
Ougadougou 2004 im Fieber der Vorbereitungen zum Zehnten Gipfel der Francophonie - Eine Blütenlese
Fast die Hälfte der am wenigsten entwickelten Länder der Welt sind francophon, unter den vierzig ärmsten und am meisten verschuldeten Ländern sind die Hälfte francophon. "Die Francophonie, ein solidarischer Raum für nachhaltige Entwicklung" ist das Motto der Zehnten Francophonie, die im Rahmen der Organisation internationale de la francophonie (OIF) von Jacques Chirac, 56 Staats- und Regierungschefs und 3000 Besuchern der sich der Francophonie zurechnenden Länder am 26. und 27. November 2004 in Ougadougou, Burkina Faso gefeiert wird.
Konferenzen der Minister der francophonen Staaten, der Union der francophonen Presse, ein Forum francophoner Schriftsteller, eine Konferenz des Bürgermeisters von Paris und seiner francophonen Kollegen sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen zum Lobe der französischen Sprache und Kultur gehen dem voraus. Der nicht in Frankreich, sondern in Barcelona, Spanien, lebende 32-jährige Schriftsteller, Arabist und Iranist Mathias Enard erhält am 20. November 2004 für sein Buch "La perfection du tir", Die Vollendung des Schusses bzw. des Beschusses, den mit 10 000 Euro dotierten "Francophonie-Preis 2004 der Fünf Kontinente". Damit wird jeweils ein Werk ausgezeichnet, "das den literarischen Reichtum und die kulturelle Vielfalt der französischen Sprache über fünf Kontinente hinweg enthüllt", schreibt congopage.com. Präsidentin der Jury ist die libanesische Schriftstellerin Vénus Khoury-Ghata. Sie ist im Libanon geboren und wohnt seit 25 Jahren in Frankreich. Ihr Vater ist zur französischen Mandatszeit Dolmetscher beim Hochkommissar des Libanon.
Inspiriert ist das Werk des Preisträgers, wie dieser in einem Interview mitteilt, von Zeugenaussagen und Erzählungen ehemaliger Kämpfer des libanesischen Bürgerkrieges (1975 - 1987) und des Iran-Irakkrieges (1980 - 1988). Er selbst schieße und jage nicht, auch nicht mit dem Bogen oder dem Gewehr.
"Ouaga", ça bouge !
Das neunte Fest findet im Oktober 2002 in Beirut statt, wo sich Jacques Chirac mit Scheich Sayyed Hassan Nasrallah, dem Führer der Terrororganisation Hezbollah zu trautem Gespräch trifft. Entschuldigung und diplomatische Erklärung für solche Verbindungen sind, dass die Hezbollah eine im libanesischen Parlament vertretene Partei sei. Ihre Abgeordneten seien demokratisch gewählt. So ist es in unseligen Zeiten auch mit der NSDAP in Deutschland. Die Geschichte lehrt, dass sie nichts lehrt.
Man darf gespannt sein, ob der Scheich in "Ouaga" auftritt, um dem Staatspräsidenten Jacques Chirac für den Vertragsabschluß des französischen Conseil supérieur d´audivisuel (CSA) mit dem Hezbollah-Sender Al-Manar TV zu danken. Verdient hätte er es. Selten wird eine antisemitische und anti-israelische Hetze günstiger nach Europa ausgestrahlt als mittels Eutelsat durch den libanesischen Fernsehsender Al-Manar TV, mit bereitwilligem Einverständnis der französischen Regierung. Schon zur Zeit der Rede des französischen Premierministers Jean-Pierre Raffarin, am Festabend des Conseil représentatif des institutions juives de France (CRIF), am 31. Januar 2004, ist klar, dass das Entsetzen über die Sendungen von Al-Manar TV nur vorgetäuscht ist. Der Sender und die üble 29-teilige Serie Al-Shatat werden in der Rede gar nicht genannt. Das ist Programm. Die französische Regierung sitzt das aus, während die Hetze von Al-Manar TV vor, während und nach dem Vertragsabschluß, vom 19. November 2004, ungeniert weitergeht.
Nun aber zum Fest der Francophonie 2004!
Die Staats- und Regierungschefs wohnen in 25 Villen des Präsidenten von Burkina Faso, im neuen Stadtteil Ouaga 2000, aber auch im brandneuen Hotel "El-Fateh", im Hotel "Die Eroberung". Hat das Hotel nicht einen wunderbaren Namen? Al-Fatah!
Der Francophoniegipfel 2004 sei der preiswerteste der Geschichte, er koste nur 8 Milliarden Franc CFA, das sind 12,2 Millionen Euro. Davon gibt Burkina Faso 4,57 Millionen Euro für Infrastruktur und Organisation aus. Befreundete Staaten helfen bei der Finanzierung: Frankreich, das die Kosten für die Kommunikation übernimmt, für das moderne Pressezentrum, Kanada, das für Sicherheit und Gesundheit sorgt, die nicht-francophonen Staaten Libyen, Saudi-Arabien und der Iran, die zig Autos spenden, damit die eingeladenen hochrangigen Gäste gut zu den Veranstaltungsorten kommen. Man sieht, der Iran revanchiert sich direkt für den Vertrag zwischen dem CSA und dem Sender der von ihm finanzierten Terrororganisation Hezbollah. Saudi-Arabien bedankt sich für die freundliche Behandlung von salafidischen Islamisten wie Tariq Ramadan und die Möglichkeit, in Frankreich "daw´a" zu betreiben, islamistische Missionierung, und Muammar al-Ghaddafi äußert seine Begeisterung, dass ihn der Westen wieder in den Kreis der geachteten Staatsmänner aufnimmt. Die burkinabische Wochenzeitung "Bendré" kritisiere auf der ersten Seite die Verschleuderung von Milliarden Franc CFA. "Ouagadougou 2004: Milliarden gegen die Entwicklung", schreibt der senegalesische "Quotidien Le Soleil".
Am 14. Juni bereits weiß "Bendré" sehr böse zu berichten:
"Von den acht größten Wirtschaftsmächten (G 8) gibt Frankreich am meisten aus für die Entwicklung, in dem es ihr 0,41% seines BIP widmet. Mehr als 50% der Mittel gehen nach Afrika. Erster Empfänger ist die Elfenbeinküste (432 Millionen Dollar, im Jahre 2002), Mozambik (239 Millionen), Marrokko (222 Millionen), Ägypten (184 Millionen).
Außer der Elfenbeinküste unterstützt Frankreich mehr diejenigen Länder, die ´etwas francophon´, als diejenigen, die 100% francophon sind, und die es seit 1800 durcheinander gebracht (kolonisiert) hat. Das ist also das wahre Gesicht Frankreichs gegenüber den Ländern, die sich für die Francophonie einsetzen, wie Burkina Faso."
Seinem Eigeninteresse bleibt Frankreich auch in diesem Jahr treu. Das offizielle Thema der "nachhaltigen Entwicklung" gerät in den Hintergrund; denn für Frankreich geht es gegenwärtig um "die Krise in der Elfenbeinküste", um deren nachhaltigen Verbleib im Einzugsbereich Frankreichs. Laurent Gbagbo, der störrische Präsident der Elfenbeinküste, und "die Messalina von Abidjan", seine politisch sehr einflußreiche Frau Simone Ehivet Gbagbo, bekannte Linguistin und jahrelange Mitstreiterin des Front populaire ivoirien (FPI) gegen den von Frankreich allzeit hofierten Diktator Félix Houphouët-Boigny, kommen nicht nach Burkina Faso, da für sie dieses Land die Basis und das Zentrum des Komplotts der gegen sie wirkenden Rebellen ist. Sie schicken den Minister für Kultur. Laurent Gbagbo verdächtigt Frankreich, die Rebellen zu unterstützen, was einigen Sinn machen würde, da Simone Ehivet Gbagbo zunehmend unter den Einfluß der "Kirche Shekinah Gloris" gerät, einer afrikanischen Ausprägung der evangelikanischen Foursquare Sekte der Aimee Semple McPherson ("Jesus Christ is Alive and Well"), von "jenseits des Atlantik", aus den USA.
Vielleicht komme der Präsident doch, schreibt "Le Monde", am 25. November. Dann werde er zurechtgewiesen. Jacques Chirac verzeiht ihm die neun Soldaten nicht, die durch sein Militär bei einer Attacke getötet werden - von dem amerikanischen Entwicklungshelfer, der ebenfalls umkommt, schreibt "Le Monde" nichts. Auch nicht davon, dass Laurent Gbagbo am 16. November die USA bittet zu intervenieren, um die Rebellen aus dem Norden der Elfenbeinküste zu entwaffnen, wie er in einem Interview mit Associated Press (AP), in seiner Villa in Abidjan erkläre.
"Dieser Gipfel wird bekräftigen, dass es der Francophonie entgegensteht, eine Politik auf rassischen und auf Kriterien der Ausgrenzung aufzubauen", sagt der Sprecher des Präsidialamtes am Vorabend des Gipfeltreffens. Das ist aufregend! Wer hätte das nach dem Skandal der Zulassung des Fernsehsenders Al-Manar TV gedacht?
Die Afrikanische Union, die Vereinten Nationen und die OIF seien im Streit der französischen Regierung mit Laurent Gbagbo auf seiten Frankreichs. Jacques Chirac wird das anläßlich eines Arbeitsessens mit dem burkinabischen Präsidenten Blaise Compaore vertiefen. Die Gespräche mit den Präsidenten von Mozambik und dem Sudan über die Probleme in deren Ländern werden folgen. Kofi Annan ist mit von der Partie. Weder der Generalsekretär der Vereinten Nationen noch Mozambik und der Sudan sind Mitglied der OIF. Auf dem Zehnten Festival anwesend sein wird auch der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika, dessen Land, das größte francophone Land nach Frankreich, bislang ebenfalls keinerlei Status bei der OIF hat.
Frankreich gebrauche die in politische Dimension aufgestiegene OIF zum "Kampf für die Vielfalt der Kulturen", um über die UNESCO (sic!) im geeigneten Augenblick Front zu machen gegen die Welthandelsorganisation (WTO). Dazu habe es andere Sprachensembles vereint, hauptsächlich spanische und portugiesische, und viele Staaten auf allen Kontinenten hinter sich gebracht, einschließlich im "neuen Europa", von dem Donald Rumsfeld glaube, es sei ein für allemal vom "alten" abgekoppelt.
Diese politische Dimension der OIF will Frankreich nun noch verstärken, um in Bereiche vorzustoßen die mit der Globalisierung wie mit der Vielfalt der Kulturen zusammenhängen. Es wird also spätestens jetzt deutlich, wozu Vereinigungen wie ATTAC France dienen, warum José Bové, Yves Contassot und Konsorten auf Versuchsfeldern Mais ausreißen dürfen und dafür nicht vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden, sondern der Prozeß mehrmals hinausgezögert wird. Diese nützlichen Idioten werden im Kampf gegen die USA noch gebraucht. Auffällig ist, dass Deutschland nicht vorkommt in dem Zusammenhang - von Großbritannien nicht zu reden.
Stattdessen wird von der Zeitung "Le Messager", Douala, Kamerun, jenseits der die francophonen Länder Afrikas betreffenden Sorgen eine Deklaration und ein zehnjähriger strategischer Rahmen (2005-2014) angekündigt, die auf dem Zehnten Gipfel der Francophonie verabschiedet werden sollen. Darin soll die Mitgliedschaft in der OIF von insgesamt sieben neuen Ländern festgeschrieben werden, davon fünf, die bislang nur Beobachterstatus besitzen: Armenien, Georgien, Kroatien, Oesterreich und Ungarn, und zwei assoziierten Ländern: Andorra und Griechenland. Der Status von Albanien und Mazedonien soll von assoziierten zu Vollmitgliedern angehoben werden. In der offiziellen Liste des Ministeriums für internationale Beziehungen Quebecs sind die fünf Länder mit Beobachterstatus nicht aufgeführt. Beobachterstatus haben nach dieser Liste die Länder Litauen, Slowenien, Slovakei, Polen und Tschechien.
Die Länderliste zeigt, dass die Francophonie schon lange keine sprachliche und kulturelle Angelegenheit ist, sondern vor allem ein politisches Netzwerk. Von den nicht-francophonen, nicht mehrheitlich französisch sprechenden Ländern wird Ägypten 1983 assoziiertes Mitglied, Bulgarien 1993, Albanien 1999. Moldavien ist seit 1996 Vollmitglied. Dennoch werden erst auf dem Francophonie-Gipfel in Beirut, Oktober 2002, hauptsächlich auf Betreiben Frankreichs und Quebecs, die Kriterien der Mitgliedschaft in der OIF so modifiziert, dass nicht mehr nur die Länder, die mehrheitlich französisch sprechen, sondern auch diejenigen, die sich um die Verbreitung der französischen Sprache und der Francophonie verdient machen, vollwertige Mitglieder werden können. Die OIF dient der Verbreitung und Festigung der politischen und wirtschaftlichen Macht Frankreichs in der Welt. Die vietnamesische Nachrichtenagentur VNA meint, die OIF führe einen "Kampf um die Solidarität". Davon kann leider keine Rede sein. Auf dem Francophonie-Gipfel, in Hanoi 1997, und auf der ersten Konferenz der Wirtschafts- und Finanzminister der francophonen Länder, in Monaco 1999, wird die Bewegung der Francophonie darauf ausgerichtet, unter der Leitung Frankreichs einen auf Kompetenz und Expertise sowie auf Zusammenarbeit in der Aus- und Fortbildung aufbauenden gemeinsamen Wirtschaftsraum zu bilden.
Der OIF steht für ihre Aufgaben ein Jahreshaushalt von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Sie sei kein Kreditgeber wie die Weltbank, die EU oder andere Spezialinstitutionen. Sie verschaffe aber den ärmsten Staaten der Welt in der WTO Gehör. Verwaltung der natürlichen Ressourcen, ausgewogene Wirtschaftsentwicklung und "bonne gouvernance" seien die Säulen für eine nachhaltige Entwicklung. Floskeln, wie sie aus dem jeweilig letzten Human Development Report des UNDP/PNUD nicht besser abgeschrieben sein könnten. Mit "Solidarität um eine Sprache und eine vielfältige Kultur herum", gegen "Uniformierung durch zur Globalisierung gehörenden Kommunikationstechniken" solle die kulturelle Vielfalt erhalten werden. Mit anderen Sprachräumen, spanischen, portugiesischen und arabischen, werde zusammengearbeitet. Mit der UNESCO gemeinsam werde an einer Konvention gearbeitet, die bestätige, dass die Kulturgüter keine Handelsware wie andere seien: "les biens culturels ne sont pas des marchandises comme les autres". Das ist auch der Schlachtruf der ATTAC: "le monde n´est pas une marchandise". Unter diesem Motto kämpft die ATTAC gegen die Kapital- und Finanzmärkte, die sie in den USA ausmacht, gegen das "raffende Kapital".
Wen wundert es da, dass die französische Regierung ihren Rundfunk- und Fernsehrat CSA anweist, dem Sender Al-Manar TV zu gestatten, seine Hetzsendungen gegen die Juden und Israel in Europa und der Welt zu verbreiten. Israel jedenfalls hat keinerlei Status in der "Francophonie".
25. November 2004
Letzte Nachricht des Matinternet: Jacques Chirac landet von Tripoli, Libyen, kommend in Ouagadougou, nimmt an der Abschlußsitzung der vom Bürgermeister Bertrand Delanoë unter großem Beifall geleiteten Konferenz der Association internationale des maires francophones (AIMF), der francophonen Bürgermeister, als deren Ehrenpräsident teil, lauscht Musik zur Ehre der Francophonie, anschließend diniert er mit Blaise Compaoré, dieser erklärt, die Francophonie sei dem angelsächsischen Modell überlegen, und wir bräuchten eine "sozialere Globalisierung", wo nicht der Markt vor allem anderen käme.
Es kommen nicht 56, sondern nur 30 Staats- und Regierungschefs. Kofi Annan diskutiert tagsüber mit dem burkinabischen Präsidenten die Lage in der Elfenbeinküste und reist auf Grund wichtiger Termine schon vor Beginn des Gipfels nach New York zurück.
Griechenland verkündet seine neue Mitgliedschaft in der OIF, weil Athen an Vielsprachigkeit glaube, und "weil wir nicht das Monopol einer einzigen Sprache wollen", die Anspielung eines Sprechers des griechischen Außenministeriums auf die Dominanz des Englischen in der Welt.
Jacques Chirac erklärt bei der Eröffnung des Zehnten Gipfels der Francophonie, dass Frankreich nicht in der Elfenbeinküste interveniere, um dem Land seinen Frieden aufzuzwingen, sondern um Bürgerkrieg, Chaos und die Selbstzerstörung des Landes zu vermeiden. "Frankreich ist der Freund der Elfenbeinküste", sagt er gemäß Reuters, abgedruckt in der Libération, vor 25 Staats- und Regierungschefs. Der Schiedsrichterrolle Frankreichs in der Region werde jedoch widersprochen. Auf den Wunsch des Präsidenten der Elfenbeinküste Laurent Gbagbo, die USA möchten intervenieren, um die Rebellen im Norden des Landes zu entwaffnen, geht keiner der francophonen Berichte ein.
Letzter Stand und neue Links, 26. November 2004
Quellen
X. Sommet de la Francophonie. Ouagadougou 2004
http://www.sommet-francophonie.org/ouaga2004/
Le monde de la Francophonie
http://www.francophonie.org/image/Carte_membres_OIF.pdf
PRIX FRANCOPHONE DES CINQ CONTINENTS 2004 : Mathias Enard lauréat grâce à "la perfection du tir", congopage.com, 22 novembre 2004
http://www.congopage.com/article.php3?id_article=2019
Khoury-Ghata Vénus
http://perso.wanadoo.fr/calounet/biographies/khoury_ghata_bi ographie.htm
Rencontre avec Mathias Enard, par Vincent Fournier, aVoir-aLire.com, 23 juillet 2003
http://www.avoir-alire.com/spip/article.php3?id_article=3045
FRANCOPHONIE : Ouagadougou dans la fièvre des préparatifs du 10e sommet, par Modou Mamoune Faye, Quotidien Le Soleil, Sénégal, 25 novembre 2004
http://www.lesoleil.sn/politique/article.cfm?articles__id=44 407
Confidentiel 62, Bendré, 14 juin 2004
http://www.bendre.africa-web.org/article.php3?id_article=720
Simone Gbagbo. Femme fatale. Par Vincent Hugeux, L´Express du 20/02/2003
http://www.lexpress.fr/info/monde/dossier/cotedivoire/dossie r.asp?ida=376354
International Church of the Foursquare Gospel (ICFG)
http://www.foursquare.org/
Aimee: A Short Biography
http://www.libertyharbor.org/aimee.htm
Le Sommet de la francophonie sera dominé par la crise en Côte d´Ivoire, par Claire Tréan, envoyée speciale, Le Monde, 25 novembre 2004
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3220,36-388352,0.h tml
Témoignage du bombardement de Bouaké. "Jai vu les avions attaquer la base française" déclare un missionnaire. CITE DU VATICAN, Vendredi 12 novembre 2004
http://bayard.icor.fr/blois/diocese.php?page=4&detail=1&iden t=48453&historique=0
Gbagbo veut une intervention américaine. NOUVELOBS.COM, 17.11.04
http://permanent.nouvelobs.com/etranger/20041117.OBS1716.htm l
Ouagadougou : la solidarité francophone à l´épreuve. Par Noé Ndjebet Massoussi. Le Messager Douala, 25 novembre 2004. AllAfrica.com, Publié sur le web le 24 Novembre 2004
http://fr.allafrica.com/stories/200411240927.html
Etats et gouvernements de l´Organisation internationale de la Francophonie
http://www.ladocfrancaise.gouv.fr/dossier_actualite/francoph onie/oif_membre.shtml
Qu´est-ce que la Francophonie? Les États et gouvernements membres. Relations internationales Quebec
http://www.mri.gouv.qc.ca/fr/francophonie/la_francophonie/fr ancophonie_multilaterale/membres.asp
Plaidoyer pour une Francophonie solidaire. VNA, Hanoi, 25 novembre 2004
http://www.vnagency.com.vn/NewsP.asp?LANGUAGE_ID=3&CATEGORY_ ID=40&NEWS_ID=128536
Francophonie: arrivée de Jacques Chirac à Ouagadougou. Presse canadienne, Matinternet, 25 novembre 2004
http://www.matin.qc.ca/monde.php?article=20041125153957
Chirac rappelle le rôle de la France en Côte d´Ivoire. Reuters. Libération, 26 novembre 2004, 12:29
http://www.liberation.fr/page.php?Article=257168