
Berlinreise: Bonn - Berlin
Auf geht´s, von Bonn aus Richtung Berlin, zunächst in die Stadt Köln. Seit Jahrzehnten befindet sich dort im Zentrum eine Baustelle. Ich habe selten ein häßlicheres Stadtzentrum gesehen als das von Köln, Henryk M. Broder beschreibt die Stadt als dynamisch hässlich. Das heißt, sie wird immer hässlicher. Von Dynamik, selbst der Häßlichkeit, bemerke ich nichts, dazu müßte ich auch genauer hinsehen. (1)
Warum haben die Freunde Kölns und des Oberbürgermeisters Fritz Schramma dazu noch keine Videos herausgegeben: Triff andere Kölner, und zeig´ allen, wie schön Köln ist! Es wären unübertroffene Videos für rheinvideo.de; sie würden das Schönheitsverständnis der Kölner Stadtväter dokumentieren. (2)
Warum werden die Bürger nur zum Ausbessern von Schlaglöchern herangezogen? Das Stadtzentrum hat es viel nötiger, und der Oberbürgermeister, der seine Zeit damit vertut, den fundamentalistischen Islam und seine Moschee in Köln-Ehrenfeld anzupreisen: "Wenn Köln so etwas bekommt, darf es sich glücklich schätzen," könnte noch mehr schmunzeln: Begeistert von der Vorstellung einer kölschen "Heinzelmännchen-Renaissance" ist Oberbürgermeister Fritz Schramma: "Wie wir alle durch die Erzählung von August Kopisch wissen, haben die Jungs damals einen wirklich guten Job gemacht. Das Beste daran war natürlich, dass dies ehrenamtlich geschah" ... (3)
Mancher Kölner priese sich glücklich, endlich ein schmuckes Stadtzentrum zu sehen. Stattdessen erhält Köln eine komplette muslimische Enklave, wie sie Andreas Abu Bakr Rieger schon seit 15 Jahren fordert, ein Moschee-Areal mit angeschlossener islamischer Stadt, vielleicht wie im bayerischen Penzberg, wo 600 Muslime aus elf Ländern sich um den Imam Benjamin Idriz scharen. Diese Gemeinde steht ebenfalls der mächtigen Muslimvereinigung DITIB nahe. Zur Machtverteilung unter den Muslimvereinigungen lehrt Frankreich einiges: (4)
Nicht etwa die Mitgliederzahl, sondern die zusammengerechneten Flächen ergeben das Gewicht der jeweiligen Muslimvereinigung. Muslime, ob sie nun bei der Moschee wohnen oder nicht, ob sie hingehen und ihren Glauben praktizieren oder nicht, sind unbedeutend für die Machtverteilung. Das erklärt, warum auf freiem Feld überdimensionierte Moscheen gebaut werden. Die scheinbare Rechtfertigung für die riesigen Areale übernehmen die Behörden von den Muslimen: da entstehen Wohneinheiten, soziale Einrichtungen, ein Fußballfeld, Supermärkte, Anwalts- und Arztpraxen!
In Köln sieht es demnächst so aus: Das fünfstöckige Gebäude mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei Minaretten von je 55 Metern Höhe soll 1.200 Gläubigen Platz bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 m² Nutzfläche eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. (5)
Nix wie weg aus Köln! Für diesen Ort wie für Duisburg und einige der übrigen besuchten Dörfer und Weiler gilt: erträglich, ja geradezu schön werden sie, weil Freunde dort wohnen, und weil es hin&wieder Inseln der Gaumenfreuden gibt.
Das Beste an Duisburg ist, daß es nahe an Düsseldorf liegt. Dort sind Freundin Jutta und ich von Blogger Wolfgang Osinski am 10. April eingeladen zu der spannenden Marketingveranstaltung Lufthansa aus der Region in die Welt: Lufthansa Drehkreuz Düsseldorf. Eingeleitet wird der Abend mit einem üppigen Buffet und guten Weinen. (6)
Flughafenchef Christoph Blume begrüßt die Gäste, und Josef Bogdanski, Leiter Vertrieb Deutschland und Globales Key Accounting der Lufthansa (LH), referiert über den wichtigen Flughafen im deutschen Wirtschaftsraum; schließlich ist NRW Investitionsstandort Nr. 1 in Deutschland. Etwa ein Viertel der ausländischen in Deutschland tätigen Firmen sind in NRW ansässig, darunter in Düsseldorf viele japanische Firmen. Die Immermannstraße nennt man auch "Klein Tokio". (7)
LH tätige in den nächsten Jahren am Standort Düsseldorf Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro, die Struktur am Boden werde ausgebaut, ein Neubau der Wartungshallen sei geplant. 26 Ziele sind im Jahr 2002 von Düsseldorf aus direkt angeflogen worden, 2008 sind es 62 Ziele. Ab 1. Mai 2008 fliegt LH von Düsseldorf nach New York, Chicago, Toronto, Miami: mit dem Airbus A 340 nach Nordamerika!
Die LH setzt vor allem auf Geschäftsreisen, aber auch über Lufthansa.com vermarktete Privatreisen sind im Angebot. Ich kann mir schon jetzt überlegen, ob ich demnächst, statt mit dem Auto ins Rheinland zu fahren, für 99 Euro von Barcelona nach Düsseldorf abhebe: Ready to Fly? (8)
Durch newyork.de erfährt man über Flüge in die Stadt seiner Träume: Wer bietet Reisen nach New York City an? Was dort los ist, entnimmt man dem New York City - Veranstaltungskalender 2008. (9)
So beflügelt geht´s am nächsten Tag mit dem Mini weiter Richtung Berlin, es folgt eine sehr öde Strecke. Mit einem Wunschring sollte ich mich direkt nach Berlin versetzen können, aber es hilft nichts, ich muß durch die Gegend, in der ich meine Jugend verbracht habe. Unterwegs kehre ich irgendwo in Westfalen in eine Autobahn-Raststätte ein, und da sitzt sie wieder, die typische Westfälin: ca. 170 cm groß, korpulent, aber nicht dick, blasser Teint, den Kopf voller grauer Löckchen, adrett gekleidet in Pulli, Hose, Blazer. Die zu schmalen Schlitzen verengten mausgrauen Augen mustern strafend bis ablehnend alle und alles, die und das nicht vollständige Zustimmung findet. Das kann ein Kind sein, das plötzlich aufweint, eine Frau, die sich nicht ausreichend damenhaft verhält, oder ein achtlos über die Stuhllehne geworfener Mantel, dessen linker Ärmel über den Boden schlürt. Westphalia zieht hörbar die Luft durch die Nase ein, neigt den Kopf langsam nach hinten und erklärt ihrem gelangweilten Ehemann etwas wie: Das ist ja verboten! Verboten ist das, bah! Der Mann, er sitzt mit dem Rücken zur monierten Szene, und schwerhörig ist er auch, bekommt wieder einmal nichts mit von den Aufregungen der Welt, der Glückliche.
Ich wage es nicht, mein abgegessenes Tablett nicht an den Sammelplatz zu bringen, das mache ich dallidalli, und auf geht´s, weiter nach Berlin. Wer zählt die Kiefern, nennt die Nadeln?
30. April 2008
Quellen
(1) Hässlich, hässlicher am hässlichsten - Köln am Rhein. Von Henryk M. Broder, 28. April 2005
http://www.henryk-broder.de/tagebuch/koeln.html
(2) Stadtinfo. rheinvideo.de - Ihre schönsten Bilder. Offizielles Stadtportal für Köln/Cologne
http://www.koeln.de/stadtinfo/
rheinvideo - die schönsten Bilder und Videos
http://www.rheinvideo.de/
(3) Straßenbau für Jedermann. Von Heribert Rösgen, Kölner Stadt-Anzeiger,
31. März 2008
http://www.ksta.de/html/artikel/1206878684508.shtml
"Gottes Segen für die Moschee in Ehrenfeld". Von Helmut Frangenberg, Kölner Stadt-Anzeiger, 22. September 2006
http://www.ksta.de/html/artikel/1157542189750.shtml
Moscheebau in Köln beginnt im Frühsommer, Kölner Stadt-Anzeiger,
18. April 2008
http://www.ksta.de/html/artikel/1208469664453.shtml
August Kopisch: Die Heinzelmännchen zu Köln, FortuneCity
http://www.fortunecity.de/arbeit/industrie/229/HEINZEL/heinz elm.htm
(4) Die Islamisierung Deutschlands und Europas von München aus.
8. Januar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-01-08_01-31-17.html
Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html
(5) DITIB-Zentralmoschee. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/DITIB-Zentralmoschee_K%C3%B6ln
(6) Düsseldorf Blog
http://www.duesseldorf-blog.de/
(7) Immermannstraße – Klein-Tokio in Düsseldorf. Von Marita Ingenhoven,
RP-Online
http://tinyurl.com/56sfrv
(8) Lufthansa
http://www.lufthansa.com/online/portal/LH_COM
Highlights & Rückblick. Marketing-Club Düsseldorf e.V.
http://tinyurl.com/59h8x9
(9) New York City - Veranstaltungskalender 2008
http://www.newyork.de/index.cfm?PID=127999
Bisher erschienen:
Berlinreise: Perpignan - Bonn, 6. und 14. April 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-04-06_23-34-44.html