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Frankreich. Der Islam und die französische Nationalmannschaft

Seit einigen Tagen bin ich begeisterte Leserin von L´Equipe. Das ist DIE Sportzeitung Frankreichs, sie liegt seit langem schon tĂ€glich in meinem StammcafĂ© aus, aber nie habe ich einen Blick hineingeworfen. (1)

Ich lerne dort gleich zweierlei. Erstens Vokabeln, von denen ich vorher nicht vernommen habe, nicht nur die Schmutzvokabeln des Nicolas Anelka, sondern technische. Dann lerne ich, daß die Journalisten von L´Equipe, ohne es zu wissen oder zu wollen, das Problem anschneiden, nĂ€mlich die Islamisierung der Mannschaft.

Der MannschaftskapitĂ€n Patrice Évra ist mit 12 Monaten aus dem Senegal nach Europa gekommen. "Ich bin einmal in den Senegal gefahren, um mich beschneiden zu lassen," sagt er in einem Interview der Equipe, vor Beginn der Spiele. Zehn Jahre ist er alt, macht schlechte Erfahrungen und setzt nie mehr einen Fuß dorthin. Nun aber entdeckt er seine afrikanischen Wurzeln neu und erwĂ€gt, nach der WM 2010 in den Senegal zurĂŒckzukehren. (2)

Die AnfĂŒhrer der Revolte, das Training zu bestreiken, nachdem Nicolas Anelka aus der Mannschaft entfernt wird, weil er Raymond Domenech nur im kleinen Kreis, nicht aber öffentlich um Entschuldigung bitten will, sind die zwei Konvertiten Eric Abidal und Franck RibĂ©ry sowie der MannschaftskapitĂ€n Patrice Évra.

Dann lerne ich noch, daß im Sommer 2008 ansteht, den Raymond Domenech aus seiner Trainerposition zu entfernen. Am lautesten dagegen sind Eric Abidal und Franck RibĂ©ry; sie werden heute auf Seite 2 der Equipe zitiert mit Lobesworten, die sie fĂŒr den Trainer finden. Zu der Zeit wissen alle, daß er ungeeignet ist, und nun darf frau sinnieren, warum sich die Muslime fĂŒr ihn stark machen. Ich versuch´s einmal: Sie können mit diesem auf nichts als auf sein Ego fixierten pantin, diesem Hampelmann, machen, was sie wollen.

RĂ©gis Testelin schreibt in der Equipe, auf Seite 3: " ... leur conscience collective aurait dĂ» les guider, et pas seulement leur place dans les vingt-trois ou dans les onze." Ihr ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl/Kollektivbewußtsein hĂ€tte sie leiten mĂŒssen, und nicht nur ihr Platz unter den 23 oder in der Elf.

Das Problem ist, daß dieses GefĂŒhl einer eingeschworenen Mannschaft nicht entstehen kann, wenn dort weiße und schwarze glĂ€ubige Muslime, gar Konvertiten, gebĂŒrtige Muslime, glĂ€ubige und solche, die sich nicht mehr viel aus ihrem Glauben machen, und weiße und schwarze Nicht-Muslime vertreten sind. FĂŒr Muslime gibt es als Gemeinschaft außer der Familie und dem Clan nur die Ummah, nicht die Nation. Darum singt der ehemalige Katholik Franck RibĂ©ry die Nationalhymne nicht mit. Er identifiziert sich nicht mit der Nationalmannschaft. Solches hat er ĂŒbrigens mit Linken und anderen Antideutschen gemein, die fordern, Deutschland das Existenzrecht (zu) entziehen, wie auf dem Transparent einer linken Pro-Israel-Demo, vom 20. Juni 2010, zu lesen ist. Andere Antideutsche sprechen Deutschland das Existenzrecht nur ab und lassen es dabei bewenden. Sie wĂŒrden sich bestens mit den der Ummah verpflichteten Muslimen verstehen, sie wissen es nur noch nicht. (3)

In der Mannschaft entstehen Gruppen und WiderstĂ€nde sowohl zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen als auch zwischen Schwarzen und Weißen sowie zwischen allen untereinander. Die Mannschaft ist zerrissen, es gibt Herrscher und Unterworfene, Schwarze vs. Weiße (so herum, ja!), Muslime vs. Nicht-Muslime, ein GebrĂ€u aus schwarzem Rassismus und der Herrschaft der Muslime.

Der Zerfall der Nationalmannschaft Frankreichs in rivalisierende Clans und Cliquen ist der Vorherrschaft des Islam in der Mannschaft geschuldet; denn sonst gĂ€be es solche RivalitĂ€ten nicht, wie sie JĂŒrg Altwegg in der FAZ benennt und GĂ©rard Davet, von der Abendzeitung Le Monde, zitiert: "die Schwarzen von den Antillen, die Schwarzen aus Afrika, die Weißen, die Muslime, die Söldner im Ausland, die Spieler in französischen Klubs". Und keiner mit Gourcuff, dem Sohn ohne Migrationshintergrund aus dem französischen BildungsbĂŒrgertum. Die Nationalmannschaft war vom Vor- zum Spiegelbild der Gesellschaft geworden. (4)

Dazu ist allerdings zu sagen, daß auch die Nationalmannschaft als Vorbild der Gesellschaft ihr Spiegelbild ist. Zur besten Zeit des Zinedine Zidane ist die Vorbildhaftigkeit der Bleus angesagt. In zwölf Jahren ist die französische Gesellschaft soweit zerstört, daß sie ein solches Vorbild nicht mehr aufbauen kann. Yoann Gourcuff ist der Nachfolger von Bixente Lizarazu, mehr Nachfolger gibt es in der jetzigen Aufstellung nicht.

Ein Beispiel ist der Streik am Sonntag, den 20. Juni 2010. Die muslimischen AnfĂŒhrer, allen voran die beiden Konvertiten Eric Abidal und Franck RibĂ©ry, schaffen es, diejenigen, die nicht mitmachen wollen, einzuschĂŒchtern und mundtot zu machen. Heute steht in Equipe, daß Patrice Évra erklĂ€re, jeder hĂ€tte aus dem Bus aussteigen können, um zu dokumentieren, daß er gegen den Streik sei. Keiner sei herausgetreten, also wĂ€ren alle einverstanden gewesen. Yoann Gourcuff hat unter den herrschenden Bedingungen nicht aussteigen können. Das ist islamische Herrschaft pure&dure. Die Dhimmis haben nichts zu sagen, sie unterliegen dem Gruppenzwang, sie haben sich zu fĂŒgen.

Bei Andreas Unterberger habe ich einen entsprechenden Kommentar im Tagebuch hinterlassen, worauf doch einer tatsĂ€chlich antwortet, das sĂ€he ich wohl so, wie es damals mit den Juden war. Der Behauptung einer "verjudeten" Mannschaft entspricht dieser Antwort nach die Kritik an der Islamisierung der Nationalmannschaft. Herbert meint: Ja, frĂŒher wars halt die "Verjudung" des Fussballs. Geschichte wiederholt sich. Einmal mehr werden die Muslime als die Juden von heute apostrophiert.

Kommentator Schnabeltierfresser beleidigt mich, in dem der mich Gudrun Enslin nennt, vielleicht um mich in die NĂ€he der RAF-Terroristen zu rĂŒcken: Tja Frau Dr. Gudrun Enslin, Ă€hnlich wie bei der beliebten Fruchtbarkeitsfrage muss man sich freilich fragen, warum wir anti-islamischen und "rassistischen" weiße Nicht-Konvertiten, weiße Nicht-Muslime, nicht-schwarze Christen bzw. nicht-schwarze Nicht-Muslime das mit dem Fußball nicht selber auf die Reihe kriegen.

Schnabeltierfresser, der Name der Frau ist Gudrun Ensslin, mit SS.

Warum wir das nicht selbst auf die Reihe kriegen, ist eine berechtigte Frage, nur behandele ich sie in meinem Beitrag nicht, sondern die Tatsache, daß die Islamisierung der französischen Nationalmannschaft zu ihrem Ruin gefĂŒhrt hat. Schon der PrĂ€sident des Languedoc-Roussillon Georges FrĂȘche wirft den französischen Ureinwohnern, den autochtones, wie Schnabeltierfresser Versagen vor. Ich habe ihn im Artikel Frankreich im Autobus! Einigkeit macht den Streich! zitiert. FĂŒr die Äußerungen solcher Tatsachen wird Georges FrĂȘche aus dem Parti Socialiste entfernt; man dreht ihm kurzerhand das Wort im Munde um. (5)

Heute diskutieren die Franzosen diese Frage offen, und François d´Orcival zitiert dazu den Soziologen Paul Yonnet: "Warum ... zeigt sie (die Mannschaft) ein Bild, das so weit entfernt ist von der französischen Vielfalt, und vor allem von der Vielfalt der Immigration? Wie funktioniert der Mechanismus der Mitgliedschaft der Franzosen in dieser Mannschaft?" Dieser Mechanismus funktionierte, als die Bleus gemeinsam zur Freude der Zuschauer und fĂŒr die Ehre ihres Trikots spielten; das ist eingedĂ€mmt worden, als sie eine Gruppe von Söldnern geworden sind, die nicht einmal diejenigen achten, die sie bezahlen.

Der Erfolg einer Nationalmannschaft steht und fĂ€llt mit der Identifikation der Spieler mit ihrer Nation. Die Spieler "reprĂ€sentieren eine IdentitĂ€t", sie sind "Symbol des Landes", meint Paul Yonnet. Alain Finkielkraut erkĂ€rt sie zu einer "Bande von Schurken", L´Equipe bezeichnet sie als "Hochstapler". Wie Georges FrĂȘche wird Alain Finkielkraut von den französischen Linken, von Feministinnen (!) und ihren islamischen Freunden fĂŒr diese Meinung verfolgt; sie lassen nichts unversucht, ihn gesellschaftlich und beruflich zu erledigen. (6)

Nur zwei der Mannschaft sind nicht in Frankreich geboren, und die Mehrzahl der anderen stammt nicht aus irgendwelchen Siedlungen. Woher kommt dieses Auftreten als zu sehr gehÀtschelte Rebellen, denen niemand jemals ein Minimum an Benehmen und sportlicher HÀrte beigebracht hat? (7)

Die Nationalmannschaft ist das Spiegelbild der Gesellschaft, im Falle Frankreichs der verzerrten Wahrnehmung der Rolle von Muslimen und Schwarzen. Die autochtone französische Gesellschaft, um hier nur von ihr zu reden, obgleich es in Deutschland Ă€hnlich ist, identifiziert sich immer weniger mit Frankreich, mit den Werten der Französischen Revolution, der westlichen Gesellschaft, die einzelnen identifizieren sich nicht einmal mehr mit sich selbst. Es ist das Ergebnis der von Linken mit UnterstĂŒtzung ihrer islamischen Freunde durchgesetzten, fĂ€lschlich so bezeichneten Multi-Kulti-Kultur. In einer Gesellschaft, in der nicht nur von Recep Tayyip Erdogan, sondern von allen Kulturrelativisten gemeinsam Integration als Verbrechen gegen die Menschheit geĂ€chtet wird, kann es nur einen Sieger geben, nĂ€mlich die Gesellschaftsformation, die sich dem nicht unterwirft, sondern ihre Werte durchsetzt. Konsequent gelebtes Multi-Kulti fĂŒhrt direkt in die islamische Monokultur.

Recep Tayyip Erdogan und seinesgleichen in Deutschland und Frankreich lehnen nicht jede Integration ab, sondern die der muslimischen Einwanderer in unsere Gesellschaft. Die Integration in umgekehrter Richtung, unserer Gesellschaft in den Islam, wird ideologisch und finanziell gefördert. Man sieht es zuletzt an der Politik der tĂŒrkischen Regierung gegenĂŒber den westlichen KĂ€mpfern fĂŒr die Aufhebung der Blockade von Gaza. Der MuslimfunktionĂ€r BĂŒlent Yildirim integriert sie mĂŒhelos und instrumentalisiert sie als Speerspitze der weltweit angestrebten islamischen Vorherrschaft. Israel wird stellvertretend fĂŒr den gesamten Westen gedemĂŒtigt und der LĂ€cherlichkeit preisgegeben. Alle lachen mit, von Gregor Gysi bis Barack Obama.

Ja, Schnabeltierfresser, es ist unserem Versagen geschuldet, daß es so ist, wie es ist. Kommentator systemfehler meint: Na ja, in der Vergangenheit waren europĂ€ische Mannschaften sehr erfolgreich (Frankreich mit seiner farbigen Kolonialauswahl wĂŒrde ich auch nicht zu den euröpĂ€ischen Mannschaften rechnen). Warten wir einmal ab, wer am Ende den Pokal hochhĂ€lt. (8)

Ich bin wĂ€hrend der WM 1998 in Paris, besuche zwar nicht die Spiele, weil mich Fußball als Sport nicht sonderlich interessiert, aber schon vor zwölf Jahren bekomme ich vieles mit, das die heutige EinschĂ€tzung des Paul Yonnet bestĂ€tigt. Alle Spieler black-blanc-beur, schwarze-weiße-nordafrikanischstĂ€mmige, spielen fĂŒr Frankreich, ihre Genugtuung ziehen sie daraus, fĂŒr Frankreich zu siegen. Spieler, die wie Franck RibĂ©ry statt die Marseillaise zu singen, die HĂ€nde zum muslimischen Gebet gereckt, Koranverse beten, sind nicht mit von der Partie.

Den Pokal wird eine Mannschaft hochhalten, deren Spieler ungeachtet ihrer Herkunft und ihres Glaubens fĂŒr ihr Land antreten. Soviel ist sicher, und es ist kein Systemfehler!

24. Juni 2010

Das Thema Existenzrecht Israels und Deutschlands

Er (Franck RibĂ©ry) identifiziert sich nicht mit der Nationalmannschaft. Solches hat er ĂŒbrigens mit Linken und anderen Antideutschen gemein, die fordern, Deutschland das Existenzrecht (zu) entziehen, wie auf dem Transparent einer linken Pro-Israel-Demo, vom 20. Juni 2010, zu lesen ist. Andere Antideutsche sprechen Deutschland das Existenzrecht nur ab und lassen es dabei bewenden. Sie wĂŒrden sich bestens mit den der Ummah verpflichteten Muslimen verstehen, sie wissen es nur noch nicht. (3)

In wenigen Tagen werden alle im Bundestag vertretenen Fraktionen außer der LINKEN einen Entschließungsantrag einbringen, in dem Israel aufgefordert wird, die Gaza-Blockade aufzuheben: Bundestag: Gemeinsamer Antrag zu Gaza. (9)

(Die LINKE dĂŒrfte dem Kern dieses Antrags allerdings ohne Probleme zustimmen können.)

Mit dem Antrag, gegen den es also keine parlamentarische Opposition gibt, wird dem jĂŒdischen Staat Israel von deutschen Bundestagsabgeordneten de facto sein Existenzrecht abgesprochen. Nichts anderes fĂŒhrt auch die Ummah im Schilde. Getrennt marschieren, vereint schlagen.

Es ist nicht zuletzt das kleine HĂ€uflein Antideutscher (das sich ĂŒbrigens mitnichten als "links" begreift und auch nicht "links" ist, insoweit es vehement fĂŒr Israel Partei ergreift), das gegen solche Anmaßungen mit plakativen Forderungen Opposition betreibt. Diese plakativen Forderungen dienen nicht zuletzt dazu, auf die AbsurditĂ€t und die Dreistigkeit aufmerksam zu machen, die darin bestehen, in das Recht des souverĂ€nen Staates Israel auf Selbstverteidigung massiv einzugreifen und sich aufzufĂŒhren, als wĂ€re Israel ein deutsches Protektorat.

Vor diesem Hintergrund passt der letzte Satz aus dem oben zitierten Ausschnitt aus Deinem Beitrag gerade nicht zu den Antideutschen, sondern vielmehr perfekt zu den Bundestagsfraktionen: Sie wĂŒrden sich bestens mit den der Ummah verpflichteten Muslimen verstehen, sie wissen es nur noch nicht. Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben: Wenn es um Israel geht, gibt es keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche. (10)

24. Juni 2010

Quellen

(1) L´Equipe
http://www.lequipe.fr/

(2) Patrice Evra : "Je suis allé au Sénégal une seule fois pour me faire circoncire", Seneweb.com, 8 juin 2010
http://www.seneweb.com/news/article/32505.php

(3) SolidaritÀt mit Israel! Vorabenddemo FfM. Indymedia, 11. Juni 2010
http://de.indymedia.org/2006/06/149707.shtml

Linke demonstrieren fĂŒr Israel. Foto. Politically Incorrect, 20. Juni 2010
http://www.pi-news.net/2010/06/frankfurt-linke-demonstrieren -fuer-israel/

(4) Frankreichs WM-Auftritt. Die "Tricolore" am Abgrund. Von JĂŒrg Altwegg,
FAZ.net, 21. Juni 2010
http://tinyurl.com/2vaykso

(5) Frankreich im Autobus! Einigkeit macht den Streich! 21. Juni 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-06-21_14-18-00.html

(6) Alain Finkielkraut, das InterviewerpÀrchen und die Geier (Teil 2).
6. Dezember 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-12-06_21-37-34.html

(7) L´Ă©ditorial. Ecoeurement national. Par François d´Orcival, de l´Institut,
Valeurs actuelles, 24 juin 2010
http://tinyurl.com/2vmdpk3

(8) Alles Fußball oder noch ein bisschen mehr? Von Andreas Unterberger,
Tagebuch, 23. Juni 2010
http://tinyurl.com/2drvykm

(9) Bundestag: Gemeinsamer Antrag zu Gaza. Von Miriam Hollstein,
WeltOnline, 23. Juni 2010
http://tinyurl.com/2cnhjxb

(10) Links, zwo, drei gegen Israel. Lizas Welt, 17. Juni 2010
http://www.lizaswelt.net/2010/06/links-zwo-drei-gegen-israel .html

Lizas Welt
http://www.lizaswelt.net/

Siehe auch:

Frankreich ist noch nicht am Ende der Selbstaufgabe angekommen.
22. Juni 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-06-22_10-58-19.html


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2010-06-24_09-55-11.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 20.01.2017, 15:12 Uhr