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Was das Schaf zu blöken hat...Was das Schaf zu blöken hat...

Die Sommeruniversität des Mouvement Républicain et Citoyen und anderer politischer Gruppen ...

Liebe Freunde!

Es ist wie so oft: meine launische Herrin mißbraucht meine Schafsgeduld und nervt zuerst mich, mich! statt Euch mit ihren versprochenen Berichten über die Sommeruniversität des Mouvement Républicain et Citoyen (MRC), in der Universität von Perpignan. Sie fängt dabei, wie ich das schon lange an ihr kenne, mit Schimpfen über das gräßliche Essen an. Diesmal hat mensch ihr das in der Mensa zugemutet. Traumatisiert scheint sie zu sein, in einen Haufen zerkochter Nudeln und faserigen Schweinefleisches versunken, in Feldsalat mit ein paar Zwiebeln, nur getröstet von einem Plastikbecherchen guten kühlen Landweines des Roussillon. In der Nacht hat sie Alpträume von den Schrecken des Mensafraßes der Freien Universität Berlin. Vierzig Jahre sind vergangen wie eine Nacht. Ich höre, wie sie stöhnt: nein, morgen nicht schon wieder, morgen gehe ich nicht mehr hin, es ist zum Kot...

Heute morgen tut sie, als wenn nichts gewesen wäre und behandelt mich mit ihrer bekannten Überheblichkeit. Sie ahnt nicht, was alles ich belauscht habe letzte Nacht.

"Schaf", sagt sie, "ich habe dich gestern allein in deinem Pferch gelassen, obgleich du mir die Ohren zugeblökt hast, daß du mit auf die Sommeruniversität des MRC des Jean-Pierre Chevènement willst. Nun beklage dich nicht, sondern sei froh, daß du hier bei einem gepflegten Büschel duftenden Heues und frischem klaren Wasser ausruhen konntest. Ich stattdessen erlitt einige Qualen."

Ihre folgenden Ausbrüche fasse ich hier zusammen, blök!

Verwöhnt von der Sommeruniversität des Parti Radical (1) meint sie, der nächste spannende Auftritt französischer Politiker stünde bevor, diesmal in Gestalt des "Che" und seiner Anhänger. Der MRC hat laut eigener Aussage 9000 Mitglieder. Sie betritt das Gelände der ziemlich abgewrackten Universität mit dem hochtrabenden Namen "Via Domitia" und trifft dort auf ein Häufchen aufrechter Kämpfer für die nationale Sache. Sie kümmern sich um die Teilnehmer der Sommeruniversität, verkaufen Bücher ihres großen Vorsitzenden, aber auch von Vincent Peillon, Mitbegründer des "Nouveau Parti Socialiste", der mit seinen politischen Freunden soeben im Begriff ist, den Parti Socialiste (PS) zu spalten, und des Redakteurs Serge Halimi, vom "Diplo". Wenn Ihr vergessen haben solltet, was meine Herrin von dem hält, lest nochmal im Archiv nach.

Es gibt auch Verkaufsstände mit dem üblichen Tingel aus Entwicklungsländern und Kaffee für 50 Centimes aus "gerechtem Anbau".

Unter den Teilnehmern sind geladene Gäste, die für Jugendfragen zuständige Assistentin des Bürgermeisters von Paris Clémentine Autain, vom Parti Communiste Républicain et Citoyen (CRC), Gäste vom Parti Socialiste/Nouveau Monde, zwei Mitglieder der "Amis du Monde diplomatique", der Freunde des "Diplo", und zwei vom Parti des Travailleurs, der Arbeiterpartei. Ob die aus der sozialistischen, kommunistischen, anarcho-syndikalistischen oder trotzkistischen Strömung ihrer Partei sind, wird nicht mitgeteilt, beim "Che" ist vieles möglich, er kann fast alle gebrauchen. (2)

Die Gäste werden angemessen begrüßt, der "Indépendant" zeigt ein schönes Foto der 32-jährigen Clémentine Autain. Ansonsten geht aus dem Bericht leider wenig hervor von dem, was da in dem schmuddeligen Hörsaal der Perpignaner Universität abgeht. "Le Monde" berichtet gar nichts. Die Zeitung hat genug zu tun mit den Sommeruniversitäten des PS und der Union pour la démocratie française (UDF) des François Bayrou. (3)

Was die trotzkistische Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR) angeht, da beschwert sich eine Teilnehmerin der Sommeruniversität des MRC, daß Olivier Besancenot es nicht für nötig befunden habe, jemanden des MRC nach Port-Leucate zur 23. Sommeruniversität der LCR einzuladen, die findet vom 23. bis 28. August 2005 statt. Das beruht aber anscheinend auf Gegenseitigkeit; denn beim MRC wird von denen auch niemand gesichtet.

Einbegriffen in Schuldzuweisungen werden die lokalen Blätter, in denen fieberhaft nach Ankündigungen der Sommeruniversität des MRC gesucht wird. Im ´Midi Libre´ wird man fündig, der veröffentlicht irgendwo in kleinem Kästchen auf einer seiner hinteren Seiten wenigstens das Programm. ´L´Indépendant´ hatte das schon Anfang August angekündigt, aber das stellt die Mitglieder nicht zufrieden.

Die Bildungsveranstaltung beginnt

Einige Teilnehmer der Sommeruniversität vertreten sich vor Beginn der Bildungsveranstaltung noch ein wenig die Füße vor der Tür des Konferenzsaales und fachsimpeln darüber, daß ihr "Che" es trotz seiner guten Botschaft leider nicht verstehe, eine dem MRC positive Medienresonanz zu erzeugen. Die plakatierte Botschaft lautet: "Avec Jean-Pierre Chevènement - Une France digne de son NON: refusons la Constitution Européenne". Mit Jean-Pierre Chevènement - Ein Frankreich, würdig seines NEIN: weisen wir die Europäische Verfassung zurück!

"Ich habe die Doppeldeutigkeit des Spruches ´Une France digne de son NON´ erkannt", blöke ich laut und stolz, "wenn man es ausspricht, dann heißt es auch: Une France digne de son nom - würdig seines Namens!"

Wenn Blicke töten könnten! Meine Herrin giftet: "Ja, so ist es, ein Frankreich, würdig seines Namens! Das Land der Verweigerer und Neinsager, das Land, das die Fehler immer bei anderen sucht, das sich jetzt das ´ultra-liberale´ England und Toni Blair vorknöpft! Schaf, die Sommeruniversität des ´Che´ versammelt solche Neinsager en masse, genauer gesagt: 400 von ihnen. Redner des Vormittags ist der ´Nationalsekretär des Projektes´, der ehemalige, zum Glück nicht wiedergewählte Senator des CRC, der Verwaltungsjurist Jean-Yves Autexier zum Thema: ´Einem anspruchsvollen republikanischen Projekt entgegen´. Sein Papier liegt zwischen Kaffee und Büchern aus. Ich hätte es vorab nicht lesen sollen; denn er referiert es seitenweise. (4)

Ich beglücke dich hier mit der Übersetzung der Überschriften einiger Abschnitte sowie derer jeweils zentralen Aussagen, die dir einen Eindruck geben mögen, worum es bei dem ´Projekt´ geht:

  • Unserem desorientierten Volk sind wir zur Wahrheit verpflichtet: Die liberale Globalisierung wird getragen von der Entwicklung des Finanzkapitalismus
  • Vom "Nein" zum Projekt: Zwischen dem Linksextremismus und dem Liberalismus gibt es die Republik!
  • Die Lehren aus dem Referendum: Nein, trotz der beiden großen politischen Parteien, die die Sitze im Parlament, das öffentliche Geld, die Redezeit für sich allein beanspruchen und einander alternierend in der Macht folgen.
  • Die Rückkehr der Realität (mit Bemerkungen zum Irakkrieg, zu Korsika, Großbritannien, Euro, Dollar, Front National).
  • Dem Liberalismus widerstehen: der Industriekapitalismus hat dem Finanzkapitalismus den Platz überlassen (mit Bemerkungen zur zentralen Rolle der USA, zu Asien, der Dollarabwertung und der bescheidenen Postition der EU und des Euro).
  • Die liberale Globalisierung hat ihre Schwachstellen: die Schaffung des Aktionärswertes (shareholder value) führt zur Zerstörung der Produktionsmittel; die amerikanische Politik stimuliert sicherlich auch den radikalen Islamismus des Südens so, wie die Massenarbeitslosigkeit Le Pen in Frankreich nährt.

Dann geht es weiter mit "unserem Projekt".

  • Zum Wachstum zurückfinden, die Arbeitslosigkeit zurückdrängen: Neuverhandlung des Stabilitätspaktes (produktive, Forschungs- und Verteidigungsinvestitionen -sic!- müssen in der Statistik des Haushaltsdefizits ausgeklammert werden); Veränderung des Status der Europäischen Zentralbank (sie soll auf die Beschäftigung und auf Wirtschaftsaktivitäten Einfluß nehmen; Vorwurf, daß die EZB die Dollarabwertung geduldet hat).
  • Industriepolitik: Die Industriepolitik muß wieder in ihre Rechte eingesetzt werden; in lebenswichtigen und strategischen Industriesektoren muß der Staat eine Aufgabe der absoluten Sicherheit wahrnehmen (die französische Großindustrie muß vor den Börsenraubtieren geschützt werden; Beispiele: Carrefour, Danone).

"Unzählige Male muß, muß, müssen durchziehen das ganze Referat ...", wirft sie plötzlich ein.

Ich kann nicht an mich halten und blöke meine Herrin an: "Wart´ einmal - Danone? Das wird vom sephardischen Juden aus Saloniki Isaac Carasso während des Ersten Weltkrieges im spanischen Katalonien gegründet, bei uns hier, im Zentrum Barcelonas, in einer Seitenstraße der Ramblas. Danone kommt von Danon, diminutiv in katalanisch von Daniel; so heißt sein Sohn. Danone soll der Gesundheit dienen. Es wird zunächst in Apotheken verkauft. Du hast mir doch mal erzählt, Herrin, daß du als Studentin in Teheran bei Krankheiten aller Art Reis mit Mast, Joghurt, essen mußtest, bis es dir zu den Ohren herauskam. 1927 eröffnet Isaac Carasso ein Unternehmen in Madrid, und erst 1929 läßt sich die Firma unter der Leitung von Daniel Carasso in Frankreich nieder, mit der "Société Parisienne du Yoghourt Danone". Und wenn wir schon dabei sind: Der Jude Daniel Danone und seine Familie werden im Zweiten Weltkrieg von der französischen Regierung aus dem Lande vertrieben. Daniel Carasso wird von den USA aufgenommen, wo er die Firma Dannon gründet. Jetzt will die US-amerikanische Firma Pepsi Cola Danone aufkaufen, und die französischen Nationalisten aller politischen Strömungen heulen auf!" (5)

Da ich vollauf genug gehört habe von dem Referat des Jean-Yves Autexier, bitte ich meine Herrin sehr lieb und sanft, ihren Bericht darüber abzukürzen, über den Platz Frankreichs in der Welt, die Stärkung der nationalen Institutionen, die Aufwertung der Arbeit, das nötige Gleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital, den sozialen Schutz und "die Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können". Viele von ihnen leben gegenwärtig von den Agrarsubventionen der vom MRC abgelehnten EU, die "von jetzt an ... nur ein Ziel kennt: Europa dem Weltmarkt anzupassen, wohin sie die WTO preßt, die auf die aktive Unterstützung des Toni Blair rechnen kann", auf die Vorschläge zur Preisbindung, zu einer Politik, die Europa unabhängig machen soll von den Gütern des Weltmarktes.

"Herrin", blöke ich entsetzt, "Adolf Hitler hat seinerzeit gemeint, Deutschland müsse sich vom Weltmarkt unabhängig machen. Will der Klüngel vom MRC dieses Prinzip jetzt, auf Europa ausgedehnt, wiederholen?"

"Es scheint so, und nicht nur der MRC, sondern auch die anderen Mitglieder des CRC des Jean-Yves Autexier verkünden nichts anderes: "Widerstand leisten und eine Alternative zum Liberalismus aufbauen. (6)

Der ehemalige Krankenpfleger und Vorsitzende des PCF Robert Hue gehört ebenfalls zum CRC, für den er am 26. September 2004 in den Senat gewählt wird. Er sitzt wie vordem Jean-Yves Autexier in den Senatsausschüssen für Außenpolitik und für Verteidigung. In dieser Partei ist in hohen Senatsämtern bis zur neuen Wahlperiode auch der 1946 in einen Mord an dem politischen Widersacher seines Vaters verwickelte, verurteilte und später begnadigte Zwillingsbruder Paul des berüchtigten Staranwaltes Jacques Vergès tätig, des Verteidigers der antijüdischen, anti-israelischen Sache von Leila Khaled, im Jahre 1969, bis Saddam Hussein und Tarek Aziz, heute. Mit solcher bunten Mischung macht der "Che" gemeinsame Sache." (7)

"Was hast du denn sonst noch Interessantes erlebt?" blöke ich bescheiden.

"Am Nachmittag habe ich den Lehrbeauftragten an der Universität Paris 8 Sami Naïr als Moderator zum Thema ´Wiedergründung Europas über die Völker´ erlebt. Er ist Nationalsekretär für internationale Beziehungen des MRC. Sami Naïr ist ein autoritärer Schwadroneur, der anderen zügig das Wort abschneidet. Er ist derjenige, der gemeinsam mit Edgar Morin, am 4. Juni 2002, den antijüdischen Artikel ´Israël-Palestine: le cancer´, Israel-Palästina: das Krebsgeschwür, in der ´Le Monde´ zeichnet und dafür vom Berufungsgericht in Versailles verurteilt wird", antwortet sie böse.

Das könnt ihr im letzten Artikel meiner Herrin über die Sommeruniversität und in dem Artikel "Der Antisemitismus in Frankreich: ein Krebsgeschwür" finden. (8)

"Außerdem sollte der ATTAC-Ehrenpräsident Bernard Cassen am Sonntagmorgen eine Nachricht schicken oder verlesen. Das habe ich nun leider nicht mitgekriegt, weil ich keine Lust mehr auf diese Nationalisten und deren Essen hatte. Möglich ist es, daß er persönlich seinem Freund, dem ´Che´ die Ehre gegeben hat. Das Beste an der ganzen Veranstaltung aber", wirft sie leichthin ein und lächelt erstmalig während ihrer Erzählung, "das Beste war ein rotgetigerter Kater, der majestätisch durch die offene Tür des Hörsaales schritt, auf die Tische sprang, sich reihum von den Teilnehmern der Sommeruniversität streicheln ließ und sich dann hier oder da hinfläzte; den ´Che´ ließ er dabei nicht aus. Er versöhnte mich mit dem Geschwätz des Sami Naïr und des Philosophen und Schriftstellers Paul Thibaud. Ich kam dadurch auch gar nicht zum Nachdenken darüber, was eigentlich der Präsident der Sektion Politikwissenschaft der Universität Perpignan Jean Jacob bei diesen Nationalisten verloren hatte. Seine Ideen über ein Europa der Regionen war diskussionswürdig. Leider ging niemand auf seine Ausführungen ein."

Die Sommeruniversitäten einiger anderer linker Parteien und Gruppen

Ihr müßt wissen, daß unter den linken oder sich als links bezeichnenden politischen Formationen, die an diesem Wochenende ihre Sommeruniversitäten abhalten, nicht nur die LCR des Olivier Besancenot, in den Strandkörben von Port-Leucate, 28 Kilometer von Perpignan entfernt, und nicht nur der Parti Socialiste (PS), der François Hollande, Laurent Fabius, Dominique Strauss-Kahn, Arnaud Montebourg, Henri Emmanuelli, in La Rochelle, am Atlantik, auf dem Boot "AIDES", der Vereinigung zum Kampf gegen AIDS sind. Die Bootstour betrachtet die Partei als Symbolik. Da kann schaf nur hoffen, daß der PS damit nicht meint, er sei von einer bösen Krankheit befallen, was sich allerdings nahelegt, wenn schaf das Gerangel der Ja- und Neinsager zur Europäischen Verfassung um die Präsidentschaftskandidatur 2007 verfolgt: Sauce hollandaise - aber vergiftet!

Vom 26. bis 30. August 2005 treffen sich in Poitiers auch die Mitglieder der ATTAC zu ihrer Sechsten Sommeruniversität. Sie steht unter dem Motto: Die Rolle des Staates als Unterstützer der neo-liberalen Globalisierung oder: welche Untersützung des Widerstandes, der dem entgegengesetzt werden kann. Dort treffen sich vom sozialen Nationalisten und ATTAC-Ehrenpräsidenten Bernard Cassen bis zum maisausreißenden Revoluzzer und potentiellen Präsidentschaftskandidaten 2007 der Grünen-PCF-LCR José Bové alle, die schaf schon lange kennt. Der Mehrzweckfunktionär José Bové ist auch Gastredner der Sommeruniversität der Verts, der Grünen, wo er sich über Zusammenarbeit mit und Hilfe für die Entwicklungsländer ausspricht. (9)

Peter Wahl, ATTAC Deutschland, nimmt an der Sommeruniversität in Poitiers teil: Von ATTAC France lernen, heißt siegen lernen!

Michel Rocard bezeichnet die ATTAC als Monument der wirtschaftlichen und politischen Dummheit: "Wie kann man intelligent sein, an universitären Zirkeln teilnehmen und ATTAC gründen, diese wirtschaftliche und politische Dummheit. Das verblüfft und bestürzt mich." (10)

Schaf hätte Vorschläge: aus Opportunismus, Geldknappheit und/oder Nationalismus.

Was das ATTAC-Gründungsmitglied José Bové angeht, so ist dieses Sternchen leider kein Komiker, wenn er dies vielleicht auch von sich selbst annehmen mag. Schon einmal versucht ein Franzose, dem Präsidentenamt das professionell zu geben, was ihm dilletierende Amtsinhaber nur allzu oft unfreiwillig beimengen: Komik. Es ist Michel Colucci, der berühmte Clown Coluche. Schon zur Zeit der Diamantenaffäre des Giscard d´Estaing, des späteren Vorsitzenden der Kommission zur Ausarbeitung der Europäischen Verfassung, ist die Linke nicht wirklich ernstzunehmen, was man daran sieht, daß der ehemalige Vichy-Funktionär François Mitterand mit Hilfe seines Freundes, des Nationalisten Jean-Pierre Chevènement die Präsidentschaftswahlen, am 10. Mai 1981, mit 51,75 Prozent der Stimmen für sich entscheidet. Coluche bleibt auf Grund der erfolgreichen Arbeit des Geheimdienstkommissars Guy Dauvé auf der Strecke. Soviel Aufwandes wird es bei José Bové nicht bedürfen; denn ATTAC-Präsident Jacques Nikonoff und der Generaldirektor des "Diplo" Bernard Cassen, die Freunde des MRC-Ehrenpräsidenten Jean-Pierre Chevènement, werden ihm einfacher und medienwirksam den Garaus machen. Sollte die französische Justiz mitspielen, wäre dies schon im September möglich, da die Gerichtsverfahren gegen die "Faucheurs volontaires" endlich durchgeführt werden sollen. Dann wandern der potentielle Präsidentschaftskandidat 2007 und mit ihm einige weitere linke Freunde für eine Weile in den Knast, wo sich ihnen vielleicht später der dann ehemalige Präsident Jacques Chirac zugesellen wird. (11)

José Bové, "Gewerkschafter" der Via Campesina, und François Dufour, "Gewerkschafter" der Confédération paysanne, reden auf der ATTAC-Sommeruniversität, am 26. August, der Absage an die Gewinnorientierung in der Landwirtschaft das Wort: "Quelles alternatives au productivisme dans l´agriculture?" Leider wird kein Karl gesichtet, der wie am 25. Oktober 732 in Poitiers mit dem Hammer dreinschlägt, nicht einmal Bernard Cassen wird dazu fähig sein, und ob der sich von solchem Blödsinn so rasch und so gut erholt, daß er rechtzeitig von Poitiers nach Perpignan fährt, um am Sonntagvormittag seinem Freunde auf der Sommeruniversität des MRC mit einer Nachricht beizustehen, ist zu bezweifeln; denn der jüngste ist er auch nicht mehr. (12)

Blök!
Euer Schaf
Berater einer Sommeruniversitätsstudentin

29. August 2005

Rot-braune Weidegründe

(1) Sommer in Frankreich. Abschnitt: Die Sommeruniversität des Parti Radical in Perpignan, 8. bis 10. Juli 2005, 12. Juli 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-07-12_03-52-17.html

(2) Parti des Travailleurs. Qui sommes nous?
http://www.parti-des-travailleurs.org/articles.php?lng=fr&pg =6

(3) Le MRC planche sur le projet politique en attendant son heure. Par Martial Mehr. L´Indépendant, dimanche 28 août 2005, p. 6

Demain la Gauche, par la refondation républicaine. Université d´été du Mouvement Républicain et Citoyen, Perpignan 26-27-28 août 2005
http://www.mrc-france.org/a1067

(4) Vers un Projet républicain exigeant. Par Jean-Yves Autexier, Secrétaire national au projet. Mouvement Républicain et Citoyen, 18 pages, août 2005

(5) Danone ou l´invention de yaourt moderne en France. Histoire(s) d´entreprise(s)
http://www.public-histoire.com/saga/yaourt/yaourt7.html

The Dannon Company. Better every Day
http://www.dannon.com/dn/dnstore/cgi-bin/ProdSubEV_Cat_24086 1_SubCat_240856_NavRoot_200_NavID_241470.htm

(6) Résister et proposer pour construire une alternative au libéralisme. Déclaration officielle au Sénat du groupe Communiste Républicain et Citoyen. 6 Octobre 2004
http://www.groupe-crc.org/article.php3?id_article=1045

(7) Hue Robert. Bienvenue au Sénat
http://www.senat.fr/senfic/hue_robert04078q.html

Anciens sénateurs Ve République. Jean-Yves Autexier. Ancien sénateur de Paris
http://www.senat.fr/senfic/autexier_jean_yves00001a.html

Anciens sénateurs Ve République. Paul Vergès. Ancien sénateur de la Réunion
http://www.senat.fr/senfic/verges_paul96003c.html

´´ ... Ce que la savate deux doigts est aux pompes Weston...´´ Clicanoo, Le journal de l´île de la Réunion, 24 mai 2004
http://archives.clicanoo.com/article.php3?id_article=78735

(8) Der Antisemitismus in Frankreich: ein Krebsgeschwür. 1./4. Juli 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-07-01_13-45-34.html

(9) Bové pour l´union Verts-PCF-LCR en 2007. NouvelObs.com, 27 août 2005
http://permanent.nouvelobs.com/politique/20050826.OBS7601.ht ml

(10) La prise de tête. Michel Rocard. L´Humanité, 20 août 2005
http://www.humanite.presse.fr/journal/2005-08-20/2005-08-20- 812509

(11) 1981: Les Renseignements Généraux contre Coluche... Par Didier Daeninckx, Amnistia.net, 3 avril 2001
http://www.amnistia.net/news/articles/rgcoluch/rgcoluch.htm

(12) Université d´été Poitiers : Néolibéralisme, société, Etat, démocratie 2005. Poitiers, 26 au 30 août 2005
http://www.france.attac.org/r681

Néolibéralisme, société, Etat, démocratie 2005. Programme
http://www.france.attac.org/IMG/pdf/Brochure2005.pdf


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