www.eussner.net
Artikel

Die Welt ohne Zionismus

Wer den martialischen Umzug der französischen Waffengattungen zum Nationalfeiertag, von Kontingenten der Fremdenlegion bis zu schwerer Technik, die eben einmal so die Straße demoliert, über die Champs-Élysées und die vom politisch erledigten Staatspräsidenten gehaltenen Reden und Feiern im Garten und sonstwo am Fernseher verfolgt, einen Blick auf den keine zehn Minuten mit seiner Ehefrau Cécilia anwesenden und zu seiner eigenen Feier im Innenministerium abrauschenden Nicolas Sarkozy wirft und dann noch meint, er müßte selbst auch feiern, der kann sich nur einen hinter die Binde gießen, um diesen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Frankreich zu verkraften: la Brigade Activiste des Clowns. (1)

Das üppige Feuerwerk in Perpignan, um 23 Uhr, am 14 Juillet, entschädigt einen ein wenig, und so schläft man trotz der Hitze recht gut.

Am nächsten Morgen aber hat die Arroganz der französischen Politik und ihrer Sprachrohre einen unerbittlich wieder. Die Nachrichten vermitteln Eindrücke von den Kriegshandlungen zwischen Israel und dem Libanon. Wortreich beklagt der Sprecher in France Musique die Operationen der israelischen Armee gegen die Hezbollah und ihr Hauptquartier; Scheich Hassan Nasrallah habe sich retten können, und nun stünden die Israelis der Situation gegenüber, daß die Hezbollah sich in dem von ihr besiedelten Stadtteil von Beirut in zahlreichen zivilen Häusern aufhalte. Dort seien alle miteinander bekannt, das Eindringen eines Fremden sei unmöglich, und man spürt die Erleichterung des Sprechers über jeden Terroristen, der auf diese Weise den Nachstellungen durch die Israelis entgeht. Die Szenerie entspricht den Bedürfnissen des offenbar noch vom Vortage beeindruckten Journalisten. Bastillestürmende Revoluzzer schlagen der Staatsmacht bis heute gern ein Schnippchen. Bei ihrer Stürmung, im Jahr 1789, liegen in der Bastille einige Munitionsvorräte, und es sitzen dort vier Urkundenfälscher, zwei Geisteskranke und vermutlich der adlige Schriftsteller und Pornograph de Sade, den seine Familie wegen seines wüsten Lebenswandels in der Bastille festsetzen lassen hatte. Die Folgen der Zeit des Terrors und die Tatsache, daß es sich um eine nie vollendete Revolution handelt, werden bei den Feiern ausgeblendet. (2)

Der Maisausreißer José Bové, die Präsidentschaftskandidaten Arlette Laguiller, Olivier Besancenot und Dieudonné M´bala M´bala sind die Erben der französischen Revolution, sie wirken mit ihren Taten befreiend auf Geisteskranke und Kriminelle. Die Hezbollah täte es Israel gegenüber gleich, scheinen die Vertreter der medialen Spaßgesellschaft anzunehmen, die ihre Wahrnehmung für das Maß der weltweit passenden Einschätzung halten. Der Terror der Revoluzzer bleibt damals wie heute außen vor. Entsprechend ist die Berichterstattung, von der offiziellen Stellungnahme bis zu den Medien.

Reaktion des Außenministers Philippe Douste-Blazy auf die Ereignisse, die im Libanon eingetreten sind

Auch der Außenminister Frankreichs Philippe Douste-Blazy ist ein Erbe der französischen Revolution. Man weiß nicht, ob er mit seinen Worten Geisteskranke oder Kriminelle erreichen will, wahrscheinlich beide. Er beweist während seiner Amtszeit mehrfach, daß er von Geschichte und Außenpolitik wenig Ahnung hat, aber eines weiß er doch und tut es in einem Interview mit dem staatsnahen Fernsehkanal Europe1 kund: Wir verurteilen diese unverhältnismäßige Kriegsaktion. Sie habe zwei Auswirkungen, man könne nur noch zu Wasser oder zu Lande, vom Mittelmeer oder von Syrien aus, in den Libanon, und sie berge die Gefahr, den Libanon in die finstersten Zeiten des Krieges zurückzuwerfen, mit der Flucht von Tausenden von Libanesen, die gerade dabei seien, ihr Land wieder aufzubauen.

Für ihn ist nicht der vom Boden des Libanon aus erfolgte kriegerische Akt das schlimmste, diesen erkennt er nicht einmal als solchen, sondern, daß der Zugang über den Flughafen nicht mehr möglich ist. Er geht nicht ein auf die von Premierminister Ehud Olmert am Tag zuvor gegebene Erklärung: Die Ereignisse dieses Morgens waren kein terroristischer Angriff, sondern die Handlung eines souveränen Staates, der Israel, unbegründet und ohne provoziert zu sein, angriff. Die libanesische Regierung, deren Mitglied die Hezbollah ist, versucht, die regionale Stabilität zu untergraben. Libanon ist verantwortlich, und Libanon wird die Folgen seiner Handlung tragen.

Die Tatsache, daß die Hezbollah Regierungsmitglied ist, wird vom Außenminister Frankreichs übergangen. Weiß er es nicht besser?

Die kürzlichen Entwicklungen an der israelisch-libanesischen Grenze füllen ihn mit Sorge. Diese nicht näher bezeichneten Entwicklungen haben den Tod mehrerer israelischer Soldaten zur Folge; mehr erfährt das Publikum von Europe1 nicht, Entwicklungen eben, die unverhältnismäßige israelische Reaktionen zur Folge haben.

In einem sorgfältig vorbereiteten nicht provozierten Angriff dringen 17 Tage nach der Entführung, vom 25. Juni, in Gaza, des Korporals Gilad Shalit, eines französischen Staatbürgers doppelter Staatsbürgerschaft, Terroristen der Hezbollah am Morgen des 12. Juli in Israel ein und beschießen an der Westgrenze, nahe Sarit, israelische Militärpatrouillen mit Anti-Tank-Raketen, wobei drei israelische Soldaten getötet und zwei entführt werden. Vier weitere Soldaten werden getötet, als sie die entführten Soldaten suchen und dabei auf eine Mine fahren. Als unter schwerem Feuer der Hezbollah israelisches Militär in den Libanon eindringt, um die toten Soldaten zu bergen, wird ein weiterer Soldat im Schußwechsel mit der Hezbollah getötet. Die Hezbollah eröffnet somit eine zweite Front gegen Israel. Das sind die vom französischen Außenminister so bezeichneten Entwicklungen, die Israel allerdings als vom Boden des Libanon ausgehenden Kriegsakt bezeichnet. (3)

Das sieht Frankreich anders. Es stellt sich an die Seite des Terroristenführers Hassan Nasrallah, der an das israelische Volk gerichtet erklärt: "Ihr wollt einen offenen Krieg, Ihr bekommt ihn ... Das wird ein Krieg auf allen Ebenen sein ... bis nach Haifa und darüber hinaus ... Ihr seid es, die die Spielregeln ändern wolltet", ergänzt mein Provinzblatt Midi Libre völlig unkritisch. (4)

Darauf geht Philippe Douste-Blazy nicht ein, sondern auf die Frage des Interviewers Jean-Pierre Elkabbach, der übrigens auf der offiziellen Site des Außenministeriums nicht genannt wird, ob er dem Libanon, dessen Freunde wir sind, beispielsweise nicht rate, die Hezbollah aus der libanesischen Regierung zu entfernen und die Hezbollah, die im Libanon macht, was sie will, zu entwaffnen, antwortet er gar nicht, sondern weicht aus, daß die Einheit des Libanon gewahrt bleiben müsse. Davon handelt das Interview, von der totalen Unterstützung Frankreichs für den Libanon gegen Israel, die Kriegshandlungen der Hezbollah vom Libanon aus werden condamné, verurteilt. Ansonsten seien Vermittlung, Verhandlung, politischer Prozeß angesagt, wobei es sich versteht, daß die französische und die EU-Diplomatie dafür in Frage kommen. Die Spirale der Gewalt führe zu nichts, womit er einmal mehr die verbrecherischen Akte der arabischen Terrorgruppen mit der Reaktion darauf gleichsetzt, und wenn er meint, daß diese angebliche Spirale zu nichts führe, dann versteht sich ebenso, daß es nicht zum Vorteil Frankreichs gereicht, das den Libanon als seinen letzten Außenposten im Nahen Osten betrachtet. Es folgen noch Ausführungen zum Iran, der offensichtlich in keinem Zusammenhang mit den Kriegshandlungen der Hezbollah gesehen wird, sondern es geht um das Streben des Iran nach der Atombombe. Nebenbei wird deutlich, daß Jean-Pierre Elkabbach den Namen des deutschen Außenministers nicht kennt, der heißt bei ihm l´Allemand, der Deutsche. Den Namen der US-Außenministerin kennt er aber inzwischen. Die Iraner haben das Recht auf Nuklearenergie, unter der Bedingung, daß sie zu friedlichen Zwecken genutzt wird, meint Philippe Douste-Blazy blauäugig. (5)

Der Interviewer fragt nicht, und der Außenminister hat schon deshalb keine Veranlassung, darauf einzugehen, daß die Hezbollah von den Iranern mit Millionen Dollar ausgestattet wird. Weder der Iran noch Syrien haben für den Außenminister anscheinend irgend etwas zu tun mit den tollkühnen Kriegshandlungen der Hezbollah. Dann geht der Interviewer über zum bevorstehenden G8-Gipfel, zu Wladimir Putin, dem König des Erdöls und des Erdgases.

Das Interview kann auf der Site von Europe1 gehört werden. (6)

Die Berichterstattung der Zeitung Le Monde

Bei den Interessen Frankreichs in den arabischen Staaten und dem Gleichschritt der meisten französischen Medien als regierungstreue Stimmen ihrer Herren wundert es nicht, daß Le Monde ihren Leitartikel mit Unverantwortlichkeiten überschreibt. Im Visier ist der US-amerikanische Präsident, seine Regierung habe eine Art leerer Hülle erfunden: das Quartett aus USA, Rußland, der EU und der UNO, Gegenstand sei, so zu tun, als ob ein israelisch-palästinensischer Dialog gefördert würde. Das Quartett sei zu nichts nutze. Seit Amtsantritt des George W. Bush hätten die USA ihre Rolle als, "honnête médiateur", ehrlicher Makler verlassen und klebten an der Politik Israels, wie die auch immer sei. Es herrsche schlechter Wille überall. Von Frankreich ist in diesem Leitartikel nicht die Rede. Wenn es um Kritik geht, weicht der Leitartikler auf das in Frankreich beliebte "on" aus, "man", da verschwindet das handelnde Subjekt. Gemessen an dem pompösen Aufmarsch auf den Champs Elysées zur Feier des 14. Juli ist das sehr dürftig.

Der Aufmacher in LeMonde.fr befaßt sich ausschließlich mit dem Libanon. Die Israelis bombardieren libanesische Häfen, Beirut fordert einen allgemeinen Waffenstillstand. Mit keinem Wort wird die iraelische Zivilbevölkerung erwähnt, der Raketenbeschuß auf Tiberias, im Nordosten Israels. Bereits seit General Charles de Gaulle existiert Israel für Frankreich nicht mehr, oder wenn, dann nur als Störenfried der französischen Arabienpolitik. (7)

Wer sich des Abends in englischer Sprache informieren will über den letzten Stand, der klicke JerusalemOnline an. Man kann sich auf den Verteiler setzen lassen. Auch einen täglichen Blick in das Online-Tagebuch der Achse des Guten empfehle ich. Dort werden oftmals informative Links zu aktuellen Nahost-Themen veröffentlicht. (8)

Le Monde jedenfalls gibt dem Leser keine auch nur halbwegs ausgewogene Information. So werden sich die Leser kaum die AFP-Eilmeldung erklären können, die mitteilt, daß die israelische Regierung die Einwohner von Tel-Aviv am Sonntagmorgen vor eventuellen Raketeneinschlägen warnt. Bislang werden sie über die militärische Kraft der Hezbollah so informiert, als wenn das eine kleine schlecht gerüstete Gruppe von Freiheitskämpfern wäre, die irgendwo im Süden des Libanon hausen, dessen Regierung mit ihnen nichts zu tun hat. In Montpellier gibt es am Tag zuvor sogar eine pro-Hezbollah-Demonstration: man muß den verbrecherischen Arm Israels aufhalten. Der Raketenbeschuß, der neun Todesopfer fordert, mit iranischen Waffen Raad-1 und Raad-3 auf Haifa, wird von Le Monde nur beiläufig und aus einer Verlautbarung des Islamischen Widerstandes zitiert, des bewaffneten Armes der Hezbollah, nicht etwa aus Erklärungen der israelischen Regierung. Die Hezbollah bekommt Gelegenheit, ihre Sicht des Raketenbeschusses auf Haifa darzustellen. Durch die Betonung des Islamischen Widerstandes als Autor der Verlautbarung suggeriert die Zeitung gleichzeitig einen Unterschied zwischen dem politischen und dem militärischen Arm der Hezbollah. Ein solcher Unterschied besteht nicht; wie auch bei der Hamas handelt es sich um zwei verschiedene Vorgehensweisen zur Erlangung der Herrschaft der Repräsentanten der Polit-Ideologie Islam. (9)

Daneben befindet sich der große Aufmacher über die trotz internationaler Aufforderung zur Mäßigung erfolgte Bombardierung des Südens von Beirut, wo die Hezbollah samt ihrem Sender Al-Manar TV ihren Sitz hat. Dieser Sender ist der französischen Regierung und des Staatspräsidenten Jacques Chirac lieber Partner. Es bedarf zahlreicher Proteste jüdischer Vereinigungen, bevor seine Ausstrahlung in Frankreich verboten wird. In meinem Archiv befinden sich Artikel dazu. Solche Aufforderungen des Hassan Nasrallah, der in dieser Zeit angeblich verschlüsselte Verhandlungsangebote an Israel macht, werden von Al-Manar TV als Video ausgestrahlt: (10)

Almout le Israel (Tod Israel!)

Scheich Hassan Nasrallah:
"Unsere Entscheidung ist unumstößlich, so auch unsere Zugehörigkeit zum Widerstand, zu seinen Waffen, zu seiner Munition, zum Blut der Glaubenskrieger. Tod Israel!"

Die Menge:
"Tod Israel!"
"Tod Israel, ein Ende diesem eitrigen Abszeß, Tod Israel!
Dank der Kämpfer sowohl der Ayyache als auch der Ezzeddine,
kämpfen wir gegen die Besatzer bis zum Sieg.
Ausgehend vom glorreichen Boden von Jerusalem
kreuzen wir die Klinge mit dem Besatzer,
und wir werden Zion in den Griff bekommen.
Tod Israel, ein Ende diesem eitrigen Abszeß, Tod Israel!"

Scheich Hassan Nasrallah:
"Niemand hat das Recht, auch nur ein Sandkorn der Erde Palästinas fortzugeben, und niemand hat das Recht, etwas aufzugeben, und sei es auch nur ein Buchstabe vom Namen Palästinas."

Die Menge:
"Dank der Kämpfer sowohl der Ayyache als auch der Ezzeddine,
kämpfen wir gegen die Besatzer bis zum Sieg.
Der Besatzer ist immer ein Lügner,
aber der Sieg wird unser sein, das ist unser Entschluß.
Wir werden den Unterdrücker in den Griff bekommen.
Tod Israel, ein Ende diesem eitrigen Abszeß, Tod Israel!"

Scheich Hassan Nasrallah:
"Israel ist das absolute Böse, eine angreifende, unterdrückende, besetzende, terroristische Einheit, ein Krebsgeschwür, ohne das geringste Recht und die geringste Legitimität, und es wird die niemals haben."

Die Menge:
"Zu den Waffen gegen den Feind, der uns kolonisiert hat.
Der Tod ist ehrenhaft im Angesicht des Feindes,
der Uniformen und Kleidung der Kolonisatoren trägt.
Vom revoltierenden Boden Jerusalem aus greift der Besatzer an.
Tod Israel, ein Ende diesem eitrigen Abszeß, Tod Israel!"

(Ayyache, benannt nach dem "Märtyrer" Yahya Ayyache, und Ezzeddine, nach Kataëb Ezzeddine Al-Qassam, sind palästinensische Terrorzellen)

Die Berichterstattung der Libération

Die Libération beginnt, man glaubt es kaum, einen Artikel über die Luftangriffe der israelischen Armee gegen den Libanon mit den Worten: Die schiitische libanesische Bewegung (Hezbollah), die dem jüdischen Staat einen "offenen Krieg" erklärt hat, hat den Beweis für ihre militärische Stärke geliefert, in dem sie am Freitagabend ein israelisches Kriegsschiff beschoß und sich zur Bombardierung der israelischen Stadt Tiberias, am Samstag, bekannte. Hier wird klargemacht, worum es geht: um die Kriegserklärung der Hezbollah an Israel, des Islam an die Kuffar, die Ungläubigen, allen voran an die Juden, die auf vom Islam für die Ewigkeit beanspruchten islamischen Waqf einen Staat errichtet haben. (11)

Die Libération, man glaubt es noch immer nicht, macht am Sonntag auf mit den Opfern des Raketenbeschusses auf Haifa. Es handele sich um den schlimmsten Raketenbeschuß durch die Hezbollah seit zehn Jahren und die höchste Anzahl an Toten seit dem Suizidanschlag in Tel-Aviv, vom April diesen Jahres. Ein Foto aus Israel, vom Ort des Einschlags wird veröffentlicht. (12)

Die Änderungen in der Leitung des linksliberalen Blattes lassen hoffen.

Die Dokumentation des israelischen Terrorism and Information Center

In Israel berichten zahlreiche Institute und Medien über die Hezbollah. Niemand braucht Rücksicht zu nehmen auf strategische Erwägungen, zu denen Frankreich sich veranlaßt sieht.

Das Terrorism and Information Center ist eines dieser Institute. Es dokumentiert und analysiert seit vielen Jahren die terroristischen Aktivitäten der Hezbollah in Israel und in anderen Ländern sowie die finanzielle und logistische Unterstützung des Iran und Syriens für die Terrororganisation. Seit dem Amtsantritt von Bashar al-Assad unterstützt Syrien die Hezbollah verstärkt politisch und militärisch. Der Iran gründet und unterstützt die Hezbollah seit 1982 finanziell, mit Waffen und durch Training der Terroristen. Für den Iran ist die Hezbollah ein Mittel zum Export der iranischen Revolution und eine Waffe im islamischen Kampf gegen Israel. Dieser Kampf ist eindeutig. An seinem Ende soll die Vernichtung Israels stehen. Darin sind sich Präsident Mahmud Ahmadinejad, Hezbollah-Führer Hassan Nasrallah und der Führer der Hamas im Exil Khaled Mashal lange einig. Sie dokumentieren diese Einigkeit erneut, am 25. Oktober 2005, auf der Teheraner Konferenz The World without Zionism. Der Präsident droht dort: Sehr bald wird dieser Schandfleck (Israel) aus der Mitte der islamischen Welt verschwunden sein. Israel werde von der Landkarte ausradiert. Hassan Nasrallah ergänzt in einer Grußbotschaft an die Konferenz: Wir vereinen alle Mittel, um das Regime zu vernichten, daß Jerusalem besetzt. (13)

Kontinuierlich fordert der Iran die Hezbollah auf, entlang der israelisch-libanesischen Grenze Terroraktionen durchzuführen und Gebiet zu "befreien", das angeblich libanesisch und von Israel besetzt sei, obgleich die Erklärungen des UN-Sicherheitsrates betonen, daß Israel in Erfüllung der UN-Resolution Nr. 425 sich vollständig aus dem Libanon zurückgezogen habe.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Iran, der Hezbollah und der Hamas besteht seit vielen Jahren. Ein Foto von Hassan Nasrallah, dem iranischen Parlamentsabgeordneten und Mitbegründer der Hezbollah Ali Akbar Mohtashemi-Pour und dem Hamas-Führer im Exil von Damaskus Khaled Mashal, im Special Information Bulletin des Terrorism Information Center, auf einer Konferenz islamischer Kleriker in Beirut, am 6. Januar 2002, dokumentiert die herzliche Übereinstimmung im Glaubenskampf gegen Israel, im Djihad. (14)

Berichte von Jane´s, der ARD und der israelischen YnetNews

Es ist wie immer. Wer erfahren will, was in der Welt los ist, der meide europäische Mainstream Medien. Was berichtet Jane´s?

Die Hezbollah mag sich von ihrem Einfall in Israel eine Mäßigung der israelischen Militäraktionen in Gaza versprochen haben. Für die Hezbollah gehe das leider nach hinten los. Israel habe mit der Reaktion auf die vom Hamas-Führer Khaled Mashal von Damaskus aus orchestrierte Entführung des Soldaten Gilad Shalit Maßstäbe gesetzt für die Reaktion der israelischen Regierung auf die Entführung der zwei Soldaten durch die Hezbollah. Das habe allerdings die Reduzierung von diplomatischen Möglichkeiten zur Beilegung des Falles zur Folge. Eine Wiederbesetzung des Südlibanon wie in der Zeit von 1982 bis 2000 sei aber auf Grund des Druckes der USA und der von der Hezbollah zu erwartenden Antwort nicht wahrscheinlich. Internationaler Druck auf Israel, die Intensität der Reaktion zu mildern, und auf Hezbollah und Hamas, die drei Soldaten freizulassen, werde ansteigen, obgleich Israel zu diesem Zeitpunkt von einem etwaigen Gefangenenaustausch nichts wissen wolle.

So erfährt man bei Jane´s, wer die Beteiligten sind an der Partie: Israel, Hezbollah, Hamas und die USA. Die anderen kommen als internationaler Druck vor, sie werden wie der deutsche Außenminister von Jean-Pierre Elkabbach nicht einmal namentlich erwähnt. (15)

Die klaren Worte des Hezbollah-Führers Hassan Nasrallah hindern ARD-Auslandskorrespondent Patrick Leclerq nicht daran, den staunenden Zuschauern am Freitagabend, 14. Juli, in den Spätnachrichten aus Beirut mitzuteilen, die Drohung, Israel mit Krieg zu überziehen, meine der nicht so, es bedeute in Wirklichkeit das Gegenteil, nämlich ein Verhandlungsangebot.

Das aber ist noch gar nichts gegen die Berichterstattung des WDR-Hörfunkkorrespondenten aus dem ARD-Studio Amman Jürgen Hanefeld. Der öffentlich-rechtliche WDR ist seit langem bekannt als Sprachrohr der Polit-Ideologie Islam. Dort bekommen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle, willfährigen Kirchenvertretern und der Sparkasse Bonn die Aktivisten der Islamisierung Europas wie der Prediger Tariq Ramadan und der Konvertit Sulaiman Wilms, von der Islamischen Zeitung, ein Forum zur Verbreitung ihrer Lehre. Der Kommentar des Jürgen Hanefeld im WDR 2 ist kaum zu unterbieten. Für ihn gibt es keine Kriegserklärung gegen Israel, die Absicht, Israel zu vernichten, kann Hassan Nasrallah verkünden, so oft er will, allein oder im Schulterschluß mit dem Präsidenten des Iran und den Führern des PIJ und der Hamas, für diesen Journalisten handelt es sich um einen Überfall Israels auf einen friedfertigen Staat. Im Grunde sagt er damit kraß, was der Außenminister Frankreichs nur andeutet.

Syrien, der Iran, Nordkorea, keiner dieser Staaten hätte seine Staatsgrenzen überschritten, wohl aber Israel. Das ist richtig, die Staatsgrenze zu Israel haben nicht diese, sondern die Terroristen der vom Iran und von Syrien ausgehaltenen libanesischen Hezbollah sowie die Raketen des Iran überquert. Vertretern Nordkoreas ist man wahrscheinlich dort nicht ansichtig geworden, da mag Jürgen Hanefeld recht haben. Der in Amman residierende Korrespondent sollte nicht wissen, daß die Hezbollah Teil der libanesischen Regierung ist, also von einem relevanten Teil der 5 Millionen "unschuldigen" Libanesen mit dem Auftrag ausgestattet wurde zu regieren?

Israel hat die Zukunft des Libanon zerstört? Israel hat Interesse am Krieg? Wer bringt Jürgen Hanefeld zur Vernunft und zieht ihn ab aus einer Umgebung, deren Indoktrination er erlegen ist? Israel hatte noch nie Anspruch, als "kleiner David mit der Steinschleuder" Sympathien zu erwerben. Das ist es ja gerade, was große Teile der deutschen Bevölkerung den Israelis vorwerfen. Ein in der Region residierender Korrespondent schätzt die politische Lage derartig fehl ein? Der westliche Diplomat, der gegenüber dem Jürgen Hanefeld das mit dem "kleinen David" bemerkt haben sollte, wäre gleich mit nach Hause zu schicken. Er scheint aus dem Stall des Joschka Fischer zu stammen. (16)

Nicht nur im Willen, Israel zu vernichten, sondern auch in der Leugnung des Holocaust sind sich die islamischen Führer einig. Mohammad Ali Ramin, der politische Berater des iranischen Präsidenten, lernt und vervollkommnet die Argumentation während seines Studiums in Deutschland. Dort gründet er auch eine islamische Vereinigung zur Verbreitung des friedlichen Islam. 1994 kehrt er mit seiner Familie in sein Heimatland zurück: Juden wurden im Laufe der Geschichte angeklagt, tödliche Krankheiten zu verbreiten, weil sie dreckig sind. Solange Israel exisitiere, werde niemals Frieden und Sicherheit im Nahen Osten herrschen. Die Lösung der Frage des Holocaust auf einer Konferenz werde zur Vernichtung Israels führen. (17)

Um diese bald zu verwirklichen, liefert der Iran direkt aus seiner Waffenkammer an die Hezbollah 10 000 bis 12 000 Fajr-3, Fajr-4 und Fajr-5 Raketen und Katjuschas. Die Reichweite der Raketen beträgt zwischen 30 und 70 Kilometer. Die Fajr-3 werden ab Beginn der Infifada II geliefert, die Fajr-5 ab 2002, mit ausdrücklicher Genehmigung durch den Präsidenten Bashar al-Assad, vom Iran über den Flughafen Damaskus, wo sie von Hezbollah-Terroristen und der Iranischen Revolutionsgarde verladen und in die Bekaa Ebene gebracht werden. Einige Ladungen gehen auch direkt zum Beiruter Flughafen, was ab sofort nicht mehr möglich ist, da die Israelis durch ihre "unverhältnismäßigen" Reaktionen auf die Kriegshandlungen des Libanon dessen Flughafen Beirut zerstört haben. (18)

Wie deutsche und europäische Politiker und Medien auf diese Kriegserklärung aus dem Libanon reagieren, ist bei Lizas Welt zusammengefaßt und verlinkt: (19)

"Israel greift an zwei Fronten an" (Süddeutsche Zeitung), "Angriffe auf Touristenziele im Libanon" (FAZ), "Freie Fahrt fürs Militär" das israelische, versteht sich (taz), "Israels Angriffe lähmen den Libanon" (Frankfurter Rundschau) oder "Israelische Militäroffensive: Sündenbock Libanon" (WDR) schlagzeilt es allenthalben. Europäische Politiker wie der französische Präsident Jacques Chirac ("völlig unverhältnismäßig") oder die deutschen Minister Frank-Walter Steinmeier ("Destabilisierung des Libanon") und Heidemarie Wieczorek-Zeul ("völkerrechtlich völlig inakzepabel") sekundieren unterdessen.

Wie ideologisch verbohrt muß man sein, oder wie sehr muß man seine eigenen strategischen Interessen in den Vordergrund rücken, daß man die augenscheinlichen Tatsachen derartig verdreht? Allen denjenigen, die meinen, sie könnten durch pro-arabische Lippenbekenntnisse über die Kriegshandlungen ihre strategische Position gegenüber den USA verbessern, kann man nur nahelegen, ihre Wunschträume nicht mit der Wirklichkeit zu verwechseln.

Israels Existenz steht auf dem Spiel

Das hört man von keinem europäischen Politiker, liest es in keinem der europäischen Mainstream Medien, die sich nicht einkriegen im Mitleid für den friedfertigen Libanon und die unschuldigen Opfer israelischer Kriegshandlungen: Israels Existenz steht auf dem Spiel und das nicht erst kürzlich, sondern seit dem Tag der UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947, zur Teilung Restpalästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Charles Krauthammer, von der Washington Post Writers Group, berichtet darüber. Man müsse kein Historiker sein, um die Absichten der Feinde Israels zu verstehen. Es kann aber hilfreich sein, sich mit der Geschichte zu befassen.

Am 29. November 1947 stimmen 33 Staaten für die Resolution, darunter die UdSSR, die USA und Frankreich; 13 stimmen dagegen, darunter die sechs arabischen Mitgliedsstaaten; 10 enthalten sich der Stimme, darunter Großbritanien und China. Die Resolution hat damit die Zweidrittelmehrheit erhalten und gilt als angenommen. Die sechs arabischen UN-Delegationen, Ägyptens, des Irak, Syriens, des Libanon, Saudi-Arabiens und des Jemen verlassen daraufhin unter Protest und mit Krieg und Auslöschung der palästinensischen Juden drohend, die Versammlung.

Saudi-Arabien, der Irak, Syrien und der Jemen erklären in ihrer Antwort an die UN-Vollversammlung offen, sich nicht an die Resolution gebunden zu fühlen. Emir Feisal Al Saud, Sohn des saudischen Usurpators und Wahhabitenkönigs Abdul Aziz Al Saud "behält sich das Recht vor, frei zu handeln, in welcher von ihm für angemessen gehaltenen Art auch immer, im Einklang mit den Prinzipien von Recht und Gerechtigkeit". Mr. Jarnali, Irak, erklärt: "Der Irak erkennt die Gültigkeit dieser Entscheidung nicht an und behält sich die Freiheit der Entscheidung gegen ihre Durchsetzung vor." Emir Arslan von Syrien sagt: "Mein Land wird eine solche Entscheidung niemals anerkennen. Es wird niemals zustimmen, für sie verantwortlich zu sein. Mögen die Folgen über andere kommen, nicht über uns." Prinz Seif El Islam Abdullah von Jemen ergänzt: "Die jemenitische Delegation hat bereits früher erklärt, daß der Teilungsplan gegen die Gerechtigkeit und gegen die Charta der Vereinten Nationen verstößt. Deshalb zieht die Regierung des Jemen nicht in Betracht, sich an eine solche Entscheidung gebunden zu fühlen. Die Regierung des Jemen behält sich die Freiheit von Maßnahmen gegen die Durchsetzung dieser Entscheidung vor." (20)

Im Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und den arabischen Staaten, die Israel am 15. Mai 1948 mit britischer Hilfe überfallen, um es noch im Entstehen zu vernichten, kommen Judea und Samaria, die "Westbank", unter jordanische und der Gazastreifen unter ägyptische Herrschaft, Jerusalem wird geteilt, wobei Jordanien den Ostteil einschließlich der Altstadt und Israel den Westteil kontrolliert.

Die Vernichtungsabsichten haben nichts zu tun mit der Besetzung der Westbank und des Gazastreifens in Folge des Sechstagekrieges, vom Juni 1967. Die arabischen Staaten kennen überhaupt keine Grenzen Israels an, weil sie den Staat als solchen nicht anerkennen. Heutiger Bezug auf Grenzen von vor dem Sechstagekrieg ist Heuchelei. Der Abzug Israels aus dem Gazastreifen, im September 2005 kann insofern nicht zu einer friedlichen Entwicklung dort führen, sondern das Gebiet wird als durch Terror erobert betrachtet und im Sinne des Phased Plan zur Errichtung eines palästinensischen Staates auf dem Territorium Israels, der West Bank, Gazas und Jordaniens (!), vom 9. Juni 1974, zur Ausgangsbasis weiterer Eroberungen israelischen Territoriums benutzt. (21)

Sie verwandelten Gaza in eine Basis zum Abschuß von Raketen gegen Israel und zum Ausheben von Tunnels unter der Grenze, schreibt Charles Krauthammer. Das alles ist vor mehr als dreißig Jahren angekündigt worden.

Was den Libanon angeht, von dessen Boden aus die Hezbollah am 12. Juli ihren offenen Krieg gegen Israel führt, er ist im Jahr 2000 vollständig von den Israelis geräumt worden. Die UN-Sicherheitsrat bestätigt den exakten Grenzverlauf. Die Hezbollah macht mit dem geräumten Gebiet genau das, was die Hamas mit Gaza tut, sie verwandelt es in eine Militärbasis für terroristische Angriffe gegen Israel. Von dem Gebiet aus fallen Terroristen der Hezbollah in den letzten sechs Jahren in Israel ein, von dort werden Raketen nach Israel abgeschossen. Am 12. Juli beginnt aus dem völlig unbesetzten Gebiet (Südlibanon) die kriegerische Offensive der Hezbollah zur Unterstützung der Hamas, in eben solchem unbesetzten Gebiet (Gaza).

Der Grund ist nicht die Besatzung, die dient den Arabern zum Vorwand, die westlichen Staaten für die palästinensische Sache zu gewinnen, sondern der Grund ist wie immer Israels Existenz; darum geht es. Bereits zwei Jahre vor der Besatzung feiert Yasser Arafat am jährlichen Fatah Day den ersten Angriff seiner Terrorgruppe auf ein israelisches Ziel, den National Water Carrier, das Versorgungssystem aus Pipelines, Aquadukten, Dämmen, Tunneln und Pumpstationen, am 1. Januar 1965. (22)

Für diejenigen, die sich mit der Geschichte Israels und der palästinensischen Araber befaßt haben, wird die neue Qualität des Kampfes der fundamentalistischen Muslime zur Vernichtung Israels deutlich. Beschwingt und ermutigt durch die üppige finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Iran bilden sich die islamischen Terrorgruppen ein, sie könnten den Versuch wagen, Israel endlich den Todesstoß zu versetzen. Dagegen wehrt sich Israel, gegen den von den iranischen Ayatollahs aufgezwungenen Krieg.

Den USA passe dabei die Stoßrichtung nicht. Die Regierung des George W. Bush meine, Israel hätte nicht gegen den Libanon, sondern gegen den Verursacher Syrien und damit indirekt gegen den Hauptunterstützer der Hezbollah, den Iran losschlagen sollen. Der Krieg, der von den Ayatollahs in Israel losgetreten wird, ist der gleiche, den der Iran und Syrien im Irak gegen die USA und gegen die irakische Regierung führten, schreibt Laurent Murawiec zutreffend und: Wenn die Israelis sich als Ziel die riesige iranische Botschaft in Damaskus vornähmen, von der aus der Krieg des Iran im Nahen Osten gegen den Westen geführt werde, könnte Israel mit Unterstützung durch die USA rechnen. Man müsse die Chance nutzen, wenn sie sich biete. Wenn Israel zögere, werde die Bürokratie der "Realisten", der Kapitulierer und der Araberfreunde in den USA obsiegen, sie würden hinweisen auf die feindlichen Reaktionen Rußlands und Frankreichs, oder den französischen Parti pogromiste, die Pogrompartei gegen Israel, die im Außenministerium herrsche, werde sich durch die Stimme des Ministers Philippe Douste-Blazy melden und beide Seiten zur Vernunft aufrufen.

George W. Bush unterstützt das Recht Israels, sich zu verteidigen: möge sich Israel also verteidigen, mit Damaskus angefangen. Washington wird dem zustimmen, meint Laurent Murawiec. (23)

Wer denkt bei solchen Erwägungen nicht an den Clean Break, vom 8. Juli 1996, fast auf den Tag vor zehn Jahren, als der im Mai 1996 ins Amt gewählte Premierminister Benjamin Netanyahu von einer Studiengruppe aus US-Amerikanern und Israelis unter der Leitung von Richard Perle, vom American Enterprise Institute (AEI), übrigens einem Förderer des Laurent Murawiec, die Studie Clean Break, Ein sauberer Bruch: Eine Neue Strategie zur Sicherung des Reiches, vorgelegt bekommt, prompte Implementierung gewünscht:

Den USA könne es gefallen, wenn Israel gegen die Hezbollah, Syrien und den Iran vorginge, durch Kampf gegen syrisches Drogengeld, durch militärische Angriffe auf Syrien vom Libanon aus, mittels Stellvertreterkämpfern (proxy forces), und israelische Angriffe auf syrische militärische Ziele im Libanon, und wenn sich das als unzureichend herausstelle, auf ausgewählte Ziele in Syrien selbst. Israel wird von der Studiengruppe beauftragt, sein strategisches Umfeld neu zu ordnen, gemeinsam mit der Türkei und Jordanien die Macht Syriens zu schwächen, einzudämmen und sogar zurückzudrängen. Seinerzeit soll Israel sogar darangehen, Saddam Hussein zu beseitigen. Im Angesicht der Zustände seit dem Irakkrieg der USA, März 2003, ist dieses Ansinnen besonders infam. Sind die Verhältnisse seinerzeit der Verwirklichung solcher Wünsche nicht förderlich, so sind sie es heute noch weniger, und man kann hoffen, daß die USA bis zum Jahr 2016 gemeinsam mit der "internationalen Staatengemeinschaft" zu anderen Lösungen des Nahostkonfliktes kommen. (24)

Die übrige nicht-muslimische Welt, die EU, Rußland und China werden abwägen müssen, ob sie die Existenzbedrohung Israels und damit die Kampfansage der fundamentalistischen Muslime an die USA auf Grund strategischer Interessen positiv bewerten wollen, oder ob sie sich im klaren darüber sind, daß die Herrschaftsansprüche der Muslime mit der Schwächung oder gar Vernichtung Israels nicht etwa enden, sondern erst so richtig angefacht werden, und zwar in der EU, in Rußland und in China.

16. Juli 2006 - ergänzt durch den neuen Link Nr. 5, am 17. Juli 2006

Quellen

(1) 14 juillet 2006 défilez avec l´Armée des Clowns. Actup Paris, 14 juillet 2006
http://www.actupparis.org/portfolio2.php?id_document=2987

(2) Bastille. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Sturm_auf_die_Bastille

(3) Eight IDF soldiers killed, 2 kidnapped on northern frontier. Jaakov Katz, Herb Keinon, Jerusalem Post, July 12, 2006
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1150885976658&pag ename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

(4) Nouvelle guerre au Libanon. Aucune trève. RFI, 15 juillet 2006
http://www.radiofrance.fr/reportage/laune/?rid=295000077

(5) Die internationale Krise um das iranische Nuklearprogramm. Von Joachim Krause. Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik Nr 15, April 2006
http://www.isuk.org/1/wp-content/uploads/2006/05/Kieler Analysen zur Sicherheitspolitik Nr. 15 Iran Joachim Krause.pdf

(6) Jean-Pierre Elkabbach. Invité Philippe Douste-Blazy, Ministre des Affaires étrangères. Écoutez la chronique. Europe1, 13 juillet 2006
http://www.europe1.fr/informations/chronique-t1.jsp?idboitie r=591773

Entretien de M. Philippe Douste-Blazy avec "Europe 1" Ministère des Affaires Étrangères, Paris, 13 juillet 2006
http://www.diplomatie.gouv.fr/fr/pays-zones-geo_833/liban_41 8/communaute-internationale-liban_4377/entretien-m.-philippe -douste-blazy-avec-europe-1-paris-13-juillet-2006_39124.html

(7) Éditorial. Irresponsabilités. Le Monde, 15 juillet 2006
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3218,36-795728@51- 759824,0.html

L´armée israélienne frappe les ports libanais, Beyrouth demande un cessez-le-feu global. AFP et Reuter, Le Monde, 15 juillet 2006
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3218,36-795713@51- 759824,0.html

(8) JerusalemOnline. Your Link to Israel
http://www.jerusalemonline.co.il/

Online-Tagebuch der Achse des Guten
http://www.achgut.de/dadgd/index.php

(9) Poursuite des frappes israéliennes, nouvel échec de l´ONU pour faire voter un cessez-le-feu
http://www.lemonde.fr/web/article/0,1-0@2-3218,36-795905@51- 759824,0.html

Après Gaza, Le Liban : Il faut arrêter le bras criminel d´Israël. Rassemblement samedi 15 juillet à 17h Place de la Comédie, Montpellier
http://marseille.indymedia.org/news/2006/07/6468.php

(10) Der Fernsehsender Al-Manar TV, die französische Regierung und der CRIF. 21./25. November 2004 - mit einer Ergänzung, vom 15. August 2005
http://www.eussner.net/artikel_2004-11-21_02-47-37.html

(11) Déchaînement de violence au Proche-Orient. AFP, Libération, 15 juillet 2006
http://www.liberation.fr/actualite/monde/193618.FR.php

(12) Au moins huit morts à Haifa prise pour cible par le Hezbollah. Par Ilan Rosenberg, Reuters. Libération, 16 juillet 2006
http://www.liberation.fr/actualite/monde/193656.FR.php

(13) Iranian President at Tehran Conference: "Very Soon, This Stain of Disgrace [i.e. Israel] Will Vanish from the Center of the Islamic World - and This is Attainable", MEMRI Special Dispatch Series No. 1013, October 28, 2005
http://memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&Area=sd&ID=S P101305

Scheich Hassan Nasrallah, Gast der Konferenz "The World without Zionism". 31. Oktober 2005
http://www.eussner.net/fundsachen_2005-10-31_19-12-27.html

(14) Iran as a State Sponsoring and Operating Terror, Terrorism Information Center, Special Information Bulletin, April 2003. Chapter 4: Iranian Aid to Hezbollah, Seite 63 - 79.
http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/ENGLISH/IR AN/PDF/APR_03.PDF

(15) Israel fights on two fronts with Lebanese border escalation. By By David Hartwell, Middle East Editor, Jane´s Country Risk, July 13, 2006
http://www.janes.com/security/international_security/news/mi sc/janes060713_1_n.shtml

(16) Israelische Militäroffensive: Sündenbock Libanon. Von Jürgen Hanefeld, WDR Klartext, 15. Juli 2006
http://www.wdr.de/radio/wdr2/dertag/342208.phtml

(17) Iran leader´s aide: Jews are filthy. Yediot Ahronot/YnetNews, June 8, 2006
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3260391,00.html

Iranische Holocaust-Konferenz. "Unser Präsident meint es nur gut". Von Philipp Wittrock, SpiegelOnline, 17. Februar 2006
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,401326,00.html

(18) Hezbollah´s Strategic Threat to Israel. Spirit of Entebbe, December 6, 2005
http://spiritofentebbe.blogspot.com/2005/12/hezbollahs-strat egic-threat-to-israel.html

(19) Israel forces defence. Lizas Welt, 16. Juli 2006
http://lizaswelt.blogspot.com/2006/07/israel-forces-defence. html

(20) United Nations General Assembly. The Reponse of The Arab States Delegation to UN Res. 181, A/RES/181(II) (A+B), 29 November 1947 (Link ist vom Netz genommen)
http://www.ee.princeton.edu/~xzhu/documents/resolution181.html

Die Entstehung des arabischen Antisemitismus und die Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten. Das Flüchtlingsthema einmal anders betrachtet. 11. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-10-27.html

(21) The PLO´s "Phased Plan". Political Programme, Adopted at the 12th Session of the Palestinian National Council, Cairo, June 9, 1974
http://www.netaxs.com/~iris/plophase.htm

(22) Israel´s Existence at Stake. By Charles Krauthammer. Real Clear Politics, July 14, 2006
http://www.realclearpolitics.com/articles/2006/07/israels_ex istence_at_stake.html

(23) Feu sur Damas ! La Maison Blanche et l´offensive israélienne. Par Laurent Murawiec. Metula News Agency (info # 011607/6), 16 juillet 2006
http://www.menapress.com/article.php?sid=1452

(24) A Clean Break: Eine Neue Strategie zur Sicherung des Reiches, vom 8. Juli 1996. Die mißlungene Instrumentalisierung Israels zur Durchsetzung US-amerikanischer strategischer Interessen im Mittleren Osten und die Folgen. 21. April 2003
http://eussner.net/artikel_2004-05-01_19-21-39.html


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2006-07-16_19-55-44.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 12.03.2010, 13:20 Uhr