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Sir Peter Ustinov und Wolfgang Benz oder: Der Hase und der Igel

1989, einen Monat vor dem Massaker auf dem Tienanmen-Platz, bin ich erstmalig in Beijing, und da ist der Besuch der Verbotenen Stadt selbstverst√§ndlich. Eine freundliche Botschaftsbeamtin gibt mir den Ratschlag, unbedingt die Kopfh√∂rer zu nutzen; denn es sei Peter Ustinov, von dem man gef√ľhrt werde. Ich habe lange keine einf√ľhlsamere, humorvollere F√ľhrung erlebt als diese. Auch Filme mit Peter Ustinov sind mir in guter Erinnerung. Die Filme Topkapi und Tod auf dem Nil kann man als Dauerbrenner in den Regionalprogrammen der ARD jahraus, jahrein und rauf&runter sehen. Das ist bislang alles, was ich von ihm wei√ü, er ist bei mir positiv verbucht. (1)

Nun erfahre ich von dem durch ihn am 11. August 2003 gegr√ľndeten und von der Stadt Wien mit Steuergeldern finanzierten Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bek√§mpfung von Vorurteilen und werde auf Grund der Erfahrungen mit einem √§hnlich benannten Institut in Berlin aufmerksam. Was ist Sinn und Zweck eines solchen Instituts, was soll vermittelt werden?

Was man von Sir Peter Ustinovs politischen Ansichten und Aktivit√§ten halten kann, liest man im britischen Telegraph. Ich kann nur schlecht von ihm sprechen, schreibt Stephen Pollard nach dessen Tod. Er versucht herauszufinden, wie es angehen kann, da√ü ein Mann wie Peter Ustinov, der noch jeden Tyrannen verteidigt hat, so hochgelobt werden kann. Er unterst√ľtzt und verteidigt die Schl√§chter des Tiananmen Platzes, Josef Stalin, Slobodan Milosevic, Osama bin Laden, Saddam Hussein. Als Kanzler der Durham University erkl√§rt er: "Leute √§rgern sich √ľber die Chinesen, da√ü sie die Menschenrechte nicht mehr achten. Aber mit einer Bev√∂lkerung dieser Gr√∂√üenordnung ist es sehr schwer, die gleiche Einstellung zu Menschenrechten zu haben." Josef Stalin hat laut Sir Peter Ustinov "Leid" f√ľr "Tausende" gebracht. Seine Fernsehserie Peter Ustinovs Ru√üland wird von Kritikern als Intourist-Werbung betrachtet. Michail Gorbatschows Fehler sei gewesen, die USA zur einzigen verbleibenden Supermacht zu machen.

Er ist gegen die Milit√§raktionen in Afghanistan und im Irak: "Du kannst Terrorismus nicht bek√§mpfen, ohne selbst Terrorist zu werden." Er ist aber durchaus f√ľr Strafverfolgung, und zwar von Gesch√§ftsleuten. "Die Schaffung eines Komitees f√ľr einen Weltgerichtshof ist sehr bedeutend, weil es Unternehmen gibt, die m√§chtiger sind als manche Regierungen."

Stephen Pollard faßt zusammen. Stalin: OK, Unternehmen: kriminell; al-Qaida und die USA: moralisch gleich. Ermordung chinesischer Dissidenten: gut; Beseitigung von Tyrannen: schlecht. Das war die Weltanschauung des Sir Peter Ustinov, "Menschenfreund". (2)

Sir Peter Ustinov Stiftung

1999 gr√ľndet der UNICEF Botschafter die Sir Peter Ustinov Stiftung, mit Hauptsitz in M√ľnchen, und einem Kapital von zun√§chst 100 000 DM. Ihr Zweck ist die Hilfe f√ľr Kinder unabh√§ngig von Herkunft, Abstammung, Glauben. Es gibt einen Vorstand und einen Aufsichtsrat, deren Mitglieder man auf der offiziellen Site nur schwer finden kann. "Ein Tropfen im Ozean, der nicht verloren geht", der Jahresbericht 2007, und Br√ľcken bauen, der Jahresbericht 2008, weisen aus:

Am 2. Oktober 2001 werden die √ľberarbeiteten Statuten ver√∂ffentlicht. (3)

Die verbogene deutsche Sprache im Titel des Jahresberichts 2007 gibt Aufschlu√ü √ľber das Bildungsniveau der Stiftungsmitarbeiter. Der Ozean geht tats√§chlich nicht verloren. Es w√§re einfach und viel poetischer gewesen zu schreiben: Im Ozean der Tropfen, der nicht verloren geht.

Die Schauspielerin und Schriftstellerin Lady Helena Ustinov, geborene du Lau d´Allemans, ist die dritte Ehefrau, der Bildhauer und S√§nger Igor Ustinov ist sein Sohn aus zweiter Ehe, mit Suzanne Cloutier. Der linke Londoner Independent wei√ü nichts weiter √ľber die dritte Ehefrau, als was Sir Peter Ustinov √ľber sie sagt: "Sie hat mich zu etwas gemacht, was dem Mann nahekommt, der ich einstens hoffte zu sein, privat und insgeheim." (4)

Man gewinnt einen Eindruck, welchen Einfluß die beiden Familienmitglieder auf die Stiftung nehmen. Keinen, sie sind Galionsfiguren. Profitieren tun die anderen Vorsteher und Räte.

Der verstorbene Dr. Clemens Grosche war Gesch√§ftsf√ľhrer der in D√ľsseldorf, Ridgewood, New Jersey, und Beijing ans√§ssigen Unternehmensberatung Dr. Clemens Grosche & Partner und zahlreicher anderer Firmen. Vom Tod des Gesch√§ftsf√ľhrenden Gesellschafters wei√ü man auf der Site des Unternehmens nichts. Er ist aber am 16. Mai 2009 tats√§chlich verstorben. Eine Lobhudelei gr√∂√üeren Ausma√ües bringt das Personal der Stiftung hervor. Sein gewinnender Enthusiasmus ist dabei von unfreiwilliger Doppeldeutigkeit. (5)

Aktuell ist G√ľnter Conrad Vorsitzender, und es gibt im Stiftungsrat Christopher H. Wasserman statt Dr. Kurt Wessing. (6)

Dr. Kurt Wessing ist Vermögensberater. Unter der Überschrift Auch wir sind das Volk möchten Manfred Bissinger und er zusammen mit vielen anderen ihre Interessen besser wahrgenommen wissen. Wer mutig ändert, was geändert werden muss, hat uns auf seiner Seite. Auf knapp 3,4 Millionen der Sir Peter Ustinov Stiftung wird er in seiner Eigenschaft als Stiftungsrat gewiß Einfluß haben. (7)

Christopher H. Wasserman ist Vizepr√§sident des Aufsichtsrates sowie Pr√§sident und Gesch√§ftsf√ľhrender Vorsitzender der TeroLab Surface Group SA Lausanne und Aufsichtsrat von GTS Management. GTS steht f√ľr Gemeinschaft Thermisches Spritzen e.V. Beratung und L√∂sungen in Fragen der Oberfl√§chentechnik. (8)

Manfred Maus, Ehrenb√ľrger der Stadt Wermelskirchen und seit 2006 im Stiftungsrat, gr√ľndet 1970 zusammen mit Emil Lux und Klaus Birker Obi, den inzwischen viertgr√∂√üten Baumarktbetreiber der Welt. (9)

Der Rechtsanwalt Eckhard Sachse ist Chef der Sachse Rechtsanw√§lte. Deren Schwerpunkte sind Firmen√ľbernahmen und -fusionen, Antitrust, Bankwesen, Au√üenhandel, Immobilien, Unternehmensfinanzierung, deutsche und internationale Steuern, Prozesse. (10)

Unter dem Suchbegriff "G√ľnter Conrad" bringt Google.de einen Bericht von Matthias Beermann, in der Rheinischen Post: Pr√ľfberichte fehlen. Ustinov-Stiftung gibt Geld an Guru.

Spenden, die von der "Peter-Ustinov-Stiftung" f√ľr Kinderhilfsprojekte gesammelt wurden, flossen auch an die Organisation des Inders Sri Sri Ravi Shankar. Zahlungen gingen zudem an die Firmen zweier Vorstandsmitglieder. Den Aufsichtsbeh√∂rden blieb man Pr√ľfberichte jahrelang schuldig, und zwar seit 2003, was die Pr√ľfbeh√∂rden in Oberbayern bis Mitte Juni 2009 nicht st√∂rt, wahrscheinlich wird sie erst von Matthias Beermann aufgescheucht, nach dem Tod von Dr. Clemens Grosche.

Welche Rolle G√ľnter Conrad spielt, liest man im Artikel: Er versorgt den von ihm angebeteten Guru Sri Ravi Shankar mit Stiftungsknete. Dr. Clemens Grosche greift trotz schweren Krebsleidens ein und versucht richtigzustellen, alles sei ordnungsgem√§√ü verlaufen. Es handelt sich ja auch nur um Eurobetr√§ge in vier- und f√ľnstelliger Gr√∂√üenordnung, das sind bei den Millionen, die von der Stiftung umgesetzt werden, wirklich Peanuts.

Das China-Gesch√§ft jedenfalls bl√ľht in der Sir Peter Ustinov Foundation. Die gleiche Einstellung zu den Menschenrechten ist sekund√§r, das hat schon der Stiftungsgr√ľnder so gesehen. Conrad ist Gesch√§ftsf√ľhrer der First-Con Unternehmensberatung AG mit Sitz im schweizerischen Zug und unterh√§lt eine deutsche Firma selben Namens in Kronau. (11)

Sir Peter Ustinov Institute zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen

Peter Ustinov Institute gibt es zwei. An der britischen Durham University, inzwischen ein Postgraduate College, und in Wien. Das Institut In Durham wird ab 2003 als Ustinov College f√ľr Postgraduierte gef√ľhrt. Seit 2002 bereits werden √∂ffentliche Vorlesungen, die Ustinov Public Lectures on Prejudice, Ustinov Vorlesungen zum Vorurteil, abgehalten. Es gibt eine Zeitschrift The Ustinovian und vieles mehr zu Themen wie Umweltschutz, Klimawandel und Islamophobie. Denke nach, bevor du was wegwirfst! Was geh√∂rt in welchen Beh√§lter. Man feiert gern: Burns Night, the Chinese New Year do, the Palestinian Night, and the Bombay Ball, to name just a handful). (12)

Im Ustinovian, vom Sommer 2006, gibt´s allerlei wissenschaftliche und gesellschaftliche Ank√ľndigungen und Berichte, u.a. √ľber die dritte Vorurteilsvorlesung, am 30. Mai 2006, nach 18-monatiger Pause, √ľber Rassismus, des indischen Autors Kunal Basu. Die Zuh√∂rerschaft ist nicht einverstanden mit den Aussagen des Autors, er entspricht nicht ihren Erwartungen. (13)

Die dort erw√§hnte andere Vorlesung, die zweite ihrer Art, h√§lt die von der britischen K√∂nigin in den Adelsstand erhobene Professorin Baroness Haleh Afshar, am 16. November 2004, √ľber Gender und Islamophobie. Es versteht sich fast von selbst, da√ü der Begriff Islamophobie nicht hinterfragt wird. Die im Iran geb√ľrtige Professorin und √ľberzeugte Marxistin ist Beraterin der britischen Regierung in Fragen der √∂ffentlichen Ordnung bez√ľglich muslimischer Frauen und islamischem Recht. Sie ist Gr√ľnderin und Pr√§sidentin des Muslim Women´s Network. Auf Grund ihrer Verdienste wird sie 2007 als "People´s Peer" zum Mitglied des Oberhauses ernannt. (14)

Die vierte Vorurteilsvorlesung findet am 16. Mai 2007 statt. Da redet, zum Thema Group Identity, Conflict and Social Norms, wieder ein Basu, diesmal ist es Professor Kaushik Basu, √Ėkonom der Cornell University und Berater der indischen Regierung. Vielleicht hat man den anderen im Jahr zuvor auf Grund einer Verwechslung engagiert? Basu jedenfalls ist in Indien ein Durchschnittsname, da kann man sich schon einmal vertun.

Das Thema ist eines, das zentral war f√ľr Sir Peters eigene aktivistische Ziele, f√ľr ihn, der das Studium von Vorurteil weltweit ermutigt hat, mit dem ultimativen Ziel, es zu zerst√∂ren, schreibt der Ustinovian. Stadt und Universit√§t Wien wird es freuen zu lesen, da√ü sie nicht erw√§hnt werden als Gr√ľnder des Instituts f√ľr aktivistische T√§tigkeiten des Schauspielers. Wien, Budapest - alles sein Werk, seine B√ľhne. Die Wissenschaft wird es freuen, die Definition von Vorurteil durch Sir Peter Ustinov entgegenzunehmen: Vorurteil ist "der ma√ügebliche Einflu√ü auf diejenigen ohne die Charakterst√§rke zum Selberdenken." Vorurteil "verdient, ... Erkennung, Isolierung und Sterilisierung im Interesse der wesentlichen gegenseitigen Abh√§ngigkeit der Menschen auf diesem Planeten." Seife ist, wenn man keine hat, nimmt man Bimsstein.

Auf Empfang und Dinner freuen sich die Zuh√∂rer der Vorlesung, darunter auch die Vorurteilsforschungstipendiatin, und ein feixender Kanzler im Kost√ľm seiner W√ľrde schaut dazu im Ustinovian auf sie alle herab. Ein wunderbares Foto! (15)

√úber die erste Vorlesung, die vom Professor f√ľr Sozialarbeit Tony Platt, von der California State University, gehalten wird, findet man nichts im Internet. Sie soll 2002 stattgefunden haben, zur Zeit der Kanzlerschaft des Sir Peter Ustinov an der Durham University. Einer der Arbeitsschwerpunkte des Professors ist die amerikanische Eugenikbewegung. (16)

Der Glaube des Sir Peter Ustinov, was Vorurteile bewirken, steht in der Ank√ľndigung der Vorlesung von Professor Haleh Afshar. Das Vorurteil sei ein "Maulwurf inmitten der Gesellschaft". Im November 2001 gr√ľndet er an der Universit√§t Wien einen von der Stadt und der Universit√§t finanzierten Lehrstuhl zur Erforschung von Vorurteilen. Die Arbeit des Instituts wird durch Gastprofessoren gef√∂rdert. Im selben Monat gr√ľndete Sir Peter auch das Sir Peter Ustinov Centre an der Universit√§t f√ľr Technologie und Wirtschaft von Budapest. Auch in diesem Fall kein Wort, wer das alles bezahlt. (17)

Es ist wirklich wahr! Maulwurfologie als neue Wissenschaft! Zwei Monate nach den Attentaten des 11. Septembers 2001 setzt sich in Wien die Maschinerie zu ihrer Einordnung und Besch√∂nigung in Bewegung. Dazu braucht der Gr√ľnder nicht einmal Geld auszugeben, im Gegenteil, die √∂sterreichischen Steuerzahler werden ihm neben einem Vergelt´s Gott reichlich Spesen widmen.

Um sich einen Eindruck zu verschaffen, welche Fallstricke der Begriff Vorurteil auslegt, kann man den Artikel Vorurteile - was genau ist das? lesen. Dabei sieht man gleichzeitig, da√ü Antisemitismus kein Vorurteil ist. Was immer in dem Artikel steht, welche Arbeiten zitiert werden, man lese und pr√ľfe, beispielsweise: Ist Antisemitismus ein ethnisches Vorurteil, eine Antipathie? Vorurteile sollten weniger bek√§mpft als durch Information revidiert werden, Antisemitismus, um mit Woody Allen zu sprechen, ist nur mit Baseball-Schl√§ger beizukommen, das hei√üt durch energisches Zur√ľckdr√§ngen solcher Ideologien, die zur Judenfeindschaft f√ľhren oder auf ihr beruhen. Der Islam ist eine solche Ideologie. (18)

Vorurteil als wissenschaftlichen Begriff einzuf√ľhren, vorauszusetzen, da√ü alle schon irgendwie wissen, worum es geht, das kommt denjenigen entgegen, die lieber gestern als heute Schlu√ü machen w√ľrden mit der Antisemitismusforschung, denen eine wissenschaftliche Besch√§ftigung damit schon lange zuwider ist. Es steht n√§mlich nicht mehr an, zum x-ten Male eine Holocaust-√úberlebende zu interviewen, die Zahl der vernichteten europ√§ischen Juden im Zehnerbereich neu zu bestimmen, es steht nicht an, sich mit toten Juden zu befassen, sondern es geht um die Analyse des die lebenden Juden bedrohenden heutigen Antisemitismus, der vor allem, nicht ausschlie√ülich, aber vor allem von den Muslimen in unsere Gesellschaft getragen wird. Dazu bedarf es solcher Wissenschaftler, die sich im Islam auskennen, die Orientalistik studiert haben. Sich gleichzeitig in der Wissenschaft vom Judentum auszukennen, ist unabdingbar; denn nur, wenn dem Wissenschaftler beides bekannt ist, wird er den Antisemitismus der Gegenwart erforschen k√∂nnen.

Was das Bekämpfen angeht, so ist das gar keine wissenschaftliche Kategorie, nicht einmal eine umstrittene. Solche Bezeichungen zeigen, daß es um nichts anderes geht als um die Durchsetzung von Ideologie. Darin allerdings kennen sich Prof. Dr. Wolfgang Benz und seine Mitkämpfer bestens aus.

Im Zusammenhang mit dem Wiener Institut ist die im Jahr 2002 erfolgte und ins Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eintragene Vereinsgr√ľndung des Professors Dr. Wolfgang Benz und seines Wissenschaftlichen Assistenten Dr. Peter Widmann einzuordnen. Wer sind die anderen obligatorischen f√ľnf Mitglieder des Vereins? (19)

Familie Benz und Clan sehen, was bei dem Gesch√§ft mit der Vorurteilsforschung herausspringen kann, und so sichern sie sich den Institutstitel im Vereinsregister. Ein Sir Peter Ustinov Institut der Stadt Berlin zur Erforschung und Bek√§mpfung von Vorurteilen? Das kann leider nicht gegr√ľndet werden; denn ein Institut √§hnlicher Bezeichnung gibt es bereits. Um Verwechslungen zu vermeiden, sollte das Institut des Schauspielers anders genannt werden.

Die Vereinsgr√ľnder um Prof. Dr. Wolfgang Benz tun den ersten Schritt an die Pfr√ľnde durch die Gr√ľndung eines eigenen Instituts f√ľr Vorurteils- und Konfliktforschung an der Technischen Universit√§t Berlin. Zahlen werden die Stadt Berlin und die TUB, Professorin wird Dr. Angelika K√∂nigseder.

Aufmerksam auf das Wiener Institut macht mich Thomas von der Osten-Sacken, der von einer Veranstaltung des Instituts berichtet. Danke daf√ľr!

Bei dem Wiener Institut handelt es sich um eine real existierende Schwesterinstitution des Phantoms f√ľr Vorurteils- und Konfliktforschung am Zentrum f√ľr Antisemitismusforschung (ZfA), einer Art Zombie ohne jede Legitimation und ohne Haushalts- und Stellenplan. Die Verwaltung der Technischen Universit√§t Berlin wei√ü nichts von alledem, obgleich die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Angelika K√∂nigseder seit dem Sommersemester 2009 im Vorlesungsverzeichnis des ZfA ausgewiesen ist als Mitarbeiterin des Instituts. (20)

Von diesem Institut aus bewirbt sie sich als scheinbare Kandidatin von au√üen f√ľr die Nachfolge der Leitung des ZfA; denn Gr√ľndung und Finanzierung des Instituts f√ľr Vorurteils- und Konfliktforschung an der TUB stehen in den Sternen. (21)

Fachtagung Rassismus - eine soziale und politische Konstruktion

Thomas von der Osten-Sacken schreibt √ľber die Wiener Fachtagung Rassismus - eine soziale und politische Konstruktion. Wie schon von der Konferenz des ZfA Feindbild Muslim - Feindbild Jude, vom 8. Dezember 2008, bekannt, verbiegt und schafft Prof. Dr. Wolfgang Benz auch diesmal Begriffe in aller Willk√ľr, so hat man bislang nicht gewu√üt, da√ü Rassismus eine Konstruktion ist, also etwas irgendwie Zusammengebautes, in diesem Fall aus sozialen und politischen Komponenten. Man m√∂ge sich die im Internet reichlich angebotenen Definitionen von Rassismus und Konstruktion ansehen und die Genialit√§t des Sch√∂pfers eingestehen. (22)

Die Fachtagung ist von Prof. Dr. Wolfgang Benz konzipiert, er h√§lt den Einf√ľhrungsvortrag. Die Themenschwerpunkte der Fachtagung Rassismus sind: (23)

Der Referent Prof. Dr. Christian Geulen erkennt im Rassismus weniger eine Konstruktion als vielmehr eine "Biologisierung des Politischen", was so etwa das Gegenteil der Luftnummer einer sozialen und politischen Konstruktion ist. Entsprechend konkret wird er das Thema behandelt haben. (24)

Prof. Dr. Karin Priester, eine ausgewiesene Linke, sieht in Rassismus ebenfalls keine Konstruktion, sondern eine Ideologie. Rassismus als Ideologie, nennt sie ihr Referat. "Rasse" ist keine anthropologische oder biologische, sondern eine soziale Kategorie. Diese Erkenntnis ist so alt wie der Rassismus selbst." Man mu√ü ihre Ansichten nicht teilen, aber Rassismus bleibt auch f√ľr sie eine soziale Kategorie, ein Grundbegriff, ein grundlegendes Konzept, und nicht etwa eine Konstruktion. (25)

Zum Vergleich: Was eine politische Konstruktion ist, handelt der Kroate Nena Zakosek im Artikel √ľber Jugoslawien ab: Jugoslawien hat sich niemals wirklich als ein Staat konstituiert. So ist es, es handelt sich um versammelte Irrealit√§t, zu vergleichen der politischen Konstruktion eines pal√§stinensischen Staates im Westjordanland und Gaza. (26)

Wie mögen sich die beiden Wissenschaftler auf der Fachtagung vorgekommen sein? Wären sie lieber ins Café Hawelka oder ins Café Landtmann entschwunden, statt sich den nächsten Vortrag anzutun? (27)

Es folgt das Referat von Dr. Angelika K√∂nigseder, die nicht als seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin am "Institut f√ľr Vorurteils- und Konfliktforschung" e.V ., sondern als Mitarbeiterin des Zentrums f√ľr Antisemitismusforschung, TU Berlin, ausgewiesen wird. Man mu√ü die Partner nicht unbedingt auf die eigenen Aktivit√§ten sto√üen. Dem ZfA macht sie alle Ehre: Antisemitismus als eine spezielle Auspr√§gung des Rassismus. Das ist auf dem Niveau der Begriffsverwirrungen, die das ZfA inzwischen in industriellen Mengen auf den Markt wirft. Nein, Antisemitismus ist keine spezielle Auspr√§gung des Rassismus. Haben die Professores Geulen und Priester den Mund wieder zugekriegt vor Staunen ob solchen Unsinns?

Die Abschaffung des Antisemitismus als eigenständiger Forschungsgegenstand wird vom ZfA seit Jahren betrieben. Die Forschung des ZfA befaßt sich damit, den Antisemitismus zu entsorgen, ich habe darauf in meinem Offenen Brief an das ZfA, vom 17. November 2008, hingewiesen. (28)

Bereits nach dem zweiten Themenschwerpunkt, Erscheinungsformen und Dimension, ist der Antisemitismus erledigt. Magistra Yasemin Shooman, eine weitere Wissenschaftliche Mitarbeiterin des ZfA, l√§√üt den endg√ľltig beseitigten Antisemitismus mit einem Referat √ľber den neorassistischen Blick auf Muslime hinter sich. Man darf gewi√ü sein, da√ü in der Vorstellung wieder reichlich Begriffssch√∂pfungen des ZfA das Licht der Welt erblicken, neorassistisch ist bestimmt erst der Anfang der Operation, Islamkritik als Rassismus zu diskreditieren. (29)

Am Dienstag, den 11. Mai 2010, geht´s in diesem Stil weiter, Rassismus gegen die Roma, in den Medien, im Fu√üballstadion, Antirassismus in der gesellschaftlichen und politischen Praxis, Toleranz, Respekt, Menschenrechte und Verst√§ndnis f√ľr die Mitmenschen. Die bekannte Feindin Israels Gudrun Harrer, vom Wiener Standard, darf dabei nicht fehlen.

Die fr√ľheren Fachtagungen sind ebenfalls aufschlu√üreich, sie finden statt mit dem Familienbetrieb Benz-Benz-K√∂nigseder-Widmann, mit Prof. Dr. Udo Steinbach, Katajun Amirpur, Barbara John alias T√ľrkenb√§rbel, Prof. Dr. Rita S√ľ√ümuth, Omar Al Rawi √ľber Feindbilder aller Art und √ľber Islamophobie. Jeder einmal auf Einladung des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien!

Zur Zeit der Gr√ľndung ist der K√ľnstler 82 Jahre alt. Diejenigen, die ihm und sich selbst dazu gratulieren, sch√§men sich nicht, auf der Startseite des Instituts ein Gekritzel des alten Mannes zu ver√∂ffentlichen. Sir Peter √§u√üert, was gew√ľnscht ist, es kommen am 8. Dezember 2003, dem Tag der ohne Erbs√ľnde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, ausbauf√§hige Begriffe aufs Papier: Vorurteile, Katastrophen dieser Welt, Landminen, Kinder, freie und dumpfe Meinungen, V√∂lker, Tod, Erniedrigungen, Jahrhunderte, und als Kr√∂nung Pal√§stina. (30)

Wie Sir Peter Ustinov durch seine Familie mit Pal√§stina verbunden ist, liest man in den Biografien seines Gro√üvaters Baron Plato von Ustinov und seines Vaters Jonah alias "Klop" (Bettwanze) Baron von Ustinov. Der Gro√üvater ist Besitzer des H√ītel du Parc, in Jaffa, dort wird der Vater zur Zeit der osmanischen Herrschaft geboren. Er hat einen j√ľdischen, zum Protestantismus konvertierten Urgro√üvater, Moritz Hall, was bei Wikipedia in beiden Biografien prominent herausgestellt wird. (31)

Die Anglo-Ethiopian Society, die den √§thiopischen Teil der Familie des Sir Peter Ustinov durchleuchtet, erw√§hnt den Urgro√üvater Moritz Hall als in √Ąthiopien gefangen genommenen Abenteurer aus Polen. Das Beit Immanuel, eine christliche Missionsst√§tte in Jaffa, Jews for Jesus, seinerzeit von Gro√üvater Plato von Ustinov gekauft und renoviert, lobt ihn in h√∂chsten T√∂nen als den an Jesus glaubenden Juden: In 1882 hundreds of destitute Jewish refugees from Russia landed at Jaffa. Many of these were assisted by Moritz Hall, a Jewish believer in Jesus, at the LJS building, and by Baron Ustinov in his hospital. (32)

Man möge es mir bitte verzeihen, daß sich bei der Erwähnung des Beit Immanuel bei mir alle Haare einzeln sträuben, bin ich dort doch auf meiner Israelreise mitten unter die Fanatiker geraten. (33)

Gastprofessor Dr. Wolfgang Benz

Sichtet man die Eintr√§ge auf der Site des Sir Peter Ustinov Instituts, so lernt man, da√ü auch in Wien, etwa zeitgleich mit den Aktivit√§ten in Berlin, eine des Begriffes w√ľrdige Antisemitismusforschung zugunsten einer sogenannten Vorurteilsforschung entsorgt wird. Jedenfalls wird es zu der Zeit √∂ffentlich. Was vorher hinter den Kulissen gemauschelt worden ist, um die Judenvernichtung unter Genozide aller Art unterzur√ľhren, geht daraus nicht hervor.

Das Institut lobt seit 2003 Gastprofessuren aus. Der erste von bis heute sieben Gastprofessoren ist RAF-Versteher Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter, 2004. Der amtierende ist der US-amerikanische Politikwissenschaftler und Soziologe Andrei S. Markovits, Autor des Buches Amerika, dich ha√üt sich´s besser. (34)

Im Sommersemester 2007 ist Prof. Dr. Wolfgang Benz Gastprofessor. In welcher Windeseile er den Antisemitismus abhandelt und welche pseudowissenschaftlichen Verrenkungen er dabei unternimmt, m√∂ge die Vorlesungsreihe dokumentieren. Der Antisemitismus in Ru√üland ist f√ľr ihn ein Vorurteil, das sich zum agierten Feindbild entwickelt. Wie man sich das vorzustellen hat? Irgendwann sitzen erst einige, dann viele D√∂rfler in erst einigen, dann vielen D√∂rfern Ru√ülands zusammen und hecheln √ľber die Juden, sie h√§tten dies, sie h√§tten das nicht, zu wenig, zu viel. Sie geilen sich auf an ihren Reden, und dann wird´s zum gehandelten Feindbild, wird zum Pogrom, zum Massaker, zum V√∂lkermord. Im zaristischen Ru√üland wird V√∂lkermord an den Juden betrieben, lernen die Zuh√∂rer des Gastprofessors. Vielleicht, damit die deutschen und √∂sterreichischen Zuh√∂rer aufatmen k√∂nnen, da√ü Deutschland und √Ėsterreich nicht die ersten mit dem V√∂lkermord sind? Frankreich w√§re ja noch fr√ľher zu nennen, mit der Aff√§re Dreyfus. Wie bitte, das war kein V√∂lkermord? Na, immerhin war´s w√ľstester Antisemitismus.

Wer sich informieren will, lese bei Wikipedia unter Pogrom. Selbst wenn man die 100.000 durch Kosaken ermordeten Polen und russischen Juden nimmt, wird´s kein V√∂lkermord, kein Genozid, kein Holocaust. Oder anders herum: Wieso k√∂nnen die Nationalsozialisten in Ru√üland noch einen Genozid an den Juden begehen, wenn das im zaristischen Ru√üland schon erledigt ist? Wird´s deshalb im Vorlesungstitel zum Judenmord? So kann auch der Mord an einem einzigen Juden bezeichnet werden. Judenmord? Zwischen einem einzigen und sechs Millionen. (35)

In seiner dritten von sieben Vorlesungen kommt er nach dem V√∂lkermord an den Hereros und dem Genozid an den Armeniern in der Zeitfolge wieder zur√ľck auf die Juden: Judenmord in Europa unter nationalsozialistischer Herrschaft. Mal ist´s ein V√∂lkermord, mal ein Genozid mal Judenmord. Es folgt ein V√∂lkermord in Bosnien und ein Genozid in Ruanda. Die Synonyme werden abwechselnd eingesetzt, unterbrochen durch Holocaust und Judenmord, dann wird es nicht eint√∂nig, und es ist sowieso alles gleichg√ľltig. (36)

Das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich! (37)

Das Wiener Institut. Die Strukturen

In den Informationen √ľber das Wiener Institut liest man, wer alles das m√∂glich macht: Vorstandmitglieder, wissenschaftliche Beir√§te, Ehrenmitglieder und die Geldgeber der Stadt Wien. SP√Ė B√ľrgermeister Dr. Michael H√§upl und SP√Ė-Stadtrat f√ľr Kultur und Wissenschaft Dr. Andreas Mailath-Pokorny setzen ihre Unterschrift unter den "Letter of Intent". Den Vorstandsvorsitz h√§lt seit dem Tod des Sir Peter Ustinov Dr. Friedrich Gehart, der auch die Worte des Gedenkens an Sir Peter nach dessen Ableben spricht: (38)

Und hier ist es, wo Wien ihm nicht nur Anerkennung, sondern auch besonderen Dank auszusprechen hat: Er hat sich in Wien nicht nur als Besucher wohl gef√ľhlt, er hat Wien auch zum Sitz seines Instituts zur Erforschung und Bek√§mpfung des Vorurteils gemacht.

Man bedenke bitte: Sir Peter Ustinov hat Ideen, man k√∂nnte auch sagen fixe Vorstellungen, mit denen er erst in England und dann in Deutschland und √Ėsterreich Eindruck macht. Er findet G√∂nner, die sich Reputation und andere Vorteile davon versprechen. In Wien findet er Geh√∂r, die Stadt zahlt, und bei der Totenrede wird ihm daf√ľr gedankt, da√ü andere, die Steuerzahler n√§mlich, das finanzieren d√ľrfen. Er hat Wien durch seine Aktivit√§ten erh√∂ht. Darf man fragen, wie tief Wien gesunken ist, solches als Erh√∂hung zu empfinden und sich √ľberschwenglich zu bedanken?

Der Gesandte i.R. Dr. Friedrich Gehart (SP√Ė) ist unter den Nachrufen auf Sir Peter und Vorurteilsaktivit√§ten des Wiener Instituts reichlich vertreten. Auch er leistet ganze Arbeit zur Entsorgung der Antisemitismusforschung und ihrer Ersetzung durch beliebige Themen, diesmal ist´s das Feindbild Zuwanderer. Der Verein Nationalsozialismus und Holocaust: Ged√§chtnis und Gegenwart, erinnern.at, hat mit dem Erinnern nichts mehr zu schaffen, sondern widmet sich ganz im Stil des ZfA diversen Feindbildern. Professor Dr. Andr√°s Kov√°cs, Gastprofessor des Sommersemesters 2009 macht mit zum Thema Feindbild Roma in Europa, wie auch die Familie Benz und ihr Clan. Selbstverfreilich ist Prof. Dr. Wolfgang Benz adabei, Frau Dr. Ute Benz sieht´s tiefenpsychologisch, und Dr. Angelika K√∂nigseder, vorgestellt als Historikerin im ZfA (!), w√§rmt das Feindbild Muslim in Europa, vom 8. Dezember 2008, auf. Zu der Zeit hei√üt es Feindbild Islam und Dr. Sabine Schiffer kommentiert, aber Muslim, Islam - es ist eh alles gleich, geht es doch nicht um wissenschaftliche Erkenntnis sondern um eintr√§gliche Propaganda. Die willigen Helfer sch√§men sich nicht, diesen Konferenzzirkus zu finanzieren, die Tagung steht unter dem Ehrenschutz (sic!) der Nationalratspr√§sidentin Magistra Barbara Prammer (SP√Ė), Sir Peter Ustinov sitzt derweil als Lentulus Batiatus auf ´ner Wolke, lacht sich ´n Ast und fragt Who´s who in Hell? (39)

Die Rechtsanwältin Dr. Elisabeth Heyer-Siegrist, Fachgebiet Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Direktorin im SwissIndependent Trustees SA, Genève, ist ähnlich dem Stiftungsratsmitglied der Peter Ustinov Stiftung Eckhard Sachse Vermögensberaterin. (40)

Zu einem der erfolgreichsten Wirtschaftsanw√§lte geh√∂rt mit Sicherheit Karl Pistotnik. Pistotnik, der mit Peter Kisling in der Wiener B√∂rsegasse eine Kanzlei betreibt, ist bei etwa 30 Firmen Gesch√§ftsf√ľhrer oder Aufsichtsrat, sitzt bei mehreren Stiftungen im Vorstand und besitzt dazu auch etliche eigene Unternehmen, schreibt Richard Schneider bereits 1996 √ľber DDr. Karl Pistotnik. Sein Gesch√§ft wird sich in den letzten Jahren nicht geschm√§lert haben, im Gegenteil. (41)

√úber die Gesch√§fte des erfolgreichen Wirtschaftsanwalts berichtet oekonews.at, am 16. Februar 2008. Die Tageszeitung f√ľr erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit ist auf der Suche nach einer geheimnisvollen ALP-Gesellschaft. Spannend! (42)

Das Schlußlicht macht der Bildhauer und Sänger Igor Ustinov, ganz ohne Adelstitel, und damit sind die Vorstandsmitglieder des Wiener Instituts vorgestellt.

Der Wissenschaftliche Beirat, bestehend aus Wissenschaftlern des universit√§ren Bereichs, tagt gew√∂hnlich einmal im Jahr unter dem Vorsitz des Rechts- und Politikwissenschaftlers Professor Dr. Anton Pelinka, der wissenschaftlicher Leiter des Instituts f√ľr Konfliktforschung (IKF) ist. (43)

Das Institut f√ľr Konfliktforschung (IKF) besteht seit 1976 und ist ein au√üeruniversit√§res Forschungsinstitut mit dem Rechtsstatus eines gemeinn√ľtzigen Vereins. Wissenschaftlicher Leiter des Instituts ist Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka. Das Institut liefert dem Peter Ustinov Institut die Buchhaltung, Telekommunikation, Organisation von Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen, Sitzungen des wissenschaftlichen Beirats etc. (44)

Der Bereich Vorurteilsforschung des IKF, einer von f√ľnf, ist in zwei Untergruppen aufgeteilt:

Im f√ľnften Arbeitsbereich, Historische Sozialforschung, gibt´s noch ´n paar tote Juden:

Von einem Land, das nach dem Zweiten Weltkrieg weder Paul Abraham noch Richard Tauber gebeten hat, nach Wien zur√ľckzukehren, ist nichts anderes zu erwarten als das Unterr√ľhren der Antisemitismusforschung unter Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Misogynie.

Nun weiß man, wo Prof. Dr. Wolfgang Benz das abgeguckt hat.

Aus dem T√§tigkeitsbericht 2009 geht indirekt hervor, da√ü das IKF von den Bundesministerien f√ľr Wissenschaft und Forschung und dem f√ľr Unterricht, Kunst und Kultur finanziert wird, die einzelnen Projekte auch von anderen Ministerien, die Gastprofessur am Sir Peter Ustinov Institut von der Stadt Wien, MA 7, Kultur, und auch der Jubil√§umsfonds der Nationalbank kooperiert, kurz, das IKF wird finanziert von den √∂sterreichischen Steuerzahlern. Von der Zusammenarbeit mit dem Sir Peter Ustinov Institut verspricht sich das IKF eine internationale Aufwertung, wobei die Zusammenarbeit de facto bedeutet, da√ü das Sir Peter Ustinov Institut dem IKF eingegliedert ist. (Seite 12 des T√§tigkeitsberichts)

Der Tätigkeitsbericht enthält keine Aufstellung der tatsächlichen Kosten. In der deutschen Regierungsinstitution, in der ich jahrelang tätig war, hätte man einen solchen Bericht den Verantwortlichen um die Ohren gehauen. (45)

Die Aktivit√§ten des Instituts werden von einem wissenschaftlichen Beirat unter Vorsitz von Professor Dr. Anton Pelinka begleitet. Sitzungen finden in der Regel einmal pro Jahr statt. Der Beirat empfiehlt die Auswahl der Gastprofessoren und ber√§t den Vorstand bei den Aktivit√§ten des Instituts. Weitere Mitglieder sind Dr. Josef Berghold, Dr. Hubert-Christian Ehalt, Dr. Dietmar Larcher, Dr. Helga Nowotny, Dr. Oliver Rathkolb, Dr. Sieglinde Rosenberger, Dr. Leopold Rosenmayr und Margit Schmidt, liest man auf der Site des Sir Peter Ustinov Instituts, und da√ü die ehemaligen Gastprofessoren zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Es ist wirklich wahr, wer´s nicht glaubt, schaue selbst nach. (46)

21. Mai 2010

Quellen

(1) Peter Ustinov (1921-2004). Biografie. Who´s Who
http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=953&RID=1

Peter Ustinov. Biography, tv.com
http://www.tv.com/peter-ustinov/person/86456/summary.html

(2) I can only speak ill of Sir Peter. By Stephen Pollard, Telegraph.co.uk,
April 4, 2004
http://tinyurl.com/3ybbwfv

(3) Statutes of the Sir Peter Ustinov Foundation as of October 2, 2001
http://www.ustinov-foundation.org/statutes.htm

Peter Ustinov Foundation. Downloads
http://www.ustinov-foundation.org/downloads.htm

(4) Obituary: Peter Ustinov. The Independent, March 30, 2004
http://www.powell-pressburger.org/Obits/Ustinov/Independent. html

Igor Ustinov Sculpteur
http://www.igorustinov.com/

R√©seau. Igor Ustinov : Le registre de l´e-amour. Par Olivier Grivat,
L´Hebdo, 24 f√©vrier 2010
http://www.hebdo.ch/igor_ustinov_le_registre_de_43555_.html

(5) Dr. Clemens Grosche & Partner. Grosche GmbH & Co. KG
http://www.grosche-partner.de/kontakt.htm

News. 26.05.09: Nachruf Dr. Clemens Grosche. Peter Ustinov Foundation
http://www.ustinov-foundation.org/neues.htm?news_id=43

(6) Editorial Details. Sir Peter Ustinov Foundation
http://www.ustinov-foundation.org/impressum.htm

(7) Auch wir sind das Volk. V.i.S.d.P.: Manfred Bissinger.
B√ľrgerinitiative Bochum, o.J.
http://www.bo-alternativ.de/Auch_wir_sind_das_Volk.htm

(8) The GTS Management Team
http://www.gts-ev.de/html_e/fuehrung.htm

Organigramm. TeroLab Surface Group SA
http://www.terolabsurface.com/thermisches_spritzen/uber_orga nigramm.asp

(9) Manfred Maus (geb. 1935). Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Maus

(10) Sachse Rechtsanwälte
http://www.sachse-law.de/

(11) Pr√ľfberichte fehlen. Ustinov-Stiftung gibt Geld an Guru.
Von Matthias Beermann, RPOnline, 1. Juli 2009
http://tinyurl.com/33mqv6d

(12) Peter-Ustinov-Institute. Alle Institute im √úberblick
http://www.ustinov-stiftung.org/die_institute.htm

The Ustinovian Epiphany 2009 - 2010
http://tinyurl.com/38zslbf

(13) Ustinovian. Summer 2006
http://tinyurl.com/2wbkkf4

(14) Haleh Afshar takes House of Lords peerage. By Jenny O´Mahony,
Nouse, October 24, 2007
http://www.nouse.co.uk/2007/10/24/haleh-afshar-takes-house-o f-lords-peerage/

(15) Ustinovian. Easter 2007
http://www.dur.ac.uk/resources/ustinov.college/Easter2007.pd f

Kaushik Basu. Department of Economics, Cornell University, Ithaca
http://www.arts.cornell.edu/econ/kb40/

(16) Novelist Kunal Basu to give 3rd Ustinov Prejudice Lecture at Durham.
News&Events, May 19, 2006
http://www.dur.ac.uk/news/newsitem/?itemno=4369

The Frightening Agenda of the American Eugenics Movement. By Tony Platt,
History News Network, July 7, 2003
http://hnn.us/articles/1551.html

(17) Ustinov Public Lectures on Prejudice. Durham University
http://www.dur.ac.uk/ustinov.college/collegelife/lectures/

(18) Vorurteile - was genau ist das? Informations- und Dokumentationszentrum f√ľr Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen
http://www.ida-nrw.de/Diskriminierung/html/fvorurteil.htm

(19) H√§ufige Fragen - Verein Gr√ľndung. Vereinsrecht.de
http://tinyurl.com/2vatyjc

(20) Dr. Angelika K√∂nigseder. Zentrum f√ľr Antisemitismusforschung
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/mitarbeiter/koenigseder.htm

(21) "Bio-Politik", Antizionismus oder doch Antisemitismusforschung?
Von Clemens Heni, 9. Mai 2010
http://tinyurl.com/37rklx2

(22) Wiener Rassismus-Tagung und Berliner Antisemitismusstreit.
Von Thomas von der Osten-Sacken, Stop The Bomb, 18. Mai 2010
http://tinyurl.com/2wq6jd6

Wolfgang Benz in meinem Archiv
http://tinyurl.com/39kqlvq

(23) Rassismus - eine soziale und politische Konstruktion. Tagungsprogramm.
Sir Peter Ustinov Institut. Termin: 10. und 11. Mai 2010
http://www.ustinov.at/tagung2010/programm.htm

(24) Christian Geulen: Geschichte des Rassismus. C. H. Beck Verlag,
M√ľnchen 2007. Perlentaucher
http://www.perlentaucher.de/buch/27921.html

(25) Priester: Rassismus. Eine Sozialgechichte, d. wieser, social-psychology,
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(26) Die politische Konstruktion Jugoslawiens. Von Nena Zakosek,
Stachlige Argumente, September 1991, Zeitschrift der Gr√ľnen/AL Berlin
http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-91/9140502m.htm

(27) Café Leopold Hawelka Wien
http://www.hawelka.at/cgi-bin/TCgi.cgi?Target=home&P_Kat=1

Café Landtmann Wien
http://www.landtmann.at/

(28) Offener Brief an das Zentrum f√ľr Antisemitismusforschung.
17. November 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-11-17_19-28-42.html

(29) Yasemin Shooman, M.A. Zentrum f√ľr Antisemitismusforschung
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/mitarbeiter/shooman.htm

(30) Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen
http://www.ustinov.at/

Prejudices. By Sir Peter Ustinov. December 8, 2003
http://www.ustinov.at/content1.htm

Vorurteile (√úbersetzung). Von Sir Peter Ustinov.
http://www.ustinov.at/translate.htm

(31) Plato von Ustinov (1840 - 1918). Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Plato_von_Ustinov

Jona Baron von Ustinov (1892 - 1962). Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Jona_von_Ustinov

(32) Sir Peter Ustinov´s Ethiopian Ancestry. By Stephen Bell,
The Anglo-Ethiopian Society, 2004
http://tinyurl.com/39p8cye

The Heritage Center. Beit Immanuel
http://www.beitimmanuel.org/museum/main_museum.html

(33) Israel einer Anfängerin [3]. 24. November 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-11-24_18-50-35.html

(34) Gastprofessur. Sir Peter Ustinov Institut
http://www.ustinov.at/gastprofessur.htm

Andrei S. Markovits: Amerika, dich ha√üt sich´s besser. Perlentaucher,
Januar 2005
http://www.perlentaucher.de/buch/19770.html

(35) Pogrom. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom

(36) Wolfgang Benz. Gastprofessur 2007. Sir Peter Ustinov Institut
http://www.ustinov.at/archiv/gastprofessur_benz_2007.htm

(37) Hobellied. Produktion 1988. Herbert Prikopa und das
Alt - Wiener Schrammelquartett Koch - Records. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=p7v92h13z3s&feature=related

(38) Worte des Gedenkens an Sir Peter Ustinov. Gesprochen im Namen des
Vorstands des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien von Dr. Friedrich Gehart,
am 29. März 2004, zu Beginn der Ustinov Vorlesung von
Professor Horst-Eberhard Richter. Peter Ustinov Stiftung
http://www.ustinov-stiftung.org/dr._friedrich_gehart.htm

(39) Fachtagung des Sir Peter Ustinov Instituts: Zuwanderer als Feindbild,
18.-19. Mai 2009. erinnern.at
http://tinyurl.com/32d966y

(40) SwissIndependent Trustees SA
http://www.swissindependent.ch/group-sit.htm

(41) Die Geschäfte der Anwälte. Von Richard Schneider, WirtschaftsBlatt,
16. April 1996
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/206870/index.do

(42) Die merkw√ľrdige ALP-Gesellschaft und die Entfernung der Mieter aus
dem Haus Fabriksgasse 12. oekonews.at, 16. Februar 2008
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1028217

(43) MitarbeiterInnen des Instituts f√ľr Konfliktfoschung
http://www.ikf.ac.at/mitarb.htm

(44) Institut f√ľr Konfliktforschung
http://www.ikf.ac.at/index.htm

(45) T√§tigkeitsbericht 2009. Institut f√ľr Konfliktforschung
http://www.ikf.ac.at/pdf/ikf_2009.pdf

(46) Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen
http://www.ustinov.at/institut.htm


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2010-05-21_11-27-39.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 27.04.2017, 10:58 Uhr