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Was das Schaf zu blöken hat...Was das Schaf zu blöken hat...

Mahmud Ahmadinejad - Anbruch eines neuen Morgens der islamischen Revolution

Liebe Freunde!

Ich bin gerührt. Ich danke Euch! Jetzt endlich habe ich die vielen Emails entdeckt von Euch, die Ihr bei mir und bei meiner Herrin angefragt habt, warum ich außer ein paar "Weisheiten" anderer nichts mehr zu blöken habe. Meine Herrin hat diese rührenden Äußerungen wahrer Zuneigung vor mir weggeschlossen, und ich blöke Euch auch, warum.

Sie ist nicht gut drauf und knausert mit allem, was mein Leben erfreuen könnte. Sie hat vor einer Woche ihre Brille zerbrochen, und, geizig wie sie auch sich selbst gegenüber ist, gibt es keine geeignete Ersatzbrille, sondern nur uralte Gläser, mit denen sie nicht einmal das Schubfach erkennen kann, wo sie die für mich bestimmten Emails versteckt. Eine geerbte Leselupe muß ich ihr heraussuchen, dazu öffnet sie den bestens verriegelten Pferch. Ich nutze die Gelegenheit, nach dem Rechten zu sehen - und so bin ich jetzt im Besitz des Schatzes an guten Wünschen für mein Wohlergehen.

Nebenbei finde ich aber auch noch einige Informationen, auf denen meine Herrin gluckt, als wenn sie ´n Atomei ausbrüten wollte. Ich muß mit meinen Klauen richtig fest zupacken, damit sie mir die sorgsam gehüteten Papiere nicht entreißt. Sie handeln vom neuen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad und seinen unflätigen Äußerungen vor 4000 radikalen Studenten über Israel. Er fordert die "Tilgung Israels von der Landkarte", droht jedem islamischen Land, das auf Druck der "Führer der Weltarroganz" (=USA) "das zionistische Regime" (=Israel) anerkennt, daß es im "Feuer der unversöhnlichen Wut der Umma" verbrennen werde, und scheint darauf zu hoffen, daß die glühenden Verehrer des Ayatollah Ruhollah Khomeini nun zur Tat schreiten, wenn auch nicht, um Israel sofort anzugreifen, aber doch zunächst einmal, um im Lande die zunehmend verwestlichende Jugend auf ihre demnächst geforderten Dienste als Basij der Pasdaran vorzubereiten. Millionen kräftiger Jungen werden gebraucht, um endlich die Endlösung anzupacken und sie diesmal vielleicht doch erfolgreich durchzuführen. (1)

"Um den Ernst der Lage zu demonstrieren, setzen sich die wahren Herrscher des Iran, Ayatollah Ali Khamenei und sein Clan in die erste Reihe", sagt meine Herrin, " und den Generalsekretär der Hezbollah Scheich Sayyed Hassan Nasrallah nehmen sie in die Mitte, um zu beweisen, daß es ihnen ernst ist mit der ´Säuberung der islamischen Welt von dem Schandfleck Israel´."

Nun bin ich meiner Herrin fast böse, was sie mir alles vorenthält. Ich entdecke die herrlichsten Fotos von Hassan Nasrallah auf der Web Site eines Sunniten, der ihn gar nicht liebt. Auf dem ersten wedelt er als Kämpfer der Wehrsportgruppe Hezbollah mit einer Kalaschnikow. Er sieht aus, als hätte er sie soeben bei Ebay erworben und wolle sie seinen begeisterten Anhängern vorzeigen, dabei weiß jeder, daß sie aus dem Arsenal des Ayatollah Ali Khamenei stammt, der dem spirituellen Führer der Hezbollah Scheich Sayyed Mohamed Hussein Fadlallah derartig zugetan ist, daß er an ihn ganze Waffenarsenale verschenkt. (2)

"Herrin," blöke ich aufgeregt, "auch Sprenggürtel?" Das bejaht sie, meint aber, die seien nicht so fotogen, und darum würden auf den weiteren Fotos die getreuen Mannen bewaffnet und im Hitlergruß gezeigt, gesegnet vom spirituellen Führer der Hezbollah Scheich Sayyed Mohamed Hussein Fadlallah.

"Schau mal, darüber freut sich aber der Nasr ed-Din Hodja", blöke ich und tippe dabei mit meiner Klaue auf den feixenden Dickling. "Nein", meint meine Herrin, "der freut sich über das gelungene Foto von ihm mit Kofi Annan, der auf einer Tour durch die Länder des Nahen Ostens soeben aus dem Iran kommt, wo der Terrorgruppe weitere Unterstützung für ihren Kampf gegen Israel zugesagt wird. Mit Engelszungen redet Kofi Annan am 18. Juni 2000 auf den Außenminister des Iran Kamal Kharrazi ein, um finanzielle und militärische Hilfe dafür zu erhalten, endlich die israelischen Besatzer vom libanesischen Grund vertreiben zu können, damit das Schußfeld nach Israel wieder frei werde für die Hezbollah-Milizen."

"Dabei braucht´s dazu gar keiner großen Überzeugungskraft, nicht wahr?", blöke ich bescheiden. "Nein; denn der Außenminister will mit Kofi Annan sowieso über die wachsende politische, wirtschaftliche und soziale Rolle der Hezbollah im Libanon verhandeln. Dann reist er mit der frohen Botschaft nach Kairo. Bedenke, Schaf, daß Ägypten mit Israel einen Friedensvertrag hat, da muß man sich schon etwas einfallen lassen, damit die tatsächlichen Absichten nicht auffallen. Kofi Annan breitet in Ägypten seine Sorgen und Nöte aus, die er mit dem Verhalten Israels hat, mit der ´blauen Linie´, mit der Demarkationslinie und mit der Rückzugslinie Israels," meint meine Herrin böse, "und dann noch etwas: der Scheich heißt nicht Nasr ed-Din Hodja, sondern Scheich Sayyed Hassan Nasrallah, und das Foto ist auch erst entstanden, als alle Verhandlungen mit dem Iran und mit Ägypten zur Zufiredenheit des Scheichs beendet sind." (3)

"Herrin", blöke ich verwundert, "das ist also alles schon seit Jahren klar, die UNO weiß bestens Bescheid und spielt sogar noch den Vermittler, und gestaltet die Zusammenarbeit der Terrorregime und -gruppen reibungslos. Hat das denn niemand in der EU mitgekriegt?"

Also, wenn Blicke töten könnten, dann wäre ich jetzt nicht nur mausetot, sondern schafstot, gargekocht und fertig zum Essen, so versengt sie mich aus ihren lädierten Augen. "Schaf", antwortet meine Herrin streng, "seit Jahren ist alles bekannt, seit Jahren verschließen die Staaten der EU davor die Augen, um ihren Interessen in der Region nicht zu schaden. Hast du nichts gelesen über die Hamas, den Palästinensischen islamischen Djihad, über die Hezbollah und das Theater in Frankreich um ihren Hetzsender Al Manar TV?

Für Einzelheiten dazu schau in mein Archiv und langweile nicht weiter! Außerdem dachte ich, du wüßtest Bescheid. Wer hat sich denn hergemacht über die süße kleine Minu Barati, wenn nicht du? Ich mußte deiner hämischen, zotigen Bemerkungen wegen virtuelle Waschkörbe voller empörter Emails in Empfang nehmen! (4)

Denkst du auch daran, daß dieser ganze Spuk während der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern über den Status der Palästinensergebiete erfolgt? Am 8. November 1999 werden sie aufgenommen, der Gipfel vom 3. Februar 2000 bringt keine Einigung, und am 21. März 2000 werden sie auf dem US-Stützpunkt Camp David wieder aufgenommen. Das berühmte Gipfeltreffen zwischen Bill Clinton, Jasser Arafat und Ehud Barak beginnt am 11. Juli 2000, keine drei Wochen nach dem Foto, auf dem der UN-Generalsekretär Kofi Annan und Scheich Sayyed Hassan Nasrallah so überaus zufrieden strahlen, da die Reisediplomatie des UN-Freundes dem friedensunwilligen Jasser Arafat eine gestärkte Position beschert. So kann er am 25. Juli 2000 gelassen den Gipfel platzen lassen. Die zukünftige Intifada II wird vorbereitet und mit finanzieller Unterstützung der wahhabitischen Saudis einerseits und der schiitischen Mollahs des Iran sowie deren Arm, der libanesischen Hesbollah andererseits, bei geeignetem Vorwand losgetreten."

"Herrin", blöke ich verschüchtert, "wenn das alles so gut läuft, wenn die EU schon seit Jahren die Augen verschließt vor den Machenschaften im Nahen Osten, dann verstehe ich nicht, warum die Mollahs im Iran nicht einen Politiker zum Präsidenten haben wählen lassen, der von den bereitwilligen EU-Politikern als gemäßigt und verhandlungsbereit beschrieben werden könnte. Einen, der wie der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat auf englisch vor der Öfffentlichkeit säuselt und auf arabisch unter Freunden den Hardliner gibt. Warum machen sie diesen schon 1979 als radikal bekannten Studentenführer zum Präsidenten? Die Mollahs müssen doch damit rechnen, daß US-Geiseln ihn wiedererkennen und behaupten werden, er sei ein Folterer und Mörder?" (5)

Meine Herrin ist ratlos. Da habe ich eine Idee, und Ihr wißt, meine Freunde, daß meistens sehr gute Ideen aus meinem Schafskopf quellen: "Herrin", wenn Ayatollah Ali Khamenei und sein Clan nun gar keine andere Wahl hätten, als diesen radikalen Mahmud Ahmadinejad einzusetzen? Wer sonst soll ihnen im Land die Jugend aufhetzen, sie in Angst und Schrecken halten und damit ihre Macht sichern, wenn nicht dieser fanatische Bartträger? Etwa der alte korrupte Erdnußbauenrsohn Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani? Der ist zwar genauso radikal und hetzerisch wie Mahmud Ahmadinejad, haßt die USA und Israel und will Massenvernichtungswaffen für den Iran, aber die Jugendlichen können mit dem nichts anfangen. Wenn der erklären würde, daß mit seiner Wahl der neue Morgen der Revolution anbräche, dann lachten sie nur. So sieht das auch der Ayatollah Ali Khamenei." (6)

"Das hast du gut beobachtet," räumt sie ein, "aber nun haben die Ayatollahs ein Dilemma am Hals. Sie können ihren Zauberlehrling nicht zähmen, sondern er propagiert die reine Lehre völlig undiplomatisch, ohne jede Taqiyya. Schon als Bürgermeister von Teheran schwingt er Reden, die dem Ayatollah Ali Khamenei gar nicht passen. Er ist dem revolutionären Fanatismus seiner Basij-Zeit treu geblieben und viele seiner Anhänger folgen dem Ayatollah Ali Khamenei nicht mehr."

"Ja," blöke ich, "du hast recht. Die Verbreitung des Islams ist die Sache des Ayatollahs Ali Khamenei, meint dieser. Daran halten sich aber Mahmud Ahmadinejad und seine jungen fanatischen Freunde nicht, sondern viele von ihnen sind Anhänger des 71-jährigen revolutionären Fanatikers Ayatollah Muhammad Taqi Misbah-Yazdi, eines Schülers des Ayatollah Ruhollah Khomeini. Jener studiert die Einsatzmöglichkeit des Glaubenskrieges zu Zeiten, als Khomeini im Exil ist. Gegenwärtig ist er von Ayatollah Ali Khamenei aus der Politik entfernt und von ihm als Direktor des Imam Khomeini Education and Research Institute in Qum eingesetzt. Er hat eine eigene Web Site, in farsi, arabisch und englisch, sein Institut informiert in vier Sprachen, in farsi, arabisch, englisch und deutsch.." (7)

Meine Herrin liest im "Australian", vom 1. Juli 2005, daß nun Mahmud Ahmadinejad und seine Freunde unter der Leitung des Ayatollah Ali Khamenei sämtliche Schaltstellen der Macht kontrollieren. Der Iran lebt unter der Knute einer islamistischen Diktatur. Es gibt in dem Land niemanden, der es wagen könnte, diese Herrscher aufzuhalten, und so machen sie sich auf, dem Westen und seinen "korrumpierenden Einflüssen" entgegenzutreten. Schon als der jetzige Präsident Bürgermeister in Teheran ist, verbietet er Konzerte, schließt Fast-Food Läden und Kulturzentren. Die Arbeiter müssen sich Bärte wachsen lassen und immer lange Ärmel tragen. Unmittelbar nach seiner Einsetzung als Präsident des Iran erklärt er, daß der Iran keiner Beziehungen zu den USA bedürfe. Das werden die Regierungen der EU mit Interesse zur Kenntnis genommen haben, nicht ahnend, daß auch an ihnen kein Interesse besteht.

"Herrin", blöke ich, "Wochenzeitungen haben doch ihren Wert. Wenn bei denen Redaktionsschluß ist, bevor solche Hetzreden wie die vom 26. Oktober gehalten werden, kann schaf auf der Grundlage der aktuellen Ereignisse einen vor dem Ereignis geschriebenen Artikel besser verstehen. In der neuesten Ausgabe der Schweizer Zeitung "Tachles" lesen sich Überlegungen über die Rolle der EU im Atomenergiestreit mit dem Iran wie kindliche Träume. Es gelten weder die Meinung des UN-Sicherheitsrates noch gar die der EU. Der Iran will den Atomsperrvertrag kündigen und läßt sich davon nicht abbringen. Als Folgen für den Iran hält der Autor dieses für möglich:

´Der Uno-Sicherheitsrat könnte Massnahmen gegen Iran ergreifen, die von der Verhängung eines Wirtschaftsembargos und der Reduzierung diplomatischer Beziehungen auf niedrige Ebenen bis hin zum Ausschluss iranischer Sportverbände von internationalen Turnieren reichen würden.´"

Als ich meiner Herrin das mit dem Ausschluß iranischer Sportverbände von internationalen Turnieren vorlese, will sie sich ausschütten vor Lachen. Das muß schaf sich mal ausmalen! Was interessiert es diese machtbesessenen Religionseiferer, ob ihre Sportverbände von Turnieren ausgeschlossen werden? Die hätten die Teilnahme ja sowieso bald als unislamisch verboten. Der Iran hat die EU vollständig in der Hand. Sie ist von der Erdöleinfuhr aus dem Iran abhängig. Ein Embargo würde der EU mehr Schaden als dem Iran; denn dessen Wirtschaft liegt sowieso darnieder. Fanatiker kümmern sich nicht um das Wohlergehen ihrer Bevölkerung, das haben wir Deutschen im Dritten Reich lernen müssen.

Noch scheint es Stimmen von Reformern im Lande zu geben. Sie beklagen die außenpolitische Inkompetenz und den sinnlosen Radikalismus. Wielange wird es dauern, bis Mahmud Ahmadinejad diese Stimmen zum Schweigen gebracht haben wird, sei es, daß die Reformer das Land verlassen, wie bereits Millionen vor ihnen, sei es daß sie im Evin-Gefängnis umgebracht oder an Kränen öffentlich aufgehängt werden. Den Gesetzen der Scharia sind da kaum Grenzen gesetzt. (8)

Eines ist mit der Hetzrede des iranischen Präsidenten zum Thema "The World without Zionism" bewirkt worden: weite Teile der internationalen Staatengemeinschaft wachen endlich auf und sehen ein, daß ihre Beschwichtigungspolitik zu nichts führt. Zwar berichtet die ARD Tagesschau noch von "indirekter" Vernichtungsdrohung gegen Israel, aber diesem vermieften Haufen willfähriger Journalisten glaubt eh keiner mehr. Wozu gibt es das Internet? Da ist in allen Sprachen zu lesen, was der Präsident will: Israel von der Landkarte ausradieren, islamische Staaten, die es wagen wollten, Israel anzuerkennen, mit dem "Feuer der unversöhnlichen Umma" zu bedrohen, also mit Krieg, sowie den Islam weltweit zu verbreiten. (9)

Nun empören sich sämtliche Staaten der EU, bestellen die Botschafter des Iran in die Außenministerien ein und tun so, als wenn die Rede eine Sensation wäre. Liebe Freunde, ich habe im Internet eine im November 2003 veröffentlichte Liste gefunden, in der für den Zeitraum vom 2. Oktober 2000 bis 11. Oktober 2003, also für drei Jahre, 48 Fälle aufgelistet werden, da vom iranischen Präsidenten abwärts Regierungsbeamte des Iran Vernichtungsdrohungen gegen Israel aussprechen. (10)

Das hindert weder Deutschland noch ein anderes EU-Land, mit dem Iran einen "Dialog" zu führen und Geschäfte zu machen. Die Deutschen hindert es nicht, dort als Touristen aufzutreten, die Frauen verkleidet als Pinguine. Jetzt verdammen alle die Äußerungen des wildgewordenen Iraners, wobei sie gleichzeitig überlegen, die Ungeheuerlichkeiten kleinzureden und zur Tagesordnung überzugehen.

Den Freiburger Bürgermeister Dieter Salomon, von den Grünen, stört es bis zur letzten Rede des Mahmud Ahmadinejad nicht, was im Iran abgeht. Nun allerdings hat er keine Ausrede mehr:

"Ursprünglich wollten Salomon, Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) sowie zehn Gemeinderäte morgen über Teheran nach Isfahan reisen. Freiburg unterhält als einzige Stadt in Deutschland eine Partnerschaft mit einer iranischen Stadt." Sinnigerweise ist es die Stadt, in der das Atomprogramm des Iran vorwärts getrieben wird. (11)

Wer sich lustige Gruppenbilder mit unbeschwerten Touristen, darunter den verkleideten Freiburger Damen ansehen will, der klicke auf "Fakten und Fiktionen" von Kewil. Es ist zu komisch. "Vogelscheuchenreise nach Isfahan", nennt Kewil das treffend. (12)

Dazu sagt meine Herrin traurig: "Schaf, ich habe mal im Iran studiert, an der Teheraner Universität, ich habe dort sehr liebe Freunde, die ich zuletzt 1974 für einige Tage gesehen habe. Wie gern würde ich hinfahren, sie würden mich aufnehmen wie ein Familienmitglied. Aber ich fahre nicht dorthin, solange ich mich in einen uniformierten Pinguin verwandeln muß, solange die Islamisten dort herrschen und die Menschen unterdrücken. Die Rede dieses Heißsporns tut dabei nichts mehr zur Sache."

Niemand hat mehr Ausreden. Bis hin zur russischen Regierung ächten alle die Rede dieses Hetzers zur Vernichtung Israels. Niemand kann auch vorgeben, Israel hätte das provoziert, was man ja bei den Palästinensern immer hinkriegt. Da reagieren die Terroristen nach Ansicht der EU-Regierungen und ihrer gleichschreitenden Medien in allen Fällen auf israelische Aktionen. Aber auch da gibt es das Internet, niemand muß dumm schlafen gehen. Die Außenministerien der EU-Staaten sowie die britische EU-Ratspräsidentschaft protestieren. Selbst der "Spiegel", den Davids Medienkritik ständig auf dem Kieker hat, titelt heute: "Anti-israelische Propaganda. Zehntausende bei Hass-Demo in Teheran", und in dem Artikel ist nur im letzten Absatz eine kleine Spitze gegen Israel, weil ganz ohne geht es wirklich nicht in deutschen Medien. Bereits der nächste Artikel zeigt aber, daß der "Spiegel" sich wieder gefaßt und sein Weltbild zurechtgerückt hat. "Sicherheitsrat verurteilt Irans israelfeindliche Hetze", heißt es. "Israel hatte sogar gefordert, Iran müsse aus der Uno ausgeschlossen werden." Das stelle sich einer vor, welche Anmaßung! Ein UN-Mitglied wird von einem anderen mit Vernichtung bedroht und erwartet daraufhin "sogar", daß das drohende Land aus der UNO ausgeschlossen wird! Dafür hat Kofi Annan nicht jahrelange Mühen auf sich genommen im Iran, in Ägypten und im Libanon bei der Hezbollah! (13)

Niemandem scheint aufzufallen, daß nur Israel selbst solche Forderungen stellt. Nicht einmal ein Hauch einer derartigen Erwägung ist von einem EU-Staat zu lesen, etwa: "man sollte vielleicht darüber nachdenken, ob man den Antrag stellt, den Iran aus der UNO auszuschließen ..."

"Die gesamte internationale Gemeinschaft müsse zusammenstehen, ´um die Iraner zu stoppen´, hatte Israels Außenminister Silvan Schalom gefordert," schreibt der "Spiegel". Schon stellen die Israelis Forderungen. Was die Israelis sonst noch sagen, darüber berichtet der "Spiegel" in dem Artikel nicht viel, wohl aber ausführlichst, was iranische Regierungsmitglieder noch nachschieben, um ihren Vernichtungswillen zu rechtfertigen. Kommentarlos wird Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani zitiert: "Iran sei in ´Palästina´ nicht selber präsent, sondern unterstützte die Palästinenser lediglich ´spirituell, ideologisch und medizinisch´, betonte Rafsandschani." Da hält es der "Spiegel" nicht für geboten, auf die vom Iran finanzierten Terroristen der Hezbollah auch nur in einem Nebensatz hinzuweisen, nein, durch das Zitat macht sich der "Spiegel" lustig über die Israelis und ihren Überlebendkampf.

Liebe Freunde, wir können darauf warten, daß nach einer bescheidenen Karenzzeit alle EU-Staaten und ihre Regierungen zum business as usual zurückkehren. Diese Staaten leben seit 1979 völlig problemlos mit den iranischen Zuständen. Wen kümmert es, daß Frauen unterdrückt und in schwarze Säcke gesteckt, daß Homosexuelle an Galgen aufgeknüpft und daß Dieben die Hände abgehackt werden? Was stört eine Liste mit 48 Vernichtungsdrohungen, in drei Jahren, der iranischen Regierung gegen Israel?

Blök!
Euer Schaf!
Safar Kardeh (14)

29. Oktober 2005

Ihr nennt mich einen kargen Mann;
Gebt mir, was ich verprassen kann!

(1) Iranischer Präsident ruft zu Zerstörung Israels auf. Basler Zeitung, 26. Oktober 2005
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=2CBAB9DE-60CF-2062 -F4B893BC54BEB979

Iranian President at Tehran Conference: "Very Soon, This Stain of Disgrace [i.e. Israel] Will Vanish from the Center of the Islamic World - and This is Attainable", MEMRI Special Dispatch Series No. 1013, October 28, 2005
http://www.memri.org/bin/opener_latest.cgi?ID=SD101305

Military. Pasdaran. GlobalSecurity.org
http://www.globalsecurity.org/military/world/iran/pasdaran.h tm

(2) Hassan Nasr Allah : "Moudjahid" ou comédien ? Pour tout chiite raisonnable
http://chiite.over-blog.com/article-935932.html

(3) Le Secrétaire général : situation au Moyen-Orient- Suite 2. Centre d´information de l´ONU à Tunis
http://www.onu.org.tn/sgmo2.htm

(4) Minu Barati, von mir! 11. Mai 2005
http://www.eussner.net/schaf_2005-05-11_23-07-19.html

(5) Mahmoud Ahmadi-Nejad´s Questionable Past and Future. Blog of War. Defense-Tech-Space, June 30, 2005
http://www.blogsofwar.com/mahmoud_ahmadi-nejads_questionable _past_and_future

(6) Ayatollah Ali-Akbar Hashemi Rafsanjani. Radio Free Europe. Iran Votes 2005
http://www.rferl.org/specials/iranelections/bios/Hashemi-Raf sanjani.asp

(7) Ayatollah Muhammad Taqi Misbah-Yazdi
http://www.mesbahyazdi.org/english/index.htm

QABAS. Imam Khomeini Education and Research Institute
http://www.qabas.net/

(8) Rasseln mit nuklearen Säbeln. Im Atomenergiestreit mit Iran scheint sich die Lage alles andere als beruhigt zu haben. Die EU könnte auf diplomatischer Ebene zu schlichten versuchen. Von Behrouz Khosrozadeh. Tachles Nr. 43, 28. Oktober 2005
http://www.tachles.ch/artikel.php?id_art=2118

(9) Islamic revolution ´to cover the globe´. By Ramita Navai, Tehran. The Australian, July 01, 2005
http://www.theaustralian.news.com.au/common/story_page/0,574 4,15783115%255E2703,00.html

(10) Iran Calls for the Destruction of Israel. "ISRAEL MUST BE ERADICATED FROM THE ANNALS OF HISTORY". Intelligence and Terrorism Information Center at the Center for Special Studies (C.S.S) Special Information Bulletin, November 2003
http://www.intelligence.org.il/eng/bu/iran/shihab_11_03.htm

(11) Iran-Reise wegen Israel-feindlicher Aussagen abgesagt. SW R.de, 27. Oktober 2005
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7598 94/5wi8bo/

(12) "Tod dem Staat Israel! Tod den USA!" Fakten und Fiktionen, 28. Oktober 2005, 13:49 Uhr.
http://www.myblog.de/kewil/art/2196867#comm

(13) Bundesregierung verurteilt Äußerungen des iranischen Staatspräsidenten zu Israel. Auswärtiges Amt, 27. Oktober 2005; mit Statement der britischen EU-Ratspräsidentschaft. Iran: Statement by the Presidency on behalf of EU leaders meeting at Hampton Court, UK Presidency of the EU, 27 October 2005
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/ausgabe_archiv?archiv_ id=7751

ANTI-ISRAELISCHE PROPAGANDA. Zehntausende bei Hass-Demo in Teheran. Der Spiegel, 28. Oktober 2005
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,382105,00.html

Sicherheitsrat verurteilt Irans israelfeindliche Hetze
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,382157,00.html

(14) Safar Kardeh. Taraneh. Delkash (eine Reise zu meinen Freunden in der Ferne)
http://www.taranehbaran.com/music/delkash_1.php4


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