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StĂ©phane Hessel : Indignez-vous ! Empört Euch! Die LĂŒge als Programm

Frankfurter Allgemeine Zeitung und SĂŒddeutsche Zeitung berichten ĂŒber den Hit des Jahres 2010/11 der Buchproduktion Frankreichs, das Pamphlet von insgesamt 32 Seiten, davon 14 Seiten Text des Autors: Indignez-vous ! Empört Euch! des deutschstĂ€mmigen 93-jĂ€hrigen StĂ©phane Hessel. Die beiden verlinkten Artikel von JĂŒrg Altwegg und Alex RĂŒhle setze ich als gelesen voraus. (1)

Am 13. Januar kommt Jakob Augstein hinzu, dessen Beitrag das Niveau des Spiegel tiefer in Grund&Boden stampft. Wer meint, daß ginge nicht, der lese Im Land der Niedertracht, womit er Deutschland meint, das Deutschland schafft sich ab zum Bestseller erhebt, ein Buch der Niedertracht. WĂ€r´ er doch mit seinem Text im Freitag geblieben. Ist es vielleicht geplant, die beiden Postillen zusammenzulegen zum "Freitag im Spiegel"? (2)

Jules&Jim bleiben im folgenden unerwĂ€hnt, FamilienverhĂ€ltnisse und Lebenslauf des StĂ©phane Hessel sind dreisprachig bei Wiki nachzulesen, die Mutter stammt aus einer deutschen protestantischen Familie, der Vater, der zum protestantischen Glauben konvertiert, aus dem polnisch-jĂŒdischen BĂŒrgertum. Das halten die Herausgeber des Agitprop nicht fĂŒr erwĂ€hnenswert, obgleich die politische Richtung des StĂ©phane Hessel maßgeblich von der Unnachgiebigkeit und den AbsolutheitsansprĂŒchen des Calvinismus geprĂ€gt ist. (Seite 25)

Es ist von grundsĂ€tzlichem Interesse zu sehen, wo und wann Jude bzw. Juden erwĂ€hnt werden, und wo eben diese Bezeichnung unterdrĂŒckt wird, obgleich sie hilfreich zum VerstĂ€ndnis wĂ€re. Ich komme darauf zurĂŒck.

Auf der französischen Version von WikipĂ©dia tobt ein Krieg der Korrektur an seinem Lebenslauf, une guerre d´Ă©dition, wofĂŒr aller Anlaß besteht, wenn man Indignez-vous ! gelesen hat und sieht, was die "Ikone" StĂ©phane Hessel dort ĂŒber die Entstehung der Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte schreibt. Andere Behauptungen habe ich nicht nachgeprĂŒft, diese eine reicht zur EinschĂ€tzung, was von StĂ©phane Hessel und seiner Empörung zu halten ist. (3)

Mitverfasser, gar Unterzeichner der Allgemeinen ErklÀrung der Menschenrechte

Bis nach Deutschland ist dieser Krieg noch nicht vorgedrungen, weder JĂŒrg Altwegg noch Alex RĂŒhle oder gar Jakob Augstein finden etwas dabei, wenn in der deutschen Wiki-Version trotz am 12. Januar 2011 vorgenommener Änderungen weiter unbeanstandet stehen bleibt: Er war Mitunterzeichner der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen 1948.

Inzwischen hat ein Wiki-Nutzer das korrigiert. Danke dafĂŒr! Leider verbleibt immer noch die Behauptung, StĂ©phane Hessel wĂ€re ab 1945 Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen gewesen. Von 1946 bis 1958 ist RenĂ© Samuel Cassin Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen. (4) (10)

Auch englischsprachige Wiki-Freunde haben nichts gegen diesen Satz: He participated in the drafting of the Universal Declaration of Human Rights of 1948. Er nahm teil an der Erstellung des Entwurfs der Allgemeinen ErklÀrung der Menschenrechte. (5)

Deutschsprachige Journalisten ĂŒbernehmen die Hochstapelei des StĂ©phane Hessel ungeprĂŒft: 1948 gehörte er zu den Verfassern der ErklĂ€rung der Menschenrechte, schreibt JĂŒrg Altwegg, und Alex RĂŒhle weiß gar: Hessel war 1948 einer der zwölf Autoren der Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte. Das hat er blind-links irgendwo abgekupfert. (Seite 27)

RenĂ© Cassin wĂŒrde sich ob der politischen Agitation und der LĂŒgen des StĂ©phane Hessel im Grabe umdrehen, meint die im israelischen Justizministerium, in Jerusalem, tĂ€tige AnwĂ€ltin Rachel Franco. Sie prĂ€sentiert ein Video, auf dem er sich beim Russell Tribunal zu PalĂ€stina vorstellen lĂ€ĂŸt als Mitverfasser der ErklĂ€rung. Ich komme auch darauf zurĂŒck.

Rachel Franco berichtet von einer durch das französische Außenministerium ĂŒber das Centre culturel français (CCF) de Gaza bezahlten und organisierten Reise des Schriftstellers RĂ©gis Debray, neuerdings Mitglied der AcadĂ©mie Goncourt, und des ehemaligen Diplomaten StĂ©phane Hessel nach Gaza, vom 22. bis 27. Oktober 2010. Sie reisen mit EinverstĂ€ndnis Ägyptens ĂŒber Rafah ein. Am 22. Oktober 2010 werden sie durch das CCF empfangen, das mit der Hamas kooperiert, und so treffen auch der Premierminister IsmaĂ«l Haniyeh und einige Minister seiner Regierung die Abgesandten Frankreichs. Auf Vermittlung des Konsulats Frankreichs in Jerusalem kommt eine Einladung des Fernsehsenders der Hezbollah Al-Manar zustande, liest man auf dem Blog Aschkel.info, wo ĂŒber weitere Gaza-Reisen des StĂ©phane Hessel berichtet wird, im Juli 2008 und Juni 2009. (6)

WĂ€hrend in Deutschland Thilo Sarrazin mit Deutschland schafft sich ab, einem faktenreichen Buch von 464 Seiten, die Millionengrenze an BuchverkĂ€ufen ĂŒberschreitet, ist´s in Frankreich Indignez-vous ! das auf diese Marge zusteuert. Wer hĂ€tte es gedacht, daß Frankreichs Literaturbetrieb jemals so verkommen könnte? (7)

StĂ©phane Hessel, wie er selbst behauptet, als 30-jĂ€hriger Jungdiplomat chef de cabinet, Kabinettchef des Henri Laugier, des Stellvertretenden GeneralsekretĂ€rs der Vereinten Nationen, und SekretĂ€r der 1946 gegrĂŒndeten Kommission fĂŒr Menschenrechte, ist bei Redaktionssitzungen als Beobachter zugegen. (8)

Die Herausgeber der IndigĂšne Ă©ditions allerdings schreiben, daß StĂ©phane Hessel zu der Zeit secrĂ©taire de cabinet sei, das wĂ€re jemand, der im BĂŒro des chef de cabinet unter diesem arbeitet.

Was seine angebliche Mitarbeit angeht, so wird sie von der offiziellen Site der Vereinigung der Vereinten Nationen in Kanada nicht erwÀhnt, weil er entgegen seiner Behauptungen nicht daran mitgewirkt hat. Das Redaktionskomitee besteht aus acht Personen: John Humphrey, ein Kanadier, spielte eine wesentliche Rolle in der Schaffung und Annahme dieses bahnbrechenden Dokuments; er legt einen umfassenden ersten Entwurf vor und leitet die Arbeit bis zur Annahme der ErklÀrung durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, am 10. Dezember 1948. Der NobelpreistrÀger René Cassin, aus Frankreich, spielte ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Anfangsphase der Ausarbeitung. So liest man es auch in der Encyclopaedia Britannica. (9)

Der Jurist RenĂ© Samuel Cassin ist von 1946 bis 1958 Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen. 1968 erhĂ€lt er fĂŒr seinen Einsatz den Friedensnobelpreis. (10)

Die Herausgeber des Pamphlets Indignez-vous ! behaupten, daß StĂ©phane Hessel neben Eleanor Roosevelt, P. C. Chang, Charles Habib Malik, RenĂ© Cassin und John Peter Humphrey einer von sechs des engeren Kreises der Verfasser der ErklĂ€rung gewesen sei, enfin StĂ©phane Hessel (France), diplomate, chef de cabinet du mĂȘme Laugier, le plus jeune. (Seiten 26f.) Das ist eine LĂŒge.

Da die ErklĂ€rung im juristischen Sinne nicht verbindlich ist, wird sie von niemandem unterzeichnet. Auch dazu erzĂ€hlt StĂ©phane Hessel MĂ€rchen, am 12. Dezember 2008, vor versammelten Mitgliedern der Anwaltskammer von Montpellier; sie ĂŒberschlagen sich vor Ehrfurcht vor dem WeltbĂŒrger. (11)

Die ErklĂ€rung wird nicht unterzeichnet, sondern durch VerkĂŒndigung der Generalversammlung am 10. Dezember 1948 ratifiziert. 48 Staaten sind dafĂŒr, niemand ist dagegen, und acht enthalten sich aus unterschiedlichen GrĂŒnden. (12)

Laut StĂ©phane Hessel und seinen Herausgebern sind die GrĂŒnde fĂŒr die Enthaltungen folgende: SĂŒdafrika, der Apartheid wegen, die von der ErklĂ€rung tatsĂ€chlich verurteilt wurde; Saudi-Arabien desgleichen, auf Grund der Gleichheit von MĂ€nnern und Frauen; Sowjetunion (Rußland, Ukraine, Weißrußland), Polen, Tschechoslowakei, Jugoslawien, die meinten, daß die ErklĂ€rung nicht weit genug ginge bei der BerĂŒcksichtigung der Wirtschafts- und Sozialrechte und der Frage der Rechte von Minderheiten (sic!). (Seite 24)

Am 10. Dezember 2008, dem 60. Jahrestag der MenschenrechtserklÀrung, liest man in einem Bericht des Zentrums der AktualitÀten der UNO, auf der offiziellen Site der Vereinten Nationen: Der Franzose Stéphane Hessel, heute 91 Jahre alt, war vor 60 Jahren Zeuge der Ausarbeitung und der Annahme der Allgemeinen ErklÀrung der Menschenrechte. ...

"J´assistais aux sĂ©ances et j´Ă©coutais ce qu´on disait mais je n´ai pas rĂ©digĂ© la DĂ©claration. J´ai Ă©tĂ© tĂ©moin de cette pĂ©riode exceptionnelle", ajoute-t-il. Ich habe an den Sitzungen teilgenommen und zugehört, was gesagt wurde, aber ich habe die ErklĂ€rung nicht verfaßt. Ich war Zeuge dieses außergewöhnlichen Zeitabschnitts," ergĂ€nzte er. (13)

Wahrscheinlich wĂ€re es nicht durchgegangen, in einem Interview fĂŒr die Vereinten Nationen so schamlos zu lĂŒgen, wie er das im Pamphlet Indignez-vous ! und auch bei Auftritten vor seinen linken Bewunderern tut:

J´ai eu la chance aprĂšs la LibĂ©ration d´ĂȘtre associĂ© Ă  la rĂ©daction de la Declaration universelle des droits de l´homme adoptĂ©e par l´Organisation des Nations unies, le 10 dĂ©cembre 1948, Ă  Paris, au Palais de Chaillot. C´est au titre de chef de cabinet de Henri Laugier, secrĂ©taire gĂ©nĂ©ral adjoint de l´ONU, et secrĂ©taire de la Commission des Droits de l´homme que j´ai, avec d´autres, Ă©tĂ© amenĂ© Ă  participer Ă  la rĂ©daction de cette dĂ©claration. Je ne saurais oublier, dans son Ă©laboration, le rĂŽle de RenĂ© Cassin, commissaire national Ă  la Justice et Ă  l´Ă‰ducation du gouvernement de la France libre, Ă  Londres, en 1941, qui fut prix Nobel de la paix en 1968, ni celui de Pierre MendĂšs France au sein du Conseil Ă©conomique et social Ă  qui les textes que nous Ă©laborions Ă©taient soumis, avant d´ĂȘtre examinĂ©s par la TroisiĂšme commission de l´assemblĂ©e gĂ©nĂ©rale, en charge des questions sociales, humanitaires et culturelles. Elle comptait les cinquante-quatre États membres, Ă  l´Ă©poque, des Nations unies, et j´en assurais le sĂ©crĂ©tariat.

Ich hatte nach der Befreiung das GlĂŒck, beteiligt zu werden an der Ausarbeitung der Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte, die von der Organisation der Vereinten Nationen in Paris, am 10. Dezember 1948, im Palais de Chaillot angenommen wurde. Es ist in meiner Eigenschaft als Kabinettschef Henri Laugiers, des Stellvertretenden GeneralsekretĂ€rs der UNO, und SekretĂ€rs der Menschenrechtskommission, daß ich mit anderen veranlaßt wurde, teilzunehmen an der Ausarbeitung dieser ErklĂ€rung. Ich kann bei seiner Ausarbeitung nicht die Rolle von RenĂ© Cassin vergessen, des nationalen Kommissars fĂŒr Justiz und Erziehung der Regierung des Freien Frankreich, in London, 1941, der FriedensnobelpreistrĂ€ger 1968 wurde, und nicht die von Pierre MendĂšs France im Wirtschafts- und Sozialrat, denen die Texte, die wir ausarbeiteten, ĂŒbermittelt wurden, bevor sie von der fĂŒr soziale, humanitĂ€re und kulturelle Fragen zustĂ€ndigen Dritten Kommission der Generalversammlung geprĂŒft wurden. Sie umfaßte zu der Zeit die 54 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, und ich war zustĂ€ndig fĂŒr das Sekretariat. (Seite 15)

Die Funktion des RenĂ© Cassin zur Zeit der Ausarbeitung der ErklĂ€rung erwĂ€hnt er nicht, des offiziellen Vertreters Frankreichs bei den Vereinten Nationen, von 1946 bis 1958, er mindert sie sogar durch seine Art der Schilderung; man hĂ€tte sonst sehen können, wie unbedeutend seine eigene Position im Vergleich dazu gewesen ist. Französisch nennt man solche Beamte wie StĂ©phane Hessel porte-serviettes, wörtlich "TaschentrĂ€ger", sie sind die Kollegen der ronds-de-cuir, der BĂŒrohengste.

LĂŒgen muß man nur solange wiederholen, bis man sie selbst glaubt.

Stéphane Hessel als Aktivist im Dienst Frankreichs

Stéphane Hessel kommt in meinen Artikeln bzw. in denen meines Schafs vor. Das haut immer dann die Klauen in die Tasten, wenn ich kaum noch eine Möglichkeit sehe, seriös auf die Ansinnen und Zumutungen von Personal wie Stéphane Hessel zu reagieren. (14)

Einmal mehr geht es um PalĂ€stina, die Gegend, die StĂ©phane Hessel am meisten am Herzen liegt, da können weltweit Tausende von Muslimen durch Schwerter und Gewehre ihrer GlaubensbrĂŒder umkommen, da können Christen in islamischen und sich islamisierenden Staaten zu Hunderten verfolgt und ermordet werden, fĂŒr StĂ©phane Hessel gibt es nur eine Besorgnis: Israel samt Westjordanland und Gaza. Im September 2004, Außenminister ist Michel Barnier, reist er, versehen mit dem Diplomatenpaß Frankreichs, gemeinsam mit Anwalt François Roux und Regisseur Bernard Mounier nach Israel und ins Westjordanland fĂŒr einen Film Si eux se taisent, les pierres crieront. Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien. Den 20-minĂŒtigen Film findet man im Archiv der Reformierten Prostestanten, er handelt von der im Bau befindlichen Trennungsmauer, le Mur de sĂ©paration. Gezeigt wird er von den Reformierten, am 10. Oktober 2004, in der Sendung PrĂ©sence protestante, im Staatsender France 2, bekannt durch die LĂŒgen des Charles Enderlin ĂŒber die Ermordung des Mohammed al-Dura durch SchĂŒsse israelischer Soldaten. (15)

François Roux kennen meine Leser ebenfalls; er tritt als Anwalt in die Fußtapfen von Maütre Jacques Vergùs, linksradikal, mediengeil und israelfeindlich. (16)

Einmal mehr sind es Christen, die Israel an den Pranger stellen, es hat sich seit dem Mittelalter wenig geĂ€ndert. Mit dem Film tingeln der Botschafter, der Anwalt und der Regisseur durch Frankreich, einer der zahlreichen Halts ist in Manosque, in der Provence, wo er von der den PalĂ€stinensern ergebenen Association France Palestine SolidaritĂ© vorgefĂŒhrt wird. Ein Blick auf die Site dieser Vereinigung zeigt, daß Israelis von denen kein Verstehen und erst recht keine Gnade zu erwarten haben. (17)

Man kann aus dem Propagandafilm sowie der Argumentation des Berichtes schließen, daß es fĂŒr diese Christen Israel schon irgendwie nicht mehr gibt, es werden ihm keine staatlichen Rechte, weder auf das Leben seiner BĂŒrger noch auf die Unversehrtheit seines Territoriums und Besitzes zugebilligt. (18)

Am 8. Oktober 2009 lĂ€ĂŸt StĂ©phane Hessel sich, ohne zu widersprechen, bei der Vorstellung des Russell Tribunal zu PalĂ€stina in Lausanne, als einer der Mitverfasser der Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte feiern: Il participe Ă  la rĂ©daction de la Declaration ... Er beteiligt sich an der Ausarbeitung der ErklĂ€rung. (0:40)

Man kann seine folgende Rede kaum ertragen; sie kommt daher in einem salbungsvollen Französisch, das vielleicht in der ComĂ©die-Française seinen Platz hĂ€tte, womit ich die nicht beleidigen will. Eitel Propaganda und LĂŒgen reiht er aneinander. Sechzig Jahre werde dem palĂ€stinensischen Volk ein Staat vorenthalten, (3:15) erzĂ€hlt er wider besseren Wissens, daß die Araber keinen Staat an der Seite Israels wollen, sondern den Staat vernichten. Am 15. Mai 1948 beginnen sie damit unter der Leitung von Glubb Pascha, und bis heute tun sie ihr Bestes, das Werk zu vollenden. (19)

Es geht weiter mit den ĂŒblichen Bildern, Gaza sei ein GefĂ€ngnis unter freiem Himmel, (3:36), man verspĂŒre ein tiefes BedĂŒrfnis, ein BedĂŒrfnis, sich zu empören, un profond besoin, un besoin d´indignation, (4:02). Israel weist er die Schuld zu, daß im Westjordanland und in Gaza keine Demokratie herrschen. (4:26) Wahrscheinlich hat Israel dafĂŒr auch die Verantwortung bei allen anderen von Diktatoren und absolutistischen Herrschern regierten islamischen Staaten.

StĂ©phane Hessel als erklĂ€rter Israelfeind ist Mitglied dieses im MĂ€rz 2009 vom britischen Politiker und Schriftsteller Kenneth Sidney Coates (pbuh), der Israelin Nurit Peled-Elhanan, Professorin an der HebrĂ€ischen UniversitĂ€t Jerusalem, und der schrillen PalĂ€stinenser-Delegierten Leila Shahid gegrĂŒndeten Russell Tribunals zu PalĂ€stina. Franzosen sind im Tribunal reichlich vertreten, französische AnklĂ€ger Israels dominieren das Tribunal, das benannt ist nach dem gleichnamigen Tribunal fĂŒr Vietnam. StĂ©phane Hessel eröffnet dessen Sitzungen mit vielen Worten. (5:12) (20)

The Russell Tribunal has no legal status but acts as a court of the people, zu deutsch handelt es sich um einen Volksgerichtshof oder um ein Volksgericht nach chinesischem Vorbild, wo selbsternannte Richter ihre Urteile ĂŒber Israel fĂ€llen. Noch hat das Gericht keinen legalen Status, aber was nicht ist, kann mit UnterstĂŒtzung Frankreichs noch werden. (21)

Jean-Paul Sartre, dessen Student StĂ©phane Hessel vor dem zweiten Weltkrieg ist, verleiht dem Unterfangen weitere Weihen. (6:20) Es folgt ein Lösungsvorschlag des belgischen Senators Pierre Galand zum Nahostkonflikt, ein Prozeß mĂŒsse auf den Weg gebracht werden. (6:35) Eine Anzahl von internationalen Schirmdamen und
-herren des Russell Tribunals brĂ€chten ihre Namen ein. (7:05) Man mĂŒsse nationale Kommissionen einsetzen in jedem Land, dem PalĂ€stina am Herzen liege. (7:12) La Suisse a toutes les raisons d´ĂȘtre l´un de ces pays, l´un des pays les plus influents. Die Schweiz hat jede Veranlassung, eines der LĂ€nder zu sein, eines der einflußreichsten LĂ€nder. (7:23) Er verweist auf die Genfer Konvention (8:00) (22)

Über den bis auf den letzten Platz mit jungen und alten Aktivisten gefĂŒllten Saal gespannt ist ein Transparent: Halte Ă  la collaboration militaire Suisse - IsraĂ«l, (9:51) Halt der militĂ€rischen Kollaboration Schweiz Israel, beglaubigt von den darĂŒber gespannten Wappen der Schweizer Kantone. Ins Bild kommen Aargau, Bern, Schwyz, St. Gallen, ZĂŒrich, Solothurn, Schaffhausen, Wallis, Waadt, Freiburg, Genf, Luzern und Thurgau. Die Wappen von Obwalden, Appenzell und GraubĂŒnden zieren die Wand ĂŒber dem Podium und geben ihm die offizielle Weihe. Der Kameramann schwenkt auf sie, das zu dokumentieren, wĂ€hrend StĂ©phane Hessel das grausame Schicksal der palĂ€stinensischen Araber schildert. Wir haben die Verpflichtung, die Schweiz hat die Verpflichtung, eine Kommission zu bilden etc. (23)

Was aus dem RĂŒtlischwur heuer geworden ist! (24)

Die AktivitĂ€ten des StĂ©phane Hessel finden statt im Einvernehmen mit der Regierung Frankreichs. Die Reisen und Auftritte in Gaza werden organisiert vom Quai d´Orsay, dem französischen Außenministerium, letztens besetzt vom Sozialisten Bernard Kouchner. Auch andere französische Regierungsinstitutionen, nicht nur die im Nahen Osten, beteiligen sich, wie das Institut français London, ebenfalls eine Einrichtung des französischen Außenministeriums; dort findet zu Ehren des StĂ©phane Hessel, am 11. Oktober 2010, ein Konzert statt: Clara Cernat und Thierry Huillets Geigen- und Klavierduett wird ein außergewöhnliches Konzert zu Ehren von StĂ©phane Hessel bieten, einer berĂŒhmten europĂ€ischen Persönlichkeit, Held des französischen Widerstandes und Botschafter Frankreichs. (25)

Auf der Site des Russell Tribunals zu PalĂ€stina liest man: Clara Cernat und Thierry Huillets Geigen- und Klavierduett wird ein Konzert von hoher QualitĂ€t zu Ehren StĂ©phane Hessels geben, einer außergewöhnlichen europĂ€ischen Persönlichkeit, Held des gaullistischen Widerstandes und Botschafter Frankreichs. Ihm das in Frankreich hoch geschĂ€tzte Attribut gaullistisch zuzueignen, hat man sich im Institut français in Anbetracht seines Auftretens wohl nicht durchringen können. (26)

Antisemiten und Israelfeinden ist nichts heilig, wenn sie nicht als Zerstörer unterwegs sind, dann eignen sie sich die jĂŒdische Kultur an, dann ist die Lorelei von einem "unbekannten Dichter", und die GebrĂŒder Wolf alias Ludwig, Leopold und James Isaac, dĂŒrfen ihre eigenen Melodien nicht spielen, weil "deutsches Volksgut". (27)

Der Jude Ernest Bloch, Bedrich Smetana, auch der jĂŒdische Protestant Felix Mendelssohn, Enkel des großen jĂŒdischen Philosophen Moses Mendelssohn, werden beleidigt, in dem sie mißbraucht werden, den Israelhasser StĂ©phane Hessel zu befiddeln. Was haben des Ernest Bloch Suite hĂ©braĂŻque, und des Bedrich Smetana sinfonische Dichtung Mein Vaterland mit StĂ©phane Hessel gemein?

Nach einem Thema aus Bedrich Smetanas Moldau, Teil der sinfonischen Dichtung Mein Vaterland arrangiert Samuel Cohen, PalÀstina-Immigrant aus Bessarabien, im Jahr 1882 die Melodie der Nationalhymne Israels HaTikvah zu einem Gedicht von Naftali Herz Imber. (28)

Solche KlÀnge werden einem vorgespielt, der am 10. Januar 2009 auf einer Demonstration in Paris eine Schimpfkanonade gegen Israel hinausschreit.
56 Sekunden dauert dieser Auftritt des Botschafters mit SchirmmĂŒtze, seine Stimme im Tonfall des Generals Charles de Gaulle ĂŒberschlĂ€gt sich, neben ihm das arabische Publikum schaut ratlos bis angewidert diesem gĂ€nzlich unislamisch als einzelner vor sich hin tobenden Greis zu, Ă€hnlich wie seinerzeit die palĂ€stinensischen Kinder, als Rachel Corrie, vom International Solidarity Movement, haßverzerrten Gesichts eine auf Papier gemalte Fahne der USA in der Luft zerreißt: (29)

IsraĂ«l assassin ! Gaza enfermĂ© ... avec des enfants par milliers ! Et dessus on tape avec des avions ! C´est scandaleux ! IsraĂ«l devrait ĂȘtre exlu des Nations unies ! La base des valeurs internationales, c´est le droit international. Ce droit est bafouĂ© ! Ce droit est violĂ© ! Les enfants sont massacrĂ©s ! Alors, il faut dire non ! Il faut protester ! Il faut que l´Europe proteste, il faut que la France proteste ! Il faut pas que la France accepte que les relations entre IsraĂ«l et l´Europe soient encore, encore, encore plus fortes ! C´est un scandale ! (30)

Israel Mörder! Gaza eingeschlossen ... mit Tausenden von Kindern! Und ĂŒber ihnen hĂ€lt man mit Flugzeugen drauf! Das ist skandalös! Israel muß aus den Vereinten Nationen ausgeschlossen werden! Die Grundlage der internationalen Werte ist das internationale Recht. Dieses Recht wird verhöhnt! Dieses Recht wird vergewaltigt! Die Kinder werden massakriert! Also muß man nein sagen! Man muß protestieren! Europa muß protestieren, Frankreich muß protestieren! Frankreich soll es nicht akzeptieren, daß die Beziehungen zwischen Israel und Europa noch, noch und noch stĂ€rker werden! Das ist ein Skandal!

Das Russell Tribunal zu PalĂ€stina fĂŒhrt vom 1. bis 3. MĂ€rz 2010 in Barcelona eine erste Anhörung durch, eine zweite, organisiert vom britischen nationalen UnterstĂŒtzerkomitee, findet statt in London, vom 20. bis 22. November 2010, weitere sollen folgen, in SĂŒdafrika, Mitte 2011, in den USA, Ende 2011. Auf der Site des Tribunals, in französisch, englisch, spanisch und katalanisch findet man Informationen. In BrĂŒssel gibt´s ein Sekretariat. StĂ©phane Hessel ist Mitglied des Organisationskomitees. In einigen LĂ€ndern arbeiten nationale UnterstĂŒtzerkomitees, eines soll auch in Deutschland existieren. (31)

In London befinden sieben selbsternannte Richter ĂŒber Israel. Bei der abschließenden Pressekonferenz ist StĂ©phane Hessel im Mittelpunkt; er eröffnet die Konferenz in feinstem Oxfordenglisch. (32)

Paul Klee: Angelus Novus

Linke PalĂ€stinenserfreunde laufen sich den Rang ab, woher der Text Indignez - vous ! stamme. Wo und wann hat ihr Idol die schlichten, zu Herzen gehenden Worte gesprochen, die jetzt in ihrer Hessel-Bibel zusammengefaßt sind? In Reden von 2009? Bei Auftritten von 2008, in Savoyen, auf dem Plateau des GliĂšres? PalĂ€stinenserfreunde Frankreichs, diese SchĂŒttungen könnten ĂŒberall in Frankreich entstanden sein, StĂ©phane Hessel redet seit vielen Jahren dasselbe, wo immer er sich aufhĂ€lt. Niemand glaube, die SprĂŒche kĂ€men von Altersstarrsinn, Alzheimer oder Parkinson, nein, das ist StĂ©phane Hessel, die Flamme des Widerstandes. (33)

IndigĂšne Ă©ditions bringen die Worte des Großen Vorsitzenden im Oktober 2010 heraus. Von den insgesamt 32 Seiten sind 14 Text von StĂ©phane Hessel. (Seiten
9 - 22) Eineinhalb Seiten sind im Einklang mit dem Autor verfaßte Anmerkungen der Herausgeber, (S. 23f.) drei Seiten und einige Zeilen Nachwort, (Seiten 25 - 28) zwei Seiten Werbung fĂŒr Publikationen von StĂ©phane Hessel sowie von Jean-Pierre Barou alias Yves K. fĂŒr eine Rehabilitierungschrift ĂŒber den spĂ€ten Jean-Paul Sartre, (Seiten 29 + 31) der Rest ist Luft und Leere. Dem Text ist das Aquarell von Paul Klee Angelus Novus vorangestellt, auf das der Autor an einer Stelle seiner Reden verweist. Das im Jahr 1920 entstandene Bild befindet sich im Israel Museum Jerusalem. Sein Erstbesitzer, 1921, ist Walter Benjamin. (Seiten 3 + 14)

Dort heißt es ĂŒber das Aquarell : Benjamin felt a mystical identification with the Angelus Novus and incorporated it in his theory of the "angel of history," a melancholy view of historical process as an unceasing cycle of despair. (Walter) Benjamin fĂŒhlte eine mystische Identifikation mit dem Angelus Novus, und fĂŒgte es ein in seine Theorie des "Engels der Geschichte", einen melancholischen Blick auf den Geschichtsprozeß als einen nicht endenden Kreislauf von Verzweiflung. (34)

Die LĂŒgen und Verdrehungen beginnen noch vor dem Text, es verwundert nicht, daß linke Israelhasser ausgerechnet dieses Bild als Motto wĂ€hlen: Der Zukunft den RĂŒcken kehren. Die Herausgeber schreiben: Er sah in diesem Werk einen Engel, der "diesen Sturm, den wir den Fortschritt nennen", zurĂŒckweist. (Seite 3)

Das ist heutige linke Politik: ZurĂŒckweisen. Aber im wirklich wahren Leben ist es wie beim Angelus Novus anders, als Linke es uns weismachen. StĂ©phane Hessel schreibt: Er (Walter Benjamin) hat eine pessimistische Nachricht aus einem Bild des Schweizer Malers Paul Klee herausgelesen, Angelus Novus, wo die Figur des Engels die Arme öffnet, als wenn er einem Sturm, in dem er den Fortschritt sieht, Einhalt geböte, ihn abwehrte. (Seite 14)

Stattdessen schreibt Walter Benjamin nicht ĂŒber einen zurĂŒckzuweisenden Fortschritt, der nĂ€mlich kommt seiner Interpretation nach als unaufhaltsamer Sturm vom Paradies her, er sieht ihn als Teil der Schöpfungsgeschichte und damit von Engeln und erst recht von Menschen nicht abwehrbar, es sei der Engel der Geschichte, meint er: "Er (der Engel) hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablĂ€ssig TrĂŒmmer auf TrĂŒmmer hĂ€uft und sie ihm vor die FĂŒĂŸe schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfĂŒgen. Aber ein Sturm weht vom Paradies her, der sich in seinen FlĂŒgeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den RĂŒcken kehrt, wĂ€hrend der TrĂŒmmerhaufen vor ihm zum Himmel wĂ€chst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm", schrieb Walter Benjamin. Das Klee-Zentrum in Bern, das eine Ausstellung zu Klees Gartenbildern zeigt, die Zauber und Paradies versprechen, nimmt die FĂŒnf-Tages-Engels-Leihgabe aus Jerusalem zum Anlass, auch das Gegenteil des Paradieses auszustellen - die Katastrophen des irdischen Lebens, die die KĂŒnstler eben so sehr interessieren, wie die Paradiese." (35)

Sie können nicht lesen, und sie wollen nicht lesen. Der Engel möchte wohl verweilen, aber er wehrt nichts ab, als Engel, als Gesandter Gottes, ist er nicht derjenige, sich gegen irgend etwas zu stellen, was vom Paradies in Richtung Zukunft fegt, er wird mitgerissen. Er sieht nur, daß er am Vergangenen, am von den Menschen hinterlassenen TrĂŒmmerhaufen nichts mehr Ă€ndern kann, obgleich er das möchte. So interpretiert auch Carl Djerassi, der Kenner Paul Klees, das Bild: Und tatsĂ€chlich weiss Djerassi eine ganze Reihe von Argumenten dafĂŒr bereitzustellen, dass Klee im Angelus Novus keine utopische, sondern eine verzweifelte, allenfalls satirisch bittere Sicht auf die Welt gegeben hat. (36)

Wie könnte es anders sein, interpretieren StĂ©phane Hessel und seine Herausgeber, ehemalige Mitglieder der Proletarischen Linken, das Bild im linksgrĂŒnen Sinne um. Die Dagegen-Partei lĂ€ĂŸt sich nicht mitreißen in die Zukunft, sondern sie weist alles zurĂŒck, was fortschrittlich ist. Dazu scheut sie nicht LĂŒgen, Verdrehungen, Auslassungen, Erfindungen. (37)

Die Fixierung auf Juden wird auch hier deutlich, sie ist fĂŒr das ganze Projekt konstituierend. Es muß Walter Benjamin sein, dessen verfĂ€lschter Text als Motto herhĂ€lt fĂŒr das Pamphlet, in dem einer, Sohn des jĂŒdischen, zum Protestantismus konvertierten Schriftstellers Franz Hessel, rastlos damit befaßt ist, Israel zu dĂ€monisieren und zu delegitimieren. Walter Benjamin schreibt nicht un ange repousse "cette tempĂȘte que nous appelons progrĂšs", Ein Engel wehrt "diesen Sturm (ab), den wir Fortschritt nennen," sondern: Dieser Sturm treibt ihn (den Engel) unaufhaltsam in die Zukunft, ... Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm. Schon mit diesem Motto ist alles widerlegt, was auf den folgenden Seiten behauptet wird.

Weitere LĂŒgen, Auslassungen und VerfĂ€lschungen

StĂ©phane Hessel aber marschiert anders als Thilo Sarrazin mit dem Wind. Er wird nirgends in den MSM geĂ€chtet, kein PrĂ€sident Frankreichs erzĂ€hlt, das Pamphlet wĂ€re wenig hilfreich, aus Ämtern wird er nicht entfernt, mindestens die letzten zehn Außenminister Frankreichs honorieren seinen Aktivismus mit dem Diplomatenpaß, die MSM legen keine Kampagne auf, im Gegenteil, er wird riegierungsseitig und in den Medien geehrt, durch ein Konzert beglĂŒckt, durch Einladung zu öffentlichen Diskussionen in seinen AktivitĂ€ten unterstĂŒtzt, die Linken bereiten ihm, ihrem Idol, rauschenden Empfang, wohin er auch kommt, etc. (38)

Stattdessen besteht er aus acht Widerstandsbewegungen: "Combat", "LibĂ©ration Zone Nord", "LibĂ©ration (Sud)", "Francs-tireurs partisans (FTP)", "Front national" (hat nichts gemein mit dem heutigen FN), "Organisation civile et militaire" (OCM), "Ceux de la RĂ©sistance" (CDLR), "Ceux de la LibĂ©ration" (CDLL), den zwei großen Gewerkschaften der Zeit, CGT (vereinigt) und CFTC sowie sechs Vertretern der wichtigsten politischen Parteien, die France Libre des Generals Charles de Gaulle anerkennen, darunter die kommunistische Partei, die sozialistische Partei, die Radikalen, die republikanische Rechte und die Christdemokraten. (39)

Was die Linke Frankreichs heute unter dem Conseil National de la RĂ©sistance versteht, kann man auf der Site selbigen Namens sehen. (40)

Empörung sei die Basis des Widerstandes gewesen. Sie unterschlagen die Widerstandsbewegung von der Mitte bis rechts, sie stellen sich dar als einzige legitime Erben des C.N.R., sie verkörperten das Erbe des Widerstandes und seiner Ideale. (Seiten 9 + 11)

Es ist die Vichy-Regierung, die 1941 Zuwendungen an alte angestellte BeschĂ€ftigte beschließt, und die das Prinzip einer Rente fĂŒr alle gemĂ€ĂŸ dem Prinzip der Löhne und GehĂ€lter annimmt. Was recht ist, muß recht bleiben, die Renten sind von der Vichy-Regierung eingefĂŒhrt und nach dem Krieg in der SĂ©curitĂ© sociale zunĂ€chst so beibehalten worden: 20 Prozent Rente beim Renteneintritt mit 60 Jahren, 40 Prozent beim Eintritt mit 65 Jahren, dem festgesetzten Rentenalter. (41)

Diese grundlegenden Begriffe werden von StĂ©phane Hessel ohne jede ErklĂ€rung gesetzt. Es ist darunter zu verstehen, was er und seine AnhĂ€nger definieren, le juste partage des richesses, die gerechte Aufteilung der ReichtĂŒmer; die GrĂŒnde, sich zu empören. Empörung aber hat wie Judenhaß nie einen Grund, sie ist ein Ressentiment, eine Wallung, die das Denken außer Kraft setzt. Dazu hetzt er die Jugendlichen auf: Ihr findet dort (um euch herum) immer die Themen, die euere Empörung rechtfertigen. Das heißt, daß die Wallung zuerst da ist, danach wird sie rationalisiert. Er schreibt einen Aufruf zur Empörung ... "unsere Wut auf die Ungerechtigkeit ist noch immer intakt", heiße es im Appell vom 8. MĂ€rz 2004, zum 60. Jahrestag des Programms des C.N.R. Das will er auch weiterhin sehen, Haufen zornroter Empörer und seinesgleichen, die sie lenken.

Er, der jahrzehntelang im auswĂ€rtigen Dienst tĂ€tig gewesen ist und in dieser Eigenschaft die Medien der Welt kennt, verbreitet eine illusorische Vorstellung von Pressefreiheit, von der UnabhĂ€ngigkeit der Presse vom Staat, vom Kapital und vom Ausland. Mehr Gerechtigkeit, mehr Freiheit, ohne Definition, stattdessen ein Bild unkontrollierter Freiheit des Fuchses im HĂŒhnerstall.

Gewalt als ein bedauerliches Ergebnis einer unakzeptablen Lage fĂŒr diejenigen, die unter ihr leiden ... der Terrorismus ist eine Form von Verzweiflung. Die Gewalt der Hamas gegen Israel sieht er nicht als grundsĂ€tzlich verwerflich an, sondern sie nĂŒtze der Hamas nicht. Er sieht sie unter zweckdienlichen Aspekten. Marc Knobel schreibt dazu, StĂ©phane Hessel versuche in einem Satz, den Terrorismus indirekt zu entschuldigen. TatsĂ€chlich vergißt er, welches die wesentlichen GrĂŒnde dafĂŒr sind: der Fanatismus, die Indoktrinierung, die perversen und brutalen ideologischen Aspekte, die Macht des radikalen Islamismus und des Extremismus, die bewußte Anwendung von Terror (Morde, EntfĂŒhrungen, Attentate ...) usw. (42)

Er sei ĂŒberzeugt, daß die Zukunft der Gewaltlosigkeit gehöre, der Versöhnung der Kulturen. Ihm kommt es nicht in den Sinn, daß es Kulturen bzw. als solche bezeichnete totalitĂ€re Systeme gibt, die auf Gedeih und Verderb sich nicht versöhnen, sondern die herrschen wollen und herrschen mĂŒssen: Nationalsozialismus, Kommunismus, Islam werden gelenkt von Nullsummenspielern nach dem Motto "die oder wir". Es scheint, daß StĂ©phane Hessel sich als Nullsummenspieler wohlfĂŒhlt. Ethik, Gerechtigkeit, nachhaltiges gesellschaftliches Gleichgewicht sind fĂŒr ihn keine Probleme, man muß nur dasselbe darunter verstehen wie er, dann bleibt auch die Erhebung friedlich, sonst muß halt aus Verzweiflung Gewalt eingesetzt werden, beginnend mit dem Abfackeln von Autos ĂŒber Angriffe auf Staatsorgane bis hin zu EntfĂŒhrungen und Mord.

Was die Juden angeht, so werden sie im Text als solche bezeichnet, wenn es der Sache dient: Richard Goldstone ... juif; StĂ©phane Hessel est nĂ© Ă  Berlin, en 1917, d´un pĂšre juif Ă©crivain, traducteur, Franz Hessel. StĂ©phane Hessel ist 1917 in Berlin einem jĂŒdischen Vater, Schriftsteller und Übersetzer, Franz Hessel geboren; seine Konversion zum Protestantismus wird unterschlagen wie die Tatsache, daß seine Mutter Helen Grund deutsche Protestantin ist. Er wird als Jude aufgebaut, der als solcher erst recht berufen ist, Israel zu kritisieren, zu denunzieren und zu delegitimieren. Im ganzen Heft nicht erwĂ€hnt wird, daß RenĂ© Cassin und Pierre MendĂšs France Juden sind. Die Rolle von RenĂ© Cassin wird von den Herausgebern im Einvernehmen mit StĂ©phane Hessel heruntergespielt, wohingegen StĂ©phane Hessel aufsteigt in die direkte Reihe zu John Peter Humphrey, als letzter wird er genannt, weil er der jĂŒngste Mitverfasser ist, le plus jeune. Die Kanadier werden´s zu schĂ€tzen wissen: Vive le QuĂ©bec libre ! (43)

Von den Herausgebern wird verschwiegen, daß der Jude Eugen Kogon dem StĂ©phane Hessel im Lager zu falschen Papieren verholfen hat. Peter von Becker weiß neben viel Anekdotischem zumindest das. Was die Allgemeine ErklĂ€rung der Menschenrechte angeht, so hat StĂ©phane Hessel sie laut Anreißer gar allein verfaßt: Er ĂŒberstand Buchenwald und schrieb die UN-Menschenrechts-Charta. Weiter unten im Artikel hat er dann doch nur mitgewirkt: Nun ist Hessel der letzte noch lebende Autor dieser GrĂŒndungsurkunde des modernen Völkerrechts.

Den IdentitĂ€tswechsel in den Lagerakten organisierte Eugen Kogon, selber HĂ€ftling in Buchenwald und 1945 Verfasser des ersten grundlegenden Werks ĂŒber die NazigrĂ€uel ("Der SS-Staat"). (44)

Wenigstens erfahre ich nun, warum ich dem höflich schwatzenden StĂ©phane Hessel, den ich vor dutzend Jahren in der OECD kennengelernt habe, in Paris öfter im Bus begegnet bin: Er lebt wie ich seinerzeit im 14. Arrondissement, einige Straßen entfernt von der Avenue Jean Moulin mit dem herrlichen Restaurant La RĂ©galade. Danke fĂŒr die schönen Erinnerungen! (45)

Der Botschafter a.D. unterstĂŒtzt den "Ungehorsam" junger Lehrer, die sich weigern, Gesetze anzuwenden; er lobt eine aktive Minderheit, die heranwachse und Änderungen herbeifĂŒhre. Das ist gute alte Bolschewistenart. Seine Lehren vorzutragen, fordert er StudienrĂ€te der Gymnasien auf, ihn einzuladen, um in die Debatten der SchĂŒler einzugreifen, was heißt, sie zu lenken. Das Prinzip Angebot statt Nachfrage bestimmt Indoktrination und Planwirtschaft. Begeistert ist er ĂŒber die stĂ€ndig steigende Anzahl der Nichtregierungsorganisationen, der sozialen Bewegungen wie ATTAC, la FIDH (Internationale Vereinigung fĂŒr Menschenrechte), Amnesty ... Es handelt sich durchweg um solche Gruppen, die durch nichts demokratisch legitimiert sind; ihre AnfĂŒhrer bestimmen, was Recht und Unrecht ist. In Frankreich erlebe ich das jeden Tag. Diese Gruppen fordert StĂ©phane Hessel auf, sich zusammenzuschließen: il faut agir en reseau. Man muß Seilschaften bilden.

Das ist eine spÀte Beleidigung aller WiderstandskÀmpfer.

...und wenn man ein offenes Ohr fĂŒr den Kommunismus behalten mĂŒĂŸte, um dem amerikanischen Kapitalismus etwas entgegenzusetzen. Der Kapitalismus ist eine Angelegenheit der USA, damit hat Frankreich, damit hat Europa nichts zu tun. RenĂ© Cassin besteht darauf, daß die ErklĂ€rung von "universellen" und nicht von "internationalen" Menschenrechten handelt, wie unsere angelsĂ€chsischen Freunde vorschlugen. Die Anmaßung, auf die ErklĂ€rung maßgeblich eingewirkt zu haben: Ich fĂŒhlte, daß man schnell machen mĂŒĂŸte, sich nicht tĂ€uschen lassen dĂŒrfte von der Heuchelei, die in der verkĂŒndeten AnhĂ€ngerschaft der Sieger an diese Werte war, die nicht alle sie loyal zu fördern die Absicht hatten, aber die wir versuchten, von ihnen zu verlangen. Es wird verwiesen auf das Abstimmungsergebnis in der Generalversammlung. Um die Sowjetunion kann es sich nicht handeln, denn die enthĂ€lt sich, weil ihr die ErklĂ€rung nicht weit genug gehe. Andere Sieger sind die Briten, Kanadier und die Amerikaner.

Die Geschichte der Gesellschaften schreitet fort und am Ende, an dem der Mensch seine vollstĂ€ndige Freiheit erlangt hat, haben wir den demokratischen Staat in seiner Idealform. Das ist die sozialistische Ideologie vom "neuen Menschen", ĂŒbertragen auf die ganze Gesellschaft. Ihr stellt er eine andere Konzeption der Geschichte gegenĂŒber, der Konkurrenz, dem Lauf zum "immer mehr", das kann erlebt werden als zerstörerisches Gewitter. In diesem Zusammenhang kommt er auf das Aquarell Angelus Novus, und damit schließt sich der Kreis.

Nun warte ich darauf, daß dieses Agitprop in die Weltsprachen Englisch und Deutsch ĂŒbersetzt werde. Es können gar nicht genug Menschen indoktriniert werden, allein in der ehemaligen DDR werden viele Millionen solche Schriften vermissen, von den linken PalĂ€stinenserfreunden gar nicht zu reden, von der Linken, den GrĂŒnen, den Dagegen-Parteigenossen. Die Muslime werden eher verhalten reagieren, es ist nicht ihre Art, Einzelagitatoren hervorzuheben. Wenn man bedenkt, daß es vier Monate gebraucht hat, um die kollektive Empörung ĂŒber die Mohammed-Karikaturen zu organisieren. Die paar Seiten StĂ©phane Hessel lohnen den Aufwand nicht, auch sollte man EinzelkĂ€mpfer nicht ermutigen, es könnte gegen das eigene totalitĂ€re System losgehen.

16. Januar / 3. Februar 2011 - zusÀtzliche Links in Anmerkung 34

Eine gekĂŒrzte Version des Artikels mit interessanten Kommentaren:

Stéphane Hessel : Indignez - vous ! Empört Euch! Von Gudrun Eussner,
Politically Incorrect, 18. Januar 2011
http://www.pi-news.net/2011/01/stephane-hessel-indignez-vous -empoert-euch/

Mit 50 Kommentaren der Blinden und Blöden in ZeitOnline:

Protestschrift. Empört euch! Von Gero von Randow, ZeitOnline,
13. Janaur 2011
http://www.zeit.de/2011/03/Stephane-Hessel?page=all

Vier Kommentare auf Amazon.de, meiner und drei von Begeisterten:

Man muss keine BĂŒcher ĂŒber 500 Seiten schreiben, ein 93-jĂ€hriger macht vor, wie es geht! GlaubwĂŒrdigkeit und aus einem inneren Drang geschrieben ... (46)

Der Mensch in seinem dumpfen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewußt. (47)

Kommentator T. Schulze warnt die Leser meiner Rezension vor mir. Die Tatsachen, die ich kurz auf Amazon und sehr ausfĂŒhrlich hier aufzĂ€hle, sind bedeutungslos. Wichtig ist, daß ich hin&wieder auf PI veröffentliche, ĂŒber das T. Schulze ebenfalls ein unumstĂ¶ĂŸliches Urteil fĂ€llt: zunĂ€chst neutral erscheinende Site, dann aber sich doch entpuppend als stark rechtslastig. Er selbst versteht sich als neutral, sachlich, er kennt die Wahrheit, er weiß abzuwĂ€gen. Was sind Tatsachen gegen sie? Er schreibt:

Die Kommentatorin Eussner Àussert sich vorzugsweise auf stark rechtslastigen Seiten wie z.B. der zunÀchst neutral erscheinenden Site www.pi-news.net. Ich rate von daher, Kommentare dieser Dame im Zusammenhang mit Judenverfolgung, Christenheit, Islam-Diskussion, etc. pp. mit Vorsicht zu geniessen.

Sie alle wollen die Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen, sie wollen nicht lernen, sie wollen einen FĂŒhrer, und sie bekommen einen alten LĂŒgenbaron!

Stéphane Hessel und seine empörten Adepten. Dokumentation.
20. Januar 2011
http://www.eussner.net/artikel_2011-01-20_16-46-05.html

O glĂŒcklich, wer noch hoffen kann,
Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! (48)

Quellen

(1) Bestseller Empörung. Von JĂŒrg Altwegg, FAZ.net, 6. Januar 2011
http://tinyurl.com/6z5dasg

Frankreichs Manifest zum Volkszorn. Empört Euch. Von Alex RĂŒhle,
SĂŒddeutsche Zeitung, 11. Januar 2011
http://tinyurl.com/6a6frwx

(2) Im Land der Niedertracht. Von Jakob Augstein, SON, 13. Januar 2011
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,739073,00.h tml

(3) Stéphane Hessel. Wikipédia (français)
http://fr.wikipedia.org/wiki/St%C3%A9phane_Hessel

(4) Stéphane Hessel. Wikipedia (deutsch). Stand: 18.1.2011, 11:44 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A9phane_Hessel

(5) Stéphane Hessel. Wikipedia (English)
http://en.wikipedia.org/wiki/St%C3%A9phane_Hessel

(6) René Cassin contre Stéphane Hessel. Par Rachel Franco, Israel, DRZZ.fr,
14 novembre 2010
http://tinyurl.com/6gnex5w

Les voyages de Stéphane Hessel à Gaza. Un article de Marc Knobel,
Aschkel.info, 3 novembre 2010
http://tinyurl.com/4equ3ro

(7) Thilo Sarrazin in meinem Archiv
http://tinyurl.com/yjcdmmv

Stéphane Hessel : Indignez - vous ! IndigÚne éditions,
10e édition : décembre 2010
http://tinyurl.com/3xmpxf2

Stéphane Hessel : Indignez-vous ! Ed. IndigÚne (21 octobre 2010)
http://tinyurl.com/6d84jqk

62 Commentaires en ligne. Indignez-vous ! Amazon.fr
http://tinyurl.com/67exgj2

(8) La genĂšse de la Charte des droits de l´homme. Par RenĂ© Cassin,
"Le Courrier de l´Unesco", Paris, janvier 1968
http://www.aidh.org/Biblio/Txt_Univer/cassin.htm

(9) Universal Declaration of Human Rights (UDHR).
By George J. Andreopoulos, Encyclopaedia Britannica
http://tinyurl.com/6kfthlk

(10) René Cassin. Wikipedia (deutsch)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Cassin

René Cassin. Wikipédia (français)
http://fr.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Cassin

(11) The Universal Declaration of Human Rights. United Nations
http://www.un.org/en/documents/udhr/index.shtml

(12) Who were the key contributors in the drafting of the Declaration?
Questions and answers about the Universal Declaration of Human Rights
United Nations Association in Canada.
http://www.unac.org/rights/question.html

DĂ©claration universelle des droits de l´Homme. L´hommage-anniversaire
du monde du droit montpélliérain. Barreau de Montpellier. Ordre des Avocats
http://www.avocats-montpellier.com/presse/HJE_25_12_08_hesse l.pdf

(13) Hessel : La DĂ©claration des droits de l´homme, tĂ©moin de l´audace de l´Ă©poque. Centre d´ActualitĂ©s de l´ONU, 10 dĂ©cembre 2008
http://tinyurl.com/6ztrlha

(14) Maisausreißer, MÂŽbala, Massenmörder. MaĂźtre François Roux. Schaf,
24. Februar 2009
http://www.eussner.net/schaf_2009-02-24_23-17-56.html

(15) Mohammed al-Dura in meinem Archiv
http://tinyurl.com/65vtfcu

(16) François Roux in meinem Archiv
http://tinyurl.com/65vtfcu

(17) DĂ©bat autour du Film Si eux se taisent, les pierres crieront, de
Bernard Mounier. Association France Palestine Solidarité 04, 29 mars 2005
http://www.afps04.fr/actions.html

Association France Palestine Solidarité 04
http://www.afps04.fr/

(18) Actualité - Israël et nous. Au-delà des souffrances.
Par Nathalie de Senneville- Leenhardt, Reforme n° 3110 du 2005-01-13
http://www.reforme.net/archive2/article.php?num=3110&ref=239

(19) Die Antwort der Delegation der arabischen Staaten auf die UN-Resolution 181 zur Teilung RestpalÀstinas, vom 29. November 1947
http://www.eussner.net/artikel_2006-12-02_19-01-46.html

(20) Russell Tribunal on Palestine
http://www.russelltribunalonpalestine.com/en/about-rtop/how- we-operate

(21) Der Volksgerichtshof. Deutsches Historisches Museum
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/volksgerichtsh of/index.html

Staatsorgane. Die Volksgerichte, cina.com.cn
http://german.china.org.cn/german/83776.htm

(22) Tribunal Russell pour la Palestine. Vidéo. YouTube,
http://www.youtube.com/watch?v=0qMn96Wbyvo

(23) Schweizer Kantone. Fahnen - Wappen. Tell.ch
http://www.tell.ch/schweiz/wappen.htm

(24) RĂŒtlischwur. Tell.ch
http://www.tell.ch/schweiz/ruetlischwur-card.htm

(25) Violin and Piano Duet by Clara Cernat & Thierry Huillet
Institut français 1910 - 2010
http://tinyurl.com/36zp3vj

(26) Concert in Honour of Stephane Hessel. Russell Tribunal on Palestine,
September 22, 2010
http://tinyurl.com/67qgjyl

(27) Snuten und Poten. GebrĂŒder Wolf. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=Jru3JN46GN4

GebrĂŒder Wolf. Ihre Geschichte
http://www.gebruederwolf.de/de/gebruederwolf.htm

Wolf Brothers. The Story
http://www.gebruederwolf.de/us/wolfbrothers.htm

(28) Smetana: Die Moldau. Video. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=bJJfEfP9JVk

Al Jolson - Hatikvah. Video. Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=tqB8kZjxOCI

National Anthem of Israel: HaTikva (HaTikvah).
Israel Science and Technology Homepage
http://www.science.co.il/Israel-Anthem.asp

(29) Teaching the children. By Charles Johnson, Little Green Footballs,
March 16, 2003
http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=5864

(30) Gaza - Manif à Paris - Stephane Hessel. Vidéo. Dailymotion, 10 janvier 2009
http://tinyurl.com/648kexc

(31) Tribunal Russell sur la Palestine (français). Vidéo
http://www.russelltribunalonpalestine.com/fr/

Russell Tribunal on Palestine (English)
http://www.russelltribunalonpalestine.com/en/

(32) Video. London Session Press Conference, Russell Tribunal on Palestine,
November 22, 2010
http://tinyurl.com/6xkcy2n

(33) StĂ©phane Hessel : le succĂšs incroyable de "Indignez-vous" ! 2008 : une prise de parole qui Ă©lectrise toute l´assistancePubliĂ© le mercredi 29 dĂ©cembre 2010
http://www.fsd74.org/spip.php?article3162

Stéphane Hessel article de Télérama, 27 novembre 2010.
Citoyens rĂ©sistants d´hier et d´aijourd´hui
http://www.citoyens-resistants.fr/spip.php?article128

(34) Paul Klee: Angelus Novus, 1920. the israel museum, jerusalem
http://www.english.imjnet.org.il/htmls/popup.aspx?c0=13336&b sp=13263

Paul Klee: Angelus Novus, 1920. Abbildung. Israel Museum Jerusalem
http://tinyurl.com/54w2rd

Benjamin. Von Rainer Metzger, artmagazine, 27. September 2010
http://www.artmagazine.cc/mobilecontent50807.html

Angelus Novus. Inspiration for German artist Anselm Kiefer´s sculpture
Angel of History Poppy and Memory. Anselm Kiefer, Mohn und GedÀchtnis,
1989, also in the Israel Museum collection.

Anselm Kiefer, Mohn und GedĂ€chtnis, 1989. Foto. Berlin : lĂ  oĂč l´Est et l´Ouest
se rencontrent. Le blog de Françoise Delaire, 17 mai 2010
http://tinyurl.com/5vmxu2e

Walter Benjamin - Port Bou in meinem Archiv
http://tinyurl.com/6dq47fp

(35) Angelus Novus. FĂŒnf Tage im Paul Klee Zentrum. Von regulaerni,
SecondLitArt, 28. Mai 2008
http://tinyurl.com/5spdh7y

(36) Neue ZĂŒrcher Zeitung. Karl-Markus Gauß, MĂ€rz 2008. Vier Juden auf dem Parnaß. Ein photographischer Dialog: Carl Djerassi - Gabriele Seethaler
http://www.gabrieleseethaler.com/de/index/project/id/26

(37) France 1969 - 1973. La Gauche Prolétarienne. By Mitchell Abidor.
marxists.org
http://tinyurl.com/63jlbt7

Die GrĂŒnen in Deutschland und Frankreich: Die Dagegen-Partei.
Fundsachen, 9. Januar 2011
http://www.eussner.net/fundsachen_2011-01-09_07-57-30.html

(38) "Indignez - vous !" de Stéphane Hessel sortie le 20 octobre 2010, 3 Euro,
dans la collection "Ceux qui marchent contre le vent". IndigĂšne Ă©ditions
http://www.indigene-editions.fr/

(39) Programme du Conseil National de la RĂ©sistance (C.N.R.)
http://felina.pagesperso-orange.fr/social/programme_cnr.htm

(40) Conseil National de la RĂ©sistance
http://www.conseilnationaldelaresistance.fr/

(41) Retraites : une histoire récente, une situation fragile. Par Jacques George,
Cahiers paedagogiques, janvier 2005
http://www.cahiers-pedagogiques.com/spip.php?article1364

(42) Lorsque Stéphane Hessel et le NPA jouent avec le feu. Par Marc Knobel,
CRIF, 26 novembre 2010
http://tinyurl.com/6z9kap8

(43) Vive Le Québec Libre. 24 juillet 1967. Vidéo. YouTube
http://www.youtube.com/watch?v=OHzMTSK1V4o

(44) Stéphane Hessel. Poet des Widerstandes. Von Peter von Becker,
Tagesspiegel, 25. Juli 2010
http://tinyurl.com/6zq387s

(45) La RĂ©galade Paris. La fourchette
http://tinyurl.com/32s94fy

(46) Indignez - vous ! Kundenrezensionen. Amazon.de
http://tinyurl.com/646vwyx

(47) Faust I, Vers 328 - 329

(48) Faust I, Vers 1064 - 1065


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2011-01-16_16-47-41.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 21.01.2017, 10:22 Uhr