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Georges FrĂȘche, die französischen MSM und die deutschen Gretchen

Im gesamten Parti Socialiste (PS) gibt es eine herausragende Persönlichkeit, derentwegen ich die Partei wĂ€hlen wĂŒrde, und das ist der PrĂ€sident des Regionalrates des Languedoc-Roussillon Georges FrĂȘche. Er ist einer der wenigen Sozialisten und sonstigen Linken, die sich nicht als anti-Zionisten, Israelfeinde oder gar als Antisemiten gebĂ€rden. (1)

Man könnte Georges FrĂȘche als den französischen Heinz Buschkowsky bezeichnen - oder diesen als den deutschen Georges FrĂȘche. (2)

Solche Sozialisten bzw. Sozialdemokraten kann man heuer sowohl in Frankreich als auch in Deutschland an den Fingern seiner beiden HĂ€nde abzĂ€hlen. Reinhard Mohr meint dazu im Zusammenhang mit der Schelte fĂŒr den Sozialdemokraten Thilo Sarrazin: "Sagen, was ist!" Das war einmal eine linke, fortschrittliche Parole. Heute heißt es: Wahr ist, was ich sehen will. (3)

Die pro-palĂ€stinensischen Linken des Languedoc-Roussillon, Kommunisten, Antikapitalisten, GrĂŒne, Teile der Sozialisten, allen voran l´Ă©lectron libre Silvain Pastor, lassen nichts unversucht, den unbequemen Sozialisten aus dem Amt zu entfernen. Dazu sind ihnen Verleumdungen, Unterstellungen, Wortverdrehungen und ĂŒble Nachrede gerade gut genug. Die FunktionĂ€re der Pariser Parteizentrale des PS, in der Rue SolfĂ©rino, unter Leitung der inzwischen mit Jean-Louis Brochen, dem Anwalt der Islamisten, verheirateten PS-GeneralsekretĂ€rin Martine Aubry, BĂŒrgermeisterin von Lille, sĂ€hen es nur zu gern, wenn Georges FrĂȘche endlich in der Versenkung verschwĂ€nde. Dann wĂŒrden vielleicht auch Minarette an Moscheen Montpelliers möglich und separate Schwimmzeiten fĂŒr Musliminnen wie in den SchwimmbĂ€dern von Lille. George FrĂȘche aber ist gegen beides, stattdessen macht er sich stark fĂŒr die Ansiedlung des israelischen Exporteurs landwirtschaftlicher Produkte AGREXCO, im Hafen von SĂšte - kurz: der Mann muß wech! Die ParteifĂŒhrung des PS beauftragt einen Gegner des Georges FrĂȘche, eine Gegenliste fĂŒr die im MĂ€rz 2010 stattfindenden Regionalwahlen aufzustellen. Die Genossen des PS des Languedoc-Roussillon aber bestĂ€tigen ihren PrĂ€sidenten zweimal, im Oktober und im Dezember, mit großer Mehrheit als denjenigen, den sie weiter im Amt sehen wollen.

Das fĂŒhrt im Figaro dazu, daß die unbotmĂ€ĂŸigen Parteimitglieder Ă€hnlich wie die Schweizer Minarettgegner diffamiert werden als unverantwortlich und leicht unzurechnungsfĂ€hig. Diese Parteigruppe, eine der wichtigsten des PS, ist dafĂŒr bekannt, nach verbindlichen Vorgaben abzustimmen. Man nennt es in Deutschland Parteidisziplin. (4)

Der Figaro hat, wie mancher, der sich einbildet, zur Elite zu gehören, keine gute Meinung von George FrĂȘche, man kann Artikel dazu konsultieren. (5)

Die haltlose Behauptung des François-Xavier Bourmaud wird durch das Stimmergebnis widerlegt. Etwa Zweidrittel der Mitglieder haben fĂŒr ihn gestimmt, und aus ihrer Mitte heraus ist in Unterordnung und Parteidisziplin eine von der GeneralsekretĂ€rin des PS verlangte Gegenliste aufgestellt worden. Der brave Parteisoldat Paul Allies, NationalsekretĂ€r des PS fĂŒr Erneuerung (sic!), besorgt das mit wenig Erfolg im Auftrag der Martine Aubry. Aber er gibt sich nicht geschlagen, noch dazu, da die Partei dem Georges FrĂȘche den Segen verweigert, ihn nicht als Kandidaten des PS aufstellt. Es wĂ€re immer noch möglich eine gemeinsame Liste von PS-Europe Écologie-Linksfront aufzustellen, ohne den PrĂ€sidenten, meint Paul Allies: "Man wird sehen, was man tun kann. Man ist immer noch zahlreich. Das ist nicht beendet." (6)

Das Schauspiel, das der PS im Fall Georges FrĂȘche darbietet, unterschreitet die Geschmacklosigkeiten der SPD, und das will etwas heißen! Auf Anhieb könnte ich keinen Sozialdemokraten nennen, an dessen Position vom Willy-Brandt-Haus ĂŒber drei Jahre ergebnislos gesĂ€gt worden wĂ€re, solches kriegt nicht einmal Andrea Nahles fertig.

Georges FrĂȘche muß wech!

Ein erster Schritt zur Beseitigung des Georges FrĂȘche ist erreicht, als er vor drei Jahren angeblich rassistischer Äußerungen wegen von 33 Vorstandmitgliedern einmĂŒtig aus dem PS ausgeschlossen wird. Man erinnert sich der Zeiten, da ein Parteiausschluß aus fĂŒhrenden Parteien des Landes das Ende eines Politikers ist. Heute ist der PS allerdings keine fĂŒhrende Partei des Landes mehr, sondern ein zerstrittener Haufen an der Macht klebender Parteischranzen, ĂŒber die sich selbst ein Daniel Cohn-Bendit erheben kann. Die paar Genossen, die etwas auf sich halten, distanzieren sich von der Parteizentrale, wo sie können, oder sie grĂŒnden eigene Gruppen.

Was hat Georges FrĂȘche sich zuschulden kommen lassen, ihn zu eliminieren?

In einer öffentlichen Ratssitzung in Montpellier sagt er bedauernd ĂŒber die Zusammensetzung der Fußballmannschaft Frankreichs, WikiNews zitiert ihn gemĂ€ĂŸ AFP: "Dans cette Ă©quipe (de France), il y a neuf blacks sur onze. La normalitĂ© serait qu´il y en ait trois ou quatre. Ce serait le reflet de la sociĂ©tĂ©. Mais lĂ , s´il y en a autant, c´est parce que les blancs sont nuls. J´ai honte pour ce pays. BientĂŽt, il y aura onze blacks. Quand je vois certaines Ă©quipes de foot, ça me fait de la peine." In dieser Mannschaft (von Frankreich) sind neun Schwarze, von elf. Normal wĂ€re, wenn es drei oder vier wĂ€ren. Das wĂŒrde die Gesellschaft widerspiegeln. Aber wenn das so ist bei uns, dann ist das deshalb, weil die Weißen Nieten sind. Ich schĂ€me mich fĂŒr dieses Land, bald wird es elf Blacks geben. Wenn ich manche Fußballmannschaften sehe, schmerzt mich das.

Ein Getobe unter den Linken geht los gegen den PrĂ€sidenten. Niemand von ihnen liest den Text oder will ihn verstehen; denn daraus geht hervor, daß sich, wenn jemand, nur die weiße Bevölkerung Frankreichs beleidigt fĂŒhlen könnte. Rassismus gegen Weiße aber ist in Frankreich wie in Deutschland kein Thema, sondern angeblich geht der Rassismus gegen die schwarzen Fußballer, und deshalb wird Georges FrĂȘche angegriffen. FĂŒr diejenigen, die französisch lesen, gibt es eine offizielle Version dessen, was er tatsĂ€chlich geĂ€ußert hat. Er hat mit jedem Wort recht. (7)

Wer sich davon ĂŒberzeugen will, daß Georges FrĂȘche Tatsachen benannt hat, schaue auf die offizielle Auswahl fĂŒr die Spiele Irland-Frankreich, 14. und 18. November 2009. Inzwischen ist auch einer der drei Torwarte schwarz, was zur Zeit des glatzköpfigen Fabien Barthez, des Weltmeisterschaftstorwarts von 1998, noch undenkbar ist. (8)

Ein Prozeß gegen Georges FrĂȘche findet nicht statt, noch ist das Äußern von Tatsachen in Frankreich nicht unter Strafe gestellt. DafĂŒr aber soll er die Harkis, 1957 bis 1962 im Algerienkrieg auf der Seite Frankreichs und fĂŒr den Verbleib Algeriens bei Frankreich kĂ€mpfende Algerier, als Untermenschen bezeichnet haben. Die Klage gegen diese Äußerungen geht bis vors Berufungsgericht, das den Georges FrĂȘche im MĂ€rz 2009 freispricht.

Auch in diesem Fall interessiert es die Linksradikalen und ihre muslimischen Freunde nicht, was Georges FrĂȘche, am 11. Februar 2006, tatsĂ€chlich Ă€ußert. WĂ€hrend der Ehrung eines ehemaligen FĂŒhrers der Algerienfranzosen durch die Sozialisten nimmt er sich diejenigen Harkis vor, die an einer Ă€hnlichen Kundgebung der regierenden UMP teilgenommen haben, und beschimpft sie, wie der Midi Libre zitiert: "Ihr seid mit den Gaullisten gegangen (...) Sie haben die Eueren in Algerien massakriert (...). Sie haben sie abgeschlachtet wie die Schweine. Ihr macht euch gemein mit denjenigen Harkis, die dazu berufen sind, bis zum Ende aller Tage betrogen zu werden (...). Ihr seid Untermenschen, ihr seid ohne Ehre," sagt er zu ihnen, von denen zwei ihn wegen Beleidigung ihrer Rasse verklagen und in erster Instanz gewinnen. Auf der Website der Harkis wird kolportiert, er habe alle Harkis als Untermenschen bezeichnet. (9)

Nun mag man den Spruch fĂŒr geschmacklos halten, von injure raciale, der Beleidigung einer Rasse, kann keine Rede sein. Das hĂ€tte jedem beim genauen Hinsehen klarwerden können, aber wenn es um Georges FrĂȘche geht, setzt bei einigen Linken und Muslimen der Verstand aus, so groß ist ihr Haß auf ihn.

Die Empörung von Harki-Vereinigungen, der Ligue des droits de l´Homme und des den Kommunisten nahestehenden Mouvement contre le racisme et pour l´amitiĂ© entre les peuples (Mrap), letztere beide meinen Lesern bekannt als Freunde der Islamisierung Frankreichs und Feinde Israels, ĂŒber das Urteil kennt kaum Grenzen, die Harkis gehörten zu keiner Kategorie der Gruppen, die vom Gesetz vom 29. Juli 1881 als Gruppe vor Beleidigungen geschĂŒtzt wĂŒrden, erklĂ€rt das Berufungsgericht, aber es ist wie immer mit Linken, was Recht ist, bestimmen sie. (10)

Georges FrĂȘche muß immer noch wech!

Wenn auch Paul Allies keine Gegenliste zustande bringt, die Gegner des Georges FrĂȘche schlafen nicht. Inzwischen kĂŒmmert sich um die Beseitigung des Kandidaten vom Rentner aus Perpignan bis zum Minister aus Paris alles, was sich lĂ€cherlich machen will. Dazu gehören Éric Besson, der sozialistische Minister der Regierung des Nicolas Sarkozy, und FrĂ©dĂ©ric Lefebvre, Sprecher der Regierungspartei UMP. Der Opportunist Éric Besson macht dem StaatsprĂ€sidenten wenig Freude, das ist schon abzusehen beim Skandal des FrĂ©dĂ©ric Mitterrand. (11)

Die beiden Gegner des Georges FrĂȘche bringen die Geschichten mit den Harkis und der Fußballmannschaft wieder auf, als wenn beide noch offen oder gar gegen ihn entschieden wĂ€ren. Es ist ihnen nichts zu schĂ€big, ihn zu denunzieren. Dagegen klagt Georges FrĂȘche jetzt: "Ich erinnere daran, daß mein Mandant endgĂŒltig freigesprochen ist in der Angelegenheit, die ihn zwei Söhnen von Harkis gegenĂŒberstellte, und daß es keinerlei Anlaß zu Verfolgungen der Kommentare ĂŒber die Mannschaft Frankreichs gegeben hat, ... als Konsequenz davon ist es nicht hinnehmbar, daß nationale politische Persönlichkeiten sich auf eine durch Urteil erledigte Angelegenheit stĂŒtzen," erklĂ€rt der Anwalt von Georges FrĂȘche. (12)

Der Rentner aus Perpignan verklagt ihn der "Verherrlichung von Kriegsverbrechen" wegen, und ich muß zugeben, daß ich mich lange nicht so amĂŒsiert habe bei der LektĂŒre meiner ProvinzblĂ€tter wie beim Artikel von Laure Moysset.

Eines Tages, am 28. September 2009, soll Georges FrĂȘche in Villefranche-de-Conflent, anlĂ€ĂŸlich der Einweihung einer Erinnerungsplakette zur Aufnahme der vom berĂŒhmtesten Baumeister Frankreichs SĂ©bastien Le Prestre, Marquis de Vauban (1633 - 1707), geschaffenen Befestigungsanlagen des Ortes geĂ€ußert haben: "Les Allemands ont fait deux millions de prisonniers partis en villĂ©giature s´occuper des gretchens, pendant que leurs maris Ă©taient en peine sur le front russe". Die Deutschen haben zwei Millionen Gefangene gemacht, die in die Ferien gefahren sind, um sich mit den Gretchen zu befassen, wĂ€hrend deren EhemĂ€nner noch kaum an der russischen Front waren. (13)

Das hat der 72-jĂ€hrige Rentner, ein ehemaliger leitender Angestellter, auf einem Blog gelesen, und: "Als Sohn eines Kriegsgefangenen, der mehr als fĂŒnf Jahre in einem Gefangenenlager fern von seiner Frau und seinem Sohn (der ich bin, da ich 1937 geboren wurde) gelebt hat, kann ich solche Worte nicht akzeptieren, sollten sie denn gefallen sein." Sein Vater sei von 1939 bis 1945 von zu Hause fern gewesen, um seinem Vaterland zu dienen, und nicht "in Ferien". Es folgen ErklĂ€rungen des empörten Rentners; wer französisch liest, tue sich das an, man kommt aus dem Lachen nicht heraus; der Rentner zieht alle Register: Ferien, Gretchen, Nazi-Soldaten, Verbrechen an der Ostfront, Grausamkeiten des Krieges, Verbrechen an der Zivilbevölkerung Rußlands, Verbrechen gegen die Menschheit, Krieg eine extreme Barbarei, Nazi-Angreifer. "Die Absicht dieser Worte ist es, die Verbrechen zu verniedlichen und die Schmerzen der französischen Gefangenen wĂ€hrend ihrer Internierung in den Lagern herabzuwĂŒrdigen."

Ein Lokalpolitiker habe die Worte wĂ€hrend der Zeremonie in Villefranche-de-Conflent notiert und sie sofort weitergeleitet an das DepartmentsbĂŒro der ehemaligen KĂ€mpfer der östlichen PyrenĂ€en. Man sieht, das Denunziantentum blĂŒht wie unter der deutschen Besatzung, so auch heute. Laure Moysset, die offensichtlich den Georges FrĂȘche nicht ausstehen kann, berichtet, dessen BĂŒro schriee bereits nach politischer Manipulation, es sei doch kein Zufall, daß diese Klage genau am Tag nach der Entscheidung des PS zur BestĂ€tigung der Kandidatur eingereicht werde. (14)

Le Monde ist sich nicht zu schade, diese Farce groß herauszustellen, solche MSM haben nichts Besseres zu tun, als sich mit Schmierenkomödien zu befassen. Schließlich sind Midi Libre und IndĂ©pendant Provinzzeitungen der Le Monde-Gruppe, und da muß die geschlossene Anti-FrĂȘche-Front dokumentiert werden. (15)

Der Anwalt des Georges FrĂȘche wird nicht nur gegen Éric Besson und FrĂ©dĂ©ric Lefebvre klagen, sondern auch gegen den Rentner. Mehr davon verspricht uns der Midi Libre fĂŒr morgen. Affaire Ă  suivre. Auch im Fall des Rentners sieht man auf den ersten Blick die Haltlosigkeit der Behauptungen und Anschuldigungen. Aber die Gegner lassen nicht locker. Georges FrĂȘche schafft es sogar bis in den Leitartikel des Figaro, der den Fall benutzt, um den PS vorzufĂŒhren. (16)

Die Tatsachen der Beziehungen deutscher "Gretchen" zu französischen Kriegsgefangenen sind dabei noch gar nicht beleuchtet worden. Sie können nur zu einfachen Soldaten bestanden haben, Offiziere nĂ€mlich waren in den OFLAG, sie durften nach Genfer Kriegsrecht nicht arbeiten. Ich habe im Zusammenhang mit dem Nazi-Kriegsverbrecher Robert Brasillach darĂŒber berichtet, er ist fĂŒr ein Jahr Offizier im OFLAG VIa, in Soest, bevor er fĂŒr die Vichy-Regierung wieder der Judenverfolgung nachgehen darf. (17)

Wenn man meint, nun sei es aber fĂŒr eine Weile gut, setzt Fabrice Thomas noch einen drauf: FrĂȘche bande encore ! Er kriegt noch ´n StĂ€nder! WĂ€hrend seiner kĂŒrzlich erfolgten Operation habe er befĂŒrchtet, seine MĂ€nnlichkeit litte darunter. Er ist beruhigt worden, und er prĂ€zisiert, daß er noch ´n StĂ€nder kriege. So habe er sich auf einem Treffen in La Salvetat-sur-Agout geĂ€ußert. Und wieder gibt´s ´nen Denunzianten. Es folgen weitere MistkĂŒbel, ĂŒber seinen MitkĂ€mpfer Didier Cordoniou, der wahrscheinlich einen "Neger" hat sein Buch schreiben lassen, so flĂŒssig schreibe kein ehemaliger Rugby-Spieler, les saillies, die Geistesblitze, von Georges FrĂȘche wĂŒrden seltener, der IndĂ©pendant berichte nur noch das Positive - ausgerechnet! Die "Gretchenfrage" wird wiederholt, der Denunziant ist ein Kommunalpolitiker aus dem Regionalpark von Conflent, weiß Fabrice Thomas, dessen Haß auf Georges FrĂȘche aus jedem Satz seines Artikels springt. Haß auf die anderen unterstellt er ihm, und er psychologisiert ĂŒber den Selbsthaß, unter dem der PrĂ€sident des Languedoc-Roussillon leiden könnte. Wie kommt es, daß eine Mehrheit der PS-Mitglieder diese Soldatensprache duldet? (18)

Ja, das kann man fragen, wenn man die GehĂ€ssigkeiten, Beleidigungen und Verleumdungen gegen Georges FrĂȘche gesichtet hat. Vielleicht ist es mit den Mitgliedern des PS wie mit den Schweizern bei den Angriffen auf die Minarett-Abstimmung? Solche Niedertracht macht sie erst recht selbstbewußt.

10. Dezember 2009

Update

Es wird immer spannender. Jetzt berichtet Laure Moysset, um wen es sich bei demjenigen handelt, der die ĂŒblen Worte des Georges FrĂȘche in Villefranche-de-Conflent gehört, notiert und ihn denunziert hat. Es ist Thierry Taurinya, der BĂŒrgermeister von Ria-Sirach, auch er Sohn eines ehemaligen Kriegsgefangenen in Deutschland. (19)

Was die Journalistin verschweigt: Er ist FunktionĂ€r der UMP, also daran interessiert, Georges FrĂȘche von der rechten Seite zu Fall zu bringen. Das liest man auf einigen Blogs, beispielsweise auf dem des Sozialisten KĂ©vin Bernardi. Jeder im Languedoc-Roussillon weiß nĂ€mlich, daß die Region fĂŒr die Linke nur gehalten werden kann, wenn Georges FrĂȘche kandidiert. Entsprechend manövriert der Écolo Daniel Cohn-Bendit bereits. Nix is mit eindeutiger Gegnerschaft gegen Georges FrĂȘche. Georges FrĂȘche wird von extrem links und von rechts in die Zange genommen. (20)

Aber die Pariser Rue SolfĂ©rino gibt nicht auf. Dort bastelt Arnaud de Montebourg, NationalsekretĂ€r des PS fĂŒr Erneuerung (sic!), an einer Liste ohne Georges FrĂȘche zu den Regionalwahlen. Der PS will anscheinend unbedingt verlieren bzw. lieber verlieren, als sich pragmatisch zu orientieren. Das haben alle Ideologen gemein, sie marschieren, bis alles in Scherben fĂ€llt. Was interessiert es den Erneuerer, daß die Parteigenossen im Languedoc-Roussillon zweimal mit großer Mehrheit fĂŒr Georges FrĂȘche votiert haben?! (21)

Arnaud de Montebourg ist einer der Parteigenossen, die versuchen, im PS eine Strömung hinter sich zu bringen, und möglichst als unangefochtener FĂŒhrer dieser Strömung die Politik des PS zu beeinflussen oder gar zu leiten. Er ist der AnfĂŒhrer von RĂ©nover maintenant, Jetzt renovieren/modernisieren. Vorher gehört er zu den GrĂŒndern der Strömung Nouveau Parti Socialiste, gemeinsam mit Vincent Peillon, dem Freund und FĂŒrsprecher von Georges FrĂȘche, mit Julien Dray, Liebhaber von Luxusuhren und derzeit der Korruption angeklagt, und dem PS-Sprecher BenoĂźt Hamon, dem einzigen seiner Partei, der gegen den pĂ€dophilen Kulturminister FrĂ©dĂ©ric Mitterrand Stellung bezieht und deshalb seinerseits unter Kreuzfeuer des PS gerĂ€t. Nun ist Arnaud de Montebourg Herrscher in seinem HĂŒhnerhof, aber in der Bresse gibt´s bessere HĂŒhner als ihn, das kann ich bezeugen. (22)

11. Dezember 2009

Update

Sie toben immer weiter gegen Georges FrĂȘche, Éric Besson, den die Klage des Georges FrĂȘche unbeeindruckt lĂ€ĂŸt, Linksradikale, Kommunisten, Sozialisten, 87,8 Prozent der Kommunisten der Region wollen eine Liste ohne Georges FrĂȘche, nur die kommunistischen VizeprĂ€sidenten des Regionalrates Henri Garino, Jean-Claude Gayssot, Josiane Collerais sowie Beatrice NĂ©grier, vom Mouvement rĂ©publicain et citoyen (MRC) des Jean-Pierre ChĂšvenement, sind weiter geschlossen auf seiner Seite. (23)

Georges FrĂȘche wird derweil krank, sein altes HĂŒftleiden holt ihn wieder ein, das, worĂŒber er zur Freude seiner Gegner gewitzelt hat mit dem Spruch, er kriegte noch einen hoch. (18)

Er muß alle seine Termine absagen und sich am Montag einer erneuten Operation unterziehen, was aber seine Verfolger nicht abhalten wird, ihn weiter zu verleumden, zu denunzieren und vom Versuch, ihn zu eliminieren. Es ist die bewĂ€hrte Tradition solcher "KĂ€mpfer", auf Schwache noch einzuprĂŒgeln; es wĂŒrde mich wundern, wenn es in diesem Fall nicht so kĂ€me. (24)

12. Dezember 2009

Update

Mit dem vom Figaro gemeinsam mit den Marktforschern und Beratern Newsfutures und ALTERmind gegrĂŒndeten kostenlosen Wettspiel PrĂ©dipol, zur Vorhersage der Ergebnisse der Regionalwahlen 2010, kennt man schon jetzt die Wahrscheinlichkeit, mit der Georges FrĂȘche am 14. und 21. MĂ€rz 2010 wiedergewĂ€hlt wird: 95%. Das soll aber den Parti Socialiste nicht hindern, sich weiter zu zerstören; denn die Zerstörung ist schon immer das, was die Linken am besten können; man braucht nur abzuwarten. (25)

Das System der Vorhersage funktioniert Àhnlich wie seinerzeit bei der Bestimmung des Austragungsortes der Olympiade 2012: Wer dem Ergebnis am nÀchsten kommen will, frage nicht die französischen MSM, die ihrem Publikum nach dem Munde reden und schreiben, sondern die Londoner Buchmacher. (26)

Der Figaro scheint daraus gelernt zu haben. Zuletzt hat er sich mit der Obama-Adoration seiner Journalisten lÀcherlich gemacht. Der Korrespondent Georges Malbrunot und der Kolumnist Yvan Rioufol sind nicht mehr zu einzigen, die den Tatsachen vor Wunsch und Wahrheit den Vorzug geben.

Meine Artikel zu Georges FrĂȘche findet man hier: (1)

19. Februar 2010

Quellen

(1) Georges FrĂȘche in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yhh3dye

(2) Heinz Buschkowsky bei Google.de 200 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/y9of836

Georges FrĂȘche bei Google.fr 228 000 rĂ©sultats
http://tinyurl.com/y8lvzf4

Georges FrĂȘche bei Google.fr ActualitĂ©s 762 rĂ©sultats
http://tinyurl.com/ydkr867

(3) Reinhard Mohr. "Hart aber Fair". Tortenschlacht ums KopftuchmÀdchen.
SpiegelOnline Kultur, 8. Oktober 2009
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,653874,00.html

(4) Georges FrĂȘche met le PS face Ă  ses contradictions.
Par François-Xavier Bourmaud, Le Figaro, 10 décembre 2009, p. 3
http://tinyurl.com/yes8emb

(5) Georges FrĂȘche im Figaro
http://tinyurl.com/ylga5cy

Jean-Louis Brochen avocat des islamistes. Google.fr 592 résultats
http://tinyurl.com/ydxdop4

(6) À la Une. Paul Allies : "Ce n´est pas fini". L´IndĂ©pendant, 10 dĂ©cembre 2009
http://tinyurl.com/y9q9zob

LANGUEDOC-ROUSSILLON G. FrĂȘche : le PS ne l´investit pas mais soutient ses listes. Par Fanny Dupuis, L´IndĂ©pendant, 10 dĂ©cembre 2009
http://tinyurl.com/yjv9y5x

(7) Nouveaux propos controversĂ©s de Georges FrĂȘche. WikiNews,
17 novembre 2006
http://tinyurl.com/yeypb2c

(8) Liste des joueurs sélectionnés par Raymond Domenech
http://www.fff.fr/servfff/historique/selection/der_selec_new .shtml

(9) Mise en examen de G. FRECHE. AJIR pour les Harkis
http://tinyurl.com/yguhfjx

(10) Languedoc-Roussillon. "Harkis sous-hommes" : Georges FrĂȘche relaxĂ© par la cour de cassation. Midi Libre, 31 mars 2009
http://tinyurl.com/yhu5as7

(11) "Eric Besson" "Frédéric Mitterrand" in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yc6nsry

(12) Politique. FrĂȘche dĂ©pose plainte contre Besson et Lefebvre.
Par François BarrÚre, Midi Libre, 10 décembre 2009
http://tinyurl.com/yhc3fhy

(13) Villefranche de Conflent. Werk von Vauban. Weltkulturerbe der UNESCO
http://www.villefranchedeconflent.com/

(14) LANGUEDOC-ROUSSILLON. Plainte pour "apologie de crime de guerre"contre Georges FrĂȘche. Par Laure Moysset, Midi Libre, 10 dĂ©cembre 2009, p. TEO 2
http://tinyurl.com/yjkqoeq

Vauban und der Einheitssteuersatz des Paul Kirchhof. 28. MĂ€rz 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-03-28_14-58-34.html

(15) Georges FrĂȘche poursuivi pour un nouveau dĂ©rapage verbal.
Le Monde, 10 décembre 2009
http://tinyurl.com/ydlznbb

(16) L´Ă©ditorial. Aubry et la votation du Languedoc. Par Paul-Henri du Limbert, Le Figaro, 10 dĂ©cembre 2009, p. 19
http://tinyurl.com/yhu6s5b

(17) Kinder der Schande. Von Anna Bernard, ZDF Aspekte, 1. August 2008
http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,7274603,00.html

Robert Brasillach, der Denunziant, der noch immer "ĂŒberall ist". 22. April 2004
http://www.eussner.net/artikel_2004-04-22_11-28-11.html

(18) FrĂȘche bande encore ! Par Fabrice Thomas, Perpignan-Toutvabien,
8 décembre 2009
http://tinyurl.com/ye9r267

(19) Un élu témoigne et confirme les propos visés. Par Laure Moysset,
L´IndĂ©pendant, 11 dĂ©cembre 2009, p. 17
http://tinyurl.com/yctdob8

(20) Georges FrĂȘche porte plainte contre Éric Besson et FrĂ©dĂ©ric Levebvre pour "diffamation et atteinte Ă  l´autoritĂ© des dĂ©cisions de justice". Par KĂ©vin Bernardi, 10 dĂ©cembre 2009
http://tinyurl.com/ycvyhlf

66500 Ria-Sirach
http://www.carte-france.info/ville-66500-ria-sirach/

3Úme Circonscription. Résultats des élections internes UMP. François Calvet, 25 novembre 2008
http://tinyurl.com/ye53k8f

(21) À la Une. RĂ©gionales. Montebourg veut "une liste alternative" Ă  FrĂȘche.
Midi Libre, 11 décembre 2009
http://tinyurl.com/yejlt77

(22) Arnaud de Montebourg. Député de la Bresse et du Val de SaÎne
http://www.arnaudmontebourg.fr/web/nav/article.php?id=50&rub =18

Poulet de Bresse
http://tinyurl.com/ydaq4jp

(23) RĂ©gionales : les vice-prĂ©sidents communistes avec Georges FrĂȘche.
Par SĂ©verine Troucat, L´IndĂ©pendant, 12 dĂ©cembre 2009, p. 18
http://tinyurl.com/ydqhhpf

(24) À la Une. RĂ©gion. Un subit coup de fatigue pour Georges FrĂȘche.
Midi Libre, 12 décembre 2009
http://tinyurl.com/yaykv8b

(25) "Pour ceux qui ont suivi FrĂȘche sur PrĂ©dipol, sa cote Ă©levĂ©e n´est pas une surprise." Propos recueillis par Albert Zennou, le Figaro, 19 fĂ©vrier 2010, p. 5
http://tinyurl.com/yzgjk3o

Newsfutures
http://www.newsfutures.com/www/fr/home.html

PrĂ©diPol. Élections RĂ©gionales 2010
http://predipol.newsfutures.com/f/index.html

ALTERmind
http://www.altermind.fr/

(26) JO 2012 : Paris 2012 devance-t-il vraiment Londres 2012 ?, Media-Ratings,
Mis en ligne le 5 juillet 2005
http://www.m-r.fr/actualite.php?id=1126

Jacques Chirac - Olympiade 2012 - SommeruniversitÀt des Parti Radical, Juli 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-07-12_03-52-17.html


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2009-12-10_22-46-09.html
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