
Linksextremismus in Deutschland - Mut gegen linke Gewalt?
Am 11. Mai 2007 werden von der Nürnberger Medienakademie zum achten Mal "Alternative Medienpreise" zu je 500 (fünfhundert, daaanke!!) Euro verteilt.
Nützliche Idioten verteilen Preise
Preisgekrönt werden in diesem Jahr drei Projekte, die Erinnern und Handeln in den Mittelpunkt stellen. Er ist Journalisten und Medien gewidmet, die kleinen und großen Skandalen oder gesellschaftlichem Misständen auf den Grund gehen, die ´große Medien´ allenfalls interessieren, wenn sie Sensationscharakter haben. In Publizistik- und Kommunikationswissenschaft spricht man von "unterbliebenen Informationen", in der Literaturwissenschaft von "grauer Literatur". Den zweiten Preis in der Kategorie Internet erhält das sehr liebevoll angelegte Schreibprojekt Kinderstrasse e.V. des Weigendorfer Lyrikers Wolfgang Schlenker. Kinder beschreiben die Straße, in der sie wohnen. (1)
Den dritten Preis erhält die Mut-Redaktion. Die Website Mut gegen rechte Gewalt will zu mehr Zivilcourage ermutigen sowie wirksame, unbürokratische Hilfe gegen den Rechtsextremismus leisten. Die Kampagne Mut gegen rechte Gewalt des STERN und die Amadeu Antonio Stiftung kennen kein Rasten noch Ruhen, wenn´s gegen den Rechtsextremismus geht. (2)
Den krönenden ersten Preis bekommt der Journalist und Autor Knut Mellenthin für seine Chronologie des Holocaust, über die Zeit vom 30. Januar 1933 Hitler wird Reichskanzler bis zum 8. Mai 1945 Deutschland kapituliert. Die aus über 500 Seiten und mehr als 2000 Einzeltexten bestehende Chronologie des Holocaust ist einmalig in ihrer Art, und ist das Ergebnis von 15 langen Jahren Recherchearbeit, teilt Jürgen Bartl, von der für Konzeption und Design der Chronologie verantwortlichen Hamburg-Wiener Agentur Pixel-Melange der Presse mit. Sein Verwandter, Vater, Bruder, Neffe Klaus Bartl ist Landtagsabgeordneter der PDS und in dieser Eigenschaft verfassungs- und rechtspolitischer Sprecher. (3)
Ein Blick auf den Monat April 1933 zeigt die Art der Information, die man von Knut Mellenthin bekommt: (4)
Rundschreiben des Kölner Oberbürgermeisters:
Juden dürfen im öffentlichen Dienst der Stadt nicht weiter beschäftigt werden. Das Verbot betrifft auch die Beschäftigung von getauften Juden und von Nichtjuden, die mit Juden verheiratet sind.
Der Name des Kölner Oberbürgermeisters wird trotz großer Überschrift und viel Platz, trotz zahlreicher Namen in anderen Abschnitten, nicht mitgeteilt. Es ist wider Erwarten nicht der in Deutschland bis heute auch bei jüngeren Menschen als ehemaliger Oberbürgermeister bekannte Konrad Adenauer; der wird am 13. März 1933 aus Köln verbannt und versteckt sich im Kloster Maria Laach. Am selben Tag setzt ihn der NS-Gauleiter Josef Grohé als Oberbürgermeister ab, und das NSDAP-Mitglied Günther Riesen wird als Oberbürgermeister ausgerufen. Solche Art der Berichterstattung zählt die Nürnberger Medienakademie zu den "unterbliebenen Informationen".
Mit Knut Mellenthin ehrt die Nürnberger Medienakademie einen bekannten Linksextremisten. Er ist Autor der Jungen Welt, des Linksnet.de und anderer linksradikaler Medien, Islamfreund und Kritiker der USA und Israels. Den Bestseller von Henryk M. Broder "Hurra, wir kapitulieren" verreißt er in dem Nationalbolschewistenblättchen Junge Welt und bezeichnet ihn als Kampfansage an 1,5 Milliarden Muslime. Der Autor bediene sich einer Hetzrhetorik, die aufgezählten Einzelfälle mit geringem Informationsgehalt seien nicht repräsentativ. Der Artikel ist nur im Online-Abo zugänglich, so daß ich empfehle, die wichtigsten Auszüge auf dem ebenfalls attackierten Blog Politically Incorrect (PI) zu lesen. (5)
Linksradikale und Grüne analysieren Ursachen und Folgen des Terrorismus
Einen weiteren Verriß unter der Überschrift Der Autor, der sich selbst nicht glaubt schreibt er für die Vierteljahreszeitschrift Wissenschaft und Frieden 1/2007, die in diesem Fall die übliche akademische Zurückhaltung zurückstellt und seinen Text ganz unwissenschaftlich veröffentlicht. Das Heft steht unter dem Motto Terrorismus - Ursachen und Folgen. Darin wird den Lesern einmal mehr klargemacht, daß die armen Terroristen bzw. die Freiheitskämpfer, sich gegen den Imperialismus und Neo-Liberalismus wehren, gegen die israelische Okkupation Palästinas, gegen die Apartheidmauer usw. (6)
Menschen greifen nicht selbstverständlich und leicht zu politischer Gewalt. Dazu bestehen zu viele psychologische Hemmschwellen, politische Restriktionen und persönliche Risiken, beginnt der Autor Jochen Hippler seinen Artikel Ursachen und Grundstrukturen politischer Gewalt, in der selben Ausgabe der Vierteljahreszeitschrift. Die geballte Entschuldigung für Gewalt und Terror aller Art als Antwort auf staatliche Gewalt ist der Inhalt. Ethnische und religiöse Konflikte, starke Gegensätze zwischen Reichtum und Armut, Wut über Ungerechtigkeit werden genannt. Islam, Muslim, muslimisch kommen im Text keinmal vor, obgleich von den islamischen Staaten mit insgesamt 1,5 Milliarden Einwohnern die Rede ist. Dennoch steht unter dem Text dieses:
Im Rahmen des Sonderprogramms Europäisch-Islamischer Kulturdialog des Auswärtigen Amtes hat Jochen Hippler eine Studie "Krieg - Repression - Terrorismus. Politische Gewalt und Zivilisation in westlichen und muslimischen Gesellschaften" mit Kommentaren von Nasr Hamid Abu Zaid und Amr Hamzawy verfasst. Der vorliegende Artikel ist ein überarbeiteter Auszug ...
Dieser Politikberater "in Palästina" und Mitarbeiter des AA im Europäisch-islamischen Kulturdialog ohne die Muslime und den Islam, Verfasser eines Textes der unterbliebenen Informationen, ist meinen Lesern aus anderen Zusammenhängen bestens bekannt:
Er ist Fellow des US-amerikanischen Transnational Institute (TNI), das die ATTAC France finanziell fördert, und Direktor des TNI, von 1993 bis 1995. Von 1998 bis1999 ist er Büroleiter der Fraktionsvorsitzenden der Grünen Kerstin Müller. Seit Oktober 2000 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg.
Für ihn gibt es den Staat "Palästina" bereits. Er schreibt verniedlichend von steinewerfenden Jugendlichen, die kleinen Gruppen der Attentäter, die verschiedenen Formen privater Gewalt, er schreibt, daß durch solche bescheidenen Maßnahmen wie Steinwürfe, Attentate und selbstgebaute Granaten die palästinensische Seite sich ein Gefühl verschaffe, nicht tatenlos zu bleiben, wohingegen sich die israelische Armee der Raketenüberfälle, Hubschrauberangriffe, Panzerbeschuß und Mörsergranaten bediene. (7)
Nun aber zurück zu Knut Mellenthin. Er veröffentlicht auch in der Berliner Umschau und hetzt dort über Henryk M. Broder und die wohl übelste aller deutschsprachigen antimoslemischen Internetseiten Politically Incorrect. Die flöge sogar in schnellem Ausschlußverfahren aus der NPD raus. Damit mag der Autor nicht einmal unrecht haben, sind doch die Rechtsextremen inzwischen gut freund mit den von den Bloggern des PI kritisierten islamischen Fundamentalisten und ihren Führern. Auf der Holocaust-Konferenz in Teheran jedenfalls sind sie wie auch linksradikale Holocaustleugner gern gesehen. (8)
Linksradikale, Rechtsextreme und der G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm
Der Liebhaber totalitärer Denkweisen Knut Mellenthin ist mit seinen Pamphleten überall anzutreffen, wo die linksradikale Szene sich artikuliert, beispielsweise auf der Startseite der Linkswende, wo am 16. Mai 2007 über die geplanten Proteste zum G8-Gipfel in Heiligendamm berichtet wird. Drei Beiträge darunter gibt´s Knut Mellenthin, der in einem JW-Artikel, vom 8. Januar 2007, auf Grund in der Sunday Times zitierter anonymer Äußerungen behauptet, Israel plane einen Atomanschlag auf den Iran. So handelt er nicht nur mit unterbliebenen, sondern auch mit erfundenen bzw. als Gerücht kolportierten Informationen. Ähnliche Kombinationen von G8 und Iran gibt´s bei analyse&kritik, beim Weltexpress, bei kominform und kommunisten-online, überall, wo gegen den G8-Gipfel protestiert wird, da befindet sich Knut Mellenthin in bester Gesellschaft. Dafür hat er seinen Preis der Nürnberger Medienakademie redlich verdient. (9)
Der Innenminister Wolfgang Schäuble sieht die Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel vor großen Herausforderungen: Die Gewaltbereitschaft der linksextremistischen autonomen Szene ist nach den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden ungebrochen. Dem gewaltbereiten linken Spektrum gehörten nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Jahresende 2006 rund 6.000 Personen an. (10)
Rechtsextreme, die längst die Argumentation der ATTAC und anderer Globalisierungsgegner für sich vereinnahmt haben, agitieren ebenfalls gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm.
Der Generalsekretär der NPD, Peter Marx, hat 2007 "zum Jahr des volkstreuen Globalisierungs-Widerstandes" ausgerufen: Der kommende G8-Gipfel, so Peter Marx im NPD-Partei-Organ "Deutsche Stimme", werde als "Kristallisationspunkt nationaler Oppositionspolitik" begriffen: "Wir werden unseren Demonstrationsschwerpunkt in diesem Jahr auf diesen fatalerweise im ärmsten Bundesland Deutschlands stattfindenden Gipfel der Bonzen richten," berichtet die Gipfelsoli Infogruppe. Die rechtsextreme unterscheidet sich nicht von der linksradikalen Diktion. Hier wie da handelt es sich um nationale Sozialisten. (11)
Lisa Erdmann berichtet darüber im Spiegel, sie findet den Wunsch der NPD zum gemeinsamen Kampf mit den Linken beim Protest gegen den G8-Gipfel überraschend. Das also überrascht eine Journalistin des Spiegel; dort ist anscheinend die Affinität beider Extreme zueinander gänzlich unbekannt. Weniger komisch ist es allerdings, daß der Verfassungsschutz Gespräche selbst auf unteren Ebenen zwischen Rechtsextremen und Linksradikalen für Wunschdenken der Rechten hält. Wie blind muß man sein, die reichlich vorhandenen Querfrontprojekte nicht zu sehen, die in Deutschland arbeiten und ein Ziel haben: die rechte und linke Protestszene zu vereinen. (12)
Vom BVG-Streik 1932, der genauso abläuft wie heute die gemeinsame Globalisierungsgegnerschaft haben diese gutgläubigen Journalisten und Verfassungsschützer anscheinend noch nichts vernommen:
Aufgerufen zu dem Streik, dessen Anlaß eine von der BVG beabsichtigte Senkung der Stundenlöhne um 2 Pfennig war, hatten die kommunistische "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition" (RGO) und die "Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation" (NSBO). Das Zusammenwirken der zutiefst verfeindeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und Nationalsozialistischen Partei Deutschlands (NSDAP) war in der Weimarer Republik einzigartig. Der kommunistische Reichstagsabgeordnete Walter Ulbricht und der Gauleiter der NSDAP von Berlin Joseph Goebbels agierten bei einer Massenkundgebung nebeneinander auf der Rednertribüne. Beide Parteien erkannten in dem Arbeitskampf unmittelbar vor der Reichstagswahl vom 6. November 1932 eine Gelegenheit, neue Stimmen in der jeweiligen Wählerschicht des politischen Gegners zu erzielen. Die NSDAP warb dabei vor allem um einen längerfristigen Vertrauenszuwachs bei der Arbeiterschaft. (13)
Die Beziehungen von Knut Mellenthin über Jochen Hippler zum Auswärtigen Amt verdeutlichen die linksradikalen Kontakte bis ins Zentrum der deutschen Politik. Die Beschönigung linksradikaler Meinungen und der aus ihnen bei an die 6000 Personen des linken Spektrums folgenden Gewaltbereitschaft findet sich bei den Grünen, allen voran bei ihrem Urgestein Claudia Roth. Am 15. Mai 2007 schreibt osi, auf dem Düsseldorf Blog, über die Wahrnehmung des Verfassungsschutzberichtes 2006 durch diese Frau, die schon durch ihre kritiklose Islambegeisterung hinreichend bekannt ist: Wie üblich, ist Claudia Roth mit Scheuklappen unterwegs. Islamistische Gefahr? Linksextremismus? Claudia Roth blendet das locker aus, mit Tunnelblick sieht sie nur den Rechtsextremismus. Der Blog PI verlinkt den osi, und es ist empfehlenswert, die Kommentare zu lesen, beispielsweise diesen: Ich weiss wirklich nicht, warum Frau Roth solche Angst vor Rechtsextremen hat, schliesslich wollen die doch dasselbe wie ihre moderaten Taliban und die LINKE. Ein totalitäres System. (14)
Fakt: Linksextremismus in Deutschland
Inzwischen aber dringt das Bewußtsein der Gefahr, die von gewaltbereiten Linksextremen ausgeht, bis in die MSM vor. Angela Elis nimmt sich in der Sendereihe Fakt des Mitteldeutschen Rundfunks des Linksradikalismus in Deutschland an. Das Manuskript liefert Helmuth Frauendorfer. (15)
Geht man den Informationen der Sendung nach, googelt man also beispielsweise autonome anti G8 sportliga mitmacherinnen, dann kommt man zu weiteren Nachrichten über linksextreme Gewalttaten: Insgesamt 72 Straftaten, darunter 18 Brandanschläge oder Anschlagsversuche, bringt die Polizei mit den Protesten gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm in Verbindung. Die Anschläge und Anschlagsversuche der letzten zwölf Monate sind kommentarlos aufgelistet, obgleich es sich um einen TAZ-Bericht handelt, der sinnigerweise und doppeldeutig mit Brennpunkt überschrieben ist. (16)
Auffällig in der Berichterstattung bei Fakt über den Brandanschlag auf eine Fiat-Werkstatt in Berlin ist die Ähnlichkeit der Argumentation der Linksradikalen mit der von muslimischen Terroristen weltweit. Phantasievoll werden Zusammenhänge konstruiert und unter einem Vorwand Angst und Schrecken verbreitet: der tote Demonstrant des G8-Gipfels in Genua, der daran schuldige italienische Staat, der italienische Autohersteller Fiat als Symbol und das Fiat-Autohaus Berlin bilden die Rechtfertigungskette dafür, zwei Autos mittels Brandanschlag zu zerstören. Opfer ist ein harmloser Werkstattbesitzer. Wer erinnert sich dabei nicht an die Tausende von zerstörten Autos des Herbstes 2005 in Frankreich. Die meisten Autos gehören den nicht wohlhabenden muslimischen und nicht-muslimischen Nachbarn der von den MSM und der politischen Linken bemitleideten jugendlichen muslimischen Täter, die mit dem Schlachtruf Allah Houakhbar ans Werk gehen. (17)
Linksextreme und muslimische Terroristen in Deutschland und in Frankreich, in Spanien, England und Israel wissen im Gegensatz zu Thorsten Schulz, dem Geschäftsführer der Fiat-Werkstatt, der fragt: Warum wird so etwas überhaupt gemacht? Wie weit denken Leute, die so etwas überhaupt machen, darüber nach, was sie damit anrichten oder was dann noch passieren könnte, warum sie das anrichten und was noch passieren könnte. Durch Terror soll unser System destabilisiert und zur Übergabe an Vertreter eines totalitären Systems reifgeschossen werden. Feind ist unser Staat, der meiner Ansicht nach nicht, wie Claudia Schmid, vom Verfassungsschutz Berlin meint, in eine hierarchiefreie, herrschaftsfreie Gesellschaftsform, sondern in einen totalitären Staat verwandelt werden soll. Daher der Schulterschluß zu islamischen Terrorgruppen, die das gleiche vorhaben.
In unserer Gesellschaft verankerte Linke wie Claudia Roth, Jochen Hippler und Knut Mellenthin machen dabei die nützlichen Idioten und Unterstützer, in dem sie den Linksextremismus, die Gefahr durch radikalisierte Muslime und den Antisemitismus in ihren Veröffentlichungen ausblenden. Für die Dokumentation über die toten Juden, die Chronologie des Holocaust, gibt es die Preise, und mit einem solchen Preis erwirbt sich ein Knut Mellenthin die Berechtigung, seine anti-israelische Hetze zu verbreiten. Die um rechtsextreme Entwicklungen besorgten Bürger dienen den linksradikalen Zielen. Deshalb sind diesen Bürgern Verhandlungen zwischen den rechten und linken Extremisten überraschend und die muslimischen Terroranschläge in den westlichen Ländern Einzelerscheinungen, die nichts mit dem Islam zu tun haben, sondern mit der Ungerechtigkeit der Welt. Der Terror der palästinensischen Gruppen ist der verzweifelte Versuch armer Menschen, die sich nicht anders zu helfen wissen gegen das mächtige Israel. Um diese Legende aufrecht zu erhalten, finanziert das Auswärtige Amt Studien wie die über "Krieg - Repression - Terrorismus. Politische Gewalt und Zivilisation in westlichen und muslimischen Gesellschaften", in der die Wörter Islam, Muslim, islamisch nicht vorkommen. Deshalb erfährt man kaum etwas über 40 linksextremistische Brandanschläge, die es seit 2005 gegeben hat. Die gewaltbereite Szene ist im letzten Jahr um 500 Personen gewachsen. Ab 2005 ist in den MSM die Rede vom geplanten G8-Gipfel 2007.
Fakt nennt eine weitere linksradikale Untergrundorganisation, die ebenfalls Gewalt anwendet und dazu auch gegen Menschen bereit ist, sie nennt sich "militante gruppe", kurz "mg". Die mg diskutiert offen über Knieschüsse oder über politische Liquidationen von EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Gruppe operiert im Raum Berlin-Brandenburg; sie verschickt Patronen an Otto Graf Lambsdorff und andere öffentliche Personen. Über die militante gruppe gibt es sogar schon einen Eintrag bei Wikipedia. (18)
Diese Gruppe schüchtert in ihrem Organ Interim sowie in anderen Szenepublikationen, wie man es auch von militanten Muslimen kennt, unliebsame Personen ein, denen "robustere Maßnahmen" angedroht werden. Sie werden im Internet mit Foto veröffentlicht. Fakt interviewt Andreas Kopietz, den Mitarbeiter der Berliner Zeitung; er recherchiert über diese Gruppen. Johannes Schmalzl, vom Verfassungsschutz Baden-Württemberg, meint allerdings gegenüber Rüdiger Soldt, von der FAZ, zu den Anschlägen ohne Öffentlichkeit, die Linksextremisten würden sich vor Anschlägen auf Personen zurückhalten, der Sympathie der Bevölkerung wegen. Da fragt man doch, wie die Bevölkerung überhaupt von den Anschlägen der Linksextremisten erfährt, wenn sie nicht publik gemacht werden. Das Argument, gegen Personen werde von den Terrorgruppen, von denen Johannes Schmalzl in der FAZ weitere nennt, nicht vorgegangen der erwarteten Sympathie der Bevölkerung wegen, ist grotesk. Wann hätte die Bevölkerung Anschläge jemals unterstützt, auch wenn sie nur gegen Sachen gingen? Unter "Bevölkerung" verstehe ich dabei arbeitende Menschen, Rentner, Unternehmer, und nicht etwa durchgeknallte Intellektuelle und Politiker wie Horst-Eberhard Richter oder Christian Ströbele. (19)
In diesem Zusammenhang ist die Formulierung von Prof. Werner J. Patzelt, vom Institut für Politikwissenschaft Dresden, aufschlußreich: Man wird wieder sich und anderen klar machen müssen, dass ein noch so gutes Ziel niemals die Anwendung von Gewalt rechtfertigen kann. Sie impliziert, daß es sich bei Zielen, die von linksradikalen oder rechtsextremen Gruppen vertreten werden, überhaupt um gute Ziele handeln kann. Ein solcher Ansatz führt zwangsläufig zur Toleranz gegenüber diesen Gruppen; denn sieht man sie so, ist in ihren Aktionen immer auch ein Gutes. Man vergleicht dabei im selben Atemzug die Aktionen des Staates und seiner Organe und Institutionen mit denen der radikalen und extremen Gruppen, die einen und die anderen verfolgen mehr oder weniger gute Ziele.
Man darf gespannt sein, was aus dem Schwerpunkt Afrika des G8-Gipfels 2007 wird. Raum wird das Thema Bekämpfung des rechten, linken und islamischen Terrorismus in den G8-Staaten einnehmen müssen. (20)
Quellen
(1) ... die Straße, in der ich wohne ... Kinderstrasse e.V.
http://www.kinderstrasse.org
(2) Daaanke!! Mut-gegen-rechte-Gewalt.de erhielt einen der drei ´Alternativen Medienpreise´ 2007. Von PM/hk. Mut gegen rechte Gewalt, 11. Mai 2007
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=10&kat= 10&artikelid=3233
Amadeu Antonio Stiftung. Spenden Sie jetzt für die Arbeit gegen Rechtsextremismus!
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/
(3) Alternativer Medienpreis 2007 für Chronologie des Holocaust. Pressemitteilung von Pixel-Melange, 15. Mai 2007
http://openpr.de/news/135270/Alternativer-Medienpreis-2007-f uer-Chronologie-des-Holocaust.html
Chronologie des Holocaust. Knut Mellenthin
http://www.holocaust-chronologie.de/
(4) Konrad Adenauer, Politiker. 1876 bis 1967
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/AdenauerKonrad/index. html
Chronik der Stadt Köln
http://www.cologneweb.com/chronik.htm
(5) Psychologische Kriegführung. Von Knut Mellenthin, Junge Welt, 17. Januar 2007
https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2007/01-17/020 .php
Junge Welt attackiert Broder, Ulfkotte, Achgut und PI. Von Beate Klein,
17. Januar 2007
http://www.politicallyincorrect.de/2007/01/junge_welt_attack iert_broder_u_1.html
(6) Broders Kampf gegen den Untergang des Abendlandes. Texte. Knut Mellenthin, 1. Januar 2007
http://www.knutmellenthin.de/artikel/aktuell/aktuelle-artike l/broders-kampf-gegen-den-untergang-des-abendlandes-112007.h tml
W&F 2007-1 Terrorismus - Ursachen und Folgen
http://www.iwif.de/wf107-00.htm
(7) "Freies Schußfeld - Land statt Frieden: Israels Premier Ariel Sharon behandelt die Palästinenser wie ein überflüssiges Volk", von Jochen Hippler, Freitag,
10. August 2001, S. 1
http://www.jochen-hippler.de/Zeitungs-Artikel/Krieg_in_Nahos t_/krieg_in_nahost_.html
Das Querfrontprojekt ATTAC. 12. Januar 2003 (Anmerkungen 50 und 51)
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-17_21-12-35.html
(8) Narrenfreiheit für Anti-Moslemhetze. Gibt es eine Moslemfeindlichkeit in Deutschland? Von Knut Mellenthin. Berliner Umschau, 23. April 2007
http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&ccc page=23042007ArtikelPanorama3
Knut Mellenthin oder das große Gähnen. Von Beate und Turmfalke, Politically Incorrect, 23. April 2007
http://www.politicallyincorrect.de/2007/04/knut_mellenthin_o der_das_gross_1.html
(9) G8-Proteste. Sie entscheiden über die Welt und wir sind nicht eingeladen. Linkswende. Kein Angriff auf den Iran. 20.3.: Kundgebung am Jahrestag des Irakkriegs
http://www.linkswende.org/
analyse&kritik. ak - zeitung für linke debatte und praxis
http://www.akweb.de/
(10) Vorstellung Verfassungsschutzbericht 2006. BMI Pressemitteilung vom
15. Mai 2007
http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?ak tion=jour_pm&r=279845
(11) Rechtsextreme Proteste gegen G8-Gipfel in Heiligendamm. Gipfelsoli Infogruppe, 6. März 2007
http://gipfelsoli.org/Texte/Rechte_Globalisierungskritik/960 .html
(12) Wie Rechtsradikale in Heiligendamm punkten wollen. Von Lisa Erdmann, SpiegelOnline, 23. April 2007
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,478500,00.h tml
(13) BVG-Streik 1932. Deutsches Historisches Museum
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/bvgstreik/in dex.html
(14) Claudia Roth wieder mit Scheuklappen unterwegs. Düsseldorf Blog,
15. Mai 2007
http://www.duesseldorf-blog.de/2007/05/15/claudia-roth-wiede r-mit-scheuklappen-unterwegs-wer-hilft-ihr/
Claudia Roths Scheuklappen-PM´s. Von Stefan Herre, Politically Incorrect,
16. Mai 2007
http://www.politicallyincorrect.de/2007/05/claudia_roths_sch euklappenpms.html
(15) Linksextremismus in Deutschland. Manuskript des Beitrages von Helmuth Frauendorfer. Fakt, Mitteldeutscher Rundfunk/Das Erste, 14./15. Mai 2007
http://www.mdr.de/fakt/4480726.html
(16) Brennpunkt. 11 Anschläge in einem Jahr. taz, 17. März 2007. Dissent! Network of Resistance, international mobilization against G8 2007
https://dissentnetzwerk.org/node/1077
Brennpunkt. 11 Anschläge in einem Jahr (TAZ-Bericht), taz, 17. März 2007
http://www.taz.de/dx/2007/03/17/a0148.1/text
(17) Vorstadt-Intifada - "Allah Houakbar !" 5. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-05_21-10-50.html
(18) militante gruppe. Wikipedia (mg)
http://de.wikipedia.org/wiki/Militante_gruppe
(19) Linksextremismus. Anschläge ohne Öffentlichkeit. Von Rüdiger Soldt, Faz.net, 31. August 2006
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc ~EC7AD863A4F464DDABE8195790B73A257~ATpl~Ecommon~Scontent.html
(20) G8-Gipfel 2007. Heiligendamm, 6. - 8. Juni 2007. Die Bundesregierung
http://www.g-8.de/Webs/G8/DE/Homepage/home.html