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Hans-Peter Raddatz: Iran. Persische Hochkultur und irrationale Macht

Seit mehr als zwei Wochen liegt das im Herbig Verlag, München, erschienene neue Buch von Hans-Peter Raddatz auf meinem Tisch: Iran. Persische Hochkultur und irrationale Macht, aber durch die Ereignisse seit dem 12. Juli, als die Hizbollah durch die Entführung zweier Soldaten von israelischem Territorium den offenen Krieg gegen Israel beginnt, komme ich kaum noch zum Lesen von Büchern. (1)

Manchmal ist eine Grenze errreicht. In den Mainstream Medien und im Internet tobt der virtuelle Nahostkrieg, und es sind weniger die radikalen Muslime, die "Almout le Israel! marg bar Israel!" und in Berlin, Frankfurt oder sonstwo im gesitteten Deutschland "Tod Israel!" herausschreien, die den Großen und den Kleinen Satan am liebsten sofort und nicht erst morgen vernichten wollen, sondern es sind die europäischen Intellektuellen kleineren und größeren Kalibers, die in Mainstream Medien und auf Blogs ihre Sympathie oder gar Zugehörigkeit zur Partei Allahs dokumentieren, in dem sie das um sein Überleben kämpfende Israel allein lassen, mit Schmäh bewerfen, Hisbollah-Propaganda unkritisch oder bewußt übernehmen, Demonstrationen gegen Israel organisieren, oder Israel sogar mit militärischem Vorgehen bedrohen, die es machen, daß man an die Grenzen des Erträglichen stößt.

Gerade jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, findet am Kölner Dom eine solche gemeinsam von Marxisten, Sozialisten und islamischen Fundamentalisten organisierte Demonstration statt: Israel raus aus Libanon und Gaza! (2)

Nicht Mahmud Ahmadinejad, der mit vor Fanatismus funkelnden Augen und in der Geste des allwissenden Lehrers die um ihn gescharten Unterworfenen sanft und erfolgreich indoktriniert, seine viertelstündige Hetzrede gegen die Juden und Israel ist bei Memri TV als Clip # 1216 anzusehen, nicht der am selben Tag aus dem armen Jemen, aus einem der weltweit ärmsten Länder, seine Fundamentalistenstimme erhebende Präsident Ali Abdallah Saleh, der Diktator des Monats Januar 2006, dessen Hoffnung nicht Frieden ist, sondern daß Syrien in den offenen Krieg eintritt, die Juden aus dem Nahen Osten verschwinden, und der die arabischen Staaten auffordert, den Transfer von Waffen und Terroristen in den Libanon und nach Palästina zu gestatten, sondern die teils mit Petrodollars gekauften teils ehrlich von der guten Sache der Muslime überzeugten Eliten, Politiker, Wissenschaftler, Journalisten, Doktoranden, Studenten aus Europa sind es, die mich fast erstarren lassen. J´en ai ras le bol, nennt man das auf französisch, ich habe die Schnauze voll. (3)

Spätestens als heute, um 12:30 Uhr, in den Nachrichten aus dem französischen Radiosender RTL2 ertönt: les hostilités d´Israël contre le Hezbollah ..., die Feindseligkeiten Israels gegen die Hizbollah (sic!), beschließe ich, die Mainstream Medien, Presse, Rundfunk, Fernsehen und das Internet für eine Weile zu verlassen und endlich im neuen Buch von Hans-Peter Raddatz zu lesen.

Ich sage es offen: mir ist jetzt nicht zumute nach Buchabschnitten wie Das antike Persien, Iran und Islam, Öl, Macht und Korruption, Die Revolution; diese Abschnitte müssen warten. Ich nehme mir den Abschnitt Revolutionäre Praxis vor und darin das Kapitel Hizbollah - Allahs Partei, auf den Seiten 204 bis 218, Seiten, die es in sich haben, und die allein schon den Kauf des Buches lohnen, liefern sie doch viele Erkenntnisse und Hintergründe zur derzeitigen Lage im Libanon.

Der Autor schildert, wie die Schiiten, die mehrheitlich im Südlibanon, in der Bek´a-Ebene und im Süden Beiruts leben, 75 Prozent von ihnen unterhalb der Armutsgrenze, durch starkes demographisches Wachstum ihren prozentualen Anteil an der Bevölkerung signifikant steigern können, wie das Abkommen von Taïf, 1989, ihnen jahrzehntelang vorenthaltene Rechte in der libanesischen Gesellschaft gewährt und die unheilige Allianz der Christen und Sunniten aufbricht.

Die durch die islamische Revolution im Iran beeinflussten politischen Verhältnisse im Libanon, der Terror der PLO und deren Vertreibung durch Syrien, im Jahre 1982, bilden den Nährboden für die vom Iran gelenkte Radikalisierung der libanesischen Schiiten, die sich mehrheitlich mit der Hizbollah identifizieren. Die schiitische säkulare Amal-Partei unter der Führung des Rechtsanwalts Nabih Berri wird marginalisiert, und die schon von der PLO angewandte Aktionstriade Täuschung, Drohung, Gewalt, islamisch Herz, Zunge, Hand, bemächtigt sich der libanesischen Gesellschaft.

Nabih Berri ist Parlamentspräsident und dient jetzt als Vermittler zwischen der Hizbollah und der amerikanischen Regierung, deren Abgesandter David Welch, Staatssekretär für Nahostfragen des US-Außenministeriums, heute mit Nabih Berri in Beirut verhandelt. (4)

Wenn man die Ausführungen von Hans-Peter Raddatz zur Hizbollah liest, kann man nur wenig Hoffnung haben, daß diese auf Gewalt aufgebaute Terrorgruppe zur Verbreitung der Interessen des Iran in der Region zu einem irgendwie gearteten Waffenstillstand oder gar Frieden fähig ist, und zwar weder aus eigenen noch aus den Interessen des Iran heraus. Man sieht es an den vom Iran und Syrien geforderten Maßnahmen der Hizbollah zum Hintertreiben der Lösungsvorschläge des libanesischen Premierministers Fouad Siniora zur Beilegung des Konfliktes. Die Medienpropaganda der toten Kinder von Kana ist die Antwort der Hizbollah. Weltweite Proteste, die trotz besseren Wissens bis heute nicht aufhören, sind im Begriff, die Initiative des Premierministers zu zerschlagen.

Der Autor weist hin auf die Verantwortung der französischen Regierung, die im Rahmen ihrer anti-amerikanischen Politik neben iranischen und palästinensischen Terroristen auch Imad Mughniyah, einem der übelsten Verbrecher der Hizbollah, dem ehemaligen Leibwächter von Yasser Arafat, während dessen Zeit in Beirut, und anschließend des Gründers der Hizbollah Mudjtahid Husayn Fadlallah, besondere Privilegien bei der Einreise nach Frankreich gewährt. Erst kürzlich stuft ihn die französische Regierung als Terroristen ein, nicht aber den Rest der Hizbollah, mit dessen Führer Hassan Nasrallah sich Jacques Chirac auf dem Francophonie-Gipfel in Beirut trifft, im Oktober 2002. Man kann nach Kenntnis der Lage behaupten, daß Frankreich ein Land ist, das mit Terroristen zusammenarbeitet. Wen wundert es, daß der Terror in Gestalt des Aufruhrs der muslimischen männlichen Jugendlichen, les jeunes, in dieses Land einkehrt. Die Krawalle vom Oktober/November 2005 sind nur einer der gröbsten und medienwirksamsten Ausbrüche.

Die Hizbollah und ihr geistlicher Führer Mudjtahid Husayn Fadlallah liegen hin und wieder im Streit mit ihren iranischen Auftraggebern. Es handelt sich dabei um Machtfragen, wie die Deutungshoheit, und damit um die Pfründe in der schiitischen Gemeinde. Der Autor macht hier einmal mehr deutlich, daß es sich bei den in Europa auffällig werdenden Handlungen, Maßnahmen und Terroranschlägen der Muslime immer um machtpolitische, niemals um religiöse Taten handelt. Das Ziel ist die Weltherrschaft des Islam, das heißt, der selbsternannten Vermittler der Lehre Allahs.

Die Hizbollah hat auf Grund der Zusammensetzung ihrer Anhänger, die bis auf ihre Führung aus ärmsten Verhältnissen stammen, die meisten Schnittstellen von allen islamisch-fundamentalistischen Terrorgruppen des Nahen Ostens zu den anti-imperialistischen Linken in der westlichen Welt. Die auf dem Gegensatz von Gut und Böse fundierte Lehre der Hizbollah ist in ihrer säkularen Komponente eine Art verballhornter Sozialismus, beide greifen tatsächliche Mißstände des westlichen kapitalistischen Systems geschickt auf. Hans-Peter Raddatz bezeichnet das als ein von Karl Marx und Ayatollah Ruhollah Khomeini gleichermaßen verwendetes khomarxistisches Begriffspaar der "Unterdücker und Unterdrückten". Er listet vieles auf aus dem gemeinsamen Vokabelschatz der Linken und der schiitischen Fundamentalisten, vom westlichen Profitsystem über das Joch des Konsums bis zur Globalisierung.

Wenn die armen Hizbollah-Anhänger im Libanon wüßten, welch eine gigantische Ausbeutung des Iran und des Libanon ihre verehrten religiösen Führer zur eigenen Bereicherung betreiben, sie rissen sie in Kurzesfrist in Stücke. Fraglich ist, ob sich unsere Linken ihre Wahrheit auf Grund solcher Tatsachen nehmen ließen. Kambodscha mag als Beispiel dienen.

Hans-Peter Raddatz informiert darüber, daß seit der islamischen Revolution im Iran und im Libanon jeweils eine bzw. eine halbe Million Ausländer die Länder verlassen haben, und mit diesen Ausländern sind nicht diejenigen gemeint, die nur einen deutschen, französischen oder US-Paß besitzen, sondern echte Ausländer, die an der Entwicklung der Länder mitarbeiteten. Außerdem verlassen zwei Millionen Iraner der gehobenen Mittelschicht in den ersten sieben Jahren der Revolution den Iran.

Zurück bleiben Menschen mit leicht steuerbarem Bildungsstandard: der Islam hat Antwort auf jede erdenkliche Frage. Das ist den Sunniten und den Schiiten gemeinsam, man denke nur an die unzähligen Fatawa des sunnitischen Scheichs Said Ramadan al-Bouti, darunter einige, die genau vorschreiben, durch wen und wie die Vernichtung Israels zu geschehen hat. Links zu seinen Fatawa finden sich in meinem Artikel "Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2004". (5)

Der hin und wieder wie nicht von dieser Welt wirkende Mahmud Ahmadinejad ist ein Beispiel des steuerbaren Bildungsstandards. Der von seinem Glauben beseelte Mann ist ein Werkzeug des Ayatollahs Ali Khamenei, der seinerseits ebenfalls diesem Standard entspricht, was Mudjtahid Husayn Fadlallah klar erkennt. Wer sich mit dem Schicksal manchen iranischen Ayatollahs im Zuge der Herrschaftssicherung des Ayatollahs Ruhollah Khomeini befaßt, der hat die Erklärung: gefährliche Konkurrenten werden ermordet oder in die Verbannung nach Qom oder Mesched geschickt. Solche Entscheidungen hat Mudjtahid Husayn Fadlallah noch vor sich. Hassan Nasrallah ist für ihn kein Gegner.

Hans-Peter Raddatz notiert aber auch Hoffnungsschimmer, die sich am Horizont des mittelalterlichen Szenariums zeigen: Fernsehen und Internet bringen den Barträgern und Pinguinen die Welt ins Haus. Man kann diese Medien nicht ganz unterdrücken, vor allem nicht, wenn die Gesellschaft überlebensfähig bleiben soll. In unserer Informations- und Mediengesellschaft können geschlossene Systeme nicht dauern, Nationalsozialismus und Kommunismus sind bereits unter für sie günstigeren Bedingungen daran gescheitert, der politische Islam wird folgen. Je klarer das wird, desto wütender werden sich die islamischen Führer wehren und die Kräfte der von ihnen manipulierten Massen nach außen lenken. Ein Mittel ist die ständige Verteufelung Israels, die Aufforderung, den Staat im Glaubenskrieg zu vernichten und die Juden zu vertreiben oder zu ermorden.

Es ist mir nicht bekannt, ob diese Führer wissen, daß ihre religiös verbrämten Attacken gegen Israel den Niedergang ihrer Herrschaft nur verschieben, nicht aber abwenden können. Die Ausweitung des Glaubenskrieges auf alle Kuffar, die weitere Islamisierung Europas und der USA durch da´wa, Missionierung sowie der zur wirklichen Herrschaft ab einem gewissen Punkt nötige Schritt von Täuschung und Drohung zur Gewalt, von Herz und Zunge zur Hand, wird nicht funktionieren; denn das Ergebnis wäre die Zerstörung der Grundlage, auf der allein das menschenfeindliche Treiben gedeihen kann. Dann spätestens werden die Europäer, Amerikaner, Australier und sogar Chinesen und Russen unter großen Verlusten an Menschen den Verbrechern ein Ende bereiten, wie bei den Nazis, wobei sich im Islam nicht die "Weiber", sondern die Brüder noch für eine Weile bedienen dürften: Schuhe, leinene Hemden, Pelzkragen (nicht so nötig), Hüte (ebenfalls nicht nötig, da Keffieh obligatorisch), Spitzen, Ketten, seidene Kaftane usw. Die Totenfeier werden sie von ihren Gegnern gemeinsam bekommen, da nützt auch keine europäische oder US-amerikanische fünfte Kolonne in Parteien, Universitäten, Justiz, Medien und Kirchen, wie sie heute existiert. (6)

Es wird dann niemand mehr durch die Hizbollah-Brille schauen, die den Westen in den schwärzesten Farben malt und das größte Schreckgespenst ausblendet: das individuelle Denken des Menschen und sein eigenes Urteil darüber, wie er - innerhalb von Menschen gemachter Gesetze - sein Leben gestalten will. So sieht Hans-Peter Raddatz unsere Gegenwart, und man kann ihn nur bestätigen, wenn man Panegyriker wie Michael Lüders beobachtet, wie sie auswendig gelernte Lobeshymnen auf den Islam abspulen, oder die Anti-Imps, die wie gestochene Kälber auf Schlagworte reagieren und ihre jenseits des Verfallsdatums gelagerten Antworten vortragen. Ein Blick auf die Site des Collectif Bellaciao erwärmt jedesmal das Herz: Offener Brief an die Juden, von Karim Jbeili, eines ägyptischstämmigen Psychoanalitikers aus Montréal, Brief an eine libanesische Frau, von Khal Torabully, eines Poeten aus Mauritius. Frantz Fanon hätte seine Freude an der Versammlung der Verdammten dieser Erde. Besonders freue ich mich schon jetzt auf die Nachrufe beim Ableben des Máximo Lider Fidel Castro. Dann wird mich Nostalgie ergreifen; denn auch ich habe mal wie Ignacio Ramonet, vom Diplo, heute noch für Fidel Castro und seine cañeros o monderos de las cañas de azúcar geschwärmt, genau wie für den Herrscher Usbekistans Sharaf Rashidov und seine imaginären Baumwollernten, ohne daß ich davon allerdings irgendwelche materiellen Vorteile gehabt hätte. (7)

Die Absage unserer Eliten an die Vernunft ist eine Krankheit, im Bereich des Islam angeführt von selbsternannten Oberorientalisten, von denen Hans-Peter Raddatz den Volker S. Stahr, Verehrer der Annemarie Schimmel, exemplarisch nennt, und an dessen Beispiel der zweckentfremdenden Nutzung der Orientwissenschaft er den Lesern zeigt, wie weit wir Europäer bereits von analytischer Klarheit in der Wissenschaft abgekommen sind; denn nicht, daß sich Volker S. Stahr so äußert, sondern daß wir solches dulden oder gar akzeptieren, ist krank. Bei der Geschichte der Eroberungen des Islam seit dem 7. Jahrhundert d. Z. und den von uns bis heute mit dem Islam gemachten alltäglichen Erfahrungen davon zu sprechen, daß die Ausbreitung des Islams sich auf der gewaltfreien Basis von "hoher Toleranz und Assimilierungsfähigkeit" vollzogen habe, kreidet der Autor dem Volker S. Stahr zurecht an, und wenn ein solcher Wissenschaftler die Bücher des Hans-Peter Raddatz verreißt, könnte es diesem zur Ehre gereichen, wenn sich nicht die Neue Zürcher Zeitung dazu hergäbe, solches zu veröffentlichen. Volker S. Stahr kann sich über Autoren freuen, die den Deutschen die Angst vor den Türken nehmen, wie Günter Seufert und Christopher Kubaseck, die dort einen mehrheitsfähigen und bürgerlichen Islamismus sich seinen Weg bahnen sehen, wobei man von den Autoren sowie vom Amazon-Rezensenten gern wüßte, was ein bürgerlicher Islamismus sein könnte, wenn nicht ein Paradoxon in sich. Es ist wie mit der angeblichen Islamophobie, die gibt es ebenfalls nicht. Die Einschätzung von Hans-Peter Raddatz gründet nicht auf Phantasiebegriffen, sondern auf belegbaren Tatsachen.

Hans-Peter Raddatz kommt nun zu einem der schlimmsten Aspekte der Liebe unserer Eliten zur Ideologie des politischen Islam:

Ein Blick auf die islamistische Ideologie kann diese erstaunliche Konsequenz erhellen. Hier liebt man kaum etwas so sehr wie die Diskussion der jüdischen Weltverschwörung und die Leugnung des Holocaust. Die westliche Islamlobby zeigt denn auch unverhohlene Sympathie gerade mit den Islam-Organisationen, die Israel und die Juden an die Spitze ihrer Todeslisten gesetzt haben: Muslimbrüder, Hamas, PLO, Milli Görüsh und - Hizbollah. Das gemeinsame Ziel ist klar: Eine verbindliche, geschweige denn negative Aussage über den Islam ist schlechthin unmöglich. Um so "berechtigter" kann das iranische "Ausradieren" Israels werden.

Unsere Eliten ebnen durch ihr islamisiertes Denken den Terroristen den Weg; diese wirken mit an der Vollendung dessen, was die Väter und Großväter unserer Eliten nicht geschafft haben: die endgültige Vernichtung des Judentums. Dazu wird die Gewalt der Muslime gegen die Juden umgedeutet in eine Verteidigung der Art: Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen. Die Mainstream Medien sind nach dem 12. Juli voll davon, von israelischen Rambos, die wahllos Zivilisten umbringen; der Grund der israelischen Militäraktion, die Vernichtungsabsicht des Iran und der Proxy-Armee Hizbollah kommt in der Berichterstattung nicht vor. Die benötigten Berichte und Fotos beziehen die Mainstream Medien ganz selbstverständlich von Nachrichtenübermittlern und Fotografen, die von der Hizbollah abhängig sind, selbst wenn es sich um Berichte über Ereignisse in Israel handelt, wie die Bombardierung des Hafens von Haifa. Nur wenige, wie der ARD-Korrespondent Richard C. Schneider bilden eine Ausnahme. Man sollte es nicht zu laut herausschreien; denn sonst wird er vielleicht abgezogen und durch Jürgen Hanefeld ersetzt.

Der Vernichtungswille des Hassan Nasrallah und der Hizbollah ist bekannt. Jerusalem gehört zum "Land Allahs"; es ist kein Gegenstand für Verhandlung und Kompromiß. So legt es auch die sunnitische Hamas fest, im Artikel 11 ihrer Verfassung, vom 18. August 1988. Die Ausrottung des Zionismus und Israels ist Ziel dieser und aller islamischen Terrororganisationen, von der Hizbollah bis zur al-Qaida. Die westliche Welt, unsere Eliten, sympathisieren und paktieren mit Gruppen, die einen den Vereinten Nationen und durch deren Entscheidung gegründeten und angehörenden Staat ausradieren wollen. Der Iran baut gerade dazu seine Atombombe. Das ist bereits bekannt, bevor der Verrückte mit dem irren Blick Präsident geworden ist. Der bei unseren Eliten als gemäßigt geltende Akbar Hashemi Rafsanjani erklärt das bereits am 14. Dezember 2000, wiederholt es mehrfach, und dennoch pilgern europäische Politiker aller Couleur bis heute in den Iran und dokumentieren den Fundamentalisten sehr zu deren Amusement ihre Schwäche. (8)

Das Buch Iran handelt davon, und wie die iranischen Fundamentalisten an der Islamisierung der Welt arbeiten, zunächst in Europa, wobei ihnen unsere willfährigen Eliten nach Kräften helfen, mit den USA soll es dann weitergehen. Jemand stört dabei massiv: Israel.

5. August 2006

Quellen

(1) Hans-Peter Raddatz: Iran. Persische Hochkultur und irrationale Macht. Herbig Verlag, München 2006
http://dynamic.herbig.net/autor/autordetail.php?id=204354
http://www.amazon.de/gp/product/images/3776624884/ref=dp_ima ge_text_0/302-6656048-1555234?ie=UTF8

(2) "5. August, 16 Uhr, Treffepunkt: Köln, Dom" Anti-Israel-Demo von Marxisten, Sozialisten und Islamisten. Politically Incorrect, 5. August 2006
http://myblog.de/politicallyincorrect/art/4122597/

(3) Iranian President Mahmoud Ahmadinejad: The Iranian People Is the Owner of Nuclear Technology. Talking to Iran in Language of Threats Is a Bitter Mistake. Iranian News Channel (IRINN) on August 1, 2006, Memri TV Clip # 1216
http://www.memritv.org/Transcript.asp?P1=1216

Yemenite President Ali Abdallah Saleh: I Hope Syria Will Join the War; The Jews May Leave the Middle East; Arab Countries Should Allow Transfer of Weapons, People to Lebanon and Palestine, interview with President of Yemen Ali Abdallah Saleh, Al-Jazeera TV on August 1, 2006, Memri TV Clip # 1217
http://www.memritv.org/Transcript.asp?P1=1217

Ali Abdullah Saleh. Dictator of the Month January, 2006
http://www.dictatorofthemonth.com/Saleh/Jan2006SalehEN.htm

(4) Les initiatives se font plus pressantes pour mettre fin au conflit. Par Salim Yassine. AFP Beyrouth. Cyberpress.ca, 5 août 2006
http://www.cyberpresse.ca/article/20060805/CPACTUALITES/6080 51040/5024/CPDMINUTE

C. David Welch, Assistant Secretary, Bureau of Near Eastern Affairs. US Department of State
http://www.state.gov/r/pa/ei/biog/43834.htm

(5) Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2004. 5./11. Oktober 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-10-05_21-26-57.html

(6) Das Lied vom Weib des Nazisoldaten. Von Bertolt Brecht
http://www.chatcity.de/fo3/html/archiv/fid12/tid29762.html

(7) Collectif Bellaciao, 5 août 2006
http://bellaciao.org/fr/

Economía Cubana. Orisha The Best
http://www.orishasthebest.com/Secciones/Cuba/Economia.htm

Sharaf Rashidov. Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Sharaf_Rashidov

(8) Iran Calls for the Destruction of Israel. "ISRAEL MUST BE ERADICATED FROM THE ANNALS OF HISTORY". Intelligence and Terrorism Information Center at the Center for Special Studies (C.S.S) Special Information Bulletin, November 2003
http://www.intelligence.org.il/eng/bu/iran/shihab_11_03.htm


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2006-08-05_22-57-55.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 20.11.2008, 19:32 Uhr