es dazu kam, diejenigen Vermögen solcher Saudis einzufrieren, die Al-Qaeda bezahlen. Sie haben New Yorker durch Kronprinz Abdullah belehrt, wieso es unser Fehler ist, daß die Angriffe überhaupt gekommen sind. Und sie weigern sich, sämtliche Informationen über Terrorverdächtige zu teilen. Dann kommt heraus, daß die saudische Monarchie seit mindestens 1996 die hauptsächliche finanzielle Unterstützerin der Taliban war, und daß saudische Quellen Gelder an die Hamas und andere Gruppen geliefert haben, die Tag für Tag in Terrorakten, die ebenso entsetzlich und moralisch verwerflich waren wie die, die Amerikaner letzten September töteten, israelische Zivilisten weggeblasen haben. Das kommt alles zu der langjährigen Politik der saudischen Monarchie, radikale islamische Schulen und "Wohltätigkeitsvereine" in der ganzen Welt zu finanzieren, Deckadressen zum Ausbrüten der islamischen Revolution und antiwestlichen Fanatismus´.

Die herrschende Meinung ist, daß wir noch die andere Wange hinhalten und auf freundschaftllichem Fuß mit den saudischen Autokraten bleiben müssen, weil wir ihr Erdöl brauchen. Unsinn. Sie brauchen unser Geld mehr, als wir ihr Erdöl brauchen. Sprechen Sie uns nach: ´Es gibt keine Erdölwaffe´.

U.S., Saudis Try to Salvage Friendship. Cato Daily Dispatch, January 16, 2002
http://www.cato.org/dispatch/01-16-02d.html
Quit Turning the Other Cheek with Saudi Arabia, by Jerry Taylor and Ted Galen Carpenter, Cato Institute, November 16, 2001
http://www.cato.org/current/terrorism/pubs/taylor-011116.htm l

Übersetzung und Ergänzung: Berlin, 18. Januar 2002


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2004-07-09_10-04-27.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 07.01.2009, 05:34 Uhr