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CML. Israelfeindchaft auf hohem Niveau. Heute mit Amos Oz. Teil VI

Das kommt davon, wenn man Finnland ans Mittelmeer verlegt! Die Voraussetzung jeder gelungenen strategischen Planung ist die BerĂŒcksichtigung der Geographie, widrigenfalls man in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Israel verantwortlich machen muß fĂŒr die Pleite der arabischen Staaten - oder ist das gerade die Absicht? Was tĂ€ten die Initiatoren der Union pour la MĂ©diterranĂ©e (UPM), hervorgegangen aus dem Barcelona Prozeß, ohne Israel zur Rechtfertigung ihres Scheiterns? (1)

Frankreich als Gegenpol zum wirtschaftlich mÀchtigen Deutschland

Nicolas Sarkozy will zunĂ€chst eine Union mĂ©diterranĂ©enne (UM), eine Mittelmeer-Union, sie soll ausschließlich die Anrainer des Mittelmeeres umfassen, nur unter ihnen soll eine gleiche Partnerschaft Ă€hnlich der in der EU herrschen. Die Meinung der EU holt Nicolas Sarkozy dazu nicht ein, obgleich der StaatsprĂ€sident selbstverstĂ€ndlich davon ausgeht, daß finanzielle Mittel der EU fĂŒr die strategischen und wirtschaftlichen Interessen Frankreichs in der Region bereitgestellt werden. Die deutsche Regierung ist damit nicht einverstanden. Nach langen Verhandlungen wird am 13. Juli 2008 die UPM gegrĂŒndet, die Union fĂŒr das Mittelmeer. 43 Staaten, davon alle 27 der EU sowie die Arabische Liga sind Mitglied. Sitz der UPM ist Barcelona. Libyen hat Beobachterstatus. So kommt Finnland ans Mittelmeer. (2)

Seif al-Islam, Sohn des Muammar al-Kadhafi, hat seine Ansicht ohne Umschweife geĂ€ußert: Sind Sie an dem Vorschlag des PrĂ€sidenten Sarkozy zu einer Mittelmeer-Union interessiert? Ja, insofern sie nicht Israel einschließt. (3)

Die anderen arabischen Staaten lassen sich breitschlagen und willigen ein, stoßen sich aber ebenfalls an Israel, die GrĂŒnde und AnlĂ€sse sind dabei beliebig. Im Nahostkonflikt ist immer genug Sprengstoff, die UPM lahmzulegen. Konflikte der Mitgliedsstaaten untereinander, wie die Griechenlands mit der TĂŒrkei Zyperns wegen, oder Marokkos mit Algerien dessen UnterstĂŒtzung der Polisario wegen, geraten dabei in den Hintergrund. Es ist wie mit den Konflikten der islamischen Staaten weltweit, sie können schĂ€rfer und blutiger sein als Konflikte mit Israel, medienwirksam vermarktet wird nur der "Widerstandskampf" gegen die Juden und Israel.

Beispiel: Sabra und Shatila

Das weiß jeder, der von Sabra und Shatila vernimmt: Vom 16. bis 18. September 1982, in der FrĂŒhe, richten ca. 200 christliche phalangistische MilizionĂ€re unter Duldung israelischen MilitĂ€rs und mit Wissen der israelischen Regierung ein Massaker an; so geht die Legende. Wer hat jemals vom verantwortlichen KommandofĂŒhrer der mordenden Horden Elie Hobeika gehört, dem im Libanon geachteten spĂ€teren Politiker und Minister, der erst im Januar 2002 wahrscheinlich von Syrien entsorgt wird, weil seine Zusammenarbeit mit Syrien immer deutlicher wird? Aber auch Israel, die Hezbollah und die PalĂ€stinenser kommen in Frage. Den damaligen Verteidigungsminister Ariel Sharon und dessen Verantwortung aber kennt jeder, vor allem diejenigen, die keine Augenzeugen waren, wie Leila Shahid. Man rufe Wikipedia zu Sabra und Shatila auf, und man sitzt mitten in der arabischen Propaganda, von Thomas Friedman, New York Times, bis Jean Genet, von dessen Verehrung durch das Centre MĂ©diterranĂ©en de LittĂ©rature (CML) noch die Rede sein wird. (4)

Ein im Mai 1985 von schiitischen Amal-Milizen in eben dem Lager angerichtetes Massaker wird von Wiki so verniedlicht und unter BĂŒrgerkrieg subsumiert: Im Mai 1985 wurden Sabra, Schatila und Buri el-Baraineh erneut Schauplatz schwerer KĂ€mpfe (erster "Lagerkrieg"), diesmal zwischen der palĂ€stinensischen PLO und der schiitischen Amal-Miliz. (5)

Im Mai 1985 drangen schiitische Milizen in die Lager von Sabra und Schatila ein, töteten mehr als 500 PalĂ€stinenser - alles Zivilisten - und besetzten die Lager und ließen dort bis zum August desselben Jahres den Terror herrschen, schreibt Éric Marty. Auch bei ihm, wie im Elie Hobeika killer file, liest man von Massakern der PalĂ€stinenser an Christen, das bekannteste findet statt in Damour, im Januar 1976, die PalĂ€stinenser ihrerseits werden jeweils von Christen und von Schiiten, im Mai und im August 1976 massakriert. Diese Massaker interessieren nicht, sondern nur das eine, in dem Juden eine Rolle spielen, und nur gegen dieses eine Massaker gibt es, am 25. September 1982, in Tel-Aviv eine Protestdemonstration von 300 000 Personen, die Menahem Begin und Ariel Sharon auffordern zurĂŒckzutreten sowie eine juristische Kommission zur Untersuchung des Massakers einzurichten. (6)

Wer sich genauer informieren will, lese zu den Massakern von 1982 und 1985 in der Jewish Virtual Library sowie zu weiteren Fakten des BĂŒrgerkrieges das zitierte Elie Hobeika killer file. (7)

Absage des UPM - Gipfels. Grund, Anlaß, Vorwand: Israel

Bereits vor dem gescheiterten Versuch der Gaza-Flottille, die Blockade zu durchbrechen, drohen arabische Staaten, den fĂŒr den 7. Juni 2010 in Barcelona vorgesehenen Gipfel der UPM zu boykottieren, wenn Israels Außenminister Avigdor Lieberman anwesend sein werde. Israel ist zwar gleichberechtigtes Mitglied der UPM, aber bestimmen tun doch die arabischen Staaten, wen die "zionistische Einheit" nach Barcelona schicken darf. Es will nicht irgendwer boykottieren, sondern Syrien und Ägypten, letzteres fĂŒhrt die PrĂ€sidentschaft der UPM gemeinsam mit Frankreich und hat seit MĂ€rz 1979 einen Friedensvertrag mit Israel. (8)

Der Gipfel wird auf den 21. November 2010 verschoben und findet trotz aller BemĂŒhungen der Außenministerin Trinidad JimĂ©nez auch dann nicht statt. Grund, Anlaß, Vorwand? Israel: Initialement prĂ©vu le 7 juin Ă  Barcelone, le deuxiĂšme sommet de l´UPM avait Ă©tĂ© reportĂ© Ă  novembre dans l´espoir de progrĂšs dans les nĂ©gociations de paix israĂ©lo-palestiniennes. ZunĂ€chst vorgesehen fĂŒr den 7. Juni in Barcelona, ist der zweite UPM-Gipfel auf den November verschoben worden in der Hoffnung, daß Fortschritt in den israelisch-palĂ€stinensischen Verhandlungen erzielt wĂŒrden. (9)

Wie die Organisatoren darauf kommen können, nachdem Mahmud Abbas in den zehn Monaten des Moratoriums fĂŒr den Bau weiterer Siedlungen die ersten acht Monate nicht verhandelt hat, bleibt unerklĂ€rlich. Hinzu kommt der Machtkampf zwischen Fatah und Hamas: Hamas und Fatah sagten am Mittwoch, daß sie Schwierigkeiten gegenĂŒberstĂŒnden, Fortschritt zu erzielen, die MachtkĂ€mpfe gegeneinander zu beenden. Das berichtet Khaled Abu Toameh in der Jerusalem Post. Fatah beschuldigt Hamas, nicht den politischen Willen zur Beendigung der Krise (sic!) zu haben. (10)

Davon ist nicht die Rede bei der Benennung der GrĂŒnde fĂŒr eine Absage, Israel reicht immer und allemal. Ein "Staat PalĂ€stina" ist Mitglied der UPM, Regierungsform: EntitĂ© gouvernementale parlementaire, parlamentarische Regierungseinheit. Bei Deutschland steht, zum Vergleich, RĂ©publique fĂ©dĂ©rale, Föderale Republik, bei Frankreich halbprĂ€sidentielle Republik, RĂ©publique semi-prĂ©sidentielle. (11)

Die parlamentarische Regierungseinheit brĂ€chte in einen UPM-Gipfel nur Streit, und zwar zwischen Mitgliedern des Nord- und des SĂŒdufers sowie der Mitglieder des SĂŒdufers untereinander. Das wird nirgends thematisiert, sondern Israels wegen wird der Gipfel ad calendas graecas verschoben.

Die Arabienpolitik Frankreichs und der 11. November 1918

Derweil betreibt StaatsprĂ€sident Nicolas Sarkozy unermĂŒdlich seine Arabienpolitik zur Sicherung der GeschĂ€fte der Erdölkonzerne, der RĂŒstungs- und Atomindustrie, TOTAL, LagardĂšre, Dassault, AREVA, um nur einige zu nennen. Nebenbei gibt´s einen Schlenker zur DemĂŒtigung Deutschlands, in dem der nationale Feiertag zum Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges umfunktioniert wird in einen Gedenktag an die 2 500 mutigen Pariser Gymnasiasten, die am 11. November 1940 gegen die deutsche Besatzung demonstriert haben. Etwa Tausend von ihnen werden von den Deutschen verhaftet. Es ist nicht genug, daß die Erben der judenverfolgenden Vichy-Regierung und ihres PrĂ€sidenten Philippe PĂ©tain an jedem 8. Mai den Sieg ĂŒber Nazi-Deutschland feiern, nun wird dem 11. November 1918 ein neuer Inhalt mit Stoßrichtung gegen Deutschland verpaßt. Die Erinnerung an WWI verblaßt zunehmend, so daß Frankreich sich anscheinend genötigt sieht, ein neues Gedenken gegen Deutschland einzurichten. (12)

Was aber nicht weniger wird und nicht verblaßt, das ist die Anbiederung an die Muslime. Demnach haben nicht Tausende von Infanteristen, marokkanischen Goumiers und algerischen Spahis sowie von Schwarzafrikanern und andere Soldaten aus den ehemaligen französischen Kolonien in französischen Uniformen an der Seite Frankreichs gekĂ€mpft, sondern Muslime, zu deren Ehre an der Großen Moschee in Paris zwei Plaketten, in französisch und arabisch, enthĂŒllt werden. 70 000 muslimische Soldaten sterben im WWI oder sind verschollen und mehr als 16 000 allein in Nordafrika, von 1940 bis 1945. (13)

1916 haben Frankreich und Großbritannien im Sykes-Picot Abkommen ihre Einflußbereiche im Nahen Osten aufteilt. (14)

Die Große Moschee wird nach einem Parlamentsbeschluß von 1922 bis 1926 zur Ehre der fĂŒr Frankreich im WWI gefallenen Muslime errichtet. Die Truppen der französischen Kolonien kĂ€mpfen an der europĂ€ischen Front und im Balkan, wĂ€hrend die Inder der britischen Kolonie zum grĂ¶ĂŸten Teil im Nahen Osten eingesetzt werden, nur 12 Prozent von ihnen kĂ€mpfen in Frankreich. Um die nordafrikanischen Kolonien bei Laune zu halten, wird die Moschee genehmigt. (15)

Verteidigungsminister HervĂ© Morin schreckt nicht vor Geschichtsklitterung zurĂŒck, in dem er die Vielfalt der französischen Gesellschaft auf die Muslime reduziert. "S´appuyer sur l´Histoire, ça permet de dresser des perspectives pour l´avenir". Sich auf die Geschichte zu stĂŒtzen, das erlaubt, Perspektiven fĂŒr die Zukunft zu entwickeln, sagt er sibyllinisch. (16)

Die nicht-muslimischen Soldaten und ihre Nachkommen werden es Frankreich nicht vergessen. Die Juden Algeriens sind durch das DĂ©cret CrĂ©mieux, vom 24. Oktober 1870, von der Vichy-Regierung aufgehoben, am 7. Oktober 1940, französische StaatsbĂŒrger, aber was ist mit Juden und Christen Marokkos? Mit anderen Juden und Christen aus den französischen Kolonien, mit nichtmuslimischen Berbern, christlichen Schwarzafrikanern? Hat niemand von ihnen an der Seite Frankreichs gekĂ€mpft? (17)

Das CML als Instrument der UPM

In diese Gemengelage von Papas nicht etwa toter, sondern sehr lebendiger politique arabisante - ein Charles de Gaulle wĂ€re lĂ€ngst nach Fernost weitergezogen - paßt sich das Centre MĂ©diterranĂ©en de LittĂ©rature (CML) unter Anleitung des KulturratsprĂ€sidenten Renaud Muselier und des GeneralsekretĂ€rs des Kulturprojekts Ateliers culturels mĂ©diterranĂ©ens Jacques Huntzinger ein. Der ehemalige Botschafter Frankreichs in Israel ist mit Botschafter Alain Le Roy einer der Macher der UPM, sie vollbringen die diplomatische Leistung, neben Ägypten, Israel, Jordanien, dem Libanon, Marokko und Tunesien so schwierige Partner wie Algerien, die TĂŒrkei und Syrien von der UPM zu ĂŒberzeugen. (2)

PreistrĂ€ger 2010 Dominique Baudis und sein Werk Les amants de Gibraltar. Die Liebenden von Gibraltar, habe ich bereits vorgestellt. Abenteurer Angelos, unter anderem BĂŒndnispartner des Omajjadenemirs von Keruan und seines Vasallen Tariq Ben Zyad, der seinen Namen der Meerenge verleihen wird, Jebel Tarak, vermittelt dem Leser eine Seereise ins Mittelmeer unseres Uranfangs. Wir sind alle eine große Familie! (18)

Welche Rolle der Korrespondent Dominique Baudis in der Nahostpolitik Frankreichs spielt, wird in einem frĂŒheren Buch deutlich: La mort en Keffieh. Der Tod in der Keffieh, erschienen 1980 in den Éditions France-Empire. Er schildert darin Ereignisse der 70er Jahre. Besonders interessant ist, was er auslĂ€ĂŸt in seinem ansonsten sehr ausfĂŒhrlichen Bericht ĂŒber Abu Nidal, den Irak, Yasser Arafat, Said Hammami, Mahmoud Hamshari, Sabra und Shatila, 10./11. April 1973, spannend und unverstellt von allem, was in den letzten dreißig Jahren geschieht und im nachhinein die Wahrnehmung trĂŒben könnte. Dominique Baudis ist der Georges Malbrunot seiner Zeit. Vielleicht bringe ich demnĂ€chst eine spĂ€te Rezension; das Buch ist es wert.

In der seit 1992 bestehenden Reihe der Prix MĂ©diterranĂ©e Ă©tranger, der Ehrung auslĂ€ndischer, ins Französische ĂŒbersetzter Schriftsteller, fehlt ein Israeli. Bei WikipĂ©dia sind lange Listen von toten und lebenden israelischen Schriftstellern aufgereiht, sowohl in der Rubrik LittĂ©rature israĂ©lienne als auch in der Liste d´Ă©crivains en langue hĂ©braĂŻque. (19)

Es ist an der Jury des Prix MĂ©diterranĂ©e, unter den lebenden einen PreistrĂ€ger 2010 herauszusuchen. Da wĂ€ren einige, die in Frage kĂ€men, aber es muß schon jemand sein, der dem Ruhm der UPM, seines Kulturrates und des CML GenĂŒge tut. Es fallen David Grossmann und Amos Oz auf. Beide sind einem breiten Publikum bekannt, beide zeichnen sich durch Kritik der Regierungspolitik Israels und Eintreten fĂŒr eine Lösung des israelisch-palĂ€stinensischen Konfliktes aus. Man kann sicher sein, daß deutsche und französische Preisverleiher den Konflikt immer so herum bezeichnen, ein palĂ€stinensisch-israelischer, gar ein arabisch-israelischer Konflikt existiert nicht in ihrem Sprachschatz.

Deutsche und Franzosen sind besessen von Juden und Israel, besessen von dem Wahn, Israel und seine Regierung auf den rechten Pfad der Tugend zu leiten, unter dem Vorwand der Sorge um die palĂ€stinensischen Araber leben sie ihren in Anti-Zionismus verkleideten Judenhaß und setzen gleichzeitig ihre strategischen und wirtschaftlichen Interessen in der arabischen Welt durch. Sie schĂ€men sich keiner Verniedlichung der Barbarei des Islam und suggerieren, der Islam wĂ€re eine Kultur wie Judentum und Christentum. Belohnungen gibt es fĂŒr solche Juden und Israelis, die sie darin unterstĂŒtzen.

Exkurs: David Grossmann, PreistrÀger 2010 der deutschen BuchhÀndler

DafĂŒr bekommt David Grossmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, er ist einer der Jews on demand, einer, den Tatsachen nicht von seiner Wahrheit abbringen können, nicht einmal der Tod seines Sohnes durch eine Rakete der Hezbollah. Er wird nicht fĂŒr seinen aktiven Einsatz fĂŒr die Aussöhnung zwischen Israelis und PalĂ€stinensern, sondern fĂŒr seine Gegnerschaft zur israelischen Politik prĂ€miert. Es kann sich nicht um Unkenntnis der Geschichte handeln, sondern um Absicht, wenn die deutschen BuchhĂ€ndler schreiben: Als er sich 1988 weigert, seine Berichterstattung ĂŒber die UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung der PalĂ€stinenser zensieren zu lassen, bei der Jassir Arafat erstmals indirekt von einem Existenzrecht Israels spricht, wird David Grossman von seinem Arbeitgeber fristlos entlassen. (20)

Sie können mit dem Wohlwollen der PaulskirchengĂ€ste rechnen, die lieber nicht so genau hinsehen, was Yasser Arafats Äußerungen mitten in der Intifada I bedeuten, daß er indirekt von einem Existenzrecht Israels spricht, daß er sich auf die UN-Resolution 181 bezieht, die von den arabischen Staaten seit dem 29. November 1947 und bis heute niemals anerkannt worden ist, daß der zustĂ€ndige Nationalrat der PalĂ€stinenser auf Grund der Verfassung der PLO dem Existenzrecht Israels weder zustimmen kann noch will, da hilft auch kein Brief des Yasser Arafat, vom
9. September 1993. Eine vom Nationalrat, am 24. April 1996, in Gaza beschlossene Neufassung findet nicht statt, und einige PLO-Mitglieder erklĂ€ren im nachhinein, daß die Abstimmung nicht rechtskrĂ€ftig sei. (21)

Artikel 19 der PLO-Verfassung von 1964 (arabisch) stellt klar: The partition of Palestine in 1947 and the establishment of the state of Israel are entirely illegal, regardless of the passage of time, because they were contrary to the will of the Palestinian people and to their natural right in their homeland, and inconsistent with the principles embodied in the Charter of the United Nations, particularly the right to self-determination. Die Teilung PalĂ€stinas, 1947, und die Schaffung des Staates Israel sind vollkommen unrechtmĂ€ĂŸig, unabhĂ€ngig von der inzwischen vergangenen Zeit, weil sie gegen den Willen des palĂ€stinensischen Volkes und seines natĂŒrlichen Rechts in seinem Heimatland waren sowie nicht in Übereinstimmung mit den in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegten Prinzipien, speziell des Rechts auf Selbstbestimmung. (22)

Bei dieser Argumentation ist der Islam noch nicht erwĂ€hnt. Niemals darf ein einmal islamisches Gebiet aufgegeben werden, jeder Muslim hat seinen Möglichkeiten entsprechend dafĂŒr zu kĂ€mpfen, ein verlorenes Gebiet zurĂŒckzugewinnen, mittels Verhandlung oder Gewalt.

Es ist unlauter, wenn nicht infam von den deutschen BuchhÀndlern, Israel hinzustellen als Verweigerer.

Amos Oz, PreistrÀger des Prix Méditerranée étranger 2010

Auch Amos Oz und sein Buch ScĂšnes de vie villageoise, deutsch: Geschichten aus Tel-Ilan, werden vom CML weniger ihres literarischen Wertes wegen als fĂŒr ihre Gegnerschaft zur israelischen Politik ausgezeichnet. Es versteht sich, daß auch die deutsche Ausgabe von den Rezensenten einhellig positiv bewertet wird. Anja Hirsch rĂŒckt den Autor gar in die NĂ€he des E.T.A. Hoffmann, au secours ! Es liegt nicht an der Übersetzerin Sylvie Cohen, daß bei mir eine solche Wirkung nicht entsteht: Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Wenn ich einen Vergleich ziehen sollte, so den mit Bildhauern wie Arno Breker, Aristide Maillol, Georg Kolbe, Richard Scheibe, oder, im anderen Genre, mit Jean-Auguste-Dominique Ingres. Sie alle verstehen ihr Metier, die BĂŒrger stehen staunend vor dem Kunsthandwerk und ĂŒberlegen, wo auf ihrem GrundstĂŒck sie die Dekoration applizieren könnten - wĂ€ren sie denn betucht genug, sie sich leisten zu können. (23)

ScĂšnes de vie villageoise / Geschichten aus Tel-Ilan

Die Ideologie liefert Amos Oz gleich mit. Es ist ihm tatsĂ€chlich gelungen, ein PortrĂ€t seines Landes in Miniaturformat zu entwerfen, wie Anja Hirsch meint, nur welches? Von den acht Geschichten habe ich die ersten vier und die letzte gelesen. TiefgrĂŒndige Namensspielereien, Zelkin/Zelnik, Akavia/Akiva, Wolf Maftzir, einige PortrĂ€ts, wie man sich die Juden, oder besser: den Juden so vorstellt: ruse/List, wie auf dem Viehmarkt, un marchĂ© de bĂ©tail, und alle sollen Vorteil ziehen, wobei es feststeht, daß dies nur einer tut, nĂ€mlich Wolf Maftzir, der instĂ€ndig bittende angebliche Miterbe. (S. 23) (24)

Frauen kommen in den ersten beiden Geschichten, Les hĂ©ritiers/Die Erben und Les proches/Die Verwandten, nicht gut weg, die schwerhörige Frau Zelnik in ihrem dunklen kalten Haus, (S. 24f.) die Doktorin Gili Steiner, ledig, mager, vertrocknet und kantig. Trotzdem liebte sie ihren Neffen wie ihren eigenen Sohn. Wie das geht, wenn frau keine eigenen Kinder hat? Vielleicht weil sie ihn, als er noch ein Kind ist und bei ihr zu Besuch, elterngerecht auf Kopf, Schultern und RĂŒcken prĂŒgelt? (S. 31+36) Das alte MĂ€dchen wartet vergeblich auf den Soldatenneffen Gideon, einen Mantel im Autobus will sie gern als seinen erkennen, er scheint ihr bekannt, er könnte ihm gehören: "Ich bin nicht sicher, aber es ist möglich." (S. 41) So auch die israelische Politik, man möchte sich alles aneignen, weil es einem vielleicht gehören könnte. Es gibt bei Gili Steiner viel Selbsthaß und Projektionen ihrer eigenen BedĂŒrfnisse. Die reichen StĂ€dter kommen derweil ins Dorf und kaufen HĂ€user, die sie bis auf die Fundamente abreißen und zu Feriendomizilen umbauen, (S. 37) wofĂŒr der Makler Yossi Sasson verantwortlich gemacht wird. Nebenbei erwĂ€hnt der Autor, daß viele der HĂ€user alt und verfallen sind. (S. 103) Das Haus des Eldad Rubin, in der Geschichte Perdre/Verlieren, wird gar "die Ruine" genannt, es liegt in der sinnig bezeichneten Straße 1929, und der berĂŒhmte Schriftsteller Eldad Rubin ist Autor dicker BĂ€nde ĂŒber die Shoah, unter der er nicht gelitten hat. (S. 99f.) (25)

Dann ist´s ja gut. Googlen von Rubin Holocaust ergibt 356 000 Ergebnisse, aber der Autor weiß, daß ein Eldad Rubin nicht darunter gelitten hat. Vielleicht nur die HĂ€lfte seiner Familie? (26)

In der Geschichte Creuser/Graben geht´s um den ehemaligen Abgeordneten der MapaĂŻ / Akhdout Ha´avoda / HapoĂ«l HatzaĂŻr, Pessah Kedem und sein VerhĂ€ltnis zum Islam und zum Goy, dem Muslim Adel mit der Kinderbrille, wobei ´adel arabisch der Gerechte heißt. Adel ist Student, der fĂŒr ein Jahr nicht studiert, weil er ein Buch ĂŒber ein israelisches Dorf im Vergleich zu einem arabischen schreiben will, war als Kind mit seinem Vater im Hause zu Gast bei Rachels verstorbenem Mann, er macht sich im Hause nĂŒtzlich und wohnt dafĂŒr umsonst. (S. 68) Amos Oz lĂ€ĂŸt nichts aus bei seinem name dropping, Variante Israelkritik. Pessah Kedem, dessen Mutter von den Deutschen in einem kleinen Dorf bei Riga ermordet worden ist, hört des Nachts Leute unterm Haus graben, Adel hört´s irgendwann auch und meint, die GerĂ€usche kĂ€men vom alten Pessah, und Tochter Rachel Franco, die bis zuletzt einen kĂŒhlen Kopf behĂ€lt, gerĂ€t ebenfalls in den Strudel. So erkrankt erst der alte Jude, dann der Muslim und zum Schluß Rachel - und damit ganz Israel, das sich einbildet, untergraben zu werden. (S. 49-95)

Pessah, der große bucklige Alte, wird schon seit Jahrhunderten gedemĂŒtigt, (S. 52), die Arbeiter graben seit einiger Zeit, (S. 53) Rachel Franco ist modern und sympathisiert mit den Arabern, das Dorf stammt mindestens aus der Zeit der Zweiten Aliyah, (S. 54) die Töchter mit den aparten Namen Yipheath und Osnath heiraten einen Zahnarzt in den USA und einen DiamantenhĂ€ndler (!) in BrĂŒssel,
(S. 55), Pessah und Rachel sind ganz allein, Israel ist isoliert, vertreibt Familie und Freunde, das Haus steht neben dem Friedhof, man muß nur noch hinĂŒbergehen und sich in ein Grab legen. Adel weiß, was mit den Juden ist: "Euer Dorf ist aus einem Traum entstanden und aus einem Projekt, was unseres angeht, es existierte immer schon, aber grosso modo sind sie nicht sehr verschieden. Wir hĂ€ngen TrĂ€umen nach, auch wir." (S. 69)

So stellen es die Araber völlig geschichtsbefreit dar, sie sind schon immer da, etwa so, wie Abraham der erste Muslim ist, und so vermittelt´s Amos Oz. Die Zionisten trĂ€umen, ihr Dorf ist vom Reißbrett. Israel ist rechthaberisch. (S. 77) Israel lamentiert. (S. 92) Israelis wissen, daß die Muslime ihren Platz einnehmen wollen, sie hassen sie, und sie hassen sich selbst: Es ist offensichtlich, daß wir den Haß und die Verachtung verdienen. Vielleicht sogar Mitleid. Außer daß die Araber kein Mitleid mit uns haben können, weil sie selbst das der ganzen Welt hervorrufen. Pessah verdĂ€chtigt Adel, des Nachts unter dem Haus zu graben, um nachzuweisen, daß es frĂŒher seinen Vorfahren gehörte: Und wenn er gekommen ist mit der Absicht, sein Recht auf RĂŒckkehr zu fordern? Israels Wahn steigert sich ins Groteske, Osmanen, KreuzzĂŒgler, Enteignung durch die Araber: Du wirst sehen, Rachel, daß wir damit enden, uns auf der Straße wiederzufinden. (S. 71+79) Dabei sollen die Juden doch ins Meer!

Pessah / Israel schreibt die Geschichte um, behauptet aber, objektiv zu sein, seine Erinnerung an die einstigen Parteien betreffend. Er diktiert Rachel seine Memoiren: Ich hatte recht, und sie, sie haben sich geirrt. Nein. Korrigiere sie haben sich geirrt, und schreibe stattdessen: haben ein Verbrechen begangen. (S. 77f.) Junge Menschen werden durch Juden wie Pessah und durch Ehen wie der Rachels mit Daniel, einer Art Ariel Sharon-Landwirt, an optimaler Entwicklung gehindert. Rachel versĂ€umt ihr Leben, sie will da raus: Sie nĂ€hme ihre Studien wieder auf und beendete ihre Doktorthese ĂŒber die Erleuchtung und Offenbarung im Werk von Izhar und Amalia Kahana-Carmon. Sie besuchte ihre Töchter in BrĂŒssel (die mit dem DiamantenhĂ€ndler!) und in den USA, sie wĂŒrde wieder bei Null anfangen. (S. 84)

Einen Izhar Kahana-Carmon gibt´s nicht, es mag am MißverstĂ€ndnis der Übersetzerin liegen. Nur die Schriftstellerin Amalia, und diese ist eine interessante Person, geboren 1926 im Kibbutz Ein Harod. In ihr erkennt die Rachel des Amos Oz anscheinend sich selbst: A typical Kahana-Carmon protagonist is a frustrated woman, one who seems to have lost her ability to reach the highest level of existence, which she had experienced before marriage, in her aspiring university or war years. Eine typische zentrale Gestalt der Kahana-Carmon ist eine frustrierte Frau, eine, die ihre FĂ€higkeit verloren zu haben scheint, den höchsten Grad der Existenz zu erreichen, den sie vor der Ehe erfahren hatte, in ihren hochstrebenden UniversitĂ€ts- oder Kriegsjahren. (27)

So geht es immer weiter mit den VerrĂŒcktheiten Israels, auf insgesamt 203 Seiten fĂŒhrt er vor, daß Israel krank ist. Der Autor bedient alle und jeden der Israelkritiker, Judenhasser und PalĂ€stinenserfreunde. Unterdessen sieht die Welt anders aus, aber das zu schildern, entsprĂ€che nicht seinem vorgefaßten Weltbild, und es brĂ€chte keine Preise, weder in Deutschland noch in Frankreich, wie man am preisgekrönten David Grossmann sieht.

Forbes veröffentlicht eine Geschichte ĂŒber die glĂŒcklichsten LĂ€nder der Welt. Man findet nach den skandinavischen LĂ€ndern, den Niederlanden, Costa Rica und Neuseeland Israel mit Australien, Kanada und der Schweiz auf Platz 8, die USA und Österreich auf Platz 14, Deutschland auf Platz 33 und Frankreich auf Platz 44. Das erste muslimische Land ist Turkmenistan, auf Platz 18, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf Platz 20. Ein Video zeigt Leute in Israel, die zum Thema befragt werden und wunderschöne, liebevolle Kommentare abgeben. (28)

Ich habe den gleichen Eindruck wÀhrend meines Israelaufenthaltes gewonnen: Israel einer AnfÀngerin, 22 Folgen, zeugen davon. (29)

DemnĂ€chst geht´s weiter: Amos Oz im Interview mit dem Provinzblatt L´IndĂ©pendant, Rede des PreistrĂ€gers in Perpignan, am 2. Oktober 2010, was er auf englisch sagt, und was das Publikum im HĂŽtel Pams davon ins Französische ĂŒbersetzt bekommt. (30)

Am 19. November 2010 wird im Rahmen des Programms Lire en MĂ©diterranĂ©e 2010, der 100. Geburtstag des Schriftstellers Jean Genet gefeiert, avec Tahar Ben Jelloun, de l´AcadĂ©mie Goncourt auteur de Jean Genet menteur sublime (Gallimard), mit Tahar Ben Jelloun, von der AcadĂ©mie Goncourt, Autor des Buches Jean Genet, erhabener LĂŒgner. (31)

Zum Schluß eine kleine Kostprobe, was einen erwartet an bewundernden Worten des Tahar Ben Jelloun, der die beste Freundin des Jean Genet in seinem Buch mehrfach erwĂ€hnt. Leila Shahid, seit 1978 Ehefrau des marokkanischen Schriftstellers Mohammed Berrada, besorgt Jean Genet ein Visum, ist mit ihm in Beirut wĂ€hrend des Massakers von Sabra und Shatila, und sie besichtigen die StĂ€tte gemeinsam vier Stunden lang, am 19. September 1982. Zur Zeit der Video-Aufnahme ist sie Delegierte PalĂ€stinas in Frankreich. (32)

13. November 2010

Bisher erschienen:

Perpignan. Das Centre Méditerranéen de Littérature (CML)
Roussillon, 18. Oktober 2010
http://www.eussner.net/roussillon_2010-10-18_17-04-30.html

Die Mittelmeerunion, ihr Kulturprojekt und das CML. Teil II.
20. Oktober 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-10-20_14-54-44.html

Der Kulturrat der Mittelmeerunion und das CML. Teil III. 24. Oktober 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-10-24_13-39-05.html

CML. Im Griff der französischen Arabienpolitik. Teil IV. 27. Oktober 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-10-27_16-08-15.html

CML. Die Arabienpolitik Frankreichs. Das KuriositÀtenkabinett. Teil V.
10. November 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-11-10_15-23-47.html

Quellen

(1) L´Union pour la MĂ©diterranĂ©e
http://www.diploweb.com/IMG/jpg/qicarte36.jpg

(2) Mittelmeer: Union statt Prozess, und endlich Schluß mit Eurabia! 9. Juli 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-07-09_22-21-03.html

(3) Seif Kadhafi : "La Libye sera un pays moderne et heureux." Propos recueillis
à Tripoli par Pierre Prier. Le Figaro, 8/9 décembre 2007
http://tinyurl.com/ysh2t8

(4) Elie Hobeika killer file. heroes & killers of the 20th century
http://www.moreorless.au.com/killers/hobeika.html

Sabra und Shatila September 1982. Google.de 54 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/2azg34o

(5) Libanesischer BĂŒrgerkrieg. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Libanesischer_B%C3%BCrgerkrieg

(6) Éric Marty : Jean Genet à Chatila. In: Les Temps Modernes N° 622,
DĂ©cembre 2002 - Janvier 2003, p. 52 + 54
http://tinyurl.com/25moc39

(7) Sabra & Shatila. Jewish Virtual Library
http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/Sabra_&_ Shatila.html

(8) Gaza Flottille in meinem Archiv
http://tinyurl.com/38ll3d8

30 Jahre Friedensvertrag Israel-Ägypten. Historischer Handschlag. Foto AP.
sueddeutsche.de
http://tinyurl.com/36wzet7

(9) Le sommet de Barcelone de l´Union pour la MĂ©diterranĂ©e semble trĂšs compromis. Par Francis Mateo, econostrum.info, 10 novembre 2010
http://tinyurl.com/22t3ajc

Union pour la Méditerranée: le sommet de Barcelone reporté en novembre.
Par Loup Besmond de Senneville, EurActif.fr, 20 mai 2010
http://tinyurl.com/33guogc

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Folgen 2 bis 22 sind dort verlinkt.
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(30) HĂŽtel Pams. Perpignan. mairie-perpignan.fr
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(31) Tahar Ben Jelloun : Jean Genet, menteur sublime, Gallimard 2010
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Quand Tahar Ben Jelloun Ă©crit Jean Genet. Par Baptiste Liger, L´Express,
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(32) Jean Genet et les Palestiniens. LeĂŻla Chahid, 27 mai 2002.
Vidéo. YouTube
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Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2010-11-13_18-40-31.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 30.04.2017, 08:43 Uhr