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Climategate - Ski Heil!

Neuerdings redet man in Perpignan vom Wetter. Wir mĂŒssen schon heizen, klagt eine Freundin - im November! Was waren das fĂŒr Zeiten, als wir am Ersten Weihnachtstag auf der Terrasse zu Mittag gesessen haben! Wann war das noch? Vor zehn Jahren? Und in den PyrenĂ€en ist schon Anfang November reichlich Schnee gefallen, unsere Freunde aus Capcir sind ganz begeistert; denn ihre kleine Pension ist bereits jetzt fĂŒr Weihnachten und Neujahr ausgebucht. Den Schnee auf dem Canigou kann ich von meinem Fenster aus sehen. Er ist so frĂŒh wie lange nicht mehr.

Dieser Wirklichkeit und ihren Tatsachen trotzend, hĂ€ufen sich in meinen ProvinzblĂ€ttern und in den ĂŒberregionalen MSM die Katastrophenartikel zum Stichwort "Copenhague". Der Midi Libre, immer im Trend des Zeitgeistes, hĂ€lt 47 Angebote zu Kopenhagen bereit. Die aktuellsten Titel lauten: (1)

Ein einziger dieses Dutzends von Artikeln handelt vom Climategate, aber nicht von dem Skandal der frisierten und/oder angeblich verlorenen Daten von mehreren Jahren, nicht von der "HockeyschlĂ€gerkurve", the hockeystick chart, auf der das Kyoto-Protokoll, von 1997, basiert, nicht vom RĂŒcktritt des Dr. Phil Jones, des Direktors der Klimaforschungseinheit CRU, der UniversitĂ€t von East Anglia in Norwich, sondern die GlĂ€ubigen schließen die Reihen fest um den IPCC-PrĂ€sidenten Rajendra Patchauri, mit ruhig festem Schritt, und comme si de rien n´Ă©tait, ziehen sie ihr Heilsprogramm durch, ihre Klimamesse. Auf WetterOnline liest man Einzelheiten, und Diskussionen finden darĂŒber statt. (2)

Der Figaro ist ebenfalls auf der Pilgerfahrt zur Erlösung, und wieder klingeln die Kassen wie bei der Obama-Hysterie in den letzten Monaten vor dessen Wahl zum US-PrĂ€sidenten. À la Une. Kopenhagen: Notstand fĂŒr den Planeten. Am 7. Dezember 2009 gibt es acht Sonderseiten, Seiten 14 bis 21 und den Leitartikel, Seite 23. (3)

Am 5. Dezember 2009 geht in BrĂŒssel der CO2-freie Klimaexpress zur UN-Klimawandelkonferenz von BrĂŒssel nach Kopenhagen ab. "LokfĂŒhrer" ist der VizeprĂ€sident des IPCC Jean-Pascal Van Ypersele, der in einem Interview, abgedruckt in einer meiner Provinzpostillen, meint: "Wer hĂ€tte als Kind nicht gern LokfĂŒhrer werden wollen?" Ja, wer nicht! Derweil weisen Kritiker nach, daß die KlimaerwĂ€rmung nicht verursacht wird durch den CO2-Ausstoß.

Das ist das Niveau der Klimawissenschaft, aber es kommt noch dicker: In den Klimaexpress steigt ebenfalls ein das Klima-Experten-Team, das die symbolische Zugreise drei Wochen vorher in Kyoto begonnen hat - dem Geburtsort des gegenwĂ€rtigen Klimawechsel-Protokolls. Die Reise fĂŒhrte sie unter anderem entlang der Transsibirischen Eisenbahnroute, organisiert von den Russian Railways (RZD), mit Kopenhagen als Endstation. Das Team wird eine Sonderbotschaft der Zuggemeinde bringen: ein globales Positionspapier mit der Überschrift "Klimawechsel-Lösungen am Laufen halten: Die Rolle der Bahn." Hochrangige Diskussionen, RundtischgesprĂ€che und Arbeitsgruppen finden statt auf der Reise, das Ziel sei, sich die Rolle und den Einfluß der Bahn beim Klimawandel bewußt zu machen. Ein Panel zum Thema ´Updating Climate Science: What is at stake?´, Aktualisierung der Klimawissenschaft: Was steht auf dem Spiel? soll Höhepunkt der Zugreise werden, berichtet eine Pressemitteilung vom norwegischen GRID-Arendal.

Der Deutsche Achim Steiner, Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms UNEP, ist immer vornweg, er beliefert die deutschen MSM mit dem nötigen Propagandamaterial. Mehr Geld fĂŒr EntwicklungslĂ€nder muß her, damit diese sich an den Klimaschutzmaßnahmen beteiligen können, fordert er in der 15 Uhr-Nachrichtensendung der ARD, Korrespondentin Claudia Buckenmaier berichtet dazu direkt vom Tatort. Die ARD lĂ€ĂŸt auch die Verurteilung des Hackangriffs auf die Daten der CRU nicht unerwĂ€hnt. Was aus den Daten abgelesen werden kann, was sie aussagen, daß nĂ€mlich die Konferenz auf Scharlatanerie aufbaut, ist keines Berichtes wert. (4)

Ignoring the snow and the cold in a downward line, Kritiker der Klimahysterie nennen das kurz und treffend: Hide the Decline! Einige haben ihre Kritik in einem lustigen Video dargebracht. Es geht darum, daß der Klimawandel nicht verursacht wird durch CO2-Ausstoß, sondern durch die SonnentĂ€tigkeit. Die Klimakonferenz in Kopenhagen, zu der 15 000 Personen sehr umweltbewußt anreisen, beruht auf einem einzigen großen Schwindel. (5)

Wer von denjenigen, die je mit den Vereinten Nationen zusammengearbeitet haben, erinnert sich da nicht an die Kulturdekade der UNESCO, die von 1988 bis 1997 andauert und eben solche Veranstaltungen hervorbringt, Konferenzen, Seminare, Arbeitsgruppen, und das verteilt ĂŒber zehn Jahre, die Kosten gehen in die zig Millionen. Die Dekade ist ausgerufen worden, um LĂ€nder zu ermutigen nachzudenken, Politiken anzunehmen und AktivitĂ€ten zu unternehmen, die integrierte Entwicklung ihrer Gesellschaften zu gewĂ€hrleisten, verkĂŒndet eine UNESCO-Site dieses Fiasko, diesen UN-Ramsch, noch heute. (6)

Das BeschĂ€ftigungsprogramm fĂŒr hochrangige UNESCO-FunktionĂ€re wie den Direktor der Abteilung fĂŒr Interkulturellen Dialog Doudou DiĂšne, fĂŒr hoch- und weniger hochrangige Beamte der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, fĂŒr die Völkerfreundschaft - man stelle sich vor, die Veranstaltungen finden entlang der alten Seidenstraße und SklavenhĂ€ndlerwege statt, der zu Lande und der zu Wasser. Was ist der Zug der russischen Eisenbahn fĂŒr drei Wochen gegen ein Schiff, gespendet von einem reichen Herrscher am Golf! Das dĂŒmpelt jahrelang auf den Wassern des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens herum, und wenn man in Paris die zustĂ€ndigen Sachbearbeiter erreichen will, bekommt man zur Antwort: "He is on the boat!" oder "She is on the boat!", manchmal auch: "They are on the boat!" Eines Tages, Anfang der 90er Jahre, sieht man dann zufĂ€llig das Boot im Hafen von Venedig, wo es tagelang liegt - man gönnt sich ja sonst nichts.

Kostet die Weltkulturdekade die Steuerzahler seinerzeit zig Millionen Dollar pro Jahr, kostet der Spuk des Anhaltens des angeblich menschengemachten Klimawandels demnĂ€chst allein zur UnterstĂŒtzung der EntwicklungslĂ€nder 100 Milliarden Euro jĂ€hrlich. Davon hĂ€tte die EU ein Drittel aufzubringen, wie uns das ZDF spezial "Wer rettet die Welt?" mit Theo Koll belehrt. Katastrophenfilm zum Auftakt, Horrormeldungen und der obligatorische Knut, auf einer Scholle in die fĂŒr ihn tödliche Unendlichkeit des Meeres treibend. Propaganda auf hohem Niveau, pseudowissenschaftlich verpackt. Der Begriff natĂŒrlicher Klimawandel wird kein einziges Mal gebraucht, es gibt keine Sonnenflecken, keine kalte Völkerwanderungszeit, keine mittelalterliche Warmzeit, kein Grönland - und keine Kleine Eiszeit. "Es ist ein Wunder, glaubet nur!" (7)

Das vom Menschen verursachte CO2 bewirkt keinen Klimawandel! Die Sonne verursacht den Klimawandel! Die Hysterie ist unbegrĂŒndet. Die Hybris der Menschen kann ungeahnte Höhen erreichen. Der Ablaßhandel blĂŒht. Sobald das Geld im Kasten klingt, das Treibhausgas vom Schornstein in den Himmel springt. DarĂŒber kann man sich informieren im Internet Vademecum. Zahlreiche Graphiken verdeutlichen den Schwindel der CRU und des IPCC und des ĂŒbrigen katastrophen-industriellen Komplexes. (8)

Ski Heil!

Der Aujourd´hui, in Paris heißt er Le Parisien, bringt auf dem Titelblatt, vom 6. Dezember 2009, zum Klimawandel den großen Aufmacher "Ce qui a dĂ©jĂ  changĂ© en France". Das, was sich schon geĂ€ndert hat in Frankreich. Auf den Seiten 2+3 findet man den Artikel. Der einsame Knut, der auf seiner Scholle in den Tod treibt, fehlt nicht. Und auch nicht Voraussagen ĂŒber die weit entfernte Zukunft: Die Hitzewellen werden bis 2100 mehr - da sind wir, on the long run, schon all dead. Die neuen Wintersportarten, Les nouveaux sports d´hiver, werden auf der Seite 10 vorgestellt: Du neuf Ă  la neige. Niemandem fĂ€llt der Widerspruch auf. (9)

WĂ€hrend die Klimafarce erst so richtig anfĂ€ngt, und ein Ende nicht abzusehen ist, liest man weiter hinten in den Provinzzeitungen, so ab Seite 8, ĂŒber den wunderbar frĂŒhen Winter in den PyrenĂ€en. La saison de ski dĂ©marre avec des nouveautĂ©s, weiß der IndĂ©pendant. Die Skisaison beginnt mit Neuigkeiten.

Die Skistationen haben an diesem Wochenende die Saison eröffnet. Schon Anfang November hat es reichlich geschneit, am 4. Dezember noch einmal. Hier&da muß noch mit Kunstschnee nachgeholfen werden, aber es ist ansonsten wie in der vorigen Saison, da der Tourismus zwischen vier und 49 Prozent ansteigt, und das im Winter der Finanzkrise, die ab September 2008 so richtig durchschlĂ€gt. Nun kĂŒndigt sich eine erfolgreiche Saison 2009/2010 an, sie wird bis in den MĂ€rz 2010 andauern. Die PyrenĂ€en sind ab dem 5. Dezember auf der Piste. (10)

Die Katalanen aus Spanien bevölkern in Scharen Pensionen und Pisten Nordkataloniens, Le Pont de la PurĂ­ssima sourit aux stations de ski. Die BrĂŒcke des Festes MariĂ€ EmpfĂ€ngnis lacht den Skistationen, vermelden ĂŒbereinstimmend L´IndĂ©pendant und Midi Libre. Ein Foto der vollstĂ€ndig verschneiten Landschaft ist beigefĂŒgt. Am Dienstag, den 8. Dezember feiern die Katholiken La PurĂ­ssima, und faire le pont nennt man es, wenn nur ein Tag zwischen Festtagen ĂŒberbrĂŒckt werden muß. Sind´s mehrere, nennt man es faire le viaduc. (11)

Zwei Spuren im Schnee (12)

Zwei Spuren im Schnee fĂŒhr´n herab aus steiler Höh´
Und im tiefen Tal, da steht ein HĂŒttlein klein
Die Spuren so schmal treffen drunten sich im Tal
Und sie fĂŒhren bis in unser StĂŒbchen rein

Und die eine Spur ist Deine
Und die and´re Spur ist meine
Und sie fĂŒhren aus der Einsamkeit zur Seligkeit

Zwei Spuren im Schnee fĂŒhr´n herab aus steiler Höh´
Und uns beide fĂŒhren sie ins GlĂŒck hinein

Herrlich weißer Schnee, soweit man sehen kann
Blauer Himmel, heller Sonnenschein
Und die große Welt, die scheint uns beiden dann
Plötzlich winzigklein

Zwei Spuren im Schnee fĂŒhr´n herab aus steiler Höh´
Zwei Spuren so schmal treffen drunten sich im Tal

Und die eine Spur ist Deine
Und die and´re Spur ist meine
Und sie fĂŒhren aus der Einsamkeit zur Seligkeit

Zwei Spuren im Schnee fĂŒhr´n herab aus steiler Höh´
Und uns beide fĂŒhren sie ins GlĂŒck hinein

7. Dezember 2009

Quellen

(1) Copenhague im Midi Libre
http://www.midilibre.com/recherche.php5?recherche=copenhague

(2) IPCC-Klimaskandal: CRU-Direktor Dr. Phil Jones tritt zurĂŒck ...
WetterOnline, 2. Dezember 2009
http://forum.wetteronline.de/showthread.php?t=18288

(3) Dossier spécial. Climat. Le sommet de Copenhague. Le Figaro
http://www.lefigaro.fr/environnement/rechauffement-climatiqu e.php

(4) Hundreds of passengers travel to Copenhagen climate conference on
CO2-free Climate Express train, UNEP/GRID/Green, December 4, 2009
http://www.grida.no/news/press/4005.aspx

Meet the Executive Director. United Nations Environment Programme
http://tinyurl.com/yb6adbe

Gipfel als "HoffnungstrÀger der Menschheit". ARD, 7. Dezember 2009
http://www.tagesschau.de/klima/aktuell/weltklimagipfel100.ht ml

(5) Hide the Decline - Climategate. Video. YouTube, November 24, 2009
http://www.youtube.com/watch?v=nEiLgbBGKVk

(6) 1988-1997: World Decade for Cultural Development
http://tinyurl.com/y94way9

(7) ZDF spezial. Wer rettet die Welt. 7. Dezember 2009
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,1404038_idDispatch:9 186187,00.html

(8) Klimawandel. Internet Vademecum
http://vademecum.brandenberger.eu/themen/klima/

"world temperatures falling whilst co2 keeps rising" 793 x bei Google.de
http://tinyurl.com/yjtphgn

(9) Le Parisien, 6 Diciembre 2009
http://www.youkioske.com/story.php?title=le-parisien-6-dicie mbre-2009

(10) À la Une. Ski : les PyrĂ©nĂ©es en piste dĂšs le 5 dĂ©cembre. ToulEco,
24 novembre 2009
http://www.touleco.fr/Ski-les-Pyrenees-en-piste-des-le-5-212 0.html

(11) Le Pont de la PurĂ­ssima sourit aux stations de ski. L´IndĂ©pendant,
7 décembre 2009
http://tinyurl.com/yaq7v4j

(12) Zwei Spuren im Schnee. Text und Musik: Vico Torriani. golyr
http://tinyurl.com/yb4hero

Zwei Spuren im Schnee. Vico Torriani. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=MvsSQs41H4I


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2009-12-07_22-15-49.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 30.03.2017, 06:41 Uhr