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CML. Amos Oz in Perpignan: Woanders, zu einer anderen Zeit. Teil VII

Die Protagonisten des Dorfes Tel Ilan sind zum gr√∂√üten Teil Ashkenazim - Yossi Sasson wie auch Almozlino (Vorname: keiner) tragen sephardische Namen. Pessah Kedem, der gro√üe bucklige Alte, wird schon seit Jahrhunderten gedem√ľtigt, (S. 52). Kedem ist hebr√§isch und bedeutet zu deutsch der Altehrw√ľrdige. (1)

In der letzten der acht Geschichten tritt der Erzähler auf. Dieser ist nicht Amos Oz, wie schon Erstsemester der Literaturwissenschaft lernen, meist am Beispiel des Joseph Freiherrn von Eichendorffs Taugenichts. (2)

Der Ich-Erz√§hler berichtet als Mitarbeiter der Aide des r√©gions d√©favoris√©es, der Hilfe f√ľr benachteiligte Regionen, auf sechs Seiten von Ailleurs, dans un autre temps. Woanders, zu einer anderen Zeit. In der deutschen Ausgabe: An einem fernen Ort zu einer anderen Zeit. Seit mehr als 25 Jahren ist er t√§tig in einem Dorf, in diesem verfluchten Sumpf, in Ungeziefer und Verfall, er wartet sehns√ľchtig darauf, abgel√∂st zu werden. (S. 195ff.) (3)

Der Titel der Geschichte erkl√§rt, da√ü es sich nicht um Tel Ilan handelt, aber wo, wo anders? Wann? Eine Auswahl der W√∂rter und Worte mag den Lesern helfen, sich zu orientieren: gr√ľner Sumpf. - Ein s√ľ√ülicher Geruch der Verwesung dringt durch die H√ľtten. - Eisenwerkzeuge rosten w√§hrend einer Nacht. - M√ľcken und andere Insekten. - Maden, Termiten und andere Parasiten, - verschimmelte Mauern.

Die Alten sterben an Erkrankung der Atemwege. Selbst die Lebenden zerfallen. Zahlreich sind hier Kranke mit Kropf, mental Zur√ľckgebliebene, das Gesicht verzerrt, Schaum auf den Lippen, auf Grund von Inzuchtverbindungen: die Br√ľder mit den Schwestern, die S√∂hne mit den M√ľttern, die V√§ter mit den T√∂chtern. (S. 197)

In islamischen Staaten? In Palästina, zur Zeit der osmanischen Herrschaft? Zur Besatzungszeit, jetzt? - Kalt!

Und weiter geht´s mit Raten. Ein Panoptikum der Gesellschaft tritt auf: Offiziere und ihre Sekret√§re, Juristen, ein S√§nger, ein offizieller Geschichtsschreiber, ein oder zwei Intellektuelle, ein Astrologe und die Agenten von sechzehn Sicherheitsdiensten begleiteten sie. Der Sumpf soll ausgetrocknet, eine bl√ľhende Landschaft angelegt werden, aber nichts geschieht, die Regierung k√ľmmert sich um nichts, auf Beschwerden antwortet sie nicht.

Er kommt auf sexuelle Praktiken zur√ľck: Das ist die allgemeine Anarchie: die Alten treiben Unzucht mit den Kindern, die jungen M√§dchen mit Hinkenden, die M√§nner mit den Tieren. Kinder und Alte sterben weg, und die Jugendlichen altern fr√ľh, andere ziehen in den Norden. Die M√§dchen bauen R√ľben und Kartoffeln an, mit zwanzig sind sie hin. Die autochtone Bev√∂lkerung schrumpft unabl√§ssig. (S. 198f.)

Meint er vielleicht das Westjordanland unter Yasser Arafat, gestern, oder unter Mahmud Abbas, heute? Sind es nicht dreizehn statt sechzehn Geheimdienste? Ist ihre Zahl auf Grund der Terroraktivitäten der Hamas erhöht worden? Praktiken der Muslime mit Ziegen und Eseln sind bekannt, es gibt davon sogar Videos bei YouTube. - Trotzdem: Kalt! (4)

Sein Nachfolger kommt nicht. Sein Schwager hat den Polizisten ersetzt, der sich, wie´s aussieht, den Schmugglern in den H√ľgeln angeschlossen hat. (S. 200f.)

Vielleicht Gaza mit seinen Schmugglertunneln? - Kalt! (5)

Mein Gehirn, wie der Wunsch (abgel√∂st zu werden), weicht auf, stellt der Mitarbeiter der Hilfsorganisation fest. Das erkl√§rt allerdings einiges. Zwischen faulen Z√§hnen und ebenso faulem Atem steckt ihm eine B√§uerin einen Fladen aus Kartoffelschalen zu, seine B√ľcher verschimmeln und vermodern. So √§hnlich vielleicht wie seinem Vater Yehuda Arieh Klausner damals, dem Bibliothekar und Schriftsteller in Litauen? - Schon w√§rmer! (6)

Es bleibt mir nichts. Dann erscheint dem Halluzinierenden - und vielleicht auch den anderen, jedenfalls berichtet er´s so - vom Osten eine nackte Lichtgestalt, eine Art Messias, als wenn er aus den Wolken gefallen w√§re, leicht und wei√ü, wie mit Fl√ľgeln: Ein sch√∂ner Mann, strotzend vor Gesundheit, der zu gestikulieren anfing und damit Kreise und Arabesken in die feuchte Luft zeichnete. Wie einer mit H√§nden Arabesken in die Luft zeichnen kann? Frei nach Christian Morgenstern: Der raffinierte Mann tat´s um des Wortes willen. Die Verhei√üung ist ein Ort f√ľr Juden und Araber. (7)

Die Frauen mißtrauen dem Mann, wollen ihn gar töten, aber er, den sie gesehen oder geglaubt haben zu sehen, verschwindet hinter dem Sumpf. Danach es geht weiter, wie im Lagerleben der Juden Osteuropas: "Man muß zur Arbeit gehen. Diejenigen, die es sich leisten können, mögen sich in Ruhe damit abplagen. Diejenigen, die dessen nicht mehr fähig sind, haben nichts mehr, als nur noch zu sterben. Es ist zu Ende," meint der Totengräber.

Amos Oz in Perpignan: Interview mit der Provinzzeitung L´Ind√©pendant

Allein f√ľr Geschichte Nr. 8, f√ľr das Ende des Traumes eines entt√§uschten Juden, k√∂nnten Juden- und Israelfeinde den Amos Oz knuddeln und ihm welche Preise auch immer zueignen. Die sieben anderen Geschichten sind zusammen der Anstieg zu diesem H√∂hepunkt.

Schriftsteller schreiben, was immer ihr Thema ist, √ľber sich, Amos Klausner alias Oz macht keine Ausnahme. Das Dorf Tel Ilan, Israel im Miniaturformat, entstanden als Projekt aus den Tr√§umen der Juden, auf dem Rei√übrett, das Dorf mit seinen dem Wahn verfallenen Protagonisten l√∂st sich auf in Hoffnungslosigkeit. Israel hat keine Zukunft. Der Totengr√§ber ist bucklig wie Pessah Kedem. (S. 51 + 200)

Der Jude ist sein eigener Totengräber.

Diese Literatur und diese Aussage brechen mit dem Prix M√©diterran√©e 2010 in die Provinzstadt Perpignan ein. Die Zeitung L´Ind√©pendant in Gestalt des K√ľrzels J.M.C. nimmt sich des Falles in einem Interview an, das am Tag der Preisverleihung erscheint. Wichtig noch vor dem Bericht √ľber die ca. zwanzig B√ľcher des Autors ist seine oppositionelle Stellung zu Benjamin Netanyahu. Als n√§chstes ist wichtig, da√ü sich Amos Oz samt Israel der Mittelmeerregion und damit der Union pour la M√©diterran√©e (UPM) zugeh√∂rig erkl√§rt. Dann geht´s zur Sache mit dem conflit isra√©lo-palestinien. Es sind die Israelis, die mit den Pal√§stinensern im Konflikt leben. Amos Oz best√§tigt seinem Interviewpartner, da√ü die UPM die L√∂sung dieses Konfliktes beeinflussen kann: certainement. Bestimmt. Wie? Keine Antwort, keine R√ľckfrage.

Der Autor beklagt den Unterschied der Darstellung Israels in den internationalen Medien zur Realit√§t Israels, wie es ist. Diese Einsch√§tzung verwundert denjenigen, der sein Buch √ľber Tel Ilan gelesen hat. Amos Oz wirkt mit an der verzerrten Darstellung. Seine eigene Rolle sieht er ebenso unrealistisch, er bildet sich ein, seine Geschichten und seine politischen Aktivit√§ten w√§ren zwei v√∂llig verschiedene Angelegenheiten: Ce sont deux choses tr√®s diff√©rentes pour moi. Es ist eine bei Linken allgemein zu beobachtende Haltung, sie sehen ihre √Ąu√üerungen √ľber Gott und die Welt nicht als politisch und damit frag- und kritikw√ľrdig an, sondern als selbstverst√§ndlich, als Wahrheit. Amos Oz reduziert politische Beeinflussung auf Wahlempfehlungen, die es in seiner Literatur nicht gebe: Je n´ai jamais √©crit de litt√©rature pour dire aux Isra√©liens pour qui ils devraient voter. Ich habe niemals Literatur verfa√üt, um den Israelis zu sagen, wen sie w√§hlen sollten.

Befragt zu seinen Geschichten, antwortet er: Ich rede von Personen, die etwas verloren haben. Sie wissen nicht, was, nicht wo, nicht warum. Deutlicher kann er nicht zeigen, da√ü es sich um reaktion√§ren Inhalt handelt, den er verbreitet, und der ist sehr wohl politisch. Wir sind alle auf der Suche nach etwas. Ich denke, das ist eine universelle Situation des Menschen. Israel lebt r√ľckw√§rtsgewandt, hei√üt das. Keiner der Protagonisten schaut etwa neugierig irgendwo hin und sucht da, wo etwas Neues zu entdecken w√§re. Es geht nur um Verlorenes, und das ist schon so lange verloren, da√ü der Suchende nicht einmal mehr wei√ü, was es ist. Warum sucht er es dann? Traurig!

√úber das Ende des Moratoriums zum Siedlungsbau meint er, da√ü die Konstruktion von H√§usern in den besetzten Gebieten von Anfang an ein Irrtum sei, une erreur depuis le d√©but. Seit 40 Jahren k√§mpften Israelis f√ľr die Zweistaatenl√∂sung als historischen Kompromi√ü. Ein solcher Kompromi√ü ist heute m√∂glich, und ich denke, da√ü die Mehrheit der pal√§stinensischen und israelischen B√ľrger dazu bereit ist. Das Problem liege bei den Regierungen beider Seiten. (8)

Man kann sich nur wundern √ľber die Realit√§tsverweigerung und die Ahnungslosigkeit des Amos Oz, die Polit-Ideologie Islam betreffend. Muslime d√ľrfen kein einmal islamisches Gebiet preisgeben. Mahmud Abbas darf das ebenso wenig, er h√§lt die internationale Staatengemeinschaft hin, damit die Finanzhilfen, j√§hrlich in H√∂he von Hunderten Millionen Dollar und Euro, aus den USA und Europa weiter flie√üen. Ein solcher Kompromi√ü ist heute eben nicht m√∂glich, sonst w√ľrde er geschlossen. Bei Amos Oz kommt hinzu, da√ü er in seiner W√ľste anscheinend keine Medien konsultiert, sonst w√ľ√üte er, da√ü die Mehrheit der pal√§stinensischen Araber keine zwei Staaten will, sondern koran- und PLO-/Fatah-/Hamas-verfassungskonform nach wie vor die Vernichtung des israelischen Staates anstrebt, und da√ü auch der Phased Plan, vom 9. Juni 1974, das nicht hergibt, sondern das Gegenteil fordert, ein Gebiet nach dem anderen zu erobern. (9)

Dennoch wiederholt er gebetsm√ľhlenartig immer dasselbe. (10)

Amos Oz in Perpignan: Preisverleihung am 2. Oktober 2010

Der Nutzen seines Buches Sc√®nes de vie villageoise f√ľr die Arabienpolitik Frankreichs und seiner Regierungsinstitution Conseil Culturel de l´Union pour la M√©diterran√©e wird zun√§chst in Paris gew√ľrdigt, wo es am 24. Juni 2010 im H√ītel Marigny, dem G√§stehaus des Staatspr√§sidenten, gegen√ľber dem Elys√©e-Palast, ausgezeichnet wird. (11)

Amos Oz kann sicher sein, da√ü seine √úbersetzerin Sylvie Cohen, anscheinend in seiner Vertretung, niemals einen Fu√ü dahinein gesetzt h√§tte, wenn er bei gleicher literarischer Qualit√§t seines Werkes Israel, dessen Geschichte und Regierung positiv verarbeitet h√§tte, und wenn es ihm dar√ľber hinaus nicht gelungen w√§re, den Juroren weiszumachen, da√ü es ein allgemein menschlicher Zug w√§re, im Elend des Kramens in der Vergangenheit zu versinken: Wir sind alle auf der Suche nach etwas. Ich denke, das ist eine universelle Situation des Menschen, sagt er im Interview. So wird denn auch, copy&paste aus der Verlagsank√ľndigung, in der Brosch√ľre des Centre M√©diterran√©en de Litt√©rature zur 26. Vergabe des Prix M√©diterran√©e behauptet, da√ü die Personen der acht Geschichten unseren Leidenschaften, unseren Zweifeln, unserem Elend und unserer Freude einen Spiegel vorhielten, da√ü diese sehr israelische menschliche Kom√∂die die Zerbrechlichkeit unseres Lebens aufzeige. (12)

Nein, ich identifiziere mich mit keiner der blutleeren Gestalten, ich lege mich nicht ins Bett einer Unbekannten, um Miterbin zu werden, stecke meine Nase nicht in einen liegengelassenen Milit√§rmantel, um darin Familie zu riechen, schreibe meine Geschichte der politischen Zugeh√∂rigkeit nicht um und ergehe mich nicht in Selbstha√ü gegen√ľber den Muslimen, wohne nicht in einer Ruine mit Fundamenten aus der Karolingerzeit und singe mir dort nicht Mut zu. Es ist nicht zu Ende, schon Samuel Beckett hat das nicht geschafft mit seinem Endspiel, von 1956, geschweige denn Sie, Amos Oz, da k√∂nnen Sie Israel so herunterziehen, wie Sie wollen, Sie vergeuden Kraft und Zeit! (13)

Selbst der Dichter Rainer Maria Rilke, der Vergangenheit als große Oper inszeniert und in alten blauen Briefpapieren stöbert, verleiht dem Blau der welkenden Hortensie, der Farbe, Kraft und damit der Pflanze Zukunftsfähigkeit. (14)

Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein r√ľhrend Blaues sich vor Gr√ľnem freuen.

Amos Oz, Sie resignierender W√ľstenschriftsteller, nehmen Sie es von mir als das Blau der Nationalfahne Israels, das sich vor dem Islamgr√ľn hervortut!

Die um die Israelkritik gek√ľrzte Rede des Preistr√§gers Amos Oz

Der preisgekr√∂nte Autor h√§lt am Nachmittag des 2. Oktober 2010 im H√ītel Pams eine Rede; er spricht englisch, eine franz√∂sische √úbersetzung von zwei Seiten L√§nge wird vorab im Saal verteilt. Da die Akustik √§u√üerst schlecht ist, vertiefen sich auch solche Zuh√∂rer, die englisch k√∂nnen, in den franz√∂sischen Text. Amos Oz erz√§hlt, da√ü es seinem Wohnort Arad, in der W√ľste, sowie einem t√§glichen kurzen Spaziergang, um 5 Uhr in der Fr√ľhe, zu verdanken sei, da√ü er den Angelegenheiten ihre angemessenen Proportionen zur√ľckgeben k√∂nne: Beim Gebrauch von Begriffen wie "niemals", "f√ľr immer" oder "f√ľr den Rest der Ewigkeit" wei√ü ich, da√ü die Steine der W√ľste lachen. Er plaudert aus seiner Arbeit und √ľber seine Arbeitsweise: Ich setze mich an meinen Schreibtisch, ich schreibe einige Zeilen mit einem Bleistift, nicht mit dem Computer, einen Entwurf nach dem anderen, in vollst√§ndiger Identifizierung mit den Personen.

Das ist etwas so recht nach dem Herzen der lesenden alten Damen, die trotz Quengelns ihrer Enkel keinen PC anr√ľhren, es sei denn, ihn abzustauben. Der Autor pr√§sentiert sich als romantischer Spinner, der in tiefster Stille und h√∂chster Konzentration arbeite. Amos Oz, das wollten die Rentner unter ihren europ√§ischen Lesern schon immer wissen, das bringt Sie denen √ľber die politischen Sympathien hinaus noch so viel n√§her!

Er k√ľmmert sich um die Leser, betreut sie, in dem er ihnen Lesehilfen gibt, Protagonisten seiner Geschichten wanderten in diesen von einer zur anderen, was sie vielleicht selbst nicht gemerkt h√§tten bei all den hebr√§ischen Namen: So ist der Leser eingeladen, mit ihnen zu suchen, was sie verloren haben, und vielleicht das, warum er, der Leser, sich selbst verloren hat.

Ja, geht´s noch? Dieser angeblich unpolitische Literatur verfassende Autor manipuliert seine Leser, legt ihnen nahe, auch sie h√§tten etwas verloren, gar sich selbst, pourquoi lui, le lecteur, s´est lui-m√™me perdu, identifiziert sie mit den Dorf-Zombies von Tel Ilan, mit denen, die er aufgebaut hat, Israel abzubauen?

Bei seinem Gejammere √ľber die Vergangenheit, als er noch im Einklang mit der israelischen Gesellschaft und deren Politik leben konnte, f√§llt ihm nicht auf, da√ü er Tatsachen berichtet, die sein in einem Traum entstandenes Buch konterkarieren: Vor einigen Jahren habe ich getr√§umt, da√ü ich mutterseelenallein in einem dieser alten j√ľdischen D√∂rfer w√§re, mit den verfallenen H√§usern, den zerbrochenen Fensterl√§den ... In seinem Buch klagt er √ľber den Verlust der guten alten Zeit und l√§√üt seinen Protagonisten Yossi Sasson gegenreden, da√ü H√§user bis auf die Fundamente abgerissen und neu gebaut, da√ü sie, wenn nicht gerade von einem Wolf Maftzir angeeignet, von reichen St√§dtern als Wochenend- und Feriensitz erworben werden. Einem Linken kann man es nicht recht machen, er wird es immer gegen seine Gegner wenden.

Er teilt den Zuh√∂rern mit, da√ü sich in jeder dieser Geschichten etwas Fremdes und Beunruhigendes befinde, etwas Unaufgel√∂stes (je n´ai jamais aim√© les fins "rondes", Ich habe niemals "runde" Abschl√ľsse geliebt). In der Politik Israels allerdings h√§tte er lieber sofort einen "runden" Abschlu√ü, den er f√ľr m√∂glich h√§lt, und der damit m√∂glich ist. Er wirft den Regierenden vor, da√ü sie ihn nicht herbeif√ľhren.

Der Autor gibt den Zuh√∂rern vor, was sie nicht in dem Buch finden werden: Das ist weder ein Buch politischer Allegorien, noch ein Buch, da√ü direkt √ľber die israelische Situation spricht. Das ist kein Buch √ľber die Juden und die Araber, es handelt nicht von Kolonien und von Terror, oder von religi√∂sen oder nichtreligi√∂sen Juden. So l√§√üt er den Lesern von vornherein keine Freiheit, selbst zu entscheiden, was sie aus dem Buch herauslesen. Sollten sie es tats√§chlich f√ľr ein politisches Buch halten, so w√§ren sie im Unrecht. Ich bin ins Unrecht gesetzt.

Am Ende der franz√∂sischen Version der Rede widerspricht er den Aussagen seines Buches und meint, das Dorf Tel Ilan befinde sich nicht im Niedergang, sondern es √§ndere und erneuere sich. Er sagt seinen Zuh√∂rern, da√ü sein Buch nicht ein Werk der Verzweiflung sei, une oeuvre d√©sesp√©r√©e. Nun bin ich schon wieder ins Unrecht gesetzt. Ich halte es f√ľr eine Ansammlung von Zombies, von lebenden Toten.

Als die Rede dem franz√∂sischen √úbersetzungstext nach l√§ngst zu Ende sein m√ľ√üte, geht sie immer weiter. Bis man der mangelhaften Akustik wegen einiges versteht, ist die Regierungsschelte im vollen Gange. The cry of the helpless, was die pal√§stinensischen Araber meint, Arabs and Israelis have nowhere to go, als Argument f√ľr die Zweistaatenl√∂sung, a day will come when there will be an embassy of Palestine in Israel and an embassy of Israel in Palestine. Danach verlasse ich im Gegensatz zum Vertreter der Botschaft Israels den Saal. Rauschender Beifall f√ľr die Rede des Amos Oz begleitet mich, sie klingt noch lange nach.

Eine andere Rede des Amos Oz zur Preisverleihung, am 2. Oktober 2010

Unzufrieden mit der abgebrochenen englisch-französischen Rede, suche ich im Internet und finde auf der Website des Europa-Abgeordneten und Preisträgers 2010 Dominique Baudis eine Rede des Amos Oz, die dieser angeblich am 2. Oktober 2010 gehalten hat - oder ist die englische Fassung des vom CML verteilten französischen Textes eine angeblich gehaltene Rede?

Es handelt sich um zwei grundverschiedene Texte. Geht man davon aus, da√ü der Text auf der Website des Dominique Baudis wahrscheinlich die korrekte √úbersetzung ist, dann hat das CML die Zuh√∂rer bewu√üt in die Irre gef√ľhrt. Es steht auch am n√§chsten oder √ľbern√§chsten Tag nichts im Ind√©pendant, die Rede ist eine Art non-lieu, sie hat nicht stattgefunden. Abgesehen von freundlichen einf√ľhrenden Worten, da√ü er sich wie im Interview mit L´Ind√©pendant als jemand vom Mittelmeer darstellt, inmitten von Olivenb√§umen und unter blauem Himmel, von W√ľste und antiken Ruinen sowie lebendigen Erinnerungen, geht es sofort in die Tagespolitik. Er erkl√§rt, da√ü die meisten Israelis aus Mittelmeerl√§ndern gekommen oder an der K√ľste des Mittelmeeres geboren seien. Das veranla√üt ihn dazu, die aus Europa und den arabischen Staaten vertriebenen j√ľdischen Fl√ľchtlinge gleichzusetzen mit den pal√§stinensisch-arabischen Fl√ľchtlingen: Das j√ľdische Israel ist ein Fl√ľchtlingslager... Pal√§stina ist auch ein Fl√ľchtlingslager. (15)

Den israelisch-pal√§stinensischen Konflikt nennt er eine tragische Konfrontation zwischen zwei Fl√ľchtlingslagern. W√ľrde er historisch zutreffend vom seit dem 7. Jahrhundert bestehenden islamisch-j√ľdischen Konflikt ausgehen, wie er vom Koran in zahlreichen Suren gefordert wird, k√∂nnte er den Rest seiner Rede einstampfen. (16)

Auch er, wie alle Linken, nimmt die Muslime immer als in Tragik verstrickte Opfer wahr, so da√ü ihre Verbrechen gegen die Juden, Christen und andere Nicht-Muslime sowie gegen den Staat Israel wenn nicht gerechtfertigt, so doch wohlwollend erkl√§rt und nachempfunden werden k√∂nnen. Den in Israel vollst√§ndig integrierten j√ľdischen Fl√ľchtlingen unterstellt er, sich in einem Lager zu befinden, Israel ist f√ľr ihn kein Nationalstaat, sondern ein Fl√ľchtlingslager.

Die Verfolgung und Ermordung der Juden Europas setzt er gleich mit Unterdr√ľckung, Dem√ľtigung, Imperialismus und Kolonialismus, den die Araber h√§tten erdulden m√ľssen. Im ersten Teil des Satzes relativiert er die Judenvernichtung, die er im zweiten Teil als Genozid bezeichnet und als sans comparaison, unvergleichlich. Araber und Juden seien Opfer desselben Unterdr√ľckers, sie sollten zusammenhalten. Bei solch geschichtsbefreitem Argumentieren kann man nur noch staunen: Die Araber sehen das j√ľdische Israel und sehen es nicht, wie es ist, n√§mlich ein zur H√§lfte hysterisches Fl√ľchtlingslager. Hier und jetzt sehen sie in ihm den arroganten, unterdr√ľckenden und ausbeutenden bewaffneten Arm des europ√§ischen Kolonialismus. Die Juden s√§hen in den Arabern nicht Weggef√§hrten des Leidens, sondern die Verfolger unserer Vergangenheit - antisemitische Kosaken, Nazis mit braunen Schnauzb√§rten - bereit, uns die Kehle durchzuschneiden. Nicht ganz falsch beobachtet!

√úber die Geschichte Pal√§stinas wei√ü er: Die Pal√§stinenser sind in Pal√§stina, weil Pal√§stina das Land der Pal√§stinenser ist, so wie Griechenland das Land der Griechen oder wie Norwegen das Land der Norweger ist. Die israelischen Juden sind in Israel, weil sie kein Heimatland haben, und weil sie niemals als Nation, andere Heimatl√§nder hatten als das Land Israel. Flavius Josephus dreht sich im Grabe um. √úber das hohe Alter des j√ľdischen Volkes, ist ein Abschnitt seines Werkes √ľberschrieben. (17)

Les Palestiniens n´ont pas d´autre endroit o√Ļ aller et les Palestiniens non plus. Die Pal√§stinenser haben keinen anderen Ort, wohin sie gehen k√∂nnen, und die Pal√§stinenser (sic!) ebenfalls nicht. Das nennt man eine Freudsche Fehlleistung. Die Juden und Israel sind schon aus der Region entfernt. Es reicht bereits dieser eine Satz, um die Absichten Frankreichs deutlich zu machen; die √úbersetzung stammt von Dominique Baudis, dem Pr√§sidenten des regierungseigenen Institut du monde arabe, an der Pariser Place Mohammed V.

Es folgt sein Vorschlag der Zweistaatenl√∂sung, unabh√§ngig davon, da√ü die Araber seit dem 29. November 1947 keinen Staat wollen, und es immer wiederholen, aber auf taube Ohren sto√üen. Er spricht von einem Jahrhundert der Gewalt und des Hasses. Von Ereignissen, meora´ot, wie dem des Pogroms von Safed, 1834, vor 176 Jahren, hat Amos Oz anscheinend noch nie vernommen. (18)

Es folgt noch der Satz √ľber die Botschaften, man k√∂nnte zwischen beiden zu Fu√ü hin&her gehen, eine l√§ge in West- und eine in Ost-Jerusalem. Das Wort Gaza kommt nicht vor, also auch nicht der August 2005 und nicht die gleichnamige Flotille. (19)

Daf√ľr hat Amos Oz den Preis verdient und noch viel mehr; denn er rechtfertigt die Arabienpolitik der franz√∂sischen Regierung, die Union pour la M√©diterran√©e und den Conseil Culturel derselben. Auch Philippe Benguigui, von der j√ľdischen Organisation Zakhor pour la m√©moire, mit Orden der Nation behangener Sepharde, unterwegs in Sachen Holocaust-Industrie, feiert Amos Oz gemeinsam mit seinem "Freund", dem Pr√§sidenten des CML Andr√© Bonet, seinerseits "Freund" und/oder Bewunderer von Juden- und Israelhassern, von Robert Brasillach, Ferdinand C√©line, Jacques Verg√®s, Jonathan Littell, Fr√©d√©ric Mitterrand, Jean Genet. (20)

Andr√© Bonet hat sich die Teilnahme am 17e Salon du livre francophone de Beyrouth redlich verdient, an dieser gro√üen Manifestation der Francophonie, vom 28. Oktober bis 7. November 2010. Er schafft es wie immer, sich zu Pers√∂nlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens zu gesellen, wenn der bestallte Fotograf unterwegs ist. Diesmal gibt´s ein Foto mit Justizminister Ibrahim Najjar. Camus-Biograph Alain Vircondelet, Prix M√©diterran√©e de l´essai 2010, ist an seiner Seite. Wenn schon im Rahmen des Prix M√©diterran√©e 2010 kein Programm zur Ehrung Albert Camus vorgesehen ist, soll sein Ruhm wenigstens nach Beirut getragen werden, direkt neben den libanesischen Politiker, der gerade ganz andere Sorgen hat: Die Hezbollah bereitet sich auf die Macht√ľbernahme vor. (21)

Adabei ist Israel in Form des israelisch-palästinensischen Konfliktes:

Von israelischen Schriftstellern ist auf Grund der politischen Lage nichts zu sehen, aber Israel ist dennoch anwesend: Der israelisch-pal√§stinensische Konflikt ist √ľber die Jahre ein Hintergrundger√§usch geworden, das oftmals an Verst√§ndlichkeit verliert, was es an Vertrautheit bewahrt. Gewalttaten in Gaza und diplomatische Unterh√§ndler in Washington oder Sharm El-Sheikh folgen einander, ohne da√ü man die Chancen bemessen kann, eines Tages zu einer Regelung zu gelangen, noch die Risiken eines Umschwenkens in einen neuen Krieg. (22)

Derweil nimmt das deutsche Marine-Schnellboot Hyäne mit 35 Soldaten an Bord im Rahmen des UNIFIL-Einsatzes Kurs auf Libanon. Man erinnert sich? Libanonkrieg 2006? Green Helmet? Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates? (23)

Demnächst, am 19. November 2010, gibt es im Programme Lire en Méditerranée 2010 noch die mit Spannung erwartete Feier des 100. Geburtstages von Jean Genet, zelebriert von seinem Freund Tahar Ben Jelloun, von der Académie Goncourt, Autor der Huldigung Jean Genet, menteur sublime. André Bonet erspart einem nichts. (24)

Hier ist schon einmal eine Kostprobe aus Jean Genets fr√ľherem Leben, bevor er am 19. September 1982 Shatila besucht, bevor er Le captif amoureux schreibt: Le condamn√© √† mort. Der zum Tode Verurteilte.

On peut se demander pourquoi les Cours condamnent
Un assassin si beau qu´il fait p√Ęlir le jour.

Man kann sich fragen, warum die Gerichte einen Mörder, so schön, daß er die Sonne erbleichen läßt, verurteilen. (25)

16. November 2010

Bisher erschienen:

Perpignan. Das Centre Méditerranéen de Littérature (CML)
Roussillon, 18. Oktober 2010
http://www.eussner.net/roussillon_2010-10-18_17-04-30.html

Die Mittelmeerunion, ihr Kulturprojekt und das CML. Teil II.
20. Oktober 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-10-20_14-54-44.html

Der Kulturrat der Mittelmeerunion und das CML. Teil III. 24. Oktober 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-10-24_13-39-05.html

CML. Im Griff der französischen Arabienpolitik. Teil IV. 27. Oktober 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-10-27_16-08-15.html

CML. Die Arabienpolitik Frankreichs. Das Kuriositätenkabinett. Teil V.
10. November 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-11-10_15-23-47.html

CML. Israelfeindchaft auf hohem Niveau. Heute mit Amos Oz. Teil VI.
13. November 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-11-13_18-40-31.html

Quellen

(1) Bertelsmann, Das grosse Lexikon der Vornamen. Von Beate Varnhorn
http://tinyurl.com/38mwcq6

Pessach Kedem. Google.de 108 Ergebnisse
http://tinyurl.com/2u8d5zy

(2) Joseph Freiherr von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts (1826)
http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Novellen/eichendorff/taug enix.htm

(3) Sc√®nes de vie villageoise d´Amos Oz. La critique par Maude Denari√©, evene.fr
http://www.evene.fr/livres/livre/amos-oz-scenes-de-vie-villa geoise-42175.php

Amos Oz: Geschichten aus Tel Ilan. Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler.
Suhrkamp, September 2009
http://tinyurl.com/29y4z2p

(4) Arafat bombt, Europa zahlt. Von Bruno Schirra, ZEIT 24/2002
http://www.zeit.de/2002/24/Arafat_bombt_Europa_zahlt

(5) Gaza tunnels Egypt. Google.de 751 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/2aq56o4

(6) Amos Oz (1939 - ). Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Amos_Oz

Amos Oz (1939 - ). Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Amos_Oz

(7) Arabeske Ornament. Google.de Bilder. 34 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/2unbdbj

(8) Amos Oz : "Je suis M√©diterran√©en et Isra√ęl est un pays m√©diterran√©en.
Propos recueillis par J.M.C., L´Ind√©pendant, 2 octobre 2010, p. 5 /CCFI
http://tinyurl.com/392jjur

(9) Die "Drei-Phasen-Strategie" der PLO zur Beseitigung Israels. 28. Juni 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-06-28_17-06-54.html

Phased Plan in meinem Archiv
http://tinyurl.com/2a8qjby

(10) Do Palestinians Really Want a Two-State Solution? By Josef Joffe,
The Wall Street Journal, January 27, 2009
http://online.wsj.com/article/SB123301610441317741.html

An Interview with Amos Oz - NPR - 07/01/2009. Peace Now
http://www.peacenow.org.il/site/en/peace.asp?pi=195&fld=606& docid=3478

(11) Conseil Culturel de l´Union pour la M√©diterran√©e. R√©publique Fran√ßaise
http://www.conseilculturel-upm.gouv.fr/

Les Prix M√©diterran√©e 2010 de Litt√©rature remis √† l¬īH√ītel Marigny,
si√®ge du Conseil culturel de l¬īUPM. Par Andr√© Bonet, Lejmed.fr.
Le premier journal des Méditerranéens, 24 juin 2010
http://www.lejmed.fr/Les-Prix-Mediterranee-2010-de.html

(12) Lire en Méditerranée. 26e édition du Prix Méditerranée. CML, p. 17
http://www.prixmediterranee.com/images/stories/cml-brochure- 2010pdf.pdf

Scènes de villageoise, Amos Oz (Auteur), Sylvie Cohen (Traduction). Amazon.fr
http://tinyurl.com/384pak7

(13) Psychoanalytische Interpretation von Becketts Endspiel.
Homepage von Prof. H.D. König
http://tinyurl.com/39tjhez

(14) Rainer Maria Rilke: Blaue Hortensie, Paris 1906
http://rainer-maria-rilke.de/080046hortensie.html

(15) Jewish Refugees from Arab Countries. By Jacqueline Shields,
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http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/jewref.h tml

Die Entstehung des arabischen Antisemitismus und die Vertreibung
der Juden aus den arabischen Staaten. Das Fl√ľchtlingsthema einmal
anders betrachtet. 11. Oktober 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-16_00-10-27.html

(16) Siehe u.a. Suren 1:6-7, 2:65-66, 2:191, 2:216, 4:89, 5:51, 5:60, 7:166, 8:55, 9:29, 9:60, 98:6. Der edle Qur´an. ZMD
http://www.islam.de/13822.php

(17) Flavius Josephus: √úber das hohe Alter des j√ľdischen Volkes
Gegen Apion (Auszug). 17. Januar 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-01-17_19-01-18.html

(18) Palestine Massacre: The forgotten pogrom: Safed 1834. By Dvar Dea. ZioNation - Progressive Zionism and Israel Web Log, February 14, 2007
http://www.zionism-israel.com/log/archives/00000349.html

Der Judenhaß der muslimischen Welt und der Antisemitismus der Nazis haben keinen gemeinsamen Ursprung! 8. September 2006 / 5. März 2007
http://www.eussner.net/artikel_2006-09-08_01-09-41.html

(19) Amos Oz. Discours d´Amos Oz, prix M√©diterran√©e √©tranger 2010:
Prix Méditerranée 2010: Dominique Baudis à Perpignan. 6 octobre 2010
http://tinyurl.com/2acydns

(20) Amos Oz invité par le Centre Méditerranéen de Littérature pour recevoir
le Prix Méditerranée étranger 2010. Zakhor Pour la Mémoire
http://www.zakhor.fr

(21) ´Hizbullah making preparations to seize power in Beirut´.
Jerusalem Post, November 2, 2010
http://tinyurl.com/25upbvd

(22) L´Actu. Les mots de la M√©diterran√©e √† Beyrouth.
Rentrée du CML: Le Festival Lire en Méditerranée. Perpignan
http://www.prixmediterranee.com/

(23) Schnellboot Hyäne nimmt Kurs Libanon. NDR.de, 5. November 2010
http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/schnellboo t101.html

Libanon UNIFIL Resolution in meinem Archiv
http://tinyurl.com/35dov98

(24) Jean Genet, menteur sublime. Tahar Ben Jelloun, Gallimard 2010
http://tinyurl.com/2g8u27k

(25) Hélène Martin - Le condamné à mort. Vidéo. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=1CumaK6iQng&feature=related


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2010-11-16_15-17-29.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 24.03.2017, 09:50 Uhr