Homepage von Gudrun Eussner
Gudrun Eussner
Links
Homepage von Gudrun Eussner
Le Roussillon insolite (Anklicken zum Vergrößern)
Foto: Monsieur Boris
Le Roussillon insolite

Anti-Amerikanismus,
falscher Pinot Noir und elf Angeklagte

Die PyrĂ©nĂ©es-Orientales, die östlichen PyrenĂ€en, auch bekannt unter dem Namen Roussillon oder Nord-Katalonien, gehören wie die DĂ©partements Aude, Gard, HĂ©rault und LozĂšre zur Region Languedoc-Roussillon. Obstanbau Olivenhaine und Weinbau (CorbiĂšres, Spitzenweine von Banyuls und Collioure) sind die traditionellen AktivitĂ€ten, die konjunkturelle Schwierigkeiten kennen, berichten LesAnnuaires.com ĂŒber die Region. (1)

Banyuls und Collioure sind bekannte Weingegenden des Roussillon. Wenn etwas den Weinbau Betreffendes in der Region geschieht, berĂŒhrt es immer auch den Ruf der Winzer des Roussillon, beispielsweise den des kleinen Winzers (15 Hektar) aus Calce, einem Dorf 15 Kilometer entfernt von Perpignan. Über ihn und sein ganz persönliches Marketing in Kalifornien bin ich begeistert. Endlich einmal ein nicht anti-amerikanisch verseuchter Franzose, der seine eigenen Erfahrungen macht, nachzulesen im Artikel Olivier Pithon oder: Transatlantiker machen das GeschĂ€ft. (2)

Erstaunlich ist es, daß unser Provinzblatt L´IndĂ©pendant, sonst meist vorn gegen die USA, gegen Israel, fĂŒr die PalĂ€stinenser und ihre "unverĂ€ußerlichen Rechte", ĂŒberhaupt einen solchen Bericht bringt, entsprechend ist er nicht mehr online, das wĂ€re doch zuviel des Guten, aber Olivier Pithon hat zum GlĂŒck eine eigene Site, auf der er voller Stolz das Interview mit Marcelle Santa Maria verlinkt. Ihr schildert er seine EindrĂŒcke: (3)

Sehr schnell wurde mir klar, daß meine Vorstellungen vollkommen falsch waren: weit entfernt von den festen in Frankreich tief verwurzelten Vorstellungen, sind die Amerikaner, die ich getroffen habe, sehr neugierig auf Neuheiten, offen fĂŒr Experimente, aufmerksam fĂŒr das, was sie nicht kennen. Die totale Überraschung! Und sie lieben den Wein, haben einen guten Geschmack fĂŒr Wein, fĂŒr französischen Wein, das Synonym fĂŒr Vollendung und Luxusklasse.

Diese und weitere Äußerungen, die man im Artikel nachlesen kann, gefallen den vielen anti-amerikanisch eingestimmten französischen MeinungsfĂŒhrern gewiß nicht. Die Erhabenheit ĂŒber die Unkulturen der USA und anderer LĂ€nder drĂŒcken die Eliten Frankreichs auf mannigfaltige Weise aus. So ist einer der schönsten Begriffe, um sie zu bezeichnen, die Wortschöpfung pipolisation. Allein in den Google.fr-AktualitĂ€ten gibt es 22 Angebote dazu, und 23 400 im Web. Mit dem Begriff pipolisation belegen die Besitzer der Kultur, was als unfranzösisch und von den USA oktroyierte Unkultur zu gelten hat, angelsĂ€chsisch. WĂ€hrend sich die Vertreter von Politik, Kultur und Medien sonst nicht genug anstrengen können, Anglizismen aus ihrer Sprache fernzuhalten, die Email courriel zu nennen, den PC ordinateur und den guten alten Walkman baladeur, erfinden sie eigens eine dem englischen Sprachschatz unbekannte Vokabel, um ihrem Abscheu gegen die USA Ausdruck zu verleihen. (4)

Ihre Arroganz, ihre Ansicht ĂŒber die Coca-Cola-Nation, findet man ĂŒberall im gesellschaftlichen und kulturellen Leben Frankreichs fest verankert, die Diskussionen ĂŒber das Projekt Louvre mögen als Beispiel dienen: Frankreichs Elite versinkt in Neid, Haß und RealitĂ€tsverlust. (5)

Diese Überheblichkeit pflegt man auch in Kreisen der Winzer, obgleich der französische Wein in der Krise steckt, und die Existenz Tausender kleiner Winzer bedroht ist. Weine der erfolgreicheren Konkurrenz aus Australien oder Chile werden als jus bezeichnet, als Fruchtsaft, sie hĂ€tten keine Seele - wie die Kunstwerke des Louvre ihre Seele verlieren im Falle, sie werden in barbarische LĂ€nder wie die USA gegen Entgelt ausgeliehen. Nicht verkaufte Mengen der Gabe des Bacchus gießen sie vor den Toren der RathĂ€user ihrer Dörfer und/oder der HypermarchĂ©s aus, oder sie organisieren einen Zug von Traktoren von Montpellier bis nach Paris und nötigen die Abgeordneten, fĂŒr sie tĂ€tig zu werden. An sie verteilen sie ihre besten Weine kistenweise, die Abgeordneten bedanken sich freundlich, und es Ă€ndert sich nichts an der elenden Lage; denn die so bedachten Volksvertreter haben auf den Absatz keinen Einfluß.

Die US-WeinhĂ€ndler aber tragen zur Vermarktung der französischen Weine bei, sie verstehen von Vermarktung von Weinen aus Frankreich mehr als ihre französischen Kollegen. Olivier Pithon hat das ebenso erfahren wie seine Kollegen, die sein amerikanische Abenteuer mit grĂ¶ĂŸter Skepsis begleitet haben. Der stolze französische Winzer nĂ€mlich sitzt auf seinem GrundstĂŒck und wartet auf die KĂ€ufer seines erstklassigen Weines. Winzer aus Burgund haben es mir bestĂ€tigt, daß es frĂŒher vollstĂ€ndig ausgereicht hat; denn die Kunden haben ihnen die Flaschen aus der Hand gerissen. Noch heute gibt es dort kleine Winzer, bei denen das funktioniert. Ich durfte mir einmal viel einbilden, daß eine Kiste Irancy an mich ging, obgleich ein Kunde aus der Nachbarschaft notiert war, der sich aber schon zwei Wochen nicht gemeldet hatte - man stelle es sich vor! (6)

Der Betrug mit dem falschen Pinot Noir

Der amerikanische Importeur Ernest & Julio Gallo Winery vertreibt einen CĂŽtes du RhĂŽne unter dem Etikett Pont dÂŽAvignon. Die abfĂ€lligen Bemerkungen der französischen Eliten sind zahlreich, daß die Amerikaner nicht wĂŒĂŸten, was die Bezeichnung bedeutet, nĂ€mlich die Anspielung auf das berĂŒhmte Kinderlied, und sie damit ungeeignet sei. Kenner jedoch halten die EinfĂŒhrung dieses Markennamens fĂŒr eine geniale Leistung. Im Januar 2005 berichtet die Alcyon Consulting auf ihrem Blog, daß der Importeur seit dem 1. September 2004 bereits den Wein der Kooperative Sieur dÂŽArques, aus Limoux/Aude, unter dem Namen Red Bicyclette fĂŒr 10 Dollar/Flasche verkaufe. (7)

Ernest & Julio Gallo Winery charakterisiert die Herkunft und die Zusammensetzung des Red Bicyclette so: 88% Pinot Noir, zu deutsch Blau- oder SpĂ€tburgunder, ursprĂŒnglich aus Burgund, 7% Syrah, benannt nach Syrakus oder nach Schiraz, und 5% der roten weltweit auf Hundertausenden von Hektar angebauten Rebsorte Grenache, wobei der kostbarste Tropfen der des Pinot Noir ist, dessen Aroma von Weinkennern geschildert wird als elegant, mit dem Geschmack von Kirsche, Heckenrose, schwarzer Johannisbeere, Himbeere, Leder, SĂŒĂŸholz. Die etwas krĂ€ftigeren Syrah des Aromas Himbeere, Pfeffer, SĂŒĂŸholz, Veilchen, und das Massenprodukt Grenache des Aromas Lorbeer, Eukalyptus, Brombeere, SĂŒĂŸholz sowie, in der Reifung, von scharfen GewĂŒrzen, runden den Wein ab und geben ihm die eigene Note. Der Pinot Noir des Red Bicyclette kommt aus den DĂ©partements Herault, Aude, Gard und dem Roussillon. (8)

Beamte des Bureau du Vin der Regionalabteilung der staatlichen Direction gĂ©nĂ©rale de la concurrence, de la consommation et de la rĂ©pression des fraudes (DGCCRF), der Generaldirektion fĂŒr Wettbewerb, Konsum und Verhinderung von Betrug, aus Montpellier, entdecken im FrĂŒhjahr 2008 bei einer Kontrolle der in Carcassonne ansĂ€ssigen Weingroßhandlung Ducasse, daß diese bei Winzern aus den DĂ©partements Aude und HĂ©rault mehr als 100 000 Hektoliter Pinot Noir gekauft und an Sieur d´Arques weiterverkauft hat. Deren einziger Abnehmer ist die Ernest & Julio Gallo Winery. Erste Berichte ĂŒber den Verdacht der französischen Behörde liest man Anfang Februar 2009 im Figaro und in La DĂ©pĂȘche. (9)

Wenn sich die Anschuldigungen bewahrheiteten, wĂ€re es ein harter Schlag fĂŒr den Wein des Languedoc-Roussillon, der Skandal könne nicht ungelegener kommen, erklĂ€rt Jacques Gravegeal, der PrĂ€sident der Interessenvertretung der Winzer des Languedoc; denn Weinbau und -handel der Region befĂ€nden sich in einer schweren Krise, und beschuldigt wĂŒrden deren fĂŒhrende Vertreter. Die Interessenvertretung tritt als zivile KlĂ€gerin auf. (10)

18 Monate dauernde Untersuchungen ergeben, daß vier Jahre lang, von 2005 bis 2008, Ducasse ĂŒber die Weinkellerei Sieur d´Arques mehr als 120 000 Hektoliter Pinot Noir an den amerikanischen Importeur Ernest & Julio Gallo Winery verkauft haben muß, obgleich im ganzen Languedoc-Roussillon weniger als 53 000 Hektoliter angebaut werden. (11)

Im Département Aude ist die Produktion von Pinot Noir beschrÀnkt auf 1000 bis 2000 Hektar mit einem Ertrag von 50 Hektolitern pro Hektar.

Ducasse, Sieur d´Arques und die anderen neun Winzer und HĂ€ndler werden angeklagt, als Pinot Noir den Vin de Pays d´Oc, den Vin de Pays, Landwein, bestehend aus den niederwertigeren Rebsorten Syrah, Merlot, Carignan, Cinsaut, Grenache etc... etc... in die USA exportiert zu haben. Wie man sieht, wird Pinot Noir in der AufzĂ€hlung des Petit Guide Loisel nicht genannt, wohl aber Syrah und Grenache, die 15% des Red Bicyclette ausmachen. (12)

Die Amerikaner haben den Skandal nicht aufgebracht, sie betrachten sich als reingelegt, sie verfolgen die AffĂ€re aufmerksam; denn es geht um Betrug in Höhe von ca. 35 Millionen Euro. Durch ihn haben sich die Gewinne der Angeklagten mindestens verdoppelt. Ein Hektoliter Rotwein der Kategorie Pays d´Oc bringt 70 bis 75 Euro, dieselbe Menge Pinot Noir kostet 130 bis 150 Euro. Ihre GeschĂ€ftsbeziehung zu Sieur d´Arques stellen die Amerikaner jetzt in Frage. Am 16. Dezember 2009 wird ein Prozeß vor dem Gericht in Carcassonne stattfinden, angeklagt wegen "Betruges ĂŒber die substantielle QualitĂ€t" und der "FĂ€lschung und der Nutzung von FĂ€lschung" sind der PrĂ€sident und der Direktor der Weinkellerei Sieur d´Arques und der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Weinhandlung Ducasse sowie neun Winzer und WeinhĂ€ndler aus Aude und HĂ©rault. Christian Valois, im IndĂ©pendant, und SĂ©verine Troucat, im Midi Libre, listen sie auf. (13)

Christian Valois ergĂ€nzt, daß von Januar 2005 bis Juni 2006 die SociĂ©tĂ© Rieux de Bize-Minervois (Aude) 810 000 Hektoliter Tafelwein als Markenwein Appelation controllĂ©e (AOC) verkauft hat, es handelt sich also nicht um einen Einzelfall. (14)

Drei Reaktionen der Arroganz

Nun wird man sagen, daß Betrug ĂŒberall vorkomme, und das ist richtig. Interessant wird es, wenn man die drei Kommentare unter dem Artikel von SĂ©verine Troucat liest. (13)

J meint, im ersten Kommentar: Wenn dieser Wein drei Jahre lang verkauft worden ist, dann muß er gut gewesen sein! Dem Pinot Ă€hnlich sein, außer dem "faux", falsch, macht es mich Lachen zu denken, daß die "Verkoster" mit ihren pompösen zweifelhaften und unverstĂ€ndlichen Reden ĂŒber den Wein (Beispiel: Geschmack von SĂŒĂŸholz, Madagaskar-Vanille, Meereshauch, Walderdbeeren, Bananen ...) sich beschwert hĂ€tten und uns noch einmal Schwachsinn erzĂ€hlen.

Im zweiten schreibt polou in Großbuchstaben voller Begeisterung: Wenn es eines Beweises bedurft hĂ€tte, daß die Weine des Midi vorzĂŒglich sind, voilĂ , hier ist einer! Ich bin einverstanden mit J, daß sie lĂ€cherlich sind, diese sogenannten Kenner.

Der Berg kreißt und wird eine Maus gebĂ€ren, heißt es im dritten. Die KĂ€ufer sind Amerikaner, und bei denen kann ein Wein einer bestimmten Rebsorte, beispielsweise Pinot Noir, nur 51% der angegebenen Sorte enthalten, das ist legal! Andererseits, außer man hĂ€lt Gallo, die Nr. 2 der USA, fĂŒr dumm und unterstellt ihm, nichts vom Exportmarkt zu verstehen, ist es schwierig zu glauben, daß er wĂ€hrend drei Jahren einen so typischen Wein gekauft und bezahlt hat, der ihm nicht paßt.

Die drei BeitrĂ€ge zeigen die Überheblichkeit und das mangelnde Unrechtsbewußtsein von dem 35 Millionen Euro-Betrug, sie resultieren aus Unkenntnis sowie aus primitivstem Anti-Amerikanismus. Die Verkoster in den USA haben angeblich keine Ahnung, man unterstellt, daß sie den Wein verkostet und nichts gemerkt haben. Es handelt sich um ungefĂ€hr 100 000 Hektoliter, der en vrac, in Containern, geliefert wird, schreibt SĂ©verine Troucat. Die Arbeit der Weinverkoster wird insgesamt lĂ€cherlich gemacht von einem, der anscheinend die feinen Unterschiede nicht herausschmecken kann. Kommentator polou bezieht sich nicht auf die Informationen des Artikels, sondern auf seinen Vorkommentator J, die angeblichen Weinkenner seien lĂ€cherlich, es gebe keinen Unterschied zwischen Pinot Noir und den stattdessen verpantschten Rebsorten des Vin du pays d´Oc. Das bestimmt polou. Der letzte Kommentar belehrt die Leser ĂŒber die Rechtslage im WeingeschĂ€ft der USA, selbstverstĂ€ndlich ohne jeden Beleg. Es reichten 51% einer Rebsorte, damit man den Wein nach ihr benennen könne. Wie man auf der Site von Ernest & Julio Gallo Winery sehen kann, bietet der HĂ€ndler den Wein mit 88% Pinot Noir an, er wiederholt es in jedem Jahr in seiner Charakterisierung des Jahrgangs. (15)

Selbst wenn es stimmte, daß der geschĂ€digte Importeur und seine Mitarbeiter keine Ahnung hĂ€tten vom Wein, was allein schon eine groteske Annahme wĂ€re, dĂŒrfte man sie dann betrĂŒgen? DĂŒrfte man die KĂ€ufer, die ihrerseits den Wein von Ernest & Julio Gallo Winery beziehen, fĂŒr ihr Geld mit gepantschtem Billigwein aus dem Languedoc beliefern? Haben auch die Kunden des Importeurs keinen QualitĂ€tswein verdient, sind sie alle Barbaren, die froh sein können, daß sie den französischen Wein trinken dĂŒrfen? Anscheinend bejahen die Kommentatoren das. FĂŒr die unkultivierten Amerikaner ist alles recht. Keiner der drei Kommentatoren geht darauf ein, daß der Skandal von der französischen Behörde DGCCRF aufgedeckt worden ist. Der amerikanische Importeur hat sich bislang bedeckt gehalten, er möchte nur bald wissen, woran er ist: "Wir verfolgen mit Aufmerksamkeit diese AffĂ€re, und wir sind ĂŒberrascht festzustellen, daß Sieur d´Arques betroffen ist." Der Importeur wird sich vorstellen können, daß die Winzer des Languedoc reihenweise vor der Pleite stehen, wenn sich die Anschuldigungen als zutreffend herausstellen. Sieur d´Arques wird EinbrĂŒche erleben, von deren Folgen sich der HĂ€ndler nur schwer erholen kann. Der französische Wein wird insgesamt diskreditiert sein in den USA, teuere Kampagnen zur Image-Aufbesserung stehen an.

Mit welcher SelbstverstĂ€ndlichkeit die Kommentatoren außerdem annehmen, daß nur die Amerikaner betrogen werden, die es deren Meinung nach nicht besser verdient haben! Woher wissen sie, daß der Wein fĂŒr die eigenen Landsleute nicht ebenso gepantscht ist? Die Franzosen verstehen mehrheitlich genauso wenig vom Wein wie die Amerikaner, man merkt´s schon an denen, die zu Austern und zu allem und jedem Rotwein trinken, an denen, die einen angucken "wie ´n Auto", wenn man zu ChĂšvre ´n Lillet trinken will - sie wissen nicht einmal, was das ist. Vielleicht aus Lille? Neulich hat mir ein Franzose auf meine Frage geantwortet, daß der Lillet ein Wein aus Großmutters Zeiten wĂ€re; es gĂ€be ihn heuer nicht mehr. (16)

Wiedervorlage: 16. Dezember 2009

28. September 2009

Quellen

(1) Languedoc-Roussillon. LesAnnuaires.com
http://www.lesannuaires.com/regions/languedoc-roussillon.htm l

(2) Olivier Pithon oder: Transatlantiker machen das GeschÀft.
Roussillon, 13. Januar 2007
http://www.eussner.net/roussillon_2007-01-13_17-59-33.html

(3) Vin à forte typicité: comment sŽorganiser pour réussir à lŽexport.
Recueilli par Marcelle Santa Maria. LŽIndépendant, 11 janvier 2007
http://www.domaineolivierpithon.com/presse/indep110107articl e.pdf

Domaine Olivier Pithon
http://www.domaineolivierpithon.com/

(4) Recherche Google.fr: pipolisation - 23 400 résultats
http://tinyurl.com/ydwolhk

(5) Le Louvre oder: Frankreichs Elite versinkt in Neid, Haß und RealitĂ€tsverlust.
30. Januar 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-01-30_20-34-59.html

Das Projekt Louvre - Abu Dhabi. Der Jahrhundertvertrag. 24. Dezember 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-12-24_20-54-42.html

(6) Syndicat des viticulteurs d´Irancy
http://www.irancy.org/

(7) Sieur d´Arques. La signature des grands vins
http://www.sieurdarques.com/

Leçon de marketing en France par les Américains ..., Alcyon Blog,
14 janvier 2005
http://www.alcyonconsulting.net/?p=113

Alcyon Consulting. Wine Business Consulting
http://tinyurl.com/y9nppuf

(8) Pinot Noir. Tout sur les raisins Ă  vins sur Saveurs du Monde
http://www.saveursdumonde.net/produits/fruits/pinot-noir/

Ernest & Julio Gallo Winery
http://gallo.com/

Pinot Noir. Red Bicyclette
http://www.redbicyclette.com/our-wines/pinot_noir/index.asp

(9) EnquĂȘte sur du vin de pays d´Oc. Par AFP, Le Figaro, 7 fĂ©vrier 2009
http://tinyurl.com/ybupczv

Carcassonne. Le pinot vendu en AmĂ©rique Ă©tait du vin de pays d´Oc.
Par Christian Aniort, LaDecheche.fr, 7 février 2009
http://tinyurl.com/ye3odho

(10) Carcassonne. "Faux pinot" : ils devront s´expliquer devant le tribunal correctionnel. Par Christian Aniort, LaDepeche.fr, 26 septembre 2009
http://tinyurl.com/ycy8bxv

(11) Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression
des fraudes (DGCCRF). MinistĂšre de l´Ă‰conomie, de l´Industrie et de l´Emploi
http://www.dgccrf.bercy.gouv.fr/

(12) Vin de pays du Languedoc. ChĂąteau Loisel. Le Petit Guide Loisel du Vin
http://www.chateauloisel.com/degustation/languedoc-vin-pays. htm

(13) Carcassonne. "Faux pinot" : onze prévenus convoqués devant le tribunal
le 16 décembre. Par Séverine Troucat, Midi Libre, 25 septembre 2009
http://tinyurl.com/y9bfun7

(14) Aude/Hérault. Des Américains, du "faux pinot" et ... onze prévenus.
Par Christian Valois, Midi Libre, 26 septembre 2009, p. TEO 2
http://tinyurl.com/yc6j45h

(15) Red Bicyclette Pinot Noir 2007. Winemaker Note
http://www.redbicyclette.com/pdfs/2007PinotNoirWinemakerNote .pdf

(16) Lillet. L´apĂ©ritif de Bordeaux
http://www.lillet.com/lillet.jsp


Hoch zum Seitenanfang Diese Seite drucken
Zurück zur vorigen Seite Zum Archivdieses Abschnitts Weiter zur nächsten Seite