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Das Minarett als Ausdruck politischer Herrschaft des Islam

Das durch Volksabstimmung in der Schweiz beschlossene Minarettverbot bewegt die Gemyther der Eliten Europas und der IslamfunktionÀre von Hamburg bis Saudi-Arabien. (1)

389 000 Resultate bietet Google.de fĂŒr "Minarettverbot Schweiz". Wenn Politiker, Kirchenvertreter und MSM könnten, wĂŒrden sie in der Schweiz ein anderes Volk einsetzen, und die Umfrageergebnisse von SpiegelOnline und BILD, 78,5 bzw. 82 Prozent gegen den Bau von Minaretten, weisen darauf hin, daß auch in Deutschland eine Transfusion nötig wĂ€re. Wo aber soll man auf die Schnelle so viele glĂ€ubige muslimische Migranten auftreiben, die nötig wĂ€ren, die Niederlage wettzumachen, einen sofortigen Umschwung im Sinne der Islamisierung zu erreichen? (2)

Der wird von Hassern der westlichen Gesellschaft erst fĂŒr die nĂ€here Zukunft vorausgesehen, die Drohung wird gleich mitgeliefert: Eines Tages wird sich dieses Abstimmungsverhalten rĂ€chen. SpĂ€testens dann, wenn die Muslime in der Mehrheit sind. Und rein statistisch ist dieses Szenario nicht wirklich weit entfernt, meint der tĂŒrkischstĂ€mmige Hamburger Akif Sahin. Zu spĂ€t fĂŒr eine islamkonforme Abstimmung! (3)

Der Vertreter der Milli GörĂŒs ist gleichzeitig Sympathisant der GrĂŒnen; er betreibt gemeinsam mit Oktay SĂŒslĂŒ und Jason Cries (schreien kann ein Muslim tatsĂ€chlich bei den ZustĂ€nden in der Ummah!) den Dunia-Blog, den Blog der "Welt": Sevgilim sen olmazsan bu dĂŒnya neye yarar..! beni yalniz birakma! wĂŒrde mein LieblingssĂ€nger Zeki MĂŒren dazu hauchen - aber diese Zeiten sind lange vorbei, die "Sonne der Kunst", sie ist seit dreizehn Jahren tot; es herrscht in der TĂŒrkei nicht mehr die Sonne der Kunst, sondern nur noch der Wille zur Macht. (4)

Seit dem fĂŒr die MuslimfunktionĂ€re Schwarzen Sonntag hĂ€ufen sich auf dem Dunia-Blog die kritischen Artikel ĂŒber den Volksentscheid in der Schweiz, je zwei Artikel und zwei PresseerklĂ€rungen liest man am 30. November und am 1. Dezember, ein Ende ist nicht abzusehen: (5)

SelbstverstĂ€ndlich fĂ€hrt Recep Tayyip Erdogan großes Kaliber auf, das Abstimmungsergebnis der Schweizer sei ein Zeichen von "Faschismus", er der im Jahr 1997, als BĂŒrgermeister von Istanbul, das inzwischen geflĂŒgelte Wort aus einem religiösen Gedicht zitiert, das Ziya Gökalp zugeschrieben wird: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen und die GlĂ€ubigen unsere Armee."

Dieser Muslim will sein Machtstreben nicht aufgehalten sehen, seine tĂŒrkischen Fußtruppen in Westeuropa dĂŒrfen nicht gehindert werden, Krieg gegen die westliche Gesellschaft und gegen die "UnglĂ€ubigen", fĂŒr die TĂŒrkei und den Islam zu fĂŒhren. (6)

Mit Vertretern des radikalen Islam wie Recep Tayyip Erdogan und Akif Sahin leidet der Klerus der christlichen Kirchen, dessen Mitglieder können gar nicht schnell genug unter Islam-Kuratell verschwinden. Endlich richtige Dhimmis, an ihnen soll´s nicht liegen, daß Christenverfolgungen wie in der TĂŒrkei, in Ägypten, Pakistan und anderen Gebieten der Ummah noch auf sich warten lassen - oder wie?

Der katholische Klerus tut wirklich alles dafĂŒr, dem Islam den Weg zu bereiten. Religionsfreiheit bedeutet auch, dass man sich nach außen zeigen kann. Wir treten fĂŒr Moscheebau ein, und dazu gehören eben auch Minarette, meint der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke. Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, ist der gleichen Ansicht, Minarette gehörten zur Moschee. So Ă€ußert er sich in den Tagesthemen der ARD. Man muß befĂŒrchten, daß diese verblendeten Christen sich einbilden, aus einer Position der StĂ€rke oder zumindest der gleichen Interessen des Christentums und des Islam zu argumentieren. (7)

Das soll jemandem einleuchten? Wer ist "man"? dass man sich nach außen zeigen kann? Der einzelne Muslim? Die muslimische Gemeinde? Der Islam als Religion? Der Islam als politisches System?

Woher wissen die Eminenzen, daß Minarette zur Moschee gehören, daß sie zur AusĂŒbung der Religion unabdingbar sind? Obwohl Muhammad selbst den ersten Muezzin des Islam vom Dach der ersten Moschee zum Gebet rufen ließ, und auch die Ultra-Orthodoxen - wie bis heute die saudi-arabischen Wahhabiten - zuweilen auf das Minarett als Zeichen ĂŒberflĂŒssigen Schmucks verzichten, so hat es sich denn doch ĂŒber die Jahrhunderte islamweit als Machtsymbol Allahs etabliert, informiert der Orientalist Dr. Hans-Peter Raddatz in seiner Expertise zur Verkettung Minarett-Moschee-Scharia als politischer Machtbasis des Islam. (8)

Der Äthiopier Bilal ibn Ribah, der erste Muezzin des Islam, ruft mit schöner Stimme vom Dach der ersten Moschee. Es geht doch! Warum es in Saudi-Arabien bis heute nicht an allen Moscheen Minarette gibt, ist nicht schwer zu verstehen, wenn man weiß, wozu diese Speerspitzen des Islam dienen, diese Bajonette, zur Islamisierung, den Muslimen zur Mahnung, den "UnglĂ€ubigen" zur Drohung. Mahnung und Drohung sind in Saudi-Arabien nicht nötig, denn dort gibt´s außer dem orthodoxen sunnitischen Islam keine andere Religion, Minarette sind tatsĂ€chlich ĂŒberflĂŒssiger Schmuck. (9)

Die Saudis widersprechen solchen Äußerungen wie der von Kenan Kolat: "Ein Minarett gehört zu einer Moschee." Über ein Grundrecht wie die Religionsfreiheit solle zudem nicht abgestimmt werden dĂŒrfen. Was haben Minarette mit einem Eingriff in die Religionsfreiheit zu tun? (10)

Bei Klerikern, deren Äußerungen wie zufĂ€llig stĂ€ndig im Sinne der Islamisierung der westlichen Gesellschaft ausfallen, ist vorauszusetzen, daß sie sich mit der Lehre des Islams und mit seiner Geschichte auseinandergesetzt haben. Man muß davon ausgehen, daß sie Bescheid wissen ĂŒber den Begriff manara, Leuchtturm, sie wissen, daß Minarett Signalturm, Wachturm und SiegessĂ€ule bedeutet, und daß der Muezzin die Muslime zum Gebet ruft, die anderen aber mit seinen Worten zur Annahme des Islam, zur Unterwerfung auffordert. Hans-Peter Raddatz schreibt ĂŒber die Begriffe Muezzin, eine Verballhornung des arabischen mu´adhdhin, "Gebetsrufer", und adhan:

Die gemeinsame Wurzel der beiden Begriffe – mu´adhdhin / adhan - ist adhina, was nicht nur "hören" und "erlauben", sondern auch "erfahren" und "von etwas Kenntnis haben" bedeutet. Wenn der Muezzin also das Minarett besteigt und seinen Ruf erschallen lĂ€sst oder auch schlicht die Lautsprecher einschaltet, "hören" die Muslime ein Bekenntnis, von dem sie alle bereits Kenntnis haben. Erschallt der Ruf im Land der UnglĂ€ubigen, "erfahren" diese ein Bekenntnis, das sie umso besser kennen, je öfter sie es "hören", woraus ihnen allerdings eine kaum vermeidbare Pflicht entsteht. Denn nach dem VerstĂ€ndnis der Muslime kann sich derjenige, der erfahren hat, daß es Allahs Botschaft und das Bekenntnis zu ihr gibt, auf Dauer nicht der Pflicht entziehen, sich zu diesem Sachverhalt verbindlich zu Ă€ußern, sich also ausdrĂŒcklich zum Unglauben zu bekennen oder aber den Islam anzunehmen.

Die Verpflichtung der Sunniten, wĂ€hrend des Gebetsrufs des Muezzin laut zu sprechen: "Es gibt keine Kraft und keine Macht außer Allah", ist eine Beleidigung aller AndersglĂ€ubigen und Atheisten. Es verwundert schon, daß christliche Theologen vom Gott der Juden und Christen abfallen und sich dem islamischen Allah zuwenden - oder ist ihnen wĂ€hrend ihrer Studien nicht aufgefallen, daß die Begriffe Gott und Allah nicht identisch sind, und sie halten den Spruch fĂŒr ein christliches Glaubensbekenntnis?

Reaktionen in Frankreich

Dominique PaillĂ©, der stellvertretende Sprecher der UMP, erklĂ€rt dazu: "Man muß zu seinen Überzeugungen stehen können, ohne daß dies wen auch immer verletzt, und ohne daß es die Prinzipien der LaizitĂ€t ĂŒberschreitet." (11)

Es sind aber gerade die Prinzipien der LaizitĂ€t, die von den MuslimfunktionĂ€ren systematisch ĂŒberschritten werden, es geht ihnen darum, den Grad der Eroberung der westlichen Gesellschaft sichtbar werden zu lassen. Dazu gehört die Durchsetzung des Kopftuchs in der Öffentlichkeit, die Forderung nach islamkonformer Schulspeisung fĂŒr alle (!), nach der Scharia in ausgewĂ€hlten juristischen FĂ€llen, und dazu gehören die Minarette, die zu nichts gebraucht werden als zur Machtdemonstration. Was das Kopftuch angeht, so befindet sich Frankreich inmitten einer Kampagne, die von vielen Politikern fehleingeschĂ€tzt wird. Der Kampf gegen die Burka, den abschreckenden Sack, fĂŒr ein Burkaverbot, fĂŒhren clevere Muslime wie Tariq Ramadan zusammen mit Kommunisten und anderen Linken, um somit durch die HintertĂŒr das Kopftuch in Schulen und öffentlichen Einrichtungen zu legalisieren. Man darf gespannt sein auf die Argumentation seines Berichtes, den er am 2. Dezember 2009 der Parlamentarier-Delegation zur Information ĂŒber das Tragen der Burka oder des Niqab, der GanzkörperverhĂŒllung, vortrĂ€gt. Meine Prognose habe ich abgegeben. (12)

In Frankreich ist es interessant zu sehen, wie sich nach der Schweizer Abstimmung die Fronten fĂŒr oder gegen Minarette aufstellen. Georges FrĂȘche, sozialistischer PrĂ€sident des Languedoc-Roussillon und Israelfreund, will keine Minarette in Montpellier, man wundert sich nicht mehr, daß fanatisierte PalĂ€stinenserfreunde der GrĂŒnen, Kommunisten und "Écolos" ihn unbedingt hindern wollen, ab FrĂŒhjahr 2010 sein Amt weiter auszuĂŒben. (13)

Der Sozialist Roland Ries, BĂŒrgermeister von Straßburg, sieht mit Freude der Einweihung einer Großen Moschee in seiner Stadt entgegen, im FrĂŒhjahr 2010. Sie wird auf Anweisung der VorgĂ€ngerregierung von Fabienne Keller, UMP, keine Minarette haben, aber Roland Ries erklĂ€rt, daß er dem Wunsch der Muslime nach Minaretten gern nachkĂ€me. Straßburg ist der Sitz der einzigen Muslimpartei Frankreichs, des Parti des Musulmans de France (PMF), und ihres Vorsitzenden Mohamed Ennacer Latreche, inzwischen anscheinend gut freund mit den iranischen Mullahs. (14)

Allgemein ist zu beobachten, daß Politiker der Regierungspartei UMP keine einheitliche Ansicht vertreten, die Linke aber ist empört ĂŒber das Abstimmungsergebnis: L´UMP divisĂ©e, la gauche scandalisĂ©e, schreiben meine ProvinzblĂ€tter L´IndĂ©pendant und Midi Libre ĂŒbereinstimmend. Georges FrĂȘche ist eine Ausnahme, er gehört wohl zur Sorte heuer selten gewordener Sozialisten, derentwegen ich einmal der SPD beigetreten bin.

Kampf der Muslime gegen Unglauben und Trotz

FĂŒr die Muslime hat der Ruf des Muezzin vom Minarett zur Folge, daß diejenigen, die trotz des Rufes dem unausweichlichen Gebot der Vernunft nicht nachkommen, Allah nicht als den einzigen Gott annehmen, sich nicht zum Islam bekehren, diesem und ihnen damit Ablehnung und Krieg erklĂ€ren. Jeder Muslim ist daraufhin verpflichtet, den Islam zu verteidigen, gegen diesen Trotz vorzugehen, ob er will, oder nicht: (15)

Vorgeschrieben ist euch zu kĂ€mpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, wĂ€hrend es gut fĂŒr euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, wĂ€hrend es schlecht fĂŒr euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.

Das meint ein salafistischer kĂ€mpferischer Muslim, wenn er an Geert Wilders ĂŒber den Film FITNA und seine Wirkung schreibt, daß der Film noch einige GlaubenskĂ€mpfer mehr produzieren werde, aber besonders eindrucksvoll dokumentiert er, wie unbedeutend der Film Fitna fĂŒr den Glaubenskampf ist: Wir sind nicht daran interessiert, dieses oder jenes zu verurteilen, sondern daran, Euch wissen zu lassen, daß der Islam ganz Europa beherrschen wird, einschließlich Deiner Heimatstadt, und die Kopfsteuer wird ĂŒber Dein Land verhĂ€ngt werden, alle UnglĂ€ubigen in Erniedrigung haltend, bis sie sich dem Islam unterwerfen. Laßt uns daran erinnern, daß Tausende von Muslimen in Deiner NĂ€he wohnen; so machÂŽ Dich immer auf das Unvorhergesehene gefaßt. ... Du sagtest, "der Islam will herrschen, unterwerfen und trachtet danach, unsere westliche Zivilisation zu zerstören." Das ist richtig. ...

Wir hassen Euch nicht fĂŒr Euere Freiheiten, weil wir diese Freiheiten nicht als Wert ansehen, wir hassen Euch Eueres Unglaubens und Eueres Trotzes wegen. (16)

Damit wĂ€re die Frage beantwortet, wer zum Unfrieden aufruft, der Muezzin bzw. ein Lautsprecher auf dem Minarett oder die BĂŒrger einer westlichen Gesellschaft, die sich nicht durch aufgehetzte Muslime islamisieren lassen will. Die Reaktion der MuslimfunktionĂ€re auf das nunmehr zu erwartende Minarett-Verbot ist der Beweis dafĂŒr, daß es nicht um die Religion Islam geht, sondern allein um politische Herrschaft. Das Minarett ist ein politisches Symbol und Maßnahmen dagegen sind kein Verstoß gegen die Religionsfreiheit und die Menschenrechte. Wer von den bei uns ansĂ€ssigen Muslimen meint, daß mit dem Minarettverbot die Aussichten schwinden, daß in absehbarer Zeit die Scharia eingefĂŒhrt wird, sollte sich konsequenterweise von uns verabschieden; denn alle muslimischen Rechtsrichtungen verlangen das Verlassen des nichtislamischen Landes nach spĂ€testens 4 Jahren, weil die politische Wirkung des Fremdsystems der Heilsbestimmung des Muslim zuwiderlĂ€uft. (8)

Der Vorteil wĂ€re, daß die integrationsbereiten Muslime, die unsere Verfassung anerkennen und unsere Gesetze achten, in unseren LĂ€ndern blieben; es sind in fast allen FĂ€llen solche BĂŒrger, die zum Wohle der westlichen Gesellschaft beitragen.

Finanzminarette

Zum Abschluß noch ein Hinweis auf drei andere TĂŒrme, die wie die Minarette fĂŒr den Islam und seinen Machtanspruch wesentlich sind, bzw. waren. Es sind die durch Attentate von Muslimen vernichteten ZwillingstĂŒrme des World Trade Center sowie der im Bau befindliche, inzwischen mehr als 800 Meter hohe Burj Dubai. Die Zerstörung der einen sowie der Bau des anderen sind dem Machtanspruch des Islam geschuldet. Im Lande der "UnglĂ€ubigen" signalisieren solche TĂŒrme nichts als Auflehnung gegen Allah, noch dazu, wenn sie der Immobilienfirma Silverstein Properties und dessen Vorsitzendem mit dem jĂŒdischen Namen Larry Silverstein gehören. Der Bau gewordenen Gigantomanie der Muslime ist der Burj Dubai geschuldet. (17)

Interessant ist ein Blick auf die Twin Tower und den Burj Dubai in ihrer Umgebung. Die ZwillingstĂŒrme sind zwar die höchsten GebĂ€ude, aber sie bilden mit ihren knapp 420 Metern eine harmonische Skyline mit den anderen Wolkenkratzern. Anders der Burj Dubai, der wie kaum ein anderes Beispiel die in der Wahrnehmung von Tatsachen eingeschrĂ€nkten Muslime vorfĂŒhrt. Der Turm ist anfangs in einer Höhe von 492 Metern vorgesehen, ca. 75 Meter höher als die ZwillingstĂŒrme. Deutlicher kann man nicht zeigen, daß es am wichtigsten ist, die USA zu ĂŒbertrumpfen. Im August 2009 soll Burj Dubai eröffnet werden. Geheimnis wabert um die Einweihung des Turms, schreibt Stefania Bianchi. Er sei nahezu fertiggestellt. Aber, bitte, wer will ihn denn heute noch haben? (18)

Man kann sich streiten, ob es ĂŒberhaupt sinnvoll ist, solche TĂŒrme gigantischer Höhe zu bauen. Architekten werden das bestimmt bejahen, ebenso wie dem Fortschritt offene Menschen. Was am Burj Dubai stört, das ist die Beziehungslosigkeit zu seiner Umwelt. Was tut ein solcher Turm in der WĂŒste? Arroganz des Islam und SelbstĂŒberschĂ€tzung der Muslime könnten nicht klarer offenbart werden. (19)

Der Figaro befaßt sich auf seinen Wirtschaftsseiten gerade jetzt mit der Gigantomanie der Herrscher von Dubai, das es nicht schafft, die Krise einzudĂ€mmen. Die Ironie will es, daß diejenigen, die immer vom Besitz des Staates Dubai gesprochen und geschrieben haben, von "staatlichen Baufirmen", vom "Staatsunternehmen", obgleich das Unternehmen der Familie des Herrschers Scheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum gehört, sich jetzt wundern, daß von nirgendwo im Staate Garantien zu erwarten sind und PanikverkĂ€ufe getĂ€tigt werden. Die Börse in Abu Dhabi bricht um 8,31 Prozent ein, die in Dubai um 7,3 Prozent. Die AutoritĂ€ten von Dubai haben keine Antwort auf Fragen, welche Strategie sie vorschlagen. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate erklĂ€rt: "Es ist Sache der GlĂ€ubiger, selbst Verantwortung zu tragen fĂŒr die Entscheidung, den Unternehmen Kredite gewĂ€hrt zu haben... Diese GlĂ€ubiger denken, daß Dubai World Teil des Staates ist, das ist unzutreffend. Der Staat ist zwar EigentĂŒmer des Unternehmens, aber von seiner GrĂŒndung an ist klargestellt, daß das Unternehmen keine Garantie vom Staat erhĂ€lt."

Die Schulden des Unternehmens Dubai World betragen 59 Milliarden Dollar. Besitzer des Schuldenberges sind Ahmed Ben Sulayem, PrĂ€sident von Dubai World, und Emir und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate Mohammed bin Rashid al-Maktoum, VizeprĂ€sident und HauptaktionĂ€r von Dubai World. Es versteht sich, daß von Transparenz und Information ĂŒber die wirtschaftliche Lage des Emirats keine Rede sein kann. Jetzt geht es nur noch darum, den Zusammenbruch der ganzen Region zu vermeiden. (20)

In der Stadt kreuzen sich die ruinierten Immobilienspekulanten mit den arbeitslosen Arbeitern, schreibt die eigens vor Ort entsandte Delphine Minoui. Einen kleinen Kasten bestĂŒckt sie mit Nachrichten, die Freude bereiten: Das Land bleibt DAS Mekka des Luxustourismus, draußen 25 Grad, drinnen Damen mit Abbaya und Skistiefeln im Skilift. So feiern aus Saudi-Arabien angereiste Familien in Dubai ´Aid ul-Adha, das Opferfest, wĂ€hrend betuchte junge Iraner, die ein wenig Freiheit schnuppern wollen, zu Pop-Konzerten anreisen. Touristen aus Europa und anderen Nordgegenden des Globus genießen derweil Sonne und Strand. (21)

DemnĂ€chst wird manches an Vermögen verscherbelt, die MĂ€rkte beruhigen sich. Wie hat es mit Dubai so weit kommen können? Ohne Erdöl, setzt der Herrscher auf Immobilien, Luxustourismus und Finanzierungen, die zu einem galoppierenden Schuldenanstieg fĂŒhren. Der Emir von Dubai setzt alles daran, seine 10 Milliarden Dollar Schulden von den 59 Milliarden des Unternehmens Dubai World zu unterscheiden. Dubais Gesamtschulden belaufen sich auf 80 Milliarden Dollar. Die Auswirkungen reichen ĂŒber die ganze Region bis nach Kairo. In Europa sind die am höchsten verschuldeten LĂ€nder Griechenland, Irland und Ungarn betroffen. EuropĂ€ische Banken haben dort AußenstĂ€nde von 13 Milliarden Euro. (22)

Die Herrschaft des Islam ist auf WĂŒstensand gebaut. DemnĂ€chst werden die MuslimfunktionĂ€re in Europa darangehen mĂŒssen, eine Trennung von Religion und Politik vorzunehmen, ganz gleich, was Yusuf al-Qaradawi und Tariq Ramadan dazu nörgeln. Die Finanzierung ihrer AnsprĂŒche sowohl aus Petrodollars der arabischen Staaten und des Iran als auch aus den Sozialhaushalten Europas geht dem Ende entgegen. SpĂ€testens dann, wenn europĂ€ische Unternehmer und die von ihnen geförderten Politiker errechnen, daß die Duldung der Eskapaden muslimischer Migranten, ihre IslamisierungsaktivitĂ€ten zur EinfĂŒhrung der Scharia und zur Gewinnung von Konvertiten mehr kosten, als die Gewinne aus GeschĂ€ften mit der islamischen Welt einbringen, spĂ€testens dann ist Schluß mit lustig.

Der Klerus kann schon einmal daran denken, sich auf die christliche Lehre rĂŒckzubesinnen und klĂ€rende GesprĂ€che untereinander und mit den Gemeinden zu fĂŒhren. Recep Tayyip Erdogan sollte den Mund nicht zu voll nehmen mit seinen unrealistischen Zielvorstellungen - von Bloggern wie Akif Sahin nicht zu reden.

2. Dezember 2009

Update

Das Ruinendasein der Bau gewordenen Überheblichkeit der Muslime, genannt Burj Dubai, hat schon begonnen. Am Samstag, den 6. Februar 2010, hören Besucher auf dem Aussichtsdeck einen lauten Knall, Rauch steigt auf, 15 Menschen sitzen fĂŒr eine Dreiviertelstunde im 124. Stockwerk im Fahrstuhl fest und beginnen zu paniken. Ihre Befreiung gelingt mittels einer Leiter, an der sie sich hinaushangeln. Zwei Tage spĂ€ter wird der Turm fĂŒr die Öffentlichkeit erst einmal geschlossen, wie die Golfzeitungen berichten. (23)

Man kann darauf warten, daß bald auch islamische Terrorgruppen das Bauwerk als haram, harrharr, weil von UnglĂ€ubigen gebaut, bewohnt, bewirtschaftet entdecken und ihm einen Besuch abstatten. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Warte, warte nur ein Weilchen. (24)

Allah görmez!

10. Februar 2010

Update

Und jetzt noch das Aquarium! Zehn Millionen Liter Wasser suppen durch einen Riß in die WĂŒste. Besucher der Dubai Mall sowie 30 000 Fische und andere Meerestiere sind in Gefahr. (25)

25. Februar 2010

Quellen

(1) Die Angst vor Volkes Stimme. Politically Incorrect, 1. Dezember 2009
http://www.pi-news.net/2009/12/die-angst-vor-volkes-stimme/

Die OIC wird immer dreister. Von Daniel Katz, Poltically Incorrect, 1. Dezember 2009
http://www.pi-news.net/2009/12/die-oic-wird-immer-dreister/

(2) Schweizer stimmen gegen Minarett-Bau. SpiegelOnline, 29. November 2009
SpiegelOnline-Umfrage. Keine Minarette: 78,5% (Stand: 21 Uhr)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664104,00.html

Schweizer wollen keine Minarette. BILD, 29. November 2009
http://tinyurl.com/yjxjalm
BILD-Umfrage: Keine Minarette: 82% (Stand: 21 Uhr)

(3) Schweizer verscherzen es sich mit den Muslimen. Von Akif Sahin, Dunia,
30. November 2009
http://tinyurl.com/yfwd6fa

(4) Iki Aile/Zeki MĂŒren-Sevemez Kimse Seni. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=l_X1RqTXoxw

(5) Dunia. Dinge anders betrachten
http://tinyurl.com/ykthl5v

(6) Erdogan: Schweizer Votum ist Zeichen von "Faschismus". Tagesspiegel,
1. Dezember 2009
http://tinyurl.com/y8zf8uc

(7) "Minarett-Verbot stĂ¶ĂŸt Muslime vor den Kopf". GesprĂ€ch mit dem
Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, Eckart Aretz, tagesschau.de,
30. November 2009
http://www.tagesschau.de/inland/minarette102.html

Weihbischof Hans-Jochen Jaschke
http://www.erzbistum-hamburg.de/ebhh/bischoefe/index_weihbis chof_jaschke.php

Minarettverbot in der Schweiz. Tagesthemen. Video. YouTube, 30. November 2009
http://www.youtube.com/watch?v=jDWNSvvA3GM

(8) Dr. Hans-Peter Raddatz M.A. Expertise zur Verkettung
Minarett-Moschee-Scharia als politischer Machtbasis des Islam.
Politically Incorrect, 29. November 2009
http://www.pi-news.net/wp/uploads/2009/11/ra-expertise-ch.pd f

Hans-Peter Raddatz: Minarett, Moschee und Scharia
Islamische Wirkungskette - westliche Schicksalskette? (Teil 1).
Die neue Ordnung Nr. 4/2008, S. 294 - 308
http://web.tuomi-media.de/dno2/Dateien/NO408.pdf

(9) Bilal ibn Ribah. Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Bilal_ibn_Ribah

(10) Geteiltes Echo in Deutschland ĂŒber Schweizer Minarett-Verbot. Von AFP,
BerlinOnline, 30. November 2009
http://tinyurl.com/ygxbs4w

(11) RÉACTION - Dominique PaillĂ© n´est "pas sĂ»r" de la nĂ©cessitĂ© des minarets en France. LePoint.fr, 30 novembre/1 dĂ©cembre 2009
http://tinyurl.com/yz8kruk

(12) Frankreich. Tariq Ramadan als Experte fĂŒr ein Anti-Burka-Gesetz.
26. November 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-11-26_23-18-53.html

(13) Georges FrĂȘche in meinem Archiv
http://tinyurl.com/ybcfmbk

(14) Interview du Président du PMF Mohamed Ennacer Latreche accordée
à la journaliste du Centre Zahra, durant la journée contre le sionisme,
organisée au mois de juillet 2008
http://pmf-regionparisienne.over-blog.com/article-21617342.h tml

(15) Sure 2:216 al-Baqara/Die Kuh. Zentralrat der Muslime in Deutschland
http://www.islam.de/13827.php?sura=2

(16) FITNA movie has created more Mujaahideen amongst the Muslims.
By Revolution, March 27, 2008. Fitna Movie Download
http://tinyurl.com/yhps6hu

"Wilders, der niederlÀndische anti-islamische Provokateur". 30. MÀrz 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-03-30_01-03-04.html

(17) World Trade Center. SilversteinProperties.com
http://www.wtc.com/

Burj Dubai
http://www.burjdubai.com/

Dubai. "The World Islands": Nach der Pleite-Palme die Pleite der Welt!
23. November 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-11-23_22-44-35.html

Dubai in meinem Archiv
http://tinyurl.com/ylbv4cc

(18) Mystery swirls over Burj Dubai inauguration. By Stefania Bianchi,
Maktoob Business, August 20, 2009
http://tinyurl.com/ykrgqmc

(19) New York Twin Towers
http://z.about.com/d/architecture/1/0/f/p/NYSkylineiStock.jp g

Burj Dubai
http://tinyurl.com/yal8myt

(20) DubaĂŻ ne parvient pas Ă  enrayer la crise. Par Anne Cheyvialle,
Le Figaro, 1 décembre 2009, p. 20
http://tinyurl.com/ylcacme

(21) A Dubaï, les spéculateurs immobiliers ruinés croisent les ouvriers au chÎmage. Par Delphine Minoui, Le Figaro, 1 décembre 2009
Le pays reste La Mekka du tourisme de luxe. Par D.M. (Ă  DubaĂŻ)
http://tinyurl.com/y9l28f4

(22) DubaĂŻ : la vente d´actifs se prĂ©pare, les marchĂ©s se calment.
Par Alexandrine Bouilhet et Anne Cheyvialle, Le Figaro, 1 décembre 2009
http://tinyurl.com/yzenqxa

(23) Stuck Elevators Close Dubai Skyscraper. By Adam Schreck,
TIME, February 9, 2010
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1962219,00.htm l

(24) "Warte, warte nur ein Weilchen...". Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=8vYvzZLRYJQ

(25) Pannen-Emirat Dubai: Riss in gigantischem Aquarium. Newsticker dpa, ZeitOnline, 25. Februar 2010
http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/25/iptc-hfk-20100225-64 -24024034xml


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