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Die Änten Fliegen übers mehr

In Frankreich ist rentr├ęe, Schulbeginn nach zwei Monaten Sommerferien, und da ist die Krise der Erziehung, wie Hannah Arendt sie bereits 1958 f├╝r die USA analysiert, im Figaro t├Ąglich Thema. Wenn es nicht um die Diskriminierung Israels geht, ist der Figaro eine durchaus lesenswerte Zeitung. Natacha Polony befa├čt sich mit dem Schwund des gesunden Menschenverstandes und dem Verlust der gemeinsamen Welt, wie Hannah Arendt das nennen w├╝rde. Es geht ans Eingemachte, an die franz├Âsische Sprache. (1)

Der Journalist und Filmproduzent Fran├žois de Closets, ein aus b├╝rgerlichen Kreisen stammender moderater Oppositioneller, wie ihn Wiki vorstellt, ver├Âffentlicht termingerecht ein Buch Zero Faute, Null Fehler. Seine Herkunft und sein Alter beweisen, da├č ihn das Problem, wie es sich heute stellt, nicht betrifft, entsprechend begreift er nicht, worum es geht, er redet daran vorbei und macht sich f├╝r andere stark, damit sie im Diktat ungeahndet weiter schreiben d├╝rfen "les bijouent brilles" oder "mes vacance mon marqu├ę", was in etwa dem Satz "Die ├änten Fliegen ├╝bers mehr" entspr├Ąche. Ausz├╝ge aus seinem Buch, das alle Chancen hat, ein Bestseller zu werden, zeigen nichts als eine wenig originelle Abrechnung mit den Lehrern seiner Jugend, Nostalgie. Durch die Immigration der muslimischen Araber entstandene Probleme streift er nicht einmal. Thema verfehlt, hie├če es zu meiner Schulzeit, und in roter Tinte st├╝nde darunter "ungen├╝gend".

Die Realit├Ątsferne seiner Argumentation zeigt sich in den Uraltbeispielen die er bringt, und die heuer nicht anstehen, wenn es um die Sorge um die geschriebene Sprache geht. hiboux, choux, genoux, cailloux, bijoux, joujoux, poux, listet er die Ausnahmen auf, wir Quartaner aus Ostwestfalen lernen das im Sprachrhythmus: bijoux, cailloux, joujoux, poux / genoux, hiboux, choux, aber f├╝r Sprache hat der Autor von 13 B├╝chern eben keinen Sinn, und so redet er dem Unsinn das Wort, anstatt einfach die Klappe zu halten. (2)

Was von dem Chouchou zu halten ist, sieht man auf einer Site, wo der 75-j├Ąhrige mit einem Foto pr├Ąsentiert ist, das ihn als drei├čig Jahre j├╝ngeren Mann zeigt, der verschmitzt in die Kamera l├Ąchelt. Aller schulischen Leiden zum Trotz studiert er Jura und Politische Wissenschaften, seine Studien schlie├čt er wie viele andere Studenten mit 25 Jahren ab, macht Karriere und kultiviert in seinen Schriften die Polemik - in Frankreich, anders als in Deutschland, ein sicherer Weg zum Erfolg. Ein Blick auf seine Bibliografie, und man findet umsatzf├Ârdernde Begriffe und Titel wie literarischer Erfolg, Frankreich und seine L├╝gen, Das System, kritische Analyse des Fernsehens, Kritik des franz├Âsischen Sozialsystems usw. (3)

Ein Rezensent schreibt ├╝ber eines seiner B├╝cher: Man sp├╝rt den Wind, der weht und verzweifelt versucht, einen neuen Gedanken hervorzubringen. Der Wind, der im Gehirn weht und der Hand befiehlt zu denken. Der Wind, der weht und nicht ausreicht, den Gestank fortzublasen, der durch die verb├╝rgerlichten Neuronen des Journalisten ausgesto├čen wird, der seine Nase seit Jahren nicht mehr ins Fachgebiet gesteckt hat. Elend des Journalismus, wieder einmal. So ist es jetzt auch mit Zero Faute. (4)

Wer franz├Âsisch liest findet dazu mehr im Interview, das Natacha Polony mit Alain Bentolila f├╝hrt: Die Grammatik ist die Klarheit des Denkens. Der Linguist erkl├Ąrt die von Fran├žois de Closets und seinesgleichen geforderte Vereinfachung der Grammatik f├╝r demagogisch. Zur Umsatzsteigerung ist jede Scharlatanerie recht. Dem Autor und seinem Verlag ist das nicht ├╝belzunehmen, wohl aber den MSM wie France 2 und anderen, die auf den Zug aufspringen und das Buch hochjubeln. Es gibt aber auch kritische Stimmen, wie in der Zeitschrift Marianne. Nicht alle in Frankreich wollen in Kulturlosigkeit versinken. (5)

Sch├Ânschreiben

Wenn ich hier anfinge, ├╝ber meine gr├Ą├člichen Lehrerinnen Northild P. und Maria M. zu richten, die mich f├╝nf Jahre in den F├Ąchern Deutsch, Englisch und Franz├Âsisch qu├Ąlen, die mich im Duett fertigr├╝hren wollen, auf da├č ich endlich von der Schule fl├Âge, weil ich das Abi eh nicht schaffte, und das, obgleich ich anfangs unter den Klassenbesten rangiere, keine gravierenden Fehler mache, sondern einfach nur rebellisch bin, ein wildes Kind, siehe die Kopfnote "Gudruns Benehmen gen├╝gt nicht den Anforderungen der Schule". Die Fehler kommen anschlie├čend, als ich mich diesen Qu├Ąlgeistern verweigere. "Wenn du sitzenbleibst, nehmen wir dich von der Schule," mahnen meine Eltern in unregelm├Ą├čigen Abst├Ąnden und meinen das ernst. Es ist nicht wie bei Fran├žois de Closets, dessen Eltern der offensichtlich bestehenden Schreibschw├Ąche ihres Sohnes (Legastheniker?) Verst├Ąndnis entgegenbringen und ihn unter gro├čen finanziellen Schwierigkeiten f├Ârdern.

In Deutschland m├╝hen sich nicht nur Schriftsteller und Journalisten durch ihre Werke um die Nivellierung der deutschen Sprache, sondern die Reform der deutschen Rechtschreibung wird von denen in die Wege geleitet, die sich ihr entgegenstellen m├╝├čten, von den Kultusministern der L├Ąnder. Im Artikel Das Ausw├Ąrtige Amt, der Reisepa├č und die S├╝tterlinschrift habe ich einige Beispiele gebracht, wie in vollst├Ąndiger Gleichg├╝ltigkeit von den sogenannten Reformern die Verbindung zwischen dem Denken und der geschriebenen Sprache zerst├Ârt wird; beispielsweise kennen sie keinen Unterschied zwischen "allein stehend", und "alleinstehend"; man vergleiche einen einzelnen Baum und eine Person ohne Familie. (6)

In der Papierausgabe des Figaro wird eine Internet-Umfrage ├╝ber die Absage an die Norm versprochen, die Redaktion will wissen, ob die Leser ebenfalls f├╝r eine Vereinfachung der Sprache sind. Die Umfrage ist bereits nach einigen Stunden entfernt. Darf ich raten? "Ungehorsame" Grundschullehrer und sonstige Sympathisanten der Bildungsferne f├╝r andere (!) sprechen sich begeistert f├╝r die Billigversion aus. (7)

In einer Schule, in der nicht mehr das Vermitteln von Lehrstoff, sondern das Wohlbefinden einer gr├Â├čtm├Âglichen Anzahl von Sch├╝lern das Ziel ist, in der es keinen Wettbewerb gibt um H├Âchstleistungen, in der die Eltern die Lehrer terrorisieren und in ihrer Existenz bedrohen k├Ânnen, wenn sie ihren Spr├Â├člingen trotz deren Versagens nicht die besten Noten geben, in einer solchen Schule sind F├Ącher, in denen die Sprache in Grammatik, Syntax und Kommaregeln gelehrt, S├Ątze analysiert, Diktate geschrieben und Sch├Ânschrift einge├╝bt werden, ´ne Lachnummer.

Welcher Sch├╝ler findet diese lernintensiven F├Ącher gut? Gibt es sie ├╝berhaupt noch an deutschen Schulen? Heutige Sch├╝ler der St├Ądtischen Riemerschmid-Wirtschaftsschule M├╝nchen schreiben ├╝ber die Schulordnung 1900. Romana Jazbec und Gabriele Hammerschmid, Klasse 10 a, berichten ├╝ber Sch├Ânschreiben Anfang des 20. Jahrhunderts.

Sch├Ânschreiben war fr├╝her an der Riemerschmid-Handelsschule ein eigenes Unterrichtsfach. Richtige K├Ârper-, Arm- und Handhaltung waren in dieser Zeit sehr wichtig. Die Lehrer haben sehr streng drauf geschaut, dass folgende Regeln eingehalten wurden:

Es wurde sogar festgelegt, wie man die Feder richtig halten sollte. Die Buchstabenform musste richtig dargestellt werden. Die Korrektur wurde an der Wandtafel vorgenommen, damit alle Sch├╝lerinnen etwas davon haben. Langeweile musste von diesem Unterricht ferngehalten werden. Dies wurde durch die Verbindung von Buchstaben zu W├Ârtern und S├Ątzen gew├Ąhrleistet. Das Tempo wurde beim Taktschreiben allm├Ąhlich beschleunigt, damit Abwechslung zwischen Taktschreiben und freiem Schreiben stattfinden konnte. In der ersten Klasse wurde liniertes Papier verwendet. Ab der zweiten Klasse wurde auf unliniertem Papier geschrieben, anfangs mit einem Linienblatt. Die Sch├╝lerinnen mussten auf gr├Â├čte Reinlichkeit und gef├Ąllige Darstellung achten. Alle Hefte m├╝ssen ein Bild der Ordnungsliebe geben und beweisen, dass der Sch├Ânheitssinn der Sch├╝lerinnen geweckt ist.

An meiner Volksschule, in Ostwestfalen, wird dies und noch mehr auch nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 40er und 50er Jahren, so gehalten und zwar f├╝r Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler. Dem Text der beiden Sch├╝lerinnen Romana Jazbec und Gabriele Hammerschmid ist anzumerken, da├č sie nicht einmal ahnen, wozu Sch├Ânschreiben dient.

Unser Lehrer hat nicht sehr streng, wohl aber sorgf├Ąltig darauf geachtet, da├č die Haltung der Sch├╝ler stimmt, da├č sie ruhig auf den St├╝hlen sitzen, in sich ruhend. So k├Ânnen nebenbei Sehfehler der Sch├╝ler festgestellt werden, wenn n├Ąmlich die Schultern immer wieder schr├Ąg gehalten werden, dann deutet es darauf hin, da├č der Sch├╝ler mit den Augen unterschiedlich gut sieht, er h├Ąlt das weniger sehkr├Ąftige Auge und damit die eine Schulter n├Ąher an den Text, in meinem Fall fast bis aufs Schreibheft.

Die Feder beim Schreiben richtig zu halten, ist notwendig, weil sonst nicht nur die Tinte spritzt und die Schrift krakelig wird, sondern auch die Feder bald hin ist, was zu Hause Schelte einbringt. Wie sollen Sch├╝ler, die nie eine Feder ins Tintenfa├č getaucht haben, das alles wissen? Es scheint sie auch niemand zu lehren. Sch├Ânschreiben mit dem Griffel, auf der Schiefertafel, erw├Ąhnen die beiden Sch├╝lerinnen gar nicht. Wer jemals in der Ersten Klasse als Hausaufgabe unter gro├čen M├╝hen eine ganze Tafel vollgeschrieben und sie sich vom Vater am Abend mit dem Schwamm und dem im Handarbeitsunterricht geh├Ąkelten Tafell├Ąppchen: "Das soll sch├Ân geschrieben sein? Noch einmal!" hat blankputzen lassen, der wei├č, worum es geht. Kinder, die heute mit Farb- und Filzstiften, mit Kugelschreibern und sonstigen Errungenschaften der Moderne schreiben lernen, erw├Ąhnen dann als Besonderheit: Die Buchstabenform musste richtig dargestellt werden. Wie, bitte, sollte sie sonst dargestellt werden? Menschen schreiben, um zu kommunizieren, der Empf├Ąnger soll es lesen k├Ânnen, man selbst ├╝brigens auch noch. Wer kann heute seine eigene Schrift lesen?

Die ersten Hefte nach der Schiefertafel sind vierfach liniiert, so da├č drei R├Ąume zum Schreiben entstehen, der mittlere gr├Â├čer als die beiden ├Ąu├čeren. Dadurch lernen die Sch├╝ler, die Buchstaben mit ihren Proportionen, mit Ober- und Unterl├Ąngen, zu schreiben, in einlinigen Heften geht es sp├Ąter wie von selbst. In liniierten Heften schreibt man bis zum Abitur, bestimmt Anfang des 20. Jahrhunderts, aber auch noch Anfang der 60er Jahre. In der Volksschule, die heute Grundschule hei├čt, hat jeder Sch├╝ler au├čer Rechenheften noch Hefte f├╝r Diktat, Aufsatz und Sch├Ânschreiben.

Der Hinweis auf gr├Â├čte Reinlichkeit und gef├Ąllige Darstellung, diese Selbstverst├Ąndlichkeit, gibt einen Eindruck von den heutigen Zust├Ąnden. Sch├Ânheitssinn und Ordnungsliebe sind keine Werte an sich, sondern sie zeigen die Achtung, die der Sch├╝ler vor sich selbst, vor den anderen Menschen sowie vor der Schrift und der Sprache hat, ihrem Bild, ihrer Grammatik, ihrem Reichtum. (8)

Lehrer-Online beschreibt das sehr liebevoll; es wird heuer erw├Ąhnt unter der ├ťberschrift Kalligrafie im Mittelalter, so weit liegen die Zeiten zur├╝ck: Bis vor wenigen Jahren gab es in der Schule noch das Fach "Sch├Ânschreiben", wo aber weniger kunstvolle Schriften gelehrt, sondern Wert auf eine gestochen sch├Âne Handschrift der Kinder gelegt wurde - nach dem Muster der in der betreffenden Schule angewandten Ausgangsschrift. Kalligrafische ├ťbungen erfordern Geduld, Konzentration und eine ruhige Hand, Eigenschaften also, die bei Kindern nicht immer selbstverst├Ąndlich, f├╝r sie aber sehr wichtig sind. Um so effektiver ist es, sie an sch├Ânen Dingen zu trainieren. (9)

Diese Achtung wird sich auf B├╝cher ├╝bertragen, die sch├Âne Schrift und Sprache enthalten. In einem Haushalt, dessen Haushaltsvorstand, wie man das seinerzeit nennt, nicht aus b├╝rgerlichem, beg├╝terten Hause stammt und ein vielgereister Profesor f├╝r Architektur ist, sondern ein im konkreten und ├╝bertragenen Sinne kleiner Verwaltungsangestellter, gibt es au├čer den jede Woche neuen Illustrierten aus dem Bertelsmann-Lesering drei B├╝cher: die Bibel, die M├Ąrchen der Gebr├╝der Grimm, beide in "Schwabacher Judenlettern", und im Nachtschr├Ąnkchen der Mutter einen alten Familienhausschatz, aus dem das Kind verbotenerweise die Anatomie von Mann und Frau lernt, und da├č vom Onanieren b├Âse Leiden kommen. Der Rest, von Kalle Blomquist bis Felix Krull, ist aus der Stadtb├╝cherei. (10)

Ein solches Kind wird als erwachsener Mensch niemals ein Buch sch├Ąnden. Es wird sich nicht als Himpelchen oder Carlinchen geb├Ąhrden und Bullshit, w├Ârtlich Kuhschei├če, auf die christliche Bibel oder die j├╝dische Tora setzen, auch nicht auf den Koran - auf gar kein Buch. Das bleibt einem ehemaligen Kader des Kommunistischen Studentenverbandes und der maoistischen KPD aus beg├╝tertem Hause vorbehalten, einem unreifen B├╝rgerkind, das sich im Schuldienst langweilt und lieber in MSM herumwirbelt, Kollegen und Vorgesetzte anmacht und auf den Knopf mit dem Aufdruck Bullshit haut. (11)

Der wird gewi├č auch Kindern nicht b├Âse sein, die im Diktat S├Ątze schreiben wie Die ├änten Fliegen ├╝bers mehr. Kindern etwas beizubringen ist eh langweilig, und schlie├člich versteht doch auch so jeder, was gemeint ist: Bullshit. (12)

3. September 2009

Update

Thilo Sarrazin bekommt in Deutschland jeden, aber jeden Tag recht* mit der Behauptung Deutschland schafft sich ab. Wie auch in anderen Bereichen der Politik und Kultur sind es weniger die Muslime, sondern die origin├Ąr Deutschen selbst, die daran arbeiten. Der Islam st├Â├čt nur vor in von uns ger├Ąumte Gefielde. Die Zerst├Ârung unserer Werte vollbringen wir allein. (13)

Nun also werden die Diktate abgeschafft, weil sie angeblich ├╝berfl├╝ssig sind, die guten Sch├╝ler sich dabei langweilen, die schlechten davon frustriert w├╝rden. Diktate sind sogar "nicht zul├Ąssig". Ist´s m├Âglich? Das ist der Drang zur Wohlf├╝hlschule, unsere Gesellschaft ist doch kaputtzukriegen! Davon abgesehen habe ich mich, gute Sch├╝lerin, kein einziges Mal beim Diktat gelangweilt, im Gegenteil, gerade die ├ťberlegungen bei unbekannten W├Ârtern, woher sie stammen, warum nur der Buchstabe und nicht jener richtig ist, brachten die Spannung. Die angeblichen Experten aber meinen: In Diktaten fragen Lehrkr├Ąfte zudem immer auch Dinge ab, die Sch├╝ler nicht vorbereitet oder gelernt haben, und werten das negativ. Intelligenz zeigt sich aber durch F├Ąhigkeit zum Kombinieren.

Kommentatorin Heta schreibt dazu ├╝ber Ursula Sarrazin, Ehefrau des Bestellerautors, auf dem Blog Fakten&Fiktionen: (14)

Ursula Sarrazin hat "als Grundschullehrerin s├Ąmtliche Deutsch- und Mathematikb├╝cher von 1972 bis heute aufbewahrt", schreibt Thilo Sarrazin in den Anmerkungen auf Seite 426. Frau Sarrazin k├Ânnte somit eindrucksvoll dokumentieren, wie das Anforderungs- und Leistungsniveau Jahr f├╝r Jahr gesenkt wurde. Der Vergleich der Schulb├╝cher, schreibt Sarrazin, "offenbart diesen Trend in gradezu schockierender Weise": "Wenn der heutige Hauptschulabschluss nach zehnj├Ąhriger Schullaufbahn jenes Niveau an Leseverst├Ąndnis und Grundschulmathematik sicherstellen w├╝rde, das man 1955 in einer f├╝nfzigk├Âpfigen Klasse mit Abschluss des vierten Schuljahres erwerben konnte, dann w├Ąre man heute bildungspolitisch und in Bezug auf die Qualifikation f├╝r den Arbeitsmarkt wesentlich weiter."

Und bitte: Warum schreibt man denn nun Kind mit "d" und nicht mit "t", h├Ą? (15)

10. Januar 2011

Quellen

(1) Orthographe : le d├ębat sur la simplification est relanc├ę. Par Natacha Polony,
Le Figaro, 3 septembre 2009, p. 9
http://tinyurl.com/mrcbf4

Die Krise der Erziehung. Von Hannah Arendt, mp3-Vortrag, 13. Mai 1958.
Reinhard Kahl, 1. Oktober 2006
http://www.reinhardkahl.de/artikellesen164r_5.html

(2) Z├ęro faute l´orthographe, une passion fran├žaise de Fran├žois de Closets.
Extraits... Le Point.fr, 3 septembre 2009
http://tinyurl.com/m7c945

(3) De Closets Fran├žois (1933). Geneastar
http://www.geneastar.org/bio.php3?nom=declosetsf

(4) Fran├žois De Closets : poujadisme, d├ęmagogie et plus encore. Par Myosotis,
fluctuat.net, 12 juin 2006
http://tinyurl.com/ljxlka

(5) "La grammaire est la clart├ę de la pens├ęe". Propos recueillis par
Natacha Polony, Le Figaro, 3 septembre 2009
http://tinyurl.com/lcvmgl

Fran├žois de Closets veut tuer l´orthographe en pure perte. Par Antidote,
Marianne, 1 septembre 2009
http://tinyurl.com/levssy

(6) Das Ausw├Ąrtige Amt, der Reisepa├č und die S├╝tterlinschrift. 17. Juli 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-07-17_23-11-40.html

(7) Le "p├ędagogisme", une id├ęologie soixante-huitarde inspir├ęe par
Jean-Jacques Rousseau. Par Natacha Polony, Le Figaro, 2 septembre 2009
http://tinyurl.com/lhsdyb

Rentr├ęe. Le pav├ę des professeurs d├ęsob├ęisseurs est lanc├ę.
Midi Libre, 30 ao├╗t 2009
http://tinyurl.com/lw9wtx

(8) Sch├Ânschreiben Anfang des 20. Jahrhunderts. Von Romana Jazbec und
Gabriele Hammerschmid, Klasse 10 a,
St├Ądtische Riemerschmid-Wirtschaftsschule M├╝nchen
http://www.rws.musin.de/joomla/hpgeschichte/beitraege.html#s chrift

(9) Grundschule. Kalligrafie im Mittelalter. Von Margret Datz, Lehrer Online,
19. Januar 2009
http://www.lehrer-online.de/kalligrafie.php

(10) Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments
nach der deutschen ├ťbersetzung D. Martin Luthers, Stuttgart,
Privileg. W├╝rttembergische Bibelanstalt 1930
http://tinyurl.com/n5497b

Fraktur.de
http://www.fraktur.de/

Familien-Hausschatz. Dr. med. Hi├čbach, Leipzig 1929
http://tinyurl.com/l23atq

(11) Alan Poseners Blattkritik. Bullshit ├╝ber die Landtagswahlen. Video. WeltOnline,
1. September 2009
http://tinyurl.com/no7bz8

Die Tora. Die f├╝nf B├╝cher Moses nach der ├ťbersetzung von Moses Mendelssohn.
Mit den Prophetenlesungen im Anhang, J├╝dische Verlagsanstalt Berlin
http://jvb-online.de/Detailansicht.31.0.html?&backPID=31

Das Himpelchen bei Calamitas flach auf der Erde
http://calamitas-bystander.blogspot.com/search?q=himpelchen+ posener

Alan Posener gibt ein Interview. Achse des Guten, 18. Juli 2009
http://tinyurl.com/n2zs2z

(12) George Carlin - Religion is bullshit. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=MeSSwKffj9o

(13) Thilo Sarrazin in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yjcdmmv

* Ich wei├č, da├č es nach der idiotischen Rechtschreibreform "Recht bekommen" hei├čt. Danke!

(14) Und weiter in die Verbl├Âdung! Hamburg schafft Diktate ab!
Fakten&Fiktionen, 10. Januar 2011
http://fact-fiction.net/?p=5667

(15) Diktate abschaffen. Von Simone Scheufler, FocusOnline, 10. Januar 2011
http://tinyurl.com/27mfet6


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2009-09-03_21-06-38.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 30.03.2017, 06:30 Uhr