Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Le Roussillon insolite (Anklicken zum Vergrößern)
Foto: Monsieur Boris
Le Roussillon insolite

Christophe Beck in Venezuela befreit - Versagen der französischen Außenpolitik

Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere meiner Leser an meine Berichte über den Rummel um die angebliche Geisel, die Korrespondentin der Libération Florence Aubenas, die im Irak, ab dem 5. Januar 2005, fünf Monate in einem 4x2 Meter messenden, 1,50 Meter hohen fensterlosen Kellerloch inhaftiert, geschlagen, gefesselt, augenverbunden unter ständiger Angst vor Ermordung ausgeharrt haben soll, und die nach ihrer Befreiung und einem Debriefing durch die französischen Geheimdienste auf die Umwelt losgelassen wird, wo sie putzmunter zunächst eine Pressekonferenz abhält, auf der sie wenig sagt und sich bei dem wenigen in Widersprüche über ihre Inhaftierung verheddert?

Anschließend tritt sie frisch und fröhlich auf der Flugzeugschau von Le Bourget mit ihrem Dolmetscher, dem in Frankreich ausgebildeten irakischen Bomberpiloten Hussein Hanoun al-Saadi, auf. Die Politiker, vom Staatspräsidenten Jacques Chirac über den Außenminister Michel Barnier bis zu den willigen Medien sind versammelt, um diese Dienerin der französischen strategisch-militärischen Interessen im Irak und in Paris mit allen Ehren zu empfangen und schnell noch eine peinliche Affäre zu inszenieren um den UMP-Abgeordneten und Freund des Jacques Chirac und der irakischen Diktatur Didier Julia, um sich von ihm und seinen anrüchigen Kontakten zu distanzieren, kurz: französische Verhältnisse, eurabische Mittelmeerpolitiker in Aktion. (1)

Die Gelder, die geflossen sind in dem Theaterstückchen, sie sind nicht wichtig, die französischen Steuerzahler regeln das. Sie zahlen noch ganz andere Potemkinsche Dörfer, beispielsweise ein Heer von Vizepräsidenten des Bürgermeisters von Perpignan Jean-Paul Alduy, des Präsidenten des Zusammenschlusses von Perpignan Méditerrannée Communité d´Agglomération (PMCA), bestehend aus dieser Weltstadt und 24 Städtchen, Dörfern und Weilern, deren Oberhäupter und Vertreter monatlich 1460,46 Euro, 21 von ihnen, bzw. 934,21 Euro, 17 von ihnen, einstreichen. Das ergibt einen monatlichen Gesamtbetrag von 46 551,23 Euro und einen Jahresbetrag von 558 614, 76 Euro.

Mancher der Vizepräsidenten arbeitet sogar dafür, aber nicht jeder. Auf der offiziellen Web Site ist die letzte Sitzung vom 19. Dezember 2005 vermerkt. Sicherlich wird uns auch demnächst die vorweihnachtliche Sitzung dieses Jahres präsentiert. Ich bin gespannt darauf, was es zum Dîner gegeben hat, hoffentlich nur Bio-Nahrung aus der Umgebung. (2)

Der Zusammenschluß PMCA umfaßt insgesamt 180 000 Einwohner. Zum Vergleich hier die Daten der zwölf Bezirke von Berlin, von denen der kleinste, Spandau, 45 000 Einwohner mehr hat als das Roussilloner Konglomerat. Dieser Bezirk würde dann analog für Vizepräsidenten, oder wie die dann bei uns hießen, an die 700 000 Euro ausgeben, und ganz Berlin nur für die Gehälter der Vizepräsidenten 6 Millionen Euro. Wenn Wowi das erfährt, wird er es sich nicht noch einmal nachsagen lassen, er werfe das Geld zum Roten Rathaus hinaus. (3)

Zur Sicherung von Ruhe und Ordnung gibt es in unserem Department Pyrénées-Orientales, genannt Roussillon, noch eine zentral aus dem Innenministerium eingesetzte und bestückte Präfektur, deren Leiter, der préfet, auch noch abkassiert, und das nicht zu knapp. Dieser Absolvent der ENA, Jahrgang 1980 Henri François d´Aguesseau, heißt Thierry Lataste, ist Ritter des Ordens Légion d´honneur und Ritter des Ordre National du Mérite, des nationalen Verdienstordens. Er hat zwei Unterpräfekten in Céret und Prades, die ebenfalls Gehälter, Aufwandsentschädigungen, Mitarbeiter kosten, die nach dem Rechten, nicht aber nach den Rechten schauen. Solcherart Bürokratie überzieht das Land, wo dennoch oder deshalb Maisausreißer wie José Bové ungestört und straffrei am hellerlichten Tage ganze Versuchsfelder plattmachen können. Das wird besonders geschätzt, wenn es sich um Monsanto handelt, den Konzern mit HQ in den USA, aber notfalls tun es auch französische Agrokonzerne. Die Volksseele braucht ein Ventil, oder sollen José Bové, dieser Astérix-Verschnitt, und die Grünen, Kommunistenligisten und sonstige späte Spontis etwa darauf kommen, sich ernsterer politischer Probleme anzunehmen? (4)

Nun aber genug der Vorrede!

Am 11. Januar 2006 berichte ich erstmalig über einen Entführungsfall, der unsere gutgesicherte Region betrifft. Dazu können aber weder die 38 Vizepräsidenten noch der Präfekt; denn der Bürger von Corbère wohnt in der Touristengegend von Barinas, im Südwesten Venezuelas, nahe der Grenze zu Kolumbien, im Land des Freundes Frankreichs Hugo Chávez. Dort züchtet er mit seiner Frau seit 1992 weiße Zebus und hat sich damit seine Existenz mühselig aufgebaut. Ich will es nicht wiederholen, es ist im Artikel Der Katalane Christophe Beck gibt ein Lebenszeichen nachzulesen. Am 13. Dezember 2005 wittern kolumbianische und venezolanische Terroristen, in Frankreich nennt man sie Freischärler, Partisanen, wieder einmal ein gutes Geschäft, und sie entführen den 60-jährigen Mann, woraufhin die französische Regierung wochenlang nichts unternimmt. (5)

Das Versagen des französischen Außenministeriums im Fall des entführten katalanischen Bürgers beginnt ab dem ersten Tag der Entführung. Der Fall ist nämlich nicht interessant. Christophe Beck ist nicht unterwegs für die militärstrategischen Interessen Frankreichs. Er ist tatsächlich entführt worden, was bei größeren Aktionen der französischen Regierung zu seiner Befreiung den guten Beziehungen zum Einparteien-Hugo gefährden würde. Der ist mit Frankreich gegen die USA, der empfängt das Weltsozialforum der ATTAC&Co. So plätschert der Entführungsfall unbeachtet vor sich hin, die französische Regierung tut wirklich und definitiv nichts.

Am 21. März 2006 schreibt Sandra Canal, die hellwache Journalistin des Indépendant - lange wird sie in dem Provinzblättchen wohl nicht bleiben, daß es ein Lebenszeichen des Entführten gegeben habe. Inzwischen haben die Presse Venezuelas und die Weltpresse Frankreichs sich des Falles angenommen, und es sind zwei Mitarbeiter des Außenministieriums vor Ort, aber da sie keine Angebote machen, steigen die Forderungen der Terroristen von Woche zu Woche. Bei 40 000 Euro fängt´s an.

Wie staune ich am Ersten Weihnachtsfeiertag, im Indépendant von eben der Journalistin Sandra Canal einen Artikel zu lesen über die Befreiung und Rückkehr des Christophe Beck. Fotos seines Empfanges in Perpignan, vom 23. Dezember, schmücken die Seite, alle freuen sich, die ex-Geisel, seine Frau und die 22-köpfige Großfamilie, Kinder, Enkel, Vettern, Basen, Nichten, Neffen. Die bereiten ihm in einer eigens hergerichteten Garage einen herzlichen Empfang. Eine Wohnung haben Christophe Beck und seine Frau noch nicht. Zu Weihnachten bekommen sie von ihren Kindern eine Mikro-Welle geschenkt, damit sie sich einen McDonald wärmen können; denn für Bio reicht das Geld nicht. Das Lösegeld hat sie ruiniert, die Tausend Zebus und die Farm sind verkauft.

Einen der Vizepräsidenten der PMCA würde man auch vergeblich suchen, darum läßt man das besser bleiben. Diese gutbezahlten Gemeindevertreter haben am Tag vor Heiligabend keine Zeit. Das ist schon so, als Christophe Beck entführt wird. Die Terroristen scheren sich nicht um die Weihnachtszeit der anderen, sie wollen ihre eigene Weihnachtskasse aufbessern, was sich zunächst nicht gut anläßt, aber für dieses Jahr ist´s geglückt. Die letzte von zwei Raten des Lösegeldes haben sie eingenommen.

Den staunenden Lesern des Indépendant wird ein Kommuniqué des Außenministers Philippe Douste-Blazy, vom Heiligen Abend, 24. Dezember 2006, präsentiert; er zeigt sich hocherfreut über die Befreiung und Rückkehr nach Frankreich seines Landsmannes. Er unterstreicht dabei, daß das Außenministerium wie in allen vergleichbaren Fällen vollen Einsatz gezeigt habe, um die Befreiung zu beschleunigen.

Daraufhin hält es den Christophe Beck nicht, und er dementiert diese Frechheit: (6)

Meine Familie hatte gewisse Hilfen, vor allem psychologischer Art erbeten, und sie wurde niemals erhört. Meine Frau hatte die französische Regierung sogar um einen Kredit von 10 000 Euro gebeten. Erfolglos. Ich lege Wert darauf zu sagen, daß der französische Staat nicht einen einzigen Cent gegeben hat, um das Lösegeld zu bezahlen, über dessen Höhe ich noch schweigen möchte. In Paris ist ein Vertreter des Außenministeriums zum Flughafen gekommen, um uns zu empfangen. Er hat uns eine kleine Stadtrundfahrt machen lassen, bevor wir das Flugzeug nach Perpignan bestiegen. Von da an haben wir keinen Telefonanruf, kein Telegramm erhalten, weder vom Minister noch von Jacques Chirac.

Die Stadtrundfahrt wird wohl auch keine gewesen sein, sondern der ortsunkundige Beamte hat die übermüdeten Ankömmlinge in Paris herumgefahren, vom Flughafen CDG, im Nordosten der Stadt, zum Flughafen Orly, im Südwesten. Ein Shuttle hätte sie sicherlich schneller hingebracht.

Wie schon im Entführungsfall, vom 13. Dezember 2005, findet sich im Internet am 24. oder 25. Dezember 2006 nichts, weder in den Actualités noch sonstwo. Schon seinerzeit konnte man allein meinen Artikel finden, auf deutsch. Es interessiert niemanden, kein Tanz vor dem Pariser Rathaus, kein Gesülze der Kommentatoren, kein Video "Monsieur Julia, aide moi !"

Der Wiener Standard weiß bereits am 25. Dezember 2006, um 13:53 Uhr, mehr als die französischen Medien, berichtet aber vorsichtig: Angeblich von Guerilleros der kolumbianischen Nationalen Befreiungsarmee gefangen gehalten. Man kann ja nie wissen, vielleicht ist er nur bei Hugo Chávez gewesen? (7)

Am 24. Dezember 2006, 21h01, bringt Yahoo eine AP-Meldung, die der NouvelObs.com, am 26. Dezember, 0:23 Uhr, unverändert bringt, da ist die ausführliche Berichterstattung von Sandra Canal bereits ganztägig zu lesen, auch, daß das Lösegeld nicht 40 000 Euro beträgt, aber wayne interessiert´s? Nicht die französischen Mainstream Medien, wenn ein einfacher ihrer Landsleute mehr als ein Jahr entführt und jetzt befreit ist. Das Kommuniqué des Philippe Douste-Blazy ist bereits zwei Tage alt. Die Regierungssender France 2 und France 3 haben die Nachricht schon wieder vom Netz genommen, vielleicht, weil die Schmach der Regierung dort erwähnt ist? (8)

Am Abend des 26. Dezember laufen die ersten Berichte an, die sich auf Fakten stützen, wie sie Sandra Canal bereits zwei Tage vorher schreibt. Man kann wohl davon ausgehen, daß die Autorin ihre Informationen umgehend an die Medien gebracht hat. Sie ist vor kurzem für ihre gute Arbeit mit einem Journalistenpreis ausgezeichnet worden.

Europe 1 interviewt Christophe Beck und zeigt dazu nicht etwa eine Karte des Entführungsgebietes, sondern vom Roussillon. Ich denke und habe den Verdacht, daß das Quai d´Orsay nicht im geringsten die nötigen Mittel bereitgestellt hat, weder der Botschaft, noch den Polizeioffizieren (die vor Ort stationiert sind), um die Arbeit weiterzuführen und erfolgreich zu beenden, sagt Christophe Beck verbittert. Er wendet sich gegen den Eindruck, der erweckt werden soll, daß der Staat für seine Befreiung bezahlt habe. Auf daß es alle Welt weiß, der französische Staat hat nicht einen Cent für meine Befreiung gezahlt. Europe 1 hat er angeblich auch die Summe von 40 000 Euro bestätigt. (9)

Heute nun lese ich im anderen Provinzblatt, dem Midi Libre, immerhin schon auf Seite 14, weitere Informationen von Sandra Canal. Die läßt nicht locker: Ich wurde wie ein Hund behandelt! Die wirklich wichtigen Nachrichten aus unserem Roussillon insolite stehen auf den Seiten 2 und 3, über den Dorfpolitiker X oder den Unfall auf der A9. Sandra Canal kann von Glück sagen, daß man ihre Vermischten Nachrichten überhaupt bringt. (10)

Christophe Beck antwortet auf die Frage nach der Höhe des Lösegeldes, daß man die Summe von 40 000 Euro genannt bekomme. Wir erinnern uns, das ist die Forderung vom Dezember 2005. Wenn ich diese Summe höre, meint er, dann muß ich lachen. Da fehlt eine Null. Wenn es 40 000 Euro gewesen wären, die gleich und sofort zu übergeben waren, dann wäre Christophe Beck bereits vor einem Jahr nach Hause gekommen. Seine Farm will er da eh schon seit zwei Jahren verkaufen, aber in dem durch die Regierung des Hugo Chávez korrumpierten Land will keiner das Risiko übernehmen. Tausend weiße Zebus ...

Nun hat die Familie Schulden bis an ihr Lebensende, und die Altersversorgung ist nicht mehr gesichert. Das Ehepaar lebt in Corbère.

Interessant ist, daß niemand sich dafür interessiert, wer die Guerilleros sind, die den Zebu-Züchter mehr als ein Jahr gefangen halten und des Nachts an einen Baum anbinden wie einen Hund. Dazu muß man eine Site aus Argentinien befragen. Es sind Guerilleros de ELN (Ejército de Liberación Nacional) aus Kolumbien, direkt an der Grenze zu Venezuela, weiß die Online-Zeitung. Das Lösegeld habe 400 000 Euro betragen. (11)

Die Entführer verlangen ein Lösegeld von 100 Millionen Bolívar = 40 000 Euro für das Leben des Viehzüchters, der seit 1992 in Venezuela wohnt, schreibt die venezolanische Zeitung ElUniversal.com, am 25. Dezember 2006, und übernimmt damit eine Nachricht aus Paris! (12)

Das venezolanische UnionRadio.net weiß, am 26. Dezember 2006, von einer Summe in Höhe von mehr als 400 000 Euro. Was die Höhe des Lösegeldes angeht: mit 40 000 Euro stünde der Viehzüchter wohl kaum vor dem Nichts, bei seinen Freunden verschuldet bis zum Hals, mit ungesicherter Altersversorgung. Auf die Vorhaltungen von Christophe Beck habe das Außenministerium geantwortet, daß in jedem Augenblick Stillschweigen bewahrt werde in solchen Fällen, schreibt Sandra Canal: Frankreich hat nichts anderes getan, als sich an die gewohnte Richtlinie zu halten, verlautbart der Sprecher des Quai d´Orsay Denis Simonneau. So kann sich der Minister herauswinden. Christophe Beck wäre unglaubwürdig mit seinen Anschuldigungen in aller Öffentlichkeit gegen das Ministerium, wenn dieses ihn bei seiner Befreiung merkbar unterstützt hätte. Verlassen von Frankreich, fühlt er sich. Ich heiße nicht Florence Aubenas, bin weder Journalist noch Politiker, also interessiere ich nicht. (13)

Update

Am 28. Dezember 2006 bringt Radio France Internationale (RFI) den Fall in seiner Aktualitätenschau unter der Überschrift: Das Quai d´Orsay durch Geiseln in Frage gestellt. Wer sich beim Lesen wundert, daß im Text dann nur von einer Geisel die Rede ist, muß unser Provinzblatt L´Indépendant zu Rate ziehen. Da ist nämlich am selben Tag die Geisel Ingrid Betancourt mit aufgeführt, die schon das fünfte Weihnachten in Kolumbien gefangen gehalten wird, ohne daß die französische Regierung das geringste dagegen machen kann. Seit 3 1/2 Jahren wissen deren Angehörige nicht, ob sie überhaupt noch lebt. (14)

Das Außenministerium hat mit all dem nichts zu tun. Im Fall der Journalisten Christian Chesnot, Georges Malbrunot und Florence Aubenas lernt man das ganz anders kennen. Da reißt sich die Regierung, bis hinauf zum Staatspräsidenten Jacques Chirac alle Beine aus, um die drei freizubekommen. Millionen Euro werden dafür ausgegeben. In meinem Archiv finden sich einige Artikel zu den beiden Entführungen. (15)

Sandra Canal berichtet im Indépendant, daß die Familie Beck von der französischen Regierung im September 2006 vergeblich einen Kredit erbittet, um das Lösegeld zu zahlen. Daraufhin muß sie die Farm mit den Tausend weißen Zebus zu Schleuderpreisen verkaufen. Es fehlen 10 000 Euro an der Summe, wieder wird ihnen der Kredit verweigert. Aber den Flugschein in die Heimat habe das Ministerium bezahlt, berichtet sein Sprecher stolz.

Als es daran geht, das Lösegeld an die Entführer zu übergeben, tun das nicht die beiden französischen, in Venezuela an der Botschaft stationierten Polizeioffiziere, sondern ein Freund der Familie riskiert sein Leben. In zwei Raten übergibt er das Geld. Als der Vater dann freikommt, geht sein 34-jähriger Sohn Franck, von niemandem begleitet, mitten in der Nacht in den tiefsten Dschungel zum Lager der Terroristen, ohne daß er die geringste Garantie hat, den Vater dort anzutreffen.

Hervé Marro, Vizepräsident des comité de soutien à Ingrid Betancourt, eines der zahlreichen Unterstützerkomitees der französisch-kolumbianischen Geisel Ingrid Betancourt, nimmt Kontakt zur Familie Beck auf, und es stellt sich heraus, daß beide Fälle vom Ministerium nahezu gleich behandelt oder besser: nicht behandelt werden, obgleich Ingrid Betancourt, die Präsidentschaftskandidatin in Kolumbien, sehr viel bekannter ist in Frankreich. In den Medien berichten die Sprecher des Quai d´Orsay vom Mitgefühl, das der Herr Minister mit den Geiseln habe, unternommen wird nichts. Es gibt nicht einmal einen Krisenstab, und wenn es eine Person wäre, die sich des Falles der Französin annimmt. (16)

Man bräuchte nicht gesondert zu erwähnen, daß der allseits beliebte Freund Frankreichs, Präsident Venezuelas Hugo Chávez, auf dessen Territorium die Geiselnahme des Christophe Beck geschieht, mit nichts etwas zu tun hat. Er verteilt Millionen Dollar des Landes in Form von kostenlosem Benzin lieber an US-amerikanische Bedürftige.

30. Dezember 2006

Quellen

(1) Florence Aubenas befreit - Hussein Hanoun al-Saadi in Paris! 15. Juni 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-06-15_20-59-25.html

(2) PMCA. Conseil de Communauté 2005 : 19 décembre 2005.
http://www.perpignanmediterranee.com/articles.asp?id=4600

(3) Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins. Stadtgliederung
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bezirke_und_Ortsteile _Berlins

Perpignan Méditerranée Communité d´Agglomération
http://www.perpignanmediterranee.com/

(4) Thierry Lataste, préfet. 066, Ministère de l´Intérieur
http://www.interieur.gouv.fr/sections/a_l_interieur/les_pref ectures/votre_prefecture/066/

(5) Der Katalane Christophe Beck gibt ein Lebenszeichen. 11. Januar 2006/ 21. März 2006
http://www.eussner.net/roussillon_2006-01-11_20-20-38.html

Barinas
http://www.venaventours.com/barinas.asp

(6) Ch. Beck "corrige" Douste-Blazy. Recueilli par S. Canal, L´Indépendant, 26 décembre 2006, page 3

(7) Franzose nach einem Jahr Geiselhaft in Venezuela wieder in Freiheit, 25. Dezember 2006
http://derstandard.at/?url=/?id=2707406

(8) Retour de Christophe Beck, enlevé en décembre 2005. NouvelObs.com, 26 décembre 2006
http://tempsreel.nouvelobs.com/actualites/international/amer iques/20061225.OBS4387/retour_de_christophe_beckenleve_en_de cembre_2005.html?idfx=RSS_notr

(9) Christophe Beck amer envers le Quai d´Orsay. Europe 1, 26 décembre 2006, 19:49
http://www.europe1.fr/informations/articles/647975/christoph e-beck-amer-envers-le-quai-d-orsay.html

(10) L´ex-otage catalan: "J´ai été traité comme un chien". Par Sandra Canal, Midi Libre, 27 décembre 2006, page 14

(11) Francés estuvo secuestrado "como un perro" en Venezuela. INFOBAE.com
http://www.infobae.com/notas/nota.php?Idx=293470&IdxSeccion= 100891

(12) Regresó a Francia ganadero que estuvo secuestrado en Venezuela. ElUniversal.com, 25 de diciembre de 2006
http://politica.eluniversal.com/2006/12/25/sucgc_art_25A8182 81.shtml

(13) Ex secuestrado francés en Venezuela afirma que fue tratado "como un perro", UnionRadio.net, 26 de diciembre de 2006
http://www.unionradio.com.ve/Noticias/Noticia.aspx?noticiaid =190264.

Mobilisé ? Par Sandra Canal (L´Indépendant), Midi Libre, 27 décembre 2006, p. 14

(14) Ingrid Betancourt (französisch, spanisch, englisch deutsch, italienisch)
http://www.educweb.org/Ingrid/indexFr.htm

Ingrid Betancourt (deutsch)
http://betancourt.blogg.de/

(15) Le Quai d´Orsay mis en cause par des otages. Radio France Internationale, Revue de presse internationale du 28/12/2006
http://www.rfi.fr/actufr/articles/084/article_48495.asp

(16) Affaire de l´otage Beck: un grand coup de gueule ! Par Sandra Canal, Indépendant, 28 décembre 2006, page 3

Le Comité Betancourt même combat contre le quai d´Orsay. Par Sandra Canal, Indépendant, 28 décembre 2006, page 3

Un comité de soutien à Betancourt partage la colère de Christophe Beck. AFP/Le Monde, 29 décembre 2006
http://www.lemonde.fr/web/depeches/0,14-0,39-29252874@7-37,0 .html


Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken
Zurück zur vorigen Seite Zum Archivdieses Abschnitts Weiter zur nächsten Seite