
Jom-Kippur Krieg - Terrorgruppen des Islams - Vereinte Nationen
Es lohnt sich, an die Kräfte der Vereinten Nationen zu glauben, selbst wenn es oftmals so aussehen mag, als wenn sie wenig ausrichten können, und manche sogar meinen, sie seien schädlich. Das stimmt nicht. Ergebnisse, Nutzen und Schaden mißt man an den Zielen, die man verwirklichen will. Das Beispiel Israels dient dafür exemplarisch.
Je nach strategischer, politischer und wirtschaftlicher Interessenlage der Amerikaner, Briten, Chinesen, Sowjets, Franzosen und weniger wichtiger Europäer positionieren sich diese gegenüber den Forderungen und Wünschen der Juden und Israels sowie der Araber und Iraner. Antisemitismus, Liebe zur islamischen Kultur oder ´ne Tante in Haifa sind nur Ingredienzien, die mehr oder weniger stark duften. Hervorschmecken dürfen sie niemals. Spätestens nach dem mit massiven Verlusten auf israelischer Seite geführten Jom- Kippur-Krieg, alias Ramadan-Krieg, 6. bis 24. Oktober 1973, sollte das jedem klargeworden sein. Dieser Krieg ist der letzte offene militärische Versuch arabischer Staaten, Israel von der Landkarte zu radieren. Der Iran kann zu der Zeit noch nicht mittun, selbst wenn die Ayatollahs und Mollahs dies gern hätten. Auf dem Pfauenthrone prunkt Mohammed Reza Pahlawi, der Schahinschah-i Iran, Aryamehr, der König der Könige, das Licht der Arier, Freund der USA und des Westens. Ayatollah Rouhollah Khomeini ist im Exil in Najaf und lehrt dort erfolgreich Velayat-e faqeeh, die Theorie des Regierens und der islamischen Führung. Ihm, dem ab Oktober 1978 gern gesehenen Gast Frankreichs in Neauphle-le-Château, haben wir letztlich den Fanatiker Mahmud Ahmadinejad zu verdanken. Die Bürger im Umkreis schätzen seine Anwesenheit weniger, wie mir Freunde berichten, die dort wohnen und die ständigen Absperrungen hinnehmen müssen, wenn sich hochrangige französische Politiker beim Ayatollah die Klinke in die Hand geben. Der Albtraum dauert nur vier Monate, dann ist die "Seele Allahs" im Iran und beginnt dort in gutem Einvernehmen mit den Europäern ein für seine und die seiner Kollegen Ayatollahs persönliche Bereicherung und für die Sache des Islam segensreiches Wirken. (1)
Der Jom-Kippur-Krieg und einige unmittelbare Folgen
Im Oktober 1973 regeln die Araber, mehrheitlich Sunniten, ihren Zwist mit den USA und den westlichen Staaten Europas, die sich auf die Seite der Israelis gestellt haben, noch offiziell. Sie inszenieren die Ölkrise, indem sie ab 16. Oktober ein Ölembargo verhängen. Von da an zählen Tanten in Haifa nur noch für eine Minderheit, auch in den USA, und die Liebe zur orientalischen islamischen Kultur erlangt einen unerhörten Aufschwung, besonders in Europa. Der Euro-Arab Dialogue wird erfunden, Verträge mit den arabischen Diktatoren sichern die Erdöllieferungen und einen beispiellosen Zustrom von Arabern nach Westeuropa. Die Freischärler von der PLO profitieren von Zuwendungen an Petrodollars in Höhe von Hunderten von Millionen pro Jahr, um den verlorenen Krieg gegen Israel weiter- und, incha´llah, doch noch zum Sieg zu führen. (2)
Ein Beispiel von vielen, aus der heutigen Partnerstadt von Perpignan: An einem schwarzen Tag im Mai 1974 dringen drei PLO-Terroristen im Auftrag ihres Terroristenchefs Jasser Arafat vom Libanon aus in die nördliche israelische Stadt Maalot ein. Sie ermorden ein Elternpaar und ein Kind, die sie zu Hause antreffen, dann besetzen sie eine Schule des Ortes, nehmen mehr als 100 Jungen und Mädchen als Geiseln und drohen, sie zu ermorden, wenn nicht eine Anzahl von gefangenen Terroristen freigelassen werde. Als israelisches Militär einen Rettungsversuch unternimmt, zünden die Terroristen Handgranaten und eröffnen das Feuer auf die Schüler. Als der Horror endet, sind 25 Menschen tot, darunter 21 Kinder. (3)
In den Lokalblättern Indépendant und Midi Libre liest man heuer nicht einen Artikel über die beiden Partnerstädte von Perpignan Maalot-Tarshiha und Tyr. Das interessiert die Medien nicht, die im Falle, der französische Außenminister muß sich in Haifa vor Bomben unter einer Treppe verstecken, für einen Tag aus dem gewohnten politischen Leim und aus dem Häuschen geraten, so daß man sich im falschen Film wähnt. Die Bürgermeisterin von Montpellier Hélène Mandroux bricht gemeinsam mit dem Präsidenten des CRIF Montpellier-Languedoc-Roussillon Hubert Allouche und dem Vizepräsidenten des Instituts Maimonides von Montpellier zu einer 24-stündigen Reise nach Tiberias auf, der israelischen Partnerstadt von Montpellier. Vom Bürgermeister von Perpignan Jean-Paul Alduy ist mir nichts bekannt. Unsere Partnerstädte werden beide von der Hezbollah ruiniert. Ich kann es jeden Tag in den Nachrichten sehen. (4)
Die palästinensischen Terroristen verbreiten heute wie damals, nach dem Jom-Kippur-Krieg, Schrecken in der Region, derweil die arabischen Staaten die westliche Welt durch ihre Erdölpolitik in die Knie zwingen. Da bleibt für die Sicherheitsinteressen Israels wenig Raum, und die PLO kann ihre Ziele und Strategien vor aller Welt entfalten. Am 9. Juni 1974 nimmt in Kairo in seiner 12. Sitzung der Palestinian National Council den Phased Plan zur Vernichtung Israels an. In diesem Plan werden die Schritte dazu festgelegt, an denen sich ab Mai 2000 auch die vom Iran geführte Hezbollah beteiligt: (5)
Damit Israel keine Dummheiten macht und sich etwa wehrt, wenn es vom Libanon und von den Golanhöhen aus angegriffen wird, richten die mehrheitlich von undemokratischen Staaten und Diktaturen dominierten Vereinten Nationen keine drei Wochen nach der Verabschiedung des Phased Plan auf den Golanhöhen einen Beobachterposten ein, die United Nations Disengagement Observer Force (UNDOF). Sie soll den Waffenstillstand zwischen Syrien und Israel überwachen. Ein österreichisches (sic!) Bataillon hißt die UN-Flagge auf dem Pitulim Gipfel, am 25. Juni 1974. Die Juden werden von Österreichern in Schach gehalten. Darin haben sie eine Tradition seit 1938, da jüdische Frauen in Pelzmänteln unter dem Gelächter ihrer österreichischen Landsleute mit Zahn- und Nagelbürsten die Straße schrubben müssen. (6)
Heute umfaßt die UNDOF 1033 Truppen, zuzüglich 57 Militärbeobachter der UNTSO Observer Group Golan und 140 nichtmilitärisches Personal. 1230 Personen achten darauf, daß auf dem Gebiet von 60km Länge und 25km Breite, den Syrern durch die israelischen Besatzer nichts zuleide getan wird. Im Durchschnitt kommen auf einen Kilometer 17 Truppen der UNDOF und halten Wacht. (7)
Am 13. November desselben Jahres 1974 bekommt der Redner Jasser Arafat - er hat sich rasiert, die Gelegenheit, sich und seine Terrororganisation in einer Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorzustellen und hoffähig zu machen. Er tritt auf mit seinem Pistolenetui, in dem aber seine Pistole der Marke Smith&Wesson fehle, liest man in der Le Monde:
Herr Arafat bedient sich einer bilderreichen Sprache, derjenigen eines Volkstribunen oder besser eines arabischen Erzählers; seine Rede war voll blumenreicher Rhetorik, unterstrichen durch Mimik und Gestikulieren der Hände.
In einigen Stunden verschafft er sich internationale Achtung, schreibt bewundernd der Korrespondent der Le Monde. Die Generalversammlung zollt ihm stehende Ovationen. Er erhoffe und erträume einen demokratischen laizistischen Staat, in den er mit seinem Volk aus dem Exil zurückkehren werde, um in Gleichheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit mit unseren christlichen, jüdischen und muslimischen Brüdern zu leben. In dieser angeblich konzilianten Rede kommt weder Israel noch gar dessen Existenzrecht vor, sondern er fordert die Juden auf, sich vom Zionismus abzuwenden, aus ihrer moralischen Isolation auszutreten, um an der Schaffung eines freien und demokratischen Palästinas mitzuwirken. Der Terrorist erhält für die Aufforderung zur Abschaffung des Staates Israel stehende Ovationen; dafür, daß Jasser Arafat vor der Weltöffentlichkeit indirekt die Ziele Phased Plan vorstellt, schüttelt der Botschafter Frankreichs bei der UNO Louis de Guiringaud ihm auf einem anschließenden Empfang des ägyptischen Botschafters, dessen Einladung die Amerikaner nicht annehmen, herzlich die Hand.
Louis de Guiringaud macht am 16. Oktober 1978 noch einmal auf sich aufmerksam, indem er als Außenminister Frankreichs (1976-1978) in der Regierung des Raymond Barre während eines Essens für die anglo-amerikanische Presse die ganze Schuld am Krieg im Libanon den von Israel unterstützten und mit Shermann und Super-Shermann Panzern bewaffneten Christen gibt: Es sind diese christlichen Milizen, die den letzten Kampf der Schlacht von Beirut losgebrochen haben; das sind nicht die Syrer.
Den Grund für die Unterstützung Israels für die Christen des Libanon beschreibt Louis de Guiringaud so:
Die Israelis führen einen Kampf gegen zahlreiche Nachbarn; wenn sie also dabei sind, mit Ägypten zu verhandeln, dann ist es ihnen nicht unangenehm, daß der einzige andere Nachbar, der militärisch zählte, in ein Abenteuer im Libanon verwickelt ist. (8)
Die mit der Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen einsetzende Tradition der einseitigen Parteinahme für die Palästinenser bleibt ungebrochen, bis zum Tode des arabischen Erzählers Jasser Arafat in Frankreich, am 11. November 2004, und darüber hinaus. (9)
Die libanesische Regierung ist nicht verantwortlich für den Terror der 70er Jahre gegen Israel
Das, was sich jetzt in Südlibanon und in Israel abspielt, ist alles bereits dagewesen. Statt der Hezbollah wüten in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts dort palästinensische Terrorgruppen.
Nach dem Schwarzen September, 1970, verziehen sich die arabisch-palästinensischen Terroristen von Jordanien in den Libanon, wo die Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP) zusammen mit anderen arabischen Terrorgruppen bereits seit 1968 im Süden einen quasi-Staat errichtet hat, von dort Attentate in Israel begeht und daran wirkt, den Libanon von innen zu zerstören:
Am 11. März 1978 ziehen elf Mitglieder der Fatah des Jasser Arafat, angeführt von der 18-jährigen Dalal Mughrabi vom Libanon nach Israel und töten dort am Strand einen amerikanischen Touristen. Dann entführen sie einen Bus auf der Küstenstraße in der Nähe von Haifa, und auf dem Wege nach Tel Aviv entführen sie einen weiteren Bus. Nach einer langen Schießerei, shootout, sind 37 Israelis tot und 76 verwundet. Dieses, das Coastal Road Massacre, ist der unmittelbare Grund der israelischen Invasion drei Tage später, in der Nacht vom 14. auf den 15. März 1978. In nur wenigen Tagen erobern die israelischen Truppen den ganzen Süden des Landes bis auf die Stadt Tyr und Umgebung. (10)
Die libanesische Regierung kann, genau wie heute, nichts zu alldem. Sie richtet einen scharfen Protest an den UN-Sicherheitsrat, nicht etwa des Unwesens, das die Terroristen dort im Süden treiben, sondern des militärischen Vorgehens Israels wegen. Mit den palästinensischen Kommandos habe sie nichts zu tun. So entstehen die UN-Resolutionen Nr. 425 und 426, die Israel auffordern, umgehend das Land zu verlassen. Die Schaffung der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) wird beschlossen. Die ersten Truppen kommen bereits am 23. März 1978 an. Jahrelanger Terror gegen Israel bewirkt nichts, aber kaum ist ein arabischer Staat betroffen, folgt große Eile. Damit auch ja die Leser der UNIFIL-Site nicht ins Grübeln kommen, werden die 37 Toten und 76 Verwundeten als many dead and wounded among the Israeli population aufgeführt. Darüber liest man schnell hinweg und widmet sich dem strikten Respekt für die territoriale Unversehrtheit, der Souveränität und der politischen Unabhängigkeit - des Libanon, in seinen anerkannten Grenzen. Der Staat Israel verdient einen derartigen Respekt anscheinend nicht. Die Anerkennung seiner Unversehrtheit ist nicht Gegenstand der Sorgen der Vereinten Nationen. (11)
Die libanesische Regierung ist nicht verantwortlich für den Terror gegen Israel, ab Oktober 2000
Der Auftrag der UNIFIL ist laut ihrer Web Site, Israels Abzug aus dem Libanon zu beaufsichtigen, den internationalen Frieden und die Sicherheit wieder herzustellen, und der libanesischen Regierung zu helfen, ihre effektive Autorität auf dem Gebiet wieder herzustellen. Mehr als 2500 Truppen, Militärbeobachter der UNTSO, internationale zivile Mitarbeiter und lokale Hilfskräfte schaffen es bis zum 24. Mai 2000, den ersten Teil ihrer Aufgaben auszuführen. Aber bereits ab 21. Mai 2000 fallen schiitische Libanesen, darunter zahlreiche bewaffnete Hezbollah-Terroristen in die Orte des von Israel geräumten Gebietes ein, so daß die israelischen Truppen in großer Eile ihre Posten verlassen. Das ist ein Sieg der Terroristen auf der ganzen Linie. Sie zehren davon bis heute.
Das Aufgebot von 2439 UNIFIL-Kräften, 1990 Truppen, 50 Militärbeobachter der UNTSO und 399 internationale und lokale Mitarbeiter (Stand: 31. Mai 2006), kann und will in der Gegend keine Ordnung schaffen. Die UN-Resolution Nr. 1559, vom 4. September 2004, zur Entwaffnung der Hezbollah-Kämpfer im Süden Libanons wird nicht implementiert, auch nicht von der heute so empörten Regierung Frankreichs, sondern erst ab dem 12. Juli 2006, da Israel sich aus Gründen des eigenen Überlebens dieses Auftrages annimmt. Einige Gründe für das Desinteresse der UNIFIL findet man in meinem Artikel UNIFIL-Truppen paktieren mit Hezbollah-Terroristen. (12)
Der Franzose Generalmajor Alain Pellegrini löst den Inder Generalmajor Lalit Mohan Tewari ab, der nach dem Skandal der Zusammenarbeit der indischen UNIFIL-Truppen mit der Hezbollah für Ordnung und vor allem für Ruhe in den Reihen sorgt. Generalmajor Alain Pellegrini wird am 26. Januar 2004 vom Generalsekretär der UNO Kofi Annan zum Kommandanten der UNIFIL ernannt. Bis dahin ist er Sonderberater des Verteidigungsministeriums für Afrika und den Nahen Osten. Er hat UN-Erfahrung in der United Nations Protection Force in Bosnia and Herzegovina (UNPROFOR) und der IFOR, in Sarajevo und Mostar. Über die teils verhängnisvolle Rolle der Vereinten Nationen dort gibt es zahlreiche Aussagen.
Die munter sprudelnde indische Zusammenarbeit mit der Hezbollah, am Beginn der Zweiten Intifada, Oktober 2000, geschieht unter dem Kommando des Landsmannes von Kofi Annan Generalmajor Seth Kofi Obeng, wohingegen der Skandal der Verschiebung von UN-Erdöl im Werte von 1 Million Dollar sich während des Kommandos des französischen Generalmajors Alain Pellegrini ereignet. (13)
Generalmajor Alain Pellegrini wird am 12. August 2006 60 Jahre alt. Am 31. Juli 2006 endet das Mandat der UNIFIL gemäß UN-Resolution Nr. 1655, vom 31. Januar 2006, aber sicherlich wird es weiter verlängert, und auch der Franzose wird nicht in Pension geschickt. (14)
Israel existiert immer noch und läßt sich noch immer nicht die allseits propagierte Vernichtung gefallen. Die wird allerdings mit der Unterstützung des Iran für die Hezbollah gegenwärtig professioneller betrieben als dreißig Jahre vorher von den arabischen Staaten und den Palästinensern. Während die hauptsächlich sunnitischen Geldgeber der palästinensischen Terrorgruppen, allen voran Saudi-Arabien, keinerlei Interesse an der Schaffung eines irgendwie gearteten Palästinenserstaates haben, sondern den Status quo dazu nutzen, vom politischen und wirtschaftlichen Desaster in ihren eigenen Ländern abzulenken, hat der Iran zwar auch dieses im Sinn, vor allem aber soll seine Stellvertretertruppe Hezbollah dazu dienen, den Einfluß des schiitischen Iran in der Region auszuweiten. Deshalb wird das Kommando der Hezbollah, der Stellvertreterkampftruppe des Iran gegen Israel und den Westen, schon am 15. Juli 2006 in einer Etage der iranischen Botschaft in Beirut untergebracht, auf exterritorialem Gebiet. Iranische Revolutionsgarden bewachen die Terroristen, wie Jacques Schuster, in der WELT, schreibt.
Ein Angriff der Israelis auf die iranische Botschaft hieße Krieg gegen den Iran. Dessen Führer würden die Verletzung der Hoheitsrechte nicht so freundlich behandeln wie die westlichen Länder, deren Botschaften während des Aufruhrs der dänischen Karikaturen wegen verwüstet und abgefackelt werden. Solches lassen sich eben nur "schwache" Länder gefallen, die für eine demnächst erfolgende islamische Eroberung anstehen, Dhimmis eben. (15)
Von Protesten der Vereinten Nationen gegen den Mißbrauch einer Botschaft zu Kriegszwecken gegen einen seiner Mitgliedsstaaten steht nichts in dem ansonsten sehr aufschlußreichen WELT-Artikel. Wenn man bedenkt, wie schnell Kofi Annan mit seinem Protest gegen die Tötung der vier UNTSO-Militärbeobachter ist, sieht man einmal mehr, auf welcher Seite die Vereinten Nationen samt ihrem Generalsekretär stehen.
Die Propaganda-Maschine der Hezbollah läuft unter Anleitung des Iran wie geschmiert
Kommen den Lesern vielleicht Zweifel, sich zu ereifern und zu geifern über die in Kana umgekommenen 32 Kinder, von denen bis jetzt nicht einmal bekannt ist, ob sie überhaupt von israelischen Bombenangriffen getötet wurden oder vielleicht doch von einem unter dem Hause explodierenden Waffenlager? Diese Möglichkeit wird sofort ausgeschlossen. Das Weltbild der Europäer, allen voran des Jacques Chirac und seiner Clique, ist wieder zurechtgebombt. Philippe Douste-Blazy bricht sofort nach Beirut auf, um die Lücke zu füllen, die durch Condoleezza Rice gelassen wird, die unter den gegebenen Bedingungen ihre Reise dorthin nicht antreten kann: sie wird vom empörten libanesischen Regierungschef Fuad Siniora ausgeladen, er sehe keinen Raum mehr für Gespräche. (16)
Ein schiitischer libanesischer Arzt schreibt vor (!) dem traurigen Ereignis in Kana dem Tagesspiegel, und man darf einmal mehr froh sein, daß deutsche Mainstream Medien solche Informationen nicht unterdrücken:
Ich wohnte bis 2002 in einem kleinen Dorf im Süden nahe Mardschajun, das mehrheitlich von Schiiten wie mir bewohnt ist. Nach Israels Verlassen des Libanon dauerte es nicht lange, bis die Hisbollah bei uns und in allen anderen Ortschaften das Sagen hatte. Als erfolgreiche Widerstandskämpfer begrüßt, erschienen sie waffenstarrend und legten auch bei uns Raketenlager in Bunkern an. Die Sozialarbeit der Partei Gottes bestand darin, auf diesen Bunkern eine Schule und ein Wohnhaus zu bauen! Ein lokaler Scheich erklärte mir lachend, dass die Juden in jedem Fall verlieren, entweder weil die Raketen auf sie geschossen werden oder weil sie, wenn sie die Lager angriffen, von der Weltöffentlichkeit verurteilt werden ob der dann zivilen Toten. Die libanesische Bevölkerung interessiert diese Leute überhaupt nicht, sie benutzen sie als Schilder und wenn tot als Propaganda. Solange sie dort existieren, wird es keine Ruhe und Frieden geben. (17)
Zahlreiche Mainstream Medien der Welt machen heute auf mit den von israelischen Truppen bei einem Bombenangriff getöteten Kindern. Die Frage, ob die Zivilisten vielleicht durch ein explodierendes Waffenlager unter dem Haus getötet worden sind, wird nicht mehr gestellt. Auch nicht die Frage, warum es jetzt solche Kämpfe im Libanon gibt.
Die Fotografen liefern in Zusammenarbeit mit der Hezbollah das nötige Material, die Weltöffentlichkeit gegen Israel einzustimmen. Dabei geht es immer wieder um Fotos, die einen einzigen angeblichen Retter in verschiedener Kleidung und einen Mann im weißen T-Shirt zu verschiedenen Zeiten mit immer denselben armen toten Kleinkindern im Arm zeigen. Die Leser mögen das selbst ausprobieren. Welche Fotos sehen Sie? (18)
Ähnliche Manipulationen sind bereits von der Affäre des angeblichen Mordes durch israelische Truppen an dem 12-jährigen Palästinenserjungen Mohammed Al-Dura bekannt. Das ist am 30. September 2000, zum Auftakt der Zweiten Intifada.
Der Wiener Standard ist eine der wenigen deutschsprachigen Zeitungen, die nicht sofort den Stab über Israel brechen, sondern ausgewogen berichten. Interessant ist, daß der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy den Iran in die Verhandlungen einbeziehen will. Da er sich gerade in Beirut aufhält, hat er einen kurzen Weg in die iranische Botschaft in Beirut. Dort kann er die Iraner und ihre Proxy-Armee in Gestalt der Hezbollah gemeinsam antreffen. (19)
Zu dem Thema der iranischen Lenkung der Hezbollah-Kämpfe findet man in deutschsprachigen Zeitungen nicht viel, deshalb sei der ausgezeichnete Artikel von Yassin Musharbash, im Spiegel Online erwähnt. Die Mischung aus Guerilla-Kampf und High-Tech-Waffen aus dem Iran führt zu einem Kampf, in dem solche furchtbaren Ereignisse wie die Bombardierung von Kana geschehen können. Yassin Musharbash weist auch auf die Gefahren für eine Ausweitung des Konfliktes hin. Andernorts im Internet werden die Ereignisse im Libanon verglichen mit dem Bürgerkrieg in Spanien, wo die Deutschen ihre neuen Waffen für den geplanten Weltkrieg testen. Von ihrer Ideologie und ihren Absichten, die Juden zu vernichten, sind sich Nazi-Deutschland und der Iran allerdings sehr ähnlich. (20)
Ein Plan für den Tag X?
Bislang ist schon alles albtraummäßig genug. Dennoch sollte man einen Blick in die Zukunft und eine darin durchaus realistische Möglichkeit werfen. Was geschieht, wenn es im Westen keine Einigung gibt, wenn Frankreich dabei bleibt, bis zum Untergang Israels seine zu den USA konträre Politik fortzusetzen? Wenn China droht? Was ist, wenn die Weltöffentlichkeit durch weitere Ereignisse wie die Bombardierung der Zivilbevölkerung in Kana Druck auf ihre Regierungen ausübt, sich eindeutig auf die Seite der Araber zu schlagen? Wenn die Sunniten und die Schiiten in der Region nicht mehr als Konkurrenten um die Macht in der Region auftreten, sondern gemeinsam gegen Israel vorgehen? Wenn es dem Propaganda-Apparat der Hezbollah gelingt, ein Bild zu ihren Gunsten zu perfektionieren? Wenn die Bevölkerung der USA, die schon lange genug hat vom Krieg im Irak nicht im geringsten dafür ist, etwa gegen den Iran militärisch vorzugehen? Schon jetzt liest man in Spiegel Online und sieht die passenden Fotos dazu, daß christliche junge Frauen mit dem Konterfei des Hassan Nasrallah wedeln und sich auf die Seite der Terroristen schlagen, schicke Mädels, die vorher nicht an solches dachten. Die französische Regierung und die Linksradikalen sind sich einig wie nie in der Verurteilung Israels, Abgeordnete der Regierungspartei UMP fordern militärisches Vorgehen gegen Israel. In Deutschland kippt die Stimmung seit dem Kinder-Bombardement weiter gegen Israel. Die Saat von Politikern wie Heidemarie Wieczorek-Zeul über die Völkerrechtswidrigkeit der israelischen Militärschläge geht auf.
Vor einigen Jahren habe ich irgendwo gelesen, daß es in den USA in den Schubladen der Regierung einen Plan gäbe, der vom Tag X handelt, da es nötig wird, die Juden aus Israel zu evakuieren, weil ein Leben dort für sie nicht mehr möglich ist. Sie sollten irgendwo in den USA angesiedelt werden, und Schluß mit Israel. Ich bedauere, daß ich diese Information nicht aufgehoben habe. Jetzt finde ich nichts mehr dazu im Internet.
Wer sich ein wenig auskennt mit dem Islam und seinen Bestrebungen, ehemals islamische Gebiete zurückzuerobern und darüber hinaus die Islamisierung der Welt fortzutreiben, dem muß bei der Vorstellung angst und bange werden. Der Film Obsession gibt einen Einblick in das, was uns erwartet. (21)
Heute sind die politischen und finanziellen Kräfte der Vertreter des politischen Islam noch gebunden in ihrem Kampf gegen Israel. Die Islamisierung von Gebieten Europas, Spaniens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens und des Balkan gehen dank der Konvertiten insgesamt langsam aber friedlich vonstatten. Hin und wieder ein Attentat wie das in Madrid, vom 11. März 2004, und das in London, vom 7. Juli 2005, dienen der Einschüchterung der von keinem Glauben mehr gestärkten Bewohner des jüdisch-christlich geprägten Europas und entsprechend der weiteren Islamisierung. Menschen treten zu Tausenden jährlich zum Islam über. Die finanzielle Unterstützung der radikalen muslimischen Vereinigungen durch die reichen Erdölstaaten hält sich in Grenzen, die durch die Kosten für den Kampf gegen die Juden und Israel gesteckt sind. Jährlich viele Milliarden Dollar lassen sich die arabischen Machthaber die Hetze und den Kampf gegen Israel zur Ablenkung von ihren eigenen Schandtaten kosten: keine Demokratie, keine Gleichberechtigung der Frauen, Schreckensherrschaft der Scharia, zügellose Bereicherung der weltlichen und geistlichen Herrscher, der Könige, Despoten und Ayatollahs. Sie schmieren die Politiker rund um den Globus, sie unterhalten Mehrheiten gegen Israel in den Vereinten Nationen. Das kostet viel Geld.
Wenn Israel nicht mehr exisiterte, so wie das die rechtsextremen und linksradikalen Palästinenserfreunde als anzustrebend predigen, dann muß der nächste äußere Feind her, dann trifft die Kuffar der restlichen Welt der Zorn der radikalen Muslime, und die Herrscher der islamischen Welt können weiterhin von den internen, innerislamischen Problemen ablenken. Dann machen sie sich verschärft über Europa her, wo sie bereits jetzt in jeder Kleinstadt ihre Agenten haben, von radikalen Muslimen über anti-imperialistische Freunde bis hin zu den Kirchen und den Medien. Die restlichen Juden werden aus Europa in die USA auswandern, und wir haben es endlich erreicht: den Tausch von sechs Millionen ermordeter und einer Million aus Nachkriegseuropa vertriebener Juden gegen 20 bis 30 Millionen Muslime aus den arabischen Staaten, dem Iran und der Türkei.
Das Geld der reichen arabischen Staaten und des Iran kann nunmehr gezielt für die Eroberung Europas ausgegeben werden. Wo die Unterwerfung unter den Islam nicht zügig genug voran geht, haben die Terrorgruppen der Hezbollah, der Hamas, Fatah, Al-Aqsa-Brigaden eine neue lohnende Aufgabe - bei uns, in Europa. Die USA werden auf Grund der dort lebenden mehr als 12 Millionen Juden nicht so schnell der Islamisierung anheim fallen, im Gegenteil, die wird zurückgehen.
Man kann hoffen, daß bei einem solchen Szenarium die Unfähigkeit des statischen islamischen Systems zur Reform und zur wirtschaftlichen Entwicklung die ganze Gegend sang- und klanglos ins Mittelalter abrutschen läßt. Noch leben die iranischen Eliten von den Informationen, die sie aus Wissenschaft und Forschung des Westens haben. Es ist wie seinerzeit in den ehemals sozialistischen Ländern, wo die Elite in Kontakt steht mit ihren westlichen Kollegen, Privilegien, die Wissenschaftler bei der Stange halten und ihnen das Gefühl geben, etwas Besonderes zu sein. Das spornt sie zu Höchstleistungen an. Die unumgänglichen Sprüche über das Kollektiv und die Partei sind äußerlich, sie platzen ziemlich schnell ab. Wie das funktioniert, kann man bereits im Film Ninotschka bewundern.
Das aber wird bei einer polarisierten Welt nicht gehen. Die Eliten wandern dann noch mehr ab als heute schon, und José Bové und seine faucheurs volontaires können gern zum Maisausreißen aufrufen, sie finden weder ein Versuchs- noch ein kommerzielles Maisfeld zum Ausreißen mehr, weil niemand, der etwas auf sich hält, auch nur einen Euro in Frankreichs Zukunft investiert. Dann können sich Politiker wie Jacques Chirac, Dominique de Villepin, Jack Lang, Laurent Fabius, von den Olivier Besancenot und Arlette Laguiller nicht zu reden, gern im tschai-chaneh, im Teehaus treffen, aber nur, wenn sie fünfmal am Tag ihren Arsch zum Beten in die Luft recken und ihr Gesicht vor Haßpredigern wie Scheich Ibrahim Mudeiris in den Staub werfen. Wenn man nach einer Weile erkennt, daß Arlette gar kein Kerl ist, dann muß sie das Teehaus zügig verlassen und sich in einen schwarzen Sack hüllen. So tritt sie vor ihre Anhänger und beginnt ihre Hetzreden nicht mehr mit Arbeiter und Arbeiterinnen, sondern mit Bismillah rahman rahim. Das tut sie aber gern; denn Hardy, alias Robert Barcia betreibt dann schon seit einiger Zeit ein Verbraucherinstitut zur Bescheinigung der Reinheit der Speisen: halal, und was Robert sagt, wird gemacht. Das halal führt direkt zum Halali für Europa, und alle sind´s zufrieden. (22)
Hilfe, wer weckt mich aus diesem Albtraum?
31. Juli 2006
Quellen
(1) Ayatollah Rouhollah Khomeini. Iran Chamber Society
http://www.iranchamber.com/history/rkhomeini/ayatollah_khome ini.php
(2) 1973 Oil Crisis
http://en.wikipedia.org/wiki/1973_oil_crisis
Bat Ye´or: Eurabia. The Euro-Arab Axis, Madison. Teaneck Fairleigh Dickinson University Press 2005
http://www.amazon.de/gp/product/images/083864077X/ref=dp_ima ge_text_0/302-6656048-1555234?ie=UTF8
(3) Maalot-Tarshiha - israelische Partnerstadt von Perpignan. 21. Juli/19. November 2004
http://www.eussner.net/roussillon_2004-11-19_01-12-37.html
(4) Le maire de Montpellier à Tibériade. Conseil Représentatif des Institutions juives de France (CRIF), 24 juillet 2006
http://www.crif.org/?page=articles_display/detail&aid=7336&a rtyd=2
(5) The PLO´s "Phased Plan". Political Programme, Adopted at the 12th Session of the Palestinian National Council, Cairo, June 9, 1974
http://www.netaxs.com/~iris/plophase.htm
Die "Drei-Phasen-Strategie" der PLO zur Beseitigung Israels. 28. Juni 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-06-28_17-06-54.html
(6) United Nations Disengagement Observer Force (UNDOF)
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/undof/index.html
(7) Golan Heights - UNDOF - Facts and Figures
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/undof/facts.html
Golanhöhen. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Golanh%C3%B6hen
(8) Aperçu du document 1280/1354. DECLARATIONS DE M. DE GUIRINGAUD, MINISTRE DES AFFAIRES ETRANGERES AU COURS DU DEJEUNER DONNE EN L´HONNEUR DE LA PRESSE ANGLO-AMERICAINE (EXTRAITS), 16 octobre 1978 (nur noch im caché)
http://www.diplomatie.gouv.fr/
(9) L´Orateur. Arafat à la tribune de l´Assemblée générale de l´ONU le 13 novembre 1974. Par Henri Pierre, Le Monde, 15 novembre 1974. Arafat vu par Le Monde, 10 novembre 2004
http://www.mafhoum.com/press7/214A93.htm
(10) Operation Litani. Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Litani
(11) Lebanon - UNIFIL - Background
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/background.html
(12) Lebanon - UNIFIL - Facts and Figures
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/facts.html
UNIFIL-Truppen paktieren mit Hezbollah-Terroristen. 27. Juli 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-07-27_21-24-56.html
(13) United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/
(14) Major-General Alain Pellegrini appointed Force Commander of United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL), January 26, 2004
http://www.un.org/News/Press/docs/2004/sga863.doc.htm
Lebanon - UNIFIL - Mandate
http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/mandate.html
(15) Hisbollah sucht Schutz in iranischer Botschaft. Von Jacques Schuster, Die Welt, 31. Juli 2006
http://www.welt.de/data/2006/07/31/979772.html
(16) Qana Propaganda Begins to Fall Apart. Little Green Footsballs, July 30, 2006
http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=21846_Qana_Pro paganda_Begins_to_Fall_Apart&only
IDF: Qana building fell hours after strike. By Hanan Greenberg, YnetNews.com, July 30, 2006
http://www.ynetnews.com/articles/1,7340,L-3283816,00.html#n
(17) Leserbrief von Dr. Mounir Herzallah. Kein Frieden in Nahost. Tagesspiegel, 30. Juli 2006
http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/30.07.2006/2660279 .asp
(18) today´s Front Pages. Updated Monday, July 31, 2006. 503 front pages from 48 countries presented alphabetically
http://www.newseum.org/todaysfrontpages/default.asp?page=7
Who ist this man? EU Referendum. To discuss issues related to the UK´s position in Europe and the world, July 31, 2006
http://eureferendum.blogspot.com/2006/07/who-is-this-man.htm l
Milking it. Referendum. To discuss issues related to the UK´s position in Europe and the world, July 31, 2006
http://eureferendum.blogspot.com/2006/07/milking-it.html
(19) Israels Vize-Premier Peres: Hisbollah trägt Schuld an Kana-Angriff. "Solange wir unter Beschuss stehen, werden wir uns verteidigen", derStandard.at, 31. Juli 2006
http://derstandard.at/?url=/?id=2534959
(20) Angstgegner Hisbollah. Von Yassin Musharbash, SpiegelOnline, 31. Juli 2006
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,429421,00.html
(21) Obsession. Radical Islam´s War Against the West. In the bullpen, July 30, 2006
http://www.inthebullpen.com/archives/5144
(22) José Bové appelle à poursuivre les fauchages d´OGM, boursier.com, 31 juillet 2006
http://www.boursier.com/vals/all/jose-bove-appelle-a-poursui vre-les-fauchages-d-ogm-feed-14547.htm