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Gudrun Eussner
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Was das Schaf zu blöken hat...öken hat...

Seine Hoheit Tariq Ramadan lehrt den Westen, sich zu unterwerfen

Liebe Freunde!

Meine Herrin treibt neuerdings schelmische Spiele mit mir. Mitten in der Nacht, kein Rascheln des Heus in meinem Pferch ist zu hören, flĂŒstert sie energisch: Schaf, schlĂ€fst du? Nein, blöke ich. Der Tag mit meiner launischen Herrin ist lang gewesen und hart. Es ist schon so spĂ€t. Ich bin gerade im Begriff, einzuschlafen und denke noch, na, was meine Herrin morgen wohl wieder gegen mich aufbringt, da raubt sie mir die Nachtruhe. Schaf, schlĂ€fst du? setzt sie nach. Nein! wiederhole ich mĂŒrrisch. Es wird still, ich begreife nicht die Dringlichkeit in der Stimme meiner Herrin und blöke nicht. Eine halbe Stunde spĂ€ter wiederholt sie das Spiel, aber da gebe ich nicht laut, wer bin ich schließlich, blök? (1)

Da meint meine Herrin, daß ich schlafe: Nun kann sie von und ĂŒber seine Hoheit Tariq Ramadan, den Chef der Muslimbruderschaft in der EuropĂ€ischen Union, Herrscher ĂŒber 15 Millionen Muslime, und seinen Zweigstellenleiter Deutschland Ibrahim el-Zayat ("Dieses Land ist unser Land, und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verĂ€ndern") in Ruhe und ungestört von meinem Geblöke lesen. Mit Tariq Ramadan fĂ€ngt sie an und wird mucksmĂ€uschenstill, so daß ich kaum noch ihren Atem höre.

Ihr wißt vielleicht noch, daß seine Hoheit Tariq Ramadan der "muslimische Jude" ist. Meine Herrin hat einiges ĂŒber ihn zusammengetragen. Ihr könnt das in ihrem Archiv nachlesen. Tariq Ramadan ist der Mitstreiter des seit 2004 als oberster FĂŒhrer aller MuslimbrĂŒder in Kairo residierenden Murshids Mahdy Akef. Der kennt den Tariq und seinen Bruder, den Steinwerf-und Hand-ab-Hani, schon aus MĂŒnchen, als er von 1984 bis 1987 gemeinsam mit seinem Vater Said Ramadan das Islamische Zentrum MĂŒnchen zum Kontrollzentrum der Muslimbruderschaft ausbaut. Said Ramadan ist GeneralsekretĂ€r des von Pakistan wiederbelebten, 1931 vom Großmufti Haj Amin al-Husseini gegrĂŒndeten World Islamic Congress (WIC). Wer sich ĂŒber den politischen Islam und seine weltweite Verbreitung informieren will, der sollte die Geschichte des Islamischen Zentrums MĂŒnchen studieren, schreibt der Leiter des Berliner BĂŒros des Wall Street Journals Ian Johnson. Die MuslimbrĂŒder dominieren das organisierte sunnitisch-islamische Leben in Europa und in den USA. (2)

Darum will Papst Benedikt XVI. nichts mit den BrĂŒdern zu tun haben und lehnt die Einladung zu einem Besuch einer Moschee in Köln, August 2005, ab. (3)

In Frankreich sieht man es nicht so verbiestert, dort wird Tariq Ramadan auf dem Höhepunkt der Krawalle der arabischstĂ€mmigen muslimischen jungen MĂ€nner vom Fernsehsender France 5 in die Sendung Ripostes des Serge Moati eingeladen, wo er sich unwidersprochen fĂŒr die RechtmĂ€ĂŸigkeit von Gewalt und Revolte aussprechen kann: "Il y a une lĂ©gitimitĂ© Ă  la violence ! Il y a une lĂ©gitimitĂ© Ă  la revolte !" (4)

Auch in Tony Blairs England und bei der EU des Romano Prodi ist seine Hoheit Tariq Ramadan akkreditiert. Die MuslimbrĂŒder haben de facto Diplomatenstatus in der EuropĂ€ischen Union. Ihre ReprĂ€sentanten herrschen mit einer Matrix von Ideen, die Menschen der muslimischen Welt in einer gemeinsamen Vision von Jakarta bis Islamabad, von Kabul bis Kairo, von MĂŒnchen bis Chicago zusammenfĂŒhrt. (5)

In den arabischen Staaten wird er wie ein Herrscher empfangen, wenn Er sie fĂŒr wĂŒrdig genug hĂ€lt, ihnen seine Aufwartung zu machen. Die Ă€gyptische Dynastie derer zu Mubarak mag ihn aber nicht sonderlich; denn er ist der Enkel des Hassan al-Banna, des BegrĂŒnders der Muslimbruderschaft. Gar zu viele Morde haben die BrĂŒder seit 1928 auf dem Kerbholz, damit hat aber seine Hoheit Tariq Ramadan nichts zu tun. Handelt es sich um Dreckarbeit, Morde an Politikern, Aufruhr in VorstĂ€dten, Erdolchen von UnglĂ€ubigen, Abfackeln von Nationalfahnen aller Art, dĂ€nischer, israelischer, US-amerikanischer, oder gar um den 11. September 2001, dann wendet sich der europĂ€ische Muslim angewidert ab; er ist Ästhet, was alle Fotos von ihm zeigen. Er wĂŒrde sich die HĂ€nde nicht schmutzig machen. GlĂŒcklicherweise darf man ihn in seiner Schönheit noch portrĂ€tieren, so weit wie mit seinem Vorbild Mohammed ist´s noch nicht, aber bald. Wenn Ihr also noch einen Blick auf den muslimischen Intellektuellen werfen wollt, ruft bei Google die Bilder auf, bevor Google die aus dem Verkehr zieht.

In seiner Eigenschaft als Herrscher aller europĂ€ischen sunnitischen Muslime (der SchiitenfĂŒhrer ist Yavuz Özoguz, blök!) richtet seine Hoheit Tariq Ramadan im Januar 2005 einen Offenen Brief an seinen quasi-Kollegen im Weißen Haus George W. Bush. In Augenhöhe verhandelt er, der von Allah mit der Islamisierung Europas und der USA Beauftragte, mit ihm und fragt ihn streng, warum er sich einem Siegeszug der MuslimbrĂŒder in seinem Land entgegenstellt: "Vor was haben Sie Angst?" und "Was tun Sie Ihrem Land an?" (6)

Ich habe Euch im Januar 2005 bereits dazu geblökt, daß seine Hoheit Tariq Ramadan Demokratie und Meinungsfreiheit verlangt, obgleich die in seiner Welt nicht vorkommen, weder in der Religion Islam noch in den islamischen Staaten, daß er bestimmt, daß nichts gegen ihn vorliegt: "Meine Akte ist leer!", daß er Rechenschaft vom PrĂ€sidenten der USA darĂŒber verlangt, wie es seinen muslimischen GlaubensbrĂŒdern möglich sein konnte, den Angriff vom 11. September 2001 zu fĂŒhren: "Wie waren solche verabscheuungswĂŒrdigen Akte möglich? Wer war verantwortlich fĂŒr die vielen und wiederholten Informationsdefizite?" Transparenz und Wahrheit fordert er von seinem Kollegen, das Volk der USA und der Rest der Welt hĂ€tten darauf einen Anspruch. Der PrĂ€sident antwortet nicht, auch nicht auf die leise aber energische Drohung, er möge seine Politik Ă€ndern, sonst ... (7)

WĂ€hrend der aufmĂŒpfige UnglĂ€ubige es bis heute vorzieht, seinen Kollegen zu mißachten, widmen dessen Mannen ihm im September 2006 eine Antwort, schreibt Tariq Ramadan im fundamentalistenfreundlichen Chronicle. Dort lĂ€ĂŸt er sich herab, den Herrschern des Westens eine Lehre darĂŒber zu erteilen, was der vom Islam lernen kann - kann, nicht könnte: What the West Can Learn From Islam. Seine Tiraden beginnt er mit der zum wiederholten Male vorgetragenen Schelte darĂŒber, daß er kein Visum bekommt, um die Berufung an die Notre Dame University wahrzunehmen und endlich Professor zu werden. Ausgestattet mit akademischen Weihen könnte er der Islamisierung der USA und der Koordinierung der muslimischen Organisationen besser Nachdruck verleihen. Ein solcher Titel macht auch in den USA was her. Schuld an der Verweigerung des Visums sind, das weiß er, die Juden und ihre Lobby, die seine Kritik der US-Nahostpolitik verhindern wollen, America´s unconditional support for Israel. Die Verweigerung eines Visums an ihn und andere Muslime sei ein Stoß ins Herz der amerikanischen Demokratie. Die will seine Hoheit den USA beibringen? Wo, im Einzugsbereich der MuslimbrĂŒder, gĂ€be es Demokratie?

Meine Herrin liest und liest, sie will endlich wissen, was denn nun der Westen vom Islam lernen kann. Sie ruft plötzlich und laut: Sechs Abschnitte, und der sagt immer noch nicht, worum es ihm geht! Da kann ich nicht mehr vortĂ€uschen, daß ich schlafe: Herrin, du hast die ganze Zeit empört und laut vorgelesen! Das hĂ€tte ich besser nicht geblökt; denn nun soll auch ich es lesen, was der Westen vom Islam lernen kann, gemein!

Ab dem siebenten Abschnitt lese ich mit. Die UnverschĂ€mtheiten soll ich auch anstreichen? blöke ich fragend, die Agressionen gegen die Muslime ab dem 13. Jahrhundert? Soll ich hier nicht erwĂ€hnen, was ab eben der Zeit los war an Eroberungen und Mord und Raub und Versklavung durch die muslimischen Horden und Heere? Rechtgeleitete Kalifen, Omajjaden, Abbassiden, Mamlukken, Osmanen? Meine Herrin wird böse: Nein, du sollst vom ersten Abschnitt an schauen, was der Westen vom Islam lernen kann gemĂ€ĂŸ Tariq Ramadan! (8)

Liebe Freunde! Der Artikel ist sehr lang, er umfaßt 24 Abschnitte plus einen Abschnitt LĂŒgen ĂŒber die Professorenschaft und die LehrtĂ€tigkeit seiner Hoheit. Ich weigere mich, mir die Nacht um die Ohren zu schlagen und reiche das Werk des Predigers an meine Herrin zurĂŒck. Die ist darob sauer, weil sie sich nun am Internationalen Frauentag damit herumplagen muß.

Blök!
Euer Schaf
Kuffar mit Klauen,
noch ohne islamische Moderhinke
8. MĂ€rz 2007

(1) In the Middle of the Night. By Tariq Ramadan, February 2, 2005
http://www.tariqramadan.com/article.php3?id_article=0203&lan g=en

(2) A mosque for ex-Nazis became center of radical Islam. By Ian Johnson, The Wall Street Journal, July 12, 2005. Post-Gazette.com
http://www.post-gazette.com/pg/05193/536684.stm

1949: Amin Al Husseini President of Islamic World. Tell The Children The Truth
http://tellthechildrenthetruth.com/osama_en.html

(3) From Cologne to the Conquest of Europe: How the Muslim Brotherhood is Challenging the Pope. by Sandro Magister, www.chiesa, August 18, 2005
http://chiesa.espresso.repubblica.it/dettaglio.jsp?id=37837& eng=y

(4) Banlieues : miroir des peurs françaises ? Ripostes. Présenté par Serge Moati, France 5, 13 novembre 2005
http://www.france5.fr/ripostes/007564/11/130037.cfm

(5) Der Vormarsch der Muslimbruderschaft. Von Hildegard Becker. Sicherheit-Heute, 8. Mai 2006
http://demo.ebiz-today.de/personen/personen,195,Der_Vormarsc h_der_Muslimbruderschaft,news.htm

(6) Open letter to President George W. Bush From an "expelled" Muslim to an elected American. Tariq Ramadan. Al-Ahram Weekly Online, 20 - 26 January 2005, Issue No. 726
http://weekly.ahram.org.eg/2005/726/op11.htm

(7) Seine Hoheit Tariq Ramadan, Kalif aller sunnitischen Muslime, schreibt an den PrÀsidenten der USA. 16 Dhul-Hijjah 1425 H. - 26. Januar 2005
http://www.eussner.net/schaf_2005-01-26_23-52-18.html

(8) What the West Can Learn From Islam. By Tariq Ramadan. The Chronicle of Higher Education, February 16, 2007
http://chronicle.com/temp/reprint.php?id=mk4phhfw6qh399ql5g4 0d24l0j9vpq99


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