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Pal√§stina-Israel: Ein einziger Staat mit Freiheit und Gerechtigkeit f√ľr alle

Es gibt am Rande des Gaza Freedom March und in seinem Dunstkreis Informationen √ľber Ereignisse und Erw√§gungen, die entfernt oder nah mit dem Happening und seinen Zwecken zusammenh√§ngen. Gemeint sind nicht nur Briefe und Gr√ľ√üe, die Code Pink Frauen, die Organisatorinnen des Marsches, von der Hamas und den Taliban direkt ins Wei√üe Haus tragen - ob die Kommunikation auch in umgekehrter Richtung funktioniert ist nicht bekannt -, sondern grunds√§tzliche √úberlegungen und Vorschl√§ge zur L√∂sung des Nahostkonfliktes. (1)

Der Marschierer Max Ajl dr√ľckt sein Anliegen so aus: Wir sind nicht 7 000 Meilen (11 265 km) geflogen f√ľr einen fortschreitenden Wechsel. Wir sind √ľber den Ozean geflogen f√ľr einen radikalen Wechsel. Erstens betr√§gt die Distanz zwischen seinem Wohnort New York-Brooklyn und Cairo Airport 5 611 Meilen/9030 km, und zweitens fliegt er sie, um an der Zerst√∂rung des Staates Israel mitzuwirken, das ist gemeint mit dem radikalen Wechsel. (2)

Die Abschaffung des Staates Israel ist angesagt, des Mitglieds der Vereinten Nationen seit dem 11. Mai 1949. Israel hat diplomatische Beziehungen zu 163 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, keine diplomatischen Beziehungen zu 37 Mitgliedsstaaten, davon 20 Mitglieder von 22 der Arabischen Liga. Einmal j√§hrlich wird Israel von den Vereinten Nationen in Feierlichkeiten zum "Pal√§stinatag" zur Zerst√ľckelung und zur weltweiten Emp√∂rung an den Pranger gestellt, die zahlreichen anti-israelischen Resolutionen kommen hinzu. (3)

Zur Unterst√ľtzung des Zweckes dieser guten Gesellschaft gibt das Au√üenministerium Frankreichs den Marschierern gern ein Empfehlungsschreiben mit auf den Weg, man m√∂ge sie √ľber Rafah nach Gaza einreisen lassen. Der 25-j√§hrige Anti-Zionist Max Ajl beginnt seinen Situationsbericht aus Kairo, vom 28. Dezember: Alle 32 Mitglieder der griechischen Delegation und 130 Mitglieder der franz√∂sischen Delegation - the latter had a letter from their government authorizing onward travel to Rafah, letztere besa√üen einen sie zur Weiterreise nach Rafah autorisierenden Brief ihrer Regierung - versuchten, Kairo zu verlassen und sich zum Grenz√ľbergang zu begeben. (4)

Barack Obamas Freunde von einst&jetzt, Code Pink, Bill Ayers&Bernardine Dohrn etc. begeben sich zu dem Behufe eigens bis nach Gaza City und zum Übergang Erez, wo sie sich mit Machthabern der Hamas und mit Frauen und Männern aus dem widerständigen Volke treffen. (5)

Unter den etwas veralteten Aktualit√§ten bei Google.fr gibt´s diesbez√ľglich eine Art Verm√§chtnis und Zusammenfassung dessen, was mit dem Gaza Freedom March und √§hnlichen Aktivit√§ten von Muslimen und radikalen Linken aus westlichen L√§ndern bezweckt wird.

Pal√§stina/Israel: Ein Einheitsstaat mit Freiheit und Gerechtigkeit f√ľr alle, ist das auf englisch bereits vor Weihnachten geschriebene und am 29. Dezember 2009 auf der Site Global Arab Network ver√∂ffentlichte Verm√§chtnis der Autorin des Palestine Chronicle Susan Abulhawa und des Chef-Herausgebers eben dieses Pamphlets Ramzy Baroud √ľberschrieben, letzterer verbreitet beispielsweise die L√ľge des Teddy Katz √ľber das angebliche Massaker von Tantura und beruft sich dabei auf ihn. In meinem Archiv befindet sich einiges zu Ramzy Baroud. (6)

Das Verm√§chtnis beginnt mit dem M√§rchen von multi-kulturellem und multi-religi√∂sem friedlichen Zusammenleben, immerhin bezeichnet als relative harmony, vor der Gr√ľndung Israels, einem √§hnlichen Phantasiegebilde wie dem von Al-Andalus. Wenn man nicht nur die 61 Jahre seit der Staatsgr√ľndung, sondern auch die Zeit von der Ersten Aliyah an ausklammert, also das Zusammenleben der Menschen unterschiedlichen Glaubens bis Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts betrachtet, so kann von einer Harmonie der Religionen nicht die Rede sein, nicht einmal einer relativen. Es herrscht der Islam, Juden und Christen sind in dauernder Unsicherheit lebende Dhimmis mit eingeschr√§nkten Rechten und vermehrten Pflichten.

Die Judenverfolgungen sind nicht beendet mit Kaiser Hadrian, sondern sie sind dem Islam immanent, der religi√∂se und politische Herrschaft √ľber alle anderen Religionen beansprucht und sie unter der von ihm unterworfenen Bev√∂lkerung Afrikas, Asiens und Europas konsequent durchsetzt. Im 19. Jahrhundert leben kaum noch Juden in Pal√§stina, sie sind vertrieben oder ermordet. Dennoch sind sie Objekte des Hasses der "Rechtgl√§ubigen". Einer der Ausbr√ľche dieses Hasses ist das vergessene Pogrom von Safed, von 1834. Dort leben zu der Zeit etwa 2000 Juden. (7)

Susan Abulhawa und Ramzy Baroud erz√§hlen geschichts- und kontextfrei von der Enteignung unserer Heimst√§tten, unseres Erbes, unserer Geschichte, unserer Familien, und auch das werden die friedensbewegten Pal√§stinenserfreunde der westlichen L√§nder rundum akzeptieren, ohne zu fragen. Dazu gibt´s ein Foto von der al-Aksa Moschee mit ihrer golden leuchtenden Kuppel. Ansonsten kommt Jerusalem in dem Artikel nicht vor. Das hat Tradition; denn au√üer der Moschee und der Macht √ľber die Stadt ist f√ľr die Muslime an Jerusalem noch nie etwas interessant gewesen.

Zum besseren Verst√§ndnis der "Enteignungen" k√∂nnte man die Stellungnahme von Benny Morris in der Irish Times lesen, auf ihn beziehen sich Juden- und Israelhasser, wenn sie beweisen wollen, da√ü die Zionisten die Araber 1948 aus rassistischen Motiven vertrieben h√§tten. Benny Morris widerspricht dem aber und begr√ľndet das auch. (8)

Exkurs in die fernere und nähere Vergangenheit Palästinas

Jerusalem wird im Koran kein einziges Mal erw√§hnt, dagegen 669 Mal in der j√ľdischen Bibel, und Zion, das als Synonym f√ľr Jerusalem und das Land Israel steht, kommt 154 Mal vor, insgesamt 823 Mal. Im Neuen Testament wird Jerusalem 154 Mal erw√§hnt und Zion 7 Mal. (9)

Mohammed verliert jedes Interesse an Jerusalem, seit die j√ľdischen St√§mme sich weigern, zum Islam zu konvertieren, und er sie auf der arabischen Halbinsel ausrottet. Jerusalem ist nach der Eroberung Pal√§stinas durch die Muslime von keinem ihrer Herrscher jemals zur Hauptstadt gew√§hlt worden, auch nicht von den osmanischen Kalifen und dem haschemitischen Herrscherhaus Jordaniens. Die Provinzhauptstadt ist Ramlah, ca. 50 Kilometer entfernt von Jerusalem. (10)

Zahlreiche Pal√§stinareisende des 19. Jahrhunderts berichten √ľber den Zustand des Landes und der angeblich von den Muslimen so geliebten Stadt Jerusalem. Jakob Philipp Fallmerayer schildert seinen Eindruck aus dem Jahre 1847 √ľber √Ėde und Ver√∂dung des Landes im Kapitel Die heiligen Oertlichkeiten in Jerusalem; die markantesten Stellen habe ich dokumentiert. (11)

Jerusalem, wie es heute ist, in d√ľrre Stein√∂den traurig hingelegt und dem Weltverkehr v√∂llig entr√ľckt, lebt nach Versiegung aller Quellen der Wohlfahrt und des b√ľrgerlichen Gl√ľckes nur noch von der Heiligkeit seines Terrains, vom geistlichen Credit und von den Legenden der Christen wie der Juden und der Mohammedaner. Mit welcher Ehrfurcht insbesondere die Bekenner des Islam √ľber Jerusalem schreiben und sprechen, ist allgemein bekannt. "Die reine, die edle Heilige, "das Haus der Heiligkeit" sind im Orient die landes√ľblichen Ausdr√ľcke von den h√∂chsten Classen der Gesellschaft bis zu den untersten herab, so oft von Jerusalem die Rede ist.

Haus der Heiligkeit nennen die Juden den Tempel, Beit Hamikdash. Der arabische Begriff Al Qods ist eine √úbersetzung aus dem aram√§ischen und hebr√§ischen "BeiT ha-MiKDaSH", was Tempel hei√üt. Die arabische Bezeichnung bezieht sich nicht auf Mohammeds n√§chtliche Reise in den Himmel, sondern auf den j√ľdischen Tempel, wie man bei Rabbi Joseph Katz nachlesen kann. (12)

Schon damals ist es so: gro√üe Worte der Muslime und nichts dahinter. Reisende des 19. Jahrhunderts nach Pal√§stina und Jerusalem bekunden √ľbereinstimmend, da√ü muslimische Herrscher die Gegend haben vollst√§ndig verfallen lassen.

Jerusalem ist noch immer in allen ihren Bestandteilen eine orientalische Stadt; in ihrer Enge und dem Dreck, in ihrer Stagnation und sittlichen Dunkelheit. Es war wieder einmal schwierig sich vorzustellen, da√ü dies tats√§chlich die Hauptstadt Davids und Salomons war, zu deren Ehren hebr√§ische Dichter und Propheten ihre beseelten Gedanken hervorbrachten; wo man sagte, da√ü der Gott Israels auf Erden wohnte und seinen Ruhm im Tempel offenbarte; wo Er, das "Haupt aller kirchlichen Dinge", leibhaftig lebte und lehrte und litt und starb, "das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die S√ľnden der Welt." Trotzdem war es genauso; und von diesem nunmehr unbedeutenden Ort, der so erniedrigt und in den Staub getreten ist, ging in fr√ľheren Zeitaltern auf die Nationen ein Einflu√ü von Wohl und Wehe f√ľr Zeit und Ewigkeit hernieder, so wie ihn die ganze √ľbrige Welt niemals ausge√ľbt hat.

So schildert der US-amerikanische Bibellehrer Edward Robinson die Eindr√ľcke von seiner zweiten Reise nach Pal√§stina, im Fr√ľhjahr 1852, und die Al-Aksa Moschee findet er vernachl√§ssigt und umwuchert von Kakteendickicht vor. Um Zugang zum S√ľdeingang zu bekommen, mu√ü er einen riesigen Umweg machen. Das Dickicht wuchert so √ľppig, da√ü er den Ort den W√§nden entlang nicht vermessen kann. (13)

Mark Twain zitiert im Kapitel 56 seines Buches Innocents Abroad, aus dem Jahr 1869, zur Pr√§zisierung seiner Eindr√ľcke vom desolaten Zustand Pal√§stinas einen anonymen Autor:

"Monoton und nicht einladend, wie das meiste des Heiligen Landes Menschen erscheinen wird, die gewohnt sind an nahezu st√§ndig andauerndes Gr√ľn der Blumenschmucks, weite Str√∂me und die wechselnde Oberfl√§che unseres eigenen Landes, m√ľssen wir doch daran denken, da√ü f√ľr die Israeliten seine Erscheinung nach dem beschwerlichen W√ľstenmarsch von vierzig Jahren ganz anders gewesen ist."

Was alle von uns zugestehen werden. Aber es ist tatsächlich "monoton und nicht einladend", und es gibt keinen ausreichenden Grund, es irgendwie anders zu beschreiben.

Der letzte Satz des Kapitels lautet: Palästina ist nicht mehr von dieser Alltagswelt. Es ist der Dichtung und der Tradition heilig - es ist ein Traumland. (14)

Hundert Jahre darauf ist die Lage, was Jerusalem angeht, ebenso. Im Gr√ľndungsdokument der PLO, aus dem Jahr 1964, ist Jerusalem als Tagungsort erw√§hnt. Wo, wenn nicht in dem Dokument, h√§tten die Araber ihrer angeblichen Verbundenheit mit der Stadt und ihrem Anspruch auf sie schriftlich Ausdruck verleihen k√∂nnen? (15)

Auch in der Palastinian National Charter, von 1964, kommt Jerusalem nicht vor, daf√ľr aber Jihad, der Glaubenskrieg: We, the Palestinian Arab people, who believe in its Arabism and in its right to regain its homeland, to realize its freedom and dignity, and who have determined to amass its forces and mobilize its efforts and capabilities in order to continue its struggle and to move forward on the path of holy war (al-jihad) until complete and final victory has been attained ... Wir, das pal√§stinensisch arabische Volk, die wir glauben an seinen Arabismus und sein Recht, das Heimatland wieder zu erreichen, um seine Freiheit und W√ľrde zu verwirklichen, und die wir beschlossen haben, seine Kr√§fte zu sammeln und seine Anstrengungen und F√§higkeiten zu mobilisieren, um seinen Kampf fortzusetzen und vorw√§rts zu schreiten auf dem Weg des Heiligen Krieges (al-Jihad) bis der vollst√§ndige und endg√ľltige Sieg erreicht ist ...

Die Stadt aber ist nur interessant f√ľr sie im Zusammenhang mit der Zerst√∂rung des Staates Israel. Dieses Ziel verfolgen sie als Interessenvertreter Jordaniens, das zur Arab Summit Conference, vom 13. Januar 1964, bereits zukunftsweisende Briefmarken herausgibt, auf denen Jud√§a und Samaria sowie Gaza zu Jordanien geh√∂ren. Eine analoge Briefmarke zur Einverleibung Gazas in √Ągypten gibt es schon 1957. Die internationale Grenze √Ągyptens verl√§uft jedoch damals und bis heute bei Rafah. (16)

Die Befreiung, das ist die Befreiung von Israel. Anspr√ľche auf das Westjordanland und auf Gaza, besetzt bzw. annektiert von Jordanien und √Ągypten, zur Gr√ľndung eines pal√§stinensischen Staates werden von der PLO nicht erhoben. Im Artikel 24 hei√üt es ausdr√ľcklich: Diese Organisation (die PLO) √ľbt keinerlei territoriale Souver√§nit√§t aus √ľber die West Bank im haschemitischen K√∂nigreich von Jordanien, √ľber den Gazastreifen oder in der Himmah Gegend (= Enklave am S√ľdost-Ufer des Galil√§a-Sees). (17)

Jihad, Glaubenskrieg, wird nur gegen "Ungl√§ubige" gef√ľhrt, das hei√üt hier konkret, gegen die Juden und Israel. Wir, das pal√§stinensische arabische Volk, gegr√ľndet auf unser Recht der Selbstverteidigung und die vollst√§ndige Wiederherstellung unseres verlorenen Heimatlandes, wie es in der Einleitung zur Palestinian National Charter hei√üt, das meint allein Israel. Ein Befreiungskampf gegen Jordanien und √Ągypten ist nicht vorgesehen, wohl aber, gem√§√ü Artikel 2 der Verfassung, die Vereinigung des eroberten Israel mit Westjordanland, Gaza und Jordanien, wie es auch im Phased Plan, Artikel 5, vom 9. Juni 1974, wiederholt wird: Sich gemeinsam mit den jordanischen nationalen Kr√§ften durchzuk√§mpfen, um eine jordanisch-pal√§stinensische nationale Front zu bilden, deren Ziel es sein wird, im engen Kontakt mit dem pal√§stinensischen durch den Kampf befreiten pal√§stinensischen "Gebilde" in Jordanien eine demokratische nationale Macht einzurichten. (18)

Historisch und nach internationalem Recht steht die Argumentation der Autoren des Palestine Chronicle auf t√∂nernen F√ľ√üen, wie schon bei den spanischen Genossen, die einfach die UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947, wegfallen lassen. (19)

Entscheidungen und Handlungen islamischer Herrscher und ihrer Untertanen kommen bei ihnen nicht vor, Muslime gefallen sich in der Rolle des Opfers, und den anti-imperialistischen Freunden gef√§llt es noch mehr. So versteht es sich, da√ü die Absage der arabischen Delegation an die Gr√ľndung zweier Staaten in ihrer Argumentation niemals vorkommt. (20)

Ebenfalls √ľbergangen wird die vollst√§ndige Vertreibung der Juden durch die Araber, w√§hrend des Unabh√§ngigkeitskrieges 1948/49 und danach, aus Jud√§a und Samaria, alias Cis-Jordanien, Westjordanland oder Westbank, sowie aus dem Judenviertel Jerusalems. Jordanien hat Ostjerusalem, Jud√§a und Samaria von 1949 bis 1967 gegen internationales Recht annektiert, diese Annektion ist nur von Gro√übritannien und Pakistan anerkannt worden. Fotos von der Vertreibung der Juden aus dem Ostteil Jerusalems hat die Zeitschrift LIFE archiviert. Eine Auswahl sieht man auf der Site von Ben Atlas. (21)

Dieser nahezu judenreine Teil wird heute als "arabisch" beansprucht und nicht nur er, sondern ganz Jerusalem, von der Hamas sowieso und seit ihrem letzten Kongreß auch von der Fatah. (22)

Soweit zur "Judaisierung" des Landes.

Zur√ľck in die Gegenwart

Sich vorzustellen, was unter diesen Umst√§nden Pal√§stina/Israel: Ein Einheitsstaat mit Freiheit und Gerechtigkeit f√ľr alle bedeutet, dazu bedarf es keiner besonderen Phantasie. Die Vereinigung Israels mit dem Westjordanland und mit Gaza hie√üe nicht Demokratisierung des Territoriums - woher sollte die F√§higkeit zur Demokratie bei den Arabern auch kommen, sondern es w√§re die Zerst√∂rung Israels in seiner gegenw√§rtigen demokratischen Verfassung, das Ende der Existenz Israels. An einen demokratischen Staat, an Freiheit und Gerechtigkeit f√ľr alle, unbeschadet ihrer Religion, w√§re nicht zu denken, sondern an die Unterwerfung des Einheitsstaates unter eine Terrorherrschaft, wie sie heute in Gaza w√ľtet. Was das Verm√∂gen Israels angeht, seine Geb√§ude, seine Infrastruktur, seine gesellschaftliche Verfa√ütheit etc. das w√ľrde so enden wie 2005 in Gaza, gepl√ľndert, ausgeraubt, zerst√∂rt.

Auf diesen Zustand hin arbeiten Vereinigungen wie das International Solidarity Movement, das Free Gaza Movement, der Gaza Freedom March, Viva Palestina, CAPJPO-EuroPalestine, Collectif 66 paix et justice en Palestine, und wie sie alle hei√üen m√∂gen. Niemand glaube, da√ü die Mitglieder oder gar die F√ľhrer dieser Gruppen ernsthaft annehmen, in einem Einheitsstaat k√∂nnten Muslime, Juden und Christen gleichberechtigt und frei leben. Sie kennen Geschichte und Gegenwart von Juden und Christen in islamischen L√§ndern. Es ist ihnen nicht wichtig, was mit den Menschen in dem Einheitsstaat geschieht, wichtig ist ihnen, da√ü Israel zerst√∂rt wird, und da√ü die Juden dort in Schach gehalten oder vertrieben oder ermordet werden wie einst in den arabischen L√§ndern, von Mauretanien bis Oman. (23)

Susan Abulhawa und Ramzy Baroud machen kein Hehl daraus, da√ü sie diese L√∂sung mit Gewalt anstreben: Verglichen mit den Erfolgen dieser Graswurzelbewegungen (die oben genannten International Solidarity Movement etc.) wird die Vergeblichkeit von "Verhandlungen" schmerzhaft sichtbar. Es ist klar, da√ü wird nicht von unseren F√ľhrern (gew√§hlt oder oktroyiert) erwarten k√∂nnen, da√ü sie Gerechtigkeit erreichen.

So sieht es auch die Hamas, und so steht es im Artikel 13 ihrer Verfassung: Initiativen und sogenannte friedliche Lösungen und internationale Konferenzen sind unvereinbar mit den Grundsätzen der Islamischen Widerstandsbewegung (=Hamas). Irgend einen Teil von Palästina zu mißbrauchen, ist gegen einen Teil der Religion gerichteter Mißbrauch. Der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Teil ihrer Religion. (24)

Die Autoren erkl√§ren: Die Vorstellung von religi√∂s-ethnozentrischem Anspruch und Ausschlie√ülichkeit f√ľr ein Volk auf Kosten eines anderen, ist weltweit zur√ľckgewiesen worden. Nun ist aber gerade das die Lage in s√§mtlichen islamischen Staaten, und da ist es keine Vorstellung, sondern seit der UN-Resolution Nr. 181, vom 29. November 1947, ist er brutale Wirklichkeit, der religi√∂s-ethnozentrische Anspruch. Die Juden werden aus den arabischen Staaten vertrieben. Von 856 000 Juden in zehn arabischen L√§ndern, im Jahr 1948, sinkt ihre Zahl auf 7 635 Juden in denselben L√§ndern, im Jahr 2004, wobei Marokko mit 5 500 und Tunesien mit 1 500 Juden hervorstechen. In den acht √ľbrigen L√§ndern wohnen, im Jahr 2004, 0 bis 200 Juden. Die Gesamtzahl d√ľrfte heute darunter liegen. (25)

Die Juden in Jemen f√ľrchten um ihr Leben, aber weigern sich dennoch, Aliyah zu machen, d.h., nach Israel auszuwandern, lautet die Schlagzeile, vom 7. Januar 2010. (26)

Diesen Zustand der Angst um Leib und Leben hätten die Autoren und ihre Freunde aus den linken Palästinabewegungen gern auch auf dem Gebiet des heutigen Israel. Daher erteilen sie der Zweistaatenlösung eine Absage, sie sei ein Instrument zur Umgehung der grundlegenden Menschenrechte der Palästinenser.

Wie wunderbar das Zusammenleben im Einheitsstaat sein werde, zeige eine Umfrage, die deutlich mache, da√ü Pal√§stinenser sich weigerten, die Feinde unserer j√ľdischen Br√ľder und Schwestern zu sein. Darum sei es Zeit, Pal√§stina wiederzuvereinigen, so wie es einst gewesen sei: Ein einziger demokratischer Staat mit Freiheit und Gerechtigkeit f√ľr alle, unbeschadet ihrer Religion. (27)

Der palästinensische Pazifist Sari Nusseibeh

Wenn man seine Tr√§nen der R√ľhrung getrocknet und das Sinnieren dar√ľber beendet hat, warum Susan Abulhawa und Ramzy Baroud nicht die wundervollen Umfrageergebnisse der Freundschaft zum Beweise und f√ľr jeden sichtbar verlinken, kann man einen Blick werfen auf einen scheinbar freundlicheren, in Wirklichkeit aber noch heimt√ľckischeren Vorschlag des gelehrten pazifistischen Pal√§stinensers Sari Nusseibeh, des in europ√§ischen MSM gern vorgezeigten Doyens der Universit√§t Al-Qods, der in Jerusalem von Adrien Jaulmes f√ľr den Figaro interviewt wird. (28)

F√ľr ihn ist die Jerusalemfrage nicht priorit√§r. Die Situation dort sei nicht mehr wie 1967, sondern eine Teilung w√§re viel schwieriger, wenn nicht unm√∂glich. Die Zionisten h√§tten sich mit Beton und Asphaltstra√üen in Cis-Jordanien installiert, von diesem Standpunkt aus existieren sie. Aber was Fleisch und Blut angeht, bleiben sie Fremde. Je mehr sie erfolgreich betonnieren, desto weniger erreichen sie eine wahre Demokratie und sich in der Region zu verwurzeln. Fremde! In Jud√§a und Samaria!

Die Aussicht auf eine Zweistaatenl√∂sung sei auf Grund der Kolonisierungst√§tigkeit der Israelis ebenfalls entschwunden, die Israelis w√ľrden Opfer ihres eigenen Erfolges. Die Kolonisierung Jerusalems und Cis-Jordaniens mache eine Zweistaatenl√∂sung unm√∂glich und zwinge Israel, mit einer betr√§chtlichen arabischen Bev√∂lkerung zusammenzuleben und dadurch das demokratische System in Frage zu stellen.

Er r√§umt gravierende Fehler und Versagen der pal√§stinensischen Araber ein, Unf√§higkeit zu verhandeln, oder die Verhandlungen zu verstehen, und auch die Korruption. Die Aktivit√§ten zur Erreichung eines Staates h√§tten dazu gef√ľhrt, da√ü die Lebensverh√§ltnisse der Bev√∂lkerung vernachl√§ssigt worden seien. Sari Nusseibeh h√§lt also aufrecht, da√ü es den pal√§stinensischen F√ľhrern jemals um die Schaffung eines Staates gegangen ist. Alle Ereignisse der Geschichte sprechen dagegen.

Der Mißerfolg sei aber auch zustande gekommen, weil die andere Seite, die Israelis, nichts hätten geben wollen. Heute sähen die Israelis auf Grund ihrer Dynamik keine Veranlassung mehr zu Konzessionen. Die Israelis dächten nur noch in machiavellischen Kategorien, nur die Macht zähle, sie sei der einzige Garant ihres Überlebens.

Er berichtet √ľber einige Pl√§ne, die er seit 1967, den ersten gemeinsam mit Uri Avnery, vorgelegt hat, der beste sei der aus den 80er Jahren gewesen, da er gefordert habe, Israel m√∂chte Cis-Jordanien und Gaza schlicht&einfach annektieren. Mit Ami Ayalon, dem ehemaligen Leiter des israelischen Sicherheitsdienstes Shin-Bet habe er dann 2002 einen Plan zur Zweistaatenl√∂sung vorgelegt. 2003 aber habe Mahmud Abbas die Road Map unterzeichnet, was ein Fehler gewesen sei.

Was empfehlen Sie heute? fragt ihn Adrien Jaulmes.

In einem Brief an Barack Obama und George Mitchell habe er vorgeschlagen, umgehend alle unn√ľtzen Verhandlungen einzustellen: alle Fragen sind mehr oder weniger geregelt worden, es bleiben nur noch unl√∂sbare Punkte. Auf der Stelle m√ľ√üten die USA selbst eine L√∂sung der verbliebenen Probleme vorschlagen. Jedes Lager schl√ľge dann den Plan als Referendum vor. Die Abstimmung f√§nde am selben Tag statt und die Antwort h√§nge ab von der Akzeptanz durch die andere Seite.

Welche Aussicht bleibt f√ľr die Pal√§stinenser?

Mein n√§chster Vorschlag wird sein, Israel zu bitten, uns zu annektieren und uns als B√ľrger dritter Klasse zu akzeptieren. Dann profitierten die Pal√§stinenser von elementaren Rechten, von freier Bewegung, Arbeit, Gesundheitswesen, Erziehung&Bildung, aber sie h√§tten kein politisches Recht. Wir w√§ren keine B√ľrger, sondern nur Untertanen.

Sari Nusseibeh wei√ü sicherlich, da√ü selbst solche Bedingungen denen in Cis-Jordanien und Gaza vorzuziehen sind, nicht umsonst wehren sich pal√§stinensische Araber, die bei Grenzbegradigungen nach Cis-Jordanien wechseln und endlich in einem islamischen Land leben k√∂nnten, h√§nderingend dagegen. Er wei√ü auch, da√ü in arabischen Staaten niemand volle B√ľrgerrechte besitzt, da√ü die Bev√∂lkerung dort von Rechten, wie sie die Araber in Israel haben, nur tr√§umen k√∂nnen.

Aber ihm ist sicher klar, da√ü Israel keine B√ľrger "dritter Klasse" eingemeinden kann, und noch klarer ist ihm, da√ü die "internationale Staatengemeinschaft", dieselbe, die sich nicht schert um die inneren Zust√§nde der arabischen Staaten, ein Gezeter anfinge √ľber die Zust√§nde in Israel.

Das Heimt√ľckische an dem Vorschlag ist, da√ü er dort endet, wo er realisierbar w√§re. Jud√§a und Samaria zu Israel zu geben, und den dort lebenden 2,5 Millionen Arabern Unterst√ľtzung f√ľr eine Ansiedlung in arabischen Staaten zu gew√§hren, mit denen der Umzug auszuhandeln w√§re. Menschen "dritter Klasse" in Cis-Jordanien zu werden, welch eine absurde Idee! Sie w√§re technisch auch gar nicht durchzuf√ľhren im Zusammenleben mit Arabern "zweiter Klasse", womit die arabischen Israelis gemeint sind?

Oder sollen die "zweite" und die "dritte Klasse" gemeinsam der "ersten Klasse" den Garaus machen?

Die arabischen Staaten m√ľ√üten endlich aufh√∂ren, die Terrororganisationen in Cis-Jordanien und Gaza zu unterst√ľtzen und bereit sein, die pal√§stinensischen Araber in ihren L√§ndern aufzunehmen und ihnen das B√ľrgerrecht zu erteilen. In Kuwait haben bis zum Zweiten Golfkrieg fast eine halbe Million Pal√§stinenser gewohnt und gearbeitet, 90 Prozent von ihnen sind vertrieben worden, weil Yasser Arafat auf der Seite des Irak stand. Ich habe einige von ihnen in der Zusammenarbeit als kompetente und freundliche Menschen kennengelernt. Wieso kann man sie im einen Fall vertreiben, ohne da√ü es die "internationale Staatengemeinschaft" schert, aber eine gro√üz√ľgig finanzierte Umsiedlung der Mehrheit der Araber aus Jud√§a und Samaria ist nicht m√∂glich?

Den Arabern von Gaza k√∂nnten √§hnliche Angebote gemacht und der Streifen mit denjenigen, die nicht fort wollen, an √Ągypten gegeben werden, verwaltet oder eingemeindet. (29)

Die reichen √Ėlstaaten und die westlichen Geber USA und EU br√§uchten ihre Unterst√ľtzergelder nur umzuschaufeln von der ineffizienten Pal√§stinensischen Autonomiebeh√∂rde und den Terrororganisationen hin zur friedlichen Bev√∂lkerung. Das h√§tte Sari Nusseibeh zumindest andeuten k√∂nnen, aber es ist mit ihm wie mit allen Pal√§stinensern: Immer werden Anforderungen, Vorschl√§ge, Beschwerden nur an Israel gerichtet; sie sind damit unrealistisch, weil Israel gar nicht einseitig handeln kann. Die eigenen Leute werden nicht gefordert, man k√∂nnte bei ihnen in Ungnade fallen, und die reichen Scheichs und Saudis k√∂nnten den Transfer der Petrodollar einstellen.

Barack Obama und seine Berater arbeiten derweil den n-ten nicht funktionierenden Friedensplan aus, der in zwei Jahren den Konflikt l√∂sen soll. Wieder wird Zeit vertan, wieder werden Opfer zu beklagen sein, wieder oder noch immer wird Israel schuld sein an allem √úbel. Die USA gehen nach wie vor von einer Zweistaatenl√∂sung aus, eine weitere Kolonisierung finde dann nicht mehr statt. Der Pal√§stinenserstaat soll in Cis-Jordanien und in Gaza eingerichtet werden auf der Grundlage der Waffenstillstandslinie zwischen 1949 und 1967, was hei√üt, da√ü die Araber nicht zur Rechenschaft gezogen werden f√ľr ihre Handlungen, milit√§rischen Operationen und Terroraktivit√§ten seit dem Sechstagekrieg. Wie man sich einen Staat mit Fatah und Hamas in der Regierung vorzustellen hat, ist auch nicht klar. Wird The One mit dem friedlichen Ismail Haniyeh pers√∂nlich verhandeln?

Wenn es nicht so traurig w√§re, k√∂nnte man hellauf lachen. Wenn sie wenigstens in dem Punkt auf die Hamas, die pal√§stinensischen und linksradikalen Aktivisten und auf Sari Nusseibeh h√∂ren w√ľrden: Schlu√ü mit Verhandlungen!

Aber George Mitchell mu√ü noch einmal seine irischen Erfahrungen einbringen, es tut sich etwas: Change. Hillary Clinton und die US-amerikanische Diplomatie sind im Gro√üeinsatz, Paris, Br√ľssel, Kairo, Amman. Was wollen sie mit ihren √§gyptischen Counterparts besprechen, den Aufruhr am "Gaza Freedom Square", die Gefechte mit den Pal√§stinensern in El-Arish und in Rafah?

Man tue sich den AFP-Bericht an, soviel Naivität und Dilletantismus von Politikern hat lange nicht in so wenigen Zeilen Platz gehabt. (30)

8. Januar 2010

Quellen

(1) Hamas Delivers Peace Letter to President Obama. By Medea Benjamin, CommonDreams.org, June 4, 2009
http://www.commondreams.org/view/2009/06/04

Obama¬īs Newest Taliban Czar is Jodie Evans, Code Pink Commie.
Bare Naked Islam, November 18, 2009
http://tinyurl.com/yhwb3oz

Jane Fonda, Armand Hammer Museum, October 10, 2009
http://janefonda.com/armand-hammer-museum

Jodie Evans is Barack Obama¬īs Code Pink Liaison to Taliban Insurgents. American Power, November 18, 2009
http://tinyurl.com/yb9cke7

(2) Still in Egypt. By Max Ajl, Jewbonics, January 4, 2010
http://www.maxajl.com/?p=2809

(3) Israel. UN Member States
http://www.un.org/en/members/#i

Foreign Relations of Israel. Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Foreign_relations_of_Israel

Happy Palestine Day. By Ami Isseroff, ZioNation, November 11, 2008
http://www.zionism-israel.com/log/archives/00000629.html

(4) The Gaza Freedom March Loves the Egyptian Government. By Max Ajl, Jewbonics, December 28, 2009
http://www.maxajl.com/?p=2770

(5) Bill Ayers, Israel´s Latest Attacker ‚Äď by P. David Hornik,
FrontpageMagazine, January 7, 2010
http://tinyurl.com/yb8gmgg

(6) Susan Abulhawa. Arab World Books
http://www.arabworldbooks.com/authors/susan_abulhawa.htm

Al-Tantura: a massacre denied for more than fifty years.
By Ramzy Baroud, Muslimedia: February 16-29, 2000
http://www.muslimedia.com/archives/special00/tantura.htm

Ramzy Baroud in meinem Archiv
http://tinyurl.com/y8zlcbj

(7) Das vergessene Pogrom von Safed. Der Judenhaß der muslimischen Welt
und der Antisemitismus der Nazis haben keinen gemeinsamen Ursprung!
8. September 2006 / 5. März 2007
http://www.eussner.net/artikel_2006-09-08_01-09-41.html

(8) Israel and Palestine - according to Benny Morris. By Ami Isseroff,
Israel News, February 21, 2008
http://tinyurl.com/yf8pd9j

(9) The Muslim Claim to Jerusalem. By Daniel Pipes, The Middle East Quarterly,
Fall 2001
http://www.meforum.org/490/the-muslim-claim-to-jerusalem

(10) Why and When was the Myth of al-Aqsa Created? By Mordechai Kedar,
October 15, 2000. Jewish Magazine, September 2002
http://www.jewishmag.com/59mag/al-aqsa/al-aqsa2.htm

(11) Jakob Philipp Fallmerayer: Palästina. Die heiligen Oertlichkeiten in
Jerusalem (1852). 13. Dezember 2009
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(21) LIFE in Israel in 1948 - Part 1. By Ben Atlas on July 2, 2009
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(22) Fatah demands return of Jerusalem. UPI, August 8, 2009
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(26) Yemen´s Jews fear for their lives, yet refuse to make aliyah.
By Daniel Edelson, YNet, January 7, 2010
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Caught in Strife, Yemen´s Jews Cling Fiercely to Their Ancient Heritage.
Letter from Sana´a. By Josh Berer, The Jewish Daily Forward,
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(27) Palestine - Israel: A Single State, with Liberty and Justice for All.
By Susan Abulhawa and Ramzy Baroud, Global Arab Network,
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Palestine/Isra√ęl : Un Etat unique, avec libert√© et justice pour tous.
Par Susan Abulhawa et Ramzy Baroud. Traduction : Claude Zurbach.
Info-Palestine.net, 4 janvier 2010
http://www.info-palestine.net/article.php3?id_article=7917

(28) Sari Nusseibeh: "Un √Čtat palestinien est devenu impossible". Propos
recueillis à Jérusalem par Adrien Jaulmes, Le Figaro, 5 janvier 2010, p. 7
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(29) West Bank. CIA. The World Factbook
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Gaza Strip. CIA. The World Factbook
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(30) US intensifies diplomacy to restart Mideast peace talks.
By Lachlan Carmichael (AFP), January 7, 2010
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Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2010-01-08_02-12-10.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 16.01.2017, 12:18 Uhr