

Fahrenheit 9/11 seit Mittwoch, den 7. Juli 2004, in Frankreich in den Kinos
Liebe Freunde!
Heute ist meine Herrin nicht zu Hause, und da habe ich etwas geschnüffelt. Ich weiß nun, daß die beiden Filme von William Karel und Christine Rose nur über DVD zu sehen sind, so daß ich gar keine Chance hätte, die zu sehen. Also habe ich mich aus dem Pferch losgemacht und bin nun doch in den mit der Goldenen Palme von Cannes gekrönten Film Fahrenheit 9/11 des Michael Moore gegangen. Dort war zwar Frank C. Carlucci, der ehemalige Präsident der Carlyle Group, nicht selbst zu sehen, aber die von der Gruppe sanierte und am New York Stock Exchange Ende 2001 verkaufte United Defense Industries kam in ihrer Rolle angemessen zu Wort. Dick Cheney und Halliburton ebenfalls und auch viel Elend und Tod auf beiden Seiten, auf irakischer und auf amerikanischer. Die Meinung über den US-Präsidenten George W. Bush kann davon nicht besser werden. Meine Herrin hat ja schon lange ihre dezidierte Meinung darüber, daß der Irakkrieg nicht hätte geführt werden sollen. Nun schließe ich mich dieser Meinung an, und viel Geblöke dazu fällt mir nicht ein. Heute ist für mich ein ernster Tag.
Michael Moore präsentiert tatsächlich die surrealistische Szene des Präsidenten des mächtigsten Staates der Welt, und nicht nur des Präsidenten, sondern auch seiner Regierung, die durchsetzt ist mit den Repräsentanten der US-Rüstungsindustrie. Osama bin Laden ist dennoch nicht einfangen, von ihm spricht niemand mehr, so, als wenn er nicht mehr wichtig wäre. Ständig ist heutzutage die Rede vom Terroristenführer Abu Musab al-Zarqawi.
Bei Michael Moore kommt über die Politik der Demokratischen Partei nichts vor, da sein Film von seiner Sicht der Ereignisse nach dem 11. September 2001 handelt. Aus der Zeit vor dem 11. September 2001 kommt nur ins Bild, wie Al Gore als der arme Kandidat hingestellt wird, dem der Wahlsieg gestohlen wurde. Breiten Raum widmet er dabei dem Verdacht, daß Zehntausende von farbigen US-Bürgern ihr Wahlrecht verweigert wurde. Das bringt Sympathien für diese Partei, die jetzt mit John Kerry antritt. Michael Moore ist der beste Wahlhelfer der Demokratischen Partei. Sie sollte das Symbol des Esels zugunsten eines Fotos von Michael Moore austauschen.
Der Film des Michael Moore wird nicht ohne Folgen für das Wahlergebnis in den USA bleiben.
Hier ergänze ich und gebe Euch einen Link, der den Film von Michael Moore sehr kritisiert und nicht nur behauptet, daß Michael Moore an vielen Stellen lügt, sondern auch, daß er sich einer psychologischen Kriegführung bedient, um seine Zuschauer zu überzeugen.
Response to Michael Moore - Part Two, by Ryan Mauro
http://www.worldthreats.com/general_information/Much%20More% 20on%20Moore.htm
Blök!
Euer Schaf
7. Juli 2004 - ergänzt um den Link, am 11. Juli 2004