www.eussner.net
Artikel

Frankreich. Allparteienkartell gegen Israel schickt ein Schiff nach Gaza

Es ist soweit, ich bin ganz aufgeregt. Am Mittwoch, den 29. Dezember 2010, um
18 Uhr, stellt die Vereinigung Frieden und Gerechtigkeit in PalĂ€stina, Paix et Justice en Palestine 66 / Perpignan Palestine SolidaritĂ©, Perpignan PalĂ€stina SolidaritĂ€t, das Schiff Palestine vor. Wo? Auf der Place Arago, benannt nach dem großen Astronomen und Physiker Frankreichs, dessen Denkmal den Platz ziert.

Francesc Joan DomĂšnec AragĂł als Schirmherr fĂŒr israelfeindliche Aktionen

Der 1786 in Estagel geborene François Arago alias Francesc Joan DomĂšnec AragĂł, Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften und Professor fĂŒr GeodĂ€sie und analytische Geometrie an der École polytechnique, berechnet den Pariser Meridian, der im Pariser 14. Arrondissement durchs Observatorium fĂŒhrt, François Arago ist bis 1830 Direktor der Sternwarte. Er engagiert sich als republikanischer Abgeordneter der PyrĂ©nĂ©es-Orientales, des Roussillon, mit der Kennziffer 66, in der Politik. Seine Fachgebiete sind Fragen der Seefahrt (sic!), des Kanalbaus und der Eisenbahnen. Er spielt eine ausschlaggebende Rolle bei der endgĂŒltigen Abschaffung der Sklaverei in Frankreich. Im 13. Arrondissement ist ein Boulevard nach ihm benannt. In weitere Einzelheiten des Lebens dieses ausgezeichneten Mannes kann man sich bei Wikipedia und WikipĂ©dia einlesen. (1)

Den Platz Arago besetzen und besudeln heute Antisemiten und Israelfeinde, ich bin gespannt, wie viele dort auftreten, viel Platz ist nicht mehr; denn zur Weihnachtszeit dreht sich dort ein Kinderkarussell. Die zur Le Monde-Gruppe gehörenden Regionalzeitungen L´IndĂ©pendant und Midi Libre benachrichtigen ihre Leser ĂŒber das gegen Israel gerichtete Ereignis. Man kann nicht davon ausgehen, daß die Information lange online bleibt, noch dazu, da im IndĂ©pendant bereits harsche Kritiken darunter stehen, man solle sich lieber um die Armen im Roussillon kĂŒmmern: Faites un don Ă  SDF "solidaritĂ© des français" l´hiver est rude...... Spendet fĂŒr den Obdachlosenverein "SolidaritĂ€t der Franzosen", der Winter ist rauh. (2)

Deshalb sei hier der in beiden MSM gleichlautende Text dokumentiert: (3)

Le Collectif 66 Paix et justice en Palestine et le ComitĂ© de soutien aux trois inculpĂ©s de Perpignan communiquent. Le 29 dĂ©cembre Ă  Perpignan, Ă  18 h place Arago, venez accueillir le bateau Palestine ! Ce sera notre seconde veillĂ©e pour Gaza. L´an dernier, nous Ă©tions rassemblĂ©s prĂšs de la stĂšle des rĂ©fugiĂ©s Ă  ArgelĂšs, face Ă  la mer, et nous avions Ă©tabli une communication en direct avec nos camarades qui participaient Ă  la marche internationale contre le blocus de Gaza.

Cette seconde veillĂ©e sera l´occasion de dĂ©noncer le blocus inhumain imposĂ© par IsraĂ«l, de soutenir nos trois camarades inculpĂ©s (Bernard, Jeanne et Yamina) et de donner le coup d´envoi Ă  Perpignan de la campagne pour le bateau français qui va tenter de briser le blocus de Gaza au printemps prochain. Nous avons construit pour cela un bateau "Palestine" symbolique, qui sera inaugurĂ© aujourd´hui, autour de boissons et en musique.

[Photo] Jeanne Rousseau, l´une des trois inculpĂ©s de Perpignan Ă  cĂŽtĂ© du bateau Palestine en construction.

Das Kollektiv 66 Frieden in PalĂ€stina und das UnterstĂŒtzerkomitee fĂŒr die drei Angeklagten von Perpignan teilen mit. Kommt am 29. Dezember, um 18 Uhr, in Perpignan, Arago-Platz, das Schiff PalĂ€stina empfangen! Es wird unsere zweite abendliche Zusammenkunft fĂŒr Gaza sein. Im letzten Jahr waren wir bei der Stele der FlĂŒchtlinge von ArgelĂšs versammelt, gegenĂŒber dem Meer, und wir haben eine direkte Verbindung hergestellt mit unseren Kameraden, die am internationalen Marsch gegen die Blockade Gazas teilnahmen.

Diese zweite abendliche Zusammenkunft wird die Gelegenheit sein, die von Israel verhĂ€ngte unmenschliche Blockade anzuprangern, unsere drei angeklagten Kameraden (Bernard, Jeanne und Yamina) zu unterstĂŒtzen und in Perpignan den Anstoß der Kampagne zur Entsendung des französischen Schiffes zu geben, das versuchen wird, im kommenden FrĂŒhjahr die Blockade von Gaza zu durchbrechen. Wir haben dafĂŒr ein symbolisches Schiff "PalĂ€stina" gebaut, das heute mit GetrĂ€nken und Musik eingeweiht wird.

[Foto] Jeanne Rousseau, eine der drei Angeklagten von Perpignan, neben dem im Bau befindlichen Schiff PalÀstina.

Das Foto im IndĂ©pendant ist besonders groß und schön geraten.

Die beiden ProvinzblĂ€tter haben den Text von der Website Paix et Justice en Palestine 66. Perpignan Palestine SolidaritĂ© ĂŒbernommen und zusammengestrichen. Ausgelassen sind folgende Stellen: Deux ans ont passĂ© depuis les massacres. Le blocus sĂ©vit toujours. Les enfants de Gaza n´ont pas droit Ă  la fĂȘte. Zwei Jahre sind vergangen seit den Massakern. Die Blockade wĂŒtet noch immer. Die Kinder Gazas haben kein Recht auf das Fest. Der Aufruf, das symbolische Schiff PalĂ€stina einzuweihen, wird in eine Information umgewandelt, das Schiff, das heute mit GetrĂ€nken und Musik eingeweiht wird. Der folgende Aufruf wird ebenfalls gestrichen: Venez nombreux, venez en famille avec les enfants et petits-enfants ! Plus que jamais, tous solidaires du peuple palestinien ! Kommt zahlreich, kommt mit der Familie, mit Kindern und Enkeln! Mehr denn je alle solidarisch mit dem palĂ€stinensischen Volk! (4)

Die Indoktrination von Kindern und Enkeln ist dem IndĂ©pendant und dem Midi Libre anscheinend doch zu arg - dabei ist es unter Linken selbstverstĂ€ndlich, daß schon die lieben Kleinen erzogen werden: Was eine behĂ€mmerte Sichel werden will, krĂŒmmt sich beizeiten.

Mißbrauch des Gedenkens an die Retirada fĂŒr Kundgebungen gegen Israel

Auch die erste abendliche Zusammenkunft, am 27. Dezember 2009, findet an einem von den Antisemiten und Israelfeinden besetzten und mißbrauchten Ort statt, an der zur Erinnerung an die FlĂŒchtlinge im Konzentrationslager ArgelĂšs-sur-mer errichteten Stele. 100 000 spanische Republikaner werden dort wĂ€hrend der Retirada vom Februar 1939 interniert. Ihr UnglĂŒck: gekĂ€mpft zu haben zur Verteidigung der Demokratie und der Republik gegen den Faschismus in Spanien, von 1936 bis 1939. Freier Mensch, gedenke. A la memoria de los 100.000 republicanos españoles, internados en el campo de ArgelĂšs, tras la RETIRADA de febrero de 1939. Su desgracia: haber luchado para defender la Democracia y la RepĂșblica contra el fascismo en España de 1936 a 1939. Hombre libre, acuĂ©rdate.

Seit Anfang der republikanischen Retirada, des RĂŒckzuges, sind etwa 220 000 Internierte durch das Lager gegangen, FlĂŒchtlinge des spanischen BĂŒrgerkrieges, Juden, Zigeuner und andere unliebsame AuslĂ€nder. Das Lager hat von Februar 1939 bis September 1941 bestanden. (5)

Ob es sich um den Platz zu Ehren des François Arago oder den zum Gedenken an die Opfer des spanischen BĂŒrgerkrieges handelt, sie werden in alter Tradition von Muslimen erobert, und ihre Bestimmung wird ideologiegerecht definiert. Die GleichgĂŒltigkeit der Linken und aller anderen PalĂ€stinenserverteidiger gegenĂŒber Fakten jeder Art, ob geschichtlichen, geographischen, politischen, wird einmal mehr deutlich durch die Wahl dieser Orte, Place Arago und Stele ArgelĂšs, sowie durch die fehlerhafte Datierung der Versammlung zur UnterstĂŒtzung des Gaza Freedom March auf den 27. Dezember 2007. Orte und AnsprĂŒche sind geschichts- und zeitlos, die PalĂ€stinenser interessieren nicht wirklich, sie sind Vorwand fĂŒr Judenhaß und Israelfeindschaft. (6)

Sorge um palĂ€stinensische Araber als Vorwand fĂŒr anti-israelische AktivitĂ€ten

Der von westlichen linken Wissenschaftlern verehrte Edward Said drĂŒckt es so aus: "I have no interest in, much less capacity for, showing what the true Orient and Islam really are." "Ich habe kein Interesse daran und noch viel weniger die FĂ€higkeit, zu zeigen, was der echte Orient und der wahre Islam wirklich sind." (7)

So haut jeder ab, so gut, er kann!

Es ist Ă€hnlich wie mit der Schreibweise fĂŒr Mahmoud Darwich, auf der Site Paix et Justice en Palestine 66 (inzwischen korrigiert!), oder auch mit der Geschichtsklitterung der Neuen Historiker Ă  la Ilan PappĂ©, dem ErzĂ€hlungen und Plaudereien palĂ€stinensischer Araber nach 60 Jahren wichtiger sind als dokumentierte Tatsachen. Diese werden nach ihrem Gebrauchswert fĂŒr die Rechtfertigung der Ideologie eingesetzt, erfunden und/oder verdreht, und wenn sie gar nicht passen wollen, werden sie entsorgt. (8)

Wie das vor einem Jahr vonstatten geht, kann man im Artikel Gaza. Europas Aktivisten immer im Dienst nachlesen. Es hat sich nichts grundsÀtzlich geÀndert. (9)

Im Gegenteil, die AktivitĂ€ten werden ausgeweitet. Deutschland mag dabei als Vorbild dienen. Schon aus wahltaktischen GrĂŒnden ĂŒberlĂ€ĂŸt man auch in Frankreich das Feld nicht mehr den Linksradikalen und Rechtsextremen, sondern wie beim Beschluß des Deutschen Bundestages zu den Ereignissen um die Gaza-Flottille machen jetzt alle Parteien mit bei der Hatz. (10)

Hinzu kommt, wie im Artikel Frieden und Gerechtigkeit in PalĂ€stina. Ein Theater der Komplizenschaft geschildert, das Allparteienkartell der Nationalversammlung Frankreichs, von der UMP ĂŒber den PS und die GrĂŒnen bis zu versprengten Kommunisten; alle machen mit bei der Aberkennung des Hoheitsrechts und der staatlichen Rechte Israels. Werden die frĂŒheren anti-israelischen Projekte organisiert von linken und islamischen PalĂ€stina-SolidaritĂ€tsgruppen, zeichnen nunmehr Abgeordnete aller Parteien der Nationalversammlung mit. (11)

Eine Pressekonferenz in der Nationalversammlung

Sie halten in ihren RĂ€umen eine Pressekonferenz ab und unterstĂŒtzen ca.
60 Organisationen, viele von ihnen durch Staatsmittel gefördert, bei einer von der französischen Regierung geduldeten Provokation: Mardi 26 octobre 2010, Ă  l´assemblĂ©e nationale, s´est tenu une confĂ©rence de presse pour lancer la campagne "Un bateau pour Gaza". Dienstag, den 26. Oktober 2010, ist in den RĂ€umen der Nationalversammlung eine Pressekonferenz abgehalten worden zum Start der Kampagne "Ein Schiff fĂŒr Gaza". Wenn man die Regeln der französischen BĂŒrokratie richtig einschĂ€tzt, so kann man davon ausgehen, daß die Pressekonferenz vorher beantragt und vom PrĂ€sidenten der Nationalversammlung genehmigt werden muß, schon allein, um zu vermeiden, daß zur selben Zeit in denselben RĂ€umen eine andere Veranstaltung abgehalten werden soll, aber auch, um unliebsame Überraschungen mit brisanten Auftritten zu vermeiden. Der Auftritt der versammelten Israelfeinde aller Art ist in Frankreich kein unliebsamer Auftritt.

PrĂ€sident der Nationalversammlung ist seit dem 26. Juni 2007 Bernard Accoyer, von der Union du mouvement populaire (UMP), der Union fĂŒr die Volksbewegung des StaatsprĂ€sidenten Nicolas Sarkozy. Er duldet in offiziellen RĂ€umen des französischen Staates israelfeindliche AktivitĂ€ten, den Aufruf zum Bruch der Seeblockade des befreundeten Staates Israel, eines Mitglieds der Vereinten Nationen. (12)

Wie in Deutschland macht sich auch in Frankreich die gesamte politische Klasse offen und ohne jede Scham gemein mit nationalen und internationalen IslamfunktionÀren sowie mit der vereinigten linksradikalen Szene. (13)

Wie aber ist die Rechtslage? Ist die Blockade von Gaza legal?

Das anzuwendende rechtlich anerkannte Dokument heißt: San Remo Manual on International Law Applicable to Armed Conflicts at Sea. (14)

Es gibt weitere internationale Bestimmungen, die Rechtsposition Israels betreffend, die Helsinki Principles on the Law of Maritime Neutrality, die Konvention von Havanna ĂŒber maritime NeutralitĂ€t vom 20.02.1928, und wahrscheinlich fĂ€nde man noch mehr; denn es ist ein jahrhundertealtes Problem, wie im Kriegsfall mit Blockaden und mit kriegerischen und neutralen Schiffen umgegangen wird. (15)

Die globalisierungskritische NRO Focus on the Global South

Die Leitung der Kampagne obliegt dem bis Februar 2010 im staatlichen Institut français du Proche-Orient beschÀftigten Thomas Sommer-Houdeville, einem Vertreter der Zivilen internationalen Kampagne zum Schutz des palÀstinensischen Volkes (CCIPPP). (16)

Er ist inzwischen nicht mehr im Institut français du Proche-Orient tĂ€tig, sondern arbeitet bereits seit November 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Aktivist bei der globalisierungskritischen Nicht-Regierungsorganisation Focus on the Global South, die auf ihrer Website nicht mitteilt, wer sie finanziert, sondern man muß Informationen erst mĂŒhselig suchen. Sie sind, was die Förderer angeht, veraltet, letztmalig aufgerufen 2007. Ein Jahresbericht ist fĂŒr 2006 erstellt worden, herunterladen kann man keinen der Jahresberichte von 1999 bis 2006: The requested page could not be found. (17)

Die 1995 in Bangkok gegrĂŒndete NRO ist dem Institut fĂŒr Sozialforschung dem Chulalongkorn University Social Research Institute Bangkok angeschlossen, affiliated. SourceWatch verlinkt den Dreijahresbericht 2003-2005, der dort ebenfalls nicht mehr aufzurufen ist. GroßzĂŒgig mit finanzieller UnterstĂŒtzung fĂŒr Konferenzen, Projekte und Übernahme von Reisekosten wird Focus bedacht von der Heinrich-Böll-Stiftung und von der Friedrich-Ebert-Stiftung, das heißt, deutsche Steuergelder finanzieren diesen obskuren Verein, dessen Mitarbeiter Thomas Sommer-Houdeville sich jetzt hervortut mit seinen gegen Israel gerichteten AktivitĂ€ten. Eine französische Institution ist nicht unter den Gönnern vertreten, Frankreich profitiert zur Sicherung seiner Interessen einmal mehr von den Investitionen anderer, Stichwort: Union pour la MĂ©diterranĂ©e, die Mittelmeerunion. (18)

SelbstverstĂ€ndlich verlangt Focus von anderen Transparenz: The author´s comments on the Asian Development Bank´s (ADB) Draft Public Communication Policy (PCP) take as given that the ADB is a public institution and must therefore, adhere to standards of transparency, accountability and responsibility expected of a public institution, die ADB als öffentliche Institution mĂŒsse sich an Standards der Transparenz, Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit halten. (19)

22 Mitarbeiter sind tĂ€tig in Thailand, den Philippinen und Indien. Thomas Sommer-Houdeville kam im November 2009 zu Focus und arbeitet im Friedens- und Demokratieprogramm, besonders an FĂ€llen der Konfliktlösung, auslĂ€ndischen MilitĂ€rbasen in Asien, Verbindungsaufbau zwischen dem Nahen Osten und Asien sowie Nord-SĂŒd-Beziehungen. Er ist Doktorand an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) von Paris, der Hochschule fĂŒr Sozialwissenschaften. Zu seiner Dissertation kommt er auf Grund seiner AktivistentĂ€tigkeit nicht, aber sein Doktorvater, der islamophile Olivier Roy, der Tariq Ramadan fĂŒr einen moderaten Muslim hĂ€lt und den Islam auf dem RĂŒckzug befindlich sieht, meint dazu verstĂ€ndnisvoll: "Er ist von der Art der jungen Forscher, die ich besonders schĂ€tze: zuerst die Arbeit im Feld, physischer Mut und eine gute intellektuelle Ausbildung." Er erkenne sich in ihm wieder, meint die LibĂ©ration-Mitarbeiterin Catherine Coller ĂŒber den 35-jĂ€hrigen Dauerdoktoranden und seinen Mentor. Der linksradikale Nouveau Parti anticapitaliste des Olivier Besancenot veröffentlicht das gern. (20)

Thomas Sommer-Houdeville tingelt durch die Welt, auch mit der Soziologin Lisa Taraki, Aktivistin von der Birzeit UniversitĂ€t, um fĂŒr die gegen Israel gerichtete Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) zu werben.

Eines Tages möchte er in einer regierungseigenen Institution Frankreichs sein Geld verdienen, erklĂ€rt er auf Anfrage. Da sitzen schon reichlich ewige Doktoranden und andere am wirklich wahren Leben gescheiterte Ideologen, aber der Mouvement contre le racisme et pour l´amitiĂ© entre les peuples (MRAP), die Bewegung gegen Rassismus und fĂŒr die Freundschaft zwischen den Völkern / fĂŒr Völkerfreundschaft / druschba, wird vielleicht auch ihm einen Unterschlupf als responsable bieten, als FĂŒhrungskraft, es muß ja nicht gerade als responsable juridique sein, als juristische FĂŒhrungskraft. (21)

Abgeordnete aller Parteien der Nationalversammlung als Blockadebrecher

Beim MRAP ist die Sammlung fĂŒr das Schiff zentralisiert. Der Scheck ist auf den MRAP auszustellen. ChĂšque Ă  libeller Ă  "MRAP : Un bateau pour Gaza France", steuerabzugsfĂ€hig; ein Angriff auf die SouverĂ€nitĂ€t Israels ist in Frankreich eine gemeinnĂŒtzige Angelegenheit. Les dons sont dĂ©ductibles de vos impĂŽts Ă  hauteur de 66%. Die Spenden sind zu 66% von Ihren Steuern absetzbar. Es wĂ€re von Interesse zu erfahren, wer da spendet. Es ist nicht anzunehmen, daß die bei den Veranstaltungen auftretenden Linken, seien sie Studenten oder berufstĂ€tig, ein seetaugliches Schiff finanzieren können. Wer also zahlt? (22)

Man kann die Abgeordneten der Nationalversammlung, sie tragen wie abgesprochen jeder eine rote Krawatte, und sie sind samt und sonders Beamte des französischen Staates, in einem Video an der Seite des Thomas Sommer-Houdeville und weiterer Aktivisten gegen Israel bewundern und bekommt gleich zu Anfang des Videos einen Eindruck von den prunkvollen Örtlichkeiten: (23)

Der 62-jĂ€hrige Abgeordnete der Écolos/Die GrĂŒnen NoĂ«l MamĂšre, Journalist und BĂŒrgermeister von BĂšgles, nicht anwesend bei der Pressekonferenz, will auf seine alten Tage mit dem Schiff in See stechen. Er ist in den Freundschaftsgruppen der Nationalversammlung PrĂ€sident Philippinen, VizeprĂ€sident Jamaika, Laos, Oman, Papua Neu Guinea, Tanzania und Vanuatu, SekretĂ€r Bolivien und Kongo. FĂŒr seine Reisen um die Welt ist gesorgt, ein Freiheitsschiff nach Gaza fehlt ihm noch. (28)

Der 60-jĂ€hrige Lehrer Patrick Braouezec, Kommunalrat und ehemaliger BĂŒrgermeister von Saint-Denis ("neuf-trois"), 1991 bis 2004, 38 Jahre Parti Communiste, bis 25. MĂ€rz 2010, Freund des JosĂ© BovĂ© und nunmehr politisch den Écolos nahestehend, ist in der Nationalversammlung VizeprĂ€sident der Freundschaftsgruppen Brasilien, Spanien und Mali. (29)

Er schickt seine parlamentarische Mitarbeiterin Mireille Fanon MendĂšs-France; sie ist, wie der Name vermuten lĂ€ĂŸt, JĂŒdin aus der Familie des Sozialisten Pierre MendĂšs-France, der 1954 fĂŒr einige Monate MinisterprĂ€sident Frankreichs ist. Eine solche PrĂ€sentation macht sich immer gut: Haust du den Juden eine rein, muss es zitiert von Juden sein. (30)

Mireille Fanon MendĂšs-France ist PrĂ€sidentin der Fondation Frantz Fanon, Aktivistin bei ATTAC France, bei CCIPPP, sie ist Mitglied des NationalbĂŒros der Union Juive Française pour la Paix (UJFP), der Französisch-jĂŒdischen Vereinigung fĂŒr den Frieden, womit der Frieden in PalĂ€stina gemeint ist, ihre BeitrĂ€ge werden gern veröffentlicht auf der Salafisten-Website Oumma.com und anderen linken und islamischen Websites. (31)

Das Video zum Start der Kampagne "Ein französisches Schiff fĂŒr Gaza"

Das Schiff werde zu einer Flotille von fĂŒnfzehn bis zwanzig Schiffen aus Europa, Asien, den USA, Kanada und SĂŒdafrika gehören, kĂŒndigt Thomas Sommer-Houdeville an (0:40). Die rechts von ihm sitzende Claude LĂ©ostic, von der Association France-Palestine SolidaritĂ© (AFPS), erwĂ€hnt die Rolle Ägyptens bei der Blockade Gazas in einem Halbsatz und dann nie wieder. (1:15) Sie erklĂ€rt die Blockade insgesamt fĂŒr ungesetzlich, sie sei eine Kollektivstrafe fĂŒr die Zivilbevölkerung, weil diese fĂŒr die Hamas in Wahlen gestimmt habe, die extrĂšmement dĂ©mocratique et transparente gewesen seien (1:30), die Blockade hindere die Bevölkerung von Gaza an Verbindungen zu den PalĂ€stinensern im Westjordanland. (2:15) Mit den Operationen auf der Mavi Marmara habe Israel ein Kriegsverbrechen und eine Piraterie begangen, (2:30) die israelische Armee habe 2008/2009 einen Krieg gegen die palĂ€stinensische Zivilbevölkerung gefĂŒhrt. (3:12)

Anschließend redet der FunktionĂ€r der reformierten Kirche Alain Bosc. (3:24) Er ist Sprecher der Vereinigung La Cimade, des ComitĂ© Inter-Mouvements AuprĂšs Des EvacuĂ©s, des Komitees der Bewegung unter den Evakuierten. Es handelt sich beim Cimade um eine in den 30er Jahren gegrĂŒndete protestantische Vereinigung zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Vater Jean Bosc ist MitbegrĂŒnder des Cimade. (32)

Die Geschichte, und wofĂŒr die AbkĂŒrzung steht, sind den heutigen KĂ€mpfern fĂŒr die Menschheit nicht bekannt oder peinlich, und so nennen sie das Komitee, le comitĂ©, "die" Cimade. La Cimade ist einer der Hauptakteure in der Kampagne gegen die Ansiedlung der israelischen Exportfirma AGREXCO im Hafen von SĂšte. (33)

Es ist Ă€hnlich wie mit dem heute unter kommunistischer Leitung des kabylisch-algerischen Franzosen Mouloud Aounit agitierenden MRAP, der nach dem Zweiten Weltkrieg von ĂŒberlebenden Juden als Mouvement contre le Racisme et lÂŽAntisĂ©mitisme et pour lÂŽAmitiĂ© entre les Peuples gegrĂŒndet wird. Gegen den Antisemitismus wird dort nicht mehr gekĂ€mpft, im Gegenteil, der wird durch Stellungnahmen und Aktionen wie die Gaza-Flotille direkt und indirekt gefördert. Gibt man bei Google.fr Mouvement contre le Racisme et lÂŽAntisĂ©mitisme et pour lÂŽAmitiĂ© entre les Peuples ein, so erhĂ€lt man 16 Ergebnisse, aus denen hervorgeht, daß es zu vielen bis heute nicht durchgedrungen ist, daß der MRAP eine gegen Israel agitierende linksradikale Vereinigung ist, die nicht gegen Antisemitismus angeht, sondern tatsĂ€chlichen und vermeintlichen Rassismus gegen Muslime bekĂ€mpft. (34)

Die GrĂŒnder der Vereinigungen Cimade und MRAP werden sich im Grabe umdrehen. Linke und Linksradikale verkehren ihre Absichten ins Gegenteil, benutzen sie wie auch François Arago und die Stele in ArgelĂšs-sur-mer zu anti-jĂŒdischen und israelfeindlichen Kampagnen. Sie schreiben die Geschichte neu, sie sind als "Neue Historiker" unterwegs.

Alain Bosc berichtet ĂŒber die gute Zusammenarbeit mit palĂ€stinensischen Organisationen, mit der Vereinigung der palĂ€stinensischen Nichtregierungsorganisationen (3:40), er bittet um Spenden, da es nicht weniger Mittel bedĂŒrfe, ein solches Schiff zu finanzieren, il faut des moyens trĂšs importants pour affrĂ©ter un bateau (4:04), es bedarf sehr bedeutender Mittel, ein Schiff zu chartern. Die Adresse, an die Schecks zu senden sind, wird eingeblendet. Man kann davon ausgehen, daß die Botschaften der Erdöl exportierenden islamischen Staaten, vielleicht auch die TĂŒrkei, den Griffel zur Hand nehmen und sie notieren. Die Kamera schwenkt auf zwei Konferenzteilnehmer, Mitglieder der Initiative oder Journalisten, die ihren Haß nicht verbergen. (4:24)

RenĂ©e le Mignot, VizeprĂ€sidentin des MRAP, wie man auf der Salafisten-Website Oumma.com lernt, betont die Transparenz der Spendenaktion. (4:26) An der Wand, im Hintergrund, stehen zwei Aktivisten der AFPS, die stoisch und skeptisch die Szene betrachten, rechts im Vordergrund blickt ein Araber in seine Konferenzunterlagen. (4:28) Man habe die Bank angewiesen, den MRAP ĂŒber Spenden zu unterrichten, die "zu hoch" erscheinen, und deren Herkunft nachzuprĂŒfen. (4:48) Wie das geht, ohne Wahlkampfgelder einzubĂŒĂŸen, hat man in der Wahlkampagne des Barack Obama gesehen. Die Spender werden sich auch im Fall des französischen Schiffes fĂŒr Gaza entsprechend vorsichtig verhalten und beispielsweise nicht gerade "100 000 Euro, gespendet von der Arab Bank Amman" als Absender auf dem Scheck notieren. (35)

Die Schecks aller Spender wĂŒrden zweifach kopiert, ein Satz bliebe zur Kontrolle beim MRAP. (5:18) Im Vordergrund, links neben RenĂ©e le Magot, sitzt ein Asket mit weißem Bart, der sinnend umherblickt. (5:23) Thomas Sommer-Houdeville erklĂ€rt, daß ein derartiges Schiff mit Ladung Hunderttausende von Euros kosten werde, es gebe zwar keine genauen SchĂ€tzungen, aber es kĂ€me erfahrungsgemĂ€ĂŸ auf mehrere Hundertausend Euro, was eine große Herausforderung fĂŒr die Zivilgesellschaft Frankreichs bedeute. (5:33)

Der Historiker und politische Aktivist Bernard Ravenel, PrĂ€sident der 1993, nach den VertrĂ€gen von Oslo, gegrĂŒndeten Plateforme des ONG françaises pour la Palestine, einer von der französischen Regierung subventionierten Dachorganisation der PalĂ€stina-SolidaritĂ€t, kĂŒndigt an, daß die von ihm vertretenen Organisationen weniger finanzielle UnterstĂŒtzung leisten, sondern die humanitĂ€ren HilfsgĂŒter zusammentragen wĂŒrden, wie das schon bei der ersten Flottille gewesen sei, FertighĂ€user beispielsweise und spezielle Medikamente, weil sie den Bewohnern von Gaza sehr fehlen. (6:09) Da kann man nur hoffen, daß anders als beim letzten, von der Hamas zurĂŒckgewiesenen Versuch der humanitĂ€ren Hilfe, die Medikamente ihr Verfallsdatum nicht erreicht haben. (36)

Bernard Ravenel spricht von zwei Arten der Finanzierung, von der des Schiffes und der humanitĂ€ren GĂŒter fĂŒr die PalĂ€stinenser. (6:36) Es gebe ein praktisches Problem, man wisse nicht, wieviele HilfsgĂŒter zusammenkommen, danach aber richte sich die GrĂ¶ĂŸe des Schiffes, was sich auf die Kosten auswirke. (6:55) Der Aktivist ist ein erfahrener KĂ€mpfer fĂŒr die PalĂ€stinenser, von 2001 bis 2009 ist er PrĂ€sident der Association France-Palestine SolidaritĂ© (AFPS) unter dem Motto Boycott, Desinvestissement, Sanctions und Je boycotte la colonisation. (37)

Die Arbeit der Plattform der französischen NRO fĂŒr PalĂ€stina sieht das Außenministerium von Anbeginn als im allgemeinen Interesse liegend an. Mitglieder einiger Organisationen, wie der AITEC, sind Regierungsberater und im Auftrag der Regierung Frankreichs in EntwicklungslĂ€ndern tĂ€tig. (38)

Betrachtet man den aufrechten KĂ€mpfer fĂŒr die gute Sache Bernard Ravenel im Video zum Start der Kampagne fĂŒr das französische Schiff fĂŒr Gaza, so glaubt man gern, was jemand seiner Freunde ĂŒber ihn bei WikipĂ©dia eingetragen hat, daß er nĂ€mlich schockiert gewesen sei ĂŒber die von Marcel Charbonnier ĂŒbersetzten antisemitischen AusfĂ€lle des Israel Shamir. (39)

Als Quelle wird ein Artikel von Henri Pasternak angegeben: "Notre ami IsraĂ«l Shamir", L´Arche, n° 543, mai 2003. Es verwundert, daß dieser Artikel nicht verlinkt ist, obgleich es einen Link gibt. Im Artikel Israel Shamir und andere antisemitische Blumen aus GalilĂ€a kann man darĂŒber lesen, dort ist der Link seit August 2005 aufzurufen. (40)

Liest man Henri Pasternak noch einmal, so wundert man sich nicht mehr: (41)

Wenn man die vom PrĂ€sidenten der AFPS Bernard Ravenel gegenĂŒber der Zeitung Le Monde abgegebene ErklĂ€rung genau liest, dann sieht man, daß er vor allem "schockiert" war, daß der "explizit antisemitische" Text "ohne jede Warnung" veröffentlicht worden sei. Einige gut gesetzte Worte hĂ€tten´s also gemacht und den einen wie den anderen Unannehmlichkeiten erspart?

Am erstaunlichsten an der AffĂ€re ist die Zeit, derer es fĂŒr die französischen PropalĂ€stinenser bedurfte, um die antisemitische Natur der von Israel Shamir verfaßten Texte zu entdecken. Etwa dreißig dieser meistens vom getreuen
Marcel Charbonnier ĂŒbersetzten Texte reichern seit langem den Inhalt der propalĂ€stinensischen Bulletins an - aber auch den der Publikationen der extremen Rechten (wie das Bulletin Faits & Documents von Emmanuel Ratier) und der Holocaustleugner (wie AAARGH und La gazette du Golfe et des banlieues des Serge Thion). Niemand hat etwas gegen deren Inhalt einzuwenden gehabt.

Dieser Biedermann Bernard Ravenel ist PrĂ€sident der gemeinnĂŒtzigen Dachorganisation Plattform der französischen NRO fĂŒr PalĂ€stina, die sich auf ihrer Startseite der UnterstĂŒtzung des Außenministeriums rĂŒhmt, Logo des Ministeriums anbei. Die Plattform versammelt Organisationen der internationalen SolidaritĂ€t, Vereinigungen der Sensibilisierung, der Entwicklung, der Forschung, der Verteidigung der Menschenrechte, der Bewegungen der Volkserziehung und der Kollektive von Vereinigungen. Von Pax Christi ĂŒber die Union Juive française pour la paix bis zum MRAP ist dort alles versammelt, was am liebsten sofort den Staat Israel beseitigen wĂŒrde. (42)

Bernard Ravenel ist einer der Organisatoren des Russell Tribunals ĂŒber PalĂ€stina: The Russell Tribunal has no legal status but acts as a court of the people, zu deutsch handelt es sich um einen Volksgerichtshof oder um ein Volksgericht nach chinesischem Vorbild, wo selbsternannte Richter ihre Urteile ĂŒber Israel fĂ€llen. Noch hat das Gericht keinen legalen Status, aber was nicht ist, kann noch werden, Frankreich leistet allzeit gute BeitrĂ€ge in der Richtung. (43)

Aber weiter mit der Pressekonferenz. Die Kamera schwenkt auf eine haßerfĂŒllt dreinblickende junge Frau. (7:15) Nun ergreift der selbsternannte BeschĂŒtzer des palĂ€stinensischen Volkes Thomas Sommer-Houdeville das Wort und berichtet, daß bereits Schiffe fĂŒr die neue Flottille gekauft seien, einige GĂŒter seien schon dort, man befinde sich auf verschiedenen Ebenen der Vorbereitung, alle seien einverstanden, alle beteiligten Organisationen der LĂ€nder Schweiz, Schweden und auch Griechenland seien dafĂŒr, die Flottille im April oder Mai 2011 in See stechen zu lassen. (7:16)

Bernard Ravenel fĂ€hrt fort, man sei eingetreten in die Phase der konkreten Vorbereitung, und man beginne eine Kampagne, die am 27. November 2010, am Nationalen Tag fĂŒr PalĂ€stina, ihren ersten Höhepunkt erreichen solle. (8:00) Alle besetzten Gebiete, das Westjordanland und Ost-Jerusalem sowie die Art der Besatzung seien eingeschlossen in die Kampagne. (8:30)

An dem Tag startet auf Veranlassung des Nationalen Kollektivs fĂŒr einen gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und PalĂ€stinensern (CNPJDPI) und der Plattform in ganz Frankreich die Initiative UN BATEAU FRANÇAIS POUR GAZA. Ein französisches Schiff fĂŒr Gaza. (44)

Es handele sich um eine friedliche (sic!) Aktion, bei der die Blockade Gazas durch Israel angeklagt und gebrochen werden solle. Zur Rechtslage siehe das San Remo Manual on International Law Applicable to Armed Conflicts at Sea. (14)

Man werde dafĂŒr sorgen, daß das internationale Recht gefördert und respektiert werde. Die Aktion sei eine Antwort auf die humanitĂ€re Krise in Gaza, unter der eineinhalb Millionen Menschen litten. Nun folgen die absoluten Wahrheiten und Anordnungen: Die internationale Staatengemeinschaft muß die vollstĂ€ndige Aufhebung der Blockade Gazas erzwingen; die erste Flottille der Freiheit hat gezeigt, daß eine BĂŒrgeraktion die Mauer der GleichgĂŒltigkeit durchbrechen kann; die Blockade werde im Namen von Recht und Gerechtigkeit durchbrochen. Es versteht sich, daß die Organisatoren wissen, was internationales Recht ist, was die Regierungen der westlichen LĂ€nder zu tun haben; und daß die Entsendung der Mavi Marmara durch die tĂŒrkische Regierung eine BĂŒrgeraktion gewesen ist, bekommen die Aktivisten noch einmal ins Stammbuch geschrieben. Wie es stattdessen gewesen ist, kann man im Artikel TĂŒrkei. Außenminister Ahmet Davutoglu protegiert die Mavi Marmara nachlesen. Die Belege befinden sich wie immer unterm Artikel. (45)

Besonders stolz sind die Organisatoren ĂŒber 60 die Operation stĂŒtzende Organisationen, Gewerkschaften und politische Parteien, ĂŒber die UnterstĂŒtzung von Abgeordneten und öffentlichen Persönlichkeiten, die im FrĂŒhjahr 2011 ein französisches Schiff neben Schiffen aus ungefĂ€hr zwanzig LĂ€ndern entsenden werden. Die in der Plattform zusammengeschlossenen Organisationen fordern eine starke UnterstĂŒtzung von Seiten der französischen Regierung, um den Schiffen zu gestatten, in Gaza zu landen. Ils demandent aussi un appui fort de la part du gouvernement français pour permettre aux bateaux d´accoster Ă  Gaza. Sie fordern die französische Regierung damit zu Kriegshandlungen gegen Israel auf. Dieselben Kreise, die nicht mĂŒde werden, gegen die Regierung des Nicolas Sarkozy zu agitieren, zu streiken, den "kleinen" PrĂ€sidenten lĂ€cherlich zu machen, bitten ihn nun auch hier zur Kasse. Erste Erfolge werden mit der Teilnahme des UMP-Abgeordneten Etienne Pinte bereits erzielt. Es ist unwahrscheinlich, daß er sich an der Kampagne ohne RĂŒckendeckung seiner Partei beteiligt.

Claude LĂ©ostic ergreift erneut das Wort. (8:39) Die erste Sorge sei es gewesen, noch mehr Aktivisten und UnterstĂŒtzer zu werben. Diesmal wolle man Persönlichkeiten gewinnen, die die gesamte französischen Gesellschaft reprĂ€sentieren. So werde es auch fĂŒr die anderen LĂ€nder angestrebt. Man arbeite dabei im Einvernehmen mit der internationalen Koalition. Jedes teilnehmende Land habe das Ziel, so sichtbar wie möglich aufzutreten mit bekannten Persönlichkeiten, beispielsweise mit Abgeordneten des Europaparlaments. (9:20)

Die anwesenden Journalisten, im Bild zu sehen sind zwölf Personen, blĂ€ttern derweil in ihren Unterlagen Un bateau français pour Gaza. Dossier de presse. (9:30) Dann aber tritt der Abgeordnete der Nationalversammlung Etienne Pinte auf. (9:32) Er befasse sich schon sein vielen Jahren mit PalĂ€stina und mit Gaza, er unterstĂŒtze besonders ein französisches und europĂ€isches Team von Ärzten. Man kann getrost davon ausgehen, daß er solche wie den Norweger Mads Gilbert meint. (46)

Nach 20 Sekunden ĂŒbernimmt der links neben Thomas Sommer-Houdeville plazierte wichtigstes parlamentarische UnterstĂŒtzer Jean-Paul Lecoq; er nuschelt herum, daß er sich schon immer der PalĂ€stinenser annehme, der Tatsache, daß sie ĂŒber keinen Staat verfĂŒgten, er sei nach dem Ende des Gazakrieges fĂŒr die Nationalversammlung vor Ort gewesen und habe dort BĂŒrger von Gaza getroffen, des gazaouis, und sich einen Eindruck von der Blockade verschafft. (9:51)

François Loncle fĂ€hrt fort, es bestehe eine Notwendigkeit fĂŒr die französische Zivilgesellschaft, die NROs und andere Organisationen wie auch fĂŒr die Parlamentarier, die sie seien, zu einem Besuch Gazas authorisiert zu sein und Bericht zu erstatten ĂŒber die genaue Lage in Gaza. (10:22)

Jean-Jacques Candelier erklÀrt sich solidarisch, er könne wie die Aktivisten nicht akzeptieren, was dahinten geschehe, là-bas, in Gaza, in Israel und in PalÀstina. (10:40)

Mireille Fanon MendĂšs-France, Parlamentarische Mitarbeiterin des Patrick Braouezec, vertritt diesen, der sich auf Auslandsreise befindet. Er ĂŒbernehme die volle Verantwortung gemeinsam mit den anderen Abgeordnetenkollegen, er unterstĂŒtze die Initiative voll und ganz. Der Rest ihrer Rede wird weggeschnitten. (10:55)

Es ĂŒbernimmt noch einmal Jean-Paul Lecoq, die Blockade mĂŒsse umgehend aufgehoben werden, er unterstĂŒtze alle Initiativen, die in diese Richtung gingen, also auch die Initiative fĂŒr das Schiff der Flottille, jusqu´au bout, bis zum Ende. Er ist einer der jusqu´au-boutistes, ein Vertreter der Durchhaltepolitik, der, wenn ich recht verstanden habe, sich auf das Schiff begeben wird, weil es wichtig sei, die Entschlossenheit der Abgeordneten zu zeigen, man mache das, zu dem die Regierungen nicht den Mut hĂ€tten, es zu tun. Etienne Pinte sitzt mit undefinierbarem Gesichtsausdruck daneben. (11:14)

Claude LĂ©ostic faßt zusammen, was noch getan werde, das Schiff sei nicht die einzige AktivitĂ€t, den PalĂ€stinensern, den israelischen Behörden und den französischen Behörden, die zumindest Komplizen seien, zu sagen, daß sie die Anwendung des internationalen Rechts, die Aufhebung der Belagerung, die Strafverfolgung der israelischen Kriegsverbrecher forderten, daß sie zeigten, daß die BĂŒrger dieses Landes die Dinge in die Hand nĂ€hmen, es gehe um die WĂŒrde von allen, um die WĂŒrde der Menschheit. (11:54)

Interessant ist, daß die Aktivisten der Pressekonferenz den Abgeordneten immer zĂŒgig das Wort abschneiden, die meisten ihrer Äußerungen schaffen es nicht bis ins Video, eine Ausnahme ist Jean-Paul Lecoq, der auf dem Schiff mitschippern will, und von dessen Partei man entsprechende finanzielle UnterstĂŒtzung erwarten kann.

Exkurs. Johann Caspar Lavater: Von dem Nutzen der Physiognomik

Der Schweizer Theologe Johann Caspar Lavater hĂ€tte am Personal der Pressekonferenz seine helle Freude. Zu seiner Zeit muß er sich auf die Silhouetten von Menschen beschrĂ€nken, aus denen er hauptsĂ€chlich Aufschluß ĂŒber den jeweiligen Charakter gewinnen will. Die Physiognomik bildete demnach den einzigen Zugang zur Beurteilung des Wesens jedes Menschen, seines "dreifachen Lebens", das sich aus "Kraft" (Physiologie), "Verstand" (Intellekt) und "Herz" (Moral) zusammensetze. (47)

Im Zeitalter hoher Bildauflösung und der Megapixel kann man sich die Gesichter der im Video auftretenden Menschen genau anschauen, und da findet man interessante Informationen:

Die vier stĂ€rksten Persönlichkeiten sind Thomas Sommer-Houdeville, Claude LĂ©ostic, Jean-Paul Lecoq und Mireille Fanon MendĂšs-France. Warum ihnen allen Moral fehlt, "Herz"? Sie, die jusqu´au-boutistes, die Vertreter der harten Linie, sind unredlich zu sich und anderen, biegen Geschichte und Gegenwart ihrer Ideologie entsprechend zurecht, sie sind unerbittlich gegen die Juden und Israel. Sie kennen keine Empathie, auch den PalĂ€stinensern gegenĂŒber nicht. Sie haben entweder die Bibel nicht gelesen, oder sie gelesen und nicht verstanden. (48)

Diejenigen, denen Verstand und/oder Kraft fehlen, werden von den Starken nach FĂ€higkeit und Bedarf instrumentalisiert, man nennt sie auch nĂŒtzliche Idioten, allen voran die Beamten des französischen Staates.

Was auf der Place Arago davon ĂŒbrig bleibt

In einer Ecke des Platzes, am weitesten entfernt von François Arago, dessen Blick durch das Kinderkarussell verstellt ist, liest man auf einer weißen Plane verstreut: Terres volĂ©es. Villages dĂ©truits. Prison Ă  ciel ouvert. Mur de l´Apartheid. Der Yassin 9 avril 1948. Indignez-vous ! Geraubtes Land. Zerstörte Dörfer. GefĂ€ngnis unter offenem Himmel. Apartheid-Mauer. Deir Yassin 9. April 1948. EntrĂŒstet Euch!

Daneben ist ein schiffĂ€hnliches Gebilde mit PalĂ€stinenserfahne aufgebaut, um das Schiff herum leuchten viele kleine Teelichte. Ein Foto kann man im IndĂ©pendant und im Midi Libre betrachten, die am folgenden Tag ĂŒber das Ereignis berichten. (49)

AufgehĂ€ngt auf einer WĂ€scheleine sind vier TĂŒcher auf denen der Verlust des palĂ€stinensischen Landes dargestellt wird, die gleichen, wie sie bei Indymedia veröffentlicht sind. (50)

Es gibt 1946 kein Palestinian Land, als wenn es den palĂ€stinensischen Arabern gehörte, sondern es ist britisches Mandatsgebiet aus frĂŒherem osmanischen Besitz. Die TĂŒrken könnten eher behaupten, es gehörte ihnen. Ihr MinisterprĂ€sident fĂ€ngt damit ja auch in Gaza schon an. Die Mavi Marmara will in den Heimathafen. Auf dem dritten Tuch, 1949 bis 1967, wird nicht erklĂ€rt, daß den "PalĂ€stinensern" gar nichts gehört, daß Gaza von Ägypten verwaltet und das Westjordanland von Jordanien wider internationales Recht annektiert ist.

Diese TĂŒcher beweisen einmal mehr, daß die Rechte der palĂ€stinensischen Araber nur aktuell werden, wenn es gegen die Juden und Israel geht. Die Rechte der palĂ€stinensischen Araber gehen den KĂ€mpfern gegen Israel, fĂŒr die palĂ€stinensische Sache, am Ar... vorbei.

An eine Palme gelehnt steht eine rote Fahne des PCF, an einer anderen WÀscheleine hÀngt ein gelbes T-Shirt mit der Aufschrift Non à AGREXCO. (51)

Gekommen sind etwa 60 Personen, der IndĂ©pendant schreibt, daß es etwa 50 seien, une cinquantaine. Und dann gehen die Reden auch schon los. Die kriminelle Politik Israels, Barbarei, illegaler Export von Produkten aus den Siedlungen, drei angeklagte Aktivisten, die vor dem Hypermarkt Carrefour die Kunden nötigen: Kauft nicht beim Juden! Boykottiert Waren aus Israel! heißt das modernisiert. Das zwischen Israelis und den PalĂ€stinensern sei kein religiöser Konflikt.

Am 27. Dezember 2010 hĂ€tte israelisches MilitĂ€r in Gaza zwei PalĂ€stinenser ermordet. Da ich ĂŒber Weihnachten Besuch habe, kriege ich nichts mit. Worum
geht es?

AFP liefert den Lesern des IndĂ©pendant die nötige Einstimmung zum VerstĂ€ndnis und zur UnterstĂŒtzung der AktivitĂ€ten auf der Place Arago:

Es funktioniert wie zu Zeiten des Yasser Arafat. Ofiziell herrscht Hudna, genannt Waffenstillstand, une trĂȘve effective, von Dauer, wenn Israel Schluß macht mit seinen Aggressionen und die Blockade von Gaza aufhebt, derweil andere Terrorgruppen angeblich ohne Absprache weiter AnschlĂ€ge durchfĂŒhren, in diesem Fall der PalĂ€stinensische Islamische Djihad (PIJ). Abu Obeidah, ein Sprecher der
al-Qassam-Brigaden, der militĂ€rischen Terrorgruppen der Hamas, droht im Hintergrund, daß bei der geringsten israelischen Aggression gegen Gaza losgeschlagen werde, man sei bereit. (52)

Um welche Terrororganisation es sich beim PIJ handelt, kann man in meinem Artikel vom 17. November 2003 nachlesen. (53)

Die Rede schwingt eine kleine zierliche Frau. Auf meine Frage nach ihrem Namen antwortet einer, sie heiße Sonia Marzo. Sie will am 27. Dezember 2009, ein Jahr nach Beginn der Operation Gegossenes Blei, fĂŒr Freiheit und Gerechtigkeit von Jerusalem nach Gaza marschieren, zusammen mit 1 300 europĂ€ischen und amerikanischen Aktivisten aus 42 LĂ€ndern. Sonia Marzo ist eine der fĂŒnf Aktivisten aus dem Languedoc-Roussillon. In Gaza scheint sie nicht angekommen zu sein. (9)

Dann spricht ein Araber; er heiße Idriss Ben el Mamoun, behaupten IndĂ©pendant und Midi Libre. Bizarre, bizarre ! Im Internet findet man einen Abou L´Hassan Ali ben Idriss El Mamoun, aus der fĂŒrchterlichen Dynastie der Almohaden. Ansonsten gibt es den Namen nur in meinen Provinzzeitungen. (54)

Soit ! Dieser Mann hĂ€lt die zu seinem Namen passenden Reden ĂŒber die Aggression Israels gegenĂŒber Gaza, ĂŒber das französische Schiff, das mit zehn anderen europĂ€ischen Schiffen im April nach PalĂ€stina auslaufe, daß man jetzt sammeln mĂŒsse dafĂŒr, und daß man die drei Angeklagten unterstĂŒtze, die ihrer Boykottaufrufe wegen am 24. Januar 2011 vor Gericht kĂ€men. Der Justizpalast ist in Sichtweite, und so wird an Ort und Stelle die Forderung nach Gerechtigkeit fĂŒr sie laut herausgerufen. Am 24. Januar komme man wieder. Es versteht sich, daß die Aktivisten wissen, was Freiheit ist, Frieden, Gerechtigkeit. Ein Gewerkschafter verkĂŒndet, daß bislang 6 000 Euro fĂŒr das Schiff gesammelt seien, die Veranstaltung habe 330 Euro fĂŒr das Schiff sowie 615 Euro zur UnterstĂŒtzung der drei Angeklagten gebracht, berichtet Perpignan Palestine SolidaritĂ©. (4)

Man bekommt eine Ahnung, woher Hunderttausende von Euro kommen mĂŒssen, wenn das Schiff finanziert werden soll. Woher sie zum allergrĂ¶ĂŸten Teil nicht kommen, sieht man schon jetzt: von den Aktivisten Frankreichs.

1. Januar 2011

Update

Naher Osten : "Frankreich will eine Rolle spielen"

Frankreich spielt bereits eine Rolle bei der Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen palĂ€stinensischen Arabern und Israelis. Ein Schiff fĂŒr Gaza und die Projekte der Union pour la MĂ©diterranĂ©e sind ĂŒberzeugende Referenzen fĂŒr seine Eignung als Vermittler. Einer schönen JĂŒdin des American Jewish Committee bedarf´s nicht, im Gegenteil, die schadet nur. (55)

4. Januar 2011

Quellen

(1) François Arago (Estagel, 1786 - Paris, 1853). Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Arago

François Arago (Estagel, 1786 - Paris, 1853). Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Arago

One of the 135 medallions from the "Hommage Ă  Arago" monument in Paris
scattered along the Paris meridian in the 1st, 2nd, 6th, 9th, 14th and
18th arrondissements´. This one is located near the Louvre pyramid.
Source: photographed in 2005
http://tinyurl.com/2uapa4u

(2) Solidarité des Français
http://www.association-sdf.com/v2/index.html

(3) Le bateau de la Palestine à Perpignan. Midi Libre, 29 décembre 2010, p. 5
http://tinyurl.com/3xu2joy

Le bateau de la Palestine Ă  Perpignan. L´IndĂ©pendant, 29 dĂ©cembre 2010, p. 5
http://tinyurl.com/35bfshw

(4) Paix et Justice en Palestine 66. Perpignan Palestine Solidarité
http://palestine-perpignan.org/default.aspx

(5) Camp de concentration ArgelÚs-sur-Mer. Wikipédia
http://tinyurl.com/353ubxr

Le cimetiĂšre. Sur les traces du camp
http://argeles-retirada.fr/mapage1/

(6) Gaza Freedom March in meinem Archiv
http://tinyurl.com/32d3sl9

(7) Afterword to 1994 edition, Edward W. Said, Orientalism (New York: Vintage, 1994), p. 331. Zitiert in: MESA Culpa. By Martin Kramer, Middle East Quarterly,
Fall 2002, pp 81 - 90
http://www.meforum.org/500/mesa-culpa

(8) Le Rassemblement de soutien Ă  la Marche de Gaza Ă  ArgelĂšs-sur-Mer.
Perpignan Palestine Solidarité, 27 décembre 2007
http://palestine-perpignan.org/Archives.aspx

Paix et Justice en Palestine 66. Perpignan Palestine Solidarité
http://palestine-perpignan.org/default.aspx

Ilan Pappé in meinem Archiv
http://tinyurl.com/34mymaw

(9) Gaza. Europas Aktivisten immer im Dienst. 29. Dezember 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-12-29_00-23-42.html

(10) Antrag der Fraktionen CDU/ CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklĂ€ren - Lage der Menschen in Gaza verbessern - Nahost-Friedensprozess unterstĂŒtzen. Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/2328, 30. Juni 2010
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/023/1702328.pdf

(11) Frieden und Gerechtigkeit in PalÀstina. Ein Theater der Komplizenschaft.
14. Dezember 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-12-14_18-31-15.html

(12) Biographie de M. Bernard Accoyer, PrĂ©sident de l´AssemblĂ©e nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/presidence/bernard_accoyer .asp

(13) Die Judenfrage ist und bleibt das ĂŒberparteiliche Band. 5. Juli 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-07-05_17-24-16.html

(14) San Remo Manual on International Law Applicable to Armed Conflicts at Sea,
International Humanitarian Law - Treaties & Documents, ICRC, 12 June 1994
http://tinyurl.com/2v6jxty

(15) The Gaza flotilla and the maritime blockade of Gaza. Documentation.
1. Juni 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-06-01_06-50-10.html

(16) Campagne Civile Internationale pour la Protection du Peuple Palestine CCIPPP
http://www.protection-palestine.org/

(17) Focus on the Global South. Annual Report 2006
http://focusweb.org/books-and-publications/51.html?Itemid=11 2

(18) Focus on the Global South. SourceWatch
http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Focus_on_the_Glob al_South

Union pour la Méditerranée in meinem Archiv
http://tinyurl.com/242jzq8

(19) Comments on the Asian Development Bank´s Draft Public Communications Policy. By Shalmali Guttal, Focus on the Global South, 17 May 2004
http://www.adb.org/Disclosure/first_draft/Focus_Global_South .pdf

(20) Gaza-Trip : Thomas Sommer-Houdeville (Libération du 21 juin 2010).
Nouveau Parti anticapitaliste, 23 juin 2010
http://tinyurl.com/2bhoxqv

(21) Focus Staff. Focus on The Global South
http://www.focusweb.org/content/focus-staff

Fifth Session: The human geography of Gaza. Lisa Taraki, Chair.
International Conference: Gaza – Palestine: Out of the Margins,
Birzeit University, October 1-2, 2010
http://www.birzeit.edu/news/21612/news

Juriste chez MRAP
http://fr.linkedin.com/pub/bernard-schmid/1A/37/366

(22) Je donne. Un bateau français pour Gaza
http://unbateaupourgaza.fr/index.php/Je-donne

(23) "Un bateau pour Gaza" : lancement de la campagne. Vidéo. YouTube
http://www.youtube.com/user/UnbateaupourGaza

Thomas Sommer-Houdeville, chercheur associé de 10/2008 à 2/2010.
Institut français du Proche-Orient
http://www.ifporient.org/thomas-sommer-houdeville

Thomas Sommer-Houdeville in meinem Archiv
http://tinyurl.com/266258m

(24) Etienne Pinte (UMP). Assemblée Nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/13/tribun/fiches_id/2421.a sp

Etienne Pinte est nommé président du CNLE. 2 août 2010
http://www.cnle.gouv.fr/Etienne-Pinte-est-nomme-president.ht ml

PrĂ©sentation des groupes d´amitiĂ© et d´Ă©tudes Ă  vocation internationale
http://www.assemblee-nationale.fr/international/groupes-amit ie.asp

(25) François Loncle (PS). Assemblée Nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/13/tribun/fiches_id/1991.a sp

(26) Jean-Paul Lecoq (PCF). Assemblée Nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/13/tribun/fiches_id/335612 .asp

Corps types de la fonction publique de l´Ă‰tat
http://www.fonction-publique.gouv.fr/article465.html

(27) Jean-Jacques Candelier (PCF). Assemblée Nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/13/tribun/fiches_id/267492 .asp

(28) NoĂ«l MamĂšre (L´Ă‰cologie/Les Verts). AssemblĂ©e Nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/13/tribun/fiches_id/2045.a sp

(29) Patrick Braouezec (ex-PCF). Assemblée Nationale
http://www.assemblee-nationale.fr/13/tribun/fiches_id/653.as p

(30) Pierre MendĂšs-France. Intitut Pierre MendĂšs-France
http://www.mendes-france.fr/biographie-de-pmf/

Gudrun Eussner: Der Jude ist an allem schuld.
Homepage von Henryk M. Broder
http://www.henryk-broder.de/fremde_federn/eussner.html

(31) Pour la Fondation Frantz Fanon
http://fondation-frantzfanon.com/?page_id=362

Mireille Fanon MendĂšs-France. Google.fr 321 000 Ergebnisse
http://tinyurl.com/359bare

(32) La Cimade. Les origines
http://www.cimade.org/la_cimade/cimade/rubriques/4

Témoignages. Réforme Archives n° 3153, 1 décembre 2001
http://www.reforme.net/archive2/article.php?num=3153&ref=107 0

(33) Israel. AGREXCO. Die Erde ist rot wie eine Orange. 28. Juli 2009
http://www.eussner.net/artikel_2009-07-28_23-55-40.html

(34) Mouvement contre le Racisme et lŽAntisémitisme et pour lŽAmitié
entre les Peuples. Google.fr 16 Ergebnisse
http://tinyurl.com/35r32mh

Mouvement contre le Racisme et pour lŽAmitié entre les Peuples
http://www.mrap.fr/

(35) Arab Bank in meinem Archiv
http://tinyurl.com/25n97ej

(36) Flotilla ´Aid´ to Gaza Includes Expired Medicines, Old Equipment.
By Hillel Fendel, Israel News, June 1, 2010
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/137816

(37) Association France-Palestine Solidarité
http://www.france-palestine.org/

(38) France Diplomatie (Comité des projets de la mission de la Coopération
non-gouvernemental) Décisions prises à la réunion du Comité de pilotage :
du 15 février 2005 (nicht mehr online)
http://www.diplomatie.gouv.fr/fr/

Frankreich und die Intifada III. EDUCASOL und Plattform der französischen NRO
fĂŒr PalĂ€stina. 1. Juli 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-07-01_14-40-25.html

(39) A la tĂȘte de l´Association France Palestine. Bernard Ravenel. WikipĂ©dia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Bernard_Ravenel

(40) Israel Shamir und andere antisemitische Blumen aus GalilÀa. 7. August 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-08-07_02-05-28.html

(41) "Notre ami Israël Shamir", par Henri Pasternak. LŽArche, n° 543, mai 2003
http://www.phdn.org/antisem/antision/notreami.html

(42) Chrétiens pour la Paix - Pax Christi France
http://paxchristi.cef.fr/

Union juive française pour la paix (UJFP)
http://www.ujfp.org/

Plateforme des ONG françaises pour la Palestine
http://www.plateforme-palestine.org/

(43) The Russell Tribunal on Palestine (RToP). How we operate
http://www.russelltribunalonpalestine.com/en/about-rtop/how- we-operate

Volksgerichtshof. Deutsches Historisches Museum
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/volksgerichtsh of/index.html

Staatsorgane. Die Volksgerichte, cina.com.cn
http://german.china.org.cn/german/83776.htm

court of the people. dict.cc. Deutsch-Englisch-Wörterbuch
http://www.dict.cc/?s=court+of+the+people

(44) 27 novembre partout en France : UN BATEAU FRANÇAIS POUR GAZA
http://www.plateforme-palestine.org/article.php3?id_article= 1855

(45) TĂŒrkei. Außenminister Ahmet Davutoglu protegiert die Mavi Marmara.
15. Juni 2010
http://www.eussner.net/artikel_2010-06-15_10-33-04.html

(46) Mads Gilbert in meinem Archiv
http://tinyurl.com/ydgmzcl

(47) Johann Caspar Lavater: Physiognomik, Leipzig 1772. Projekt Gutenberg-DE
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1579&kapitel=1#gb_foun d

Johann Caspar Lavater (1741 - 1801). Biografieskizzen. Merke.ch
http://www.merke.ch/biografien/biologen/lavater.php

(48) jusqu´au-boutiste. Pons. Das Sprachenportal
http://tinyurl.com/2wlruxv

(49) Perpignan. Un bateau pour Gaza. Par F. Michalak, L´IndĂ©pendant,
30 décembre 2010
http://tinyurl.com/2eugvoq

Perpignan. Un bateau pour Gaza. Par F. Michalak, Midi Libre,
30 décembre 2010
http://tinyurl.com/3xu8bfc

(50) Palestinian loss of land 1946 to 2000. Indymedia.org
http://media.de.indymedia.org/images/2010/05/282504.jpg

(51) AGREXCO in meinem Archiv
http://tinyurl.com/y8vwkba

(52) Israeli soldiers kill two gunmen on Gaza border. The Irish Times,
December 27, 2010
http://tinyurl.com/33lv4c5

Un bateau pour Gaza. L´IndĂ©pendant. 4 rĂ©ponses
http://www.lindependant.com/recherche.php?recherche=un+batea u+pour+gaza

(53) Der PalÀstinensische Islamische Djihad (PIJ). Eine Terrororganisation zur Zerstörung des Staates Israel. 17. November 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-03-18_20-12-11.html

(54) La Dynastie des Almohades. Dades-infos, 25 novembre 2007
http://www.dades-infos.com/blog.php?lng=fr&pg=117

(55) La France "doit jouer un rÎle dans la reprise des négociations" (Hoffenberg). AFP, Le Monde, 2 janvier 2011
http://tinyurl.com/3xk73dy

Proche-Orient : "La France veut jouer un rĂŽle". Par Europe1.fr, 2 janvier 2011
http://tinyurl.com/3yon2ax

Le blog de Valérie Hoffenberg
http://valeriehoffenberg.wordpress.com/

Valerie Hoffenberg. AJC
http://www.ajc.org/site/c.ijITI2PHKoG/b.3805399/

Union pour la Méditerranée in meinem Archiv
http://tinyurl.com/388o4vy


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2011-01-01_19-05-00.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 22.02.2017, 08:40 Uhr