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Mohammed al-Dura. Jetzt wird´s eng für Charles Enderlin

Und weiter geht´s im sieben Jahre währenden Skandal um den angeblichen Tod des Mohammed al-Dura, am 30. September 2000.

Wer französisch liest, kann die endlosen Lügen des Auslandskorrespondenten Charles Enderlin und seines Arbeitgebers France 2 seit einigen Jahren (!) von der Site der Metula News Agency (Mena) abrufen. Das Buch "Contre-expertise d´une mise en scène", von Gérard Huber, ist ein Buch der Mena. (1)

Die Mena ist die Agentur, von der auch Philippe Karsenty seine Informationen bezieht, für die er von Charles Enderlin und France 2 mit einem Prozeß überzogen wird, der nach schlechter französischer Sitte vor sich hin schlürt, in dem Zeugen nicht befragt werden, und die Klägerseite gar nicht erst Zeugen aufführt, weil sie anscheinend das Urteil vorab kennt. (2)

Am 19. September 2007 kommt allerdings Schwung in das Verfahren; denn das Berufungsgericht will das 27-minütige Filmmaterial bei der Fortsetzung der Verhandlung, am 14. November 2007, sehen, eben das, was Denis Jeambar, Daniel Leconte und Luc Rosenzweig bereits im Oktober 2004 gesichtet und dabei festgestellt haben, daß es sich durchweg um gestellte Szenen handelt. Denis Jeambar und Daniel Leconte sind vorsichtig und wollen Charles Enderlin keine Fälschung unterstellen. Andere Korrespondenten sichten das Material ebenfalls und finden die Szene der Agonie des Jungen nicht. (3)

Die von Charles Enderlin angeblich herausgeschnittene fürchterliche Szene der Agonie des Mohammed al-Dura exisitiert nicht. Es ist alles seit Jahren bekannt. Ich habe in mehreren Artikeln darüber berichtet. (4)

Ein Video der Szenerie des 30. September 2000 an der Netzarim-Kreuzung kann auf Dailymotion angesehen werden. Zusatzinformationen und teils böse Kommentare dazu von Muslimen reichen bis heute. (5)

In unregelmäßigen Abständen kommen immer neue Tatsachen ans Licht, die belegen, daß Charles Enderlin und sein palästinensischer Kameramann Talal Abu Rahma mit ihren 59 Sekunden der angeblichen Tötung des Mohammed al-Dura an der Netzarim-Kreuzung in Gaza Propaganda im Rahmen der zwei Tage zuvor von Yassir Arafat ausgelösten Intifada II betreiben. Media Ratings dokumentiert am 2. Oktober 2007 in einer Presserevue mit französischen und englischen Artikeln den letzten Stand. (6)

Nun gibt es zur Abwechslung eine weitere Variante in englisch von Ronny Sofer auf ynetnews.com, so daß auch Nicht-Frösche unter meinen Lesern sehen können, worum es geht: um einen riesigen mit Frankreichs Hilfe in die Welt gesetzten Schwindel zum Anheizen der Intifada II. Kostenlos verteilt France 2 das wertvolle Material noch an den letzten kleinen Fernsehsender. Außer dem Kameramann von France 2 hat niemand der vor Ort anwesenden Korrespondenten das Sterben des Mohammed al-Dura mitbekommen. Zwei weitere palästinensische Kameraleute, die für andere Agenturen arbeiten, haben nichts gesehen oder halten den gestellten Tod des Jungen anscheinend nicht für berichtenswert. Das im Internet zugängliche Material gibt einen Eindruck vom fotogenen Treiben.

Jetzt, endlich, nimmt Israels Regierung offiziell zu diesem Fall Stellung und erklärt, daß es sich bei der angeblichen Tötung des Mohammed al-Dura um eine gestellte Szene handle. Charles Enderlin, Kämpfer für die palästinensische Sache, gibt aber immer noch nicht auf, ihm bleibt für seine Lügen noch Zeit bis zum 14. November 2007. Aber er meint, wenn das Material allen gezeigt wäre, dann sähe man, daß seine Version stimme, daß das Video authentisch sei, und dann sei endlich Schluß mit den Anwürfen gegen ihn. (7)

Man kann nur hoffen, daß es durch den Regierungswechsel in Frankreich nicht mehr so weitergeht wie bislang, da Jacques Chirac für Charles Enderlin ein Empfehlungsschreiben, seine Qualität als Auslandskorrespondent betreffend, ausstellt. Weder Charles Enderlin noch Jacques Chirac sind am 30. September 2000 an der Netzarim-Kreuzung. Der eine ist in seinem Büro in Ramallah, der andere unterzeichnet im Elysée-Palast Gesetze. Auch der Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë, der seinem Freund Charles Enderlin ein Empfehlungsschreiben ausstellt, hat nichts mit dem Fall zu tun, sondern ist parteiübergreifend gefällig.

Nun sind alle sehr gespannt, wie´s am 14. November 2007 weitergeht. Es gilt allerdings auch hier das Motto des James Harff, von der PR-Firma Ruder Finn, aus meinem ersten Artikel Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada: (4)

Nachrichten, ob wahr oder erfunden, schnellstens an ausgewählte Multiplikatoren streuen. Es zählt nur das, was einmal behauptet wurde. Dementis dagegen sind völlig unwirksam.

2. Oktober 2007

Update, 16. Dezember 2007

Es wird immer abenteuerlicher. Lesen Sie bitte deutsch, englisch, französisch.

Al-Dura-Video löst weiteres Rätsel. Honestreporting Medien Backspin,
16. Dezember 2007
http://tinyurl.com/2gusq7

Wounds of Mohamed al Dura´s Father Date Back to 1992, Surgeon Reveals.
By Nidra Poller, Pajamas Media, December 14, 2007
http://pajamasmedia.com/2007/12/wounds_of_mohamed_alduras_fa th.php

Hier sur Aroutz 10 : Les blessures de Jamal datent de son opération, en Israël,
en 1994. Par Jean Tsadik, Metula News Agency, 13 décembre 2007
http://www.menapress.com/article.php?sid=1928

Quellen

(1) Affaire A-Dura : la requête du juge Laurence Trébucq (2ème et dernière partie)(info # 012509/7). Par Stéphane Juffa, Metula News Agency, 25 septembre 2007
http://www.menapress.com/article.php?sid=1858

Des cas d´enderlinite signalés en Israël (info # 012709/7). Par Ilan Tsadik, Metula News Agency, 27 septembre 2007
http://www.menapress.com/article.php?sid=1859

(2) Media Ratings
http://www.m-r.fr/

(3) Qui a tué le jeune Palestinien de Netzarim, le 30 septembre 2000 ? Par Denis Jeambar et Daniel Leconte, Le Figaro, 25 janvier 2005. Debriefing.org
http://www.debriefing.org/0176.html

Charles Enderlin, menteur en toutes les langues. Par Luc Rosenzweig, Mena,
3 février 2005, Guysen
http://www.guysen.com/mena.php?sid=1014

(4) Mohammed al-Dura. Lügen haben kurze Beine. Dokumentation.
20. September 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-09-20_14-00-00.html

Justiz und Medien Frankreichs im Dienst der Politik des Jacques Chirac.
2. November 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-11-02_02-21-36.html

Der Fernsehkanal France 2 als aktiver Kämpfer der Al-Aqsa Intifada.
10./16. Februar 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-02-10_01-52-36.html

(5) Al-Durah. The Birth of an Icon. L´Effroyable imposture. Par Richard Landes
http://www.dailymotion.com/video/xl8jf_leffroyable-imposture _news

Mohammed al-Durah. Pallywood. Augean Stables. Par Richard Landes.
The Second Draft
http://www.seconddraft.org/movies.php

(6) Revue de presse des derniers développements de l´affaire Al Doura - France 2. Media Ratings, 2 octobre 2007- Links/liens in English et français
http://www.m-r.fr/danslesmedias.php?id=65

(7) Israel officially denies responsibility for death of al-Dura in 2000.
ynetnews.com, October 1, 2007
http://tinyurl.com/yvblxy

(8) Reveal the truth of al-Dura affair. By Nathan Sharansky, opinion.jpost.com, October 2, 2007
http://tinyurl.com/2xfe9p

Der berühmteste Intifada-Tod war wohl ein Fake. Von Ulrich Sahm, Jerusalem, n-tv Forum Nahost (mit Kommentaren), 2. Oktober 2007
http://tinyurl.com/yttdh8

"Take Two". Der "Tod" einer Ikone der Intifada. Von Ulrich Sahm, Jerusalem, n-tv, 2. Oktober 2007
http://www.n-tv.de/860776.html

Mohammed al-Dura. Menahem Macina, a tireless and precise translator has excellent and up-to-date resources (including links to English articles) at his site Debriefing. This includes the single best cache of articles about the al Durah affair from December 2000! Richard Landes, Augias Stables, October 3, 2007
http://tinyurl.com/yqbwgb

Menahem Macina. Tous les articles/All articles, 12/2000 - today/aujourdhui
http://www.debriefing.org/index0.php?action=listall


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2007-10-02_21-45-48.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 21.08.2008, 20:48 Uhr